HP beendet das Free Instant Ink-Abonnement für Neukunden

[English]Die Firma HP hadert mit dem Thema Tintenkartuschen für ihre Tintenstrahl-Drucker. Jetzt wollte man das lebenslang geltende Free HP Instant Ink-Abonnement für bestimmte Kunden beenden. Das Free Instant Ink-Angebot galt wohl für manche Gerätemodelle und ‚Wenig-Drucker‘. Nach ziemlich viel Gegenwind läuft das Programm zumindest für Bestandskunden weiter, endet aber für Neukunden.


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Neue Volte rund um das unendliche Thema Hewlett Packard und deren Versorgung von Druckern mit Tinten- oder Tonerkartuschen. Kürzlich hatte ich ja im Blog-Beitrag HP CEO über Tintendrucker und Fremdpatronen über ein Interview mit HP CEO Enrique Lores berichtet. Der HP CEO hatte sich über die lästigen „unprofitablen Kunden“ ausgelassen, die Fremdpatronen in den guten HP Tintendruckern verwenden. Er legt dar, wie sich die Vorlaufkosten für Drucker erhöhen, die Fremdpatronen verwenden. HP habe Maßnahmen ergriffen, um das Geschäft zu optimieren, indem die Zahl der unprofitablen Kunden reduziert werde. Aber da geht doch deutlich mehr …

Das (Free) HP Instant Ink-Abonnement

Und es gibt von HP das sogenannte Instant Ink-Abonnement. Die Leute wählen auf der HP-Seite eine Option für das HP Instant Ink-Abonnement aus verschiedenen Abonnementstufen aus, von der sie glauben, dass sie für ihren Drucker und das Druckvolumen passend sei.

HP Instant Ink-Abonnement

Das Versprechen: Die Leute erhalten Tinte, noch bevor diese beim Drucken ausgeht. HP gab dort zwei Versprechen für die Kunden. HP wirbt auf der Seite mit: Sparen Sie bis zu 70 % bei Tinte! Je nach Abonnementstufe konnten die Leute dann x-Seiten pro Monat drucken. Wer mehr drucken wollte, hatte Pech und musste ein höheres Volumen per Abo buchen. Über die Falle, die HP dort für ihre Abonnenten bereit hielt, falls diese keine Abonnenten mehr sein wollen und Tinte einzeln kaufen zu beabsichtigten, hatte ich im Blog-Beitrag Falle: HP Instant Ink berichtet.

In obigem Angebot findet sich noch ein ‚Gratis-Tarif‘, ein ‚Knüller‘ des HP-Marketing für absolute ‚Wenig-Drucker‘, um die Leute in ein Abo zu locken. Leute, die nur 15 Seiten pro Monat drucken, erhalten über dieses Abo-Modell Gratis-Tinte – solange der Drucker lebt. Wer mal mehr brauchte, zahlte 1 US-Dollar pro 10 Seiten – also mal eine Diplomarbeit gedruckt, dann waren 150 bis 200 US-Dollar weg. Statt Dollar kann man auch Euro einsetzen.

Das Free HP Instant Ink-Abonnement soll enden

Im November 2020 hieß es dann, dass HP dieses Modell beenden wird (MobiFlip hatte es sogar bereits im Oktober 2020 gemeldet). Die Ankündigung löste natürlich einen Sturm der Entrüstung bei betroffenen Nutzern und auch Verbraucherschutzorganisationen aus. Denn die Käufer waren schlicht über den Tisch gezogen worden und sollten in ein kostenpflichtiges Abo gelockt werden.

Rolle rückwärts, ein bisschen

Die Information dümpelt bei mir schon einige Tage, im Artikel HP Ends ‚Free Ink for Life‘ Subscription Plan berichtete die US-Verbraucherschutzorganisation CR (Consumer Report) zum 15. Dezember 2020, von einer Rolle rückwärts. Das Free HP Instant Ink-Abonnement endet zwar für Neukunden – ist auch völlig legitim. Aber HP lässt laut einer Ankündigung das Free HP Instant Ink-Abonnement für Bestandskunden für die Lebensdauer ihrer Drucker weiter laufen.

Wenn ich mir die nachfolgenden Beiträge rund um das Thema HP-Tintenstrahldrucker so anschaue, drängt sich mir der Eindruck auf, dass HP so eine Art Hass-Liebe bezüglich seiner Kunden pflegen muss.


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7 Antworten zu HP beendet das Free Instant Ink-Abonnement für Neukunden

  1. Info sagt:

    Privat sollte HP, für potenzielle Neukunden, belesen und mit Wissen über deren Verhalten in den vergangenen Jahren(zehnten) – kein Thema mehr sein! Auch Die – nerven nur noch…

    Hatte damals nur hochwertige Drucker und Scanner von HP, es war einmal

  2. hans sagt:

    HP habe Maßnahmen ergriffen, um das Geschäft zu optimieren, indem die Zahl der unprofitablen Kunden reduziert werde.

    Gans einfach keinen HP Drucker mehr kaufen.

  3. Michael Bickel sagt:

    :)

    150 Euro würde 1500 Seiten entsprechen, was dann doch eher eine Doktorarbeit als eine Diplom-Arbeit wäre.

    Aber selbst dann könnte man ja problemlos auf einen höheren Tarif, zum Beispiel 1.500 Seiten für 49,99 Euro (wird nicht direkt auf den HP Seiten angezeigt) wechseln oder man kauft sich ausnahmsweise mal Kauf-Tinte, denn das geht natürlich weiterhin. Man müsste also schon sehr doof sein, hier Unsummen zu bezahlen bei zeitweisem Mehrbedarf. Man kann jederzeit Tarife bei Instant Ink wechseln, auch nach unten übrigens. In der Beziehung ist das Angebot sehr flexibel.

    Und natürlich kann jeder schreiben, was er möchte, aber die Verwendung von Abo-Falle finde ich schon hart, denn

    1. Kann man Instant Ink monatlich kündigen
    2. Kann man natürlich nicht mehr weiterdrucken mit der extra großen Instant Ink Patrone, genauso wenig wie man sich noch alle Filme nach Kündigung eines Streaming Angebotes ansehen kann, die man bisher nicht geschafft hatte.

    HP sendet extra große Patronen, um den Austausch-Zyklus gering zu halten. Würde HP anders verfahren und Leuten erlauben die Tinte leer zudrucken, so würden Schnorrer einen Monat buchen und dann fleißig mit dieser drucken, also was soll der Hersteller anders machen?

    Und wo genau ist da die Falle, zumal das ja alles klar lesbar ist auf den HP Seiten.

    Natürlich kann man sich über das Thema Tinte, Hersteller etc. ärgern und aufregen und dies zu Recht, aber da, wo es angebracht ist. Wenn ich das Abo nicht mehr nutze, so st es einfach normal, dass ich mir auch neue Patronen besorgen muss.

    • Günter Born sagt:

      Schon merkwürdig – die Suche im Browser fördert mir keinen Begriff ‚Abo-Falle‘ – außer in deinem Kommentar – zutage. Das Wort ‚Falle‘ kommt im Titel eines anderen Blog-Beitrags vor. Was habe ich jetzt überlesen?

      Im Grundsatz ging es im Beitrag aber um die Zusage von HP für ein ‚lebenslanges Gratis-Abo‘, was man kassieren wollte, dann aber zurück rudern musste.

      • Michael Bickel sagt:

        ja, korrekt von Dir. Es hieß nur Falle, also klar mein Fehler. Streichen wir also das Wort Abo, aber meine grundsätzliche Aussage würde sich auch auf nur das Wort Falle beziehen, denn auch die kann ich nicht sehen und das Thema wurde ja eben auch angesprochen.

        Ich mag mich irren, aber sofern ich mich korrekt erinnere, hatte HP als Fußnote sich vorbehalten, den Gratis-Tarif nach einer 60-tägigen Ankündigungsfrist einzustellen. Müßte man ein Webarchiv bemühen. Sofern ich aber richtig liege, hätten Anwender wissen müssen, dass dies keine kostenlose Leistung auf Lebenszeit sein muss.

        • Michael Bickel sagt:

          „HP reserves the right to modify or cancel the free printing plan anytime on 60 days’ notice.“ laut web.archive.org – mein Gedächtnis funktioniert also noch.

          Von daher hatte HP nur das Recht genutzt, welches man sich vorbehalten hatte. Schade für Kunden, rechtfertigt aber eben keine Aufregung, zumindest nicht, wenn man nicht beim Drucker-Kauf irgend etwas extra zugesagt hatte.

          • Günter Born sagt:

            Ist aber schon übelste Bauernfängerei dieses Herstellers! Rechtlich haben die sich abgesichert, zum Rest: Die Informationen liegen hier im Blog vor. Bewerten muss der potentielle Käufer. Da muss die Kundschaft mit den Füßen abstimmen, oder sich weiter am Nasenring durch die Manege ziehen lassen. Hier ist HP seit Vista jedenfalls ein No Go – damals haben die mich mit einem teuren Scanner und dessen WIA-Treiber auf’s Kreuz gelegt..

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