Microsoft Office 2021 angekündigt

[English]Neben der Windows 10 Enterprise LTSC für 2021 hat Microsoft gerade auch eine neue Office 2021 (sowie eine LTSC-Version) für die 2. Hälfte 2021 angekündigt. Diese neue Office 2021-Version soll nur noch fünf Jahre Support für Updates bekommen.


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Bei Microsoft sieht man die Zukunft in der Cloud und sagt, dass die überwältigender Mehrheit der Kunden entscheide sich für die Cloud. Aber man weiß bei Microsoft, dass einige Kunden trotzdem nicht in die Cloud wechseln können oder wollen. Für diese Kunden hat Microsoft neben Windows 10 Enterprise LTSC  (siehe Windows 10 LTSC: Nächste Version nur noch mit 5 Jahren Support) noch eine Office-Version mit Langzeit-Support (On-Premise-Lösung) sowie eine Kaufversion namens Office 2021 in der Entwicklung.

Die in 2021 erwarteten Versionen von Exchange Server, SharePoint Server, Skype for Business Server und Project Server werden dagegen nur noch als Abo-Modell zur Miete verfügbar sein (siehe diesen Artikel von der Ignite 2020).

Office 2021 als Kaufversion

Die Ankündigung erfolgte durch Jared Spataro, Corporate Vice President für Microsoft 365, im Artikel Upcoming commercial preview of Microsoft Office LTSC.  Demnach plant Microsoft im Laufe dieses Jahres ein Office 2021 für Privatanwender und kleine Unternehmen zu veröffentlichen. Office 2021 kann einmal gekauft werden, ist als kein Abo-Modell wie Office 365. Diese Office 2021-Version wird fünf Jahre lang mit Updates unterstützt werden. Der Preis für diese Produkte soll zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gleich (wohl zur Vorgängerversion Office 2016) bleiben.

Office 2021 soll sowohl für macOS als auch für Windows 10 zur Verfügung stehen, wobei eine 32- und eine 64-Bit-Version angeboten werden. OneNote soll Bestandteil der Office 2021-Suite bleiben.  Weitere Details zu den neuen Funktionen in Office 2021 will Microsoft kurz vor der allgemeinen Verfügbarkeit bekannt geben.

Microsoft Office LTSC

Im oben verlinkten Artikel stellt Microsoft auch ein Microsoft Office Long Term Servicing Channel (LTSC) als nächste permanente Version vor. Office LTSC wurde für eine begrenzte Anzahl spezifischer Situationen entwickelt: regulierte Geräte, die über Jahre hinweg keine Funktionsupdates annehmen können, Prozesssteuerungsgeräte in der Fertigung, die nicht mit dem Internet verbunden sind, und Spezialsysteme, die über lange Zeiträume gleiche Funktionen bieten sollen und keine ständigen Änderungen per Funktionsupdate zulassen.

Sowohl Office LTSC als auch die Microsoft 365-Version von Office lässt sich mit denselben Bereitstellungstools ausrollen. In Übereinstimmung mit der kommenden Version von Windows 10 Enterprise LTSC 2021 wird Office LTSC einen Supportzeitraum von fünf Jahren bekommen. In dieser Zeit werden Updates bereitgestellt.  Die nächste Version von Office wird mit der Microsoft Teams-App ausgeliefert. Skype for Business-Client wird nicht mehr mit ausgeliefert, ist aber als Download im Microsoft Download Center verfügbar. Eine kommerzielle Preview von Microsoft Office LTSC soll im April verfügbar sein.


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22 Antworten zu Microsoft Office 2021 angekündigt

  1. User007 sagt:

    Mir ist dieser Gottgleiche M$-Updatemist sowas von s***ßegal…ich benutz‘ immer noch ein Office2010 mit Lifetime-Lizenz, weil’s genau das kann und macht, was ich brauch‘ – und nix anderes!
    Wird auch erst auf eine neuere ebenfalls Lifetime-Version upgegradet, wenn die durch neuere Windoof-Versionen nicht mehr verwendbar sein sollte.

  2. Chris sagt:

    War abszusehen, MS will sich die Cloud Version schön rechnen gegenüber den Kaufversionen. Deshalb wurde der Support von Office 2019 schon gegenüber 2016 von 10 auf 7 Jahre verkürzt, was witziger Weise dazu geführt hat das Office 2016 und 2019 zeitgleich aus dem Support fallen. Nun folgt der nächste Schritt, und der Support beträgt nur noch 5 Jahre.

    MS macht es sich da jetzt einfach, wer nicht in die Cloud will (oder darf, man bedenke die DSGVO Diskussion) soll öfter aktualisieren müssen und letztendlich mehr zahlen.

    Lustig wird vor allem, Office 2016 und 2019 laufen 10/2025 aus, rechnerisch gesehen wird zu diesem Zeitpunkt aber kein neues Office erscheinen wenn der 3 Jahreszyklus eingehalten wird. Entweder muss man dann Office 2024 nehmen, und hat direkt nur noch 4 Jahre Support, in die Cloud wechseln, oder die Sache bis Office 2027 aussitzen.

    Ich denke mal das wird jetzt dazu führen das sich einige Leute ernsthaft Gedanken über eine Alternative machen werden, der Schuss kann für MS nach hinten losgehen da MS selber immer mehr Argumente die für ihr Produkt sprachen wegrationalisiert.

  3. Dat Bundesferkel sagt:

    Es gibt brauchbare Alternativen zu Microsoft Office. In vielen (nicht allen!) Fällen eignen sie sich bestens als Microsoft Office-Ersatz. Aber viele zieren sich dann… „ist aber nicht so schick bunt, wie Microsoft Office“ – ja, mag sein. Aber zum DIN-konformen Briefe schreiben (auch Serienbriefe mit Datenbankfunktion) reichen sie allemal.

    Langer Rede, kurzer Sinn: Ob und wie man sich gängeln und ausbeuten läßt, bleibt einem selbst überlassen (in vielen Fällen). Und ja, ich kenne auch reichlich Branchenanwendungen, die zwingend auf Microsoft Office setzen (wobei man sich da fragen sollte: Habe ich in meinem Umfeld das richtige Produkt, wenn es solche Anforderungen stellt?).

    • Phadda sagt:

      Agree… Welcher Anteil von Privatpersonen holt denn min 20min aus dem Office Paket an Features/Möglichkeiten heraus? Mich eingeschlossen… Reicht Libre Office allemal, wenn wer heute unbedingt noch per Fax/PDF Mail Anhang eine Kündigung oder sowas braucht ;-) Sonst würde mir gar noch Wordpad reichen :D

    • Chris sagt:

      Privat ok, aber in Firmen lautet das Killerfeature nun mal leider Outlook.

      Die Nahtlose Integration vom AD, Exchange und Outlook ist ein Hauptkriterium für die Nutzung von MS Office. Wenn es nur im Briefe schreiben oder ein simplen Tabellenkalkulation gehen würde, wäre ein Wechsel leichter.

      • 1ST1 sagt:

        Genau so ist es. Aber selbst diese einfachen Ansprüche sind mit LibeOffice nicht einfach zu erfüllen. Hier die Anleitung zum Selbstversuch:

        Folgende Schritte sind notwendig:

        Öffne aktuelle Version von MS-Word (365)

        Neues leeres Textdokument
        Menü „Einfügen“
        Textrahmen einfügen
        Schreib da was rein
        Formatiere den Text, andere Schriftart, andere Schriftfarbe, Fett, Unterstreichen, was auch immer
        Formatiere den Textrahmen, Hintergrundfarbe/Muster, Textrahmenform (Gestrichelt, rund eckig, Farbe, Schatten)

        Speichere das als Docx
        Speichere das als ODT

        Öffne LibreOffice 7.1 (das neueste!)

        Öffne das Docx
        Öffne das ODT

        Vergleiche in LibreOffice die beiden Formate
        Vergleiche LibreOffice mit der Ansicht in Word

        Schon hier solltest du andere Farben, Formen usw. der Textrahmen sehen. Vergleiche die Position des Textrahmens in der Seite.

        Speichere aus LibreOffice als ODT und als DocX unter neuem Namen, ohne was zu verändern. Speichere auch das ODT als DocX und das DocX als ODT.

        Öffne die neuen Dateien in Word.

        Vergleiche die neuen ODT und DocX untereinander und mit dem in Word erstellten Original.

        Du wirst weitere Unterschiede entdecken.

        Das ist ein Test, den ich seit Jahren immer wieder mache, die beiden Programme sind nicht kompatibel zueinander.

        • Steter Tropfen sagt:

          Aber laut Versionshinweisen von LibreOffice wird an der Behebung genau solcher Abweichungen gearbeitet (ein Grund, warum ich dann immer abwinke und mir das Update spare). Also nicht aufgeben, Monat für Monat kommt LibreOffice immer wieder neu heraus.

          Kann natürlich sein, dass MS da Merkmale absichtlich im Widerspruch zu offiziellen Standards speichert, um der Konkurrenz das Leben sauer zu machen. Ein derartiges Verhalten soll bei denen durchaus schon öfter beobachtet worden sein…

      • Phadda sagt:

        Und da ist M365 angesagt, alles andere ist eh nicht mehr „Zeitgemäß“. Da ist MS nicht der einzige was Richtung SaaS angeht. Zumal alle paar Jahre andere Software Techs wie Dell/VMware, Oracle, Broadcom die Lizenzarten über Board schmeißen und neue aussm Boden stampfen, ist es nur eine zentrale Rolle wo das eigene Unternehmen sein will. Cloud 1st oder OnPrem 1st ;-) Und OnPrem wird imho weniger werden, da oft die Skalierung fehlt und mit Metall das nicht mehr einzuholen ist. Abgesehen von den restlichehn Human Resources/Know How usw.
        Da kommen wohl noch paar in das „Tal der Tränen“ bzw. sind mitten drin :-)

      • Dat Bundesferkel sagt:

        „(…) aber in Firmen lautet das Killerfeature nun mal leider Outlook.“

        Und genau das begreife ich nach wie vor nicht. Gerade Exchange ist für seinen Mist berühmt, kaputte, künstlich begrenzte Postfächer, Fehlfunktionen nach Aktualisierungen (darum zieren sich so viele Administratoren davor, Exchange up-to-date zu halten) und im Falle von M365 (ex O365) immer wieder Dienst-Ausfälle.

        Wir haben uns für einen dezentralen Weg entschieden, der in punkto Funktionsumfang in nichts nachsteht und deutlich robuster ist. Selbst wenn einzelne Module ausfallen sollten (nichts ist frei von Fehlern), bleibt der Rest funktional weitestgehend in Betrieb.

        Mit einem durchdachtem Konzept kann man auch mit Thunderbird, Windows AD, Nextcloud (@ Debian), ejabberd (@ Debian), hMailServer (Windows) oder Dovecoat (@ Debian) – jeweils mit passenden Erweiterungen – unglaublich viel erreichen. Obendrein 100 % DSGVO-konform und vollautomatisierbar.
        Wie man sieht, ich habe einen Faible für Debian.
        Eine Zeit lang favorisierte ich Fedora/CentOS/Red Hat… mittlerweile sind die aber (für meine Zwecke) nicht mehr zuverlässig einsetzbar.

        Man muß es a) halt wollen und b) auch durchsetzen können (seitens der Geschäftsführung).
        Clients können alles Mögliche sein: Windows, Linux, Android, Apple… man setzt auf etablierte und normierte Standards.

  4. Andreas Hofer sagt:

    Outlook ist das Problem! Da gibt es leider keinen wirklich guten Ersatz, auch nicht für Kleinunternehmer oder Privatanwender. Alles andere ist im Vergleich eher rudimentär, auch bei geringen Ansprüchen.

    Ich bin aber bereit, mit diesen Einschränkungen zu leben, auch wenn’s schwer fällt, aber bei mir ist es zum Glück möglich. Nur weg von diesem Großkonzern mit seinen Zwangsbeglückungen im eigenen Gewinninteresse. Leider machen da noch viel zu viele mit…

    • Günter Born sagt:

      Komisch, ich würde mich jetzt als Kleinunternehmer bezeichnen, habe aber Outlook noch nie produktiv im Einsatz gehabt (obwohl hier jede Menge Office-Lizenzen für die betreffenden Versionen vorhanden sind).

      Und dass Outlook für Privatanwender essentiell ist, da habe ich wohl was verpasst. Möglicherweise nutzt Du Spezialfunktionen – Mail und Termine kann mein Thunderbird Portable ebenfalls. Mir war Outlook schlicht immer zu fett und bei einer Windows Neuinstallation wäre alles ohne Sicherung weg. Wie angedeutet: Outlook lief hier nur, wenn ich Office-Bücher geschrieben habe. Produktiv hat sich der Thunderbird immer durchgesetzt.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Outlook @ Kalender / Adressen? Thunderbird mit Lightning und einem CalDAV / CardDAV-Server (3rd Party, oder was Eigenes via Nextcloud?). Invites, Gruppen… funzt alles.
      E-Mails? Behandelt Outlook furchtbar. Telefax? Dank VoIP eh kaum noch richtig nutzbar, aber falls doch… und man hat AVM-Hardware im Einsatz… FRITZ!Fax @ Windows (Fax-Drucker) oder direkt aus der FRITZ!Box heraus.

    • Beat sagt:

      Outlook ist in unserer Incident-Statistik ziemlich weit vorne. Ich bezeichne Outlook auch gerne als Problem.

  5. Zocker sagt:

    Für den Heimanwender ist Office bereits seit Version 2013 uninteressant geworden. Die Kosten stehen idR in keinem Verhältnis zum Nutzen. Durch die neue Updatepolitik und Firmenstrategie wird Office auch für Firmen (hoffentlich) immer unattraktiver.

  6. Daniel sagt:

    Warum erwähnt niemand, dass man mit einem kostenlosen MS Account die Office Suite im Browser nutzen kann inkl. 5GB Cloudspeicher, der für etliche Dokumente ausreicht? MS will weg von lokal installierter und damit zu aktualisierender Software. Alles in die Cloud. MS pflegt zentral Updates ein, fertig. Und ja, auch ich kann mich weder mit Thunderbird noch mit einem freien Office anfreunden, zumal ich mir dann mit Cloudlösungen was bauen muss anstatt nur zu speichern brauche. Als Privatperson kann man für 35€ / Jahr für eine M365 Lizenz bitte nicht meckern. Bei Firmen sieht das anders aus aber auch hier geht’s Richtung Cloud. DSGVO und Co – I know … und Software, die lokal mit Word reden muss stirbt auch aus. Das landet auch in der Cloud mit Office-Integration.

    Einmal kaufen und bis ans Lebensende nutzen war einmal. Software unterliegt Wartung, Pflege und Weiterentwicklung. Die Welt dreht sich auch weiter und daher macht pay per use einfach nur Sinn. Und wer das nicht will, soll OpenSource nutzen aber wenn das jeder machen würde ohne zu spenden, würde es OpenSource auch nicht geben. Irgendwer will immer bezahlt werden – oder arbeitet ihr etwa freiwillig ohne Entlohnung?!

    outlook.com – kostenlos Exchange nutzen und danke, dass iPad, iPhone, Outlook, Web, Kontakte, E-Mail, Aufgaben und Kalender auf allen Geräten immer gleich sind. Wie soll ich das bitte mit Thunderbird und GMX machen? IMAP? Das Protokoll von gestern, dasss für alles ewig braucht und gegen die Wand fährt und gesendete Objekte nicht an allen Geräten gleich sind?

    • Zocker sagt:

      „Warum erwähnt niemand, dass man mit einem kostenlosen MS Account die Office Suite im Browser nutzen kann inkl. 5GB Cloudspeicher, der für etliche Dokumente ausreicht?“

      Vielleicht weil genau das niemand will? Für Firmen ein NoGo und für Privatleute erst recht nicht attraktiv. Die Bindung an ein MS-Konto stellt sogar ein massives Risiko dar. Was passiert, wenn das Konto aus schleierhaften Gründen gesperrt wird, wissen wir ja…

      „Einmal kaufen und bis ans Lebensende nutzen war einmal. Software unterliegt Wartung, Pflege und Weiterentwicklung.“

      Welche Weiterentwicklung siehst du denn bei MS Office als notwendig an?
      Einmal vernünftig programmiert, damit sie sicherheitstechnisch nicht so anfällig ist, ist für eine geringe Pflege und Wartung die halbe Miete. Wenn der Nutzer neue Funktionen braucht, kann er dann eine neuere Version kaufen. bei Office wird das aber nicht nach max. 5 Jahren der Fall sein.

      „outlook.com – kostenlos Exchange nutzen und danke, dass iPad, iPhone, Outlook, Web, Kontakte, E-Mail, Aufgaben und Kalender auf allen Geräten immer gleich sind.“

      Und auf den Datenschutz komplett pfeifen. Zusammen mit GMail ist das der schlechteste Anbieter was das anbelangt. Da kommt dann schnell die DSGVO ins Spiel.

  7. voko sagt:

    Zitat: „Bei Microsoft sieht man die Zukunft in der Cloud und sagt, dass die überwältigende Mehrheit der Kunden sich für die Cloud entscheide“ – na, dann – ade`lieber Datenschutz…
    Entweder existiert diese „überwältigende Mehrheit“ gar nicht und ist einfach nur frei erfunden um den Verkauf zu pushen oder diese „überwältigende Mehrheit“ macht sich überhaupt keine Gedanken um die Verarbeitung personenbezogener Daten.

    • Zocker sagt:

      Das kann schon sein, nachdem man für Privatkunden ab Office 2013 die Lizenzkosten massivst angehoben und auch die Daumenschrauben (Aktivierung) zunächst angezogen hatte. Als Kaufversion ist Office total unattraktiv geworden. Allerdings ist die Aboversion finanziell keinesfalls attraktiver. Zumindest langfristig gesehen. Kann natürlich sein, dass MS-Kunden nicht langfristig denken können.

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