McAfee an Investorenfirma verkauft

Der nächste Verkauf eines Antivirus-Hersteller an eine Investorengruppe steht an. McAfee verkauft seine Cybersecurity-Einheit für Unternehmen an die in Palo Alto ansässige Private-Equity-Firma Symphony Technology Group. Der „Cash-Deal“ soll einen Umfang von  4 Milliarden Dollar haben. Das ist ein weiterer Deal nach dem Verkauf von Avira und Sophos.


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Ich bin bei VentureBeat auf diesen Artikel mit der Meldung gestoßen. Der Verkauf kommt nur fünf Monate nach dem Börsengang von McAfee, wobei die Aktien des Unternehmens weitgehend um ihren IPO-Preis von 20 Dollar herum dümpelten. Mit diesem jüngsten Schritt positioniert sich McAfee vollständig als Cybersicherheitsunternehmen für Verbraucher, für das es durch seine Antiviren- und VPN-Produkte wohl schon besser bekannt ist.

Venturebeat schreibt, dass McAfee trotz seiner starken Marke im Consumer-Bereich  immer auf Unternehmen abgezielt habe. McAfee behauptet, dass seine Enterprise-Einheit ein „vertrauenswürdiger Partner“ für 86 % der Fortune-100-Unternehmen ist und im gesamten Geschäftsjahr 2020 einen Nettoumsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete.

McAfee hatte seit der Ausgliederung als eigenständige Einheit durch Intel im Jahr 2017 weiterhin stark in den Unternehmensbereich investiert. Anfang dieses Jahres brachte McAfee ein neues XDR-Tool (Extended Detection and Response) für den Schutz von Unternehmensendgeräten, der Cloud und des Netzwerks auf den Markt. Im Jahr 2020 hatte das Unternehmen ein neues cloudbasiertes SIEM-Produkt (Security and Information Event Management) auf den Markt gebracht, mit dem Sicherheitsteams auf Bedrohungen reagieren können.

Der Käufer, die Symphony Technology Group, ist kein Unbekannter als Aufkäufer von Sicherheitsfirmen. Im Jahr 2020 hat der Investor mehr als 2 Milliarden Dollar ausgegeben, um RSA von Dell zu kaufen. Laut VentureBeat passt dieser jüngste Deal zu deren Investitionsethos. Der Deal soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein, und die Einheit soll „in den kommenden Monaten“ umbenannt werden, heißt es in einer Presseerklärung (siehe auch hier).

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3 Antworten zu McAfee an Investorenfirma verkauft

  1. 1ST1 sagt:

    Microsoft macht es mit seinem immer vorinstallierten Defender den anderen AV-Herstellern nicht einfach. Das war allerdings abzusehen, im Privatbereich ist der schon jetzt völlig ausreichend, auch für kleinere Unternehmen, die nur Schutz wollen, ohne sich zu kümmeren passt der. Wie man sieht, sehen immer mehr Besitzer von AV-Software-Herstellern ihre Felle davon schwimmen, auch Symantec („Die Sicherheit in den gelben Schachteln“) wurde ja schon mehrfach weiter verkauft. Wenn Microsoft hier technisch immer weiter aufholt, speziell im Client-Management von Unternehmenssystemen, wird das Eis für die anderen schnell dünn. Dort haben Symantec, McAfee, Sophos, Trend-Micro usw. funktional noch die Nase ganz vorne. Zusätzlich sollte McAfee zügig darüber nachdenken, seinen Namen zu ändern, der Johnny macht die Marke mit seinen Skandalen, aktuell mutmaßlicher Bitcoin-Betrug, langsam kaputt.

    • Mich@ sagt:

      ich verwechsel Johnny optisch immer mit Al Pacino.. :)
      Wenn er die Butze verkauft und eine Geldquelle sucht, kann
      er definitiv als Stuntdouble $ machen.

  2. Dekre sagt:

    Das ist mal wieder interessant.

    McAffee wird von DATEV seinen Kunden (Genossen) regelrecht aufgedrückt. McAffee ist nicht nur ein „Virenbekämpfer“, sondern bekämpft alles. Bei tatsächlicher Bedrohung und Infiltrierung des Systems hilft jedoch McAffee nicht so richtig. Über die DATEV hatte ich es in 2013 in Betrieb. Nie wieder. Es sorgte für einen massiven Befall.

    Die DATEV meinte nur dazu – „Pech gehabt“. Ich zahlte aber und zahle immer noch über ein Pauschalpaket. Die DATEV vertreibt es über das aufgesetzte Programm Marke „ViWAS“.
    Allgemeines kann man hier:

    https://www.datev.de/dnlexom/client/app/index.html#/document/1002936?hitMarkTerms%5B%5D=rw40_1002936&hitMarkTerms%5B%5D=mcaffee

    nachlesen. Diese Seite sollte für alle lesbar sein.

    McAffee und mit der Zusammenarbeit mit DATEV stellt eine Bedrohung für IT-Systeme dar. Die Liste das was mal nicht funktioniert oder blockiert wird oder nicht erkannt wird ist lang.

    Ich habe mich seit 2013 von VIWAS mit McAffee komplett verabschiedet (zahle das aber mit, geht nicht anders). Seit dem ich die Lösung von Microsoft mit (zusätzlich kostenpflichtig Malwarebytes) einsetzte, konnte ich alle Bedrohungen erfolgreich abwehren.

    Durch den Verkauf an eine Heuschrecke stellt sich das Ganze nun erheblich interessanter dar. Eine Besserung ist wohl nicht zu erkennen. Der AV-Markt ist stark umkämpft und es kommt auf Abzocke raus.

    Die Schutzgeld-Erpressung verlagert sich mehr und mehr in das Internet. Dafür steht die Marke McAffee. Ich kann nur davon abraten.

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