Windows 10 V1909: Preview-Update KB5001396 (22. April 2021)

[English]Microsoft hat zum 22. April 2021 das Vorschau-Update KB5001396 für Windows 10 Version 1909 freigegeben. Eine der Neuerungen ist die Einführung der Funktion „Neuigkeiten und Interessen“ in der Windows 10-Taskleist (ging die Tage schon im Internet herum, hatte ich aber im Blog bewusst nicht thematisiert). Nachfolgend einige Informationen zum Preview-Update KB5001396.


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An dieser Stelle eine kleine Einordnung von Windows 10 Version 1909 und der Preview-Updates für Leser/innen, die das nicht so ganz präsent haben. Vorschau-Updates werden in der dritten und vierten Woche eines Monats für Windows 10 freigegeben, sollten optional sein, und diesen Microsoft zum Testen, ob es Probleme gibt. Zum Patchday des Folgemonats kommen die Fixes dann zum regulären Patchday auf die Systeme. Administratoren in Firmenumgebungen sollen die Vorschau-Updates Gelegenheit geben, zu testen, ob es mit Hard- und/oder Software Probleme gibt.

Bei Windows 10 Version 1909 ist es so, dass im Mai 2021 das Supportende für manche Varianten erreicht ist. Systeme mit Windows 10 Version 1909 erhalten am 11. Mai 2021 letztmalig Sicherheitsupdates für die Varianten Home, Pro und Workstation – und fallen dann aus dem Support (siehe auch Windows 10: Bald Supportende für 1909 und Vorbereitungsupdate KB4023057 im April 2021 erneut freigegeben).

Update KB5001396 für Windows 10 V1909

Das kumulative Vorschau-Update KB5001396 vom 22. April 2021 steht für alle Versionen von Windows 10 Version 1909 sowie für Windows Server 2019 zur Verfügung. Die Preview hebt die Build-Nummer des Betriebssystems auf 18363.1533.

Highlights: Neuigkeiten und Interessen und mehr

Im KB-Artikel hebt Microsoft als besonderes Highlight die Einführung der Funktion Neuigkeiten und Interessen hervor. Über einen Eintrag in der Windows-Taskleiste erhalten Nutzer einen schnellen Zugriff auf einen integrierten Feed dynamischer Inhalte wie Nachrichten, Wetter, Sport und vieles mehr, der den ganzen Tag über aktualisiert wird. Die Anwender sollen diesen Feed zur Anzeige relevanter Inhalte personalisieren können. Microsoft dazu:

In den kommenden Wochen können Sie ihren Feed während des gesamten Tages direkt von der Taskleiste aus nahtlos in Ihren Feed einsehen, ohne den Workflow zu unterbrechen.

Schöne Buzzwords – aber ich habe mich ganz spontan gefragt, wann das Zeugs wieder aus Windows 10 und der Taskleiste ausgebaut wird. Persönlich nerven mich die Push-Benachrichtigungen, die mir auf meinem Android-Smartphone eingeblendet werden, wenn ich mal wieder bei einer App oder Webseite nicht aufgepasst und das Push-Zeug nicht abgelehnt habe. Und jetzt knallt mir Windows 10 was ähnliches in die Taskleiste? Nun ja, jedem das Seine – wer das zu brauchen glaubt, findet in diesem Beitrag Details (Englisch). Die Kollegen von Dr. Windows und deskmodder.de haben das auf Deutsch thematisiert. Als Admin im Business-Umfeld würde ich das Zeug direkt mal ausblenden – Details zu dieser Frage und den GPOs findet ihr in diesem Techcommunity-Beitrag.

Hab ja heute Morgen etwas Kreide gefressen und beschlossen: Sonne scheint, wird ein schöner Tag, heute rantest Du mal nicht. Daher verpacke ich meinen spontanen Gedanken mal echt positiv. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie dieses Microsoft mitdenkt und seine Business-Kunden mit Funktionen beglückt, die Administratoren zum Opt-out zwingen. Kann es ja verstehen, wäre ja der regelrechte Alptraum, wenn Microsoft diese für viele Kunden äußerst sinnbefreiten Funktionen nur optional anbieten würde, so dass Administratoren, die das zu brauchen glauben, dies per GPO aktivieren müssten. Diese faulen Administratoren hätten dann kaum noch was zu tun, nicht auszudenken. Ergo beschäftigt man die Admins mit Opt-out – Microsoft-Marketing glücklich, Cheffe von Administratoren glücklich, denn deren Leute sind beschäftigt, und Admin auch glücklich, kann ja zeigen, dass er echt gebraucht wird. Also eine echte Win-Win-Situation – wirklich kein Scheiß, und das Kreide fressen hat gewirkt …

Die restlichen Highlights haben mich dann doch etwas zum Staunen gebracht – nächsten Monat läuft der Support für die Version 1909 aus, und Microsoft fixt folgende Macken:

  • Aktualisiert ein Problem, das dazu führt, dass leere Kacheln im Startmenü mit Namen wie „ms-resource:AppName“ oder „ms-resource:appDisplayName“ angezeigt werden.
  • Fügt die Möglichkeit hinzu, die Leerlaufzeit anzupassen, bevor ein Headset in der App Einstellungen für Windows Mixed Reality in den Ruhezustand geht.
  • Aktualisiert ein Problem, das einen Stoppfehler generiert, wenn Sie eine Datei oder einen Ordner aus Speicherorten löschen, die mit Microsoft OneDrive synchronisiert werden.

Ok, hab schon verstanden, es ist ja nur ein Kreis von 2 1/2 Anwendern von diesem Problem betroffen, der Rest der Windows 10-Anwenderschaft hat niemals nicht keine Probleme. Ganz dunkel erinnere ich mich, dass ich in grauer Vorzeit über leere Kacheln im Startmenü mit Namen wie ms-resource:…. gebloggt habe. Ist wie bei der COVID-19-Pandemie: Kaum glaubst Du, wir haben es geschafft, kommt das Problem wieder. Den Hintergrund des ms-resource-Problems hat mir mal ein Insider verraten: Wenn ich es richtig erinnere, wollte Microsoft die Installationsabbilder beim Ausrollen möglichst kompakt halten und liefert nur Links auf die Apps für das Startmenü mit. Bei der Installation, bei Funktionsupdates oder wenn ein neues Nutzerkonto angelegt wird, holt Windows sich dann die Apps sowie die betreffenden Kachel-Informationen aus dem Store. Das braucht diese 15 Minuten, klappt aber nicht immer und Du wartest bis zum Sankt Nimmerleinstag darauf, dass die Pfeile und kryptischen Anzeigen auf den Kacheln verschwinden. Wir haben also wieder einen Fix für einen Fix für ein Problem, was es eigentlich nie gegeben hat.

Verbesserungen und Korrekturen

Microsoft listet in seinem Support-Beitrag für Update KB5001396 folgende Verbesserungen und Korrekturen auf – sicherheitsmäßig enthält das Update ja keine Fixes, um Schwachstellen zu schließen.


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  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass eine Website nicht wie erwartet aus dem Microsoft Edge-IE-Modus herausgeführt wird.
  • Behebt ein Problem, durch das obligatorische Profile nicht vollständig entfernt werden, wenn Nutzer sich abmelden, und die Gruppenrichtlinie „Zwischengespeicherte Kopien von Roamingprofilen löschen“ verwendet wird.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass leere Kacheln im Startmenü mit Namen wie „ms-resource:AppName“ oder „ms-resource:appDisplayName“ angezeigt werden. Diese leeren Kacheln stellen die installierten Anwendungen dar und werden nach dem Update auf eine neuere Version von Windows 10 ca. 15 Minuten lang angezeigt. Durch die Installation dieses Updates wird verhindert, dass diese leeren Kacheln im Startmenü angezeigt werden.
  • Behebt ein Problem mit der Fensteraktivierung, das auftritt, wenn ein eigenes Fenster entfernt wird.
  • Behebt ein Problem bei der Suche, nachdem Sie Datei > in einer 32-Bit-Anwendung öffnen ausgewählt haben. Wenn Sie in das Suchfeld klicken, funktioniert die Anwendung nicht mehr.
  • Behebt ein Problem bei der Bewertung des Kompatibilitätsstatus des Windows-Ökosystems, um die Anwendungs- und Gerätekompatibilität für alle Updates für Windows sicherzustellen.
  • Behebt ein Problem, das Kernel-Modus-Regeln für .NET-Anwendungen in Windows Defender Application Control-Richtlinien einschließt. Infolgedessen sind die generierten Richtlinien deutlich größer als notwendig.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass Geräte die Geräteintegzustandsbescheinigung nicht bestätigen.
  • Behebt ein Problem, bei dem die Speichernutzung von lsass.exe ansteigt, bis das System unbrauchbar wird. Dies tritt auf, wenn Transport Layer Security (TLS) eine Sitzung wieder aufnimmt.
  • Behebt ein Problem mit einer Race Condition zwischen Task Scheduler und dem Workstation Service. Infolgedessen können Benutzer nicht automatisch einer hybriden Azure Active Directory (AAD)-Domäne beitreten kann und der Fehler 0x80070490 gemeldet wird.
  • Behebt ein Problem, durch das der S-Modus deaktiviert wird, wenn Sie „System Guard Secure Launch“ auf einem System aktivieren, auf dem Windows 10 im S-Modus ausgeführt wird.
  • Behebt ein Problem, bei dem Azure Active Directory (AAD)-Arbeitskonten unerwartet aus bestimmten Apps wie Microsoft Teams oder Microsoft Office verschwinden.
  • Behebt ein Problem, das versehentlich den hybriden AAD-Beitritt auslöst, wenn die Gruppenrichtlinie „Domänenverbundene Computer als Geräte registrieren“ auf DEAKTIVIERT gesetzt ist. Weitere Informationen finden Sie unter Nachkonfigurationsaufgaben für Hybrid Azure AD join.
  • Behebt ein Problem mit einer partiellen Service Connection Point (SCP)-Konfiguration, das dazu führt, dass dsregcmd.exe nicht mehr funktioniert. Dieses Problem tritt aufgrund eines Namensvergleichs von Domänen-IDs unter Berücksichtigung der Groß-/Kleinschreibung auf, der beim Beitritt zu einer hybriden Azure Active Directory-Domäne mit Single Sign-On (SSO) auftritt.
  • Fügt die Möglichkeit hinzu, die Leerlaufzeit anzupassen, bevor ein Headset in der App Einstellungen für Windows Mixed Reality in den Ruhezustand geht.
  • Behebt ein Problem, das möglicherweise einen Stoppfehler generiert, wenn Dockercontainer mit Prozessisolation ausgeführt werden.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass die automatische Registrierung und der Zertifikatabruf mit dem Fehler „Der Parameter ist falsch“ fehlschlagen.
  • Behebt ein Problem, das einen Stoppfehler generiert, wenn Sie eine Datei oder einen Ordner aus Speicherorten löschen, die mit Microsoft OneDrive synchronisiert werden.
  • Behebt ein Problem mit einem Deadlock im New Technology File System (NTFS).
  • Verbessert den Windows Server-Speichermigrationsdienst durch:
    • Hinzufügen von Unterstützung für die Migration von NetApp -FAS-Arrays zu Windows-Servern und -Clustern.
    • Beheben mehrerer Probleme und Verbessern der Zuverlässigkeit

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über den Speichermigrationsdienst.

Es werden nur die Fixes installiert, die nicht bereits durch frühere Updates auf der Maschine vorhanden sind.

Microsoft empfiehlt dringend, dass neueste Service Stack Update (SSU) vom 13. April 2021 (KB5001406) oder das neueste SSU KB5003155 vor dem obigen Preview-Update zu installieren. Das Update wird bei einer Suche unter Windows Update angeboten, steht aber auch im Microsoft Update Catalog zum Download bereit. Im WSUS wird es nicht angeboten, lässt sich bei Bedarf aber importieren. Bedeutet: Das Preview-Update ist optional und sollte nur installiert werden, falls jemand der Meinung ist, dass es bei ihm gravierende Probleme behebt. Microsoft führt im KB-Artikel das bekannte Problem auf, dass Zertifikate bei einem Funktionsupdate verloren gehen. Details finden sich im KB-Artikel. Abschließende Frage: Falls jemand das Update installiert hat, sind Probleme aufgetreten?

Zudem hat Microsoft ein Update direkt für den Windows Update Client veröffentlicht, um dessen Zuverlässigkeit zu verbessern. Das wird außerhalb von Windows Update ausgerollt, wenn die Maschine kompatibel und keine LTSC-Variante ist und Updates nicht per GPO blockiert wurden.

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