Verbraucherschutz: Vodafone in 2020 Spitzenreiter bei Kundenbeschwerden

In den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen beschweren sich auffällig viele Verbraucherinnen und Verbraucher über den Telekommunikationsanbieter Vodafone. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Beschwerden zu Vodafone ausgewertet und kommt zu einem schlechten (in meinen Augen sogar eher vernichtenden) Ergebnis für den Anbieter.


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Der Mobilfunk-, Kabelnetz- und Internetanbieter Vodafone kommt hier im Blog ja häufiger in Beiträgen vor – meist in Artikeln, in denen es um Probleme oder saumäßigen Kundensupport sowie um Skandale geht. Mir ging da schon mal der Gedanke durch den Kopf, ob ich da nicht in einer „negativen Blase“ schwebe, weil Blog-Leser oder -Leserinnen mich auf Missstände hinweisen. Aber ich habe mich wohl eher nicht getäuscht – bei Vodafon scheint Kundenärger zum System dazu zu gehören.

Die Verbraucherzentralen in Deutschland bieten Verbrauchern über ihre Beschwerdestellen die Möglichkeit, sich über einen Anbieter zu beschweren. Und dann ist es für die Verbraucherzentralen möglich, am Jahresende eine Auswertung zu führen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Beschwerden zu Vodafone ausgewertet und kommt zu einem schlechten Ergebnis für den Anbieter, wie der Verband in dieser Mitteilung schreibt.

Vernichtendes Urteil über Vodafone

Eine Auswertung aller Verbraucherbeschwerden im Jahr 2020 ergab ein vernichtendes Bild für den Anbieter Vodafone, der in allen Belangen „Spitze“ ist. Bei Vodafone mit all seinen Marken handelt es sich um den zweitgrößten Anbieter in Deutschland für Breitband und Festnetz,wenn man dieser Statista-Auswertung (Paywall) glauben schenken darf.

Die Vodafone GmbH ist ein deutsches Tochterunternehmen der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone Group. Sie bietet in Deutschland Mobilfunk, DSL, Kabelinternet, Festnetztelefonie, Kabelfernsehen und IPTV an.

Was nun auffällt: Vodafone ist der Anbieter, über den sich die meisten Kunden, mit deutlichem Abstand am häufigsten beschweren. „Vodafone“ umfasst auch die Marken Unitymedia, Kabel Deutschland im Bereich Breitband und Otelo im Bereich Mobilfunk.

Vodafone-Beschwerdeaufkommen im Breitbandbereich
Vodafone-Beschwerdeaufkommen im Breitbandbereich, Quelle vzbv

  • Im Jahr 2020 lag die Zahl der Beschwerden über Vodafone insgesamt zwar „nur“ im niedrigen fünfstelligen Bereich. Aber 5 Prozent aller Beschwerden bei den Verbraucherzentralen entfallen auf diesen Konzern – und das ist kein Pappenstiel.
  • Beim Breitband und Festnetz entfallen unter den fünf größten Anbietern 66 Prozent der Verbraucherbeschwerden auf Vodafone.
  • Im Bereich Mobilfunk ist Vodafone als (laut Statista) drittgrößter unter den fünf größten Anbietern, kassiert aber 32 Prozent der Verbraucherbeschwerden in den Verbraucherzentralen.

Vodafone-Beschwerdeaufkommen im Mobilfunkbereich
Vodafone-Beschwerdeaufkommen im Mobilfunkbereich, Quelle vzbv

Carola Elbrecht, Referentin im Team Marktbeobachtung Digitales sagt dazu ganz klar: „Vodafone führt im Telekommunikationsbereich die Beschwerderangfolge mit einem Abstand an, der in keinem Verhältnis zur Marktgröße steht.“ Bei heise, die das Ganze in diesem Artikel aufgegriffen haben, wird Elbrecht so zitiert, dass es sich um „valide Zahlen aus der Vorgangserfassung der Verbraucherzentralen“ durch deren Frühwarnnetzwerk für „auffällige Sachverhalte“ aus der Beratung handele. Die Daten seien repräsentativ für Verbraucherprobleme in Bezug auf die Arbeit der Beratungsstellen. Das lässt natürlich keine direkten Rückschlüsse auf die Häufigkeit des Vorkommens bestimmter Verbraucherprobleme in der Gesamtbevölkerung zu.

Probleme rund um den Vertrieb

Hier im Blog hatte ich ja diverse Artikel zu Vodafone, wo dem Unternehmen bestimmte Sachen gerichtlich untersagt wurden. Ich habe den Eindruck, dass Vodafone die unzufriedenen Kunden von der Stange gehen und der Vertrieb das mit allen Mitteln verhindern soll. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) schreibt in seiner Mitteilung, dass die Vertriebsform des Unternehmens der häufigste Beschwerdegrund sei. Besonders brisant: Die Beschwerden beinhalten Haustürgeschäfte und untergeschobene Verträge im stationären Handel sowie am Telefon. Außerdem ärgern sich die Verbraucher über Probleme im Zusammenhang mit dem Internet- und Festnetzanschluss. Hier fällt dieser Kommentar, eines laut eigener Aussage kurze Zeit aktiven Vodafone-Vertriebsmitarbeiters, bei Golem, die das Thema uch aufgegriffen haben, ins Bild.


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Untergeschobene Verträge – Verbraucher resignieren

Bei untergeschobenen Verträgen haben Verbraucher meist das Nachsehen, obwohl diese Verträge in der Regel rechtlich keinen Bestand haben, ,schreibt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Im Zusammenhang mit Vodafone berichten Verbraucher, wie sie sich mit Zahlungsforderungen auseinander setzen müssen oder nicht genehmigten Geldabbuchungen hinterherlaufen müssen. Carola Elbrecht vom vzbv dazu:

Manche Verbraucher schildern uns, wie sie resignieren, weil sie mehrfach versucht haben, sich beispielsweise gegen untergeschobene Verträge durch Vodafone zur Wehr zu setzen. Aus einzelnen Verbraucherbeschwerden wird deutlich, wie problematisch es sein kann, die Rechte gegenüber Vodafone durchzusetzen.

Mit untergeschobenen Verträgen kann ich nicht dienen, da ich niemals einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen habe. Aber aus Mannesmann D2-Zeiten gab es eine Prepaid SIM-Karte, die durch die Übernahme durch Vodafone in deren Mobilfunknetz landete. Hatte die SIM für ein Notfall-Handy eines Familienangehörigen eingesetzt. In zwei Fällen, wo das Handy gebraucht worden wären, war das brauchbar. In einem Fall gab es eine Mobilfunkstörung (zum Glück war ein Handy-Besitzer mit Telekom-SIM in der Nähe). Und beim zweiten Fall hatte Vodafon die Prepaid-SIM-Karte wegen längerer Nichtbenutzung deaktiviert.

Es gelang mir einige Tage später zwar beim Vodafone-Kundendienst bis zum 2nd-Level-Support durchzukommen. Dort konnte man mir die Höhe des Restguthabens (etwas über 13 Euro) sowie eine E-Mail-Adresse, zu der ich Fotos der SIM-Karte mit SIM-Kartennummer zur Erstattung senden solle, nennen. Aber diese E-Mail-Adresse  war abgeschaltet – auf der Vodafone-Seite, um so etwas zu regeln, fragte ein Bot nach einer Kundennummer – die ich als Mannesmann D2-Prepaid-Kunde nicht haben. Das Vodafone Social Media-Team, welches ich auf Twitter mal angespitzt hatte, verwies auf die Webseite mit dem Bot. Das Ganze ist ganz klar auf „lasse den Kunden am langen Arm verhungern, und überhaupt, ist ja kein Kunde mehr“

Verbraucherzentralen helfen weiter

Verbraucherinnen und Verbraucher, die Hilfe in ihrem individuellen Fall benötigen, sollten die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen nutzen, Informationen unter www.verbraucherzentrale.de/beratung. Beschwerden können sie über das Beschwerdeportal der Verbraucherzentralen abgeben.

Ein Vodafone-Konzernsprecher gab gegenüber heise an, dass die Anzahl der Kundenreklamationen mit Bezug zu Vodafone bei insgesamt über 45 Millionen Kunden „weit unterhalb des homöopathischen Promillebereichs“ liege. Den Rest der Antwort, dass man „jeder berechtigten Beschwerde einzeln nachgehe“, würde ich in den Bereich „Weichsprech“ verordnen.

Für mich kommt Vodafone als Anbieter aber eher nicht mehr in Frage, denn so ein Gezoffe wegen einiger Euro brauche ich definitiv nicht. Als Verbraucher dürfen wir uns aber auch bei der Politik bedanken, die solche Praktiken im Internet/Mobilfunkbereich zulässt. Ein geplanter Gesetzentwurf (nur bei Mobilfunkverträgen) wurde nicht in der geplanten Version verabschiedet (siehe). Für mich ist der Strom- und Gasanbieter-Markt da ein Vorbild. Jeder Abnehmer hat ein Anrecht, beim Grundversorger beliefert zu werden, kann aber zu anderen Anbietern wechseln. Nach einigen Jahren des Anbieterhoppings habe ich sowohl meinen Öko-Strom- als auch meinen fairen Anbieter für Erdgas gefunden. Beide überzeugen durch Fairness, so dass ich wegen 20 Euro Vorteil (oft durch einen Jahresbonus) nicht wechseln muss. Bei meiner KFZ-Versicherung ist es inzwischen ähnlich. Ein langjähriger Kunde bringt für die Anbieter i.d.R. einen großen Vorteil, da er keine Vertriebskosten einkalkulieren muss – jedenfalls meine Sicht der Dinge.

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19 Antworten zu Verbraucherschutz: Vodafone in 2020 Spitzenreiter bei Kundenbeschwerden

  1. Tim sagt:

    (ironie) Wie unerwartet (\ironie)

    Auch die Antwort passt. Die Unternehnen haben sich mittlerweile zu so riesen Konzernen zusammengeschlossen und verflochten, das denen einfach die Kontrolle entgleitet.
    Die bekommen den Mist nicht mehr mit und reden sich die Zahlen schön. Funktioniert ja auch gut. Außer man sitzt als Kunde mit dem Ärger da. Die haben es einfach nicht mehr nötig.

    Ich klatsch mal modern für die Support Mitarbeiter, die was taugen und noch bewegen können, auch wenn Prozessoptimierungen denen fast schon die Hände binden.

    • rebootnix sagt:

      Problem ist ein anderes, tiefer sitzend:
      bei diesen „Preisen“ ist schlicht und ergreifend jeder support rausgerechnet. Was man dann iwann schnell merkt (gilt für eig. alle Billigheimer!).
      Auskunft: Mitarbeiter mittleres gehobenenes Management damals noch arcor. Selbst, also privat, war dieser Mitarbeiter bei der? Tkom! :-D
      Bedeutet weiterhin: Tkoms Preise sind nicht zu teuer – sondern letztlich das, was man als halbwegs korrekte Marktpreise bezeichnen könnte/dürfte. Mit anderen Worten, vieles sind die Nutzer dann selbst schuld…

      • Tim sagt:

        Ok, jetzt sind die Nutzer „selbst“ schuld daran, das sie von Großfirmen Angebote wahrnehmen, welche sich mit x verflochtenen Unternehmen gegenseitig Kunden rauben?

        Diese Strukturen enden alle immer an der Spitze!

        Deutschland ist doch eh nur ein „Nebengeschäft“. Auch noch eines wo die Kunden Preislich verarscht werden und Exporte mitfinanzieren. Deutschland ist in fast allen Bereichen zu teuer, außer beim Saufen. Möglicherweise liegt da der Zusammenhang. Alkohol schadet.

  2. chw9999 sagt:

    Durch den Aufkauf von UnityMedia bin ich in Vodafone „reingerutscht“. Bisher ist alles gut gegangen, aber aus der Vergangenheit bei anderen Anbietern weiß ich, dass man als Telekommunikations-Kunde nur zwischen „darf’s ein ein bisschen mehr Pest oder lieber die Cholera sein?“ wählen kann.
    Abgesehen davon, dass derzeit nur DER EINE Anbieter Kabel an meinem Standort anbietet, und das Vektoring der Konkurrenz ist hier keine echte Konkurrenz. Dieses Konkurrenzunternehmen kam letzte Woche übrigens per Drückerbande (gibts dort auch!) durch die Straße:
    Drücker: „Sie sind doch schon von der Umstellung auf Vektoring informiert worden, haha? Wir wollen das gleich fest machen…“
    Opfer: „Ahja? Ich laufe aber über Kabel bei der Konkurrenz, was interessiert mich Vektoring?“
    Drücker: „Ja, das ist ja kein Problem, sie haben ja von der Umstellung gehört, wenn das Vektoring auf sie geschaltet wird…“
    Das Gespräch endete dann recht schnell, als klar wurde, dass das Opfer kein Opfer wird…

    „Internet-Grundversorgung“ wäre schön. Wird noch lange ein Traum bleiben im Neuland!

    • Tim sagt:

      >>Abgesehen davon, dass derzeit nur DER EINE Anbieter Kabel an meinem Standort<<

      Jaja, das hat sich ja beim "zusammenkaufen" und gegenseitigem fressen "zufällig" genau so ergeben, das eine Aufteilung stattgefunden hat.
      Von wegen, freier Markt. Deinen Wohnort musst du schon taktisch klug auswählen.

      • Zocker sagt:

        Das war aber schon vor dem „Zusammenkaufen“ so. Damals hatte Kabel Deutschland fast überall ein Monopol und das haben sie auch ausgenutzt.
        Dass Vodafone alles andere als gut ist, wundert mich jedoch nicht.

  3. Seita sagt:

    Bei der KFZ-Versicherung muß ich dir wiedersprechen.

    Obwohl ich jahrelanger Kunde war, wurde die Versicherung von Jahr zu Jahr immer teurer obwohl die SFK jedes Jahr sank.
    Habe dann mit Hilfe eines Vergleichportals verglichen und gewechselt.
    Gleiche Versicherungssumme , gleiche Konditionen und besserer Service.
    Spare aber jetzt ein drittel an Kosten.
    Man sollte meinen das ein treuer jahrelanger Kunde „belohnt“ wird, is aber nicht.

    Heutzutage ist man gezwungen jedes Jahr aufs neue zu Vergleichen.
    (ist auch bei Internet, Mobil und Co so. Bestandskunden sind immer die Dummen)

    Ist aber meine persöhnliche Erfahrung.
    Vielleicht haben andere mehr Glück mit ihren Anbietern.

    • Tim sagt:

      Na ja, immer weniger junge Leute vorhanden, die einen Führerschein machen und ein Auto benötigen. Weniger Versicherte müssen also mehr bezahlen, weil die Reparaturkosten explodieren.
      Reine Logik.

      Das ist halt der Nachteil, wenn man den Bürgern eintrichtert, dass Selbstoptimierung und Kinderlosigkeit das Maß aller Dinge und wunderbares Lebensziel sind, während das Wirtschaftsmodell weiterhin auf ständigem Wachstum beruht… Soviel zum Land der Denker…

      Das wird in Zukunft noch besser, oder die Deutschen müssen anfangen „Fremde“ doch mal willkommen zu heißen, weil sie „nützlich“ sind und tatsächlich notwendig!

  4. C-Invest sagt:

    Das vernichtende Urteil über Vodafone (in meinem Fall Kabel Vodafone) kann ich nur bestätigen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man telefonisch eine Vertragsänderung vereinbart. Für ihre Provision tun die Bestell-Hotline-Typen alles und machen Zusagen, von denen hinterher keiner mehr was wissen will. Angeblich aufgezeichnete Telefonate sind nicht mehr auffindbar. Beschwerden, auch an die Geschäftsleitung nach Unterföhring, werden entweder nicht gelesen oder nicht verstanden oder beides. Selbst wenn man den so genannten Kundendienst massiv angeht bis hart an die Beleidigungsgrenze, das läuft an denen herunter. Sobald mir ein Provider ein halbwegs akzeptables Angebot für einen Internetzugang macht, werde ich wechseln, weil es dann nur besser werden kann.

  5. Anonymous sagt:

    Als Jemand der mehrere Monate gebraucht hat um aus einem Vodafone Vertrag wegen Minderleistung rauszukommen kenne ich das gut. Davon abgesehen das die Leistung absolut ungenügend war, waren die Mitarbeiter der Hotline oft einfach nur unverschämt. Alles ist immer unverbindlich und undokumentiert. So hat man als Kunde wenig Chancen sein Recht zu bekommen. Den Business Tarif hätte ich mir auch sparen können, die acht Stunden Entstörzeit haben die niemals eingehalten. Immer ist alles höhere Gewalt!

    Leider war Vodafone auch im Mobilfunkbereich ein echter Rohrkrepierer. Anscheinend haben sie die Kundenpasswörter im Klartext gespeichert. Da ich den zusätzlichen Vertrag nicht Online bestellen konnte, gab über Wochen hinweg eine seltsame Fehlermeldung, habe ich den Vertrag halt im Shop abgeschlossen. Dabei haben sie es geschaft einen Zahlendreher im Passwort einzubauen. So konnte ich den Vertag nicht in die Mein Vodofone Verwaltung hinzufügen. Tja da es ein Gigacube Flex war, hatte ich auch keine Telefonnummer. Nach langem probieren habe ich dann mein Passwort herausgefunden. Eine Rechnung für die Hardware habe ich auch nicht bekommen. Ein Anruf bei der Hotline ergab ich müsse wieder in den Shop watscheln um die Rechnung zu bekommen. Wohlgemerkt wärend der Pandemie! Naja der Cube hat einmalig 129€ gekostet, ich habe den Vertag gekündigt und es dabei belassen :D

    • jup sagt:

      Stichwort Business Tarif mit 8h Entstörzeit:

      das habe ich im Geschäftsumfeld auch gehabt. Bei einer dann eingetretenen Störung ist herausgekommen das Vodafon die Vorleistung bei der Telekom gebucht hat. (letzte Meile) Dort aber als normaler Anschluß mit 3 Arbeitstagen Reaktionszeit !

      D.h. Vodafon konnte garnicht die 8h einhalten …

      • Anonymous sagt:

        Bei mir hieß, was für eine Wohltat in der Vergangenheitsform schreiben zu können, es immer Rückwegstörer. Es gibt dazu auch einen schönen Thread im Vodafone Forum der da heißt: Das ganze Land voll mit Rückwegstörern? Das ist dann ja höhere Gewalt ;)

        Das Problem bei Vodafone ist einfach komplex, einerseits sind die Netze überbucht. Auf der anderen Seite sind die Fritzboxen mit der veralteten Firmware Teil des Problems. Ich hatte den Businessanschluss mit fester IP und Fritzbox 6591 Cable. Ich habe mich dazu entschieden die Fritzbox gleich wie den Hitron Router vorher im Routing Modus mit dem 30er Netz zu betreiben. Ich habe teilweise tagelang Pings an den ersten Hop nach der Fritzbox geschickt. Teilweise habe ich dann Antworten von einer 192.168.180.1 bekommen das der Host nicht erreichbar sei. Und das obwohl Firewall und Fritzbox mit den öffentlichen IPs arbeiten. Das heißt die Fritzbox hat intern falsch geroutet. Gerade nach dem Abbruch der Docsis Verbindung trat diese Phänomen häufig auf. Aufgefallen ist es mir als ich beim Testen des Uploads Ping Pakete mit hoher Datenmenge verschickt habe die aber nach dem dritten Hop verworfen werden sollten. Nach dem provoziertem Abbruch der Kabelverbindung durch ziehen des Antennenkabels hatte ich plötzlich einen gesamten Upload von 100Mbit auf der Box! So hatte ich auch Grundsätzlich einen Paketloss von 1%. Habe ich den gleichen Host über den Telekom LTE-Anschluss angepingt hatte ich auch nach 24 Stunden kein einziges verlorenes Paket. Ich habe dann gegen Ende auf die feste IP verzichtet und die Box mit Dualstack betrieben. Dann habe ich per Hack den Bridge Modus für LAN2 und LAN3 auf der Frtizbox aktiviert so das meine Firewall auch eine öffentliche IP bekommen hat, ohne Routing oder Natting der Fritzbox. Damit war das Problem Paketloss fast Geschichte. Auch ärgerlich nach einem Abbruch der Docsis Verbindung wurde der Docsis 3.1 Upstream Kanal von der Fritzbox bis zum nächsten Reboot der Box nicht mehr wiederhergestellt.

        Ich habe am Feiertag 6 Stunden am Stück online gezockt und am Schluss gedacht das etwas gefehlt hat, ich bin dann drauf gekommen das ich kein einziges Mal aus dem Spiel geflogen bin :D

        Randnotiz die Latenzen zu den Destiny 2 Servern sind selbst per Telekom LTE besser als per Vodafone Kabel. Bei Kabel hatte ich grundsätzlich eine 300ms Latenz, die Server stehen leider in den USA. Mit LTE sind es zwischen 170ms und 200ms. Am VDSL Anschluss wenn es gut läuft sind es 150ms, mit 5G sind es 160ms! Zum heise Server habe ich einen 16ms Ping per 5G, das konnte ich zunächst auch nicht glauben!

  6. deoroller sagt:

    In unserer Region hatten wir im März an zwei Tagen Komplettausfall. Den Grund (notwendige Kabelarbeiten) erfuhr ich in der Lokalzeitung. Damit wurden ca. 1400 Haushalte überrascht.
    Das war die erste und einzige Störung in drei Jahren, seitdem ich von der Telekom weg bin. Da gab es mehr Störungen und nur DSL Light. Es wäre furchtbar, wieder dahin zurück zu müssen.
    Ich habe keine Alternative zum VDSL von Vodafone. Da hat man ein dickeres Fell, als die Leute, die alles haben und sich die Rosinen herauspicken können.

  7. Alfred Neumann sagt:

    Ich bin nun auch Vodofone Kunde, von Unitymedia kommend. (3 Play)

    Die Hotline ist echt schlimm. Seit dem ich aber die Mitarbeiter informiere, das der Anruf meinerseits, aufgezeichnet wird, geht es erheblich besser ;-) Hatte aber auch schon „Kandidaten“ die mich dann einfach aus der Leitung gekickt haben.

    Störungen bei Internet, Telefon & Co kommen Ab und An mal vor, halten sich aber echt in Grenzen. Einen DVB-C Receiver habe ich noch von denen, der so alle 1 -2 Jahre den Geist aufgibt. Einen Anruf und ein Austauschgerät ist auf dem Weg zu mir.
    Könnte echt schlimmer sein. Alles in Allem.

  8. Boris sagt:

    Mit der Qualität des Kabelnetzes von Vodafone habe ich leider auch bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Das Netz war bei mir instabil, teils sehr träge, oftmals über Stunden nicht nutzbar. Mehrere Techniker konnten das Problem nicht lösen.

    Glücklicherweise kam ich früher aus dem Vertrag und bin mit meinem Internetanschluss und Mobilfunk komplett zur Telekom gewechselt (Magenta Eins Plus). Statt der Gigabit Leitung gibt es mit Super-Vektoring „nur“ 250 Mbit (die tatsächlich ankommen und sind wir mal ehrlich, auch vollkommen ausreichen ;-) ) – aber seit dem Wechsel vor 5 Monaten habe ich absolut keine Probleme mehr. Der Anschluss ist absolut zuverlässig und ohne lästigen Schwankungen zu Abendstunden oder ähnliches. Dann lieber etwas „langsamer“ unterwegs, aber dafür eine stabile Anbindung. Auch Mobil läuft es gefühlt besser. Ich bin froh diesen Schritt weg von Vodafone, hin zur Telekom getan zu haben.

  9. chw9999 sagt:

    Leicht verspätet, aber das Thema selbst war zum Veröffentlichungstermin auch in meiner Dosis „daily Comics“ zum 14.5. ein Thema ;)
    h**ps://www.arcamax.com/thefunnies/blondie/s-2513962
    Das scheint also doch ein globales Problem zu sein!

  10. Dat Bundesferkel sagt:

    Mich überrascht da nichts. Daran ist Vodafone auch selber schuld. Wer versucht Kontakt aufzunehmen, wird herb enttäuscht: Das Kontaktformular ist sowas von gut versteckt worden, daß man keine reale Chance mehr hat schriftlich zu kommunizieren.

    Auf „Telefonate“ und „WhatsApp“-Gespräche kann ich verzichten.

    Zum Glück habe ich noch die Telefax-Nummer und nerve die dann darüber, wenn ich was will. Aber die kann auch jederzeit deaktiviert werden…

    Was den Vertrieb angeht… Vodafone setzt klare Grenzen. Ernsthaft, das machen sie wirklich. Vertriebler sind allerdings sehr kreativ darin, diese Grenzen „zu ändern“.
    Bei uns war ständig ein Vertriebler, der immer wieder wissen wollte, wo und bei welchem Anbieter wir wären. Er sei von Vodafone. Und wenn wir bei ihm nichts abschliessen würden, täte er im Keller das Antennenkabel durchschneiden müssen… weil… ist ja Vodafone.

    Gut, nach dem 3. Besuch von ihm haben wir uns dann an Vodafone gewandt (zuletzt warf er Postkarten mit diesem Inhalt ein – sein Fehler), haben Vodafone diese Karte zukommen lassen und immerhin einen Monat die kompletten Anschlußkosten erstattet bekommen (der Vertriebler weiß bis heute nicht, daß wir VF-Kunden sind).

    Was mir neu war: Obgleich bei Vertragsabschluß damals der Werbenutzung widersprochen wurde, mußte dieses anscheinend neu aufgenommen werden. Gab wohl irgendwann mal eine Änderung, die übersehen wurde. Also klärt das ab, damit ihr nicht auch von derlei Gesocks und Halunken heimgesucht werdet.

  11. Manto sagt:

    Was die Qualität der Internetverbindung, Telefon und Mobilfunk angeht kann ich absolut nicht meckern.
    Stabile 1-Gigabit (plus ein bisschen) über Kabel und das Mobilnetz ist überall wo ich es brauche sehr gut.

    ABER … Die Hotline …
    Mit meinem Shop vor Ort war ich immer 110% zufrieden. Top Beratung, schneller Service. Hat einem nichts aufgequatscht was man nicht braucht.
    Im Gegenteil, er hat sogar den Leuten von Dingen die sie nicht brauchen abgeraten. Beispielsweise habe ich es einmal miterlebt, wie er einem Kunden von der 100GB Mobilflat abgeraten hat, weil der eigentlich nicht soviel braucht.
    Leider hat der Laden pandemiebedingt immer noch dicht, so dass ich letztens auf die Hotline zurückgreifen musste.

    Einfache Sache eigentlich. Aufgrund von Sterbefall den Namen und Kontodaten des Anschlussinhabers ändern. Kein Umzug, kein neuer Vertrag, garnix.
    Alles gut… denkste.
    Am nächsten Tag war alles tot. Internet, Telefon, TV. Die hatten aus einer Änderung eine Kündigung gemacht.
    Nach drei Stunden Hotline Telefonat – plus ca eine Stunde bis man sich durch die „Wenn sie Bla wollen, sagen sie Blub“ Ansage gequält hat – habe ich es geschafft, denen zu verklickern dass sie gefälligst den alten Vertrag wieder aktivieren sollen. Dass es nur eine Nachlassänderung war.
    Eigentlich lief es ab da auch gut. Muss man sagen. Vertrag wieder aktiviert, alles schnell wieder da.
    Blöderweise läuft der Vertrag jetzt nicht auf „Frau – weiblicher Vorname Nachname – Adresse“ sondern auf „Herr Nachlass (Titel) – weiblicher Vorname Nachname (der verstorbenen) – Adresse“

    Da muss ich wohl noch mal ran :)

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