Ja, Microsoft hat Windows 11 vorgestellt

Windows[English]Trotz aller Unkenrufe, die Artikel hier im Blog, die ich über ein vermutliches Windows 11 veröffentlicht habe, brauchen nicht modifiziert zu werden. Microsoft hat am heutigen 24. Juni 2021, ab 17:00 Uhr, sein „neues Windows 11“ sowie die Ideen dazu vorgestellt. Neues Design mit abgerundeten Ecke, Microsoft Teams-Integration, verbessertes Gaming, Widget für den Desktop, Android App, ein neuer Store, optimierte Touch-, Pen- und Sprachbedienung und einiges mehr, sind die versprochenen Zutaten. Hier ein erster Überblick, was zu erwarten ist.


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Microsoft kann weltweit auf eine Basis von über eine Milliarde Windows 10-Nutzer zugreifen. Windows 11, der Name ist jetzt offiziell bestätigt, wird ab Ende 2021 auf neuen PCs und als kostenloses Upgrade für berechtigte Windows 10-PCs verfügbar sein. Eine frühe Build wird bereits ab nächster Woche (ich hatte den 28.6., also Montag vernommen) über das Windows-Insider-Programm bereitgestellt.

Die wichtigsten Neuerung und die Vorstellung

Windows 11 stellt Microsoft in folgendem YouTube-Video in 2:42 Minuten kurz vor. Mehr Details finden sich in nachfolgendem Text, in dem ich kurz auf einzelne Funktionen eingehe.

(Quelle: YouTube)

Die komplette Vorstellung mit Panos Panay und Satya Nadella lässt als Live-Stream auf Microsofts CH3-Kanal abrufen. Springt im Zeitstrahl auf 2:25:15, dann beginnt Panos Panay seine Präsentation, die dann durch einzelne Mitarbeiter ergänzt wird. Dort erfährt man in kurzen Sequenzen, unterlegt durch Videoeinspielungen, was Microsoft an Neuerungen eingebaut hat. Ab 3:04:30 startet dann eine kurze Ansprache von Satya Nadella, der darauf abhebt, dass Windows 11 offen sein soll und eine neue Plattform für alles (alle Geräte, das Web und so weiter) sein soll. Die Möglichkeit, Android-Apps unter Windows 11 auszuführen, ist die Marschrichtung.

Nachfolgende gibt es einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und Highlight-Funktionen:. Die Screenshots habe ich Microsofts Blog-Beitrag Introducing Windows 11 entnommen.

Neues Design für Windows 11

Microsoft verspricht mit Windows 11 ein modernes, aber zurückhaltendes und nutzerfreundliches Design der Benutzeroberfläche. Die Aussage: Vom neuen Startbutton, über die Taskleiste, bis hin zu Sounds, Schriftarten und Symbolen sei das Design von Windows 11 klar und übersichtlich gestaltet.

Windows 11 Desktop, Startmenü und Taskleiste
Windows 11 Desktop, Startmenü und Taskleiste, Quelle: Microsoft

Das Startmenü befindet sich in der Mitte der Taskleiste und nutzt die Cloud sowie Microsoft 365, um die zuletzt verwendeten Dateien anzuzeigen – auch wenn diese zuvor auf einem Android- oder iOS-Device geöffnet wurden.


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Mit den neuen Funktionen „Snap-Layouts“ und „Snap-Gruppen“ bestehen in Windows 11 künftig noch mehr Möglichkeiten, mehrere Fenster übersichtlich neben- und untereinander zu platzieren und so den Desktop optimal auszunutzen. Ein Desktops genanntes  Feature bietet die Option, verschiedene Desktops für unterschiedliche Bereiche – zum Beispiel zum Arbeiten, Spielen oder Lernen – anzulegen.

Hier gibt es vordergründig nichts neues zu dem, was durch die öffentlich gewordene frühe Version von Windows 11 bereits bekannt war. Microsoft hat Sun Valley als Benutzeroberfläche mit seinen runden Fensterecke, sowie die Anleihen aus dem eingestellten Windows 10X in Windows 11 übernommen. Das zeigt auch das mittig angeordnete und überarbeitete Startmenü. Mich erinnert es irgendwie mit den unten zentral in der Taskleiste angeordneten App-Symbolen an den Dock von macOS von Apple.

Microsoft Teams-Integration: Schneller in Verbindung treten

Es war lange gemutmaßt worden, jetzt ist es bestätigt. In Windows 11 ist Microsoft Teams direkt in die Taskleiste integriert (Skype wird ja zukünftig entfallen). Die Nutzer sollen so direkt via Chat, Text, Sprache oder Video aus dem Betriebssystem heraus mit anderen in Kontakt treten können. Microsoft verspricht eine Kommunikation, unabhängig davon, ob die andere Person ein Windows-, Android- oder iOS-Gerät verwendet.

Teams-App in Windows 11Chat mit Microsoft Teams in Windows 11

Ist die Teams-App nicht auf dem System des Kommunikationspartners installiert, lässt sich dennoch eine Verbindung über Zwei-Wege-SMS aufbauen – wie das genau passiert, ist mir aktuell noch unklar. Teams-Funktionen wie Stummschalten oder Bildschirmteilen sollen künftig direkt über die Taskleiste erreichbar sein.

Was ich jetzt total spannend finde: Wann bekommt Microsoft so richtig von der EU-Wettbewerbskommission eines auf die Hörner, dass es funkt. Die etwas älteren erinnern sich vielleicht noch an den Browserauswahlbildschirm, der Windows-Nutzern bei der ersten Inbetriebnahme angezeigt wurde. Kam auf Druck der EU-Kommission zustande, weil Microsoft mit seinem Internet Explorer alle anderen Browser platt gemacht hatte.

Und es gibt noch einen Aspekt, der mich jetzt umtreibt. Wenn ich mir überlege, dass sich die Datenschutzbeauftragten bereits mit Windows 10 und separat mit der Videokonferenzlösung Teams schwer getan haben und diese als nicht datenschutzkonform einstuften – dann stellt sich die Frage: Wird es jetzt besser, wenn ich das Zeug in das Betriebssystem einbaue? Die Diskussionen dürften noch spannend werden.

Windows 11: Verbesserung für Gaming

Microsoft schreibt, dass Windows 11 die neueste Gaming-Technologie – darunter „DirectX 12 Ultimate“ für immersive Grafiken bei gleichzeitig hohen Bildraten – nutze. Die Funktion DirectStorage biete schnellere Ladezeiten sowie detailliertere Spielewelten – Auto HDR sorgt für ein breiteres, lebendigeres Farbspektrum. Die neue Generation von Windows soll zudem beliebtes PC-Gaming-Zubehör sowie Peripheriegeräte unterstützen.

Mit dem Xbox Game Pass für PC oder Ultimate erhalten Gamer*innen Zugang zu mehr als 100 Spielen, die laufend um weitere Titel ergänzt werden. Weitere Infos rund um die Gaming-Features in Windows 11 gibt es auf Xbox Wire DACH.

Widgets: Schneller Zugriff auf Nachrichten, Wetter und Co.

Die neu eingeführten Widgets erlauben, so Microsoft, mit Unterstützung von KI und Microsoft Edge einen schnelleren Zugang zu Informationen und Nachrichten. Dabei handelt es sich um einen kuratierten News-Feed direkt auf dem Desktop, der Medien wie Verlagshäusern eine neue Möglichkeit bietet, personalisierte Inhalte auszuspielen.

Widgets auf dem Windows 11 Desktop
Widgets auf dem Windows 11 Desktop

Bei der Vorstellung dieser Funktion im Live-Stream fühlte ich mich spontan an Windows 7 und die Minianwendungen – und etwas an Android mit seinen Widgets erinnert. Beides habe ich nie wirklich genutzt, speziell, wenn ich mit dem Betriebssystem arbeiten wollte. Das zielt auf die „Generation nach Facebook“ ab, die alle Informationen jederzeit auf dem Desktop haben möchten, um jederzeit von der eigentlichen Arbeit abgelenkt zu werden. Mal schauen, ob ich lange genug lebe, um zu erleben, dass so was wieder als Produktivitätskiller abgeräumt wird.

Neuer Microsoft Store: Kuratierte Inhalte und Android-Apps

Der Microsoft Store ist nach dem Willen Microsofts weiterhin die zentrale Anlaufstelle für Apps, Spiele, Serien und Filme. Versprochen wird, dass der Store in einem neuen, übersichtlicheren Design kommt und ist einfacher zu bedienen sei. Der neue Store bietet, O-Ton Microsoft, eine noch größere Auswahl an Apps und soll über kuratierte Sammlungen die Suche nach Inhalten erleichtern. Ob sich Qualität gegenüber Quantität durchsetzt, hat Microsoft leider nicht beantwortet.

Beliebte Anwendungen von Microsoft und Drittanbietern wie Microsoft Teams, Visual Studio, Disney+, Adobe Creative Cloud, Zoom und Canva werden demnächst über den Microsoft Store verfügbar sein. Alle im Store erhältlichen Apps werden auf Sicherheit und Familienfreundlichkeit überprüft, verspricht Microsoft in seinem Blog-Beitrag.

Die große Überraschung – wenn es auch immer mal wieder gemunkelt wurde: Erstmalig werden im Laufe des Jahres auch Android-Apps auf Windows verfügbar. Anwender können die Apps entweder im Microsoft Store suchen und über den Amazon-App-Store herunterladen.

Bevor jetzt alles in helle Aufregung ausbricht, ein wenig Bitterstoff gefällig. Meines Erachtens nach wird Microsoft die Google Play Services nicht in Windows 11 implementieren können. Alle Apps, die auf diese Dienste angewiesen sind, laufen damit nicht unter Windows 11. Und wer sich eine Android-App im Google Play Store gekauft hat, darf bei Windows 11 erneut löhnen. Wie gut die Apps dann später laufen, wird man abwarten müssen. Ein interessanter Ansatz ist es allemal – und wohl das, was Satya Nadella mit „offen für alles sein“ mit gemeint hat.

Offenes Ökosystem für Entwickler

Microsoft arbeitet daran, den Microsoft Store weiter zu öffnen. Entwickler und unabhängige Softwareanbieter (Independent Software Vendors, ISVs) können ihre Apps einbringen, egal, ob sie als Win32, Progressive Web App (PWA), Universal Windows App (UWP) oder in einem App-Framework erstellt wurden. Durch eine Änderung der Microsoft-Richtlinien zur Umsatzbeteiligung können Entwickler 100 Prozent des Umsatzes erhalten. Die Möglichkeit einer konkurrenzfähigen Umsatzbeteiligung von 85/15 Prozent bleibt weiterhin bestehen.

Für Unternehmen: Sicherheit und vertraute Tools

Spannend waren für mich die Pläne bezüglich Windows 11 für den Unternehmenseinsatz. Windows 11 kann genau wie ein Windows 10-Update geplant, vorbereitet und bereitgestellt werden, schreibt Microsoft. Bekannte Verwaltungsfunktionen wie Microsoft Endpoint Manager, Cloud Konfiguration, Windows Update for Business und Autopilot stehen weiterhin zur Verfügung und unterstützen beim Upgrade auf Windows 11.

Wie Windows 10 verfolgt auch Windows 11 den zentralen Design-Grundsatz der App-Kompatibilität. App Assure ist ein kostenloser Service (und Kompatiblitätsversprechen für Windows 10 auf ARM64-Geräten), der Unternehmenskunden dabei unterstützt, Probleme mit Anwendungen zu beheben, sodass diese auch unter Windows 11 reibungslos laufen.

Windows 11 verfügt über umfassende Sicherheitstechnologien, die Schutz vom Chip bis zur Cloud bieten. Es ist ein Zero-Trust-fähiges Betriebssystem, das Daten und Zugriff über alle Geräte hinweg schützt. Um den Anforderungen in einer dynamischen Bedrohungslandschaft und der neuen, hybriden Arbeitswelt gerecht zu werden und um unsere Sicherheitsgrundlagen entsprechend zu erhöhen, haben wir eng mit unseren Partnern zusammengearbeitet.

Das bedeutet aber auch, dass Windows 11 TPM 2.0 als Voraussetzung zur Installation erfordert. Ansonsten werden 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher für das Betriebssystem gefordert, welches auch nur noch als 64-Bit-Version angeboten wird. In den Home- und Pro-Versionen soll der Support über 24 Monate laufen, während in Unternehmensumgebungen 36 Monate Support gewährt wird. Zudem ist jeweils ein Feature-Update pro Jahr (statt der bisherigen 6 Monate) geplant.

Optimierte Touch-, Pen- und Sprachbedienung

Im Video der Produktvorstellung wurde es bereits klar: Windows 11 bietet eine verbesserte Touch-, Pen- und Sprachbedienung. Auf Tablets ohne Tastatur sind die Symbole in der Taskleiste in einem größeren Abstand zueinander angeordnet. Fenster lassen sich leicht verschieben oder in der Größe ändern. Auf Tablets ohne Tastatur kann Windows 11 zudem über Gesten bedient werden. Beim Arbeiten mit einem Pen erhalten Nutzer haptisches Feedback in Form von Vibrationen, während sie klicken, skizzieren oder schreiben. Windows 11 kommt mit einer verbesserten Spracheingabe; es kann automatisch Satzzeichen setzen und Sprachbefehle ausführen.

Wie eine Spracheingabe in einem Großraumbüro praktisch funktionieren soll, erschließt sich mir so nicht. Ich mag mich täuschen, so ganz spontan haben mich in der Live-Vorstellung einige Sachen, wie das Einblenden von Widgets per Wischbewegung vom linken Bildschirmrand zur Bildschirmmitte an das gefloppte Windows 8 erinnert. Aber vielleicht bin ich einfach zu alt, um ein Touchgerät in Form eines Tablets als Arbeitspferd im Büro zu sehen.

Verfügbarkeit als kostenloses Upgrade und auf neuen PCs

Windows 11 soll ab Ende des Jahres auf neuen PCs und als kostenloses Upgrade für berechtigte Windows 10-PCs verfügbar sein. Bereits ab nächster Woche wird eine frühe Build des neuen Betriebssystems über das Windows-Insider-Programm freigegeben.

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71 Antworten zu Ja, Microsoft hat Windows 11 vorgestellt

  1. Holger sagt:

    Das alles haut mich wie seit 2015 nicht wirklich vom Hocker. Skype heißt eben jetzt Teams und Microsoft wird wieder versuchen Teams wie weiland Skype dem Privatanwender schmackhaft zu machen. Entsprechende Werbung gibt es jetzt schon, erst gestern im Fernsehen gesehen.

    Für mich als IT-Profi ist nichts dabei, was ich wirklich nutzen wollte. Ich würde mir lieber ein paar andere Dinge wünschen, zum Beispiel, dass die Sandbox in Microsoft Defender standardmäßig in allen Windows-Versionen aktiviert wäre. Oder dass einige Altlasten aus den Neunziger Jahren entfernt würden. Oder dass es einen Nachfolger für NTFS gäbe. Wurde ja schon als WinFS vor fünfzehn Jahren versprochen. Oder dass Windows endlich mal mehrere Datenträger wie bei JBOD unterstützt, usw.

    Das ganze Event und die beiden Wochen davor waren eine Geburt der Marketing- und Finanzabteilung des Softwarekonzern.
    Die von der Finanzabteilung kamen zu den Marketingleuten und fragten, wie man denn noch mehr Geld den Kunden aus der Tasche ziehen könne und das war das Ergebnis. Sie sagten, dass man Windows 10 2025 auslaufen lassen werde, damit alle, die noch eine Windows 10 Lizenz besäßen, sich dann eine Windows 11 Lizenz besorgen müssten und man einfach den gerade neuen Windows 10-Entwicklungszweig mit Features aus dem fehlgeschlagenen Win 10X-Projekt anreichern würde und das Ganze dann Windows 11 nennen würde.

    Für den Rest würden schon die Fanbois und die Medien sorgen. Als zusätzlichen Gag ließ man dann noch gezielt eine ISO „leaken“, damit die Medien sich darauf stürzen könnten. Die beste Werbung ist die, die die anderen bezahlen.

    • 1ST1 sagt:

      JBOD kann Windows 10 schon, nennt sich „Storagespaces“ (deutsch „Speicherplätze“), beinhaltet Redundanz, unterstützt aber trotzdem unterschiedlich große Platten in einem Verbund und organisiert sich weitestgehend selbst, sobald man es angelegt hat. Das heißt, mit gewissenem zeitlichen Abstand kann man da willkürlich weitere Platten rein nehmen oder kränkelnde Platten entfernen, ohne dass Daten verloren gehen, solange das Ding groß genug für die Daten bleibt.

      Aber was bitte spricht gegen NTFS? Dass es so alt ist? Es kann doch eigentloich alles, was man braucht, einschließlich ausreichender Journaling-Funktionen.

    • 1ST1 sagt:

      Was mir nicht gefällt, ist der scheinbare Zwang zu TPM 2.0. Das ist nicht nachhaltig, da es ältere Rechner von der Installation ausschließt. Es macht alte Rechner zu Elektroschrott, obwohl sie sonst alle Vorraussetzungen erfüllen – diese sind ansonsten nicht anders als bei Windows 10. Zumindestens 11 Home oder auch Pro müsste man auch ohne TPM installieren können, nur bei Enterprise wäre es imho Ok, den TPM aus Sicherheits-Gründen in Unternehmen vorrauszusetzen.

      Die Ressoucen der Erde sind schließlich nicht endlos, und die CO2-Bilanz auch von PCs wird um so besser, je länger man sie nutzt.

  2. Snoere sagt:

    Hinweis: Wer vorab testen will, ob der Rechner upgrade fähig ist, kann sich die Spec Seite bei Microsoft ansehen (https://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-11 – ganz unten) oder mit diesem Microsoft Tool prüfen: https://aka.ms/GetPCHealthCheckApp

    Wie sich schon bei Caschy drüben heraus schält, ist für viele die Anforderung „TPM 2.0“ die Bremse. Also TPM muss im Bios aktiviert sein und gleichzeitig der neueren Spezifikation 2.0 entsprechen.
    Werde mal spaßeshalber testen, ob ich mit den verfügbaren Anleitungen mein gutes altes Notebook auf TPM 2.0 bekomme.

  3. Picard87 sagt:

    Interessant (und auch beunruhigend) ist, dass TPM 2.0 und ein relativ neues WDM als Mindestanforderung genannt werden und sich dieses offenbar nicht so einfach (bzw für Laien gar nicht) aushebeln lässt. Die Diskussion bzgl TPM und Aluhut will ich nicht aufwerfen, ich finde es aber ungut, dass Microsoft hier einen harten Schnitt machen will, zumindest nach jetzigem Kenntnisstand. Auch für mich persönlich schade, weil ich noch zwei alte Office Kisten habe, die zu Testzwecken und für ältere Games mit Win 10 problemlos laufen… Windows 7,8 und 10 bekommt man auf fast jedem PC installiert, egal wie alt er ist, aber 11 dann nicht mehr?! Das wird viele Nutzer freiwillig oder unfreiwillig vom Upgrade abhalten, weil bei vielen Consumer-Geräten diese Funktion fehlt, auch wenn sie erst 2 Jahre alt sind…

  4. Michael Bickel sagt:

    nun interessant bei mir ist:

    tpm 2.0, DirectX 12 mit WDDM 2.7x, UEFI aktiv – der Rest sowieso, trotzdem wird das Notebook hier als inkompatibel angegeben. Werde es auch noch mal auf einem ganz neuen HP Envy testen. Leider listet das Windows Tool ja nicht, warum ein Gerät nicht kompatibel ist.

    • Zocker sagt:

      Es ist WDDM 2.0. Letztendlich scheint das zusammen mit DX12 bez. der Kompatibilität zu bedeuten:
      – ab Intel iGPUs ab Core 4000 (Haswell)
      – ab Nvidia GTX400 Reihe (Win10 Treiber, neue Treiber wird es wohl nur ab der GTX900 Reihe geben)
      – ab AMD Radeon 7700 Reihe (Win10 Treiber, neue Treiber gibt es nur noch für Radeon 400 Reihe)

      Finde ich ziemlich happig und auch unnötig, aber mit TPM wären ältere Systeme meist ohnehin ausgeschlossen.

  5. Anonymous sagt:

    Hmmm habe gerade herausgefunden das es ein TPM-Modul für meine Selbstbau Asrock Kisten gibt. Ob mir Windows 11 dann 12€ pro Kiste Wert ist werden wir ja sehen…

    Da ich nicht mehr als ITler tätig bin kann ich mir nun den Luxus leisten einen Dreck auf Windows zu geben. Vielleicht doch Linux oder gleich BSD :D

  6. Ärgere das Böse! sagt:

    Ich verstehe es so, dass man mit Win 11 noch mehr Müll als bei Win 10 untergejubelt kriegt, und den auch nicht deinstallieren kann, und er teilweise zwecks Spionage noch ins Betriebssystem integriert ist.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Interessant. Genau diesen Eindruck habe ich durch die werbewirksamen Show-Videos auch gewonnen.

    • Zocker sagt:

      Was mit bislang sauer aufstößt sind TPM und Secure Boot. Bei TPM wird sich zeigen, ob es wirklich benötigt wird. Bei dem Leak konnte man es auch umgehen.

      Die Integration von Teams stößt mir auch sauer auf, genauso wie die Accountpflicht von Home (zum Glück ist Pro noch nicht davon betroffen).

      Positiv ist jedoch, dass man Cortana (besser) deaktivieren kann bzw. standardmäßig deaktiviert zu sein scheint.

      Den anderen Mist wie Store und Widgets gibt es in ähnlicher Form auch unter Win10.

      Datenschutz wird ein interessantes Thema werden. Mal sehen, ob MS was tut, um möglichen Sanktionen der EU zuvorzukommen.

  7. rhoenpaulus14 sagt:

    Immer mehr Sachen die Otto-Normaluser gar nicht will (Beispiel cloud, office 265 ) und das System unnötig aufblähen. Dazu noch alles so ausgerichtet, dass eine Deaktivierung ungewollter Sachen nicht mehr möglicht ist. Die einfachen Nutzer, und das sind wohl die Mehrheit, interessiert Microsoft nicht mehr.

    • Ärgere das Böse! sagt:

      Microsoft weiss, dass der Normalverbraucher nicht so einfach auf Apple oder Linux wechseln kann. Also wird einfacb kräftig gewurstelt.

      • Hans Thölen sagt:

        Mit Windows 7 konnte ich mit meinen 80 Lebensjahren noch
        gut zurecht kommen. Mit Windows 10 hat das Elend in vollem
        Umfang angefangen. Windows 11 wäre der letzte Dreck. Aber
        wo will ich mit meinen jetzt 82 Jahren noch hin ? Ich habe
        keine Alternative mehr, so wie Ärgere das Böse richtig hier
        geschrieben hat.

  8. Micha sagt:

    Die von Microsoft entwickelte APP zur Kompatibilitätsprüfung von PCs für Windows 11 setzt ein Installiertes Windows 10 1803 voraus. Scheinbar möchte Microsoft nicht das Geräte auf denen Windows 7 und Windows 8.1 läuft auf Kompatibilität geprüft werden.

    https://aka.ms/GetPCHealthCheckApp

    TPM 2.0 wurde als Standard 2014 verabschiedet. Somit sollten definitiv alle Geräte und Motherboards die vor 2014 entwickelt und gebaut wurden aus dem Support fallen.

    ASUS schreibt dazu im Handbuch zum Rog Crosshair VI Hero Board leider nichts genaueres. Da das Motherboard aber aus dem Jahr 2017 stammt gehe ich davon aus das der Erweiterungssteckplatz TPM2.0 kompatibel sein sollte.

    Bei Grafikkarten hat AMD jetzt den Treiber Support von alten Karten beendet. Für Radeon Software Adrenalin 21.6.1 benötigt man mindestens eine RX 400 Series karte (Polaris).

    Die Karten ab der HD 7770 aufwärts wurden in den Legacy Support verschoben.

    • Michael Bickel sagt:

      nun, das von mir genannte nicht kompatible HP Notebook ist 2 1/2 Jahre alt und erfüllt eigentlich alle Anforderungen, wird aber trotzdem als nicht kompatibel geführt. Das angesprochene HP Envy ist wenige Wochen alt und ist laut Tool kompatibel. Fördert sicher nicht die Verbreitung sowas.

      Ansonsten bin ich ja offen und würde es antesten, ich bin ja nicht aus Prinzip dagegen. Die etwas abgespeckte Oberfläche und Touch-freundliche Bedienung könnte mir schon gefallen. Den Rest beurteile ich erst nach eigener Erfahrung, aber nicht einfach aus Prinzip wie manche hier. Viele wollen auch Microsoft 365, ich schließe da nicht, von dem, was ich mag, automatisch auf alle anderen.

      • HerrGott sagt:

        Hab mal meine „Dose“ prüfen lassen, die älteste Komponente ist ein BluRay-Brenner, der Rest 2,5 Jahre alt. Und was soll ich sagen: Nicht geeignet! Ich werd einen Teufel tun um mir einen neuen PC zu zu legen nur um Win11 zu bekommen.
        Und dann noch Android-apps? Eigentlich konsequent, denn diese sind ja genau so neugierig und Daten abziehend wie Micro“Softlan“.

        • Bolko sagt:

          Hast du im BIOS die TPM-Funktion der CPU aktiviert?
          Hast du CSM im UEFI abgeschaltet und ist die Festplatte im GPT -Stil partitioniert?

  9. jideldoe-dudabl sagt:

    gemeckert wird – hier – nat. fleissig, was sonst. Um es dann schnellstens zu installen. Und weiter zu meckern…
    wat fürn durchschaubares Gewese der ganzen Gestalten.
    :-P

  10. mw sagt:

    Microsoft manövriert sich zusehends ins Aus. Windows 11 ist als Betriebssystem für einen Universalcomputer im professionellen Umfeld für CAE, CAD und SWE nicht im geringsten geeignet. Ich kann mir beim besten Willen auch keinen Privatanwender vorstellen, der diesen Mist haben will. Da fällt es dann leicht die letzten Maschinen auf Linux zu migrieren, weil das neue Winscheiß sowie nicht darauf läuft. Microsoft folgt damit einem Trend, den Markt mit Produkten zu versorgen, die die Anwender gar nicht wollen. Die Automobilindustrie hats vorgemacht.

    • Günter Born sagt:

      Du triffst die Gedanken, die mir heute morgen so durch den Kopf gingen ;-).

    • Bolko sagt:

      Warum ist Win11 nicht dafür geeignet (im Gegensatz zu Win10)?

      SolidEdge, SolidWorks (CAD), Photoshop funktionieren mit Linux nicht, also ist Linux in diesem Fall keine Alternative.

      Es gibt aber das Linux-Programm „Onshape“, das ähnliches kann im CAD-Bereich.

    • Steter Tropfen sagt:

      »Ich kann mir beim besten Willen auch keinen Privatanwender vorstellen, der diesen Mist haben will.«
      Oh, das ist zu optimistisch gedacht. Garantiert werden sich genug … finden, die sich das begierig installieren. Einfach weil es >neu< ist. Groß zu funktionieren braucht es gar nicht, solange der Browser funzt, fällt der Rest nicht auf. Es gibt genug Leute, die sind mit Linux zufrieden, andere lassen auf Windows 10 nichts kommen – warum sollte es da für Windows 11 nicht auch dankbare Abnehmer geben?

    • Shadena sagt:

      Och, ich kann mir schon vorstellen, dass viele Privat-Anwender die Änderungen begrüßen. Ich kenne auch viele, die es lediglich als praktisch erachten alles in der Cloud zu haben. Kein nerviges Update, überall verfügbar…
      Aber leider denkt MS wieder mal viel zu wenig an Firmenbetrieb. Aber wie so oft, wir hängen leider an Microsoft fest. Die Softwareentwickler von Spezialanwendungen bieten nun mal kein anderes OS an…
      Glücklicherweise haben wir noch ein paar Jahre Zeit, bis es Zwang wird umzusteigen. Vielleicht wird ja der Aufschrei größer und MS reagiert.
      Oder auch nicht.

  11. EGUG sagt:

    „Ende 2020“ sicher nicht.

  12. Patrick sagt:

    Meine beiden Maschinen werden 11 nicht packen, dafür sind sie zu alt.
    Ich sehe das heute aber alles noch tiefenentspannt. Bis 2025 läuft für 10 der Support, sofern ich das richtig gelesen habe. Da kann ich mir noch früh genug Gedanken machen, wie es danach weiter geht.
    Ein neuer Rechner könnte dann ein Thema werden etc. Mache ich mir heute aber wie gesagt, noch keinen Stress.

  13. Snoere sagt:

    Danke für den Hinweis. In meinem guten alten Workstation Notebook steckt noch eine CPU der 3er Serie. Dann habe ich mit der Intel Grafik also schon das nächste Problem. Da kann ich mir dann Spielereien mit TPM Versions Upgrade sparen.
    Für mich ist Windows 11 ein Muß, weil ich Erfahrungen mit dem OS brauche, um meine User gut supporten zu können. Dazu sind alle Verbesserungen in Bezug auf Multimonitor hoch willkommen.
    Da die Workstation immer noch als tägliches Arbeitsgerät taugt, dazu super wartbar und reparierbar ist, wäre es ziemlich schade, wenn ich Win 11 nicht zum Laufen bekommen könnte.

  14. Gerold sagt:

    Für Windows 11 Home Edition gibts einen Microsoft-Account Zwang.

    Aus den Windows 11 requirements:
    Windows 11 Home edition requires an Internet connection and a Microsoft Account to complete device setup on first use.

    • Bolko sagt:

      Den Account-Zwang gibt es bei Win10 21H1 Home auch schon.

    • Nope sagt:

      Spätestens beim MS-Account-Zwang wäre ich raus.
      Oder hat man das Problem bei Pro nicht?

      • Lukas sagt:

        Bisher war der Account Zwang nur bei der Home Version. Aber auch bei Home konnte man ihm mit trennen der Netzwerkverbindung umgehen. Wie das bei Win 11 aussehen wird, kann ich aber leider nicht sagen.

        • Günter Born sagt:

          Da ist es aktuell noch viel zu früh – die Leute, die sich die entschlüpfte ISO gezogen haben, hieß es „Online-Kontenzwang für Alle“ (war aber bestimmt nur auf Home und Pro bezogen) – ließ sich aber überspringen. Im dümmsten Fall erleben wir auf nicht verwalteten Geräten A/B-Tests, die regional gesteuert werden, so dass wir vor 2022 nicht wirklich wissen, was Sache ist.

    • Shadena sagt:

      Ja, ja, ein PC hat heutzutage nicht offline zu sein…
      Internet ist ja schließlich mittlerweile ein Menschenrecht.

  15. Bolko sagt:

    – Ist Win11 jetzt doch nicht mit dem „Windows Core OS“-Kern, sondern intern Win10 21H2?

    – Die neue C-Shell wird also doch nicht eingebaut, denn Programme lassen sich weiterhin mit dem Explorer installieren?

    – Warum benötigt Home einen MS-Account und eine Internetverbindung beim ersten Setup?
    Welche Funktionen sind bei Pro deaktiviert, wenn man keinen MS-Account hat?

    – Warum funktioniert „Direct Storage“ erst ab „1 TB Gen4 NVMe“?
    Welchen technischen Grund gibt es denn, warum das nicht auch mit einer 512er SSD funktionieren sollte?

    – Ist die Mindestvorraussetzung DirectX 12 ein Geschenk an die Graka-Hersteller, weil die unnötig und vorzeitig den Support für die älteren Win7 und Win8.1 fallen gelassen haben? Das wären dann unerlaubte Kartellabsprachen zum Nachteil der Verbraucher.

    – Kann der Win-Bootloader auch Linux erkennen und booten oder zerschießt er mal wieder ein Multi-Boot-System?

    – Ist der Internet-Explorer jetzt wirklich komplett raus und auch die Explorer-Vorschau durch Edge ersetzt oder ist der IE nur besser versteckt?

    – Für welche Funktionen wird das TPM-Modul benutzt?
    Bitlocker, XBox-Game-Pass, DRM für Filme?
    Wenn man diese Funktionen nicht braucht und das TPM nur beim Setup abgefragt wird, dann kann man es umgehen, indem man die install.wim einfach per dism auf die Partition entpackt.

    • Stefan sagt:

      – Direct Storage
      Neben der SSD NVMe 1TB wird auch eine DirectX 12 Ultimate GPU benötigt. Aktuell sind das nur die Nvidia RTX oder AMD RX 6000 Grafikkarten.
      Es könnte daran liegen, dass es dieselben Komponenten wie bei der Xbox X sind.

      – TPM Modul
      Neben Bitlocker wird das TPM Modul für weitere lokale Sicherheitsmaßnahmen verwendet. Siehe hier unter Conclusion:
      https://docs.microsoft.com/en-us/windows/security/information-protection/tpm/how-windows-uses-the-tpm

      Für DRM wird das TPM Modul nicht verwendet, das war damals die Idee von Microsoft was sich Palladium nannte. Manche werden sich noch an die Thematik von TCPA erinnern.

    • Zocker sagt:

      „Neben der SSD NVMe 1TB wird auch eine DirectX 12 Ultimate GPU benötigt. Aktuell sind das nur die Nvidia RTX oder AMD RX 6000 Grafikkarten.
      Es könnte daran liegen, dass es dieselben Komponenten wie bei der Xbox X sind.“

      Nein, das liegt am Featureset der GPUs.DX12 Ultimate setzt Raytracing in Hardware voraus und somit Featurelevel 12.2. Das haben nur Nvidia RTX und AMD 6000 Karten.
      Ich möchte anmerken, dass die Bezeichnung DX12 Ultimate selten dämlich ist. Das hätte man auch DX12.2 nennen können.
      https://devblogs.microsoft.com/directx/announcing-directx-12-ultimate/

      Was die 1TB SSD angehen, die Zahl scheint mir willkürlich ausgewählt zu sein. Ich meine, dass auf der Xbox ca. 100GB dafür reserviert werden. Geht auch gar nicht anders, da die Spiele und das OS auch irgendwo installiert werden müssen.

      • Stefan sagt:

        Danke für die Erklärung.
        Ich habe gedacht, dass sie den Direct Storage an die Xbox X anpassen und daher auch die Hardwareanforderung kommt.

        Den Namen Ultimate ist auch dämlich gewählt, die hätten einfach bei den Versionszahlen bleiben sollen.

        Bei der Größe der SSD NVMe würde mich interessieren, ob man insgesamt so viel Speicher per SSD NVMe aufweisen muss oder eine SSD NVMe allein am Steckplatz.

  16. Matschmeer sagt:

    Hier laufen ausschl. Fachanwendungen in Fullscreen. Windows wird nur zum Start der Anwendungen, zum Drucken und für die Kommunikation ins Internet benutzt (hier nicht Teams). Und ja, Office aber hauptsächlich wegen Outlook und Excel und weil die Fachanwendungen unbeingt ihre Macros mit Word verheiraten wollen und mit nichts sonst (was imho nicht zwingend so sein müsste).
    So nebenbei bemerkt: Seit Hersteller Ihre Druckertreiber mit dem Attribut „Smart“ schmücken, beobachte ich vermehrt sorgenvolle Gesichter bei der Kundschaft. Was früher mal schlichtes Drucken war, ist heute schon zu oft Glückssache.

    Wenn die Technik hinter Windows sicherer, schneller, effizienter würde, wunderbar. Akzeptiert.
    Der Rest vom Schützenfest dient nur dem Vertrieb von MS-Cloudprodukten, der Anapssung an Namen der Konkurrenz (Macos 11, 12 usw.) und die Diskussion über „runde Ecken“ gab es vor einiger Zeit bereits..
    Nachdem hier ja eine ganze Schar „alte Herren“ unterwegs sind (gehöre dazu) – nehmen wir die allfälligen „Umstellungen“ mit Humor und Brain 2.0 oder steigen konsequent um – Macos/Linux oder was immer. Das würde sich auswirken. Lamentieren dagegen nützt nichts. ;-).

  17. Knusper sagt:

    Mir hat das kleine Video oben gefallen :-)
    Pfeif auf die runden Ecken. Doch IOS kommt mir jetzt altbacken vor.

    Bin gespannt, wie unsere Kunden in den nächsten Jahren damit umgehen werden.

  18. Bolko sagt:

    Warum müssen die Android-Apps neu als msix verpackt werden?
    Aus welchem Grund kann der Emulator eine apk-Dateierweiterung nicht ebenso erkennen?

    • Zocker sagt:

      Könnte ein Zugeständnis an Amazon sein, indem Sideloading erschwert wird. Man einer würde sonst zu den saubereren Apps von F-Droid greifen.

  19. Bolko sagt:

    Wichtig an einem Betriebssystem ist ein Dateimanager mit zwei Datei-Listen im Stil eines Total Commander. Schon in den 90er Jahren erfand Peter Norton den „Norton Commander“ mit 2 Dateilisten und es war sofort sehr offensichtlich klar, dass es so besser war mit 2 statt nur 1 Dateiliste. Eine Liste für Quelle und die andere Liste fürs Ziel.

    Mir ist es ein Rätsel, warum Microsoft sowas nicht in Windows einbaut oder den Total Commander kauft und zur Installation anbietet oder vorinstalliert.
    Der normale Explorer ist abartiger Dreck im Vergleich zu dem Total Commander.

    • Steter Tropfen sagt:

      Ich weiß nicht. Für mich ist der Explorer (Darstellungsstand WinXP, später mit ClassicShell) immer noch rundum tauglich. Man kann – abweichend von der Standardeinstellung – durchaus so viele Fenster aufmachen, wie man braucht.
      Zwei Diskettenlaufwerke hatten noch Sinn zum direkten Kopieren. Aber ein Dateiexplorer mit zwei Listen hat in genügend Anwendungsfällen eine Liste zu viel oder ein–mehrere zu wenig.
      Was dem Explorer seit jeher fehlt, sind Umbenennungs-Automatismen, Möglichkeiten zum Dateienvergleich und (spätestens seit Vista) eine schnelle Suchfunktion, die auch was findet.

      Aber der Trend – Vorbild Linux/Android – geht ja sowieso da hin, dass das Betriebssystem die Lagerverwaltung übernimmt. Den Anwender geht es nichts mehr an, wo das OS den Krempel rumschmeißt (bevorzugt auf fremden Servern im Netz), der muss nehmen, was er nach Vorgabe zu wollen hat: Pics, Musik, Videoclips – fertig.

    • ralf sagt:

      > Wichtig an einem Betriebssystem ist ein Dateimanager
      > mit zwei Datei-Listen… Mir ist es ein Rätsel, warum
      > Microsoft sowas nicht in Windows einbaut

      ist wie so vieles geschmackssache, zumal sich der bedarf vieler anwender deutlich voneinander unterscheiden duerfte. es gibt ja erfreulicherweise genuegend alternativen. ich z.b. verwende unter windows ueberwiegend eine portable version des quad-explorers „q-dir“ (nutze dabei aber nur dessen 1-listen-modus und setze statt dessen auf unterschiedliche verzeichnis-tab-sets fuer unterschiedliche aufgaben); auf android laeuft bei mir – seit einer gefuehlten ewigkeit – auch „total commander“.

      fun fact:
      peter norton hat den „norton commander“ nicht erfunden, sondern nur vermarktet: entwickelt wurde das 1986 erschienene programm von john socha.

  20. Lukas sagt:

    Das ganze läuft doch wie immer für uns Sysadmins. Erst mal alles unnötige und bedenkliche deaktivieren (Teams, Cloud Integrationen usw.) und eigenes Image ausrollen.
    Verstehe die Aufregung nicht so ganz. Dass es mit dem Cloud Zwang nicht weniger wird, war ja wohl abzusehen und ist bei Win 10 auch nicht besser.

    Bei der HW Unterstützung wird MS garantiert noch nachbessern. Das ist sicherlich nicht in deren Interesse nur so eine begrenzte Geräteanzahl zu supporten.

    Alles in allem hoffe ich auf einen gut funktionierenden Update Pfad, dann habe ich da insgesamt wenig Bauchschmerzen.

    • Ärgere das Böse! sagt:

      „…Bei der HW Unterstützung wird MS garantiert noch nachbessern. Das ist sicherlich nicht in deren Interesse nur so eine begrenzte Geräteanzahl zu supporten…“
      Das glaube ich nicht. Meine These ist, dass MS mit den PC-Herstellern ein Absprache getroffen hat. Ziel der Absprache ist, Windows 11 läuft nur auf neuen PCs, damit die PC-Verkäufe steigen.

  21. Triceratops sagt:

    Also wenn ich bei Windows 11 schon die Systemvorraussetzung „TPM 2.0“ lese, bekomme ich sinnbildlich Bauchschmerzen. Denke nicht das daß gut ist für den Nutzer. Die Home Version von Windows 11 kann man komplett in die Tonne treten aufgrund des Konten und Onlinezwangs bei der Installation. Das kann Witzig werden (Im Negativen sinne). Werde die entwicklung von Windows 11 bis Herbst 2025 beobachten, und 2025 entscheiden ob ich umsteige oder nicht. Zwänge sind nie Gut, aber das wird Microsoft wohl nie kapieren. Man kann schon von Künstlicher „Obsoleszenz“ sprechen, wenn man sieht wieviel Hardware unter Windows 11 nicht mehr genutzt werden kann. Ist aber nur meine Meinung.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Hachja, alles schon komische Zeiten. Als der Pentium 3 begann, eine eindeutige ID mitzuliefern, gingen die Leute auf die Barrikaden. Bei den nächsten Generationen war das plötzlich völlig egal.
      Dann kam TPM und die Leute gingen wieder auf die Barrikaden, kurz darauf war es wieder ruhig und still.

      Was soll man darauf noch sagen… man hat das Gefühl, daß sich die Leute nur des Aufregen willens aufregen um dann letztlich doch wieder klein bei zu geben.

      Die Lösung ist doch einfach: Akzeptieren und mitnehmen, oder verweigern und konsequent stehen lassen.

      • Steter Tropfen sagt:

        Ok, es gab da mal eine Volkszählung, die musste wegen des Widerstands der Bundesbürger gegen die Informationssammlung abgeblasen werden. Klar ist die Generation danach deutlich wurstiger geworden. Aber oft bleibt keine andere Wahl, als eben die Kröte zu schlucken, die gerade als einziges des Wegs kommt.

        Wenn man neue Hardware braucht, die das alte Betriebssystem partout nicht mehr unterstützt, spätestens aber in 2 Jahren, wenn Win7ESU und 8.1 auslaufen, dann gerät man unter Zugzwang.

        Mit Konsumverweigerung wird man schnell zum Robinson. Was fehlt, sind Alternativen (brauchbare, nicht solche, die längst hoffnungslos abgehängt worden sind).

  22. ThBock sagt:

    Find’s schon wieder klasse, wie sich die Frösche freuen, dass sie gekocht werden…

  23. Mike sagt:

    Krass. Der Ryzen 3 2200G aus 2019, der Anfang 2021 noch verkauft wurde, steht nicht mehr auf der Liste.

    • Triceratops sagt:

      Der Ryzen 3 2200G erschien am 12 Februar 2018. Ja falls Windows 11 tatsächlich nur mit den in der Liste genannten CPUs /APUs läuft, dann produziert Microsoft damit Tonnenweise unnötigen Elektroschrott. Sollte es nur eine Empfehlungsliste sein, läuft Windows 11 vileicht auch mit älteren CPUs wie dem Ryzen 3 2200G. Das Haupt K.O. kriterum für ältere Systeme dürfte das Fehlende TPM sein. Kann man nur abwarten in so einem Fall wie es dann zum Release von Windows 11 aus sieht, hinsichtlich Kompatibilität.

  24. Gerold sagt:

    Bin gespannt ob das bereits eingebaut wird …

    Länder wollen Zwangsfilter in allen Betriebssystemen – Verbände laufen Sturm

    Die Länder arbeiten an einer Reform des Jugendmedienschutz-Vertrags. Es droht die Pflicht zur Vorinstallation von Porno- und Jugendschutzfiltern auf Endgeräten.

    https://www.heise.de/news/Laender-wollen-Filter-in-allen-Betriebssystemen-Verbaende-laufen-Sturm-6116452.html

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