Microsoft verteidigt die minimalen Windows 11-Systemanforderungen

Windows[English]Nach der massiven Verunsicherung bezüglich der minimalen Systemanforderungen für Systeme mit Windows 11 hat Microsoft pünktlich zur Freigabe der ersten Insider Preview ein Update zu diesen Anforderungen im Windows Blog veröffentlicht. Dort erklärt Redmond, warum bestimmte Anforderungen gestellt werden, lässt aber einige Fragen, zum Beispiel nach der CPU-Unterstützung, unbeantwortet.


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Blog-Leser haben mich in diesem Kommentar auf dieses Update zu den minimalen Windows 11-Systemanforderungen hingewiesen, welches sich im Windows Blog unter Update on Windows 11 minimum system requirements nachlesen lässt.

Warum gibt es die Anforderungen?

Windows 11 soll ein neuer Ansatz werden, um die Möglichkeiten eines PCs in Bereichen wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Kompatibilität, Videokonferenzen, Multitasking, Spielen, Erstellen, Bauen, Lernen und mehr auf eine neue Ebene zu heben. Dazu werden minimale Systemanforderungen benötigt, die es Microsoft ermöglichen, Software und Hardware auf die vermeintlichen Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Bei der Aufstellung der minimalen Anforderungen hat sich Microsoft, laut eigener Aussage von folgenden Prinzipien leiten lassen:

  • Sicherheit: Windows 11 soll die Messlatte für Sicherheit höher legen. Daher wird Hardware voraussetzt, die Schutzfunktionen wie Windows Hello, Geräteverschlüsselung, virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS), hypervisorgeschützte Codeintegrität (HVCI) und Secure Boot aktivieren kann. Die Kombination dieser Funktionen reduziert Malware auf getesteten Geräten nachweislich um 60 %. Um dem Prinzip gerecht zu werden, verfügen alle von Windows 11 unterstützten CPUs über ein eingebettetes TPM, unterstützen Secure Boot und unterstützen VBS und spezifische VBS-Funktionen.
  • Verlässlichkeit: Geräte, die auf Windows 11 aktualisiert werden, befinden sich in einem unterstützten und zuverlässigen Zustand. Durch die Auswahl von CPUs, die das neue Windows-Treibermodell übernommen haben und von den OEM- und Silizium-Partnern unterstützt werden, will man eine 99,8%ige Absturzfreiheit erreichen.
  • Kompatibilität: Windows 11 ist so konzipiert, dass es mit denverwendeten Anwendungen kompatibel ist. Es verfügt über die Grundlagen von >1GHz, 2-Kern-Prozessoren, 4GB Arbeitsspeicher und 64GB Speicherplatz, die mit den von Microsoft festgelegten minimalen Systemanforderungen für Office und Microsoft Teams übereinstimmen.

Anhand der oben genannten Prinzipien zeigen sich die Entwickler zuversichtlich, dass Geräte mit Intel-Prozessoren der 8. Generation und AMD Zen 2 sowie Qualcomm-Geräte der 7er und 8er Serie die oben erwähnten Prinzipien in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie die Mindestsystemanforderungen für Windows 11 erfüllen werden. Microsoft will während der Veröffentlichung für Windows Insider und in Zusammenarbeit mit OEMs testen, ob Geräte mit Intel 7. Generation und AMD Zen 1 diese Prinzipien erfüllen. Sobald Ergebnisse vorliegen, sollen diese veröffentlicht werden.

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17 Antworten zu Microsoft verteidigt die minimalen Windows 11-Systemanforderungen

  1. fre4kyC0de sagt:

    Eine Korrektur:
    AMD Zen 2 sind die Ryzen 3000-er und 4000G-er Prozessoren. Der Cut-Off wurde zwischen „Zen" (Desktop Ryzen 1000) und „Zen+" (Desktop Ryzen 2000 und 3000G sowie diverse 3000-er mobile Ryzen).
    Bei den 2000G-er Ryzens handelt es sich um eine Mischarchitektur von „Zen" und „Zen+"

    Nachlesbar u.a. bei Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_AMD-Ryzen-Prozessoren)

    Viele Grüße

  2. Markus K sagt:

    Sind MITRE und SPECTRE da nicht hinderlich, zumal man ja nicht sicher sein kann was man alles noch nicht kennt. Soviel zu "secure from the chip to the cloud".

  3. OwenBurnett sagt:

    "Sicherheit: Windows 11 soll die Messlatte für Sicherheit höher legen. Daher wird Hardware voraussetzt, die Schutzfunktionen wie Windows Hello, Geräteverschlüsselung, virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS), hypervisorgeschützte Codeintegrität (HVCI) und Secure Boot aktivieren kann. Die Kombination dieser Funktionen reduziert Malware auf getesteten Geräten nachweislich um 60 %."

    Bockmist! Das ist meiner Erfahrung nach glatt gelogen, weder TPM noch secure boot helfen im privatem Umfeld auch nur minimal das auftreten von Malware zu verringern.

    Da lügt MSFT euch was vor leute!

    • Blubmann sagt:

      Sehe auch nicht was Windows Hello, was bei der Anmeldung eingesetzt wird oder die Geräteverschlüsselung, gegen Malware helfen soll. vVirtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) und hypervisorgeschützte Codeintegrität (HVCI) klingen da schon irgendwie sinnvoller.

      • Mark Heitbrink sagt:

        Bitlocker und Hello bieten grundsätzlichen Schutz. Ob dieser in deiner Situation wichtig ist, ist egal, aber ohne diese Basis brauchst du den ganzen Rest nicht.

        Auf unverschlüsselten Systemen bin ich innerhalb von 1 Minute Lokaler Administrator. Während du auf der Toilette bei MCDonalds warst, dein Notebook hast liegen lassen, habe ich dein System übernommen.

        Dein Gesicht/Fingerprint ist schwerer zu raten als "Passwort123"

        Jetzt kommt das Argument: Wer lässt schon seinen Rechner unbeaufsichtigt rumliegen? Die Antwort lautet 1000de … zB In der Bahn die Business Kasper. Einer letztens sogar neben mir, ohne das System zu sperren …

        • Zocker sagt:

          Was sind 1000de von Milliarden? Praktisch nichts. Und wenn Leute tatsächlich zu dumm sind, um ihre Geräte halbwegs zu sichern, dann sollte man diese diesen wegnehmen anstatt die überwältigende Mehrheit durch Zwang zu benachteiligen. Vielleicht wäre es mal Zeit für Zwangskurse an der VHS. Damit könnte man das "Problem" auch lösen. Und zwar effektiv.
          Wenn du immer auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gehst und perfekte Sicherheit haben willst, dann musst zu zurück in eine Zeit ohne IT.

        • OwenBurnett sagt:

          Siehst Du du sagst es selber die sperren es nicht ein mal da hilft auch Fingerabdruck Scanner nicht.

          Es gibt kein mittel gegen Dumheit,
          also deswegen alle miliarde windows Nutzer zwangsweise wie den letzten Deppen zu behandeln kann doch auch nicht die Lösung sein.

          Zumal wir hier ja auch von stand PC's reden, da ist sowas ja auch idr unnötig, wer läst schon seinen stand PC in einem caffe liegen.

        • AMEN! BitLocker und 2FA sind allerdings NICHT ausreichend.
          Dummerweise bringt Windows 11 witerhin UNSICHERSTEN SCHROTT wie OneDrive sowie Teams mit, zu dessen Abwehr SRP bzw. AppLocker oder WDAG notwendig sind.
          Ebenso strunzend dumm ist, dass das bei der Installation angelegte "Benutzer"-Konto noch immer ein Administratorkonto ist … mit Narrenkappe … und dass Otto Normalmissbraucher weiterhin UNSICHERSTE Installationsprogramme mit Administratorrechten in seinem "Downloads"-Ordner ausführt.

    • Gredl sagt:

      Ein funktionierender "nur noch mit TPM" Ansatz führt dazu, dass ausserhalb des Windows App Store keinerlei fremde Software mehr installiert werden kann, ergo auch keine Malware usw. und auch keine sonstige Drittanbieter Software aus "unsicheren" Quellen.

    • Sven Fischer sagt:

      Das sehe ich genau so. Irgendwie muss MS ja den Crap begründen. Da wird wohl die Medienindustrie auch ihre Finger im Spiel haben, siehe DRM. Da die momentanen Verfahren nicht ausreichend sind.
      Es wird eine Zeit kommen, wo ein Film am PC nicht wiedergegeben werden kann, da dieser nicht signiert ist und verifiziert wurde. Unabhängig vom Player.
      Vom Staatstrojaner will ich gar nicht erst reden, was da für Möglichkeiten gegeben werden.
      Win11 wird wohl so verdongelt werden, das wir Anwender eine Blackbox bekommen.

      Grüße

  4. Zocker sagt:

    Um satte 60% soll durch die strengen Hardwarevorgaben der Malwarebefall gesenkt werden? Auf anderen Betriebssystemen wie Linux soll er um 99% geringer sein. Bei weniger "sicherer" Hardware versteht sich…

    Die wichtigsten Antworten auf Fragen bleibt MS mal wieder schuldig:
    1. Warum darf der Nutzer nicht selbst über seine Sicherheit entscheiden?
    2. Ist eine alten CPU unter Win10 etwa sicherer als unter Win11? Oder warum sperrt man diese künstlich aus, wenn ihnen die Sicherheit so wichtig ist?
    3. Wie stellt man sich für alte CPUs die Sicherheit nach 2025 vor?
    4. Warum wird Intels 7. Gen noch geprüft, die 6. Gen, die praktisch genau dieselbe ist und sogar auf denselben Boards betrieben wird, wiederum nicht?
    5. Warum meint MS, jeder müsse exzessiv Multitasking und anspruchsvolle Aufgaben erledigen, die über Standardoffice hinausgehen?
    6. Warum muss das TPM zwingend in der CPU eingebettet sein, wenn es doch einen Steckplatz auf dem Board gibt?
    7. Was passiert mit offiziell nicht unterstützen CPUs? Wird die Installation verweigert? Wird man wieder mal künstlich aus Windows Update ausgesperrt? Oder werden einfach nur nicht unterstützte Funktionen deaktiviert?

    HVCI und VBS scheinen schon von Anfang an in Win10 integriert gewesen zu sein. Demnach müsste es auch von CPUs vor der 8. Intel-Gen unterschützt werden. Wichtig bei der ganzen Sache scheint zu sein, dass ALLE Treiber das unterstützen. Wenn das in Win10 noch optional war, in Win11 aber verpflichtend sein wird, kann man sich auf die nächste Ladung Elektroschrott einstellen. Sinn machen beide Funktionen offenbar auch nur mit TPM und Secureboot…
    https://docs.microsoft.com/de-de/windows/security/threat-protection/device-guard/enable-virtualization-based-protection-of-code-integrity
    https://www.admin-magazin.de/Das-Heft/2016/11/Erweiterte-Sicherheit-in-Windows-10

    Man bekommt mehr und mehr den Eindruck, dass die OEMs Druck auf MS ausgeübt haben, damit das Verkaufsgeschäft künstlich angekurbelt wird. Das war schon in der Vergangenheit so, dass ein neues Windows für mehr Verkäufe gesorgt hat. Damals waren PCs aber auch wesentlich schneller veraltet.

  5. Faxe sagt:

    Da also die Leistung meines I9-7900X nicht reichen soll kann ich Microsoft nur für komplett bekloppt erklären und mal gucken wie mein 10-Kerner mit seinen 128 GB so unter Linux abgeht.

  6. 1ST1 sagt:

    Das ganze ist doch großes Bullshit-Bingo. Wer tut sich denn diese ganze übertriebene Sicherheit im Heimbereich an? Wenn die das für Enterprise-Kunden machen/durchdrücken, mags mir ja fast egal zu sein, in der Firma habe ich damit kein Problem, da werden eh alle 3 Jahre neue PCs gekauft. Aber Heimnutzern muss man das alles doch nicht antun!

    • Sven sagt:

      Wenn man das tolle chinesische Sozialkredit-Modell auf die Heimnutzer anwenden will, benötigt man all diese übertriebene Sicherheit…

  7. Windows 11 ist ein Unfall. sagt:

    Windows 11 ist ein Unfall. Lasst die Finger davon.

  8. Micha sagt:

    "Microsoft will während der Veröffentlichung für Windows Insider und in Zusammenarbeit mit OEMs testen, ob Geräte mit Intel 7. Generation und AMD Zen 1 diese Prinzipien erfüllen. Sobald Ergebnisse vorliegen, sollen diese veröffentlicht werden."

    Ich sehe keinen Grund weshalb eine Zen 1 CPU das nicht unterstützen sollte. An meinen jetzigen PC kann ich nach einen Uefi Update auch einen Zen 2 (Ryzen 3000 Serie) stecken. Das ändert dann aber nichts am verwendeten Motherboard. Das bleibt zwangsläufig alt.

  9. Dat Bundesferkel sagt:

    Heute mal nicht viele Worte meinerseits zum affigen Getue mit Windows 11 (keiner will's haben, aber die Diskussions-Foren explodieren… wie üblich bei allem, was angeblich keiner haben will und im Anschluß dann doch von fast jedem genutzt würde):

    "Steven Sinofsky* bezeichnete die Sicherheitsvorteile der neueren Prozessoren als "esoterisch". Microsoft würde mit "Windows 11 haufenweise Müll erzeugen**""

    * ehemaliger Windows-Chef
    ** hatten wir schon mal bei Windows 10 – da wurde das noch für toll befunden

    Muß leider auf pcgh verlinken, anstelle des (originalen?) Twitter-Links – Hetz- und Lügenplattformen zensiere ich nämlich selber:
    https://www.pcgameshardware.de/Windows-11-Software-277633/News/Kritik-an-Systemanforderungen-1375017/

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