Thunderbird 91.0.3

[English]Die Entwickler des Thunderbird-E-Mail Client haben zum 26. August 2021 schon wieder ein Bug-Fix-Update freigegeben (die Version 91 ist noch taufrisch, zum 17. August 2021 gab es ein Wartungs- und Sicherheitsupdate auf die Version 91.0.1 und zum 23.8.2021 die Version 91.0.2). Scheinbar wird nicht mehr wirklich getestet.


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Laut den Release Notes (danke an den Leser für den Tipp) wurden verschiedene Fehler behoben. Hier die Liste der Bug-Fixes:

  • Ordnersymbole konnten durch verlinkte Favicons in HTML-Nachrichten überschrieben werden
  • Vereinheitlichte Ordner zeigten keine Nachrichten an, wenn die darunter liegenden Ordner entfernt wurden
  • Die Symbolleiste des Ordnerfensters blieb nach einem Neustart von Thunderbird nicht immer erhalten
  • Der Anhangsbereich des Erstellungsfensters wurde nicht geschlossen, wenn das Signieren einer OpenPGP-Nachricht deaktiviert wurde
  • Die Verwendung von „An Liste antworten“ mit einigen Listen-E-Mails öffnete fälschlicherweise eine „Keine Antwort“-Warnung
  • Das Symbol für die Anzahl der ungelesenen Nachrichten im Windows-Tray wurde nach dem Verschieben von Nachrichten in den Junk-Ordner nicht aktualisiert
  • UX-Probleme bei der Kontoeinrichtung mit der automatischen Exchange-Erkennung
  • In den Kontoeinstellungen wurden Nicht-UTF-8-Serverbeschreibungen nicht korrekt angezeigt
  • Thunderbird sendete manchmal ein unnötiges „SMTPUTF8“, was dazu führte, dass einige Server E-Mails zurückwiesen
  • Es wurde kein Mouseover-Pop mit Ereignisdetails für nicht ganztägige Ereignisse im Heute-Fenster angezeigt
  • Das Filtern von Aufgaben im Heute-Fenster funktionierte nicht
  • Bei der E-Mail-basierten Terminplanung wurden Datum und Uhrzeit in einem für Menschen unleserlichen Format angezeigt

Systemvoraussetzungen

Die Systemvoraussetzungen für die verschiedenen Betriebssystemversionen (siehe hier für weitere Details):

  • Windows: Windows 7, Windows Server 2008 R2 oder höher
  • Mac: Mac OS X 10.9 oder höher
  • Linux: GTK+ 3.14 oder höher

Der Download des kostenlosen Thunderbird ist hier verfügbar.


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9 Antworten zu Thunderbird 91.0.3

  1. Thorky sagt:

    [Scheinbar wird nicht mehr wirklich getestet.]
    Scheinbar? Oder anscheinend?

    • Günter Born sagt:

      Sieh es mir nach, als Schmalspur Bildungs-Halbbürger sind für mich die beiden Begriffe gleich – auch wenn die Wortbedeutung sich unterscheidet. Ich schreibe halt, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Der Bildungsbürger, der diese feinen Unterschied kennt, tauscht es im Kopf beim Lesen aus und gut ist ;-).

      PS: Wenn ich mir diese schlauen Beschreibungen von scheinbar und anscheinend so in diesem Internet ansehe, passen eigentlich beide Begriffe. Denn getestet wird ja noch – zumindest mit Beta-Testern.

  2. Dat Bundesferkel sagt:

    „Scheinbar wird nicht mehr wirklich getestet.“
    Naja, die haben ja gnadenlos ganze Major-Releases mit Beta-Versionen geflutet. Sieht man gut auf deren FTP.
    79-89 sind allesamt Betas – parallel zum 91er Zweig wird auch schon am 92er geschraubt.
    Persönlich muß ich sagen, daß ich von diesem (sich immer weiter verbreitenden) Entwicklungsstil nichts halte.
    Die Vorteile sehen immer nur auf dem Papier gut aus (bewährte neue Funktionen in Testversionen werden rückportiert in das Stabile). In der Realität sieht es aber so aus, daß die Qualität der aktuellen Versionen immer weiter nachläßt.

    Dabei ist es egal, ob es sich um ein Thunderbird, ein KODI oder sonstwas handelt. Für solchen „Luxus“ braucht man eine entsprechende Anzahl Entwickler. Und die gibt es nicht in der erforderlichen Menge.

    Apropo, die faulen GPO’ler (mich eingeschlossen) können Thunderbird auch als msi beziehen: https://ftp.mozilla.org/pub/thunderbird/releases/91.0.3/win64/de/Thunderbird%20Setup%2091.0.3.msi

    Allerdings scheint das nur ein Container-MSI zu sein (also kein natives Format); das Maintenance-Paket wird dennoch installiert (etwas sinnfrei in einem Enterprise-Umfeld, wo man Kontrolle behalten möchte) und grundsätzlich ist ein ERSETZEN einem AKTUALISIEREN vorzuziehen.

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      „79-89 sind allesamt Betas – parallel zum 91er Zweig wird auch schon am 92er geschraubt. […] Die Vorteile sehen immer nur auf dem Papier gut aus (bewährte neue Funktionen in Testversionen werden rückportiert in das Stabile).“
      Bist du selbst Entwickler? Was wäre dein alternativer Ansatz? Wie willst du ohne neue Entwicklungszweige zu neuen Versionen kommen?

      „In der Realität sieht es aber so aus, daß die Qualität der aktuellen Versionen immer weiter nachläßt.“
      Bauchgefühl oder woher leitest du das ab? Wenn Bauchgefühl: Meines sagt etwas anderes.

      Generell, da du auch andere Open Source Projekte erwähnst: Open Source ist keine kostenlose Serviceleistung. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann beteilige dich. Wenn du nicht programmieren kannst, dann trage mit hochwertigen Fehlerreports zu einem besseren Ergebnis bei. Falls dir das zu mühsam ist, musst du alles so nehmen wie es ist.

      • Dat Bundesferkel sagt:

        Weißt Du, was „typisch deutsch“ ist? Funktionierende und gute Mechanismen über den Haufen zu werfen und „neu“ zu machen, weil ist cool und so. Und hip sowieso.

        Softwareentwicklung ging vor Jahren… Jahrzehnten schon ohne den Zwang, mehrere Versionszweige parallel entwickeln und betreuen zu wollen.
        Die Kritik bleibt: Die Manpower fehlt, um derlei Vorhaben auch zu wuppen und die Stable-Zweige adäquat zu betreuen.

        Nein, AE bin ich nicht direkt. Nur rudimentär befasse ich mich damit, bin eher auf Netzwerke spezialisiert.

        Ansonsten ist Deine Open Source-Predigt ja sehr nett, geht aber an der Kritik völlig vorbei.
        Und wo Du hochwertige Fehlerberichte erwähnst: Man sollte die Hürden nicht so hoch legen, daß man die Annahme von Fehlerberichte auf Plattformen legt, die eine aktive Registrierung zwingend voraussetzen. Geht nämlich auch ohne (um mal bei KODI, LibreElec und Co zu bleiben).

        Und nehmen muß ich schon mal gar nichts. KODI hat sich bspw. dafür entschieden, auf zahlreichen Systemen unbenutzbar zu werden (Windows, Android), völlig verbuggte Versionen als Releases rauszuknallen, daß die Nutzerschaft zu einem großen Teil abgesprungen ist (nicht wenige befassen sich nun mit Jellyfin/Emby).

        Ernsthaft, daß kann und muß doch nicht sein, oder? Wenn es natürlich das selbst erklärte Ziel dieser Projekte ist, Nutzer zu vergraulen, bitte sehr. Daran kann sie niemand hindern. Allerdings schwindet die Relevanz durch sinkende Nutzerzahlen und somit sind die Träume, native „Netflix“ und „Prime“ Apps mit DRM integrieren zu können vor allem eines: Ein feuchter Traum.

  3. ralf sagt:

    > schon wieder ein Bug-Fix-Update freigegeben…
    > Scheinbar wird nicht mehr wirklich getestet.

    man darf nicht unerwaehnt lassen, dass die 91er version noch nicht automatisch an die nutzer der 78er version verteilt wird. von daher finde ich es ok, dass auch diese „banane“ vor dem allgemeinen ausrollen bei den early adopters noch nachreift. niemand wird schliesslich gezwungen an dieser erweiterten vorlaufphase teilzunehmen.

    • Patrick sagt:

      Bis heute bleibt der Wechsel auf die 78er-Version in schlechter Erinnerung. Viel zu lange hat es gedauert, bis nach dem Zwangsabschied von der Vorversion alles wieder einigermaßen zu gebrauchen war.

      Die zunehmende Überfrachtung mit Features und zusätzlichen Software-Funktionen (z. B. PDF-Reader), die mit E-Mail eigentlich nichts mehr zu tun haben und nur zusätzliche Probleme mit der IT-Sicherheit verursachen können, bringt mich immer weiter zurück zum Anfang: Text. Nur Text!

  4. FriedeFreudeEierkuchen sagt:

    „Scheinbar wird nicht mehr wirklich getestet.“
    Schaut man sich die gefundenen Bugs an, finde ich den Kommentar nicht fair. Es sind keine ganz offensichtlichen Fehler dabei und man kann Software mit endlichen Ressourcen nicht in allen Punkten testen. (Meine eigene Erfahrung aus verschiedenen Projekten).

  5. Reiner sagt:

    Seit Thunderbird 91 werden bei E-Mails die beigefügten Dateien als Anhänge (Angabe des Dateinamens und Dateigröße) nicht mehr im Ausdruck mit aufgelistet. Der neue Druckdialog erlaubt es zwar den Ausdruck direkt als PDF-Datei zu speichern, aber die Auflistung der Dateianhänge kann man so nicht mehr beweisen. Es ist sehr unverständlich und ärgerlich, dass das auf einmal nicht mehr möglich ist. Seit ich E-Mails schreibe gibt es diese Funktion. Ich werde wieder zu Thunderbird 78.13.0 zurückkehren.

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