Neuvorstellung von Amazons Astro-Roboter, eine Katastrophe

Amazon[English]zum 28. September 2021 hat Amzon einen Heim-Roboter vorgestellt, der auf den Namen Astro hört. Ziel dieses Geräts ist es, eine Assistenz in den heimischen vier Wänden zu bieten. Stichworte sind Hausüberwachung und Assistenz in Verbindung mit einem Cloud-Dienst, KI und Robotik. Zeitnah sind Leuten aber Dokumente aus der Entwicklung zugespielt worden, die zeigen, dass der Punkt Hausüberwachung lächerlich ist, der Amazon Astro die perfekte Wanze sei, um die Leute zu überwachen. Zudem schwingt zwischen den Zeilen mit, dass das recht teure Gerät nicht fertig entwickelt ist, im besten Fall bloß schnell kaputt geht, im schlimmsten Fall aber ein Risiko für die Hausbewohner darstellt. Daher ein kurzer Artikel, der den Bogen zwischen dem Amazon Marketing und den Stichworten Sicherheit, Zuverlässigkeit und Privatsphäre spannt.


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Amazons Astro-Roboter

Zum 28. September 2021 wurde der Astro unter dem Motto: Ein Heimroboter wie kein anderer von Amazon vorgestellt. Die Idee der Entwickler ist es, einen hilfreichen Roboter für den Heimbereich bereitzustellen. Amazon schreibt dazu, dass der Astro eine neue und andere Art von Roboter sei, der Kunden bei einer Reihe von Aufgaben wie der Überwachung des Hauses und der Kontaktpflege mit der Familie helfen soll. Er vereint neue Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Computer Vision, Sensortechnologie, Sprachsteuerung und Edge Computing in einem Paket, das hilfreich und praktisch sein soll. Astro ist die Umsetzung und Weiterführung der Ansätze, die mit Amazon Echo und Alexa bereits stationär verfügbar waren. Nachfolgendes Foto zeigt das Gerät, welches aus einer Basiseinheit mit Rädern und einem aufgesetzten Bildschirm besteht, also innerhalb der eigenen vier Wände mobil ist.

Amazon Astro-Heimroboter
Amazon Astro-Heimroboter, Quelle: Amazon

Auf dieser Amazon-Seite werden die Vorteile des neuen Produkts, dass zum Einstandspreis von 999 US-Dollar (später soll es 1.449,99 $ kosten) starten soll, vorgestellt. Hier sind einige der Möglichkeiten, wie Astro – nach den Vorstellungen des Amazon-Marketings – im Haus eingesetzt werden kann:

  • Überwachen Sie Ihr Zuhause: Wenn Sie unterwegs sind, sorgt Astro dafür, dass Ihr Haus sicher ist. Astro kann sich selbstständig in Ihrem Haus bewegen, navigieren, um bestimmte Bereiche zu überprüfen, Ihnen über die Astro-App eine Live-Ansicht der Räume zeigen oder sogar Alarme senden, wenn er eine unbekannte Person erkennt. Wenn Sie sehen möchten, ob Sie den Herd angelassen haben oder ob alle Zutaten für das Abendessen in der Speisekammer sind, während Sie noch im Laden sind, können Sie Astro losschicken, um nachzusehen, oder die integrierte Periskop-Kamera verwenden, um einen besseren Blick zu werfen. Mit Alexa Guard kann Astro auch das Geräusch eines Rauch- oder CO2-Alarms oder das Zerbrechen von Glas erkennen und eine Warnung an Ihr Telefon senden – damit Ihr Zuhause sicher ist, auch wenn Sie gerade abwesend sind.
  • Hilft Ihnen, sich um Ihre Lieben zu kümmern: Astro kann Kunden helfen, die sich aus der Ferne um ältere Verwandte und Angehörige kümmern müssen. Ihr Angehöriger kann Astro bitten, Erinnerungen einzustellen und zuzustellen, oder Sie können Drop In verwenden, um in Verbindung zu bleiben. In Verbindung mit Alexa Together, einem neuen Dienst, der Familienmitgliedern dabei helfen soll, ein unabhängiges Leben zu führen, können Familienmitglieder Erinnerungen einrichten und Benachrichtigungen erhalten, um den Pflegern die Gewissheit zu geben, dass ihre Angehörigen aktiv sind und ihrem Alltag nachgehen. Mit Alexa Together können Angehörige außerdem rund um die Uhr freihändig auf Urgent Response, eine professionelle Notrufzentrale, zugreifen.
  • Sorgt für ein sicheres Zuhause: Astro arbeitet auch mit mit der Haustür-Überwachungskamera Amazon Ring zusammen und sorgt so für ein sicheres Zuhause. Mit Ring Protect Pro, einem neuen Abonnementdienst von Ring, können Sie Astro so einstellen, dass er Ihr Zuhause selbstständig überwacht, wenn Sie nicht zu Hause sind, proaktiv nachforscht, wenn ein Ereignis erkannt wird, und automatisch Videoclips in Ihrem Ring-Cloud-Speicher speichert, die Sie von überall aus in den Ring- oder Astro-Apps ansehen können.
  • Bringt Alexa zu Ihnen nach Hause: Wenn Sie zu Hause sind, bringt Astro die Vorteile von Alexa zu Ihnen, einschließlich Informationen, Unterhaltung, Smart Home-Steuerung und mehr. Astro kann Ihnen von Raum zu Raum folgen und dabei Ihre Lieblingssendungen, Podcasts oder Musik abspielen. Astro kann Sie auch finden, um Sie zu erinnern, Sie darüber zu informieren, dass ein Timer abgelaufen ist, ein Familienfoto aufzunehmen und Sie über eingehende Alexa-Anrufe zu benachrichtigen – mit der Möglichkeit, Ihnen durch Ihr Zuhause zu folgen, während Sie telefonieren.

Die obigen Zeilen geben das wieder, was Amazon so als Vorteile den potentiellen Käufern des Amazon Astro schmackhaft machen will (ich habe mal den Text weitgehend unmodifiziert übernommen, um die Amazon-Sichtweise zu transportieren). Die Leistungen sind dabei scheinbar perfekt auf die Haushalte mit älteren Amerikanern zugeschnitten. Der Astro wird vorerst auch nur als Day 1-Edition in den USA für ausgesuchte Kunden (nur auf Einladung) erhältlich sein.

Amazon Astro-Heimroboter

US-Medien wie Engadget (siehe obiger Tweet) oder The Verge haben entsprechende Artikel veröffentlicht. Die Kollegen von heise haben diesen deutschsprachigen Beitrag zum Haushaltsroboter Astro publiziert. Und Amazon hat gleich eine Privacy-Seite aufgesetzt, wo erläutert wird, was man alles als Nutzer tun kann.

Der perfekte Unsinn und ein Überwachungssystem

Der Pferdefuß an dieser Technik ist leider der Umstand, dass der Astro das perfekte Überwachungssystem für die Hausbewohner und deren Gewohnheiten darstellt. Denn der Roboter folgt den Leuten, stellt deren Lebensgewohnheiten für die KI zusammen und weiß, wann die Leute wo anwesend und wann abwesend sind. Die Informationen werden dann an die Amazon-Cloud übertragen. Zudem steht und fällt das Konzept mit der Robustheit und Zuverlässigkeit des Systems.

Ich gestehe, ich hatte das mit der Vorstellung des Amazon Astro gar nicht mitbekommen. Vielmehr bin die Nacht zuerst auf nachfolgenden Tweet von Jason Koebler gestoßen, der sofort das "was ist denn das bei mir triggerte". Also habe ich mich mal schlau gemacht, was der Amazon Astro eigentlich ist und bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen. Besonderes Vergnügen bereitet mir daher die Gegenüberstellung der obigen Marketing-Aussagen von Amazon zu den durchgesickerten Dokumenten aus der Geräteentwicklung. Das spiegelt perfekt das "Schein und Sein", was uns ja oft in neuen Produkten begegnet, wieder.


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Risk of Amazon Astro

Einigen Leuten sind Dokumente aus der Entwicklung des Amazon Astro zugespielt worden und Mattew Gault sowie Joseph Cox haben diesen Artikel auf Vice veröffentlicht. Die Kernbotschaft: Der Haushaltsroboter setzt stark auf Gesichtserkennung und verlässt sich auf das Benutzerverhalten. Aber Quellen, die an der Entwicklung des Astro (Codename Vesta) beteiligt waren, sagen, dass der Roboter fehlerhaft sei.

Bist Du Freund oder Feind?

So muss Astro feststellen, ob eine in den Räumen erkannte Person ein Fremder ist. Daher werden Kunden nach dem Kauf aufgefordert, das Gesicht und die Stimme zu registrieren. Hinzu kommen die gleichen Daten aller Personen, die sich in den Räumen aufhalten könnten. Denn der Roboter muss lernen, Freund und Fremde zu erkennen. Ein Software-Paket Sentry umfasst die Integration mit Ring-Kameras und Alexa Guard, Amazons Haussicherheitsdienst.

In der Theorie liest sich vieles gut, aber in der Praxis scheint es zu haken. Der Roboter versucht alle Räume aufzusuchen und zu scannen, ob sich dort etwas "unnormales" außerhalb der täglichen Routine ereignet. Dazu wird auch auf Geräusche von brechendem Glas oder Feuer- bzw. CO2-Alarm gelauscht. Das Ganze läuft dann auf die perfekte Überwachung hinaus, die dann aber mit extremen Mängeln im Hinblick auf die Wirksamkeit daherkommt. Eine geschlossene Tür verwehrt dem Roboter den Zugang zum Raum. Eine Treppe kann zur Falle für den Roboter werden – hoch kommt er nicht – steht er am oberen Treppenabsatz und erkennt die Treppe nicht, dürfte das gut 10 kg schwere Gerät beim Absturz zerschellen.

Und dann kam die Treppe …

Vice zitiert Entwickler, die an Astro gearbeitet haben, mit dem Tenor, dass zumindest die Versionen, die dort getestet wurden, nicht wirklich funktionieren oder etwas taugen. Hier einige Aussagen einer Quelle aus den geleakten Dokumenten:

Astro ist schrecklich und wird sich mit ziemlicher Sicherheit eine Treppe hinunterstürzen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Die Personenerkennung ist bestenfalls unzuverlässig, so dass der Vorschlag die Sicherheit im Haus [durch Astro zu gewährleisten] lächerlich ist.

Für ein Gerät mit einem absurden Preis wirkt das Gerät zerbrechlich. Der Mast ist bei mehreren Geräten gebrochen und hat sich in der ausgefahrenen oder eingefahrenen Position selbst blockiert, und es gibt keine Möglichkeit, das Gerät an Amazon zu schicken, wenn das passiert.

Eine weitere Quelle hat sich ähnlich geäußert:

Sie preisen es auch als barrierefreies Gerät an, aber mit dem Mastbruch und der Möglichkeit, dass es jeden Moment auf einer Treppe Selbstmord begeht, ist es bestenfalls absurder Unsinn und Marketing und schlimmstenfalls potentiell gefährlich für jeden, der sich tatsächlich auf das Gerät für barrierefreie Zwecke verlässt.

Fehlt nur noch, dass der Amazon Astro im Haushalt für ältere Personen als Stolperfalle fungiert, der einem gebrechlichen Bewohner bei seiner Kontrollfahrt vor die Füße fährt – eine Katastrophe (ich kenne die Fälle abseits des Astro, wo kleinste Unebenheiten, ein Enkel mit Laufrad, Kabel etc. solche Stürze mit entsprechenden Folgen wie Knochenbrüche ausgelöst haben). Zitat einer weiteren Quelle aus dem Entwicklerbereich:

Was meine persönliche Meinung zu diesem Gerät betrifft, so ist es eine Katastrophe, die nicht zur Veröffentlichung bereit ist. Sie [die Astro-Roboter] gehen selbst kaputt und werden mit ziemlicher Sicherheit in den Wohnungen der Nutzer die Treppe hinunterfallen. Außerdem ist es (meiner Meinung nach) ein Alptraum für die Privatsphäre, ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und dafür, wie wir mit Geräten wie Vesta unsere Privatsphäre gegen Bequemlichkeit eintauschen.

Das sind schon harsche Worte, die aus dem Mund der Entwickler doppelt peinlich für Amazon wirken. Angemerkt wird im ganz lesenswerten Vice-Artikel, dass die Qualität der Gesichtserkennung grottenschlecht sei. Kein gutes Zeugnis für ein teures Gerät, welches Freund und Feind im Haus erkennen soll. Ein Satz einer mit der Entwicklung vertrauten Quelle bringt es dann im Vice-Artikel auf den Punkt:

Im besten Fall handelt es sich um absurden Unsinn und Marketing, im schlimmsten Fall um eine potenzielle Gefahr für jeden, der sich zu Zwecken der Barrierefreiheit darauf verlassen würde.

That's the American way of life halt eben – bin mal gespannt, was wir da diesbezüglich noch hören. Wenn ich mir aber die "Vorfälle" bei sonstigen Amazon-(Sicherheits-)Produkten so ansehe (siehe folgende Links), würde ich den Astro – selbst als Tech-Geek – ins Reich von geht gar nicht verorten.

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34 Antworten zu Neuvorstellung von Amazons Astro-Roboter, eine Katastrophe

  1. Paul sagt:

    "That's the American way of life "

    Dann kann man das Teil bestimmt auch bewaffnen?
    Dann könnte es gleich -in Notwehr- vermutete Einbrecher vorsorglich erschießen…

  2. Tom sagt:

    Muss ja niemand kaufen

    • AndersHerumStimmtEs sagt:

      Im Neoliberalen ist man immer an den Problemen "selbst schuld".

      Selbst schuld wenn ein Familienmitglied das kauft und man mitgetrackt wird. Mit Leuten die Alexa haben treffe ich mich mittlerweile auch nicht mehr. Wenn mir das Ding auf der Türschwelle begegnen würde, dann wäre ich direkt auf dem Weg nach Hause.

  3. Olli sagt:

    Was haben denn alle? Wenn er so erfolgreich Selbstmord begehen kann wie hier durch klingt, ist doch alles gut ;)

    Wir gründen gleich mal ein Startup, dass Astros baut die depressiven Astros helfen bevor die Selbstmord begehen…

  4. Teletom sagt:

    So wie der aussieht, kann der auch gleich Staubsaugen, so nebenbei?

  5. Scyllo sagt:

    Ich kaufe mir lieber ein hochwertiges Gerät von Miel(k)e…. ;-)

    • Ralf S. sagt:

      :-) Sehr gut, ja!! :-)

      Ich male mir auch immer wieder aus, was wohl wäre, gäbe es die DDR in diesen digitalen Zeiten noch… Die beiden Erichs (und nicht nur die) hätten wohl jede Nacht gleich mehrere "feuchte Träume"… ;-)

  6. Dietmar sagt:

    „… ob alle Zutaten für das Abendessen in der Speisekammer sind, während Sie noch im Laden sind, können Sie Astro losschicken…"
    Ich glaube nicht dass Leute die sich das Ding kaufen noch selber kochen (können).
    Außerdem ist das Bild bei der Haustür auch Fake – ein Amerikaner der noch zu Fuß geht? Die warten doch lieber 1h beim Ladegerät bis deren Segway wieder geladen wird um damit bis in die Garage zum Tesla zu rollen. ;)

    • Macintom sagt:

      Letzten Monat bei uns im Neubaugebiet um die Ecke:

      "Alexa, wie lange kocht ein Ei!"

      Solange der Lifestylegedanke durch so einen Unsinn hochgehalten wird ist es in einigen Altersgruppen egal ob man sein Leben auch ohne sowas aufrecht erhalten kann.

  7. Luzifer sagt:

    Das Teil ist eben noch beta, das ist das typische early adaptor Problem.
    Ich finde es jedoch immer wieder lustig wie die Leute hier bei Echos & Co. von Wanzen reden … Geräte die sich nachweislich "ausschalten" lassen und da hardwired: Aus = Aus ist, aber gleichzeitig Ihre Wanzen in Form von Smartphone mit sich rumschleppen die nachweislich "schnüffeln" und auch aus der Ferne dazu "eingeschaltet und getrackt" werden können (stille SMS etc.).

    Wie krank (doof) muss man da eigentlich sein?
    Wenn dann wirklich jemand so Geräte nicht nutzt und auch kein Smartphone, keine (a)soziale Dienste usw. Ok dann ist der zwar paranoisch, aber wenigstens konsequent!

    • Bickel sagt:

      "Ich finde es jedoch immer wieder lustig wie die Leute hier bei Echos & Co. von Wanzen reden … Geräte die sich nachweislich „ausschalten" lassen und da hardwired: Aus = Aus ist, aber gleichzeitig Ihre Wanzen in Form von Smartphone mit sich rumschleppen die nachweislich „schnüffeln" und auch aus der Ferne dazu „eingeschaltet und getrackt" werden können (stille SMS etc.)."

      Niemand, der hier über Alexa lästert, hat ein Smartphone, ganz sicher :)
      Schon gar nicht es eins mit einer Fernbedienung, die in China liegt.

      Wenn man auf einem Smartphone einen negativen Kommentar zu Echo & Co postet, dann hat das schon seinen ganz eigenen Humor. Aber hier, hier hat wirklich keiner ein Smartphone, ganz ganz sicher :)

      • Zocker sagt:

        Erkläre den Unwissenden doch mal ihren Humor.

      • Jackie sagt:

        Klar kann man theoretisch ohne Smartphone leben, wird manchmal aber schon anstrengend. Ein Leben ohne Alexa Geräte wird wohl nicht so anstrengend. Man könnte auch auf dem Smartphone die Assistenten Apps deaktivieren oder ein eigenes Rom installieren. Selbst wenn das alles nicht geht ist das doch noch kein Grund gleich noch eine Wanze zu kaufen. Ich kann auch einfach das Smartphone zuhause in die Metalldose oder Microwelle legen schon habe ich dieses Problem gelöst. Jedes mal durch die Wohnung zu laufen und alle Amazon Geräte auszustecken wenn man Sex haben will ist doch auch nicht praktikabel. Davon abgesehen alle Amazon Geräte ausgesteckt und dann will sie nicht :) Aber so einen Roboter fände ich dabei im Raum schon auch echt creepy X)

  8. Micha sagt:

    Bosch baut schon lange Kühlschränke mit eingebauter Kamera. Das ganze heißt Bosch Home connect. Es gibt noch verschiedene weitere Geräte die eingebunden werden können.

    Der Roboter von Amazon ist für mich ein teures Spielzeug.

    Ich würde ihn sogar als gefährlich einstufen sobald eine Treppe da ist. Wenn dir beim hochlaufen der Treppe 10 kg Astro entgegen fliegen kann es zu Verletzungen kommen. Auch Brandgefahr durch beschädigte Akkuzellen kann auftreten nachdem er die Treppe heruntergefallen ist.

    Astro müsste erst mal lernen Kaffee zu kochen. Bis es soweit ist wird aber wahrscheinlich noch viel Zeit vergehen.

  9. Christian59 sagt:

    Die erotische Astro-Version wird sicher auch noch kommen, ist ausgestattet mit
    Peitsche, Dildo, Maschinen-…verzeihung, Massage-Öl, Migränetabletten, Kon-
    domen etc. etc.
    Dieser Astro wird auch beim Sex dann zuschauen wollen und notfalls eingreifen,
    wenn's mal nicht so richtig klappen will ;-)). Natürlich sind die versteckten Ka-
    meras dann aufnahmebereit und alles wird live an Google Analytics gestreamt
    und Eure Facebook- oder Twitterfreunde werden alles fein säuberlich bewerten :-)

  10. Michael B. sagt:

    Wenn so ein Ding für mich genug Geld verdienen geht, schaffe ich mir einen an.

  11. Hilti sagt:

    Ich will lieber den aus Robot & Frank.

  12. janil sagt:

    Amazon hat nur Angst vor den japanischen Ingenieuren, die da meiner Meinung nach in der Entwicklung von Heimrobotern führend sind. Da die japanische Gesellschaft stark überaltert ist, sind sie dort einfach für die Pflege zu wichtig. Es gab da mehrere Meldungen zu den Entwicklungen in den letzten Monaten. Ich vermute das Amazon da etwas von dem erwarteten Gewinn mit selbst schnell auf den Markt geworfenen Geräten abgreifen möchte.

  13. Dat Bundesferkel sagt:

    Jeder bekommt das, was er verdient. Holen sich ja auch genug Vögel Alexa, Nest, Siri, Cortana freiwillig ins Haus. Nicht mal BEWEISE, daß jedwede Geräuschkulisse (auch die sich liebender Paare) bei den Anbietern rumschwirren und sie hineinhören können, hält die Schafe davon ab.

    Also bitte: fleißig kaufen, macht auch keinen Unterschied mehr. Konsum, Konsum, Konsum, kaufen für die Mülltonne "wir müssen an unsere Kinder denken" – noch mehr sinnfreien Müll produzieren, kaufen, wegwerfen, nicht recyclen.

    • Luzifer sagt:

      Oder einfach nutzen und vorher mal nachdenken? Alexa muss nicht im Schlafzimmer stehen, Alexa hat nen richtigen Ausschalter fürs die Mikrofone …

      nicht nur dumm alles nachreden, kann echt helfen!
      Nutzt du nen Smartphone?

      • ceekas8 sagt:

        mal für 2 Ct nachdenken, kann ebenfalls helfen! Dann wär vlt sogar (dir) aufgefallen, dass der Vorredner in allem recht hat!
        Denn das aufgeführte machts nicht besser, nicht mal ansatzweise. Es sind und bleiben Überwachungs-"Instrumente" der Sorte reine Wanze. Die vollkommen überflüssig sind!

      • Dat Bundesferkel sagt:

        "Oder einfach nutzen und vorher mal nachdenken?"
        Sicher. Nutzer solcher Produkte bekommen einfach keinerlei Besuch mehr, denn die wenigsten dürften ein Warnplakat an ihrer Haustür haben, wie sie bspw. bei Kameras vorgeschrieben ist.

        Du kannst so viel nachdenken, wie Du willst. Diese kommerziellen Produkte kann man weder rechtskonform, noch sicher und / oder sinnvoll einsetzen.

        Es gibt Lösungen, wo Du die Spracherkennung und das Hosten des Servers selber realisieren kannst. Aber mal Hand auf's Herz: Wer macht es? Menschen sind mittlerweile ja schon damit überfordert, einen Account mittels Paßwort und Nutzernamen einzurichten…

        "Nutzt du nen Smartphone?"
        "nicht nur dumm alles nachreden, kann echt helfen!"

        Äpfel. Birnen. Kontrolle. ADB Shell.

      • Christian59 sagt:

        "…Alexa hat nen richtigen Ausschalter für die Mikrofone…"
        Aha? Wie haben Sie denn das festgestellt? Die Kiste aufgemacht
        und die Schaltung untersucht? Wird Alexa überhaupt mit einem
        Schaltschema ausgeliefert?
        Aber gut, vielleicht kann man ein Mikrophon wirklich ausschal-
        ten. Aber das Versteckte auch?

  14. Andy sagt:

    Nun hat ja jeder seinen eigenen Geschmack und seine eigene Meinung dazu, was für ihn sinnvoll oder auch schädlich sein könnte.
    Bei Astro hatten wir auf Arbeit aber eine ziemlich einhellige Reaktion, die bei allen zwischen Unverständnis und über die Idiotie hinter dem Konzept lachen hin und her schwankte.
    Hätten wir abgestimmt, wäre wohl ein zu Null für "die koksen zu viel" rausgekommen…

    Mein nicht ernst gemeinter Vorschlag, dass wir bei uns auf Arbeit so ein Ding patrouillieren lassen, weil wir ja der "öffentliche" Dienst sind, kam gar nicht gut an.
    Der – auch nicht ernst gemeinte – Hinweis darauf, dass dann Bürger endlich in der Freund-Feind-Erkennung klar die Feindrolle haben und diese entsprechenden Alarm auslösen würden, führte allerdings zu erschreckend nachdenklichen Gesichtsausdrücken. ;)

    Im Übrigen ist es völlig fehlgeleitet, das Ding als Roboter zu bezeichnen, verrichtet er doch keine Arbeit, wie es die Wortherkunft verlangen würde. "Fahrendes Überwachungsgerät", "Krähennest auf Rädern" oder "autonome Patrouille" wären hingegen passender und wer sowas braucht, könnte dann auch besser die Geeignetheit für den Zweck erkennen.

    • DasKleineTeilchen sagt:

      das teil ist schlicht n smartphone auf rädern; thats it. sinnlos wie sonstwas.

      wenn ich raten müsste; musk stellt seine vaporware "teslabot" vor, bezos dreht durch und lässt dieses lachhafte (und gefährliche) spielzeug ohne jeglichen nutzen vorzeitig auf den markt werfen um ja nur der erste zu sein; hauptsache "robot", selbst wenn diese bezeichnung nicht mal als euphemismus taugt.

  15. Drehwurm sagt:

    Ein weiteres unsinniges Gerät aus Plastik, Elektronik und einem Akku, den man wahrscheinlich nicht tauschen kann. Geschweige denn das ein solches Gerät reparierbar sein wird. Es ist das Gegenteil von ökologisch nachhaltig.

    Dazu kommt, dass Roboter dieser Art die Käufer und damit einen nicht geringen Teil unserer Gesellschaft immer weiter in Richtung Unselbstständigkeit und Verdummung treiben.

    Ich bin für ein gesetzlich vorgeschriebenes Warnschild auf solchen Produkten: "Achtung! Hirn vor dem Kauf einschalten!"

  16. Mario H. sagt:

    Hmm, ich lese mir den Marketingsprech durch, was dieses Ding so tolles tun soll und irgendwie fällt mir da nichts ein, dass WIRKLICH sinnvoll (und ansatzweise neu) bzw. funktionierend ist.
    Ein Beispiel: ich kann im Supermarkt stehen und Astro fragen, ob ich noch Kaffee habe. Tja, er kann meinen Schrank nicht öffnen. Eier? Sind im Kühlschrank. Von einer Lösung steht zumindest in diesem Artikel nichts.
    Astro warnt mich auch, wenn fremde Menschen in meiner Wohnung sind. Das bedeutet, ich muss Astro beibringen, wer nicht fremd ist. Und wenn dieser früher Nicht-Fremde die Seiten wechselt, dann muss ich das widerrufen. Eine Videoüberwachung der Wohnung, die mich informiert, wenn zu bestimmten Zeiten Menschen drinnen sind, ist einfacher und funktioniert wirklich.
    Darüber hinaus würde ich eher die Tür schützen, bei den Einbrechern, die bei mir aufschlagen würden, reicht eine einfache Alarmanlage.

    Insgesamt ist das Ding voller nicht vollständig durchdachter Features. Und das, was fehlt, ist immer eine ganze Menge.

    Und nein, ich muss es nicht kaufen. Aber andererseits gilt das auch für Alexa und kann ich den Sinn grundsätzlich sehen (wenn auch nicht für mich).

  17. Tim B. sagt:

    Wenn ich mir den nicht geringen Teil meiner zwar technikaffinen aber sorglosen Bekanntschaft angucke, wird das Ding wohl sofort angeschafft, alle Vorzüge überschwänglich gepriesen werden (um mal das Wort "angeben" zu vermeiden) und Einwände, wie sie auch hier zu lesen sind, als "Du mit deiner German Angst." oder "Als ob man VON UNS etwas ausspionieren könnte, wir haben sowieso nichts zu verbergen!" weggewischt.

  18. NordischFAN sagt:

    Hallo Herr Born.
    Weil es bei Ihnen so selten passiert – seit langer Zeit finde ich mal wieder einen kleinen Tippfehler bei Ihnen.
    Da ich nicht davon ausgehe, dass es sich um eine mit Leitungen verkabelte Version dieses merkwürdigen Gerätes handelt … was zweifelsohne natürlich Treppenstürze mindern könnte … oder das auf der Leitung stehen von Benutzern erlauben … oder …
    … Sie meinten Sie sicher Leistungen ;-)

    "Die Leitungen sind dabei scheinbar perfekt auf die Haushalte mit älteren Amerikanern zugeschnitten"

    • Günter Born sagt:

      Danke für den Hinweis – Tippfehler gehören bei Schreiberlingen zum Tagesgeschäft, da stehe ich drüber – und die Leserschaft merkt es per Kommentar an, worauf ich korrigiere ;-).

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