Canon wegen Deaktivierung der Drucker-Scan-/Fax-Funktion bei fehlender Tinte verklagt

Paragraph[English]In den USA läuft eine Sammelklage gegen den Gerätehersteller Canon, der sich eine ganz perfide Masche ausgedacht hat. Geht bei Multifunktionsgeräten die Tinte aus, wird der Betrieb eingestellt. Dann lässt sich auch nicht mehr scannen und faxen, was einen Nutzer so auf die Palme gebracht hat, dass er eine Klage angestrengt hat.


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Kläger ist David Leacraft, ein Käufer von Canon-Produkten, wie Bleeping Computer hier schreibt. Der Mann hatte einen Pixma MG6320 Druckers von Canon gekauft, der als Multifunktionsgerät auch scannen und faxen als Funktion anbietet. Bei der Verwendung dieses Pixma MG6320 Druckers von Canon stellte der Kläger dann aber überrascht fest, dass das "All-in-One"-Gerät sich weigerte, Dokumente zu scannen oder zu faxen, wenn dem Drucker die Tinte ausging.

Das ist natürlich perfide, da zum Scannen oder Faxen keine Tinte erforderlich ist. Ich selbst nutze in meinem Büro einen Brother DCP 115 C Tintenstrahldrucker mit Scan-Funktion, der noch nie in seinem Leben einen Tintenpack gesehen hat. Für mich war der Brother DCP 115 C zu Zeiten von Vista/Windows 7 die schnellste Möglichkeit, eine Scan-Funktion zu bekommen – brauchte ich seinerzeit für meine Bücher – und Windows stellte Brother-WIA- und Druckertreiber bereit.

Wie auch immer sei, Canon hat das wohl anders gesehen und bei fehlendem Tintenvorrat einfach alle Funktionen deaktiviert. Die Kollegen von Bleeping Computer weisen darauf hin, dass das Problem mindestens seit 2016 bekannt sei. Denn andere Kunden hätten sich wegen genau dieses Problems an Canon gewandt (siehe hier und hier).

Canon Printer Multifunction Support

Die Kunden wurden von Support-Mitarbeitern darauf hingewiesen, dass die Tintenpatronen installiert sein und Tinte enthalten müssen, um die Funktionen des Druckers nutzen zu können, wie dies aus Antworten der Canon-Produkt-Support-Mitarbeiters belegen. Nur scannen soll ohne Tinte noch möglich sein. Der Support schreibt sogar in einigen Antworten:

Im PIXMA MX710 müssen alle Tintentanks installiert sein, und sie müssen alle Tinte enthalten. Wenn Sie versuchen, ohne Tinte oder mit leerer Tinte zu drucken, riskieren Sie eine Beschädigung des Druckers.

In der von David Leacraft eingereichten Sammelklage gegen Canon heißt es, dass er  das Gerät nicht gekauft oder nicht so viel dafür bezahlt hätte, wenn im bewusst gewesen wäre, dass er in dem Gerät Tinte benötigt, um Dokumente zu scannen. David Leacraft wirft dem Druckerhersteller Canon ein irreführendes Marketing und ungerechtfertigte Bereicherung vor – der Hersteller zwingt die Kunden ggf. nutzlos Tinte für die Tintenstrahldrucker zu kaufen. Das schein ein Problem in der Branche zu sein, fällt doch Hersteller HP auch mit obskuren Maßnahmen zum Gängeln von Kunden mit Tintenstrahldruckern auf (siehe nachfolgende Links).

Die Klage wurde beim Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von New York eingereicht und fordert eine Entschädigung in Höhe von mindestens 5.000.000 US-Dollar, zuzüglich Zinsen, Gebühren und Prozesskosten.

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31 Antworten zu Canon wegen Deaktivierung der Drucker-Scan-/Fax-Funktion bei fehlender Tinte verklagt

  1. hery sagt:

    Moin,
    eigentlich müsste an die Entschädigungssumme noch eine Null.

    Können alle den Hals nicht voll bekommen.

    hery

  2. Dat Bundesferkel sagt:

    Eigentlich ist das doch eine HP-Masche. Aber ja, das gehört verboten, wenngleich ich meinen Canon i-Sensys nicht mehr hergebe.

    Hoffentlich haben Klagen dieser Art weitreichende Folgen.

    "(…) der sich eine ganz perfide Masche ausgedacht hat."
    Die haben sich das nicht unbedingt ausgedacht, zumindest nicht aktuell.

    HP Officejet Pro 8500 – bei dem lief es anno domini ganz genau so ab. Eine Patrone leer? Kein scannen / faxen mehr möglich. Fremdpatrone? Konntest das ganze Gerät hinterher wegwerfen, weil er dann gar nicht mehr wollte (auch nicht mit Original-Patrone).

  3. Zocker sagt:

    Diese Masche ist bei Canon tatsächlich schon länger bekannt und diese künstliche Beschneidung gehört ordentlich abgestraft. Ebenso wie diese teils wohl willkürlichen Fehlercodes, mit denen die Drucker gerne streiken. Da man diese oft mit etwas Wissen wieder beheben kann, muss man von geplanter Obsoleszenz ausgehen.

  4. Luzifer sagt:

    naja ist sicherlich ärgerlich das Ganze, aber ich habe so ein Gerät ja um zu drucken, also steckt da auch immer eine Patrone drin! Muss ja keine überteuerte Orginal-Patrone sein.
    Insofern kommt das Szenario doch recht selten vor.
    Mann kann aus ner Mücke eben auch einen Elefanten machen!
    Ist halt schlechte Programmierarbeit das bei einem Fehler das Ganze Gerät nicht funktioniert.

    Da ist das verdongeln der Patrone an sich die größere Schweinerei.

    • Zocker sagt:

      Nein, man kann so ein Multifunktionsgerät auch einfach nur als Scanner nutzen, weil man beispielsweise normalerweise mit dem (Farb-)Laser druckt. Oder eben als Fax. Oder es ist Wochenende, eine Farbpatrone ist plötzlich leer oder weil man so wenig druckt, eingetrocknet, aber es geht nicht mal mehr ein S/W-Textdruck oder ein Scan. Oder der Drucker hat den Füllstand falsch eingeschätzt. Möglichkeiten gibt es viele.

      "Muss ja keine überteuerte Orginal-Patrone sein."
      Hier wurde nicht zu Ende gedacht! Was, wenn die Fremdpatrone plötzlich nicht mehr akzeptiert wird?

      Man kann auch aus Elefanten eine Mücke machen. Das mag zwar kein tagtägliches Szenario sein, jedoch es eine bewusste Gängelung des Kunden. Hier von "schlechter Programmierarbeit" zu sprechen ist Naivität in Reinform. Die Machenschaften der Druckerhersteller sollten seit Jahren bekannt sein.

    • Schulze sagt:

      Leider verbrauchen Tintenstrahler ihre Tinte, auch ohne je gedruckt zu haben, weil alle paar Tage/Wochen oder beim einschalten ein Reinigungszyklus läuft.
      Wer nur selten druckt und dann gleich viel, der sollte besser einen Laserdrucker nutzen.
      Nachbaupatronen werden von manchen Herstellern unbrauchbar gemacht, indem die Firmware geändert wird. Hatte ich mal bei einem Epson.

      Von AIOs kann man nur abraten, überdurchschnittliche Ausfallquoten und wenn was kaputtgeht, oft Totalschäden.

      Ich für meinen Teil habe schon lange keinen Drucker mehr, vieles geht heute papierlos und wenn nicht, drucke ich es beim Arbeitgeber oder im Copyshop.
      Wenn man Anschaffungs- und Folgekosten berücksichtigt, rechnet sich der eigene Drucker für viele garnicht.

    • Exzell sagt:

      Schlechte Programmierarbeit??
      Aber nicht doch… und schon gar nicht, wenn das (angebliche) Programmierproblem schon seit 2016 bekannt ist….

  5. Hans Thölen sagt:

    Ein Epson Drucker hat mir mal sinngemäß gemeldet : Die Lebenszeit einiger
    Bauteile in dem Drucker ist überschritten. Kontaktieren Sie eine Epson Service
    Stelle mit dem Gerät.

    Solche Sollbruchstellen in einem Gerät einbauen, das ist auch nicht die feine Art.

    • gpburth sagt:

      Das kann aber durchaus berechtigt sein. Beispielsweise enthalten Tintenstrahler ein Vlies, das überschüssige Tinte aufsaugt. Irgendwann ist das voll – und läuft aus. Das habe ich bei einem HP Deskjet (970cxi?) mal erleben "dürfen": beim wegnehmen war der Tisch voll angetrockneter Tinte (zum Glück schwarze Tinte auf schwarz lackiertem Tisch) und das gute Stück musste in einer Mülltüte entsorgt werden, weil es so gesabbert hat.

      Da auch sowas die Kunden nicht zufriedenstellt gibt es nun eben Zähler, die den Betrieb einstellen, bevor sowas passiert. Solange dieser Zähler (und das Vlies) großzügig genug dimensioniert sind ist auch wenig dagegen einzuwenden (z.B. bei spezifizierten 5000 Seiten/Monat für 6 Jahre = 360.000 Seiten). Noch schöner wäre natürlich, wenn das auch im Handbuch stehen würde…
      Und ja, man könnte das Vlies auch tauschbar machen. Aber das kostet natürlich wieder mehr in der Herstellung – und man muss ein weiteres Ersatzteil bereitstellen, lagern, … – was dann entsprechend teuer ist, weil es kaum jemals jemand braucht. Was dann dazu führt, dass die Kunden das durch Küchenpapier ersetzen und man doch wieder "Auslaufmodelle" hat.

  6. Dekre sagt:

    Irgendwie spinnen die alle mit den Tintendruckern. Der Tintendrucker als solcher ist schon generell auf Sauerei ausgelegt. Hier meine ich das befüllen, pflegen und reinigen. Es ist irgendwie zwar toll, was der Mensch sich so alles ausdenkt und auch technisch möglich ist. Es ist aber nicht immer zweckgemäß.

    Schon S. Lem schrieb, dass das technisch mögliche nicht auch das sinnvoll praktische ist (vgl S. Lem in: Summa technologiae).

    Da es eine Sammelklage ist, sollten wohl mehrere Kläger da sein. Ich mag ja nicht das US-Klagesystem mit der "Katze in der Mikrowelle zum trocknen des Fells", aber diese Klage macht Sinn und 5 Mio sind zwar auch hoch, aber mal abwarten, vielleicht doch mehr?

    Mal eine Reparaturgeschichte zu meinen HP LJ Drucker (alles AIO) aber ohne Tinte. :
    Bei meinem HP LJ 3030 kann ich deshalb nicht drucken, weil da irgendwo was im Papiereinzug abgebrochen ist. Ich kann aber noch scannen. Irgendwann werde ich mal Zeit haben und das mit dem Papiereinzug wieder hinkriegen. Ich habe einen neueren, der jetzt auch schon wieder sehr alt ist – HP LJ 1536 dnf. Da hat ein Swiffer-Staubwischer am Ausgabefach gelegen und beim unplanmäßigen drucken (war nicht gewollt) hat es das Ding eingezogen. Der hat sich derart um die Walzen gewindet, dass nichts mehr ging. Ich habe den Drucker auseinandergenommen und in der Enge ist ein Plastestift bei der Rep. weggeflogen (wo liegt dieser?). Jedenfalls nach Reinigung des Swiffer-Zeuges mit diversen Nagelscheren und Feinwerkzeugen aller Art, funktioniert er wieder wie immer. Beim Einschalten ist der Walzendurchlauf leicht tongestört und beim Auswechseln der Tonerkartusche ist der eine Hebel händisch zu bedienen, aber das ist pillepalle. Sozusagen wie neu und vollfunktionstüchtig.
    NB- Ich abe noch einen tragbaren HP-Tinten-Drucker (sog. Office-Jet). Den nehme ich aber nur zum scannen, wenn ich mal unterwegs bin. Die Tinte dafür ist mir zu teuer. Alleine die einmalige Reinigungsfunktion des HP-Office-Jet, funktioniert natürlich nur mit voller Tintenkartusche, verbrauch 10% bis 15% der Tinte. Der kann auch Farbe, logisch. Aber wer will das? Nachts ist sowieso alles grau. Es lebe der Buntstift!

  7. Oli W. sagt:

    Irgendwo am Dachboden müssten noch zwei 24-Nadler verstaut sein. Wenn's so weitergeht, werd' ich die wohl mal reaktivieren; in der Hoffnung, dass es überhaupt noch Farbbänder gibt.

    • JuliuS sagt:

      Keine Sorge, Ich habe immernoch diverse Nadler Sowohl in der Frima,. als auch beim Kunden laufen. Für die gängigen gibt es immernoch Farbbänder ;)

  8. Dieter sagt:

    Ich kann die Angaben zu Canon-Druckern bestätigen. Wenn eine Tintenpatrone als leer angezeigt wird kann man zwar noch eine ganze Weile drucken bis die Farbe dann wirklich aus ist. Aber beim Faxen weigert sich der Drucker den Faxbericht zu erstellen, auch wenn schwarz noch voll aber eine der Farben kurz vor leer ist.
    Das ist ärgerlich, es zwingt einen dazu immer Tinte auf Vorrat zu haben und dann im konkreten Fall eine zu 95 vH leere Patrone wegzuschmeißen.
    Macht uns höhere Kosten und Canon mehr Gewinn. Ist aber querbeet üblich – siehe die Reste in Tuben oder Shampoo-Flaschen.

    • Dekre sagt:

      Das ist nicht der Fall. Es geht darum, dass man nicht faxen oder scannen kann, wenn die Tintenpatrone leer ist. Der Faxbericht hat damit auch nichts zu tun. Entweder er hat gesendet oder nicht. Der Faxbericht speichert das Gerät, zumindest sollte er es. Es geht auch über PC-Abruf, sofern möglich und eingetellt über das AIO-Gerät.

      Bei HP-LJ-Druckern und auch HP-Tinte kann man scannen und auch faxen. Das Sendeprotokoll wird im Gerät gespeichert. Man kann es sich später dann auch ausdrucken. Bei mir war der Toner schon so gut wie leer (unleserlich). Das Sendeprotokoll hatte ich später aber trotzdem mit neuer Kartusche gedruckt.

  9. TomTom sagt:

    Au Man,
    einiges wird geschrieben hier..
    Ohne Wissen, nur Empörung.

    Unabhängig ob Laser oder Tinte.
    Ist irgendetwas leer oder kurz davor, wird der gesamte Druck Betrieb notwendigerweise eingestellt!
    Kommt Luft rein in das System, ist das wieder zum laufen bekommen, vor allem wegen Techniker Stunden, teuer!
    Bzw, meistens ist der Drucker/MFP wirtschaftlich dann tot.

    Bei Firmen wird oft nur SW erlaubt.
    Aber das Gerät verbraucht marginal Farbe.
    Auch wenn er nur SW verdruckt…

    Es ist so.

    Ich kann NICHT SW drucken wenn Farbe leer ist!
    Die Systematik aller Hersteller bedingen das.
    Bei allen Herstellern.
    Das ist nur beschränkt anpassbar.

    (Manche in der Kyo Familie haben ein System das man bis zu 100 Seiten SW drucken kann wenn Farbe leer ist.
    ABER
    Das ist ein Notfall Speicher der weit genug im Voraus gefüllt sein muss !
    Das geht NICHT wenn Farbe leer ist erst zu aktivieren !
    ;-) )

    Bei einem komplett anpassbaren Gerät, würde das Gerät das 3-4fache (vielleicht auch mehr..) des vergleichbaren Gerätes kosten.
    Nur kann das Gerät dann jede Farbe einzelnd drucken…

    Zum Thema Faxen:
    Faxen ist ein sehr geschlossenes Thema.
    Mit Vorschriften die schon 2000 richtig Alt waren.
    Die sich aber nicht umgehen lassen,
    wenn man es nicht neu entwickeln will..

    Und dazu zählt das zwingend ein Druckwerk das ansprechbar ist vorhanden sein muss !
    Oder man nimmt ein echtes DIGITALES Faxgerät/Faxserver.
    Der will keinen Toner, dem ist das egal :-p

    Bei "besseren"/älteren MFP kann drucken und scannen getrennt erledigt werden.
    Früher waren es auch im Kopierer 2 Geräte die miteinander (sehr optimiert ;-) ) kommuniziert haben.
    Die besseren haben das immer noch so.

    • Klaus Dieter sagt:

      Na dann Prost weiterhin!

    • Luzifer sagt:

      da hast du recht ordentliche Geräte können das alles, die kosten aber und der typische GeizistGeil Pri*** ist nicht bereit das zu bezahlen, ergo sind wir heute da wo wir heute sind!
      Die Hersteller haben aber auch kapiert das es durchaus Leute gibt die bereit sind den Preis zu zahlen und bieten auch solche Geräte an, man muss diese halt suchen da nicht gerade Massenware, aber man findet sie bei jedem großen Hersteller.

      Siehste ja hier: vielen ist es bereits zu teuer immer ein Satz Ersatzpatronen zu hause zu haben. Ich kenne sogar einige die werfen den Drucker weg wenn die Patronen leer sind da die GeizistGeil Dinger billiger sind als nen Orginal Satz Patronen.

      Da fragt man sich dann schon wer ist eigentlich an der Misere schuld!
      You get what you paid for!

      • Zocker sagt:

        "Da fragt man sich dann schon wer ist eigentlich an der Misere schuld!"

        Richtig, und die Antwort lautet: die Hersteller. Die konnten den Hals nicht vollkriegen. Tintenpatronen waren schon immer teuer, auch vor 20 Jahren. Egal ob der Drucker 200€ oder 600€ gekostet hat, die Patronen waren dieselben. Also haben sich die Kunden die günstigsten Drucker gekauft, woraufhin die Hersteller einen Preiskampf begonnen haben. Schlauer wäre es gewesen, die Patronen günstiger zu machen, dann würde es heute auch nicht großflächig Fremdpatronen geben. Und da muss man sich dann nicht wundern, wenn das in geplanter Obsoleszenz endet, weil der Hersteller den Rachen nicht voll genug kriegt.

        Was kostet denn heute ein Farblasermulti mit vernünftigen Druckkosten? 500€ aufwärts? Und ist der auch wirklich langlebig (z.B. Treibersupport)?

        • Blupp sagt:

          Gibts schon für unter 400€, dann sind die Tonerkartuschen aber nicht voll (nur 500 Seiten). Ein kompletter Satz Toner liegt bei ca. 430€ und reicht dann für 2500 Seiten Farbe und 3000 Seiten Schwarzweiss. Druck per IPP Treiberlos.
          Hab hier sowas ständig in Benutzung, will aber keine Werbung machen.

          • Zocker sagt:

            Teurer Spass, Druckkosten sind hoch. IPP will auch nicht jeder. Dafür muss man keine 400€ ausgeben.

    • paellvurn sagt:

      @TomTom
      glaubst du den ganzen quatsch tatsächlich? Dann ist dir nurmehr wenig mehr zu helfen.
      Bzw.: auch etwas selbst schuld – irgendwie…

  10. Manto sagt:

    Mir ist die Tage mit einem Epson Workforce das ganze andersherum passiert.

    ADF meldet, dass ein Papierstau im Einzug vorliegt (ist keiner, wahrscheinlich Sensor defekt, keine Garantie… ).

    Blöderweise hat das Gerät dadurch den kompletten Betrieb eingestellt.
    Es lässt sich nichts mehr Ausdrucken.
    Da der Drucker in der Filiale vor allem zum drucken genutzt wird und nur alle Jubeljahre mal zum scannen ist das sehr ärgerlich.

    Und für mich auch vollkommen unverständlich.

    • Hans Thölen sagt:

      Solche Probleme könnten eigentlich mit einem RESET des Druckers
      beendet werden. Bei mir hat das bei einem Epson Drucker wegen einem
      gemeldeten Papierstau, welcher auch nicht vorhanden war, sehr gut
      funktioniert.

  11. enrgy sagt:

    Multifunktions Farb-Laser kosten doch auch nicht mehr die Welt.
    Vor über 10 Jahren habe ich daheim den quasi neuwertigen Canon Pixma (ohne Fax/Scan) wegen ständig vertrockneter Patronen durch Mindernutzung entsorgt und einen Farblaser besorgt. Dessen Erst-Patronen sind bis heute nicht leer, funktionieren aber tadellos wenn wir ihn denn mal brauchen.

    Die Frage wäre, ob so ein Multi-Drucker auch streikt, wenn die Tinte nicht leer, sondern nur vertrocknet ist. Wenn ja => Laser anschaffen, siehe oben.

    Die Klage finde ich gut, den Herstellern soll ruhig auf die Finger geklopft werden bei ihrem Treiben.

    Ähnliches befürchte ich in mittelfristiger Zukunft bei den Elektroautos, die eigentlich keine kostenintensive Wartung mehr benötigen. Mal sehen, was sich die Hersteller da einfallen lassen, um die Fahrzeuge in die Werkstatt zu bekommen. Vernetzt sind dann ja alle sowieso und gegen ein Update kann man sich kaum wehren. Aber das ist ein anderes Feld…

    • Zocker sagt:

      Keine kostenintensive Wartung bei Elektroautos ist nicht korrekt. Es kommt halt nur nicht verteilt, sondern auf einen Schlag. Die Akkus verschleißen zwangsläufig und sind sehr teuer. Dafür kann man viele Ölwechsel machen. Soviel ich weiß haben auch Elektroautos Bremsen und Reifen, die mal ersetzt werden müssen. TÜV und Versicherung sollen auch fällig sein. Die Sollbruchstelle bei Elektroautos wird die Elektronik, Sensoren und Verdongelung sein. Einmal was hinüber, mutiert das Auto zu einem überdimensionalen Briefbeschwerer. Und die Elektronik veraltet schneller, als man schauen kann.
      Aber das ist ein anderes Thema…

    • Ralf S. sagt:

      Das mit den Autos ist doch in den letzten Jahren schon in vielen Ersatzteilbereichen auch bei den Verbrennern leider schon sehr lange so. Beispiel Beleuchtung: Wenn früher eine einfache Lampe der Front- oder Heckbeleuchtung defekt war, hat man einen Schraubendreher genommen und hinten das Glas und vorne die innere Schutzabdeckung abgeschraubt. Dann kaputte Lampe raus, neue rein, Glas oder Abdeckung wieder draufgeschraubt – und es wurde wieder Licht in weniger als zwei Minuten… Heute muss man zum Lampenwechsel in die Werkstatt fahren, da man fast das halbe Auto dafür auseinander nehmen muss. Teilweise sogar mit Spezialwerkzeug, das nur die Fachwerkstätten zur Verfügung haben und bekommen. Und falls man doch auf die Idee kommen sollte selbst Hand anzulegen, "droht" die Betriebsanleitung knallrot und in Fettdruck mit evtl. Garantieverlust usw. Noch besser wird es, wenn das Glas z. B. einen Sprung hat: Früher hat man ein neues Abdeckglas besorgt und ersetzt. Heute muss sofort der ganze Lampenkasten mit der gesamten Elektronik und zig anderen Leuchteinheiten ersetzt werden! Kosten je nach Typ und Ausführung: Schnell bei mind. 300 – 500 €! Und das in Zeiten, in denen ständig Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit propagiert werden…

      • Dat Bundesferkel sagt:

        "Heute muss man zum Lampenwechsel in die Werkstatt fahren (…)"
        Das ist zum Glück wieder Vergangenheit, da eine "neue" (2006) EU-Richtlinie (Ergänzung 07, ECE 48) die Fahrzeughersteller dazu gezwungen hat, die Verschleißteile Leuchtmittel wieder für den Laien wechselbar zu machen (das Risiko, gerade in der Winterzeit mit fehlender Beleuchtung ist wohl zu teuer für die Versicherungen, da wird die Politik dann tätig).

        Aber mal im Ernst… Lampentausch beim Chrysler 300M 72 Minuten in der Fachwerkstatt(!), 60 Minuten beim Toyota Avensis in der Fachwerkstatt – da kann man nur von Vorsatz sprechen, die eigenen Fachwerkstätten mit Aufträgen zu versorgen.
        Bei meinem KFZ (Bj. 2009) dauert der Birnentausch überall etwa 60 Sekunden. Ausnahme: Nebelscheinwerfer.

        Wer mit LED oder Xenon fährt ist natürlich in den Popo gekniffen.

  12. Michael B. sagt:

    Gab es nicht auch schon Zeiten, wo bei CANON "termingerecht" plötzlich der Druckkopf seinen Dienst eingestellt hat? Naja, wenn in einem Auto kein Sprit mehr mehr drin ist, kann man ja auch nicht mehr fahren, aber wenigstens einsteigen und Musik hören.

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