Zeigt die CovPass-App des RKI seit 20.11.2021 falsche Daten für Impfzertifikate an?

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)Ich hole mal ein Thema hier in den Blog, zu dem ich noch keine wirkliche Meinung habe, aber vielleicht können Betroffene einen Kommentar hinterlassen. Es geht um die CovPass-App des Robert-Koch-Instituts, die zum Nachweis des COVID-19-Impfstatus verwendet werden kann. Mir liegen Berichte vor, dass die App Daten für Impfzertifikate fehlerhaft anzeigt, so dass sie nicht zu den Angaben im gelben Impfpass oder im Personalausweis passen.


Anzeige

Worum geht es?

Vom Robert-Koch-Institut gibt es die CovPass-App für Smartphones, die zum digitalen Impfnachweis auf einem Smartphone verwendet werden kann. Diese wird von vielen Stellen zum Impfnachweis verlangt – die alternative wäre die Corona-Warn-App des RKI.

 CovPass-App des RKI

Aber wie sicher und vor allem zuverlässig ist der digitale Impfnachweis der CovPass-App eigentlich? Hier kommen Zweifel auf! Das Ganze begann mit einem kurzen Tweet, der mir gestern unter die Augen gekommen ist. Hanno fragt, ob bezüglich Problemen bei der CovPass-App etwas bekannt sei und verlinkt auf einen Artikel einer Zeitung.

Der verlinkte Artikel in der Sächsische Zeitung steckt hinter einer Paywall – aber diese Webseite zitiert einiges – und ich hatte kurz Zugriff auf den Volltext. Daher hier einige Informationen.

Mysteriöse Datenänderungen in der CovPas-App

Einem Reporter der Zeitung ist aufgefallen, dass seine CovPass-App des RKI bei einer Kontrolle während einer Veranstaltung am Montag, den 22.11.2021, plötzlich falsche Daten zeigte. Das Datum des vollständigen Impfschutzes sei plötzlich verändert und vom 19. Mai auf den 3. Juli 2021 verschoben worden, heißt es im Artikel. Im Fall einer Kontrolle und Abgleich mit dem gelben Impfbuch würde dies zu Problemen führen.

Im Artikel wird wird eine Rückmeldung aus der Hotline des RKI thematisiert. Eine CovPass-Nutzerin mit einem Huawei-Android-Gerät wollte auf einem Weihnachtsmarkt in Dortmund im 2G-Bereich eine Bratwurst kaufen. Das scheiterte aber, weil der Händler die Angaben der CovPass-App zum digitalen Impfzertifikat mit dem Personalausweis der Person verglich. Da die App ein falsche Geburtsdatum anzeigte, konnte der Impfnachweis nicht erbracht werden.

Weitere Aussagen der CovPas-App-Hotline

Ich selbst habe telefonisch bei der technischen Hotline zur CovPass-App nachgefragt und bekam, nachdem die Mitarbeiterin in ihrer Fehlerdatenbank nachgesehen hatte, die Auskunft, dass ein "allgemeiner Hinweis vorläge, dass die CovPass-App Daten verändere, es gäbe einige Nutzerberichte". Eine schriftliche Anfrage führte nicht weiter, da diese mit einem Standardtext "man möge sich an die telefonische Hotline wenden" beantwortet wurde. Dort gab es aber nur die hier zitierten Auskünfte – in Excel nennt man das wohl Zirkelbezug.


Anzeige

Im Artikel auf saechsische.de wird die Hotline der CovPass-App schon detaillierter zitiert "Die Programmierer beobachten das seit Samstag (20. November)". Berichtet werde, dass die CovPass-App sich bei manchen Benutzern nicht mehr öffnen lasse oder nach dem Aufruf die Farbe des Impfzertifikats ändere. Es könne auch der Fall auftreten, dass die Gültigkeit des Impfzertifikats gegenüber der ursprünglichen Angabe verkürzt werde.

Die von der Redaktion angefragte Pressesprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) konnte zur Technik der CovPass-App nichts sagen – man sei nur Herausgeber. Die Empfehlung der Sprecherin lautete, die Corona-Warn-App zu verwenden, denn die sei besser. Die App verwende ich selbst und hatte bezüglich des Scans der Impfzertifikate auch weniger Probleme als mit der CovPass-App der Familienmitglieder (siehe Digitaler Impfpass: Sicherheit verbessern, keinen QR-Code im Internet posten, Immuny-App). Allerdings spiele ich an dieser Stelle mal Advocatus Diaboli und verweise auf diesen Tweet:

Corona-Warn-App Fehler beim Impfzertifikat

Ich sag es an dieser Stelle mal mit einem Zitat von Dürrenmatt aus "Die Physiker": Es lebt der Mensch, solang er irrt.

Und es gibt den Ratschlag des RKI, wieder zum Papier, also dem gelben Impfbuch auszuweichen. Ich selbst habe mir als Backup momentan die Kopie meiner digitalen Impfzertifikate zugelegt und letztens, als ich das Smartphone vergessen hatte, mit diesen Kopien als Impfnachweis gearbeitet. Geht eine solche Kopie verloren, ist das nicht ganz so problematisch wie ein verschlamptes Impfbuch.

Aber zurück zum Thema. Die Zeitung zitiert im Artikel die CovPass-App-Hotline im Hinblick auf betroffene Geräte mit der Aussage:

Betroffen seien nach bisherigen Erkenntnissen Smartphones der neuesten Samsung-Modelle "Flip" und "Fold", ebenso aber auch die Baureihen S5 bis S9. Bei Apple-Smartphones treffe die Störung die iPhone-Modelle 11, 12, 13 sowie das SE.

Den Fall der Huwaei-Besitzerin mit dem falschen Geburtsdatum aus der Hotline hatte ich oben ja bereits genannt. Die Hotline wird auch so zitiert, dass die Schreibweise des Namens bei Huawei-Smartphones verändert worden sei. Wie geschrieben, diese Informationen wurden mir bei meiner telefonischen Nachfrage so nicht bestätigt. Mein Kurzcheck der CovPass-App meine Frau ergab dagegen keine Auffälligkeiten.

Was ist Sache?

Aktuell gibt es nur Spekulationen bezüglich der Ursache für diese Diskrepanzen. Im Eingangs verlinkten Artikel wurde die Aussage "Der technische Betreiber vermutet einen massiven Hacker-Angriff." transportiert. Hier würde ich die Kirche im Dorf lassen, und erst einmal nicht von einem Hack ausgehen.

Eine Möglichkeit sehe ich darin, dass der Fehler bereits beim digital ausgestellten Impfzertifikat gemacht wurde. Manche dieser nachträglich von Impfzentren verschickten Zertifikate weisen schlicht falsche Datumsangaben für Impfungen oder Person auf, da die Daten händisch nachgetragen wurden. Hier müsste man das Impfzertifikat mit den Einträgen im Impfbuch abgleichen und ggf. ein neues digitales Impfzertifikat in einer Apotheke erstellen lassen und auf korrekte Daten überprüfen.

Dann kann ich mir vorstellen, dass ein fehlerhaftes Datum am Smartphone (falls die Synchronisation mit dem Mobilfunkanbieter deaktiviert ist) ebenfalls fehlerhafte Angaben der App provoziert. Und zu allerletzt lassen sich auch Programmierfehler in der App oder Software-Änderungen an Android bzw. iOS als Ursache nicht ausschließen. Hier tappen wir bisher aber noch im Dunkeln.

Zum oben zitierten Tweet hat sich kein Betroffener gemeldet. Bisher haben viele meiner Blog-Beiträge ihre Funktion als Honeypot ganz gut erfüllt. Daher lautet meine Frage an dieser Stelle: Gibt es Betroffene der CovPass-App oder der Corona-Warn-App des RKI, bei denen Angaben aus digitalen Impfzertifikaten nachträglich falsch angezeigt werden oder nachweislich von den Angaben in den digitalen Impfzertifikaten auf Papier abweichen?

Antworten des RKI und des BMFG

Ergänzung: Ich habe noch eine zweite Anfrage an die RKI-Presseabteilung gestellt und bekam folgendes schriftliche Statement als Antwort.

Sehr geehrte Herr Born,

dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und uns, dem RKI, sind die von der "Sächsischen Zeitung" geschilderten Probleme (auf die sich voraussichtlich bezogen wird), u. a., dass ein Datum im elektronischen Impfnachweis geändert wurde und dass es einen Hackerangriff gab, nicht bekannt.

Die von der "Sächsischen Zeitung" geschilderte Manipulation eines existierenden Zertifikates ist technisch nicht möglich. Die beschriebenen Fehler wurden bisher auch nicht durch Anrufer bei den Hotlines geschildert.

Auch das Support-Team hat mir doch noch eine schriftliche Stellungnahme mit folgendem Inhalt geschickt.

Sehr geehrte Herr Born,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Dem Bundesministerium für Gesundheit sind die von der sächsischen Zeitung geschilderten Probleme, u. a. dass ein Datum im elektronischen Impfnachweis geändert wurde und dass es einen Hackerangriff gab, nicht bekannt. Die von der sächsischen Zeitung geschilderte Manipulation eines existierenden Zertifikates ist technisch nicht möglich. Die beschriebenen Fehler wurden bisher auch nicht durch Anrufer bei den Hotlines geschildert.

Das Bundesministerium für Gesundheit wird diesen Berichten weiter nachgehen und sieht aber derzeit keine Probleme bei der Nutzung des elektronischen Impfnachweises.

Mit freundlichen Grüßen

das Support-Team der CovPass-App

Damit ist das Thema hier vorerst vom Tisch.

Ähnliche Artikel:
Die (deutsche) Corona Warn-App des RKI
Corona-Warn-App: Vorsicht vor Lookalike-Fake-Seiten
10 Millionen Downloads der Corona-Warn-App
Corona-Warn-App: Erste Benachrichtigungen verschickt
Der Bund klärt die 5 Irrtümer zur Corona-Warn-App
Neues zur Corona-Warn-App (7.7.2020)
Übermittelt die Corona-Warn-App des RKI ungewollt Benutzerdaten an Google?
Corona-Warn-App 2.0 mit Check-In-Funktion
Corona-Warn-App kann Checkin mit Luca QR-Codes

Autsch: Der CovPass-Ansatz zum digitalen COVID-19-Impfnachweis wird fünfmal teurer als geplant
Digitaler Impfpass: Sicherheit verbessern, keinen QR-Code im Internet posten, Immuny-App
Urteil: Ankauf der Luca-App durch Mecklenburg-Vorpommern unwirksam
Posse Luca-App: Teuer, Nutzen zweifelhaft, und Prüfung verweigert
Bürgeramt nur mit der Luca-App betretbar? Meldung erwünscht
Hack dein Gesundheitsamt, die Luca-App machte es möglich
Lizenzärger: Die Luca-App und die Open Source-Klippen
Der Schweizer Impfpass: Gescheitert an der Sicherheit


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Anzeige


Dieser Beitrag wurde unter Software, Störung abgelegt und mit Problem, Software verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

54 Antworten zu Zeigt die CovPass-App des RKI seit 20.11.2021 falsche Daten für Impfzertifikate an?

  1. König von Deutschland sagt:

    Ich nix "Smartphone"(=Datenschleuder), ich nix "Äbb"(=unnützer Blödsinn/noch mehr Datenschleuder) – ich nur haben Aufkleber in altes Soldatenimpfpass zu CoVid-19 (JANSSEN)!

  2. Thomas sagt:

    Ich habe es mal gerade bei mir geprüft und konnte keine Probleme finden. iPhone iOS15 Datum/Uhrzeit stimmt, Zertifikat ist in beiden Apps und wurde in einer Apotheke ausgestellt und dann in die Apps eingescannt (QR). Daten sind gleich.

  3. El Cattivo sagt:

    3. Impfung seit dem 2021-11-13. Die CovPass-App auf iPhone 8 mit iOS 14.8 ist aktuell. Alle Daten passen.

  4. Jackie sagt:

    Keine Bratwurst wegen fehlerhafter Anzeige der App. Ich sag nur "Computer says no" :D

    • Ralf S. sagt:

      Gehört zwar nicht direkt zum Thema, ist aber wohl in der Tat mit dem "einfach-alles-ohne-Sinn-und-Verstand-digitalisieren-Hype" ein ernst zu nehmendes Problem, was uns in Zukunft auch in anderen – dann auch evtl. existenziellen Bereichen – noch sehr sauer aufstoßen dürfte…

  5. Harald.L sagt:

    Gerade heute wurden auf meinem Android alle 3 Apps (CWA, CovPass und CovPassCheck) aktualisiert. Update-Beschreibung "… bekannte Bugs behoben …".

    Also mir war bisher nichts aufgefallen, nutze ein Google Pixel. Aber vielleicht wurde mit den heutigen Updates das obige Problem ja angegangen.

  6. Mike sagt:

    Bei mir ist auch alles ok, aber: Dank des Beitrages gebe ich meine drei Apotheken-Ausdrucke mal lieber nicht zu schnell in den Schredder. :-D

  7. Andreas Metzler sagt:

    Ich verstehe nicht, warum nur die Impfdaten Eingang in die App finden und nicht auch, daß man genesen ist. Denn als genesenr war die 2. mrna-Impfung nicht notwendig. Habe jetzt die 2. Impfung, was für mich die Booster-Imfpung ist, muß aber wahrscheinlich immer meine Genesenen-Bescheinigungen in Papier mitschleppen.

    • Herr IngoW sagt:

      Die Genesenebescheinigung ist nur ein halbes Jahr gültig, braucht man dann nur beim Arzt falls was ist.

    • Gordon sagt:

      Genesennachweis (nötigenfalls beim Landkreis anfordern) zur Apotheke tragen, 5min später bekommst du auch dort denselben Schriebs wie nach der Impfung (nur steht "Genesenenzertifikat" drüber) mit nem QR-Code.
      Wird auch korrekt angezeigt sowie das spätere Impfzertifikat als "1 von 1 / vollständig geimpft" hinterlegt.

      • Andy sagt:

        Die Apotheke hat gesagt, sie können den Genesenen-Nachweis nicht eintragen, weil er älter als 6 Monate ist…
        Aber unter 6 Monate nach Genesung bekam mann ja keine Impfung. Nun steht die Impfung als erste Impfung drin, aber kein Nachweis über vollständigen Impfschutz.

        Übrigens liegt das bei mir angezeigte Datum für den vollständigen Impfschutz genau 2 Wochen nach dem zweiten Impfdatum, was ja wiederum richtig wäre, da der Schutz erst 2 Wochen nach der Impfung wirkt. Liegt hier vielleicht nur ein Interpretationsproblem vor?

  8. Bolko sagt:

    Dein Blog hat aktuell Probleme:
    "Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung"

    • Günter Born sagt:

      Ich habe es gemerkt – schätze, da ist der Server durch irgend einen Task in die Knie gegangen – alle Blogs mit diversen Datenbanken liefen in diesen Fehler. Wollte schon an den Support – da hat sich der Knoten aufgelöst und es läuft wieder.

  9. Stefano Primavera sagt:

    Ich kann das bestätigten: bei mir (iphone 11) stimmt das Datum in Cov-App NICHT mehr mit dem Datum der letzten Impfung überein.

    • Jackie sagt:

      Ist der Unterschied 15 Tage? Ich habe im Hautmenü der App eine Info das der vollständige Impfschutz ab Datum X gilt und das ist 15 Tage in der Zukunft nach der letzten Impfung. Wenn ich die Zertifikate einzeln anschaue stimmen sie selber auch. Ich vermute beim Reporter ist das Datum der 3 Juni, nicht der 3 Juli das würde zu meiner Beobachtung passen und wäre dann eigentlich auch stimmig.

  10. Herr IngoW sagt:

    Hier scheint alles ok, 8st grade geprüft worden.

  11. Thomas sagt:

    Für iOS gab es heute vor 13h auch nen Update für die VovPass App (…wurden weitere bekannte Bugs behoben.)

  12. Sigrid Dr. Schiller sagt:

    Bei mir ist das Problem mit der Sars Cov Pass App, daß meine Drittimpfung von Anfang Oktober zunächst nach einscannen des Zertifikates angezeigt wurde, jetzt jedoch nicht mehr sichtbar ist.
    Neu einscannen kann ich die 3. Impfung von Impfzertifikat auch nicht nocheinmal – die App sagt dann: Das Zertifikat sei schon eingescannt und das ginge nicht noch einmal.
    Meine Corona WArn App nimm das Zertifikat über die Dritte Impfung auch nciht an.
    Was tun?
    Ans RKI schreiben?

    PS: Habe ein Android Handy

  13. Thor sagt:

    "…den Angaben im gelben Impfpass"

    Betrifft das auch die weißen Impfpässe? ;)

  14. Ralf S. sagt:

    Im Moment meldet(e) die App, dass ein Update vorliegen würde (>> u. a. diverse, bekannte Bug-Behebungen). Allerdings funktioniert bei mir die App einwandfrei und alle Eintragungen/Daten stimmen auch (noch). Da ich bei so gut wie allen Updates generell 5 – 10 Tage mit der Installation abwarte, sehe ich zumindest im Moment auch bei diesem Update bei mir keinen Bedarf dieses sofort zu installieren…

  15. Jackie sagt:

    OK jetzt brauche ich echt mal Aufklärung, ich bin zwar doppelt geimpft und habe auch die CovPass-App auf meinem Smartphone aber benutzt habe ich das Ganze noch nicht und aus aktueller Erfahrung werde ich das wohl auch nicht. Warum brauche ich selber eigentlich überhaupt eine App? Ich könnte doch genauso gut den QR-Code oder auch beide mit dem Smartphone fotografieren und dann diese Fotos vorzeigen. Oder von mir aus eine Papierkopie. Ich meine ich dachte das wäre der Witz an dem QR-Code das man den daher auch nicht ohne Zugriff auf das echte System fälschen kann. Theoretisch könnte man sich den dann doch sogar tätowieren lassen. Sieht man halt irgendwann aus wie eine Windschutzscheiben voller Vignetten :) Eben jener QR Code wird dann vorgezeigt und der Prüfende hat eine App auf seinem Smartphone und kontrolliert zusätzlich meinen Ausweis. Dann ist es doch eigentlich egal was MEIN Smartphone anzeigt. Ansonsten kann ich mir ja auch eine App basteln die so tut als wäre ich geimpft. Die App zeigt dann irgendeinen QR-Code mit irgendwas drin und zusätzlich einem Impfdatum, meinen Namen und mein Geburtsdatum an. Oder ist das wieder etwas das einfach an der Aufklärung der Beteiligten scheitert?

    • Günter Born sagt:

      Hat praktische Erwägungen. Mit CovPass und Corona-Warn-App kann auch ein einfacher Bäcker oder Gastwirt sagen: Haben Sie einen Impfnachweis. Ruft man diese Apps und dann das Zertifikat auf, werden Name, Impfstatus und auch das Datum der Impfungen – sowie die Anzeige "Vollständig geimpft" ausgewiesen. Ich habe es regelmäßig erlebt, dass die Leute dann gesrollt und einen Blick auf diese Daten geworfen haben – in einer Klinik, wo meine Frau oder ich von Juli bis Sept. täglich Besucher waren, wurden die Daten mit dem Ausweis abgeglichen – und es musste ein Anwesenheitsbogen zur Kontaktverfolgung ausgefüllt werden. Zum Schluss wurde die Luca-App in der Klinik eingeführt – und die Mitarbeiter hatten ein Smartphone, mit dem die QR-Codes gescannt wurden.

      Wäre auch mit einem Foto gegangen. Die App gewährt – hoffe, dass es final auch stimmt – aber die Sicherheit, dass die angezeigten Daten aus dem QR-Code herausgelesen werden. Bei einem Foto könnte ich mir das alles auf Wunsch zusammenbasteln. Auffallen würde es nur, wenn Dritte eine App zur Kontrolle des QR-Codes verwenden – was viele nicht haben.

      • Jackie sagt:

        @Günter
        Danke für die Aufklärung. Nun ich hätte mir da so etwas wie einen FOTO-Tanleser vom Onlinebanking für die Testenden gewünscht. Hätte man dann wegen mir auch kostenlos an die Unternehmen verteilen können. Aber für eine Bratwurst darf auch keiner an mein Smartphone, gibt natürlich sicher Gelegenheiten wo man das dann eben so machen muss. Ich dachte es wird richtig aktiv auf Gültigkeit mit eigener APP geprüft.

    • Bernd Bachmann sagt:

      Du brauchst keine App. Der QR-Code, egal ob in einer App, als Screenshot, Foto oder Ausdruck, ist Dein Zertifikat.

      So zumindest die Theorie.

      Nun habe ich aber in Deutschland tatsächlich erst ein einziges Mal erlebt, dass jemand die Echtheit des Zertifikats durch eine Prüf-App verifiziert hat. (Meinen Ausweis wollte überhaupt noch nie jemand sehen.) Es kann Dir also zumindest theoretisch passieren, dass jemand Deinen Ausdruck oder Screenshot nicht akzeptiert, weil er da eben nicht, wie von Günter geschildert, nach unten scrollen und sich die Daten anschauen kann. Was aber ohnehin kaum jemand macht. Witzlos ist das ganze soweiso; Du könntest dem Prüfer ja ein beliebiges selbstgebautes PDF mit Deinen Wunschdaten hinhalten.

      Neuland halt…

      • 1ST1 sagt:

        Doch, ich habe es schon mehrfach gehabt, dass das Zertifikat genau angesehen wurde.

      • HV sagt:

        Mittlerweile wird so gut wie überall das Zertifikat nur noch akzeptiert, wenn der Personalausweis vorgelegt wird und die Daten im Zertifikat damit abgeglichen werden.

        • Bernd Bachmann sagt:

          Schön zu lesen. Meine persönliche Erfahrung der letzten Woche war noch anders (1 x gar nicht nach Zertifikat gefragt, 3 x nur ein kurzer Blick auf den hingehaltenen QR-Code, 0 x Gültigkeit überprüft, 0 x nach Ausweis gefragt).

      • Adndy sagt:

        Leider gibt es keine digitale Krankenakte, mit der die Impfung verifiziert werden kann. Wenn ein Zertifikat in der Apotheke anhand eines gefälschten Ausweises erstellt wird, ist das _Zertifikat_ echt und keine noch so ausgefeilte Technik kann die fehlende Impfung anhand des QR-Codes erkennen.

  16. Max sagt:

    HIer auch alles Ok, aber vllt. sollte man ja auch mal hinterfragen wozu es eine digitale Gesundheitskarte oder oft auch Chipkarte genannt gibt. Soweit ich micherinner sollten doch darauf solche Sachen gespeichert werden sodass sie im Bedarfsfall jeder immer dabei hat … aber naja Deutschland kann eben nich digital, ein Wunder das es hier schon Strom gibt …

  17. 1ST1 sagt:

    CovPass hat sich heute beim Start der App aktualisiert, komischerweise hat das der Playstore nicht gemacht, obwohl das Update scheinbar nicht von Heute ist. Jedenfalls zeigt die CovPass alle Zertifikate der Familie richtig an. Dabei habe ich entdeckt, dass CovPass eine mir neue Funktion hat, es kann das Zertifikat wieder als PDF exportieren, komischerweise auf dem Kopf gestellt. Das ist eine Funktion, welche die CWA nicht beherrscht.

    • Ralf Lindemann sagt:

      Komischerweise auf dem Kopf gestellt … Das PDF ist dafür gedacht, das Zertifikat auf Papier ausdrucken. Ausgedruckt auf DIN-A4 lässt sich das Impfzertifikat auf ein handliches Format zusammenfalten: Das Impfzertifikat hat danach 4 Seiten, die sich durchblättern lassen …, dann steht auch nichts mehr auf dem Kopf.

    • Enrico Horn sagt:

      Doch in der CWA kann man das Zertifikat auch ausdrucken oder z.B. als PDF exportieren.

  18. Fritz sagt:

    Ich nehme auch immer den auf A6 gefalteten Ausdruck und habe damit bisher keine Probleme (u.a. beim Einchecken für mehrere Flüge) gehabt.

    Was mir allerdings aufgefallen ist: Die Funktion "Zertifikat ausdrucken" generiert mir ein optisch anderes Zertifikat als das aus dem Impfzentrum. Ersteres enthält den Namen mit Umlaut, letzteres einen "standardisierten Namen" ohne. Die längliche Zeichenkette des Zertifikats ist allerdings in beiden Fällen identisch.

  19. z sagt:

    Geht auch handlicher über
    immunkarte.de

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Muah, nein Danke!

      cloudflare
      fonts.googleapis
      googletagmanager
      gstatic
      iubenda
      maps.googleapis
      polyfill
      unpkg
      googleapis

      Schon die Startseite ist das reinste Datenschutzdesaster!
      Die Datenschutzerklärung, die AGB und den Widerruf haben sie direkt – ohne Nachfrage wegen der Weiterleitung – auf Google Drive gepackt. Als pdf.

      Sowas vertraust Du Deine Daten an?

      Deutschland kann keine IT. Deutschland kann keine DS-GVO ehemals BDSG. Boah!

      "APO Pharma Immun GmbH"
      Ja, schon klar. Das sind Unternehmen, die sich an Pandemien bereichern. "Kostenfreie MNB für Bürger", wo sie dem Steuerzahler dann 6-8 Euro pro Maske abziehen, die im freien Verkauf keine 50 Cent kosten.

      Alternative Lösung: Einfach den regulären Impfpass verwenden! Nötigenfalls auch den Nachweis eines Arztes/Impfzentrums in Papierform. Genauso gültig, keine Verfolgung, kein Mißbrauch, keine Abzocke.

      Danke für die Info, die Domain landet mit sofortiger Wirkung auf alle unsere Sperrlisten.

      • z sagt:

        Gehts noch dramatischer. Die Foristen welche die Papierformate unpraktisch finden (siehe vorangegangene Posts) könnten mit der Info vermutlich etwas anfangen.
        Im schlechtesten Fall habe ich Dir geholfen eine extrem gefährliche Seite bekannt zu geben, und somit vielen Menschen geholfen die sich unbekümmert im Netz bewegen in diesem einen Fall vorsichtig zu sein.

        • z sagt:

          Nachtrag:
          Bist Du dir sicher auf diesem Blog sicher unterwegs zu sein?
          borncity.com
          http://www.borncity.com
          bloggerei.de
          http://www.bloggerei.de
          googlesyndication.com
          pagead2.googlesyndication.com
          yieldscale.com
          cdns.yieldscale.com

          Alles Teufelszeug?

          • Günter Born sagt:

            Da fällt mir der Spruch ein "gute Mädchen kommen in den Himmel, schlechte in die Hölle, haben aber mehr Spaß" ;-).

            Die http-URL sollte auf https umgeleitet werden. Bloggerei ist ein simpler Zähler der betreffenden Seite, und die zuletzt genannten URLs gehören schlicht zum Werbeinventar – ohne das wird es nicht gehen …

            Und dat Bundesferkel dürfte sich schon im klaren sein, wenn er auf diesen Seiten surft, dass er schon in der IT-Hölle unterwegs ist.

          • Anonymous sagt:

            @Günter
            Dat Bundesferkel weiß sogar ganz genau, wo es unterwegs ist. :-D Dat Bundesferkel weiß sich sogar zu schützen und genehmigt kritische Seitenaufrufe (DNS/IP) generell nicht.
            Nur für den Fall, daß "z" der Meinung sei, Dat Bundesferkel würde mit zweierlei Maß messen.

  20. Anonymous sagt:

    Leider findet man auch auf der github Seite keine aktuellen Releasenotes zu den jeweiligen Versionen. (oder bin ich einfach zu doof die zu finden?)

  21. Andy sagt:

    Das bei mir angezeigte Datum für den vollständigen Impfschutz liegt genau 2 Wochen nach dem zweiten Impfdatum, was ja wiederum richtig wäre, da der Schutz erst 2 Wochen nach der Impfung wirkt.

    Liegt hier vielleicht nur ein Interpretationsproblem vor?

    • Jackie sagt:

      Genauso auch bei mir, habe ich auch schon weiter oben gefragt aber noch keine Rückmeldung erhalten. Ich glaube auch das der Termin des Reporters der 3. Juni und nicht der 3. Juli ist dann würde das auch perfekt passen.

      • Andy sagt:

        Also mal wieder unnötige Aufregung, man muß nur richtig lesen…

        Schade, daß die Pressesprecher der angefragten Stellen das offenbar selber nicht wissen.

  22. SteffenF sagt:

    Nachtrag:
    Der Autor des Beitrages (Titel: Corona-App spielt verrückt – wurde sie gehackt?) in der Sächsischen Zeitung heißt Markus van Appeldorn. Gurgeln oder "Frag doch mal die Ente" bildet.

    • Günter Born sagt:

      Muss ja nichts heißen – auch dem Redakteur könnte so was passiert sein. Da das aber alles hinter einer Paywall hängt, gibt es hier im Blog hat die ganze Geschichte, inklusive Stellungnahme des RKI.

  23. Sascha Kramer sagt:

    Hallo Herr Born,

    bei mir ist es so, das erste Impfzertifikat, in der CoVPass App, zeigt als Wirkstoff Biontech an. Beim zweiten ist es der Wirkstoff von Moderna.
    Ich habe laut Impfpass ( gelb ) und allen Vorgesprächen, beide male den Impfstoff von Moderna erhalten.
    Ich vermute hier den Fehler, bei der Dame, welche die Impfzertifikate mit QR-Code nach dem Impfen erstellt hat.

  24. Sam sagt:

    Hier bei uns alles ok:

    2 Personen, 2 iPhones, 2 Apps, jeder bereits zum 3. Mal geimpft (geboostert).

    Alle Daten stimmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.