Windows 10/11-Mini-Umfrage; die Ergebnisse sind eine Klatsche für Microsoft (2021)

Windows[English]Es wird ja auch hier im Blog teilweise heiß diskutiert, ob Windows 10 und vor allem Windows 11 der Stein der Weisen ist, oder ob Microsoft längst kräftig am Bedarf vorbei entwickelt. Susan Bradley hat vor Wochen eine Mini-Umfrage auf SurveyMonkey zum Thema "wie zufrieden seid ihr mit Windows 10/11 sowie den Updates, den Funktionsupdates und den gebotenen Funktionen" durchgeführt. Meint die (potentielle) Nutzerschaft, gut bei Microsoft und deren Windows-Entwicklung aufgehoben zu sein? Mir ist die Auswertung von Ende September erst jetzt unter die Augen gekommen. Vorab so viel: Die Ergebnisse sind eine heftige Klatsche für das Microsoft Marketing, die seit Jahren Produkte an den Marktbedürfnissen vorbei entwickeln.


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Am Artikelende gibt es eine längere Link-Liste zu früheren Artikeln hier im Blog, die sich mit diversen Aspekten im Hinblick auf die Brauchbarkeit und Zufriedenheit mit Windows 10 befassen. Dann gab es im August/September 2021 eine neue Umfrage von Susan Bradley, deren Ankündigung auf ComputerWorld komplett an mir vorbei gegangen war. Daher hatte ich es hier im Blog nicht gesondert thematisiert, mich die Tage aber an folgender Windows 10/11-Umfrage auf SurveyMonkey beteiligt.

Survey Windows 10/11
Survey Windows 10/11

Susan Bradley wollte sich ein Bild verschaffen, wie IT-Pros Windows verwenden, was sie von Windows 11 halten und was es sonst an Optionen gibt. In der Umfrage wird gefragt, welche Betriebssysteme und -Versionen die Leute einsetzen, wie zufrieden sie mit Windows 10 sind, was sie von der Update-Qualität Microsofts und den Windows 10-Funktionsupdates halten. Windows 10 ist ja seit 6 Jahren auf dem Markt, die größten Opponenten, die gegen das "neue" Betriebssystem schießen, sollten daher ja längst an das Betriebssystem gewöhnt sein – die Masse ist ja längst auf Windows 10 angekommen.

Und Susan Bradley (aka Patch Lady oder SBSDiva) wollte in der Umfrage, die sich an IT-Pros richtete, wissen, ob man Windows 11 kennt auf das Betriebssystem umsteigen werde. Gut, das ist keine repräsentative Umfrage mit Millionen Teilnehmern – es gab etwas über 1.000 Rückmeldungen. Für mich ist es aber ein Stimmungsbild, wie es ich der Techblase, in der ich mich bewege, so ausschaut. Denn die Leserschaft ist ja international. Susan Bradley hatte bereits Ende September 2021 die Ergebnisse dieser Ergebnisse auf ComputerWorld in diesem Artikel veröffentlicht, hat das Ganze zum Wochenende aber nochmals auf Twitter thematisiert. Ich bereite das daher mal hier auf.

Genutzte Betriebssysteme

Eine erste Frage befasste sich damit, welche Betriebssysteme die Teilnehmer noch einsetzen. Da gab es für mich schon die ersten Überraschungen.

  • Windows 10 wird von 74,75 % der Teilnehmer in diversen Builds eingesetzt.
  • Aber immerhin verwenden noch 9,7 % der Antwortenden Windows 7 mit ESU
  • Und 5,94 % der Befragten arbeiteten bereits mit Linux

Der Rest (4,55 %) verteilte sich auf Windows 11, Windows XP, Chromebook und Windows 98, macOS von Apple kam auf 1,98 % der Antworten. An Windows 10 kommt keiner vorbei aber Windows 7 und Linux haben ca. 15 % des Desktop-Markts, was ich so nicht erwartet hätte.

Zufriedenheit mit Windows

Die Zahlen zur allgemeinen Zufriedenheit mit Windows (alle Versionen) sind gar nicht mal so übel, wenn man die folgenden Zahlen betrachtet:

  • 21,82 % sind mit Windows zufrieden
  • 41,56 % äußern sich zumindest als teilweise zufrieden mit Windows
  • 14,71 % geben an, gegenüber Windows neutral aufgestellt zu sein
  • 11,65 % sind nicht zufrieden mit Windows  und
  • 10,27 % sind absolut unzufrieden mit Windows

Da der Großteil der Leute mit Windows 10 arbeitet, kann man diese Zahlen auch auf dieses Betriebssystem mappen. Bei der Umfrage konnten die Teilnehmer angeben, warum sie nicht mit Windows zufrieden seien. Drei Mal dürft ihr raten, was wohl am häufigsten genannt wurde? Nein, es waren nicht die bunten Icons, die den Leuten gefehlt haben. Es waren auch nicht die Gimmicks wie News und Interests oder Teams-Integration oder die Peoples-App – Zufriedenheitskiller waren:


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  • die für Updates verbratene Zeit
  • die nach Updates aufgetretenen Probleme
  • und die Telemetrie

Wenn ich die drei Punkte sehe, müssten im Marketing und in der Produktentwicklung die Alarmglocken läuten. Microsoft hat ein fettes Problem, wenn über 20 % der Leute nicht zufrieden oder sehr unzufrieden sind und gleich drei fette Probleme aufzeigen, warum das so ist.

Immerhin meinen 76,9 % der Teilnehmer, dass Windows 10 zumindest die Bedürfnisse erfüllt. Ein großer Treiber für Windows 10 sind wohl Gamer, ein Bereich, wo Linux noch nicht mithalten kann.

Zufriedenheit mit dem Update Prozess

Interessant fand ich die Fragen nach der Zufriedenheit der IT-Profis mit dem von Microsoft bereitgestellten Update-Prozess für die diversen Windows-Versionen. Denn mir ist immer noch der Artikel Anwender: Überlasst Microsoft die Verwaltung der Updates … aus dem Jahr 2016 im Gedächtnis, wo Brad Anderson, Corporate Vice President of Enterprise Client and Mobility bei Microsoft interviewt wurde. Anderson verstieg sich damals darauf, dass die Firmen Microsoft nur machen und automatisch patchen lassen solle, man wisse, was man tue. Wir sind ja jetzt ein paar Monate älter, haben COVID-19 und HomeOffice und vor allem viele Patchdays überstanden. Wie spiegelt sich das nun in der Umfrage wieder?

  • 44,02 % der Befragten sind mit der Qualität des Windows 10 Update-Prozesses nicht zufrieden (etwa die Hälfte ist sogar sehr unzufrieden)
  • 19,06 % der Befragten sind bezüglich der Update-Qualität neutral aufgestellt
  • 25,05 % der Teilnehmer sind einigermaßen zufrieden und nur 11,88 % sind vollkommen zufrieden mit den von Microsoft herausgegebenen Updates für Windows 10.

Susan Bradley verdeutlicht die Diskrepanz dessen, was Brad Anderson in obigem Interview vorschwebt und dem, was die Befragten denken, in zwei Sätzen. Früher hieß es "Oh, ein neues Windows-Update, das muss ich unbedingt installieren". Inzwischen hört man von Windows 10-Nutzern "Oh nein, nicht schon wieder. Ein neues Update." Die Leute zittern regelrecht vor jedem Patchday und fragen sich, was anschließend wieder kaputt gepatcht wurde. Eine heftigere Klatsche kann es für Microsoft nicht geben (auf die Umschreibung "für die Qualitätssicherung"  verzichte ich hier, denn denn die gibt es bei Microsoft nicht mehr).

Wie sinnvoll sind Funktionsupdates

Bei der Freigabe von Windows 10 wurden die halbjährlichen Feature-Upgrades ja als größte Erfindung seit dem "Ei des Kolumbus" gepriesen. Immer die neuesten Funktionen, Sicherheit gleich eingebaut und alles vollautomatisch – Anwender, was willst Du mehr. Vor wenigen Tagen habe ich anlässlich der Freigabe von Windows 10 21H2 erwähnt, dass Microsoft zukünftig auch bei Windows 10 (wie bei Windows 11) auf jährliche Funktionsupdates zurückfällt (siehe Windows 10 November 2021 Update (21H2) freigegeben).

  • Nur 3,83 % der Teilnehmer stufen die Feature-Upgrades als extrem nützlich
  • Immerhin 16,43% können Feature-Upgrades noch als einigermaßen nützlich einstufen
  • 26,11 % der Teilnehmer sehen das Ganze neutral, es nützt aber es schadet auch nicht
  • Aber mehr als 53 % der Umfrageteilnehmer fanden Funktionsupdates nicht nützlich

Susan Bradley zitiert einen Teilnehmer mit "In der gesamten Zeit, in der Windows 10 verfügbar ist, habe ich noch kein Funktionsupdate erlebt, das einen offensichtlichen Einfluss auf meine Arbeit hatte." Das ist eine glatte rote Karte für das Windows 10-Management in Redmond, die seit sechs Jahren ein Betriebssystem am Bedarf des Großteils der Anwenderschaft vorbei entwickeln.

Kommt der Durchbruch mit Windows 11?

Im Microsoft Windows-Management wird man sich da denken: "Hey, was interessiert mich der Windows 10-Schnee von gestern, im Oktober 2025 ist eh alles vorbei, wir haben ja jetzt Windows 11". Ich hatte hier im Blog schon mal erwähnt, dass das von Microsoft im Sommer 2021 angekündigte und Anfang Oktober 2021 freigegebene Windows 11 dem Großteil der normalen Nutzer schlicht unbekannt sei. Und der Großteil der vorhandenen Systeme ist auch schlicht für Windows 11 ungeeignet (siehe Windows 11: Am 5. Oktober 2021 geht es los).

In der Umfrage zeigt sich, dass fasst alle Befragten von Windows 11 gehört hatte – von den 1.006 Teilnehmern und Teilnehmerinnen gaben nur 4 an, Windows 11 nicht zu kennen. Von den verbleibenden 1.002 Leuten sind nur 20,4% begeistert von diesem Windows 11. Bei der Frage nach einem Upgrade heißt es:

  • 22,74 % planen in naher Zukunft umzusteigen
  • 27,41 % müssen wegen nicht kompatibler Hardware bei Windows 10 bleibe
  • 11,82 % bleiben bei Windows 10, weil sie es mögen)

Interessanterweise gaben 38,03 % der Teilnehmer "Sonstiges" als Grund für ein fehlendes Upgrade an, wobei einige sagten, sie würden auf 11 umsteigen, sobald es sich als stabil erwiesen habe. Aber die Beharrungskräfte im Windows-Öko-System sind groß. 80,32 % der Befragten gaben bei der Umfrage, die im August 2021 stattfand und Ende September 2021 ausgewertet wurde, an, dass sie nicht auf Windows 11 umsteigen werden. Nur 19,68 % wollen upgraden, und 8,97 % wechselten zu einer Linux-Plattform, während 14,05 % eine andere Option (auch bei Windows 7 bleiben) nannten.

Wir sind nun allerdings schon einige Wochen weiter – wie buggy Windows 11 insgesamt ist, haben wir ja bereits sehen können. Im Hinblick auf Verbesserungswünsche hat Microsoft einen Punkt "weniger Funktionsupdates" ab Windows 10 21H2 bereits umgesetzt. Bezüglich des Wunschs nach Stabilität, vor allem bei Updates, sehe ich allerdings schwarz. Und die Forderung "ein Betriebssystem, welches mir gehört und nicht ständig mit Telemetrie Daten abzieht" oder "Meine Anwendungen müssen funktionieren und dabei helfen, Aufgaben zu automatisieren, und nicht ständig versuchen, mir Social-Media-Müll oder Crap wie Candy Crush & Co. oder anderen auffälligen Mist auf's System zu installieren" dürfte ein frommer Wunsch bleiben.

Clippy as killer icon in Windows 11

Microsoft-Mitarbeiter und Ex-MVP Richard Hay, früher Blogger, ist seit wenigen Wochen Community Manager für Microsoft Q&A. Heute Morgen ist mir obiger Tweet von Hay unter die Augen gekommen. Offenbar sind Candy Crush, Clippy und Icons wichtiger, als ein Betriebssystem, was die Bedürfnisse der Nutzer abdeckt und einfach funktioniert. Aber jeder Nutzer bekommt, was er verdient.

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26 Antworten zu Windows 10/11-Mini-Umfrage; die Ergebnisse sind eine Klatsche für Microsoft (2021)

  1. Timo sagt:

    Ich bin sehr zufrieden solange MS nicht auf meinem Rechner läuft :-)

  2. Tim B. sagt:

    So etwas ist von MS seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt. Microsoft macht angesichts der Geschäftszahlen alles aus seiner Sicht richtig und wird wohl auch weiterhin auf solche Umfragen/Meinungen o.ä. pfeifen. So lange der Geschäftserfolg so bleibt, wird sich nichts ändern.

  3. Andy sagt:

    Soweit ich mich erinnern kann, hat Microsoft schon immer auf die Meinung der User, insbesondere der Business-User, nicht viel gegeben. Ich saß schon in diversen Sitzungen, wo höheres Microsoft-Personal anwesend war und die Unmengen an Kritik sind dort einfach abgeprallt. Alles Einzelmeinungen, die nicht die Masse der Nutzer wiedergäben. Denn die fänden das gut. Egal, worum es ging, immer dieses Schema…

    Und letztlich scheint Microsoft ja Erfolg damit zu haben. Ist halt nur nicht gleichbedeutend mit zufriedenen Kunden.

    • Ralf Römling sagt:

      Falsch, MS hat nicht Erfolg wegen Ihrer Produktpolitik, sondern trotz…

      Die sind halt wirklich too big to fail. Plattform-Ökonomie at it's worst.

  4. Blupp sagt:

    Man könnte auch schreiben Microsoft schafft Leidensdruck und das konsequent.

    Bereits mit Windows 8 war hier der Umstieg auf Linux beschlossen, das System war schon da keine unbekannte Größe und Probleme mussten und konnten gelöst werden.
    Das die Entscheidung richtig war sehe ich Tag für Tag und das nicht nur in diesem Blog bzw. auf diversen Webseiten.
    Es geht doch längst nicht mehr um dubiose Angebote wie Candy Crush & Co. Kürzlich hatte ich einen Laptop zur Reparatur auf dem Tisch, so ein Discounter-Ding bei dem im Startmenü doch tatsächlich Werbung für eine Drogeriekette lief. Also wirklich, ekelhafter geht es nicht mehr, Das ist kein Betriebssystem. Aber laut Microsoft gibts ja garkeine Werbung in Windows 10 (war mal hier im Blog zu lesen) – hey die werden nichtmal rot beim Lügen. Und denen soll man Vertrauen!?

    Weil es bei Microsoft wie immer weitergeht und man nicht lernfähig ist, wird es auch bei Windows 11 so sein, dass wieder Anwender zu anderen Systemen wechseln. Dieses mal ist es so, dass durch 11 viele garnicht so alte Rechner die das sicher noch locker schaffen würden auf dem Schrott landen weil MS die Voraussetzungen hoch schraubt (TPM 2). Das schafft dann noch mehr Leidensdruck, die merken echt nichts mehr bei Microsoft und auch aus dieser Klatsche werden sie nicht lernen. Es ist also alles wie immer.

  5. nook sagt:

    GB: "Aber jeder Nutzer bekommt, was er verdient."

    Richtig, Debian Bullseye und lehne mich dabei entspannt beim Lesen Deiner Artikel zurück ;-)

  6. Paul sagt:

    Bill Gates soll einmal eine Umfrage gemacht haben, für was Kunden denn lieber Geld ausgeben würden. Heraus kam: Die Kunden würden für neue Features zahlen, aber nicht für Fehlerbehebung. Völlig unerwartet…
    Gates hat das aber dann erstaunlicherweise so interpretiert, das er in neuen Versionen neue Features einbauen soll, aber keine uralten Fehler korrigieren solle, weil die Fehler korrektur den Kunden nicht so wichtig sei, weil sie dafür nichts zahlen wollen…das ist eine so doofe Denke, das ich mir vorstellen könnte, das die Geschichte ausgedacht ist?

    • Steter Tropfen sagt:

      Vermutlich wirklich eine urbane Legende.
      Je älter ein Fehler, desto undurchschaubarer ist, was zwischenzeitlich alles dran hängt: Soundosviele neuere Funktionen haben womöglich Workarounds für den altbekannten Fehler eingebaut und bleiben stecken, wenn sie unerwartet mit bereinigtem Code umgehen sollen. Oder der vermeintliche Fehler war damals nur der bestmögliche Kompromiss, weil das scheinbar Richtige an anderer Stelle viel heftigere Probleme aufwarf.

      Es ist einfach leichter, irgendwas Neues in den Eintopf zu kippen, als aus der brodelnden Brühe die Möhren nochmal rauszufischen, die man nicht sauber genug geputzt hatte.

  7. Herr IngoW sagt:

    Die rausgekommenen Werte sind interessant aber leider nicht repräsentativ, es waren immerhin über 1000 Leute die was eingereicht haben (Laut dem Original-Artikel: https://www.computerworld.com/article/3634410/survey-says-what-my-informal-survey-shows-about-windows.html)
    Ähnliche Aussage bei bekannten Sendern/Zeitungen usw. haben 1000 Leute befragt.
    Bei der Menge an Usern, die WinXY nutzen müssten es schon wesentlich mehr Leute sein um seriös zu sein. (Aber OK, der Normaluser kümmert sich nicht um sowas, interessiert ihn einfach nicht.)
    Aber nichts desto trotz spiegelt die Umfrage einiges wichtige wieder.
    Die Qualität muss wesentlich besser werden und viele unsinnige Sachen dürfen einfach nicht mit installiert werden (Nachrichten, Tims, Office, MS-ToDo usw.), die kann man bei Bedarf nachinstallieren von Anbieter XY.
    Am wichtigsten wegzulassen wären wohl auch die ganzen Unsinnigen App's wie Netflix und Ko.
    Und noch wichtiger! Keine diversen vorinstallierten gesponsorten AV-Programme von vielen Herstellern die man sehr schwer wieder los wird.

    • 1ST1 sagt:

      Ich glaube du verwechselst das was Microsoft selbst bei einer Installation von einer Windows ISO/CD vorinstalliert, mit der ganzen Bloatware, die PC-Hersteller noch zusätzlich mit installieren. Denn MS wird z.B. mit Sicherheit keinen anderen AV mit installieren, als wie den Defender, der in Tests übrigens inzwischen bei Tests hervorragend abschneidet. Netflix finde ich z.B. auf meinen privaten Systemen nicht und ich weiß 100% dass ich es nicht extra runtergeschmissen habe.

      • Herr IngoW sagt:

        Naja sagen wir mal so, es installieren beide, also Hersteller des PC als auch MS so einiges was keiner wirklich braucht.

      • Zocker sagt:

        MS macht auch Werbung bzw. installiert Werbeverknüpfungen im Startmenü. Auch zu Dingen, die nicht von MS stammen. Das Zeug der OEMs kommt dann noch dazu. MS trägt also auch genug dazu bei.

        • Steter Tropfen sagt:

          Ich bilde mir ein, auch bei einem frisch installierten Ubuntu einige Werbelinks im Startmenü vorgefunden zu haben, die mich doch stark an der Unabhängigkeit dieser führenden Linux-Distribution zweifeln ließen. Ganz zu schweigen von den Standard-Startseiten vieler Browser, die von vornherein mit Kommerzverknüpfungen (sind das wirklich alles Sponsoren oder werden die nur für so wichtig gehalten?) zugemüllt sind.
          Scheinbar besteht da generell bei den „Machern" weniger Problembewusstsein als bei den Anwendern.

          • Zocker sagt:

            Ubuntus Weg wird seit Jahren kritisiert. Bei Mint konnte ich keine Werbung vorfinden.
            Für welche Browser hast du denn was bezahlt?

      • Markus M. sagt:

        Je nach Windows-Build und -Edition bekam oder bekommt man folgendes ins Startmenü geklatscht:
        Candy Crush, Bubble Witch, Minecraft etc.; Xing; Spotify; Netflix (kommt auch mit Surface); Facebook Messenger. Von Skype, OneDrive, MS365, MSN News … ganz zu schweigen.

        Da erscheinen einem die paar Ärgernisse, die man mit XP oder Win7 hatte, geradezu lachhaft: Windows Messenger. MSN. Eingabegebietsschemaleiste. Haha!

  8. 1ST1 sagt:

    An den Umfragergebnissen ist viel wahres dran, aber das Ergebnis ist nicht für die Masse der Anwender da draußen representativ, die Umfrage verstärkt quasi die Negativ-Aussagen von IT-Spezialisten. Es liest nicht jeder Windows-Nutzer Askwoody, im Gegenteil, die Seite dürfte gar noch viel weniger bekannt sein als dieser Blog hier. Norm albenutzer verirren sich dort wohl kaum hin und machen bei der Umfrage mit. Ja, manche Update-Probleme, z.B. plötzlich nicht mehr funktionierende Netzwerk-Drucker, das kommt auch mal beim Endbenutzer an, aber längts nicht bei jedem. Auch die Telemetrie wird "die da draußen" wenig jucken, wo sie doch die Android-/Apple-Wanze jederzeit in der Hosentasche haben. Und viel zu viele Leute werden auch die Win 11 Kröte mit den geänderten Hardwareanforderungen schlucken und einen neuen PC kaufen und die alte Kiste in die Tonne treten oder gnädigerweise für die Kinder in Afrika spenden. Will sagen, all die Kritik wird von MS abprallen wie von einer Teflonpfanne, MS jagt momentan von einem Umsatzrekort zum nächsten und kann sich – wie die Handyfraktion auch – mit neuen 3D-Emojis schmücken, Probleme stören da nur.

  9. Mario H. sagt:

    Ich versuche, auf Feature-Updates zu verzichten,
    – da diese viel Zeit verbrennen,
    – dabei immer wieder "tolle" Features kommen, die nur das MS-Marketing erfreuen können, aber die User nicht und
    – die immer wieder eigene Einstellungen zurücksetzen (nein, ich möchte keinen neuen Standardbrowser und auch keine andere Suchmaschine. Ach, personalisierte Anzeigen will ich auch nicht.).

  10. Matschmeer sagt:

    Meine Kunden betreiben überwiegend Fullscreen-Anwendungen. Die sehen Windows nur beim Hochfahren und Abschalten. Ob das nun Windows, Macos oder Linux wäre, ist denen völlig schnurz.
    Bei Leuten mit Office sieht es wieder anders aus.
    Ich verdiene mein Geld damit, diesen Kunden die PCs so sauber und rein wie möglich zu halten, sie mit Updates zu versorgen, Virenscanner und Firewalls zu betreiben.. Mit Macos oder Linux würde ich womöglich glatt verhungern ;-).

    Genau deshalb stehen bei mir Geräte mit Windows, Mac und Linux herum und bei Eintritt in die Rente sehr wahrscheinlich nur noch Linux.
    Das was mit der Umfrage kritisiert wurde, sehe ich genauso. Windows xx Pro dass ich nicht lache. Allerdings läuft Windows seit vielen Jahren recht stabil. Mit meinem Mac habe ich eher häufiger Abstürze (nach Aufspielen jungfräulicher neuer Betriebssystemvarianten).
    Noch schlimmer sehe ich aber den überbordenden Zwang zur Wolke.

  11. Christian59 sagt:

    Also mal ehrlich – interessiert das den Konzern und obersten Schaukelstuhlbesitzer, wie sie jetzt da in irgend einer (für sie sicher unbedeutenden) Umfrage abschneiden?

    Wohl nicht im geringsten. Und sollte wirklich einer, nur einer bei MS mal die
    Prozente der Windows-Zufriedenheit anschauen, dann rechnet er wie folgt:
    21.82% sehr zufrieden,
    41.56% teilweise zufrieden,
    14.71% neutral, gehören also auch zu den Zufriedenen, denn sie meckern ja nicht, macht total 78.09%!!! Was für ein super Ergebnis!!! Was stören da noch die 22%, welche unzufrieden, oops, nicht ganz so zufrieden sind? Ist also alles bestens!
    Somit weitermachen wie bisher!

    Gruss, Christian

  12. Renate sagt:

    Das ist doch längst alles bekannt.

    Microsoft wird seine Taktik erst dann überdenken, wenn massiv Marktanteile wegbrechen und damit Umsätze einbrechen, weil Kunden endlich ihre Komfortzone verlassen und zu Mitbewerbern wechseln.
    Da können "IT-Profis" noch so viel rumquaken, letztendlich entscheiden deren Kunden/Auftraggeber/Arbeitgeber/….

  13. penyarmon blien sagt:

    Eben. Es gibt da eindeutige Abhängigkeitsverhältnisse. Und solange die in der momentanen Form existieren, ist auch dieses Blog-articulum ein erneut weitgehend hilfloser Versuch, MS "was" entgegenzusetzen. Es erreicht + interessiert in Redmond? Gradmal niemanden!

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