Edge: Hat Microsoft den Kompass verloren?

Edge[English]Interessante Fragestellung, die mir gerade über den Weg gelaufen ist. Es dreht sich darum, ob Microsoft bei der Entwicklung des Chromium-Edge-Browsers den Kompass verloren hat und eine neue Bloatware heranzüchtet. Zumindest geht einem diese Frage durch den Kopf, wenn man sieht, was die Entwickler aus dem Edge machen.


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Vorab möchte ich vorausschicken, dass ich persönlich den Edge inzwischen meide, wo es nur geht. Ganz zu Anfang habe ich mir den Browser in Windows 10 angesehen und als der Chromium-basierende Edge herauskam sogar eine Testinstallation auf meiner Windows 7-Maschine. Aber der Browser ist schnell heruntergeflogen, weil er einfach zu zäh lief und mir zu viele Einstellungen anpassen wollte. Unter Windows 10 habe ich standardmäßig einen Ungoogled-Browser (Chromium Clone) installiert, um mit vernünftiger Geschwindigkeit arbeiten zu können.

Fehlt Redmond der Kompass?

Ich gestehe, im Grund hätte ich das Thema nicht angefasst – denn dabei kann ich mir nur die Finger verbrennen. Sobald ich hier im Blog mal etwas kritischer über den Edge berichte, gehen die Emotionen bei der Leserschaft – und speziell, wenn ich auf Facebook auf die Artikel verlinke, im wahrsten Sinne des Wortes hoch. Der Vorwurf: Da wird nur gestänkert. Gut, kratzt mich nicht sonderlich, wer den Edge mag, soll ihn verwenden. Der Rest greift zu einem alternativen Browser, gibt ja genug.

Aber dann ich ich bei Dr. Windows auf den Beitrag Kommentar: Microsoft Edge und der kaputte Kompass gestoßen. Der Beitrag ist zwar nicht von Martin Geuß, sondern von Kevin Kozuszek. Die Botschaft (die auch von mir hätte sein können) lautete:

  • Der Chromium Edge sei am Anfang leichtgewichtiger und performanter als Google Chrome daher gekommen (habe ich persönlich nichts von gemerkt).
  • Vor allem habe der Browser, im Gegensatz zum alten Legacy Edge eine sehr gute Webkompatibilität mitgebracht.
  • Zudem bietet der Edge die Integration des IE-Modus unter Windows, so dass man auf den Internet Explorer 11 verzichten kann.
  • Zu Beginn bekam der Edge-Browser, als Microsoft seine Eigenentwicklung beerdigte und auf den Chromium von Google setzte, noch eine Menge Vorschuss-Lorbeeren.

Aber nun scheinen sich auch die härtesten Fans langsam von Microsoft und seinem Edge-Browser abzuwenden. Das von mir im Blog-Beitrag Updates blocken Standard-Edge-Browser-Protokolle in Windows 10/11 gegen Änderungen ist wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. So führt Kozuszek sowohl Paul Thurrott als auch Mary Jo Foley als US-Journalisten an, die zunehmend den kaputten Edge ansprechen würden. Ad hoc fallen mir eine Reihe nervender Punkte ein.

  • Das fängt bei den nervenden Aufforderungen an den Benutzer, den Edge in seinen Standardeinstellungen in Windows zu belassen, an.
  • Und es hört bei der Integration von allerlei Bloatware in den Chromium Edge auf.

Genannt werden auf Dr. Windows ein neues Games Panel, aber mir fällt auch die Buy Now, Pay Later-Funktion für US-Nutzer ein, die ich im Beitrag Ärger um Edge und das Buy Now, Pay Later-Bloatware-Feature angesprochen hatte. In den US schlug das Ganze ziemliche Wellen.

Beim Edge-Marketing scheinen die Nerven zunehmend blank zu liegen. Anders sind die verzweifelten Versuche, den Benutzer auf den Edge zu zwingen, nicht zu interpretieren. Wenn man nun noch überlegt, dass der Edge als Standardbrowser der Betriebssysteme Windows 10 und Windows 11 mit ausgeliefert wird, bleibt schon die Frage, was die Entwickler reitet.

Kozuszek führt auch Microsoft Teams als Negativbeispiel an, weil dieses auf dem O-Ton des Artikels, auf dem unsäglichen Electron-Client basiert und nun Unternehmen und Bildungseinrichtungen beglücken soll. Im Artikel findet man die Aussage:

Unterm Strich festigt sich so zunehmend ein Eindruck, dass bei Microsoft einiges aus dem Ruder läuft und die Redmonder sich nicht mehr im Stande sehen, mit echter Qualität gegenüber Konkurrenten wie Google zu bestehen. Dort gibt es zwar teilweise ähnliche Aktionen, aber nicht in dem Ausmaß, wie es Microsoft aktuell auf seine Nutzerbasis loslässt.

Wäre das von mir so geschrieben worden, hätte es einen Sturm im Wasserglas gegeben. Aber wenn ich so etwas auf einer Seite wie Dr. Windows lese, muss es schon sehr schlimm um de neuen Edge-Browser bestellt sein. Obwohl: Etwas anderes fällt mir, offen gesagt, auch nicht zu Windows 11 (das ist für mich eine Lachnummer) und teilweise auch zu Windows 10 ein. Für meinen Geschmack hat Microsoft in großen Teilen seines Produktportfolios die Bodenhaftung und den Kompass in der Entwicklung verloren. Oder wie seht ihr das?


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60 Antworten zu Edge: Hat Microsoft den Kompass verloren?

  1. Zocker sagt:

    Ich frage mich eher, hatte MS jemals einen Kompass? Ja, schlank sollte er damals sein, aber damit auch nahezu funktionslos. Für mehr als simples surfen war das doch nichts. Der Edge war doch zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise empfehlenswert.

    "Obwohl: Etwas anderes fällt mir, offen gesagt, auch nicht zu Windows 11 (das ist für mich eine Lachnummer) und teilweise auch zu Windows 10 ein."

    Win10 ist die weitaus größere Lachnummer. 6 Jahre lang dran rumgefrickelt, immer noch nicht fertig und wird es auch nie werden. Ein komplett kaputtes OS. Win11 hat seine Macken, die meisten kann man aber umgehen. Dafür bietet es auch Vorteile. An die Prä-Win10-Zeit wird eh kein OS mehr ansatzweise rankommen.
    Ein Konzept war bei Win10 nie vorhanden. Vielleicht mal angedacht, aber nie (langfristig) umgesetzt.

  2. Andreas sagt:

    In unserer Firma (im Krankenhaus) muss ich hin und wieder was googeln. Wenn ich den Browser aufmache habe ich als Startseite die interne Konzernseite mit Neuigkeiten im Konzern und z.B. Angeboten für Mitarbeiter. Öffne ich einen neuen Tab im Edge bekomme ich sofort Augenkrebs, denn dann kommt eine "Newsseite" von MSN mit Themen aus Politik, Wirtschaft, Lifestyle, Sport, etc. , mit Links auf Bunte, Express, Bild, etc. . Das Ding kann man meines Wissens nicht komplett wegkonfigurieren, und wenn wenn man Sachen ändert, bekommt man anderen "Bullshit". Zu Hause habe ich Firefox und kann das bei den Einstellungen unter "gesponserte Verknüpfungen" den Haken abwählen und gut ist.

    • Microsoft Edge ist ein Unfall. sagt:

      Das sollte man aber wegkonfigurieren können. In den Einstellungen muss es sowas geben, wie "Was ist anzuzeigen beim Öffnen eines neuen Tabs".

      • Microsoft Edge ist ein Unfall. sagt:

        Dass der neue Tab leer kommt, geht nicht. Den Rest kannst du mit dem Zahnrad oben rechts wegkonfigurieren.

        • Alex sagt:

          Über die Einstellungsdialoge bekommst Du das leider nicht in den Griff , jedoch über entsprechend gesetzte GPOs unter

          Microsoft Edge/Start, Startseite und neue Tabseite

  3. Andreas sagt:

    Übrigens: Wenn man sich bei Lenovo z.B. das ThinkPad E15 Gen 3 bestellen möchte kann man das Betriebssystem abwählen (Windows 11 Home (64 Bit)) und 60 Euro sparen. Möchte man Windows 10 Pro (64 Bit) oder Windows 11 Pro (64 Bit) muß man noch 70 € drauflegen.
    Das o.g. Lenovo soll unter Debian 11 gut laufen …

    Finde ich wirklich gut, daß man mittlerweile das OS abwählen kann.

    • Bolko sagt:

      Von Debian gibt es auch die non-free ISOs, da sind die unfreien Treiber bereits integriert und laufen dann auch auf exotischer Hardware.

      Von Lenovo würde ich aber Abstand nehmen, denn da gibt es öfter mal Hardwareausfälle kurz nach Ablauf der Garantiezeit (1 Jahr).

      • Lukas sagt:

        Kann ich so absolut nicht bestätigen. Hatte in den Letzen Jahren mit hunderten Lenovo Geräten nur einen Hardware defekt so weit ich mich erinnern kann. Und das war ein neues Gerät innerhalb der Garantie. Wurde dann auch anstandslos repariert.

  4. janil sagt:

    Der Sturm im Wasserglas wird kommen und neuerdings werden doch die Boten auch wieder "gehenkt". Allerdings stimme ich Dir zu. Hab den Edge zu Anfang gerne benutzt aber mit zunehmendem Ballast und undurchsichtigen Einstellungen dann komplett wieder entfernt, gibt ja glücklicherweise Anleitungen dafür.
    Zu dem Rest um den anderen Kram, siehe dreifach faltbares Smartphone etc., schweige ich lieber… und Bodenhaftung? Es gibt Alternativen, die man nutzen kann, nur das die, die es wirklich interessiert, immer weniger werden.
    Schon mal allen hier einen guten Rutsch, verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr.

  5. Herr IngoW sagt:

    Diesen News-Unsinn kann man so weit abstellen, das leider noch die Suche übrig bleibt.
    Ganz abzustellen geht das leider nicht. (Die Suchleiste ist ja noch nicht davon betroffen.)
    Ich habe so weit wie möglich alles was geht ausgestellt, dazu einen Werbeblocker für die meisten Seiten, außer diverser interessanter Block's und Seiten wie dieser. (mache ich bei alternativen Browsern genau so, außer Google, der kommt gar nicht in frage, ein Chrome-Basierter reicht dann ja auch)
    Datenschutz ist auf Streng.
    Ansonsten ist der Browser für meine Zwecke völlig ausreichend.

  6. Luzifer sagt:

    naja sind wir mal ehrlich: wann hat Microsoft je wert auf seine Kunden gelegt? Nen Kompass gibt es da nicht.
    Bloatware ist seit mindestens 8er teilweise auch schon 7er schon das OS! beim Browser nicht anders.
    Mitschuld haben aber auch die User den die wollen das doch so. Als der Edge rauskam war er ne schnelle schlanke Alternative (klar tief verwurzelt im System M$ eben). Was wurde da gestänkert wegen dem Store und den wenigen Erweiterungen.

    Nen Browser der nicht drölfmillionen Erweiterungen bietet wird nun mal nicht genutzt, auch wenn von den dröflmillionen das meiste 1000fach dabei ist.
    Bloatware ist in … ohne schafft es kein Programm mehr in die Gunst der Massen, schlecht für uns Nerds.
    Der Mob möchte einfach ein "Kann alles, will nicht nachdenken (weil können sie eh nicht mehr) System. System verstehen und selbst wählen / anpassen ist out. Wer kann wandert zu Linux, nur bietet das halt auch nicht immer was es verspricht.

    Microsoft hört da tatsächlich mal auf die User, leider eben auf die Falschen.

    • Knusper sagt:

      "wann hat Microsoft je wert auf seine Kunden gelegt?"

      ???

      • Hans Thölen sagt:

        Der Herr Nadella hat schon vor Jahren laut und deutlich
        gesagt : Windows spielt bei Microsoft keine Rolle mehr.
        Das kann man auch jeden Tag an dem Müll sehen, den uns
        Microsoft zumutet. Der Internet Explorer 11 ist und bleibt
        mein Standard Browser. Der IE 11 tut das was ich will. Der
        Edge Chromium tut was Microsoft will. Jetzt kann ein
        gewisser Blogteilnehmer wieder seinen unqualifizierten
        Müll von sich geben.

    • Zocker sagt:

      Wenn ein Browser mehr als minimalste Funktionen bietet, sondern auch ein paar Komfortfunktionen, die das Arbeiten mit ihm einfacher und angenehmer machen, dann ist er gleich Bloatware? Seltsame Einstellung…
      Nutzt du eigentlich noch DOS als Haupt OS? Weil GUI ist ja überbewertet und Bloatware. CMD ftw!

      • Donner sagt:

        Es gehen halt die Meinungen bzw die Anforderungen auseinander.
        Ein Gamepanel ; Buy now, pay Later, Ein Seitenlayout Informativ
        das mir irgendwelche nicht von mir festgelegte News anzeigt.
        Eine Suchleiste mit einer nicht von mir festgelegten Suchmaschine
        macht das arbeiten nicht angenehmer. Das mag bzw. ist meine
        persönliche Einstellungen sein. Meine Start Seite bei einem Browser ist
        about:blank. Alles weitere bitte als Plugin, Addon oder wie man auch das immer nennen möchte. Wer gerne auf den ersten Blick sehen möchte ob Stars und Sternchen
        den Sonntag verbracht haben kann das gerne tun. Ich will es nicht.
        Ich weiß nicht warum alle immer um mein Erlebnis zu verbessern
        ihre Programme aufblähen.

        • Zocker sagt:

          Bei den genannten Dingen bin ich voll und ganz bei dir, inkl. der Startseite. Man muss sich mal anschauen, wie Edge gestartet ist, nämlich so minimalistisch und wenig anpassbar, dass man mit dem Teil nicht sinnvoll arbeiten konnte. Es darf aber nicht sein, dass man jegliche nützliche Funktion erst per Plugin nachrüsten muss. Wenn ich mir Vivaldi oder den alten Opera anschaue, dann sehe ich da sehr viele nützliche Funktionen, die niemand nutzen muss, wo man bei der Konkurrenz wiederum ein Addon braucht, welches wieder Nachteile mit sich zieht. Sind diese beiden Browser deshalb lahm oder voller Bloatware? Ich finde nicht. Beim Edge kann man inzwischen sicher davon sprechen. Nur war Edge nie gut. Es hat immer was gefehlt oder war zu viel. Zu viel jedoch ohne gewisse andere sinnvolle Dinge zu bieten.

    • Steter Tropfen sagt:

      „Microsoft hört da tatsächlich mal auf die User, leider eben auf die Falschen."

      Das ist der Teufelsfuß der Telemetrie: Viele der fortgeschrittenen Anwender haben die so weit wie möglich deaktiviert. Ganz zu schweigen von denen, die sich von den neueren Windosen gleich ganz abgewandt haben.
      In dem, was bei MS als Feedback reinkommt, sind also die DAUs, die alles in der Standard-Einstellung schlucken, massiv überrepräsentiert. Und geben so den Ton an. Das sieht man dann eben an der zunehmenden Verblödung der MS-Betriebssysteme.

      • Zocker sagt:

        Weil die Telemetrie mehr als nur Telemetrie ist, sondern reinste Spionage, bei dem, was da alles standardmäßig übertragen wird.
        Die Sache ist doch die, fast niemand will andauernd am OS rumgepfuscht haben, MS macht es aber trotzdem. Und was man so vom Insiderprogramm hört, ist, dass auch auf diese Gruppe so gut wie nicht gehört wird. Wundert mich aber auch nicht, wenn man hunderte Baustellen gleichzeitig hat und ganz nebenbei noch andere Spinnereien im Kopf, die wiederum eine höhere Priorität haben.

        Die fortgeschrittenen Anwender sind eh eine krasse Minderheit. MS kann wohl die eigene Telemetrie selbst nicht richtig deuten.
        Im Grunde genommen müsste man alles was Win Home betrifft ignorieren, weil da die "Noob" Quote am höchsten ist. Aber gerade da wird am meisten geschnüffelt. Man kann sich die Statistik auch so hinbiegen, dass sie einem (M$) in den Kram passt und die eigene Philosophie bestätigt…

  7. Singlethreaded sagt:

    Microsofts Marketing hat es schwer mit mir als Nutzer des Betriebssystems Windows. Bestimmte Arbeitsweisen haben sich über Jahre entwickelt und auch bewährt. Dabei kommen zu 99% im Prinzip Mittel und Wege zum Einsatz welche auch schon mit Windows 2000, XP oder 7 möglich waren und ich bin zufrieden damit.

    Das Marketing möchte gerne was "Neues" machen und ich als Nutzer soll mich dann bitte umstellen. Würde ich auch, wenn es mir einen Mehrwert bieten würde. Das Ganze muss natürlich revolutionär sein, damit es sich für die Werbung eignet.

    Nur kommt dieser Mehrwert bei mir einfach nicht an. Ich schreibe lieber weiter eine Mail als MS-Teams zu verwenden. Man hat jetzt schon viele Kanäle, welche man auf eingehende Aktivitäten überwachen muss. Ich mag es nicht, wenn die Kommunikation immer weiter zerfasert wird. Das senkt die Produktivität.

    Beim Browser habe ich zum Start gerne eine weiße, leere Seite und oben meine Bookmarks. Diese ganzen News-Funktionen in Edge lenken nur vom Wesentlichen ab. Wenn ich News will, dann kann ich diese selbstbestimmt ansurfen.

    Das ist auch der Punkt der am meisten meinen Ärger erregt. Das subjektive Gefühl der Bevormundung. In der Kombination Neuerungen mit Druck zu verankern und einen Wechsel z.B. weg vom Edge zu erschweren oder Teams in Windows 11 zum Bestandteil des Betriebssystem zu machen.

    Mir wäre es lieber Microsoft würde erstmal den Funktionsumfang beibehalten und sich auf Fehlerbehebung, Stabilität und Sicherheit konzentrieren. Vielleicht klappt es dann auch wieder mit den Druckern. :-) Bis auf die Unterstützung von WPA3 in Windows 10 per Upgrade fällt mir kein Feature ein, welches mir wirklich einen Mehrwert bereitet hat.

    Gruß Singlethreaded

    • Max sagt:

      Man kann effektiv, aber eben auch effizient arbeiten. Im Idealfall passiert beides. Im Kontext dieses Artikels ist unser individueller Workflow eher ein schwierg zu erfassendes Thema.

      Klar ist aber, dass Windows 11 gegenüber Windows 10 aus dem Hause Microsoft ein Rückschritt ist, was den Workflow betrifft.

      Microsoft darf einen Spagat zwischen Privat- und Geschäftskunden wagen. Erstere haben einen starken Hang zu Bloatware, letztere in einigen Fällen eher nicht. Am Ende verdient aber auch Microsoft mit vorinstallierter Bloatware à la Xing, Candy Crush und Co. einfach nur Geld.

      • Microsoft Edge ist ein Unfall. sagt:

        Mein erstes Windows 10 hatte ich glaube ich 2018. Nachdem ich den Candy Crush und andere Spiele deinstalliert hatte (evt. mit Ccleaner?), haben sich diese immer wieder selbst installiert.
        Da hat tatsächlich jemand damit verdient, aber nicht Microsoft, sondern der Spiele-Hersteller. These: Und der hatte irgendjemanden bei Microsoft sitzen, der dafür gesorgt, hat, dass der Müll immer wieder installiert wird.
        Vom Edge schreibt Microsoft, dass man ihn nicht deinstallieren soll => Bloatware?

  8. Microsoft Edge ist ein Unfall. sagt:

    Als der Browser rausgekommen ist, habe ich gedacht, ich probieren ihn aus. Das Erste was ich gemacht habe, war zu schauen, ob man ihn deinstallieren kann.
    Nachdem ich festgestellt hatte, dass man ihn nicht deinstallieren kann, und auch nicht sollte, habe ich das Zeug nicht mehr angefasst.

  9. Bolko sagt:

    Wozu braucht man den "IE-Modus"?
    Meiner Meinung nach gar nicht.

    Das Abgreifen der Browser-History empfinde ich als Spionage und den Versuch ein Psychogramm zu erstellen.

    Nach der Installation von Edge hatte ich unerwünschte Zusatzeigenschaften im System, etwa "Microsoft Streaming Service" und die Fehlerberichterstattung war wieder aktiviert.
    *WerKernelReporting
    MSPCLOCK
    MSPQM
    MSKSSRV
    MSTEE.CxTransform
    MSTEE.Splitter
    WDM_DRMKAUD

    Das erschien dann im Registry-Pfad:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
    Allerdings eben nicht nur "Once", sondern immer, auch nach Löschversuchen war es immer wieder da.

    Ich benutze den ungoogled Chromium von Marmaduke (Archiv-Version)
    chromium[.]woolyss[.]com
    oder den TOR Browser (Firefox-Derivat).
    Die sind so sauber und spionagefrei wie nur möglich.

    Microsoft hat nicht nur bei Edge den Kompass verloren, sondern auch bei Windows.
    Selbst das Drucken hat Microsoft verlernt.

    Vertrauen und Kontrolle durch den Benutzer (nicht des Benutzers) sind wichtig und da hat Microsoft viel verloren.

    Windows und Edge sind weniger ein Betriebssystem als vielmehr ein Spionagesystem, um Daten der Benutzer abzugreifen.
    Die Konzerne haben über die Benutzer dann umfassende "Stasi-Akten", die man irgendwann auch gegen die Benutzer einsetzen kann.
    "Wer hat sich was angeschaut oder aktiv gesucht" ist dann eine Rasterebene, die die Polizei bereits jetzt einsetzt und vom google-Konzern ist bekannt, dass er da auch behilflich ist und diese Daten an den Staat kopiert.
    Microsoft hat den Edge im Grunde doch nur deswegen gebaut, damit die Daten, die sonst bei google landen würden, bei Microsoft landen. Deswegen setzt Edge auf die bing-Suchmaschine und schickt die Browser-History an MS statt an google.

    Daher ist Datenvermeidung wichtig, also muss man Browser einsetzen, die keine unnötigen Daten sammeln oder gar zu einem Konzern kopieren.
    Daher sollte man auch facebook vermeiden, denn da wird auch alles protokolliert, was man sich anschaut. Aktives Klicken auf "Like" ist gar nicht notwendig. Anschauen alleine reicht bereits aus.
    Es gibt auch nette "Stalking"-Tools, wo man sich dann anschauen kann, wofür sich eine beliebige andere Person interessiert.
    Eine politisch aktive Person kann dadurch durchaus Probleme bekommen.

    Linux hat enorme Fortschritte gemacht, denn jetzt sind 75 Prozent aller Windows-Spiele in Linux lauffähig, sogar Direct3D v12 funktioniert.
    openSUSE kann sich sogar in ActiveDirectory eingliedern.

    Microsoft muss echt aufpassen, denn sonst wird Windows überflüssig und kann durch das schlanke schnelle freie kostenlose Linux ersetzt werden.
    Es gibt nur noch wenige Fälle, wo man Windows statt Linux wirklich braucht:
    Photoshop, SolidEdge CAD, ein paar Spiele, Hardware für die es keine Linux-Treiber gibt.

    Wenn man den Computer aber hauptsächlich für Internet benutzt, dann ist Linux besser.
    Q4OS zum Beispiel ist ein abgespecktes stabiles Debian.
    Da kann man auch einen ungoogled Chromium installieren und hat eine schlanke sichere Surfstation ohne Bloatware und man kriegt es praktisch nicht kaputt.

    • 1ST1 sagt:

      Paranoid bist du aber kein bischen, oder?

      • Steter Tropfen sagt:

        Der eine findet das paranoid. Andere hingegen ausgesprochen intelligent.
        Freilich, wenn man sich mal klar macht, in welch aberwitzigem Ausmaß Nutzerverhalten protokolliert und gesammelt wird, ist es eigentlich vorbei mit der schlafwandlerischen Unbedarftheit. Dann hat man die Wahl: entweder man zieht Konsequenzen (ein immer wieder steiniger Weg), oder man verdrängt's, lässt sich im Strom der Masse mittreiben – und „bezahlt" irgendwann später.

    • Zocker sagt:

      "Linux hat enorme Fortschritte gemacht, denn jetzt sind 75 Prozent aller Windows-Spiele in Linux lauffähig, sogar Direct3D v12 funktioniert."

      Bezweifle ich stark. Gibt es dazu eine Quelle?

      "Wozu braucht man den "IE-Modus"?
      Meiner Meinung nach gar nicht."

      Sagt dir der Begriff "Kompatibilität" etwas? Es gibt halt Szenarien, wo man den IE benötigt. Im Privaten Bereich dürfte das nicht der Fall sein und zum Browsen ist der auch gar nicht gedacht. Der IE ist in der Hinsicht eh seit min. 5 Jahren unbrauchbar.

      Ansonsten stimme ich dir aber weitestgehend zu. Eine kleine Ergänzung: ein vernünftiger Werbeblocker ist unerlässlich, ab Besten noch zusätzlich auf hosts Ebene. Damit kann man viele unerwünschte Dinge verhindern.

      • Bolko sagt:

        Valve wirbt mit diesen 75 Prozent:

        "More than 75 per cent of the top 1000 games run on Linux now, and the figure is even higher, at 80%, for the top 100 games."
        www[.]madshrimps.be/news/item/210913

        "Linux can play 75 percent of the top games"
        www[.]fudzilla[.]com/news/54085-linux-can-play-75-per-cent-of-the-top-games

        "75% of Steam's Top 1000 games work on Linux now"
        www[.]ghacks[.]net/2021/12/21/75-of-steams-top-1000-games-work-on-linux-now/

        Die am besten für Spiele ausgerüstete Linux-Distriution ist "Garuda KDE Dragonized Gaming", weil bereits alles vorinstalliert ist.
        Steam + Proton + Lutris + Wine staging + neueste MESA + DXVK + vkd3d

        • Bolko sagt:

          In der ProtonDB gibt es 21.465 Spielebewertungen,
          davon sind 17.868 unter Linux lauffähig, also 83 Prozent.

          Unter den Top 1000 gibt es 21 Prozent mit Platin-Status, haben also gar keine Einschränkungen gegenüber Windows 10, laufen teilweise sogar besser als unter Windows.
          Gold-Status haben 56 Prozent, sind also sehr gut spielbar.
          Macht zusammen 73 Prozent.
          66 Prozent der Spiele haben Silber-Status, sind also startbar und spielbar, aber irgendwo hakt es noch etwas.

          www[.]protondb[.]com

        • Zocker sagt:

          Diese 75% beziehen sich aber nur auf die Top 1000. Es gibt mehrere 10000 Spiele und zwar nicht nur auf Steam. Ich bezweifle, dass da 75% reibungslos auf Linux laufen.
          Und von den Top 10 sind 60% "kaputt".

          Proton ist wiederum an Steam gekoppelt, was wiederum nicht so recht zu Linux passt. So toll es auch ist, von einem Ersatz ist es leider weit entfernt. Insbesondere dann, wenn das Lieblingsspiel nicht dabei ist.
          Das kann erst dann der Fall sein, wenn MS die Kompatibilität bricht.

      • Blupp sagt:

        Linux hat wirlich enorme Fortschritte gemacht, aber man sollte auf dem Teppich bleiben und das ganze nüchtern betrachten. In mancher Hinsicht ist Linux an Windows verbeigezogen (ist aber nur meine subjektive Meinung, andere haben andere Meinungen und das ist auch gut so), jedoch ist es eine Abwägungssache ob man es nutzen will und kann.

        Es laufen wirklich einige Games problemlos, Wine & co wurden schon genannt. Es läuft jedoch nicht alles oder erfordert zum Teil Aufwand den der Normalnutzer kaum schaffen wird. Wer gern die neuesten Games zocken will, dem würde ich deshalb eher nicht zu Linux raten.

        Ist man beim Gaming nicht so festgelegt, dann bietet Linux viel und ein Versuch lohnt sich. In den Bereichen Internet und Office ist alles da was ein Normalnutzer braucht. Selbst im Geschäftsleben ist es gut allein einsetzbar, zumindest dann wenn keine speziellen Anforderungen bestehen.

  10. Andi sagt:

    Nicht umsonst heißt das Ding bei uns "Ekel-Edge".
    Microsoft verdient momentan am meisten Geld mit Cloud "Produkten", deshalb werden alle verfügbaren Ressourcen da rein gepumpt.
    Meiner Meinung nach wird das Betriebssystem immer unwichtiger für Microsoft.
    Man bedient sich einfach bei der Open Source "Konkurrenz" und will eine Art ChromeOS verbreiten, das mit viel Zwang und Gängelung in die M$ Cloud-Welt treiben soll.

    • Max sagt:

      Das Ding heißt "Ätsch" ;)

      Als ChromeOS-Pendant war ja "Windows X" geplant, aber daraus wurde ja nichts. Windows Phone hat man an die Wand gefahren, weil auch hier Fehler gemacht wurden. Insofern ist Microsoft kannst Silicon-konform, wenn es darum geht an gewissen Stellen den Faden zu verlieren.

  11. 1ST1 sagt:

    Ja, Chromium-Edge ist in der Tat etwas träger geworden, als zu Anfang. Mag daran liegen, dass er in der Tat etwas fetter geworden ist, aber ich bemerke weder das eine, noch das andere, weil ich Edge tatsächlich fast nie benutze, außer mal um mich in meinem Microsoft-Account umzusehen und da was einzustellen, Kinderaccount-Verwaltung ist da das wichtige Stichwort. Denn sowas hat Linux nicht zu bieten, da müsste ich ständig neben den Kids sitzen und schauen, was sie im Internet gerade machen, auch auf dem Smartphone (Android-Smartphones lassen sich dank dem Launcher und der Smartphone-Begleiter-App ziemlich wunderbar in dieses Sicherheitskonzept für Kinder integrieren!). So kann ich mich aber relativ sorglos zurücklehnen und sie machen lassen – oder aus der Ferne durch die Cloud sperren. Der Firefox wurde mir von Windows auch noch nicht weggenommen (der unterstützt übrigens keine Kinderschutzfunktionen, deswegen dürfen den meine Kids leider nicht benutzen!), der läuft weiterhin und ist auch Standardbrowser, wie eh und je. Dass statt dessen Edge aufgeht, wenn man aus dieser Wetter-Klappleiste einen Nachrichtenlink aufgeht, was juckt mich das, das Ding ist abgeschaltet?! Dass im Egde jetzt Spiele integriert werden, man kann das so oder so sehen, sicher will MS damit diesem Opera-GX etwas das Wasser abgraben, ob das jetzt schlecht oder gut ist, ist mir egal, solange Firefox funktioniert. Teams ist ein geniales Toool, imho hat Microsoft damit die Teamarbeit, die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten, aber auch die private Kommunikation – gerade auch in der Pandemie – revolutioniert, die Funktionalität ist einfach genial, und demnächst wird hoffentlich noch die gerade frisch in Skype integrierte Bildlupe eingebaut, womit man auf geteilten Ansichten anderer Benutzer ins Bild reinzoomen kann. Ob Teams jetzt auf Elektron oder sonstwas basiert, ist eigentlich egal, nur Mist ist halt, dass das Ding im Benutzerprofil liegt und somit spezielle Applocker-Regeln gebaut werden müssen, damit das Ding auf dem abgesicherten Unternehmens-Desktop funktioniert, und dass es – auch deswegen – auf Terminalservern so viele Ressourcen braucht, manchmal sind unsere Terminalserver zu 60-70% mit teams.exe im Taskmanager ausgelastet.

    Windows 10 an sich… läuft (mit… Classic-Shell als Startmenü!). Das war schon seit der ersten Edition schon so, und es war von Anfang an besser als Windows 8.1 und noch besser als Windows 8 … und 7 … und vor allem Vista. Und selbst von Vista wollte ich nach SP1 nicht mehr zurück zu "Klickbunti" XP, das viele auf den 2000er Look zurück gestellt haben.

    Über Windows 11 traue ich mich kein abschließendes Urteil zu fällen, das steht ganz am Anfang seiner Karriere, solange ich aber meine Hardware nicht aus Altersgründen oder wegen Defekten wechseln musss, oder MS einsieht dass das mit dem TPM-Zwang und den komischen Mindestanforderungen an die CPU zumindestens im Privatumfeld Mist ist, hat es bei mir halt erstmal keine Chance – und das führt aber auch dazu, dass ich es auch in unserer Firma nicht so schnell anfassen werde, obwohl alle PCs davon unterstützt werden, das wiederum ist schlecht für MS. Bis es mal so weit ist, darf MS gerne noch daran herumdoktoren, juckt mich erstmal nicht, vielleicht wird es ja erst mit Windows 12 wieder was…

    • OwenBurnett sagt:

      Als ich ein kind war hat mir keine reingeredet in was ich was nasnchaue, hönchstens sich beschwert das das tell 12h/tag besetzt ist.

      Wen ich mal eigene Kinder habe halte ich es genau so.

      Zensur fängt im kinder zimmer an, daran sollte man menschen egal welchen alters nciht gewöhnen, weil dan akzeptieren sie es als erwachsenee nur um so leichter wens der staat macht.

      • 1ST1 sagt:

        Damals am Commodore 64 war es auch noch nicht so leicht, z.B. ab pornografisches Material oder an Terrorismusanleitungen zu kommen. Ja, es gab das, aber das sah zum einen nicht sonderlich echt aus, und zum anderen kam man da nur sehr selten in Berührung damit, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Portale wie youp*rn sind heute nur einen Mausklick auf "Ich bin 18 Jahre oder älter" entfernt, ein Tor-Browser oder Telegram ist ruckzuck installiert. Das sind heute ganz andere Dimensionen. Ohne Softwareunterstützung geht das heute nicht.

        • OwenBurnett sagt:

          Also dammals konnte man mit so einem 56k modem sich shcon viele höbsche bilder von menschlicmem parungs verhalten runter laaden, hat halt gedauert.
          Und als dann anno 2000 P2P filesharing aufkahm und DSL gabs das alles auch als video zu haben. Ganz ohne jedwelche alters verifikation.

          Terrorismusanleitungen, also in dem alter hätte ich wen dann selbst welche verfasst LOL.
          Aber mal ernsthaft was für Kinder haben sie das diese Terrorismusanleitungen in die tat unsätzen würden wollen?

          • 1ST1 sagt:

            Die letzte Frage verbitte ich mir. Trotzdem, es ist mit dem Internet leider viel leichter geworden, an so ein Zeugs heran zu kommen. Daher finde ich solche Kindersicherungen unverzichtbar. Das ist keine Zensur, sondern Schutz. Etwas, was verantwortungsvolle Eltern tun müssen, da solche Webseiten keinen ausreichenden Kinderschutz haben und dieser ohne die Anonyminität aufzuheben auch nicht umsetzbar ist.

          • Zocker sagt:

            Das ist sehr wohl Zensur, die nur dazu dient, das Versagen der Eltern und auch der Schule zu kaschieren. Bringen tut diese Zensur wenig bis nichts.
            Die großen Firmen reiben sich schon die Hände bei den Daten, die sie frei Haus bekommen. Die Kinder können einem nur noch leid tun. Wenn die groß sind, wissen die großen Konzerne bereits mehr über sie, als sie es selbst je werden.
            Man merkt, es geht von Generation von Generation bergab…

          • OwenBurnett sagt:

            Also wen du sagst deine Kinder würden e'h keine Terrorismusanleitungen befolgen, wieso dann diese vor ihnen geheim halten?
            Das ist doch eine berechtigte frage.
            Ich meine wen man genau weiß wie so Terror Anschläge ablaufen, ist man wenn man zufällig in einen als opfer geraten sollte ja doch um einiges besser vorbereitet um das zu überleben, als wen man dann erst mal planlos schreiend durch die Gegend rennt, oder?

            Und was hast du gegen pornos, hast du als bald deine Hormone losgelegt haben nicht auch sich erst mal ob der menschlichen Fortpflanzung mit möglichst viel Bild und Ton Material weiter gebildet?

            Ich mein es ist doch 10x besser Pornos zu schauen als erst mal alles selber ausprobieren zu müssen und dabei nicht zu wissen was man da eigentlich macht?

            One Porn per day keeps the risk of paying alimony away, LOL

            Ich wurde nach einem ganz einfachem Prinzip erzogen, mach was du willst, aber, bring dich nicht um oder uns (deine Ältern) in den Knast, jetzt bin ich angesehener Wissenschaftler an einer Uni, also doch recht guter Werdegang., und meine Experimente explodieren bei weitem nicht mehr so oft wie als ich 10 war LOL

  12. Al CiD sagt:

    Moin,

    bei mir kommt der Chromium-Edge nur für Arbeiten mit MS365 zum Einsatz… soll ja keiner bei MS sagen, dass die möglichen Fehler am falschen Browser liegen ;-).

    Aber, hier wird dieser EDGE nur als portable Version gestartet, reicht vollkommen und verpfuscht mir mein System nicht (weder unter Windows noch unter Linux).
    Siehe dazu: https://www.deskmodder.de/blog/?p=120343

    Frohes Neues Jahr
    .

  13. deo sagt:

    Im Edge habe ich als Startseite edge://settings/help (die das neuste Update lädt) und als neuen Tab leere Seite über die Erweiterung Clear New Tab. siehe https://www.deskmodder.de/blog/2019/12/29/new-tab-neuer-tab-im-microsoft-edge-leer-lassen-ohne-suche-und-logo/
    Mehr brauche ich nicht.

  14. Admon sagt:

    Ich persönlich muss sagen, dass ich eine Sache seit jeher nicht verstehe und für den größten Skandal überhaupt halte: Warum, zum Henker, öffnet der Browser (egal ob Edge oder IE) auf einem Serverbetriebssystem (!) zuerst MSN.

    Welcher Entwickler hat sich denn bitte schön gedacht, dass es doch voll praktisch wäre, wenn ein Server beim Öffnen des Browsers zuerst einmal eine Drittseite lädt?

  15. Andy sagt:

    Microsoft hat schon lange keinen Kompass mehr, der irgendwas mit den Kunden zu tun haben könnte.
    Recht deutlich wird das, wenn man sich anschaut, wie man mit *etwas neu machen* bei Windows umgehen muss.
    Neues System aufsetzen:
    (wie bei Android) immer genau die Einstellung wählen, die nicht voreingestellt ist.
    Neue Windows-10-Version ausrollen:
    Alle Neuerungen in den GPOs suchen und erstmal abschalten.
    Neue Edge-Version kommt:
    Alle Neuerungen in den GPOs suchen und erstmal abschalten.

    Beim Edge ist es dabei besonders schlimm. Funktionen kann man zwar abschalten, aber trotz korrekt gezogener GPO heißt das nicht, dass das abgeschaltet ist. Zum Beispiel werden Webseiten in Tabs schlafen gelegt, die explizit nicht schlafen sollen.
    Aber gut, Fehler passieren, auch wenn man die mal irgendwann beseitigen sollte.

    Richtig übel ist, wie viel Zeit wir damit verbringen müssen, die ganzen unerwünschten Änderungen ständig rauszukonfigurieren. GPOs anpassen und Updates überwachen war mal eine Nebenbeschäftigung von mir. Das ist jetzt seit etwa 2 Jahre zum Teil auf eine neue Stelle ausgegliedert
    Und vor einigen Wochen habe ich an die Leitung des Hauses melden müssen, dass wir nur für die Betreuung der (qualitativ zunehmend katastrophalen) Updates und der ständig nötigen GPO-Änderungen (u.a. für den Edge) eine komplette Stelle einrichten können/müssen.
    Teams konnte ich, u.a. wegen der Electron-Problematik, durch einen kleinen Aufstand verhindern. Bei dem sonst aufgelaufenen Hybrid-Szenario wäre, mit allem was da dran hängt, sonst die IT-Betreuung schlichtweg offline gegangen. Die sicherheitstechnisch katastrophale Basis von Teams hat dabei für einigen Wirbel gesorgt. Auch die Update-Katastrophen und monatelang offene Sicherheitslücken.
    Und selbst unser größter Microsoft-Fan, der Chef, wirkt jetzt massiv desillusioniert. Der wollte mal so viel wie möglich in die Cloud bei MS bringen. Und intern alles mit Office und MS-Workflow-Server neu aufsetzen lassen.
    Jetzt hat er bei einer Ausstattungsdiskussion für eine nachgelagerte Einheit mitgeteilt, dass die auch mit LibreOffice arbeiten können und eigentlich sonst nur einen Browser brauchen. Und ob da Windows überhaupt nötig sei. Sein Windows-Notebook würde ja bei jedem bereitstehenden Update total langsam und sowas könne man ja dort gar nicht brauchen.
    Da fiel uns in der IT mal kurz der Kiefer runter, bevor wir uns fassen und unseren fertigen Linux-Test-Client aus dem Schrank holen konnten.
    Wenn er früher ein Problem mit seinem Gerät hatte, hat er der IT immer durch die Blume mitgeteilt, dass diese wohl zu blöd ist. Jetzt sieht er die Schuld sofort bei MS und deren Produkten. Selbst das Thema Cloud ist gerade tot. Die allgemeine Schlampigkeit bei den Produkten, verbunden mit den ewig gärenden Sicherheitsproblemen treibt die Leute wohl doch nicht so zuverlässig da hin. Die stellen sich wohl eher vor, wie es wäre, wenn das derzeitige On-Premise-Geraffel 24 Stunden am Tag im Netz direkt angreifbar wäre und nicht sorgfältig in einem internen Netz "verborgen".

    Ich finde es jedenfalls erschreckend, in welcher Geschwindigkeit Microsoft gerade alle vor den Kopf stößt. Und wie schnell das Vertrauen bei den Kunden vernichtet wird.
    Und wenn man mal Kontakt mit einem MS-Vertreter hat, dann stellt man fest, dass man nicht dieselbe Sprache spricht und scheinbar nicht deren Zielgruppe ist.

    Und dann schaut man mal in einer ruhigen Minute auf den Hyper-V-Cluster und denkt sich: komisch, der ist auch von Microsoft und der zuckt nicht und muckt nicht und irgendwie hatten wir damit noch nie ernsthafte Probleme.
    Sie können es also, wollen nur nicht.

  16. MOM20xx sagt:

    Viele der Sachen von Edge gibt es doch eh nur auf Windows und dann auch nur wenn der Nutzer vielleicht sämtliche Telemetrie zulässt. Sind bspw. Optionale Diagnosedaten im Browser ausgeschalten gibt es das nette Shopping Add On mit Gutscheinen für Edge nicht mehr.

    und im prinzip kann man sich ja aussuchen ob man sich dem google oder dem microsoft universum ausliefern will, wenn man sync und so sachen haben will.

    firefox ist keine alternative.

    • Andy sagt:

      "und im prinzip kann man sich ja aussuchen ob man sich dem google oder dem microsoft universum ausliefern will, wenn man sync und so sachen haben will.

      firefox ist keine alternative."

      Was Firefox angeht, sehe ich das nicht ganz so krass. Die Prioritäten scheinen da – nach einem Führungswechsel vor einer ganzen Weile – doch sehr seltsam zu sein.
      Aber gut, man könnte ihn alternativ nutzen. Ist ja auch über Richtlinien zentral gut steuerbar.

      Ich bin letztens – sehr überraschend – von einer Leitungsperson gefragt worden, ob nicht der Brave-Browser eine Alternative wäre. Kann ich nicht beantworten, weil ich mir das noch nicht richtig anschauen konnte. Zum Firefox werde ich häufiger gefragt, aber da rumpeln gerade ständig neue Probleme konkret mit einigen von unseren Diensten…
      Aber, der Wunsch vom Edge weg zu wechseln, scheint sich bei uns weiter zu verbreiten.
      Zugriffe von Extern haben wir überwiegend mit Firefox, eine Menge google chrome und Edge, dann eine ganze Weile nichts. Dann Safari. Opera scheint bei uns ausgestorben.

      Auf dem Browser-Spielfeld braucht es meines Erachtens wieder Mitspieler, wie den frühen Firefox. Also schlank, sicher und schnell. Idealerweise no frills und über Richtlinien steuerbar.

      • Zocker sagt:

        Brave kann man sich in jedem Fall anschauen. Opera ist spätestens seit der Übernahme durch die Chinesen tot, der Abstieg begann mit dem Umstieg auf Chromium, was zunächst einen massiven Featureverlust mit sich brachte. Der Nachfolger von Opera ist Vivaldi. Der CEO von Vivaldi ist übrigens einer der Gründer von Opera. Sitz ist in Oslo.

  17. (Admin) Zoeyy sagt:

    Ja und das schon mit dem EOL von Windows 7, doch die wirklichen Probleme sehe ich in der fehlenden nicht verfügbaren Hardware zur Zeit und wenn etwas zu bekommen ist dann nicht zum akzteptablem Preise. Win11 können wir nicht updaten da keine TPM-Module zu akzeptablem Preis lieferbar sind, wir werden sicher nicht für ein TPM-Modul den Preis des Mainboad hinblättern. So bleibt alles für die nächsten Jahre bis zum völligen Wechsel zum neuen Mac so wie es ist bei Win10x64 und den IE und Edge haben wir schon länger vollständig überall entfernt und arbeiten nur mit dem FF-esr. es ist ein Drama mit den ständigen Fehlern bei den Upd`s bei den Druckern, usw. Guten Rutsch euch allen mit ohne ohne Win °gg

  18. Mullewapp sagt:

    Edge ist wirklich gruselig. Vor allem, wenn man den Browser loswerden will z.B. in Unternehmensumgebungen.

    MS war vor längerer Zeit so nett und hat über GPOs (musste man manuell selbst installieren) die Möglichkeit geschaffen, wenigstens kein Update auf den Chrome-basierten Edge zu erhalten.
    Mittlerweile kann man sich dagegen nicht mehr wehren, auch in Windows LTSC 2021 ist er endgültig drin.

    Mit dem Befehl –uninstall mittels cmd kann man den Edge zwar (noch) immer entsorgen, dummerweise bleiben manche leere Verknüpfungen bestehen und bei kumulativen Updates hatten wir auf manchen Maschinen das Problem, dass das Update in einer Dauerschleife endet – verantwortlich sind/waren Dateileichen bzw. -Ordner, die mit Edge zusammen hängen.
    Und eine dauerhafte Lösung ist es eh nicht, MS wird Edge irgendwann wieder heimlich nachinstallieren.

    • 1ST1 sagt:

      Dem Edge seine Updates zu nehmen, ist sicher der falsche Weg, falls ihn doch mal jemand startet…

    • (Admin) Zoeyy sagt:

      Erst Defender abschalten mit:
      ————————————-
      REGEDIT4

      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender]
      "DisableAntiSpyware"=dword:00000001
      "ServiceKeepAlive"=dword:00000000

      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\Real-Time Protection]
      "DisableRealtimeMonitoring"=dword:00000001

      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\Policy Manager]

      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\Spynet]
      "SpyNetReporting"=dword:00000000
      "SubmitSamplesConsent"=dword:00000002

      —————————————
      und Echtzeitschutz mit :
      —————————————

      Windows Registry Editor Version 5.00

      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\Real-Time Protection]
      "DisableRealtimeMonitoring"=dword:00000001

      ——————————————–
      Jetzt Edge deinstallieren:
      Geht einfach aber erst alle Cookies löschen mit: (cmd as admin)

      ipconfig /flushdns

      schtasks /end /tn \Microsoft\Windows\Wininet\CacheTask

      dann im Explorer zum Path gehen :
      C:\Users\X\AppData\Local\Microsoft\Windows\WebCache
      und dort alles löschen

      danach wieder cmd as admin und:
      schtasks /run /tn \Microsoft\Windows\Wininet\CacheTask

      ——————————————–
      erst dann Edge löschen:
      Setup.exe –uninstall –system-level –verbose-logging –force-uninstall

      im Ordner:
      C:\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\9x.x.xxxx.xx\Installer
      9x.x.xxxx.xx – mit der installierten Version ersetzen

      Dann noch mit der *.bat die Symbole entfernen:
      (Die install_wim_tweak.exe 1.4.7.0 von Michal Wnouwski vorher runterladen)

      —————————————–

      @echo off
      cd /d "%~dp0"
      echo Uninstalling Microsoft Edge…
      CLS
      install_wim_tweak.exe /o /l
      install_wim_tweak.exe /o /c Microsoft-Windows-Internet-Browser-Package /r
      install_wim_tweak.exe /h /o /l
      echo Microsoft Edge should be uninstalled. Please reboot Windows 10.
      pause

      ————————————————

      Edge ist dann deinstalliert!

      ————————————————
      ————————————————
      sämtliche Apps entfernen geht mit Powershell als Admin – z.B.:
      Get-AppxPackage -AllUsers | where-object {$_.name} | Remove-AppxPackage
      ————————————————

      alle Log`s löschen mit:

      (Diese beiden Befehle nur einmal nötig, dann immer nur noch Punkt 2.)

      (1.) cmd as admin, dann:

      wevtutil sl Microsoft-Windows-LiveId/Operational /ca:O:BAG:SYD:(A;;0x1;;;SY)(A;;0x5;;;BA)(A;;0x1;;;LA)

      wevtutil sl Microsoft-Windows-LiveId/Analytic /ca:O:BAG:SYD:(A;;0x1;;;SY)(A;;0x5;;;BA)(A;;0x1;;;LA)

      (2.) dann powershell as admin
      wevtutil el | Foreach-Object {wevtutil cl "$_"}

      ————————————————-
      Guten Rutsch!

    • (Admin) Zoeyy sagt:

      Einfach sauber deinstalliern, dann bleiben keine Verknüpfungen von Edge.

      https://bilderupload.org/bild/066d85322-unbenannt

  19. Mullewapp sagt:

    Ich werds mal probieren.
    Trotzdem schade, dass es keine richtige Deinstallationsroutine gibt und man sich so umständlich behelfen muss.

    Außerdem bleibt es ein Katz-und-Maus-Spiel, wenn MS einem den Müll wieder mittels Update unterjubelt.

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