Windows 11: Internetverbindung und Microsoft-Konto wird beim Setup Pflicht

Windows[English]Microsoft ist mal wieder mächtig in Sachen Online-Pflicht für kommende Windows-Versionen am experimentieren. In der Insider Preview von Windows 11 wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Zur Installation ist in der OOBE-Phase zwingend eine Internetverbindung erforderlich. Und für die Einrichtung von Benutzerkonten sind dann auch nur noch Microsoft Konten vorgesehen. Das bezieht sich übrigens auf die Windows 11 Pro-Varianten. Damit werden Szenarien, die immer mal wieder befürchtet wurden, wohl langsam real.


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Online-Zwang kommt schleichend

Ich hatte vorgestern im Beitrag Windows 11 Insider Preview Build 22557 bringt Startmenü-Ordner über einige "Innovationen" in der neuesten Windows 11 Insider Preview-Build 22557 berichtet. Aber ich hatte mich nicht durch die Bleiwüste an weiteren "Innovationen" gewühlt, die Langowski und LeBlanc in diesem Beitrag im Windows Blog zum Besten gaben. Daher bin ich heute gleich an mehreren Stellen auf die Information gestoßen, was ich verpasst habe. Bolko schreibt in diesem Kommentar:

Bei Windows 11 Pro ab Build 22557 wird beim Setup Internet und Microsoft Konto zur Pflicht.

Bei Insider Build 22557 steht im Changelog:
Ähnlich wie bei der Windows 11 Home-Edition ist bei der Windows 11 Pro-Edition eine Internetverbindung während der Ersteinrichtung des Geräts (OOBE) erforderlich. Wenn Sie das Gerät für den persönlichen Gebrauch einrichten möchten, ist für die Einrichtung auch ein Microsoft-Konto erforderlich.

Die entsprechende Passage findet sich im Windows Blog in diesem Beitrag von Langowski und LeBlanc, die im Originaltext folgendes schreiben:

Similar to Windows 11 Home edition, Windows 11 Pro edition now requires internet connectivity during the initial device setup (OOBE) only. If you choose to setup device for personal use, MSA will be required for setup as well. You can expect Microsoft Account to be required in subsequent WIP flights.

Diese Forderung nach einer Internetverbindung während der OOBE-Phase, also während Windows 11 eingerichtet wird, ist meines Wissens neu. Wo es aber definitiv erkennbar wird, wohin Microsoft will, die der Hinweis, dass bei der Einrichtung der Geräte für einen Benutzer (als persönlicher Gebrauch betitelt – also außerhalb einer verwalteten Unternehmensumgebung mit Windows 11 Enterprise) ein Microsoft-Konto erforderlich wird. Das soll auch bei künftigen Insider-Builds weiter so bleiben.

Das Späßchen hatten wir schon mal

Bei Windows 11 Home war ja schon länger klar, dass die Leute beim Setup zu Microsoft Konten gezwungen werden – nur mit Tricks sind im Anschluss lokale Benutzerkonten nutzbar. Einer der Tricks bestand darin, die Internetverbindung beim Setup zu kappen, da bisher galt: Keine Internetverbindung, kein Microsoft Kontenzwang. Aber mit der Pflicht, während der OOBE-Phase, während der auch das erste Benutzerkonto eingerichtet wird, eine Internetverbindung haben zu müssen, ist dieser Trick durch Microsoft geschlachtet worden.

Zudem hat Microsoft auch in der Vergangenheit mit einem Online-Kontenzwang experimentiert, wie ich im Blog-Beitrag Windows 10: MS-Kontenzwang auch in Deutschland angerissen hatte. Galt dies noch für Windows 10 Home, konnte ich bereits einige Tage später im Beitrag  Microsoft-Kontenzwang auch für Windows 10 Pro? vom Feb. 2020 vermelden, dass die Neuinstallation von Windows 10 Pro wohl auch (zumindest partiell) einen Microsoft Kontenzwang einführte.

Ins Knie geschossen?

Obiger Ansatz in der Windows 11-Preview ist ein klarer Fingerzeig, wo Microsoft die Benutzer erziehen und hinführen will. Wird Hardcore-Fans nicht von abhalten, das alles in höchsten Tönen zu loben. Ob diese helle Begeisterung auch anhält, wenn durch Redmond dieses Microsoft Konto plötzlich gesperrt wird?

Auch im Feld dürften sich da einige Klemmer ergeben, wenn diese Klientel in Gegenden mit schlechter oder fehlender Internetanbindung gerät. Mein Opa, der schon vor meiner Geburt gestorben ist, erzählte mir immer "Jungchen, ich hab schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen". Oder war es mein erster Chef als junger Ingenieur, der mir das entgegen schleuderte, wenn ich mal wieder mit einer windigen Idee um die Ecke kam? Der Spruch fiel mir gerade ein, weil es ja immer mal wieder Rechner gibt, die beim Aufsetzen irgendwie die Netzwerktreiber für den WLAN-Chip nicht finden – da geht dann nix mehr.

Obwohl: Nach "gängiger Lehrmeinung" läuft Windows ja problemlos auf 20 Jahre alter Hardware, da ist das dann alles kein Problem und mal wieder Stürmchen im Wasserglas. Zum ganzen Ansatz, der oben angerissen wird, fällt mir nur mein Beitrag Dymo stattet Papierrollen für Thermo-Direct-Drucker mit RFID-Chips zur Identifikation aus ein. Die Hersteller lernen es nur, wenn die Leute echt mit den Füßen abstimmen.


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75 Antworten zu Windows 11: Internetverbindung und Microsoft-Konto wird beim Setup Pflicht

  1. 1ST1 sagt:

    Wenn Opa vom Krieg erzählt… (Meiner hat übrigens fast nie davon erzählt, er muss wohl schlimme Sachen gesehen haben.)

    Übrigens, Firefox 97.0.1…

    • Herr IngoW sagt:

      Meiner hat auch nie was erzählt. Er war vor Stalingrad und dann lange in Gefangenschaft, waren für die Leute sehr schwere Zeiten.

      Zum Thema, wird wohl noch spaßig bei der Installation von Eigenbau-Geräten.

  2. Hobbyadmin sagt:

    Und eines schönen Tages dann: "Windows kann nicht gestartet werden. Sie haben ein paar Dollar an ein paar LKW-Fahrer gespendet. Microsoft Account Suspended."

  3. Mira Bellenbaum sagt:

    Diese Scheiße grenzt schon an Nötigung!

  4. A. Nonym sagt:

    In Verbindung mit Malware interessiert mich die Frage, wieviel M$ z.B. durch die Telemetry weis: Können Malware-Autoren identifiziert werden?

    PS: Es ist sicher der Traum aller Spione, wenn alle Geschäftsgeheimnisse in der Cloud "Klaut" gespeichert sind

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Und Du glaubst, dass Malware, Viren und Würmer, die extra auf Windows zugeschnitten werden,
      nicht auch auf anderen Betriebssystemen "geschrieben" werden können?

      • chw9999 sagt:

        Nur, wenn es sich lohnt! Lohnt es sich? Nur, wenn es genügend Opfer gibt.

        • Wil Ballerstedt sagt:

          Die ersten Würmer/Malware für Linux tauchte schon auf. Wenn gleich Linux selbst nicht bezwungen werden kann, können dennoch persönliche Daten abgegriffen werden.

        • Luzifer sagt:

          Sowohl Linux als MacOS haben Ihre Malware, lediglich die Verbreitung auf dem Desktop unter ferner liefen verhindert das das im größeren Stil passiert … Linux auf Serversystemen hatte so gar schon richtige "gates" … also das Argument bringt nur Linux Trollen was.

  5. Tim B. sagt:

    In nicht allzu ferner Zukunft werden Win7/8.1 und 10-Isos sehr wertwoll werden. Kann man sie doch noch ohne Zwang, sondern nur mit "Empfehlungen" installieren. Und Software darauf auch. Die werden unter der Hand gedealt werden, wie nichtpersonalisierte Prepaid-Sim-Karten u.ä.

    • Steter Tropfen sagt:

      Gefragt wird wohl eher die Hardware, auf der sich die älteren Betriebssysteme dann noch installieren lassen. Installationsmedien lassen sich ja beliebig kopieren, aber Mainboards mit geeignetem Chipsatz nicht.
      Ich habe voriges Jahr schon gestaunt, dass ich für ein 15 Jahre altes Gebraucht-Mainboard vom Dachboden noch richtig gut Kohle bekommen habe. Und die letzten Skylake-Mainboards sind ja preislich auch noch recht rüstig.

    • Luzifer sagt:

      Naja W7/W8.x/W10 läuft ja noch auf aktueller Hardware einwandfrei (W7 Einschränkungen sind künstlich und können umgangen werden) …
      Leistungstechnisch sind wir jetzt auch nicht mehr in einer Zeit in dem es einmal im Jahr neue Hardware sein muss, die Zeiten sind vorbei.
      Einmal Highend reicht locker 6 bis 8 Jahre. Auch als Gamer … die läuft da den Crysis Zeiten sind Geschichte.

      Aber heh ist doch vollkommen normal, es gibt eben Leute die auf ihre Privatsphäre/Sicherheit achten und es gibt Schafe die freiwillig auf die Schlachtbank folgen. Thats Life!

  6. Stephan sagt:

    Die Paranoia vieler hier ist beunruhigender als der Windows Onlinezwang!

    • ThBock sagt:

      Ist ja auch noch niiiiie passiert, dass MS Konten aus heiterem Himmel gesperrt wurden.

      • Stephan sagt:

        1. Gibt es mittel und wege Windows nach einer Aktivierung Offline nutzen zu können und somit bedenkenlos Nutzen zu können.

        2. Aus heiterem Himmel sind diese Konten nicht gesperrt.
        Da MS leider nach US bestimmungen Handelt, sollte man einfach lieber Waffen Bilder statt kleinkinder am See auf Onedrive hochladen.
        Und ganz Unschuldig sind diese Leute auch nie.

        Das gab es schon vor über 10 Jahren, als XBox Accounts gebannt wurden und die leute wie Blöd gejammert haben das sie doch so Unschuldig sind.
        Was aber sehr oft erst viel Später erwähnt wurde, das sie Manipulierte Avatare oder Modifizierte Konsolen verwendet haben.

        Aber ja, der Pöse Microsoft Konzern ist ja sooo gemeint und es gibt keinerlei möglichkeiten diese gemeinheiten zu verhindern.

        Wie gesagt, Paranoia!

        • bill sagt:

          hoffen wir, dass Du auch mal in diesen Genuss kommst.

        • Mira Bellenbaum sagt:

          Hey, Fanboy
          lies Dir den Artikel auf drwindows!
          https://www.drwindows.de/news/gesperrte-microsoft-konten-das-sagt-der-anwalt

          Und nein MS darf nicht einfach machen, was sie wollen und
          US-Recht kann jeden hier in der EU am A…. vorbeigehen!
          MS hat sich an das EU-Recht zu halten!

          Und wenn ich Bilder meiner Kinder in OneDrive sichere, geht es MS einen
          Scheiß an, bzw. haben sie nicht das Recht, mein Konto zusperren und mein
          digitales Leben zu zerstören.
          Sie dürfen, wenn überhaupt, eine Anzeige erstatten,
          alles Weitere würde dann auf dem Rechtsweg geklärt!

          • Stephan sagt:

            Wenn nicht an Paranoia und Verfolgungswahn zu leiden für die Fanboy ist, dann soll es so ein.
            Ich werde bestimmt dennoch gut schlafen können.

            Sicher darf MS nicht alles machen was sie möchten.
            Du übersiehst aber eine kleinigkeit.
            MS bietet eine Dienstleistung an, gegen deren regeln von einigen leuten Verstoßen wird.
            Darum können sie auch entscheiden wie dagegen vorgegangen wird.
            Und dein Link ist ja toll, aber dabei dreht es sich nur um Vermutungen hätte wäre wenn bla bla.
            Und von den Leuten die hier über jahre eine große klappe haben, was sie alles machen werden gegen MS sind sang und klanglos in der Versenkung verschwunden.

            Und wie schon geschrieben, ist wenn überhaupt nur ein minimaler Bruchteil der Jammernden leute wirklich Unschuldig. (Wenn überhaupt, weil man es eh nicht nachweisen kann. und ein "Ja, wenn ich es doch sage" ist kein garant für die Unschuld.)

            Immer diese "ich kenne jemanden, der hat mal gesehen bla bla bla" Märchen Glaubt doch keiner mehr.

            Wie gesagt, habe ich das zu XBox 360 zeiten oft genug erlebt, das die leute ne riesen Fresse haben, und erst nach 100 Beiträgen kleinlaut zugeben, das sie ja doch nur ihren Gamerscore minimal Verändert haben.

        • hellraver sagt:

          Egal wie oft du deine verkorksten Argumente wiederholst, sie werden dadurch nicht zwangsläufig richtiger.

          Wie gesagt, Obrigkeitshörgkeit!

    • Manfred sagt:

      Sehe ich auch so. Die Das Onlinekonto ist eine massive Bereicherung. Auf die Syncronisierung möchte ich nicht mehr verzichten. Die Lizenz zu hinterlegen finde ich auch sehr nützlich. Für Onedrive braucht ohnehin ein Konto. Und Office doch auch. Natürlich nutzt man dann auch eins für Windows. Alles andere ist Paranoia wie du richtig erkannt hast.

      • Ralf S. sagt:

        Das war hoffentlich ironisch gemeint jetzt!?
        Ansonsten: Gute Nacht um sechse … Und: So langsam wundert mich dann irgendwie gar nix mehr!

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Du hast die Ironie tags vergessen!
        Ansonsten empfehle ich Dir, nochmals ganz genau Dir die Nutzungsbedingungen
        durchzulesen und niemals, nie und nimmer, irgendetwas zu tun,
        was den Amies sauer aufstoßen könnte!
        https://www.drwindows.de/news/gesperrte-microsoft-konten-das-sagt-der-anwalt

      • Bernd Bachmann sagt:

        >> Auf die Syncronisierung möchte ich nicht mehr verzichten.
        Ich brauche und will keine Synchronisierung.

        >> Die Lizenz zu hinterlegen finde ich auch sehr nützlich.
        Ich nicht.

        >> Für Onedrive braucht ohnehin ein Konto.
        Ich nutze kein OneDrive.

        >> Und Office doch auch.
        Ich habe kein MS Office.

        >> Natürlich nutzt man dann auch eins für Windows.
        Ich sehe für mich keinerlei Mehrwert.

        >> Alles andere ist Paranoia wie du richtig erkannt hast.
        Und Abneigung dagegen, sich das Leben durch etwas, dass einem absolut gar nichts bringt, zu verkomplizieren.

        • Manfred sagt:

          Hast du es schon ausprobiert? Ich wette nein. Es ist jedes mal dasselbe. Immer das rumgejammer brauch ich nicht und will ich nicht. Dann probieren sie es aus und wollen nicht mehr ohne. War bei allen so die ich kenne. Wirklich bei ALLEN! Da will niemand mehr zurück auf ein veraltetes Windows oder zu einer teuren Cloud. Oder alles immer von vorne einrichten. Und als sie den Lizenzaufkleber nicht gefunden hatten waren sie froh über die digitale Lizenz. Sonst wären wieder 100€ fällig gewesen. Dafür hätten sie 2 Jahre Office mit 1TB Cloud bekommen. Ein MS Konto bietet nur Vorteile.

          • Bernd Bachmann sagt:

            Ist ja okay; wenn es Dir nur Vorteile bringt, kannst Du es ja gerne nutzen. In dem Artikel ging es ja nicht um die Sinnhaftigkeit eines MS-Accounts, sondern um den Zwang dazu.

            Zu Deinen Punkten: Ich habe mich mittlerweile zwangsweise an Win10 gewöhnt, mag den Win7-PC meiner Frau aber immer noch lieber. Schon deswegen, will ich mir dort nicht ständig Gedanken über kaputtisierende Updates machen muss. MS Office habe ich viele Jahre genutzt; als dann die Click-to-run-Geschichte begann, bin ich zur Konkurrenz gewechselt. Zurück zu einer teuren Cloud muss ich auch nicht, denn ich nutze überhaupt keine Cloud. Und wo meine Lizenz-Schlüssel sind – gibt ja nicht nur den von Windows – weiß ich sehr genau.

            Insofern: Gratulation – Du hast soeben jemanden kennengelernt, der nicht in das bisherige Schema Deines Bekanntenkreises passt ;-)

        • Stephan sagt:

          Ob eine sache jemandem etwas bringt ist immer Subjektiv zu sehen.

          Jemand der in einer Großstadt lebt benötigt sicher kein PKW oder Führerscheint.
          Auf dem Land ist soetwas essentiell.
          Sind PKW's oder Führerscheine nun ohne mehrwert, weil ein Großstädler diesen für Überflüssig hält ?

          Und wenn eine Synchronisierung für dich etwas Kompliziert macht, dann ist das deine sichtweise.
          Für leute die an verschiedenen Rechnern Arbeiten oder von unterwegs auf viele daten zugreifen müssen ist soetwas mehr oder weniger eine erleichterung und erleichtert die Arbeit ungemein.

          Aber, du kannst gerne etwas ausführlicher erkären, weshalb eine Synchronisierung etwas verkomplizierten soll.

          • Bernd Bachmann sagt:

            Ich glaube, Du verwechselst hier etwas. Ich bin nicht gegen ein Microsoft-Account. Wer das sinnvoll findet, kann es gerne nutzen. Ich bin aber sehr dagegen, dass man es nutzen *muss*.

            Zum Thema Synchronisierung: Ich habe nicht gesagt, dass das sinnlos ist. Ich habe gesagt, dass ich das nicht brauche. Denn ich habe nur einen Windows-PC — was bitte soll ich da synchronisieren?

    • hellraver sagt:

      Deine Obrigkeitshörigkeit ist noch viel angenehmer als die berechtigte Paranoia. Oder andersrum gesagt, was ist der Unterschied zwischen der Wahrheit und der Paranoia? Ca. 5 Monate.

  7. Sven Fischer sagt:

    Danke für die Info. Hmmpf schöner Mi*t, da kann man nur hoffen, das nur für den Erstnutzer beim Einrichten, ein MS Konto notwendig ist. Was solls, damit könnte ich mich anfreunden und dann noch einen Standardnutzer zum allgemeinen arbeiten.

  8. oli sagt:

    Benutzer die Methode hier und damit kann man offline und ohne MS Online-Konto Windows 11 Home installieren: https://de.techbriefly.com/wie-installiere-ich-windows-11-home-ohne-internet-tech-46171/

    Und wenns mit der Home geht, gehts mit der Pro-Version erst recht. Muss aber sagen, dass hier die Kartell-/Datenschutzbehörden auch schlafen. Einen MS Online Kontenzwang oder einer 48Mrd Dollar Übernahme des zweitgrößten Spieleherstellers hätte schon längst Einhalt geboten werden müssen. Der Witz ist ja, die EU will ja gerade bei Android den Quasi Zwang zum Google-Konto bei der Appstore-Nutzung abschaffen und guckt aber bei Microsoft einfach zu. Einfach nur gaga.

    • Mika sagt:

      "Benutzer (sic!) die Methode hier und damit kann man offline und ohne MS Online-Konto Windows 11 Home installieren: […]"

      Ach, und das funktioniert auch mit KOMMENDEN Windows-Versionen? Auch mit der im Artikel angesprochenen INSIDER PREVIEW?

  9. Michael Uray sagt:

    Was kommt dann als nächstes?
    Muss der Rechner dann regelmäßig online gehen um die Windows Lizenz zu erneuern und die User müssen laufen für die Nutzung zahlen?
    Bei O365 gibt es das ja jetzt schon, undenkbar wäre es also nicht, wenn es eines Tages so auch für Windows kommt.

    • Klaus-Dieter sagt:

      Wenn man etwas weiterdenkt, führt es genau zu sowas, korrekt.

      Ohne stetige Onlineüberprüfung einer persönlichen digitalen ID (einen QR Code für sowas ähnliches trägt jetzt schon jeder mit sich herum und viele Handy Benutzer haben den über ihr Wallet u.ä. schon freiwillig verknüpft mit biometrischen Daten wie Face ID oder Fingerabdruck) geht dann eines Tages der Windows Login einfach nicht mehr oder möglicherweise auch andere Dinge im Leben.

      Schöne neue Welt.

      Recherche Tipps: EUid, ID2020, Advancing Digital Agency

      • Ralf S. sagt:

        Kurz und bündig auf den Punkt gebracht! Und unzählige, mögliche Varianten davon, kann sich jeder für die Zukunft ausmalen. Natürlich nur, wer die viel zitierte "brain.exe" besitzt und auch benutzt … Und soll mir bloß jetzt wieder keiner kommen mit "damals hatten die Menschen vor der Dampfeisenbahn auch Angst …". Das war wohl – im Gegensatz zu dem hier (und was noch so alles kommen wird) – eine bedeutungslos kleine Hausnummer. Aber bitte: Wer chinesische Verhältnisse für gut befindet und sich das auch bald hier wünscht, findet die Marschrichtung der besagten Tech-Konzerne natürlich auch einfach nur gut und cool.

  10. Seita sagt:

    Ist doch auch schon mit dem neuen MS Store so.
    Ohne Konto kann man jetzt noch nicht einmal mehr die kostenlosen Apps installieren.

    Hab es mal zum testen mit der Amazon Prime App ausprobiert, nix zu machen.
    Daraufhin habe ich den alten MS Store wieder hergestellt und jetzt geht es wieder.
    Muß jetzt nur aufpassen, das der Store nicht einfach wieder ungewollt upgedatet wird.
    (ist jetzt schon ein paarmal passiert obwohl das automatische Update für Apps deaktiviert war, nur hält sich MS nicht immer daran )

  11. janil sagt:

    Solange die Umgehungen des Zwangs funktionieren, sollte man sich nicht aufregen, die Masse wird es hinnehmen und die, die es nicht wollen, werden ein wenig Hilfe benötigen und so wird dann das Spiel, MS mal wieder auszutricksen, in die nächste Runde gehen.
    Ob ein Kartellamt oder die EU reagieren wird, wird man auch abwarten müssen. Obwohl es wünschenswert wäre… Wo ist der Tee bzw. Kaffee…

  12. Christian Krause sagt:

    Hab "Kotze aus dem Sack gelassen" gelesen. Hat gepasst irgendwie.

  13. Robert sagt:

    Schaut rüber zu Adobe, dann seht ihr wo der Zug hinfährt.

  14. Sherlock sagt:

    > Wird Hardcore-Fans nicht von abhalten, das alles in höchsten Tönen zu loben.

    Wen kümmert das? Hardcore-Fans sind Dummerchen, Hardcore-Hasser ebenso. Solange in Windows die Möglichkeit besteht, lokale Konten zu erstellen, ist es auch nicht wirklich wichtig, ob es während des Setups schon möglich ist oder nicht. Und selbst ein Microsoft-Konto wäre nicht der Weltuntergang, denn niemand ist gezwungen, all den damit verbundenen Mist wie Onedrive usw. zu nutzen. Sollte MS also so ein Microsoft-Konto mal kündigen, erstellt man einfach ein neues. Man kann dem gelassen entgegen sehen.

  15. Mr.Blacksmith sagt:

    Es ist wohl an der Zeit, sämtliche Surface-Geräte schnell los zu werden! Und alles auf Linux zu migrieren!

    ENDE!

    Sollen diese inzestuösen Krawatten mit ihren Lustreisen und Partynutten schauen, wie sie an zu verkaufende und dem Missbrauch dahin geworfene Kundendaten kommen und Einnahmen auf Flat-Basis bei anderen Vollhonks generieren!

    Unseren Exchange stampfen wir wieder ein! Wird durch eine Lösung auf Linuxbasis ersetzt! Erste User haben bereits einen Linuxdesktop! Fileserver wurden bereits zurück migriert!

    Anbieter, die in absehbarer Zeit planen, Kunden in die Cloud zu zwingen, sind und werden ohne wenn und aber aussortiert, Verträge nicht weiter verlängert. Basta!

    Und das beste daran: Jeder gesparte Euro der nicht in Lizenzen an diesen Konzern fließt, wird bereits von der Firma versteuert an die Belegschaft ausgezahlt!

    • Sven Fischer sagt:

      Korrekte Sache, da gibt es super Lösungen. Sei es Univention UCS, oder Kopano, oder Nextcloud und noch vieles anderes mehr. Bei mir läuft servermäßig seit ca. 10 Jahren alles auf Linux Basis und ich will nie wieder zurück. Man muss sich nur mit dem System beschäftigen, es ist alles beherrschbar.

  16. Olli sagt:

    Wie Sie wohnen in Tonga und haben kein Internet? Was Vulkan? Was ist ein Vulkan? Seekabel? Ne nutzen Sie doch einfach ihr WLAN. Was Sonnensturm und gestört? Ja na gut dann schicken wir ihnen unser Offline-Aktivierungs-SEK vorbei warten Sie halt ein paar Tage bis die bei ihnen an gerudert kommen…

  17. Windows 11 ist ein Unfall. sagt:

    Windows 11 ist ein Unfall.
    Ich habe dieselbe Meinung wie du: Das gibt eine Bauchlandung.

  18. Nordtech sagt:

    Hmm. Ist das denn wirklich sehr abweichend von der bisherigen Praxis? Im Text steht ja: "If you choose to setup device *for personal use*, MSA will be required". Das "for personal use" würde ich hier mal so interpretieren, dass es weiterhin versteckt in der Ecke einen "später einer Domäne beitreten"-Button geben wird (natürlich nur in der Pro-Version). Alles andere würde in KMUs auch wenig sinnvoll sein: Ein MS-Konto einrichten, nur um es beim Beitritt in die lokale Domäne gleich wieder über Bord zu werfen?
    Da sehe ich solche Mätzchen, wie dass auch Business-Kaufversionen von Office inzwischen fest an ein MS-Konto gebunden sind und es keinen herunterladbaren Product-Key mehr gibt, deutlich kritischer. Wir sehen halt gerade sehr schön, was ein Quasi-Monopolist sich alles herausnehmen kann, und wie die Politik damit überfordert ist (Stichwort: "Empfehlungen" für Konten, Standard-Suchmaschinen und -Programme in Windows1x, waren das nicht zur Jahrtausendwende genau die Mätzchen, die man MS eigentlich austreiben wollte?)

    • Holger sagt:

      Microsoft hat es, wie auch immer z. B. durch gute Lobbyarbeit geschafft, sich aus der Schusslinie zu bringen. Die anderen Digitalkonzerne, wie Facebook… äh, Meta, Google, Apple und Co. werden als die Bösen hingestellt, aber Microsoft kommt derzeit bei den Kartellwächtern anscheinend ungeschoren davon, obwohl die Marktmacht gigantisch ist.

      Es wäre an der Zeit, da seitens der EU wieder mehr Augenmerk darauf zu werfen, dass ein Quasimonopolist wieder mal zu sehr über die Stränge schlägt.

  19. Georg S. sagt:

    Dann werde ich endgültig auf Windows 11 verzichten (müssen); TPM ist im BIOS/UEFI bereits deaktiviert.
    Bis spätestens 2025 werde ich mich in Lunux einarbeiten und meine Rechner sanft migrieren.
    Andere Mütter haben auch schöne Töchter, by bye MS!

    • Holger sagt:

      Dann fange mal an, dich mit WINE zu beschäftigen und deine von dir genutzten Win32-Anwendungen damit zu testen.

      https://www.winehq.org/

      • Georg S. sagt:

        Welche 32-bit Software?
        Welche Spiele?
        Welche MS-Software ausser dem Betriebssystem?

        Nichts davon ist auf meinen Systemen. Somit ist auch WINE nicht notwendig.

        • Holger sagt:

          WIN32 ist der Name der Standard-Windows-API seit Erscheinen von Windows NT 3.1 im Jahre 1993. Ich kann nichts dafür, dass Microsoft sich bisher nicht die Mühe gemacht hat, da einen anderen Namen zu vergeben bzw. durchzusetzen.

          WINE ist ein WIN32-API-zu Linux-API- Translator und der Name steht als Backronym für WINE Is Not an Emulator.

  20. Buchhalter sagt:

    So ein "zentrales" Konto eröffnet doch wunderbare Möglichkeiten.

    nur ein mögliches Szenario von vielen:

    Ein seniler Präsident der USA träumt von Northstream II und wacht nach dem Alptraum schweißgebadet auf. Zu seiner Beruhigung erläßt er ein Dekret und weist darin M$ an, alle Konten in gewissen Europäischen Staaten zu deaktivieren. Die Konten sind telefonisch authentifiziert und die Ländervorwahlen sind bestens bekannt.

    Wer hat danach dann wohl einen realen Alptraum?

  21. David sagt:

    Nun, dann habe ich ja noch etwas Zeit.
    Für Linux.
    Bis auf ein Programm läuft auch alles auf Linux.
    Wenn W10 dann "zu Ende" ist, werde ich umsteigen …

  22. Thomas sagt:

    Ist vielleicht etwas hoch gegriffen: Aber ist es ganz ähnlich wie mit der an die Hardware gebundenen Lizenz mit EU-Recht überhaupt zu vereinbaren, dass für das Nutzen eines Windows ein MS-Konto nötig ist?

    Das MS Interesse daran hat, über das Konto alle verknüpften User/Rechner/Software zu erfassen, ist ja klar.

  23. JG sagt:

    "Aber mit der Pflicht, während der OOBE-Phase, während der auch das erste Benutzerkonto eingerichtet wird, eine Internetverbindung haben zu müssen, ist dieser Trick durch Microsoft geschlachtet worden."

    Nicht nur die fehlenden Wlan Treiber. Was ist den mit Leuten bei denen das Internet über einen Umts- oder Lte-Stick läuft?

  24. Andreas F. sagt:

    Toll.
    Aber was ist wenn ich ein win 11 pro an ein AD anbinden will? Was mache ich dann?

    Ach ja stimmt, dafür gibt es dann dann Azure AD xD

  25. Siebenhof sagt:

    Eigentlich darf ich in meinem fortgeschrittenen Rentnerdasein hier gar nicht mitreden. Aber allein der Umstand, dass W11 auf einer Vielzahl noch bestens funktionierender Rechner nicht installiert werden darf, obwohl das problemlos ginge, erweckt in mir Zorn und den Gedanken an mafiöse Strukturen. Ich bin bereits vor einigen Jahren auf Linux umgestiegen und finde den Umgang damit, zumindest für meinen Bedarf, viiiel angenehmer als Windows.

  26. MOM20xx sagt:

    und was wenn es zum Zeitpunkt der oobe kein Netzwerk device gibt mangels Treiber? Ist dann die Installation kaputt? Hat Windows 11 oder Windows 10 denn neuerdings alle Treiber an Board für Netzwerkkarten, die es so gibt?
    Ich bilde mir ein Windows konnte noch nie den vmxnet3 der VMWare out-of-box oder irre ich da jetzt?

    • OwenBurnett sagt:

      naja die lösung ist einfach ein usb dongle der ethernet kan und nativ unterstützt wird, darauf läufts bei bastlern hinaus, und fertig pc's haben ale treiber shcon eingebaut.

      also ich sehe nicht das das "fehlen" von netzwerktreibern hier wirklich ein problem wäre.

      Ich hoffe aber wirklich das die EU datenschutz Kommission für MSFT zu einem problem wird, weil konten zwang geht ja mal gar nicht.

  27. Blupp sagt:

    Onlinezwang und aufgezwungene Telemetrie sind einfach nicht schön und zwei der Gründe warum es MS hier nicht mehr gibt.
    Etwas verwundert bin ich, dass nur über MS so viel geschrieben und (zu Recht) geschimpft wird. Schaut man zu den Grafiktreibern von NIVDIA ist da auch Telemetrie enthalten. Das ist meiner Meinung nach ebenso Kritikwürdig weil es ebenfalls nicht freiwillig ist.

  28. A.W. sagt:

    Ich stehe schon mal blöd da. Weiß jemand, wie ich in der OOBE-Phase Windows vermitteln kann, über einen Proxy ins Internet zu gehen?

  29. Muvi Maker sagt:

    Ein Microsoft-Konto mag vielleicht vorgesehen sein, momentan ist eine Installation von Windows 11 (auch in der Pro-Version) noch immer ohne Microsoft-Konto möglich. Man braucht zwar einen Internetzugang (es wird sofort nach Aktualisierungen gesucht), sonst bleibt das Setup beim Netzwerk stehen, danach kann man (trotz mehrfacher Versuche Microsofts, doch das Online-Konto zu verwenden) eine Offline-Installation durchführen. Getestet mit der Insider-Version 22557.1 vor einer halben Stunde in einer VM.
    Außerdem wage ich zu hoffen, dass in der EU der im Artikel erwähnte Zwang zum Online-Konto vielleicht doch nicht so einfach umzusetzen werden wird. Schließlich darf man sich ja noch etwas wünschen…
    PS: Die Installation erfolgte ohne Secure Boot, RAM-Test und TPM-Chip.

  30. Mika sagt:

    Und jetzt auch noch Kreditkartenzwang?

    (https://www.fudzilla.com/news/54461-microsoft-wants-your-credit-card-details)

    Also langsam reichts! Ein weiterer Grund für mich, Windows 11 zu ignorieren…

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