Dänemark: 175 7-Eleven Supermarkt-Filialen nach Cyberangriff geschlossen

Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)[English]Ich hatte es bereits gestern auf Twitter gesehen. Die dänische Supermarkt-Kette 7-Eleven ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Als Folge dieses Cyberangriffs musste die Kette am 8. August 2022 alle 175 Filialen in Dänemark schließen – da ging nichts mehr.


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Die Kollegen von Bleeping Computer haben nachfolgenden Screenshot von der Facebook-Seite des Unternehmens zum Cybervorfall veröffentlicht.

 7-Eleven

Der Vorfall ereignete sich bereits am 8. August 2022 am frühen Morgen. Von 7-Eleven Dänemark heißt es dazu:

Leider vermuten wir, dass wir heute, Montag, den 8. August 2022, einem Hackerangriff ausgesetzt waren. Das bedeutet, dass wir keine Kassen benutzen und/oder Zahlungen empfangen können. Wir halten daher die Läden geschlossen, bis wir das Ausmaß kennen. Wir hoffen natürlich, dass wir die Filialen bald wieder öffnen können.

Mitarbeiter bestätigen den Vorfall in sozialen Medien und auf reddit.com, wie die Kollegen von Bleeping Computer berichten. Dieses dänische Medium schreibt, dass die Läden langsam wieder geöffnet werden. Bisher seinen fünf Filialen wieder geöffnet, wobei dort vorerst nur Zahlungen in bar oder über eine Handy-Applikation entgegengenommen wurden. Wer hinter dem Angriff steckt, wurde bisher nicht kommuniziert. Das Ganze erinnert mich an den Coop-Vorfall in Schweden (siehe Coop-Schweden schließt 800 Geschäfte nach Kaseya VSA-Lieferkettenangriff durch REvil-Gang).

7-Eleven ist ein US-Unternehmen, mit Sitz in Irving, Texas, welches weltweit mehr als 77.000 Filialen, entweder direkt oder in Lizenz, betreibt. In Dänemark gibt es 175 Läden.

Das Unternehmen ist wohl häufiger das Ziel erfolgreicher Cyber-Angriffe. 2019 wurde eine Schwachstelle in einer App missbraucht, um 500.000 US-Dollar abzuziehen (siehe). Vor einer Woche gab es in Taiwan einen Vorfall, bei dem Werbedisplays von 7-Eleven die Botschaft "Pelosi, get out of Taiwan." anzeigten. Und 2019 gab es einen Skandal, weil die Kette die Gesichter von Kunden ohne deren Zustimmung per Kamera aufgenommen und gespeichert hat.

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