Exchange Server 2013: Tipps von Microsoft zur Außerbetriebnahme der Systeme

Exchange Logo[English]Administratoren, die für die Verwaltung von Exchange Server 2013-Systemen verantwortlich sind, müssen sich langsam Gedanken über eine Ablösung dieser Systeme machen. Denn im April 2023 läuft dessen Support aus. Microsoft hat jetzt einige Hinweise zum Ablösen von Exchange Server 2013 veröffentlicht.


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Das Ende der Unterstützung für Exchange Server 2013 ist nicht mehr so weit weg – am 13. April 2023 gibt es letztmalig Sicherheitsupdates, wie Microsoft im Juni 2022 im Beitrag Exchange Server 2013 End of Support Reminder erinnerte.

Kunden können auf Exchange Server 2016/2019 updaten. Zum Upgrade auf Exchange 2016 oder Exchange 2019 stellt Microsoft den Exchange-Bereitstellungsassistenten zur Verfügung. Es  handelt sich um ein Dokument, mit dem sich Administratoren eine benutzerdefinierte Schritt-für-Schritt-Bereitstellungscheckliste für Ihre Umgebung erstellen können. Weitere Informationen zum Upgrade auf eine neuere Version von Exchange Server finden Sie auch in der Exchange Server-Dokumentation.

Decommissioning Exchange Server 2013

Aber was passiert, wenn der neue Exchange Server aufgesetzt wurde? Was ist bei der Außerbetriebnahme des alten Exchange Server 2013 zu beachten? Ich bin über obigen Tweet auf den Microsoft Techcommunity-Post Decommissioning Exchange Server 2013 vom 31. August 2022 gestoßen, der entsprechende Antworten liefert. Dort gibt Microsoft einige Tipps, was vor dem Abschalten zu beachten ist. Die folgenden Schritte sind nach Serverrollen gegliedert und dienen der Vorbereitung eines Soft-Shutdowns und der Entfernung von Serverrollen.

  • Inventarisierung und Upgrade von Drittanbieteranwendungen: Erstellen Sie eine Liste aller Anwendungen, die Exchange 2013-Server verwenden, und konfigurieren Sie jede dieser Anwendungen für die Verwendung der neueren Exchange Server-Infrastruktur. Wenden Sie sich an die Anbieter dieser Anwendungen, um sicherzustellen, dass sie von der neuesten Version von Exchange Server unterstützt werden.
  • Client Access Server (CAS)-Rolle: Überprüfen Sie alle Namespaces für die Clientkonnektivität und stellen Sie sicher, dass sie zu den neuesten Exchange-Servern in der Umgebung weitergeleitet werden. Dazu gehören alle Namen, die für Outlook Anywhere, Autodiscover und andere virtuelle Exchange-Verzeichnisse veröffentlicht wurden. Wenn die neuere Exchange-Umgebung die gleichen Namensräume verwendet, können Sie das vorhandene SSL-Zertifikat wiederverwenden. Wenn die neue Exchange-Umgebung einen neuen Namensraum verwendet, der nicht als Subject Alternative Name (SAN) in Ihrem aktuellen SSL-Zertifikat vorhanden ist, muss ein neues Zertifikat mit den entsprechenden Namen angefordert werden.
  • Überprüfen von Service Connection Point-Objekten in Active Directory: Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Wert des Autodiscover-Dienstverbindungspunkts (SCP) zu ermitteln. Der Autodiscover-SCP wird von internen Clients verwendet, um Verbindungsinformationen aus Active Directory abzurufen.
  • Transport-Pipeline: Überprüfen Sie als Nächstes alle Mailflow-Konnektoren, um sicherzustellen, dass der Server für die Außerbetriebnahme bereit ist.
  • Edge-Transport-Rolle: Verfügen Sie über einen oder mehrere Edge-Transport-Server, müssen Sie eine neuere Version der Edge-Transport-Rolle installieren und das Edge-Abonnement neu erstellen. Ist geplant, die Edge-Server außer Betrieb zu nehmen, ohne sie zu ersetzen, stellen Sie sicher, dass Ihre Firewall-Regeln aktualisiert werden, um eingehenden Datenverkehr an die Mailbox-Server zu leiten. Die Mailbox-Server müssen auch in der Lage sein, über den TCP-Port 25 ausgehend zu kommunizieren.

Erst danach können alle Exchange 2013-Postfächer auf eine neuere Version von Exchange Server verschoben werden. Exchange 2013 kann nicht außer Betrieb genommen werden, bevor nicht alle Postfächer auf die neuen Exchange-Server migriert sind. Die Details und weitere Schritte lassen sich im Microsoft-Dokument nachlesen – vielleicht hilft es weiter.


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