17 Jähriger in England wegen Uber-Hack verhaftet, Mitglied der Lapsus$-Gruppe?

Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)[English]In den letzten Tagen hatte ich über diverse Hacks beim Fahrdienstleister Uber, bei Rockstar Games etc. berichtet. Ein Hacker mit dem Alias Tea Pot gibt an, erst 18 Jahre alt zu und aus "Spaß" in diverse IT-Systeme eingedrungen zu sein. Anschließend wurden Daten veröffentlicht. Nun gibt es Berichte, dass der Hacker zur  $Lapsus-Gruppe gehört – und es wurde eine Festnahme eines 17 Jährigen in Großbritannien – im Zusammenhang mit Hacking – vermeldet.


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Hacks bei Uber/Rockstar Games

Mitte September 2022 wurde bekannt, dass der US-Fahrdienstleister Uber Opfer eines Hacks geworden ist. Ein 18 Jähriger behauptete, "zum Spaß" in das Uber-System eingedrungen zu sein. Die Uber-Angestellten hielten das Ganze zunächst für einen Scherz. Der Hacker hat inzwischen vertrauliche Daten veröffentlicht.

Gleiches gilt für den Hack bei Rockstar Games, wo wohl Quellcode  von GTA 5 und 6 erbeutet wurden. Nun hat ein Nutzer auf GTAForums 90 Video gepostet, die von einem  Test-Build von Grand Theft Auto 6 stammen. Der Hack und das Leak hatte wohl den Zweck, den Spieleentwickler Rockstar Games zu erpressen, wobei der Hacker behauptet, auch hinter dem Angriff auf Uber zu stehen.

Gehört der Hacker zur Lapsus$-Gruppe?

Die Vorgehensweise des Hackers, sich Zugang über Social Engineering zu erschleichen, erinnert stark an die Aktivitäten der  aus Jugendlichen bestehenden Hackergruppe Lapsus$-Gruppe. Dazu passt, dass der Hacker aus obigen Fällen angibt, erst 18 Jahre alt zu sein.

Teen behind Uber hack

Brett Callow von Emsisoft weist in obigem Tweet darauf hin, dass der Teenager, der angeblich am Hacking von Microsoft und Nvidia beteiligt war, auch am Uber-Hack teilgenommen habe. Callow bezieht sich auf Angaben der Person, der die Identität des 18 jährigen Hackers aus der Lapsus$-Gruppe, ein 18 jähriger Brite, aufgedeckt hatte. Der Screenshot im Tweet enthält einige Informationen diesbezüglich.

17 Jähriger in Großbritannien verhaftet

Nun hat die Polizei aus London die Verhaftung eines 17 Jähriger wegen Hacking-Aktivitäten bekannt gegeben – siehe folgender Tweet. Aus Gründen des Personenschutzes werden keine Namen genannt.

Hacker arrested

Aber am Abend des 22. September 2022 verhaftete die Polizei der Stadt London einen 17-Jährigen in Oxfordshire wegen des Verdachts des Hackens. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Untersuchung, die von der National Cyber Crime Unit (NCCU) der unterstützt wurde. Zählt man 2+2 zusammen, liegt die Verbindung zwischen den obigen Hacks, der Offenlegung der Identität des Hackers und der Verhaftung der Polizei nahe.


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Ob es die gleiche Person ist, die bereits einmal im Frühjahr wegen Hacks in Verbindung mit der Lapsus$-Gruppe verhaftet wurde, ist mir nicht bekannt. Spiegel Online zeichnet in diesem Artikel ebenfalls einige Zusammenhänge auf – der Hacker gehört auf jeden Fall zur gleichen Gruppe.

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9 Antworten zu 17 Jähriger in England wegen Uber-Hack verhaftet, Mitglied der Lapsus$-Gruppe?

  1. Luzifer sagt:

    ab in den Knast mit Mördern Vergewaltigern und anderen Schwerstverbrechen, dann lernt der von der Pike auf wie es ist wenn andere deine Rechte nicht achten!

    • Ralf S. sagt:

      Mal wieder eine "sehr geile" Einstellung von dir … Wie gut, dass du keine Rechtsprechungs-Gesetze machst … Willkommen in der Diktatur! In der DDR wurde dies z. B. genau SO gemacht. Um z. B. bürgerliche "Staatsfeinde" zu zermürben und zu brechen und um "Geständnisse" zu bekommen. Die meisten Gefängnisinsassen, die solch einer Tortour ausgesetzt waren, haben bleibende körperliche und (oft noch schlimmer) schwerwiegende psychische Störungen davongetragen … Keine Frage, Straftaten gehören natürlich bestraft, aber es sollte immer im Rahmen der Verhältnismäßigkeit und (echten) Rechtsstaatlichkeit geschehen. Und dann: Ein 17-jähriger … Ja, absolut richtig, ist eine schwere Straftat und er/(die) sollen dafür natürlich büßen, dass es ordentlich "weh tut". Aber man muss nicht gleich wieder mit Kanonen auf Spatzen schießen und auch der ganz "dicke Knüppel" muss nicht sein. Jeder hat – vor allem in jungen Jahren – eine zweite Chance verdient. Und "niedrige Instinktbefriedigung" á la "Todesstrafe" usw., hat in der Folge noch nie weniger Straftaten bewirkt; ist alles hinlänglich bekannt und bewiesen.

      • Luzifer sagt:

        naja kann man sehen wie man möchte, manche Leute lernen es eben nur so!
        Mir wurde 3x hintereinander in der 1ten Mainacht das Auto von so ner linken Bazille abgefackelt … Polizei je nach ca. nem halben Jahr: Verfahren wegen nicht Ermittelbarkeit eingestellt, Versicherung machte beim dritten mal auch schon dumm.
        Tja das 4te Mal war ich vorbereitet und das hat der nicht kommen sehen… seitdem hab ich Ruhe! Trifft der mich auf der Straße wechselt er die Straßenseite, seine "Genossen" ebenso.
        Passiert eben wenn man den falschen zum Opfer macht.

        Bin eigentlich friedliebend, streng nach dem Motto: lass du mich in Ruhe lass ich dich in Ruhe. Piss mir ans Bein zeig ich dir die Hölle auf Erden!
        Real simple. Nein ich heb niemanden die Zweite Wange hin, garantiert nicht!
        Manche lernen eben nicht mit Dududu das machts du aber Bitte nicht wieder! Abschreckung wirkt, zumindest nach meiner empirischen Erfahrung.

        Actio = reactio

        • Anonymous sagt:

          Regeln gelten also für Dich wahlweise nicht, interessant.

          • Luzifer sagt:

            Regeln akzeptiere ich bei Leuten die sich selbst an die Regeln halten … wer sich daran nicht hält braucht nicht erwarten das ich das auch tue!
            Zumal dann nicht wenn der Staat dich dabei im Regen stehen lässt!

            Es gibt einfach Individuen die lernen es nicht anders!

            Muss dir nicht gefallen, ist so!

        • Ralf S. sagt:

          Tut mir leid, aber bei dir ist irgendwie einfach so gut wie immer alles "extrem". Deine (eher negativen) Erfahrungen ebenso, wie deine Einstellung(en), Lebensweise und Meinung(en). Ist schon irgendwie interessant … Bin eigentlich recht froh, dass es da bei mir doch um einige Gänge ruhiger zugeht … Und ganz im Ernst: Was du "oben" geschrieben hast, klingt schon ziemlich nach "Wildwest-Manier" – also Selbstjustiz. Die bei uns zum Glück genauso strafbar ist, wie die Straftat selbst.

          Nochmals zum Thema: Hast du eigentlich selbst Kinder? Würdest du bei deinem eigenen Kind/Kindern dann solch eine Strafe gerechtfertigt – also so richtig gut – finden?

          • Luzifer sagt:

            tja was bleibt dir anders übrig wenn die Staatsmacht (Polizei) nichts unternimmt?

            3x Verfahren eingestellt! Wie bereits erwähnt lass du mich in Ruhe, lass ich dich in Ruhe … nur die 2te Wange hebe ich dir nicht hin!

            b2t: Lapsus$ das war doch auch eine dieser Gruppen die in der Corona Hoch Krankenhäuser lahmlegte … Ne du da hab ich absolut kein Mitleid!

            ************************
            Würdest du bei deinem eigenen Kind/Kindern dann solch eine Strafe gerechtfertigt – also so richtig gut – finden?
            ************************
            Naja meine Kinder wissen das Eigentum andere Leute zu respektieren!

        • Frank Eiger sagt:

          "linke Bazille"

          Wer Menschen so herabsetzt und mit Bakterien gleichsetzt, der zeigt direkt, was er selbst für ein Menschenfeind ist.

          Im Übrigen sind diese Herabsetzungen von menschlichem Leben bereits seit der Nazizeit bekannt, denn diese haben eine ähnliche Wortwahl wie du selbst.

          Wie du auf "links" kommst wenn dir dein Auto abbrennt, AUCH typisch für die Wählerschaft von Rechtsradikalen und Nazis.

          Und die "Todesstrafe"-Plädierer sind ebenfalls aus der rechtsradikalen Ecke, rein nur, um die Demokratie in Deutschland auszuhöhlen.

          Schäm dich einfach – wenn du Selbstreflexion und Rückgrat hast.

  2. Thierry sagt:

    Glückwunsch! Es zeigt mal wieder, wie anfällig die Systeme sind.

    Und sei bitte sicher, dass der junge Mann sehr bald einen saftigen Vertrag entweder mit einem Datensicherheitsunternehmen oder den Informationstechnologiesicherheitsbehörden unterschreiben wird. Solche Leute erwidere ich unheimlich viel Respekt, denn sie ermöglichen zum mindesten die Sicherheitsvorkehrungen auf Hard- und Software kritisch zu hinterfragen, und auf dieser Weise zu korrigieren.

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