Twitter-Chaos II: Office zu, Zugangskarten gesperrt, geht der Schuss nach hinten los?

Die Twitter Chaos-Tage gehen für außenstehende Beobachter in Stufe II über. Es schaut so aus, als ob nach dem Ultimatum von Elon Musk, sich für ein "Hardcore Twitter 2.0" zu entscheiden, mehr Twitter-Angestellte als gedacht, selbst gekündigt hätten. Musk, heißt es, habe verschiedene Angestellte gebeten, zu bleiben. Jetzt gibt es die Meldung, dass das Twitter-Büro wurde vor wenigen Stunden komplett geschlossen wurde. Mitarbeiter haben den Zugang über elektronische Ausweise verloren und es ist niemand da, der das korrigieren könnte. Ergänzung: Es gibt Berichte, dass ca. 1.200 Mitarbeiter gekündigt haben.


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Ich weiß momentan nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Du schaust morgens im Internet, was los ist, und dir fällt schon wieder eine Hiobsbotschaft zu Twitter oder Elon Musk vor die Füße. Vor zwei Tagen las ich, dass Elon Musk vor Gericht erscheinen musste, weil er bei Tesla als CEO 56 Milliarden US-Dollar als Vergütung bekommt. Musk soll darlegen, dass er diese Vergütung verdient. Ein Aktionär hatte gegen diese Zahlung geklagt. Und es gab im Rahmen diese Thematik die Ansage von Musk, dass er nicht dauerhaft der Chef von Twitter bleiben wolle. Sobald der Umbau erfolgt sei, wolle er einen Twitter CEO suchen. Aktuell arbeiten wohl Tesla Software-Entwickler "in ihrer Freizeit" daran, die Software von Twitter einem Review zu unterziehen. Wie das gehen soll, ist mir allerdings – angesichts des Arbeitspensums bei Tesla und dem Umstand, dass die Tesla Entwicklerbüros wohl nicht neben der Twitter-Firmenzentrale liegen, etwas schleierhaft. Aber nun gut.

Mitarbeiterkündigungen nach Ultimatum

Elon Musk versucht die Firmenkultur, die bei Tesla und SpaceX herrscht, auch auf Twitter zu übertragen. Ich hatte im Blog-Beitrag Twitter-Management by Elon Musk: Feuern bei Kritik, DSGVO-Auflagen nicht erfüllt, technische Probleme erwähnt, dass kein Widerspruch geduldet und Personal sofort gefeuert wird. Zudem hat der neue Twitter-Chef den verbliebenen Mitarbeitern ein Ultimatum gestellt, binnen Stunden eine Verpflichtung zu unterschreiben, indem die Leute sich zu einem "Hardcore Twitter 2.0" bekennen. Arbeiten bis zum Umfallen, um am Ende des Tages ausgebrannt oder gefeuert zu werden. Wer die Verpflichtung nicht unterschreibe, könne gehen, bekomme aber noch 3 Monate Gehalt gezahlt.

Während er Tesla und SpaceX mit aufgebaut hat, dürfte das aber bei einem bestehenden Unternehmen mit einer eigenen Firmenkultur schwierig werden oder sogar gänzlich schief gehen. heise hat hier einen Abriss der Entwicklung unter dem Titel "Arbeitsklima bei Twitter: Führt Elon Musk die 80-Stunden-Arbeitswoche ein?" veröffentlicht.

Nun sieht es so aus, als ob dieser "Schuss nach hinten los geht". Berichte in US-Medien wie z.B. The Verge besagen nun, dass hunderte Twitter-Angestellte selbst gehen und ihren Abschied auf Twitter oder im internen Slack-Netzwerk bekannt gegeben hätten. Ein ausscheidender Mitarbeiter wird mit einer Slack-Meldung zitiert: Ich drücke nicht auf den Knopf. Meine Uhr endet mit Twitter 1.0. Ich möchte nicht Teil von Twitter 2.0 sein.

Der letzte macht das Licht aus

Ein Twitter-Mitarbeiter wird mit der Aussage zitiert: Es fühlt sich so an, als ob all die Leute, die diesen Ort unglaublich gemacht haben, ihn verlassen. Es wird für Twitter extrem schwer sein, sich davon zu erholen, egal wie hartnäckig die Leute, die bleiben, versuchen, zu sein. Bloomberg berichtet hier (nur mit Registrierung ganz zu lesen), dass der Exodus der verbliebenen Angestellten nach dem Musk-Ultimatum mit Präsenzpflicht wohl überrascht habe. Musk wolle Mitarbeiter halten und lockere seine Vorgaben, die Homeoffice verbieten.

Laut The Verge haben sich mehrere kritische Teams innerhalb von Twitter aufgelöst, weil die Mitarbeiter entweder komplett oder oder vollständig gekündigt hätten. Die Quellen baten um Anonymität. Zu den wohl nicht mehr arbeitsfähigen Teams gehören Twitters Traffic- und Frontend-Teams, die technische Anfragen an die richtigen Backend-Dienste weiterleiten. Das Team, das die zentralen Systembibliotheken von Twitter pflegt, die jeder Ingenieur im Unternehmen nutzt, ist ebenfalls weg. "Ohne dieses Team kann man Twitter nicht betreiben", sagte ein Mitarbeiter, der das Unternehmen verlassen hat.

The Verge schreibt, dass mehrere Mitglieder von Twitters "Command Center"-Team, einer Gruppe von Ingenieuren, die rund um die Uhr auf Abruf zur Verfügung steht und als Clearingstelle für interne Probleme fungiere, haben über ihre Kündigung getwittert hätten. "Wenn sie ausfallen, gibt es niemanden, den man anrufen kann, wenn etwas kaputt geht", zitiert The Verge eine Person, die mit der Arbeitsweise des Teams vertraut sei. Das Team, das die Twitter-API für Entwickler verwaltet, sei ebenfalls stark entkernt worden.

Ergänzung: Es gibt Berichte, dass ca. 1.200 Mitarbeiter gekündigt haben. Die New Your Times beruft sich in diesem Bericht auf "interne Twitter-Quellen" und nennt die obige Zahl. Wenn das stimmt, ist der Dienst in meinen Augen kaum noch arbeitsfähig.


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Nur mal zum Mitschreiben: Die Mitarbeiter, die noch einen Arbeitsplatz bei Twitter hatten, gehörten zum Kernteam, welches nach den Massenentlassungen vor einer guten Woche noch da waren. Wenn da Leute gehen, bricht alles zusammen.

Hauptquartier Freitag geschlossen

In den Medien geht aktuell die Meldung herum, dass das Firmengebäude von Twitter am Donnerstag-Abend über den Freitag und das Wochenende für Angestellte geschlossen worden sei.

Laut Berichten wurden Mitarbeiter kurz nach Ablauf des Ultimatums von Musk mittels einer unsignierten E-Mail darüber informiert, dass ihre Zugangskarten ab sofort bis Montag gesperrt seien. Hintergrund ist die paranoide Furcht von Elon Musk, dass die Mitarbeiter Twitter sabotieren könnten (so etwas ist in anderen Unternehmen schon vorgekommen) – siehe auch die folgenden Tweets.

Twitter office closed

In was für Probleme Twitter laufen könnte, wird aus einem Tweet von Alex Cohen ersichtlich, den dieser nach seiner (angeblichen) Kündigung gepostet hat. Er sei für die Verwaltung der Zugangsausweise verantwortlich, schreibt er.

Twitter employee laid off

Elon Musk habe ihn gebeten, wieder zurück zu kommen und mitzuhelfen, dass die Angestellten wieder Zugang zu den Twitter-Büros bekommen, nachdem alle Zugangskarten (Badges) deaktiviert wurden und sich auch die Führungskräfte wohl irrtümlich selbst ausgesperrt hatten.

Anmerkung: Alex Cohen hat zwar das "blaue Häkchen" und ist seit 2012 bei Twitter. Aber es ist unklar, ob die Information im Tweet so stimmt.

Egal, ob die Information von Cohen nun stimmt oder nur Spaß war (ich habe aus anderen Quellen vor einer Woche Fälle vernommen, wo man dringend den Twitter-Angestellten X gebraucht hätte, weil nur dieser die Berechtigung für einen Vorgang hatte, diese Person aber im Rahmen der Entlassungswelle gekündigt worden war). Da scheint jemand den falschen Knopf einmal zu oft gedrückt zu haben. Die Tweets hier zeichnen ein ähnliches Bild.

Es heißt zwar, dass Head-Hunter nun unterwegs seien, um neues Personal für Twitter anzuheuern. Aber ich bezweifele, ob eine Firma einen solchen Aderlass ohne massive Schäden überstehen kann – da hat nach meinem Gefühl ein massiver Brain-Drain stattgefunden und die verbleibenden Mitarbeiter dürften zu tiefst verunsichert sein. Es bleibt abzuwarten, was mit Twitter in den kommenden Wochen passiert.

Momentan werde ich das Gefühl nicht los, dass Elon Musk sich dieses Mal mit der Twitter-Übernahme verhoben haben könnte. Inzwischen versuchen Leute auch bestimmte Angaben von Elon Musk bezüglich Studium mit PhD-Abschluss in Physik sowie der Aufenthaltserlaubnis in den USA zu hinterfragen – wie ich diesem Tweet entnehmen konnte. Ändert zwar nichts daran, dass Musk mit Tesla und SpaceX enormen Erfolg hatte. Aber abgerechnet wird "am Ende des Tages".  Mal sehen, was als nächstes passiert.

PS: Kleine, Anekdote als Ergänzung. Twitter hat eine Astronomin gesperrt, weil sie "intime Ansichten" einer Sternschnuppe als Video auf Twitter gepostet hat. War schon im August 2022 – Spiegel Online hat die Geschichte hier veröffentlicht. So etwas kenne ich persönlich von Facebook, wo eine KI regelmäßig Verlinkungen von Blog-Beiträgen, die ich mit Gruppen teile, als "Verstoß gegen die guten FB-Sitten" als SPAM sperrt.

Ergänzung 2: Inzwischen gibt es einen "stumm geschalteten Tweet" von Musk, dass Hassrede auf Twitter wohl nicht geduldet werde. The Verge und andere Medien berichten, dass Elon Musk mit der Wiedereinsetzung gesperrter Twitter-Konten beginnt, angefangen mit Jordan Peterson und der Babylon Bee.

Den "Vogel abgeschossen"?

Kleiner Nachtrag zum obigem Wortspiel in der Überschrift (Twitter agiert ja unter dem Symbol eines Vogels). Die Statista GmbH hat in folgendem Tweet den Aderlass bei der Belegschaft und den Subunternehmern von Twitter aufgezeigt.

Entlassungen beim Twitter

Die Statistik zeigt, wie drastisch die Personaldecke bei Twitter in den letzten drei Wochen geschrumpft ist. Ich glaube nicht, das Twitter personell so richtig "fett" aufgestellt war, bevor Musk das Ruder übernommen hat. Nun ist nur noch eine Rumpfbelegschaft an Bord – ich sehe nicht, wie man damit den Geschäftsbetrieb wirklich aufrecht erhalten kann.

Und bezüglich der Restmannschaft – gerade bei Casey Newton gelesen, dass er von mehreren ehemaligen Twitter-Quellen erfahren habe, dass Robin Wheeler, die Vertriebsleiterin, gefeuert worden sei. Vor einigen Tagen habe die Musk sie noch gebeten, im Unternehmen zu bleiben, als sie zu kündigen versuchte. Wird für die verbliebene Belegschaft nicht wirklich ein Motivationsschub sein, denn die sitzen jetzt gefühlt alle auf einem Schleudersitz.

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54 Antworten zu Twitter-Chaos II: Office zu, Zugangskarten gesperrt, geht der Schuss nach hinten los?

  1. Olli sagt:

    Crypto hui – Crypto pfui
    Twitter hui – Twitter pfui
    Cloud hui – fehlt nur noch Cloud pfui

    Gut oder Schlecht? Keine Ahnung – Ich zumindest kann extrem gut ohne das alles leben…

  2. Chris sagt:

    Beim Lesen des Artikels habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob das wahr sein kann ?
    Es liest sich so, als wenn Twitter jetzt so ausgedünnt ist, dass es seinen Kernaufgaben gar nicht mehr nachkommen kann.

    Serverprobleme oder Netzwerk ? Niemand da.
    Moderation bei Hass Tweets oder Ähnlichem. Niemand da ?

    Dann sperrt der "Chef" alle aus und kommt selbst nicht mehr rein ?

    Manchmal ist in einer verkrusteten Unternehmsstrukter der harte Besen gar nicht schlecht. Aber wie will Musk auf diese Weise eigentlich Twitter 2.0 etablieren ?

  3. Andreas K. sagt:

    Kennt Ihr noch das Spiel "Mankomania – Wie verjubelt man eine Million"? Scheint als würde Herr Musk an einer Neuauflage arbeiten – Wie verjubelt man 44 Milliarden :-)

    • Chris sagt:

      Das habe ich sogar noch.

      Allerdings die Version ohne Elon Musk. :)

    • T Sommer sagt:

      Interessant – ich kenne eigentlich nur das M.A.D. Spiel um sein ganzes Geld zu verjubeln – ein Klassiker.

    • Fritz sagt:

      Seit etlichen Jahren werden die Tech-Firmen gezwungen, ihre Gewinne in den USA zu versteuern, seit Obama und auch Trump hat daran nichts geändert. Vermutlich lassen sich die 44 Mrd ganz oder zumindest teilweise von der Steuerlast absetzen und mindern Musks Vermögen nicht nennensweise.

  4. Daniel sagt:

    Nur mal rein interessehalber gefragt. Gibt es bei den elektronischen Schließsystemen bei Twitter keine manuelle Entriegelung, Notschlüssel oder irgend ein Backupsystem für Notfälle. Und sei es ein Hammer für die Tür des Glaspalastes. Selbst beim billigsten smarten Türschloss kann man noch manuell schließen mit dem Schlüssel.

    • mvo sagt:

      Das ist das Resultat, wenn man so planlos Leute feuert: Niemand weiß, wo die passenden Schlüssel zu finden sind und wo der entlassene Hausmeister den Hammer aufbewahrt hat. Da dürfte das blanke Chaos herrschen.

      • ich sagt:

        Wenn nur wenige Personen das alles wissen, dann ist schon viel früher etwas schiefgelaufen. Und zwar die Dokumention solcher Prozesse und Systeme.

        • R.S. sagt:

          Naja, selbst wenn eine Dokumentation solcher Systeme existiert (was sicherlich der Fall ist):
          Wie kommt man an die Dokumentation heran, wenn man alle inkl. sich selbst ausgesperrt hat?
          Kommt ja niemand rein, um an die Dokumentation heran zu kommen.
          Das ist so, als wenn man auf einen Zettel aufschreibt, wo man den Safeschlüssel versteckt hat und den Zettel im Safe lagert.
          Und sicherheitsrelevante Dinge sollten aus Sicherheitsgründen eh nur sehr wenige Leute wissen.
          Je weniger Leute, desto weniger Leute können sicherheitsrelevante Dinge ausplaudern. Natürlich braucht man als Backup aber mehrere Leute, die Bescheid wissen.
          Nicht ohne Grund ist es z.B. bei großen Firmen üblich, das die entsprechenden Leute z.B. niemals gleichzeitig im gleichen Taxi, Flugzeug etc. sitzen dürfen.

        • mvo sagt:

          Die Frage ist, ob es noch Personen gibt, die auf die Dokumentation Zugriff haben. Baut man sinnvoll und wohl überlegt Personal ab, sollte das kein Problem sein, wenn aber mehr als die Hälfte ohne großes Nachdenken gefeuert wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man den Zuständigen und sämtliche Vertreter rausgeworfen hat.

    • Fritz sagt:

      Das einfachste dürfte sein einen Feueralarm auszulösen. Die Feuerwehr wird ihren Weg schon finden. Entweder – wie in Deutschland – über hinterlegte Schlüssel oder mit der Kreuzaxt.

    • Dolly sagt:

      Normalerweise öffnet man bei sowas die Wand neben den hochgesicherten Türen…

  5. mvo sagt:

    Laut businessinsider soll sich nur rund die Hälfte der Mitarbeiter den "hardcore" Anforderungen unterworfen haben. Für genaue Zahlen ist es wohl noch zu früh. Das wäre aber das Ende, wenn sich das auch nur ansatzweise bewahrheitet. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass Twitter keine funktionsfähige Presseabteilung hat.

  6. Ärgere das Böse! sagt:

    Es wird eine Firma nach US-amerikanischen Gepflogenheiten reorganisiert. Für mich alles i.O.
    Und das grosse Reinhauen hat erst angefangen, nachdem Werbe-Kunden ausgestiegen sind, weil Musk die Moderations-Regeln massiv lockern will. Geld verliert Twitter also nicht.

    Dazu noch eine These: Musk verursacht absichtlich Chaos, weil er Twitter nicht kaufen wollte, weil er erfahren hat, dass Twitter massiv defizitär ist, aber von einem Gericht zum Kauf gezwungen worden wäre.

    Für mich geht die Geschichte bisher auf, mit oder ohne die These. Ob wegen des Boykotts der Werbe-Kunden (Wegen der massiven Lockerung der Moderations-Regeln) Twitter in 12 Monaten noch existiert, steht in den Sternen. Ich glaube ja.

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Mal ne blöde Frage, wie verdient Twitter denn gerade Geld, wenn es niemanden mehr gibt, der Werbung schaltet?
      UND,
      es wird keine 12 Monate dauern, dann ist Twitter Geschichte!

      • Ärgere das Böse! sagt:

        Mal ne gescheite Antwort:
        Twitter hat mit Werbung Geld verdient, bis die Kunden Twitter boykottiert haben, weil der edle Elon Musk die Moderations-Regeln bei Twitter lockert.
        Momentan verdient Twitter also einiges weniger bis kein Geld mehr.

        *** Teil der Aussage gelöscht – bitte künftig solche Aussagen unterlassen – sonst sperre ich – bin nicht sicher, ob das ein Fake Post ist ***

      • Fritz sagt:

        Per Saldo hat Twitter noch nie in der Firmengeschichte Geld verdient.

  7. Anonymous sagt:

    Es gibt Dinge die bleiben – auch wenn kaputt gemacht. Im schlimmsten Fall eine IT-Ruine it verbleibender Domain und Bruchteil verwaister Nutzer.

    Wenn der Vergleich auch hinkt – ältere erinnern sich an "rotten.com" , anfangs war es hot & krass shit mit Abschreck-Horror. Hat auch Jahre überlebt, nur nicht mehr trendy.

    Mir widerstrebt übrigens jede Art dieses Elon-Managements. Bin selber Amerika-Management-geschädigt und hab sowas mal im kleineren mit Hedgefonds mitgemacht. Einen CTO hab ich dann mit abgesägt, sozusagen denn Elon in klein nur auf 100Mio hockend.
    Und ja – das geht. Ohne jetzt gleich proletarisch links angehauchte Parolen zu rufen, rein mit legalen Wegen und der Kraft der Menge.

    Vorbildlich & lustig: Unser Günter sorgt wenn die Hütte brennt als erstes für ein Backup :-) Sag doch ma ob die sogar rechtlich vorgeschriebene Schnittstelle des Backups oder Kopie der pbB geklappt hat …

  8. Anonymous sagt:

    @ MODERATOR – kann sofort gelöscht werden ! NUR HINWEIS
    Die Kommentar-Edit-Funktion (die mit "X Minuten nach Senden") scheint seit einigen Tagen (nur bei mir?) nicht mehr zu gehen:
    – Trotz generierter Link in URL mit Verweis auf die Thread-ID
    – Es erfolgt keine "Button Edit" Einblendung auf der Seite
    – Auch bei Reload der Seite mit dieser o.g.URL keine Edit-Funktion
    – Genutzt: FF ESR, vor ca. 2-3 Wochen gings noch
    – obwohl vll Browser unwarscheinlich – damals gings mit FF 102.2 oder 102.3

    Grüße … (Leider hab ich grad keine Mailverfügbarkeit, bin am Krankenbett)

  9. N. Westram sagt:

    Da ist alles abschlossen, damit Musk die Bude in Ruhe abfackeln kann:
    https://www.der-postillon.com/2022/11/twitter-musk.html

  10. Bernd Bachmann sagt:

    Eine Traumsituation für alle Mitarbeiter, die jetzt dabeibleiben. Ein Freund von mir hat sich in ähnlicher Lage mal innerhalb von zwei Jahren ein ordentliches Einfamilienhaus erarbeiten können.

    • Günter Born sagt:

      Nun ja, da gibt es durchaus verschiedene Aspekte, die zu bedenken sind.

      1. Will ich in einer Umgebung arbeiten, in der ich wie eine Zitrone ausgepresst und dann abgelegt werde?
      2. Wie schaut es wirklich mit dem "Erarbeiten" aus – Aktienoptionen sind schwierig, da Twitter nicht mehr an der Börse gehandelt wird. Und wenn die irgendwann pleite sind, ist es auch Essig mit den Optionen.

      Genau dieese zwei Punkte werden nach meinen groben Beobachtungen aus der Ferne inzwischen in den USA von den Betroffenen diskutiert.

      • Bernd Bachmann sagt:

        In dem mir bekannten Fall, der allerdings nicht in den USA und auch nicht in der IT war, ging es um eine Verfünffachung (!) des bisherigen Gehalts im Tausch gegen die Verpflichtung, in den nächsten zwei Jahren nicht zu gehen. Finde ich jetzt durchaus überlegenswert.

  11. Steter Tropfen sagt:

    Arbeitsrecht? Betriebsrat? Gewerkschaften? Solidarität der Kollegen untereinander?
    Gibt es auf dem Hire-&-Fire-Planeten, wo Twitter gemacht wird, offenbar nicht.

    Ein Lehrstück des Raubtierkapitalismus, aktueller als irgendwelche Grubenarbeiterstreiks der 1920er-Jahre. Das gehört in die Sozialkunde-Schulbücher (gibt es überhaupt noch Bücher in den Schulen?).

  12. Andy sagt:

    Sollen sie halt einen Schlüsseldienst anrufen…
    Aussperren haben "wir" auch schon geschafft. War ein schönes Erlebnis, da stundenlang beim Flexen und Bohren zuzuschauen.
    Es ist wohl dieser Typ Chef mit "gesunder" Geltungssucht, der Flex- und Bohrprpfis das Leben finanziert…

  13. OwenBurnett sagt:

    Mich freut es,
    Twiter war shcon immer eine bedrohung für die freie liberale dekomratie,
    ein globalisierter heu und mistgabel mob,
    furchtbar.

    wen sie pleite sind und zu wird die welt eine bessere sein.

    • Windowsnutzer1969 sagt:

      Genau! Nach Twitters Pleite wird die Welt eine bessere sein … So sei es – so wird es kommen …!
      Demokratieschutz durch Heu- und Mistgabel-Verbot und die Nutzer derselben! Fordere ich schon sooo lange!

  14. Kerno sagt:

    wen interessierts? nur die Profilneurotiker, für die Twitter das Leben bedeutet, da sie mir ihren Beiträgen dort sich selbst bestätigen und ihre Wichtigkeit nachweisen können und jetzt um die Zukunft ihrer Selbstdarstellungsbühne fürchten…

  15. js sagt:

    Hoffentlich bricht Twitter so rechtzeitig zusammen, dass es sich nicht mehr nach Gutdünken eines einzelnen Magnaten zur Manipulation der dummen ländlichen Wählerschaft nutzen lässt wie zu Trumpzeiten.
    Ich drücke allen fitten und guten Angestellten und deren neue Arbeitgeber die Daumen.
    Möge Meister Musk sich mal wieder auf seine produktiven und visionären Ziele konzentrieren und weniger herumtorkeln und manipulieren.

    • Windowsnutzer1969 sagt:

      So so:
      "… dummen ländlichen Wählerschaft zu Trumpzeiten …", die am besten ihre Klappe halten sollen, gelle?
      Den maßgeblichen Ton hat schließlich die intelligente Wählerschaft aus den großen Städten der aktuellen Bidenzeit anzugeben.

      Interessante Pauschalisierung mal wieder. Wie war das mit dem Spalten und dem Zusammenführen usw. …?? Alles Schall und Rauch, wenn man unter Meinungsfreiheit immer nur seine eigene "richtige" Meinung versteht …

      Zur Erinnerung: Die Wähler verteilen sich in den USA so gut wie immer ziemlich genau 50 : 50. Also sind 50 % der Amis dumme, ländliche Trumpisten …!?
      Schon recht steile These, nicht wahr?

  16. Gero sagt:

    Faszinierend das es überhaupt noch irgendwie funktioniert. Wahrscheinlich laufen die Systeme größtenteils auf "Autopilot". Wenn's dann hakt und kein Admin mehr da ist um einzugreifen war's das.
    Ist ein herber Verlust wenn es soweit kommt. Habe/hatte da eine super Tech und Security Bubble die mir schon sehr oft weitergeholfen und als Frühwarnsystem fungiert hat.
    Twitter war/ist viel mehr als privater Hirndurchfall von verrückten Menschen und übergeschnappten (Ex) Präsidenten. :/

  17. Martin B. sagt:

    Die Welt braucht Twitter nicht, genausowenig wie FB und den ganzen anderen digitalen Unrat. Aus ökologischer Sicht reine Energieverschwendung. Wir sollen weniger heizen, Autofahren aber für diesen digitalen Müll laufen Server und Klimatisierung 24×7? Wie dämlich ist das denn?

    Abgesehen davon: Twitter hat noch nie Geld verdient und wenn trotzdem jemand sagt „welch toller Platz hier geschaffen wurde" hat er kein Verständnis für das Wesen von privatwirtschaftlichen Unternehmen.

    Dann wurde wohl die links-grüne Filterblase gemeint, in der sich das akademische Prekarit als Weltverbesserer aufspielen kann und davon haben wir doch mehr als genug.

    Allen voran in Deutschland: nichts funktioniert mehr, wir können nicht mehr planen, bauen und organisieren, es ist Stillstand auf allen Ebenen. Mit hohlen Phrasen begründen können wir die Situation, das haben wir noch drauf, aber das war es dann auch. Noch nicht mal mehr wählen können wir ohne Schlamperei und nachgewiesener Manipulation.

    Organisations- und Verwaltungsversagen auf allen Ebenen, Twitter ist doch nur ein Abziehbild vom inneren Zustand, viel Gerede, hohle Köpfe an den Schaltstellen, aber nur heiße Luft. Daher: zerschlagen und neu aufbauen oder eben beerdigen.

    • Martin sagt:

      Oh, hier segelt wieder jemand unter meinem Namen. Ist das Absicht? Ich schreibe hier schon seit Jahren als Martin und Derartiges würde ich nie schreiben!

      • Olli sagt:

        Wie? Den Markenschutz vergessen einzutragen?

        Hoffentlich stört es dich nicht, dass ich dieser Tage eine Martinsgans gegessen habe – selbstverständlich vom Qualitätsmetzger des Vertrauens…

        • Günter Born sagt:

          Ist natürlich nicht verboten, den gleichen Alias zu verwenden (ich kontrolliere es nicht und könnte es nur durch einen Registrierungszwang verhindern, was ich aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen nicht möchte). Aber …

          – im Hinblick auf Mitleser ist es transparenter, wenn auch eineindeutige Alias-Namen in den Kommentaren verwendet werden. Vermeidet Missverständnisse und Verwechselungen.
          – leider gibt es Zeitgenossen, die Kommentare gerne unter falscher Flagge absondern – wenn ich es mitbekomme, lösche ich.

          Ich habe bei dem OP daher jetzt mal den Alias auf Martin B. geändert, damit sich das unterscheiden lässt.

          • Olli sagt:

            Ich will auch meinen Kommentar jetzt nicht total Bierernst verstanden wissen.

            In einem "Forum" ohne Registrierung sollte eigentlich jeder wissen das die Namen Schall und Rauch sind. Ich habe sicher auch wen okkupiert, gehe aber davon aus, das du anhand der IP in berechtigten Fällen schon auseinanderhalten kannst was Sache ist. Ich kann ja als "Neuling" im Zweifel auch nicht erkennen, welche Namen es schon gibt.

            Ansonsten auch von mir mal persönlich ein großes DANKE für deinen grandiosen Blog und Gruß nach Kelkheim Sitze ja nur gut 10km entfernt ;)

          • Günter Born sagt:

            Bei IPv4 geht es noch halbwegs – obwohl sich einige Leute wohl große Mühe machen, da mit wechselnden IPs zu posten, wenn sie (seit ca. 1 Jahr, nachdem ich Leute bannen musste) Kommentare unter falscher Flagge verschleiern wollen. Ist leider so, dass einige Idioten die gute Idee des Internet und dieses Blogs auf diese Weise torpedieren wollen.

            Wenn jemand irrtümlich mal einen bereits verwendeten Namen nutzt, wäre es nicht so das große Drama. Aber wie gesagt, für die Mitleser wäre es gut, wenn reguläre Kommentatoren auf Unterscheidung achten.

      • Martin B sagt:

        Martin soll häufiger vorkommen. Martin B ist doch i.O.

  18. nook sagt:

    Was wird Trump machen?

    "Twitter-Besitzer Elon Musk lässt Nutzer des Online-Dienstes in einer Umfrage darüber abstimmen, ob der Account von Ex-Präsident Donald Trump wiederhergestellt werden sollte. Der Tech-Milliardär startete die auf 24 Stunden angesetzte Umfrage in der Nacht zum Samstag in einem Tweet. «Vox populi, vox dei» (Volkes Stimme (ist) Gottes Stimme), schrieb Musk danach in einem Tweet."

    https://www.watson.ch/digital/international/175938114-twitter-musk-laesst-ueber-trump-abstimmen

  19. Anonymous sagt:

    Herrlich, der Twitter-Account von dem gewissen Alex Cohen ist wohl scheinbar nur ein Satire-Account – witzig wie wieder alle von einander abschreiben und Klicks generieren :D

    https://twitter.com/anothercohen

  20. Martin B. sagt:

    Ist doch spannend, Berichte aus dem Maschinenraum der Meinungsfilterblasen:

    https://www.welt.de/politik/ausland/article242480905/Twitterfiles-Wird-grossartig-Musk-bewirbt-Veroeffentlichung-interner-Twitter-Dokumente.html

    Welche Substanz dahiner steckt, wird man sehen müssen.

    Am Besten ist es ohnehin, den Mist nicht zu verfolgen (twitter, Facebook usw.), damit erübrigt sich eine Abschaltung. Das Problem daran ist, dass Millionen Follower ja nicht irren können und so werden die wenigen, die sich noch versuchen unabhängig eine Meinung zu machen und vor allem auch zu vertreten, ziemlich blöde dastehen und leicht zu diskreditieren sind, denn die Mehrheitsmeinung ist überwältigend.

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