McAfee Abo-Falle bei HP-PC?

Stop - PixabayGibt es bei manchen gekauften Systemen so etwas wie Abo-Fallen in der von den OEMs vorinstallierter Software? Zumindest berichtete mir ein Blog-Leser dies in einer Mail. Mir ist ein solcher Fall, der sich um die kostenlose 30-Tage-Testversion von McAfee samt Abo-Verlängerung auf einem neu gekauften HP-System dreht, noch nicht untergekommen. Ich stelle den Sachverhalt hier im Blog mal ein. Vielleicht gibt es Leser oder Leserinnen, die die Erfahrungen bestätigen können.


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Blog-Leser Andreas W. hatte sich vor Weihnachten einen neuen Rechner vom Hersteller HP zugelegt und diesen von einem Techniker eines renommierten Elektronikgeschäfts in Betrieb nehmen lassen. Aussage des Leser dazu, dass bei ihm am 15.12. von einem Servicetechniker eines renommierten Elektronikgeschäfts ein neuer HP-PC angeschlossen und mit den Peripheriegeräten verbunden wurde. Windows 11 war vorinstalliert (das wusste der Leser), dazu auch eine kostenlose Testversion für 30 Tage von McAfee (das war nicht bekannt).

Da der Techniker vom Leser den Auftrag hatte, Norton Security für ein Jahr aufzuspielen und dann mit seinem langjährigen Norton-Konto zu verbinden, hat er McAfee gleich vom Rechner geworfen. Ergebnis des Ganzen: Der neue PC lief gut, Norton arbeitete, das Test-Abo war verschwunden – "alles gut, so dachten wir", schreibt der Leser.

An dieser Stelle gibt es die Unsicherheit, was mit dem McAfee-Test-Abo im Vorfeld genau passierte. Aber lassen wir die Aussage so stehen, dass der McAfee deinstalliert war. Aber es scheinen noch Programmreste auf dem System verblieben zu sein – das kennt man häufig – es braucht Clean Tools, um alle Installationsreste vom System zu entfernen. Andreas beschreibt die Beobachtungen bzw. das Problem so:

Die nächsten Tage zeigten, dass McAfee immer noch teilweise auf dem Rechner war, so der Leser. Daran änderte auch eine zweite Löschaktion von ihm nichts. Dauernd nervige Einblendungen, dazu der Verweis auf ein "Konto" des Leser bei McAfee unter seiner (korrekten) Mailadresse. Dazu schrieb der Leser:

Jetzt war ich misstrauisch und bin in die FAQs von McAfee gegangen. Dort gibt es tatsächlich die Frage: "Wie kann ich die kostenlose Testversion von McAfee kündigen?" Und als Antwort darauf: "Gehen Sie zu "Mein Konto", um sieben Tage vor Ablauf des kostenlosen Testzeitraums Ihr Abonnement zu kündigen oder die Einstellungen für die automatische Verlängerung zu ändern."

Für den Nutzer ergab sich die Erkenntnis: Wenn er das McAfee Nutzerkonto nicht wissentlich und willentlich angelegt hat, riecht dies nach Abo-Falle. Andreas schreibt dazu folgendes:

McAfee hat ohne mein Wissen und ohne meine Einwilligung ein Nutzerkonto von mir angelegt und dies mit meiner Mailadresse, die ich nie an McAfee herausgegeben habe. Wäre ich nicht misstrauisch geworden, wäre ich ahnungslos nach 30 Tagen in eine Jahres-Abo-Falle geraten. Da ich mein "Konto" nicht selbst angelegt hatte, dieses aber passwortgeschützt ist, konnte ich auch nicht darauf zugreifen.

Der Leser hat daraufhin die Support-Hotline von McAfee angerufen und tatsächlich die Bestätigung erhalten, dass seit dem Anschlussdatum des PCs am 15.12.2022 ein 30-Tage-Abo bis zum 14.01.2023 läuft. Auf sein beharrliches Insistieren hin hat die McAfee-Agentin die automatische Verlängerung deaktiviert und ihm dies auch per Mail bestätigt:

"Gerne habe ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigt und möchte Ihnen mitteilen, dass wie gewünscht die Option für die automatische Verlängerung Ihres Kontos unter <meine Mailadresse> ausgeschaltet ist. Ihr jetziges Abo McAfee LiveSafe läuft zum 14.01.2023 ab und wird nicht mehr automatisch verlängert."

Unstrittig ist, dass es wohl ein Konto mit aktiviertem Test-Abo gab, welches sich ohne Kündigung automatisch verlängert. Da bei Windows 11 i.d.R. ein Microsoft-Konto mit einer Mail-Adresse angelegt wird, wäre es auch kein unüberwindbares Problem, beim Setup automatisch ein solches Test-Abo bei McAfee anzulegen und die Mail-Adresse dort zuzuordnen. Andreas merkt zum Vorgang noch an, dass er die Begründung von McAfee für diese Abo-Falle, wie er den Fall nennt, als abenteuerlich ansieht. McAfee schreibt dazu:

"Die automatische Verlängerung  stellt sicher, dass unsere Kunden ununterbrochen geschützt bleiben, indem das Abo  jährlich zum aktuell geltenden Preis verlängert wird. Das passiert einen Monat vor dem Ablauf und dabei wird die bei dem ursprünglichen Kauf gespeicherte Zahlungsinformation benutzt. Das Abo ist für das ganze nächste Jahr gültig. Kunden, die Ihre Meinung über die automatische Verlängerung geändert haben, können McAfee jederzeit benachrichtigen und diese Option deaktivieren. Die automatische Verlängerung wurde auf Grund der starken Kundenaufforderung für ständigen Schutz vor den neuesten Bedrohungen umgesetzt."

Andreas hält diese Begründung für unsinnig und vorgeschoben – und damit kann ich mitgehen. Denn der "Schutz vor Bedrohungen" wäre auch gewährleistet, wenn McAfee einige Tage vor Ablauf des kostenlosen 30-Tage-Abos darauf hinweisen würde, dass dieses ausläuft und eine weitere Nutzung ab da kostenpflichtig ist. Zudem ist ein Windows 11-System auch nach Ablauf der 30 Tage nicht schutzlos, weil der Windows Defender einen Grundschutz bietet.


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Auch für mich riecht die gesamte Sache. Diese vorinstallierte Bloat-Ware ist eine Pest, bringt den Herstellern aber Geld von Firmen wie McAfee. Dass Käufer dann auf ungewollte Abos hereinfallen, wird dabei von den Beteiligten billigend in Kauf genommen. Hier bei mir stehen HP-Geräte wegen unsauberer Geschäftspraktiken daher seit vielen Jahren auf der schwarzen Liste und werden schlicht nicht gekauft.

Ich kenne solche Ansätze bisher nur von Fleeceware bei Android- und iOS-Apps. Es geht dabei um Apps, die eine kostenlose Probenutzung anbieten. Nach Ablauf der Probezeit fallen dann bei Nutzung der App Abogebühren an – das ist legal. Bei Fleeceware-Apps werden die Konten der Benutzer aber belastet, obwohl diese die Probezeit nicht verlängert haben. Der Trick: Benutzer müssen dieses Abo vor Ablauf der Probezeit manuell kündigen. Da aber viele Leute die App nach dem Test einfach deinstallieren, läuft die Probenutzung weiter und wandelt sich in ein kostenpflichtiges Abo um, obwohl die App nicht mehr genutzt wird. Ich hatte das Thema im Blog-Beitrag 204 Fleeceware-Apps für Android und iOS machen 400 Millionen $ Umsatz angesprochen. Bei Windows-Anwendungen ist mir das bisher aber noch nicht untergekommen.

Meine Frage an die Leserschaft – und vor allem Dienstleister, die HP-Systeme (oder von anderen Herstellern) unter die Leute bringen: Ist euch ein solcher Fall bereits untergekommen? Ist da irgend etwas übersehen oder irrtümlich angeklickt worden, was das McAfee Test-Abo angestoßen hat? Andreas ist mit Recht sauer und fragte, ob ich eine Möglichkeit sehe, diesem dreisten Verfahren von McAfee generell einen Riegel vorzuschieben? Da ich kein Jurist bin, kann ich das nicht endgültig bewerten, sehe die Position von McAfee aber recht wackelig. Sofern sich mehr Betroffene einfinden sollten, würde ich ggf. eine Anfrage an HP stellen oder die Verbraucherschützer informieren.


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42 Antworten zu McAfee Abo-Falle bei HP-PC?

  1. Georg S. sagt:

    Mein Arbeitgeber verkauft zwar überwiegend HP Systeme aber da wir normalerweise nie die Vorinstallierte Windows Version darauf lassen sondern eine Eigene Installation darüber installieren hatten wir mit dem McAffe Testabo noch nie Kontakt.
    Vermutlich hätte man das Problem bei den Business Geräten mit Windows 10 bzw. Windows 11 Pro aber sowieso nicht da wir die Geräte normalerweise ohne Microsoft Account einrichten.

  2. Holger sagt:

    Mein Arbeitgeber verkauft und ver-least HPE PCs. Bei den Leasinggeräten wird immer ein für den jeweiligen Kunden zusammengestelltes Image installiert entweder über DSM, SCCM oder Ähnliches. Diese Images enthalten natürlich keine solche Bloatware. Wie es bei den verkauften PCs aussieht, weiß ich nicht, da ich nicht in diesem Bereich arbeite. Ich vermute aber, dass die Defaultinstallation von HPE beim Käufer landet.

    Da mich das Thema Bloatware bzw. vorinstallierte Software mit Sicherheitslücken oder anderen negativen Konsequenzen und seine Folgen schon seit langem interessiert, versuche ich mich mal umzuhören.

  3. Norddeutsch sagt:

    Wenn ein Automatismus die User-Mail crawled (ohne Zustimmung, ohne Opt-In) ist dies mE sehr heikel für HP+Mcafee. Vorschlag einer eleganteren Reihenfolge: 1. Situation klären und zuständiger Datenschützer (Land) 2. Danach verzögert HP (Verringerung Reaktionszeit) 3. Dann Verbraucherschutz (Awareness für Alle)? Bußgeld-Risiko gefühlte 80% – Frage zu klären: Für wen? HP und Mcafee werden hin+herschieben.
    §7 Bedingungen für die Einwilligung – https://dsgvo-gesetz.de/art-7-dsgvo/
    – > vermutlich wird Argumentation der Gegenpartei „freiwillige Einwilligung" sein
    §14 Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben – https://dsgvo-gesetz.de/art-14-dsgvo/
    -> Hier jede Menge Versäumnis, bis hin zur fehlenden Info über Beschwerderecht (wenn Dialog nicht ausgefüllt + Email gar nicht selber angegeben)
    §15 Auskunftsrecht der betroffenen Person https://dsgvo-gesetz.de/art-15-dsgvo/
    – > Hier Defizite, die Frist „längstens jedoch innerhalb eines Monats" wäre Auslegungssache (in diesem Fall schwierig, da schon Aktion vorliegt)

    Eine „Deutsche Version" mit DE oder EU-Impressum des Anbieters HP/Mcafee ist vermutlich leichter durchsetzbar. Eine wesentliche unklare Frage: Wer ist wo Vertragspartner? Was steht im Manual? Wenn Anfangsverdacht bestätigt: Screenshots machen, Daten sichern. Installer und Files unverändert (am besten HDD-Image 1:1 vom neuen PC bei Händler) sichern

  4. Anonym sagt:

    Auf jedem meiner Rechner war bisher McAffee vorinstalliert. An aufdringliche Pop-ups kann ich mich nicht erinnern. Aber auch nach De-Installation bleiben viele Einträge in der Registry.

  5. Susanne sagt:

    Ja, es wäre toll, wenn diesem Gebahren von McAffe/HP mal ein Riegel vorgeschoben würde. Mein Vater war auch mal mit seinem HP-Laptop in so ein ungewolltes Abo geraten, allerdings war da nicht nachvollziehbar, was er wie und wo angeklickt hat. Jedenfalls ist er durch Anrufe beim Support aus dem Abo rausgekommen, die wissen wahrscheinlich, dass das nicht rechtskonform ist und verhindern so, dass ihr Geschäftsmodell auffliegt. Es gibt sicherlich genug Leute, die darauf reinfallen und brav zahlen – für ein Produkt was eigentlich überflüssig ist und sie normalerweise nie abonniert hätten…

  6. OwenBurnett sagt:

    Fleeceware bei Android- und iOS-Apps
    WTF was für eine abzocke, das gehört verboten…

    Genau deswegen ist mein google konnte mit _keinem_ Zahlungsmittel verknüpft.

  7. Luzifer sagt:

    also bisher musst man die McAffee immer erst aktivieren auch das Test-Abo… geschah dies nicht und wurde deinstalliert, passiert da auch nix!

    Nickt man beim Einrichten allerdings ab (das ist bei Unachtsamen schnell passiert), kann es durchaus sein das die Testabo nach Ablauf fragt ob man das Testabo als kostenpflichtiges Abo weiterlaufen lassen möchte und ist in den Einstellungen automatisch verlängern aktiviert (was standardmässig evtl. angewählt ist) verlängert es sich automatisch… ist aber in den Einstellungen ersichtlich!
    Was mit aktiviertem Test-Abo und danach deinstallieren natürlich nirgendwo aufpoppt.

    Da hat aber der "Techniker" geschlampt!

    • Luzifer sagt:

      /edit/
      da würde ich mich also an den Techniker halten, der da wohl Scheiße gebaut hat!
      Den ohne willentliche Aktivierung passiert da gar nix! (Willentlich kann auch durch Unachtsamkeit passieren) Falscher Haken abgenickt ist Userfehler!

      Aber dann teilt man das HP/McAfee mit und das das irrtümlich passiert ist und gut ist… die wollen nämlich ganz sicher keinen Präzedenzfall!
      Ohne Kontonummer kommen sie soweiso nicht weit und die ist sicherlich nicht irrtümlich eingegeben worden!

      • Anonymous sagt:

        So sieht es aus. Man muss selbst aktiv werden für das Abo. An welcher Stelle genau weiß ich nicht mehr. Wenn man alles schnell durchklickt ist es eindeutig ein User Fehler. Und du hast vollkommen Recht, man muss erst einmal persönliche Daten angeben. Sonst gibt es keine Verlängerung. Dummheit und Unwissenheit aus eigenem Verschulden machen das nicht unwirksam!

  8. Wolfgang Schwarz sagt:

    Die Frage ist "wann kommt Geld ins Spiel". Irgendwann will ja dann jemand Geld haben. M.E. wird es erst dann ernst.
    Und nachdem dann irgendeine zweifelhafte Zustimmung vorgelegt wird – von der ich nix weis – berufe ich mich auf §119 BGB "Irrtum".

    Ich habe bei solchen zweifelhaften Vorfällen in den letzten Monaten bemerkt "dann ist Ruhe". Scheint eine Wunderwaffe zu sein.

    • Klaus sagt:

      Geht sogar noch einfacher: §312j BGB. Eine "zweifelhafte" Zustimmung oder ein Häkchen vergessen abzuwählen, wie in anderen Kommentaren geschrieben, ist schlicht kein rechtskonformer Vertragsabschluss. Und die sogenannte Button-Lösung beschränkt sich da nicht nur auf Webseiten.

      Das wissen die genau und deshalb sind die bei Beschwerden so "kulant".

  9. Anonymous sagt:

    Der Fall stellt sich aus meiner Sicht unklar da. So wie ich das sehe (und auch ein Vorredner), geschieht i.d.R. nichts, wenn man beim Einrichten des Gerätes achtsam ist und seine Daten nicht irgendwo bewusst angibt. In sofern hört es sich für mich so an, das der Techniker was verschweigt oder nicht zugeben will. Aber auch eine vorkonfigurierte OEM Installation, mit einem Skript zur Registrierung im OEM Image wäre möglich.

    Es kommt mir auch merkwürdig vor, dass nach der Deinstallation von McAfee weiterhin Meldungen von McAfee auftauchen. Auch das könnte für einen spezielle OEM Vorkonfiguration sprechen. Und wer weis was der Techniker und der User da gemacht haben. Offensichtlich hat der User wenig technische Erfahrung, denn sonst hätte er vermutlich die Einrichtung selbst vorgenommen. Bei der Deinstallation ist damit dann auch die Frage, wie der User vorgegangen ist.

    Interessant finde ich auch, das wohl keine Checkliste oder ein Protokoll des Technikers vorliegt (wurde zumindest nicht im Artikel erwähnt). Das würde wohl einiges aufklären. Und wen keines vorhanden ist, würde ich den Techniker/die Firma bestimmt nicht mehr beauftragen, egal wie renommiert die sind. Was hier schief gelaufen ist, ist am Ende unklar. Es kann eine Unachtsamkeit des Technikers/des Users gewesen sein, aber ebenso grenzwertige Bloatware oder ein Skript im OEM Image. Wobei ich McAfee nicht zutraue, dass diese automatisch ein Abo starten, ohne vorherige Zustimmung. Falls es ein Skript war, wäre auch der Lieferant (bzw. das renommierte Elektronikgeschäft) einmal in die Pflicht zu nehmen. Der Sache könnte man ja bei dem renommierten Fachgeschäft nachgehen.

    Allerdings finde ich die Praxis von McAfee (und einigen anderen Softwareherstellern) Testzeiträume und Abos automatisch kostenpflichtig zu verlängern, gelinde gesagt traurig. Ein Konzern wie Trellix müsste das nicht nötig haben.

    Ich wäre dafür gesetzlich festzulegen, dass Abos und Testzeiträume grundsätzlich aktiv durch den User verlängert werden müssen und der User ausdrücklich einer automatischen Verlängerung zustimmen müsste. Aber leider gibt es sowas immer wieder….

  10. JG sagt:

    War bei meinem „ASUS Vivobook X515KA-EJ058W", dass ich mir kürzlich im Lidl gekauft habe auch installiert. 30 Tage lang gültig. Ich habe es letzte Woche deinstalliert. Ich habe aber nie Daten im Programm von McAfee eingegeben. Auch habe ich nichts zugestimmt. Das McAfee Programm war schon eingerichtet.

    Mein Asus Notebook war aber noch nie mit dem Internet verbunden. Auch habe ich noch kein E-Mail-Programm dort eingerichtet. Also noch keine persönlichen Daten dort eingegeben. Windows 11 hat auch nur ein lokales Konto.

    Mal sehen was passieren wird.

  11. Michael Pietsch sagt:

    Bei DELL-Rechnern sind z.T. auch McAffee als Testversion vorinstalliert. Die entsprechende Einrichtung u.a. unter Angabe der Mail-Adresse ist direkt im Windows-PE Setup des vorinstalliertem Windows-Systems direkt nach den Privacy-Einstellungen für Cortana, OneDrive etc. integriert.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Techniker die Einrichtung stumpf ausgefüllt und durchgeklickt hat.

  12. Sven Fischer sagt:

    Der Mist fliegt bei einem neuen PC, oder Notebook welches ich für einen Kunden einrichte, sofort runter. Genau wie anderer Crap, braucht niemand. Der Defender ist als Basisschutz vollkommen ausreichend.

    Wenn dann doch jemand einen Mehrbedarf hat, kommt dann GDATA drauf. Sogar die ersten 12 Monate gratis, da wir eine Kooperation haben. Nach den 12 Monaten kann dann derjenige sich entscheiden, ob GDATA bleiben soll, oder nicht.

  13. Ralf M. sagt:

    "Techniker eines renommierten Elektronikgeschäfts" oder doch der Azubi?
    Ich würde niemals eine dritte Person damit beauftragen meinen Privaten Rechner in Betrieb zu nehmen, ohne das ich dabei anwesend bin und gezielt eingreifen kann.

    Da wir noch nicht einmal wissen ob das Notebook mit einem MS Online Konto verheiratet wurde bzw. ob die Privacy Einstellungen wirklich alle nach Kundenwunsch gesetzt wurden oder es nur eine schnelle Klickorgie mit Deinstallation von McAfee war kann man leider hier ohne das Gerät in der Hand zu haben überhaupt nicht sagen ob es jetzt eine "Abofalle" oder einfach ein Fehler durch Unwissenheit des Technikers bei der Installation war. Noch dazu habe ich so meine Zweifel wenn jemand der einen Techniker für die Installation seines Notebooks beauftragt über solche "Abofallen" schreibt. Ich habe im eigenen Umfeld einige Rechner mit vorinstalliertem McAfee gehabt, dort wurde diese und andere Bloatware direkt nach dem ersten Startvorgang vom System gelöscht (teilweise mit Hilfe von speziellen Cleanern) Damit solche Dinge erst gar nicht passieren. Bei neueren Geräten mit SSD ist meist das System schon im Bios aktiviert, da ist man schneller wenn man es komplett neu aufsetzt und hat nur die Software die man wirklich benötigt.

    • R.S. sagt:

      Stimmt.
      Bei vorinstalliertem Windows Bootmedium mit Windows einstecken, davon booten lassen, Festplatte komplett platt machen (alle Partitionen löschen und vom Installer neu anlegen lassen), dann Windows neu installieren.
      Und danach z.B. w10 Privacy drüber laufen lassen, um auch die von MS mitgelieferte Bloatware (Cortana, Onedrive, diverse Apps) loszuwerden und die ärgsten MS-Schnüffeleien abzustellen.
      Und erst dann richtet man Windows entsprechend den eigenen Wünschen ein.
      Mache ich bei jedem PC mit vorinstalliertem Windows so.
      Ist die sauberste Lösung, denn deinstallieren der Bloatware von einem vorinstallierten Windows lässt meist irgendwelche Reste zurück.

    • Andreas W. sagt:

      @ Ralf M.:

      Serviceleiter, nicht Azubi. Und ich war die ganze Zeit dabei. Er hat mit IObit Uninstaller Mc Afee sofort runtergeworfen und nichts angeklickt. Er hatte es zuvor auch hinbekommen, dass ich unter Windows 11 nur ein lokales Nutzerkonto habe – so wie ich es wollte.

      Und der telefonische Support hat es mir ja auch schriftlich gegeben: "Die automatische Verlängerung stellt sicher, dass unsere Kunden ununterbrochen geschützt bleiben"! Zudem habe ich ein spezielles Mc Afee-Entfernungstool bekommen, welches nach Aussage des Supports nötig ist, um alle Spuren von Mc Afee zu löschen. Man weiß dort also offenbar genau, was man tut! Ich habe das Tool – nach vorheriger interner Virenprüfung – dann durchlaufen lassen. Es hat für mich noch erschreckend viel gefunden, was zu löschen war. Danach war Ruhe.

      • JG sagt:

        @Andreas W.
        "Zudem habe ich ein spezielles Mc Afee-Entfernungstool bekommen, welches nach Aussage des Supports nötig ist, um alle Spuren von Mc Afee zu löschen. Man weiß dort also offenbar genau, was man tut! Ich habe das Tool"

        Wie heißt dieses Toll? Ich habe nämlich auch nur ein lokales Windows Konto und keinen Bock für etwas zu löhnen, dass ich nicht abgeschlossen habe. Vielleicht gibt es das Tool ja auch bei McAfee zum herunterladen.

        • Luzifer sagt:

          McAfee Consumer Product Removal-Tools (MCPR) gibt es direkt auf der McAfee Seite zum Download

          und diverse McAfee Cleaner als Drittherstellersoftware, welcher man natürlich erst vertrauen muss.

          oder für die die das lieber selber machen bietet McAffe auch eine Anleitung mit Schritten wie man das händisch selbst macht (Regstry & Co,)

      • Luzifer sagt:

        ******************************
        Und der telefonische Support hat es mir ja auch schriftlich gegeben: "Die automatische Verlängerung stellt sicher, dass unsere Kunden ununterbrochen geschützt bleiben"!
        ******************************
        was ja auch eine korrekte Antwort ist! Nur muss dieses McAffee zuvor irgendwo aktiviert worden sein, von alleine aktiviert sich das nicht. Das kann durchaus durch Unachtsamkeit passiert sein, Das ist oftmals lediglich ein gesetztes Häckchen … mir ist bisher kein System untergekommen wo das ohne entweder Häckchen setzen oder abwählen so passiert und das waren einige Systeme und kann mir bei Mc Afee auch nicht vorstellen das die sich nun auf einmal so riggeros in die Nesseln setzen.

        • Andreas W. sagt:

          Nein, es wurde nirgends ein Häkchen gesetzt – ich war die ganze Zeit dabei, habe dem Serviceleiter zugeschaut und ihm Fragen gestellt. Fest steht aber:

          1.) Die Testversion von McAfee war auf dem Rechner vorinstalliert.

          2.) Die Erstlöschung von McAfee brachte, wie berichtet, zunächst nicht das gewünschte Ergebnis, da Reste auf dem Rechner verblieben.

          3.) Auch bei der Einrichtung eines nur lokalen Kontos auf dem HP-Rechner unter Windows 11 musste meine Mailadresse hinterlegt werden, was für sich betrachtet ja erstmal normal ist.

          Ich überlasse es jetzt Deiner Phantasie, wie eine auf einem HP-Rechner gespeicherte Mailadresse an McAfee gelangt sein könnte.

          • MuLu sagt:

            3) "was für sich betrachtet ja erstmal normal ist"
            Nein, das für die Einrichtung eines rein lokalen Kontos eine Mailadresse nötig ist ist NICHT normal.

  14. Micha sagt:

    McAffee war auch beim A3511 von Fujitsu vorinstalliert. Habe es testhalber mal geöffnet. Danach öffnete sich ein Fenster das aufgefordert hat die AGBs zu akzeptieren. Das habe ich nicht gemacht.

    Da das System aber nach dem ersten Systemstart Probleme mit der W-Lan Verbindungsstabilität hatte, habe ich das Windows 11 Pro gleich neu installiert. Die M2 SSD wurde über die Löschfunktion im UEFI komplett gelöscht. Ein Microsoft Konto wurde nicht eingerichtet.

    Für das einzige weitere Problem sorgte der Speedstick V (Huawei E3372) der deutschen Telekom. Dieser ist nicht zu Windows 11 Kernisolierung und Modern Standby kompatibel. Mit aktiven Modern Standby gibt es permanente Bluescreens. Nachdem Windows 11 Kernisolierung und Modern Standby Deaktiviert wurden läuft es ohne Abstürze.

    Weshalb Modern Standby nicht über die GUI deaktiviert werden kann ist mir ein Rätsel. Über die Registry ging es.

    Weitere Systemprobleme gab es danach nicht mehr.

    • Jens sagt:

      Egal welchen Rechner man kauft, ob HP, Dell oder was auch immer. Es wird grundsätzlich Windows komplett neu installiert. Es ist immer viel Boatware vorinstalliert. Ich finde es nicht gut hier HP so schlecht zu machen. Alle Hersteller machen das.
      Ein lokales Konto ist sowieso Pflicht, einfach die Einrichtung ohne LAN/ Wlan- Verbindung durchführen.
      Bye

      • Micha sagt:

        Installation mit deaktivierten W-Lan und ohne Lan Kabel war bei Windows 11 Pro 22H2 nicht mehr möglich. Die Option "Ich habe kein Internet" wurde nicht mehr angeboten.

        Stattdessen zeigte Windows eine Internetadresse und einen QR Code an der erklärt wie man Netzwerkprobleme lösen soll. Dazu soll man ein anderes Gerät nutzen.

  15. Horst K sagt:

    Wie sind die Zahlungsdaten (Kreditkarte?) ins MC Afee Konto gekommen?
    Eine Zahlung auf Rechnung ist ja nicht möglich bei einen MC Afee Abo, also müssen ja Zahlungsdaten ins Kundenkonto eingetragen worden sein damit sich das Testabo überhaupt Kostenpflichtig verlängern kann. Waren keine Zahlungsdaten angegeben würde sich das Abo mit ablauf der Testphase automatisch beenden, da keine Abbuchung möglich ist.

    • MuLu sagt:

      Viele Firmen die bei regulär abgeschlossenen Abos keine Zahlung auf Rechnung machen sind sehr kreativ nach Probeabos. U.A. eben damit nach der Testphase einfach eine Rechnung zu schicken. Ist nichts Neues.

      • Horst K sagt:

        Dafür müssen ja die Adressdaten ins MC Afee Konto eingetragen worden sein, was sie nicht waren. Wie soll MC Afee dann die Adresse raus bekommen?

  16. Andy sagt:

    Mir kommt vor, dass der Sachverhalt dem Youtube-Video ähnelt:

    https://www.youtube.com/watch?v=NMp87-L7o2c

    Bin erstaunt, dass HP neben den Microsoftbedingungen auch seine Eigenen im Installationsprozess vorgibt. Da sind dann so Sachen wie McAfee …. enthalten.

    Wenn in der nächsten Windows 11 – Version ein Kreditkartenzwang kommt, dann wird das alles noch "lustiger".

  17. Anonymous sagt:

    Beim Lenovo Ideapad Duet 3, Kauf im Herbst des letzten Jahres, war eine McAffee Testversion ebenfalls vorinstalliert und es gab ebenso lästige Popups. Ich erwarte eigentlich, dass der Hersteller bzw. der Verkäufer in so einem Falle eine Lizenz zur Verfügung stellt, um die sich der Kunde nicht weiter kümmern muss, was bedeutet, die Applikation hat auf dem Rechner nichts zu suchen, oder es ist nach dem Kauf des Geräts eine uneingeschränkte Nutzung darauf möglich und zulässig.

  18. Mister X sagt:

    Laptop immer vorher komplett plattmachen und Windows neu installieren.
    BIOS Update (bzw. gleiches neu einspielen) + Festplatte löschen,
    bei Notebooks hat man nur Ärger als Verbraucher.
    Und vorinstalliert hat immer eine Backdoor in Richtung großer Bruder.
    Geiz ist zwar Geil, aber wenn man vom Computer keine Ahnung hat und
    Ihn nicht selbst bauen kann oder nicht die Ahnung von einem BIOS Update hat,
    dann sollte man besser die Finger davon lassen (aka Eltern).

  19. Martin Keller sagt:

    Ich habe mir am 4.1. einen HP-Laptop gekauft und komplett selbst eingerichtet. Ich kann bestätigen, dass ohne Einwilligung im Hintergrund ein Mc Affee – Konto mit 30 Tage-Testabo eingerichtet wird. Beschwerde beim Landesdatenschutzbeauftragten ist eingereicht.

    • Günter Born sagt:

      Danke für diese Rückmeldung. Auf FB hat mich jemand auf die folgende HP-Angabe hingewiesen:

      Mitgelieferte Software-Upgrades

      McAfee LiveSafe™ Angebot für 12 Monate mit diesem Produkt[2]

      • Martin Keller sagt:

        Nett, wenn einem die Annahme des Angebotes bei der Einrichtung des Laptops im Hintergrund einfach abgenommen wird, ohne Zustimmung und sogar ohne jegliche Information.

        "Mein" McAffee-Konto hatte sogar den generischen Namen "HP 30 day test customer", aber eben angelegt auf meine Email-Adresse. Ich vermute, dass nach der Windows-Registrierung die Email-Adresse abgegriffen und dann im Hintergrund einfach das Konto angelegt wird.

        Bin gespannt, wie das weitergeht. Die Beschwerde richtet sich zunächst mal gegen HP,
        da der Laptop von HP ist und aufgrund des generischen Konto-Namens.

  20. Lothar sagt:

    Hallo,
    Kommt mir bekannt vor, kein Abo abgeschlossen , keinen Haken gesetzt aber trotzdem ein Probe Abo bekommen, seitdem mit Abo Ablauf Spam bombardiert aber das beste nach der letzten McAffee Drohung das mein Rechner infiziert und nicht mehr geschützt ist, stammt mich diese Firma unter mehreren gleichen (! ) eMail Absende Adressen tagtäglich mit fast 50 Spam Mails voll !! Blockieren hilft nicht , weil anschließend nur ein Buchstabe / eine Nummer in der Mailspam Absender verändert wird und der ganze Rummel von vorne losgeht, Könnte einfach nur brechen, IT Programmierer sollte an wirklichen Problemen und nicht an solchen Blödsinn arbeiten. Schade um die Studiegebühren.

  21. John sagt:

    Gleiches Problem hier: Abo-Verlängerung beim HP-Laptop, eingerichtet auf einen generischen HP-Namen.

    Beim McAfee-Support angerufen (069 6640 4330) und von der Dame am anderen Ende ohne großes Aufheben erfahren, dass es sich dabei um einen »Fehler« handele, konnte sogar sagen, wann der HP-Rechner eingerichtet wurde. Sie hat das Abo anschließend anstandslos storniert und das auch umgehend per Mail bestätigt. Innerhalb von fünf Werktagen soll das Geld jetzt wieder auf dem Konto sein.

    Vielleicht hilft das dem Einen oder Anderen. Gegen McAfee und spontanen Bluthochdruck.

  22. Helmut Knips sagt:

    mcafee wurde mir beim Kauf am 11.01.2023 eines Lenovo Rechners im Media Markt mit installiert.
    Ich habe bei mcafee mich nicht regiestriert und keinerlei Daten hinterlassen. Nach 4 Wochen das Programm deinstalliert. Am 28.01.24 hat mcafee versucht 128,- Euro von meinem Konto ab zu buchen. Habe die Abuchung noch stornieren können und das Konto von meiner Bank für mcafee sperren lassen.
    Frage ist , wie kommt mcafee an meine Konto Daten ? Die können eigentlich nur vom Mediamarkt weiter gegeben worden sein. Bezahlt wurde mit EC Karte.
    Der Kundenservice meiner Hausbank war sehr erstaunt das so etwas möglich ist.
    Bin am überlegen Anzeige zu erstatten bzw den ganzen Vorgang der Datenschutzbehörde von NDS zu melden.

    • Günter Born sagt:

      Stelle Anzeige und verlange eine DSGVO-Auskunft – wenn es so stimmt, wie geschildert, darf McAfee keine Bankdaten besitzen. Was mir aufgefallen ist: Seit Jahresanfang laufen riesige Spam-Wellen, wo ausgelaufene McAfee-Abos angemahnt werden.

      • Helmut Knips sagt:

        Polizei sagt ist Zivilrecht. Werde den Fall dem Verbraucher bzw. Datenschutz melden.
        Geht beides mittlerweile online.Vom Media Markt noch keinen an die Strippe bekommen.
        Mal sehen wie das weiter geht.

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