Windows 11: Eine Fehlentwicklung?

Windows[English]Windows 11 ist ja seit Oktober 2021 auf dem Markt, die Version 22H2 seit Oktober 2022. Da Microsoft nun nur noch Windows 10 (Supportende 2025) und das neue Windows 11 vermarket, habe ich mal einen Blick auf dessen Entwicklung geworfen. Von Microsoft enthusiastisch als "Stein der Weisen" angepriesen, erkennen einige Leute eine ziemliche Fehlentwicklung. Zwei Jahre nach der Erstfreigabe ist es Zeit, einen weiteren Blick auf diesen Sachverhalt zu werfen.


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Nachdem Windows 7 SP1 und Windows 8.1 am heutigen 10. Januar 2023 ihr End of Life erreichen und aus dem Support fallen (zumindest ein bisschen, siehe Supportende für Windows 7/8.1 am 10. Januar 2023, für Windows Server 2012 R2 im Oktober), bleiben eigentlich nur noch Windows 10 und Windows 11 als Client-Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft. Vor einem Jahr hatte ich schon mal im Beitrag Ein Jahr Windows 11: Was haltet ihr davon? gefragt, wie das neue Windows ankommt. Nun ist ein weiteres Jahr vorbei, und ich kann kurz zurückblicken sowie auf das Jahr 2023 schauen.

Schwieriges Jahr 2022 für Windows 11

Zumindest im Jahr 2022 ist der große Run auf Windows 11 nach meinem Dafürhalten ausgeblieben. Microsoft-Mitarbeiter Michael Niehaus (der bei Microsoft auch im Marketing aktiv war) hat es in nachfolgendem Tweet und in diesem Artikel zusammengefasst.

Es war 2022 kein gutes Jahr für Microsoft und sein Windows 11 – von Durchstarten kann keine Rede sein, so sein Fazit. Weiterhin können 4 von 10 PCs nicht auf dieses Betriebssystem aktualisieren, weil die Hardware das nicht her gibt – heißt es bei Niehaus, der sich auf Zahlen von Lansweeper von Oktober 2022 bezieht.

Die Statcounter-Zahlen über die Verteilung von Windows auf dem Desktop zeigen auch, dass sich Windows 11 schwer tut. Windows 10 kommt im Dezember 2022 auf knapp 68% Anteil auf dem Desktop, während Windows 11 bei schlappen 17% liegt (im Februar 2022 waren es knapp 8%). Das gerade aus dem Support fallende Windows 7 SP1 kommt im Dezember 2022 noch auf 11,2% Betriebssystemanteil auf Desktop-Clients. Das ist eine heftige Klatsche für Microsoft, das Betriebssystem kommt am Markt nicht an.

Firmen beginnen zu testen

So richtig der Kracher scheint Windows 11 wohl nicht zu sein, ach wenn die PC-Hersteller das Betriebssystem auf den Consumer-Markt drücken. Mit dem Supportende von Windows 7 und Windows 8.1 sowie dem absehbaren "End of Live" müsste doch so langsam "Leidensdruck" und Wechselwille zu erkennen sein. Persönlich hatte ich aber bisher den Eindruck, dass Firmen sich mit dem Umstieg auf Windows 11 als Client-Betriebssystem zurückhalten. Es gibt einzelne Unternehmen, die Windows 11 für Tausende Clients ausrollen. Aber so eine richtige Massenabwanderung zu diesem Betriebssystem vermeine ich im letzten Jahr noch nicht zu erkennen.

Windows 11 in Firmen

Die Leute von Golem haben in obigem Tweet sowie in diesem Artikel aber die Beobachtung reflektiert, dass Unternehmen sich das Betriebssystem in 2023 zumindest anschauen. Der Beitrag bezieht sich auf einen Artikel von The Register mit dem Titel Corporations start testing Windows 11 in bigger numbers. Good luck. Dort kommt ein Gartner Analyst zu Wort, der den Trend in Firmen hin zu Windows 11 – zumindest für Tests – sieht. Aber eine "Schwalbe macht noch keinen Sommer" heißt es so schön. Ein Test in den kommenden Monaten bedeutet nicht, dass jetzt der Massenrollout vor der Tür steht.


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Entwicklungsprozess im Chaos?

Was mich inzwischen auch umtreibt, ist die Frage der Weiterentwicklung von Windows 11. Ich hatte es ja hier im Blog schon mal angerissen: Für mich ist Windows 11 die Resterampe-Verwertung des eingestellten Windows10X (Oberfläche) mit einem Windows 10-Unterbau – angereichert mit Anforderungen des Marketing um heftigere Hardware-Anforderungen, mutmaßlich, um den "großen Wurf" zu symbolisieren.

Wenn Microsoft fokussiert entwickeln würde, könnte man dem Ganze ja gelassen entgegen sehen. Dass Microsoft sich mit seinen halbjährlichen Funktionsupdates hoffnungslos verrannt hatte, und inzwischen auf einem Funktionsupdate pro Jahr angekommen ist, geschenkt. Das Microsoft plant, künftig nur noch alle 3 Jahre ein Windows-Funktionsupdate plant, lässt sich in meinem Blog-Beitrag Windows as a service: Feature-Updates nur noch alle 3 Jahre? nachlesen.

Dafür lesen wir aktuell (siehe Windows 11: Erste Feature Drops (Moments) aufgetaucht und Windows 11 22H2: (Moments 1) Sonderupdate KB5019509 (18. Oktober 2022)) aber, dass die Microsoft-Entwickler mit "Moments"-Updates (sogenannte Feature-Drops) arbeiten wollen. Alle paar Wochen wird dann irgend eine neue Funktion rausgegeben und auf die Systeme genagelt, egal, ob das Sinn macht oder nicht. Meine eigenen Gedanken spinne ich jetzt mal an dieser Stelle nicht weiter, sondern greife Äußerungen von Dritten zu Windows 11 und dessen weiterer Entwicklung auf.

Funktionen, die keine Freude machen werden

Anfang Dezember 2022 hatte neowin.net den Artikel Here are 5 not-so-great features coming soon to Windows 11 veröffentlicht, der Entwicklungen vorstellt, die die Windows 11-Nutzer eher ärgern als Begeistern dürften. Hier ein kurzer Überblick, was dort im Artikel angerissen wurde:

  • Recommended Websites, also Empfehlungen von Webseiten im Startmenü von Windows 11, was absoluter Käse ist.
  • Search Highlights, das keine Suchfenster im Startmenü bzw. in der Taskleiste, in der kleine Symbole zu Ereignissen oder Feiertagen eingeblendet werden. Das hat auch in Windows 10 22H2 Einzug gehalten und es war das erste, was ich deaktiviert habe.
  • Weitere Versuche, Edge durchzusetzen; der Browser dümpelt auch nach einem Jahr unter ferner liefen (2022 konnte der Edge gerade mal 2 % Marktanteil hinzugewinnen). Microsoft nervt aber seine Windows 11-Jünger weiter mit "Vorgeschlagenen Aktionen", bei deren Textanwahl in Windows 11 ein kleines Banner mit einer Schaltfläche angezeigt wird, mit der das Internet durchsucht werden kann (natürlich nur mit Bing und mit dem Microsoft Edge).
  • Warnungen an den falschen Stellen, d.h. verschiedene, einstellungsbezogene Warnungen erscheinen im Startmenü, wenn der Benutzer im Startmenü auf das Profil klicken. Es können werbeähnliche Aufforderungen, OneDrive einzurichten, sich mit einem Microsoft-Konto anzumelden, Dateien zu sichern (natürlich in OneDrive) oder das Profil zu vervollständigen, erscheinen.
  • Mit Anzeigen geflutete Suche, der neowin-Autor erwähnt Banner, die die Aufmerksamkeit des Benutzers auf die mit Werbung gefüllte Windows-Suche lenken soll.

Windows 11 nervt den Nutzer an allen Ecken und Enden mit irgendwelchen Spielereien, Popups und Einblendungen, wo man sich spontan die Frage stellt: Was soll der Mist. Wenn sonst noch alles funktionieren würde und Windows 11 "rock solid" wäre, könnte man vielleicht darüber wegsehen – obwohl ich mich schon frage, welches Gradsdie Microsoft Entwickler rauchen und ob die noch irgend einen Plan haben, was Firmen bei Windows 11 sehen wollen?

In neuen Insider Preview-Builds scheint Microsoft in einigen Bereichen Rückzieher zu machen, wie beispielsweise im neowin-Beitrag Microsoft backtracks one of the worst Start menu changes in Windows 11 zu lesen ist. Die "Empfohlenen Webseiten" sind wohl in der Windows 11 Build 25272 entfernt worden. Warum wurde das dann eingeführt? Andererseits hat man in Insider-Builds eine Option "Show recommended content" für die Explorer-Anzeige entdeckt (siehe diesen Artikel), der nicht gutes erahnen lässt. Inzwischen scheinen Microsofts Entwickler an einer massiven Überarbeitung des Explorers zu sitzen, wie ich hier gelesen habe. Da wird noch viel nerviges auf die Windows 11-Nutzerschaft gekippt werden.

Weiterentwicklung versinkt im Chaos

Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich dann Ende Dezember 2022 bei Dr. Windows den Beitrag Windows 11: Die Weiterentwicklung versinkt im Chaos – ohne Aussicht auf Besserung von Martin Geuß gelesen habe. Martin ist ja ausgewiesener Fan von Microsoft, hält den Produkten seit vielen Jahren die Stange und erkennt immer das "Gute" in den Microsoft-Produkten. Aber so langsam scheint auch ihm der Geduldsfaden zu reißen und er erkennt das Chaos. Zitat:

Nachdem sich Microsoft mit Windows 10 und den häufigen Featureupdates ein wenig verrannt hatte, schien sich mit Windows 11 eine Art Entschleunigung und eine Besinnung auf alte Tugenden anzudeuten. Das Gegenteil ist eingetreten, die Weiterentwicklung von Windows 11 ist vogelwild und chaotisch – und es scheint nur noch schlimmer zu werden.

Martin kritisiert das Chaos beim Windows Insider Programm, wo die drei Kanäle Developer, Beta und Release Preview logisch aufeinander aufbauten. Das scheint man aufgegeben zu haben – da läuft alles nur noch durcheinander. Ich selbst habe ewig keine Insider Preview mehr getestet und verfolge die Entwicklung der Wasserstandsmeldungen auch nur noch am Rande. Martin zieht das Fazit, dass das Insider Preview Programm schlicht kaputt sei – die Marketing-Leute schreiben die Blog-Beiträge mit Ankündigungen, die oft schlicht falsch seien, heißt es. Und wenn vorne Chaos ist die Entwicklungs-Pipeline hinein gegeben wird, kommt in der Regel hinten nichts sinnvolles heraus. Es ist interessant, Martins Einschätzungen und Zusammenfassungen in seinem Beitrag zu lesen. Optimismus der Art "alles wird gut" klingt deutlich anders.

Wie fasst Martin es zusammen: Weil ich aber ein unverbesserlicher Optimist bin, habe ich die Hoffnung, dass Windows 11 in seiner Gänze nur ein groß angelegter Versuch ist und man bei Microsoft davon ausgeht, dass Unternehmen diese Version ohnehin überspringen, gut beraten wären sie damit allemal. Frage an die Leserschaft, wie ihr das Ganz so seht? Steht Windows 11 bei euch im Firmenumfeld vor der Einführung? Wird es gerade getestet oder heißt es eher "geht gar nicht und wir warten auf den Nachfolger"?

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111 Antworten zu Windows 11: Eine Fehlentwicklung?

  1. Jens sagt:

    Windows 11 – das Windows Vista des 21. Jahrhunderts :-D

  2. Olli sagt:

    In kleineren Umgebungen werden sämtliche neuen PCs die schon 11 haben zurück auf 10 migriert. In größeren Umgebungen kommt sowieso das 10 Image drauf und wenn Windows 7 noch im Support wäre, würde überall noch 7 laufen. So einfach ist das.

    Microsoft soll 7 wieder in vollen Support nehmen, die Quellcodes für 10 und 11 löschen und auf Basis von 7 dann ein 12 bringen (In 5 Jahren oder so), bei dem jede Kritik aus Unternehmenskreise tatsächlich ernst genommen wird und das tatsächlich ein echter Release Candidate ist und keine Alpha und keine Beta.

    Im Idealfall trennt Microsoft die Sparten Business und Home User auf und geht getrennte Wege. Dann können Sie für Home User als Cloud machen und für Business User alles On-Premise…

    • Daniel sagt:

      Windows sollte grundsätzlich On-Premise bleiben und die Anmeldung mit Microsoft-Konto eingestampft werden. Die gesamte Entwicklung die mit Windows 10 einsetzte also "Windows as a service" mit halbjährig neuen Versionen war ein falscher Weg. Es ging viel zu viel dabei schief. Benötigte Funktionen sind weggefallen, nicht benötigte kamen zwangsweise dazu und viele andere Dinge.

      Microsoft soll sich darauf konzentrieren ihre Produkte sicher und benutzbar zu halten und nicht an höchst zweifelhaften Funktionen und der Optik rumbasteln. Ich traue mich zu behaupten einige Firmenbenutzer und auch Privatnutzer kämen auch noch mit der Optik von Windows 2000 klar zwar nicht so bunt aber man hat alles schnell gefunden. Oder warum benötigen einfache Büroarbeitsplätze Direct X 9 und höher und so viel Grafikspeicher?

      • 1ST1 sagt:

        Ich verstehe das nicht mit dem Microsoft-Konto… Es ist ja wohl so, dass jeder der so aus einem Telefon mutierten Hosentaschencomputer benutzt ganz logisch das Ding bei Google bzw. Apple angemeldet hat und da ständig online ist. Aber beim Desktop-PC oder Notebook ist das Teufelszeugs? Also, ich finde es praktisch, der Store bietet einige interessante Apps und ich muss mir keinen Kopf darum machen, dass die aktuell bleiben, ich habe meine Lizenzen damit verknüpft, ich kann mein Benutzerprofil syncen, kann Dateien über die Cloud sharen, habe eine Provider-unabhängige lebenslange Mailadresse, ein zwischen PC und Smartphone gesynctes Adressbuch (peoples.exe funktionieret wieder erwarten auch unter Win 11!, man muss es nur selbst an diese anheften) und Kalender und vieles mehr. Ich sehe darin eigentlich nur Vorteile. Die Einhaltung DSGVO ist wichtig, aber das Thema haben wir ja auch beim Google- und iCloud/Apple-Account, würde ich jetzt Microsoft nicht als Nachteil ankreiden. Und ich vertraue hier eher MS als wie Google.

        • Steter Tropfen sagt:

          Und täglich grüßt das Murmeltier: Nein, es hat eben nicht JEDER ein Konto bei Google oder Apple, sondern es gibt durchaus Leute, die sich der Problematik sehr bewusst sind und sich genau deshalb dem App-Zwang widersetzen. Und man kann den Krimskrams, den Otto DAU mit seinem Smartphone erledigt, nicht einfach mit all den Arbeiten vergleichen, die durch den PC laufen. Google kriegt die privaten Daten mit, aber MS die geschäftlichen.
          Wobei es durchaus knackig wäre, wenn auch Google mal schwungvoll ein paar Leuten ihre Accounts wegnähme. Heulen und Zähneknirschen… und vielleicht würde das die Menschen eher aufrütteln als wenn MS sowas tut.

          • Micha45 sagt:

            An den 0,1% hängst du dich wirklich auf?
            Otto DAU nutzt seinen PC kaum noch. Warum? Weil er alles am Handy macht!

        • Paul sagt:

          Schönes Konto Sie da.
          Oh, sie machen gerade nicht so viel Umsatz und können die Monatsmiete für die Office 365 ihrer paar Mitarbeiter nicht zahlen? Das tut uns aber leid..das Sie nicht einmal mehr Emails empfangen können.
          Aber niemand hat Sie gezwungen Office 365 zu mieten.
          Das war ihr freie Unternehmeriscge Entscheidung.
          Wie, Sie können jetzt nicht mehr Weg weil alle Domains bei uns liegen. Das haben Sie aber gewusst.

          Oder
          Ihr Laden brummt ja, da können Sie ja auch 30% mehr pro Monat zahlen.
          Wir garantieren Ihnen auch, das die Daten nur auf europäischen IPs liegen und Ihre Amerikanischen Mitbewerber nicht mitlesen können.
          Darum dürfen Sie Ihre Daten auch nicht verschlüsseln.
          Wir müssen sie ja auf Viren und kriminelle Inhalte scannen.

          Was noch mal war der unveränderliche dauerhafte Vorteil von der Cloud?

        • Micha45 sagt:

          @1st1
          Bitte nicht mit Fakten kommen. Dagegen ist man hier allergisch. Überall werden Konten erstellt aber bei MS geht das gar nicht. Typische Doppelmoral.

        • Maik Stratemeyer sagt:

          Also das gröte Manko an Windows 11 sind die tpm chip und CPU Voraussetzungen und dem eigentlichen versprechen Windows 10 ist das letzte Betriebssystem.

  3. R.S. sagt:

    Bei mir in der Firma wird sich Windows 11 erst dann angeschaut, wenn Windows 10 kurz vor dem Supportende ist.
    Und wenn man sich mal die letzten 2 Jahre anschaut, dann gibt es viel mehr Fehler in Windows 11 als in Windows 10. Warum sollte man sich das antun?
    Und dann auch noch wieder eine neue Oberfläche, was soll das?
    Die Leute wollen Kontinuität und sich nicht ständig umgewöhnen, weil irgendwelche Hipster meinen, an der Benutzeroberfläche herumbasteln zu müssen.
    Und Werbung hat in einem Betriebssystem absolut gar nichts zu suchen.
    Das ist doch keine Free- oder Shareware!

    In der Firma wird ein stabiles und schlankes Betriebssystem gebraucht.
    Im Grunde würde ein 64 bit Windows NT 4.0 mit aktuellem Sicherheitsstand und aktueller Hard- und Softwarewareunterstützung reichen.

    • Sven Fischer sagt:

      Volle Zustimmung, das sehe ich genau so. Eben aus diesem Grund gibt es ja bei Win10 die LTSB / LTSC Versionen.

      So wie ich das verstanden habe, gibt es dieses in der Form Windows 11 Enterprise. Aber da ist man so gut wie vollständig mit der MS Cloud verheiratet und davon abhängig. Nee danke, nichts für mich.

      • Takeo Otori sagt:

        Windows 11 Enterprise ist einfach nur ein schlankeres System ohne Bloatware und vorinstallierten Apps.

        "vollständig mit der MS Cloud verheiratet" – um, nein. Geht auch komplett offline!

    • FiveFinger sagt:

      Für beide Kernelvarianten weiterhin erwerbbar x64 sowie x86 Systeme schlank mit max. 10GByte (x64) Installation inkl. Browser/Realtimevirenscanner und benötigten Sysinternalwerkzeugen, wegen der besseren Verwaltung des Systems. Updates die nur der Systemsicherheit dienen. Wer Features benötigt, soll sie per Entgelt bei MS kaufen. Damit wäre schon mal ein Geschäftsfeld abgedeckt.
      Genervt bin ich jedenfalls von Apps bei Win10, die mir ohne Zutun auf den Rechner gespült werden.
      Explorer mit Adminoberfläche, ohne dass Berechtigungen der Files geändert werden. Ebenso Tabs und ein Lesezeichen Modus wie es etwa der Explorer++ in seiner GUI hat.

  4. Heiko sagt:

    Bei meiner Arbeitgeberin wurden alle neuen Systeme, die ursprünglich mit Windows 11 eingekauft wurden, nach wenigen Wochen mit Windows 10 neu aufgesetzt. Der Frustrationsgrad war einfach zu hoch.

    Die Supportfälle, die wir hatten, betrafen in erster Linie Intel-CPUs (Alder Lake, Efficiency-Cores führten zu schwankender Performance und wurden deshalb im BIOS deaktiviert), NVIDIA-GPUs (es gab immer wieder mal Treiber-Probleme, selten Bluescreens und in wenigen Fällen war eine Treiber-Neuinstallation erforderlich) und die aus Sicht von seheingeschränkten Beschäftigten die "verschlimmbesserte Zugänglichkeit". Bei gedrückter Alt-Taste zeigte Windows 10 alle möglichen Tastenkombinationen an. In Windows 11 fehlt das komplett.

    Was mich aus IT-Sicht nervt, ist zum Beispiel der Punkt, dass in den Adaptereinstellungen IP und DNS getrennt wurden. Wir testen intern immer wieder mal Sachen und müssen deutlich mehr klicken, weil die Einstellungen unnötig verschachtelt wurden. Ich erwische mich deshalb immer wieder dabei, dass ich noch die alten Adaptereinstellungen aufrufe. Die IT-Administration ist derweil noch immer damit beschäftigt ein sauberes Windows-Image (Deployment) zu erstellen. Bei zwei Tests, die ich durchgeführt habe, gab es immer wieder Fehler, weshalb die Installation abbrach oder Anwendungen auftauchten, die im Image eigentlich deaktiviert waren.

    Privat daheim habe ich nach über einem Jahr mein System mit Windows 10 neu installiert. Bei einer stark seheingeschränkten Freundin habe ich das neue Notebook mit Windows 11 platt gemacht, weil auch sie die Zugänglichkeit als einen Rückschritt beschrieb. Sie arbeitet viel mit Tastenkombinationen und teilweise mit Sprachausgabe. Aber ihr Jaws weiß bei "…" (siehe Explorer unter Windows 11) nichts Sinnvolles auszugeben.

    • Paul sagt:

      Ich weiß ja nicht ob ich etwas falsch mache oder ist unter Windows 11 netsh rausgeflogen.?
      Ich würde das netsh verwenden wenn ich öfters zwischen fester IP und DHCP umschalten müsste und das nicht per DHCP regeln kann.

      • Heiko sagt:

        netsh existiert unter Windows 11, so ist es nicht. Nicht alle Kolleginnen und Kollegen kennen sämtliche netsh- oder generell cmd-Befehle auswendig, um ein System vollständig über die Konsole zu administrieren.

        Wenn es also mal schnell gehen soll, helfen die Adaptereinstellungen und da muss man es nicht unnötig kompliziert machen, wenn es auch einfacher geht und gewisse Dinge aus der Logik heraus zusammengehören.

        • Paul sagt:

          Für mich ist das Buntiklicki aufwändiger und Fehleramfälliger. Zumal manchmal das Notwendige beim klicki bunti erst nach einem reboot angezeigt wird.
          Ja, klar. Man muß schon eher wissen was man tut.
          Vielleicht mal ein netsh help eintippen…
          Ist halt eine andere Arbeitsweise.

  5. Damiel sagt:

    Naja, Chaos in der Windows-Entwicklung ist ja nichts wirklich neues. Oder haben alle schon die Projekte Cairo und Longhorn vergessen?

    Bei Windows 11 hat sich aus meiner Sicht mittlerweile der Staub gelegt. Nachdem mit dem Dezember-Update auch der Bereitstellungspakete-Bug gefixt wurde, werde ich es in absehbarer Zeit ausrollen.

    Dieser ganze nervige Quatsch mit Werbung, Popups usw. ist m. E. einfach der Preis, den wir dafür zahlen, dass die Windows-Upgrades jetzt kostenlos sind. Tatsächlich bietet Microsoft aber fast immer eine mehr oder weniger gut versteckte Möglichkeit, diese Nervensägen abzuschalten. Ein halbwegs fähiger Admin wird seinen Usern Windows von vorne herein mit diesen Einstellungen konfigurieren, Pech haben nur die Heimbenutzer. Kann man als einen fairen Deal ansehen.

    Ich habe hier mal die meisten Einstellungen gesammelt, die ich mache, um ein ablenkungsfreies Windows zu erhalten (Artikel auf Englisch): https://medium.com/@damiel_gc/stop-bugging-me-f8eb21ac1e72

    • Heiko sagt:

      Oder man kann sich in der Softwareentwicklung u. a. mit der ISO 25010 beschäftigen und Software so gestalten, dass sie die Qualitätsmerkmale erfüllen kann.

      Gute Software kostet Geld. Schlechte Software kostet aber noch mehr Geld, weil es am Ende den Frust fördert, Beschäftigte demotiviert und unter Umständen den Supportaufwand erhöht, was wiederum zu Mehrkosten bei der Firma führt.

      Themen wie Usability und Accessibility geraten bei einer "agilen" Softwareentwicklung immer häufiger unter die Räder. Partizipatives Design ist in vielen Entwicklungsabteilungen ein Fremdwort und das Ergebnis sind dann allzu oft komplizierte Anwendungen mit schlechter UI, inkonsistenter GUI, verschachtelten Menüführungen, unzureichende oder fehlende Logik (z. B. Einstellungen, die zusammengehören, aber an verschiedenen Orten platziert wurden, Einstellungen, die nicht selbsterklärend sind, …) und, und, und.

      Im Markt existieren viele Geschäftsanwendungen, die de facto "tot" sind, weil der Support inzwischen mehr Geld kostet als die Neuentwicklung.

  6. Flo sagt:

    Für mich ist inzwischen die meiste Software aus dem Hause Microsoft von Grund auf defekt (Gruss an Exchange an der Stelle) und wie im Artikel angesprochen – ich sehe da keinen Ansatz oder Willen dass sich das mittelfristig ändern wird.

    Konsequenz ist dass wir deren Produkte nach und nach ersetzen wo es geht. Wird am Anfang viel Geld gekosten, aber wann wenn nicht jetzt. Win11 erleben wir auf jeden Fall nicht mehr.

  7. Bernd sagt:

    Wir testen Windows 11. Das größere Problem sind die veränderten Hardware-Voraussetzungen. Da wir grundsätzlich nur nachhaltige Refurbished-Hardware einsetzten, erfüllen momentan nur max. 5% der Hardware die System-Voraussetzungen für 11. Der Umstieg wird deshalb länger dauern und auch gut etwas kosten und das ohne größere Vorteile ;)

    • 1ST1 sagt:

      Das mit der Nachhaltigkeit finde ich einen wirklich guten Ansatz! Gratuliere! Die PCs müssen aber halt auch genauso zuverlässig funktionieren wie neue, aber aktuelle Markenhardware macht das bestimmt 10 Jahre.

    • auch Bernd sagt:

      Nachhaltig ist ja für mich das absolute "Unwort", aber das Hardware noch lange nutzbar ist, ist absolut wahr! Das durch diese "Hardwarepflicht" von MS tonnenweise Hardwareschrott verursacht wird ist eine Mega-Sauerei, zumal es zur angeblichen Sicherheit nichts beiträgt!

    • Stefan sagt:

      Bei uns im Unternehmen wird die Hardware zwar neu gekauft, dann aber gerne locker 10 Jahre genutzt. Der Client an sich verbindet sich nur auf eine RD-Session und muss daher nicht wirklich selbst groß Leistung haben.
      Das ist auch eine Nachhaltigkeitsgeschichte und eine enorme Kostenersparnis.

  8. GüntherW sagt:

    Mir fällt ja auch kein Grund ein warum man zu dem "neueren Produkt" wechseln sollte. Nicht mal unbedingt aus technischer Sicht, selbst aus Sicht eines regulären Nutzers.

    Am Ende ist es wie bei vielen Druckern. Da werden Sachen auf den Markt gebracht ohne das sich IRGENDWAS bessert, im Gegenteil. Wie viel Leute ich kenne die Drucker zurückgeben, weil die einfach wegen irgendwelchen dummen Funktionen nicht einfach drucken können. Jetzt wechselt man schon von 11 auf 10 zurück, weil man einfach von dem Produkt nicht überzeugt ist oder Probleme hat. Wobei "Probleme" schon eine Veränderung der GUI ohne erkennbaren Nutzen bedeutet. Aus meiner Sicht müsste man eigentlich relevante Probleme/Fehler aus der Vergangenheit aufgreifen, beheben und bestimmte Funktionen optimieren.

    Das Ding ist ein Betriebssystem, elementare Sachen wie ein simples aber dennoch brauchbares Backupprogramm oder überhaupt mal eine brauchbare Dateisuche fehlen für den normalen Nutzer komplett. Selbst die "Kopierfunktion" ist für größere Datenmengen total ungeeignet. Es gibt massiv OpenSource Software, die man sich aber auch erst wieder mühsam zusammensuchen muss.

    Dann noch so geknackte Sachen, dass sich ein "Video-Editor" in der "Foto"-App versteckt

    • 1ST1 sagt:

      Das mit von Win 11 auf 10 zurückwechseln ist ja kein neuer Trend. Neue PCs wurden mit Vista ausgeliefert und auf XP zurück gedreht, wobei es hier zu Anfangszeiten von Vista tatsächlich nachvollziehbar war. 8.0/8.1 PCs wurden auf 7 zurück gedreht, hier konnte ich es auch nicht nachvollziehen, für das Startmenü gab es Lösungen, aber hat man vielfach so gemacht. Windows XP wurde aber Anfangs genauso verschmäht, man setzte lieber das bewährte Win 2000 ein, oder schaltete wenigstens die XP-Optik auf 2000 zurück – und auf einmal war XP das "Beste Windows aller Zeiten".

    • Paul sagt:

      Du willst zu 11 wechseln, weil dies sicherstellt, das du nicht überflüssig wirst.
      Ich verbinde mit 10 nur mehr Arbeit, das System zu Härten, meine User vor Schnüffelei zu schützen.

  9. Markus K. sagt:

    Kurz und knapp:
    Windows 11 verursacht bei mir Schmerzen aller Art.

  10. Dolly sagt:

    Es geht bei Win11 hauptächlich um das Ausrollen/Akzeptanz von TPM Vernagelung, die wird für späteres Windows 365 Abo inkl. Cloudzwang für alle Daten und Aussperren älterer Software inkl. Linux "aus Sicherheitsgründen" usw. benötigt. Mit Office 365 Abo hat das aus MS Sicht schon gut geklappt. Windows 365 dann dauerhaft S Mode, zentral administriert von MS, dahin soll die Reise gehen.

  11. Alex sagt:

    Ich führe bei uns im Unternehmen das Windows 11 mit dem Team langsam ein.
    Wir betanken (per Intune Autopilot) die neuen Geräte bereits mit Win11 Pro. only und heben diese mit der nötigen User Lizenz auf Ent. .

    Das machen wir alles deshalb, weil ich/wir nicht glauben das MS so einsichtig sein wird und Win10 Support viel weiter verlängert oder gar Win11 spontan abkündigt. Dafür sind Sie (MS) zu stur und mal ehrlich, es ist ein Win10 mit Schminke. Es läuft mit Büro Anwendungen nicht viel schlechter als Win10, aber auch nicht viel besser. Alles, was uns an Win11 stört lässt sich ja zum Glück, (spätestens) mit der teuren Ent. Lizenzen meist eh per GPO oder auch per Intune Konfigurationsgruppen (was wir eher nutzen) abschalten.

    Aber klar spürt man, wo die Reise hin geht. Nach Möglichkeit alles in die Cloud und das Web an sich. Alles wird zu einer APP umgebaut (wie Paint, Terminal, Notepad..) und auch nur noch über den Win.Store geupdatet. Also ohne Internet ist das Win11 quasi nur ein anderes Win10, nur dass es mit Internet-Anschluss halt auf Wunsch von MS mit der Zeit deutlich mehr können wird. Es wird halt vermehrt Win11 Features only geben oder ähnliches. Und das wie auch das angekündigte Supportende für Win10, sind Gründe für uns nicht so lange zu warten. Sonst steht man am Ende evtl. doof da, wenn es dann mal schnell gehen muss, weil man zu lange gewartet hat und festgestellt hat das die Hardware usw. nicht Win11 konform ist.

    Was mich am meisten stört, sind halt diese Vorschläge/Tipps die manchmal an einigen Stellen kommen und doch nicht hilfreich sind. Aber gut ich bin schon einige Jahre mit Win. zugange und brauche diese vermutlich somit weniger.

    Was ich versuche zusagen ist, es gibt nichts Weltbewegendes (bisher) was einen zu Win11 treiben würde, ABER auch nicht was einen davon abhalten müsste (wenn man sich die Zeit für nimmt es nach seinen Bedürfnissen einzustellen).

    • Heiko sagt:

      Es war und ist ohnehin im Interesse von Microsoft, mehr denn je Unternehmen in die Enterprise-Lizenzen zu drängen, indem der Funktionsumfang der Pro-Edition Stück für Stück reduziert wird.

      Das Problem im Enterprise-Segment ist mittlerweile die Unberechenbarkeit. Die nächste Preiserhöhung bahnt sich an, weil Microsoft die "Flucht" seiner internationalen Kunden verhindern möchte, indem sie ihre Lizenzen in der Region kaufen, wo sie günstiger sind. Der europäische Markt bietet bisweilen die günstigsten Preise. Ab Februar 2023 beginnt Microsoft im asiatischen Markt mit Preiserhöhungen.

      Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Europa fällig ist. Und die Flexibilität hat derweil auch schon massiv gelitten. CSP NCE lässt grüßen.

      • Alex sagt:

        Ja das geben ich dir recht. MS will einen an der Nadel halten und dann aussagen bis man nicht mehr kann oder möchte. Aber dann wird es halt evtl. zu spät und man muss schauen, wo man bleibt und wie man die bereits getätigten Anstrengungen und Investitionen wieder mit andere Systemen ausgleicht, ohne das Unternehmen arbeitsunfähig zu machen.
        Das wird nicht leicht und sollte besser früher als später gemacht werden, wenn man das verhindern möchte/kann.

        Nur ist MS aber wie jeder Dealer immer bereit seine Abhängigen mit z.B. Probemonaten und Win. only Features zu ködern. Da kommen wir(alle) bestimmt nicht so einfach von weg und konsumieren weiterhin deren Stoff.

        Jegliche Konkurrenz wird eh auf die eine oder andere Weise klein gehalten oder ist halt nicht so zugänglich aus dem bestehenden MS System 😉

        Was ich damit versuche zu sagen, ist das MS zwar ein Dealer und wir die Abhängigen sind, aber die Marktwirtschaft funktioniert nur wenn es eine Abnehmerseite (Kunde) gibt. Somit müssen die (MS) auch immer abwägen, wie tief sie wem in die Tasche greifen. Am Ende müssen immer beide Seiten davon profitieren.
        Und ja MS profitiert immer wen ein Win. im Einsatz ist, auf die eine oder andere Weise ;)

        • Heiko sagt:

          Der Markt für Betriebssysteme kann schon mal nicht funktionieren, weil sich weder Microsoft noch Google einem ernsthaften Wettbewerb stellen müssen.

          Bei Microsoft würde schier das Kapital reichen, um jedweden Versuch eines neuen Wettbewerbers zu unterbinden, dessen Geschäft zu betreten. Sei es, dass das Start-up aufgekauft wird, wo "Potenzial" erkannt wird.

          Was glaubst du, woher die Macht der Tech-Konzerne à la Microsoft, Google, Meta, Apple und Konsorten kommt? Von hauseigenen Innovationen? Von hauseigenen neuen Ideen?

          Wiederum hat Microsoft den Vorteil, dass es seine eigenen Produkte und Dienste so verzahnen kann, sodass Lösungen von Drittanbietern kaum eine Chance haben, egal, ob deren Anwendungen benutzer- und datenschutzfreundlicher sind. Sie können auch keine "Komplettlösung" anbieten. Auch das ver- und behindert letztendlich den Wettbewerb.

    • Matteo Panagis sagt:

      Läuft bei uns ganz ähnlich. Von den 10.000 Clients laufen aktuell rund 1.000 auf Win11. Alles als Enterprise Version. Windows 11 bekommen nur die neuen Rechner, die im Rahmen vom Leasing getauscht werden oder eben neu angeschafft werden.

      Deployment per SCCM und Konfiguration per GPO. Klar muss man einiges anpassen und Konfigurieren (z.B. Consumer Teams deaktivieren). Das war aber beim Wechsel von Windows 7 auf Windows 10 nicht anders und wird vermutlich bei jedem neuen System so sein.

      Im Wesentlichen haben wir auch keine Probleme. Bluescreens oder Treiber Probleme gab es bisher keine. Und dank Leasing sind die Geräte auch immer auf aktuellem Stand. TPM und ähnliches sind also auch kein Problem.

      Läuft alles genauso gut oder schlecht wie bei Windows 10. Und da früher oder später eh kein Weg an Windows 11 vorbei geht, gehen wir den Weg eben jetzt um das ganze ohne zeitlichen Stress in unserem eigenen Tempo durchführen zu können.

      Was wären denn die Alternativen? Linux oder Chrome OS. Der Aufwand für einen Wechsel wäre hier deutlich größer, da es einfach viel mehr Schulungsaufwand, Abhängigkeiten und Anpassungsaufwände geben würde. Und zu viel freie Zeit oder Personal hat in der IT aktuell sicher niemand.

      Gruß von einem der Windows Jünger…. wobei ich gar nicht genau weiß, warum dieser abwertender Begriff hier auf dem Blog so gerne verwendet wird. Aber Schubladendenken ist vermutlich gerade schick.

      • Windowsnutzer1969 sagt:

        "Gruß von einem der Windows Jünger…. wobei ich gar nicht genau weiß, warum dieser abwertender Begriff hier auf dem Blog so gerne verwendet wird. Aber Schubladendenken ist vermutlich gerade schick."

        Yes, ist es …!
        Und nicht nur hier, sondern leider ich vielen Bereichen unseres Lebens. Ganz nach dem Motto:

        "Klaro, ich bin tolerant, bin für Meinungsfreiheit und -vielfalt …" – "Auch wenn ich damit ja (ehrlicherweise) eigentlich nur meine eigene und mir genehme Meinungen und Vielfalt meine …" ;-)

        Alles andere diffamiere ich nämlich gnadenlos, delegitimiere es (bei Bedarf) auch mit unsauberen Mitteln und vor allem schreie und beschimpfe ich es voller Wut in Grund und Boden …! (Und dies auch ganz gerne mal in beleidigender Form, wenn es "dem Zweck" dient … ;-))
        Tja …

        Ach so ja:
        Mit Win 11 bin ich eigentlich ganz zufrieden … Läuft stabil, schnell und tut was es soll – auch ohne MS-Konto und Cloud. Die "üblichen Nervereien" nerven natürlich auch hier, aber das haben sie bei allen anderen System vorher auch schon regelmäßig getan; nur halt in anderen Formen … Meine beiden Favoriten sind und waren eh XP und das 7er! Von daher …

  12. secondJo sagt:

    Ich kann die Kommentare hier irgendwie alle nicht nachvollziehen…

    Betreuen viele KMU Betriebe – liefern seit 6 Monaten fast ausnahmslos nur noch Windows 11 aus.

    Wirkliche Probleme oder vorallem mehr Probleme als mit W10 habe ich nirgends…
    Sind denn die Umgebungen der Betreuer hier derart "besonders" dass es so viele Probleme gibt?

    Gar Abstürze oder Bluescreens sind mir vollkommen fremd unter Windows 11.

    Auf meinem eigenen Gerät läuft W11 nun schon weit über 1 Jahr fehlerfrei. Wüsste nichts zu meckern. Wer behauptet dass Windows 10 VIEL besser oder Zuverlässiger ist macht meiner Meinung nach irgendetwas grundlegend falsch..

    • Heiko sagt:

      KMU ist eine Sammelbezeichnung. Was sind das für Kunden, die ihr betreut? Kleinunternehmen? Wie groß sind die mittleren Unternehmen? Welche Branchen? Wie viele Beschäftigte?

      Wie betreut ihr die Kunden? Via Intune? Remote? Vor Ort? Gibt es Gruppenrichtlinien? Kundenspezifische Windows-Images oder belasst ihr es bei den Vorinstallationen der OEM inklusive sämtlicher Bloatware? Verkauft ihr einfach nur Systeme? Agiert oder reagiert ihr nur? Stichwort Monitoring.

      Bevor ich es vergesse: Wie arbeiten die Kunden? Sind das "nur" Systeme, die sich per RDS auf VMs oder vielleicht sogar noch in eine Infrastruktur mit Terminalservern verbinden? Oder wird überwiegend in der Cloud gearbeitet?

      Zur Kundenbetreuung gehört aber noch mehr.

    • Damiel sagt:

      Was die Stabilität angeht, hast du völlig recht. Windows 11 läuft genauso wie Windows 10 praktisch ohne Abstürze (außer die Hardware ist defekt!).

      Trotzdem habe auch ich das Rollout lange zurückgestellt und werde das erst dieses Jahr angehen. Die Gründe habe ich hier aufgeschrieben: https://medium.com/@damiel_gc/not-ready-for-prime-time-a926ad8457c4

      Windows 11 hat diverse Änderungen, für die man erst mal Workarounds finden muss (App Stubs, kein Education-/Business-Store, Consumer-Teams, WDS-Deployment entfernt usw.). Bis Dezember war in der 22H2 auch noch das Deployment mit Bereitstellungspaketen defekt, was ich für die Mobilclients verwende.

      • Heiko sagt:

        Meiner Meinung nach ist die Pro-Edition im kommerziellen Umfeld "tot". Deshalb, weil Microsoft sie Stück für Stück kastriert hat. Ausschlaggebend war und ist für mich der Bereich Gruppenrichtlinien (GPO).

        Gut zu wissen, dass die Deployments auch bei anderen nicht von Erfolg gekrönt waren. Ich habe ebenso den Fehler 0x800700b7 reproduzieren können.

        Es war aber absehbar, dass Microsoft die Kunden dorthin hindrängt, wo man sie haben möchte: In der Cloud. Natürlich wird auch die Flexibilität kastriert, siehe Lizenz-/Preispolitik bei CSP NCE.

        Aber wie inkonsequent der Konzern manchmal ist, zeigt sich beim Beispiel Microsoft 365 Apps, die lange Zeit unter dem Windows Server 2022 via RDS nicht unterstützt worden, bis man letztes Jahr (glaube ich Oktober) zurückruderte.

        • Damiel sagt:

          Ich weigere mich beharrlich, Geld für die Enterprise-Edition auszugeben. Mit Pro hat man sicherlich etwas mehr Arbeit, weil mehr Quatsch rauskonfiguriert werden muss, aber bisher habe ich keinen Showstopper, der mich zwingen würde, Enterprise zu kaufen. Mit den GPOs habe ich jedenfalls keine Probleme.

          Das einzige, was ich absolut nicht in Ordnung finde: dass Credential Guard nur in Enterprise freigeschaltet ist. Sorry Microsoft, aber die Pro-Edition berechtigt nun mal zum Domänenbeitritt und sollte daher unbedingt diesen Schutz erhalten. Das ist ja kein Feature wo man die Möglichkeit haben sollte zu entscheiden "brauche ich das oder nicht", sondern eine wichtige Sicherheitsmaßnahme.

          • Heiko sagt:

            Mit dem ausufernden Kontozwang und anderen künstlichen Barrieren in der Pro-Edition wird es spannend, wie lange man sich da noch "weigern" kann.

            Aber ich verstehe deine Einwände. Als ich noch für externe Kunden gearbeitet habe, drehte sich alles um den Kosten-Nutzen-Vergleich von Pro und Enterprise, aber es wurde von Jahr zu Jahr schwieriger eine seriöse Auskunft zu geben, je mehr Microsoft am CSP-Programm und den Lizenzbedingungen geschraubt hat.

  13. PeX sagt:

    Solange "Microsoft" Windows als Marketing-/Geldmacherei-Software sieht und NICHT als ernsthaftes Betriebssystem, wird das nix, egal ob das sich Kind Windows 11, 12 oder 2025 schimpft. Der Fokus auf wahnsinnig fancy Oberflächen, bzw. Werbeflächen verhindert das Angehen von den echten Baustellen, Beispiele haben die Kommentartoren oben schon genug abgelassen.
    Wie kommen die Leute von MS eigentlich darauf, sich ansatzweise einzubilden, sie wüssten, was der PC-User oder der Admin braucht?
    Über das MS-Cloud-Geraffel möchte ich hier gar nicht reden…

  14. Luzifer sagt:

    Windows 11 bietet gegenüber Windows 10 einfach keinen Mehrwert! Design(fehl)entscheidungen alleine bringen keinen Mehrwert! Nen OS ist die Basis und keine Eierlegende Wollmilchsau, was ich als Software nutze entscheide ich und nicht das OS …ein OS hat die Basisfunktionen bereit zustellen und das rockstable! Den Rest machen Programme die ich als User aktiv wähle und nicht ein OS Hersteller.

    Wäre Win7 nicht aus dem Support raus, wäre es hier nichtmal nen Windows 10!

  15. Michael sagt:

    Derzeit habe ich noch nirgends Windows 11 im Einsatz gehabt, die einzigen Berührungspunkte waren bisher immer Gäste die Mal Support brauchten. Erste Tests und Deployment Entwicklung für Win 11 sind erst ab 2024 geplant – dieses Jahr noch Win 10 only. Das war Allerdings mit Win 10 auch nicht anders. Für mich verwendbar war es erst ab 1809, davor war so viel Murks.

    Das Einzige was ich bereits einsetze sind Win11 GPOs da der Unterschied an fehlenden GPOs (zwischen 10 und 11) so marginal sind, aber Win 11 die bessere strukturierten Templates hat.

    PS: das warten oder überspringen von Win 11 sehe ich sehr unrealistisch, unwahrscheinlich, dass MS noch bis 2026 eine neue Windows Generation auf den Markt wirft. An Win 11 werden wir nicht vorbeikommen solange man auf Windows setzen muss (sonst gäb's ja auch genug Alternativen)

  16. Markus sagt:

    Warum hatten wir Windows 7 so gerne ? Weil es ein definiertes System gab entweder mit oder ohne Servicepack. Es gab kein Versionschaos, es wurden nicht irgendwelche Featureupdates nach geschoben, die auf Produktions PC Probleme verursachten.
    Ich selber habe als IT-Admin Windows 11 im Einsatz, aber mit dem Explorer Patcher mit der Optik von Windows 10. Das Kontextmenü von Windows 11 nervt, die Netzwerkeinstellungen grafisch zu ändern, ist viel zu aufwändig. Wo sehe ich einen Vorteil von Windows 11 ? Es bootet schnell, der Sperrbildschirm sieht modern aus.
    Das sind natürlich Dinge, die man im täglichen Betrieb unbedingt braucht. Würde ich es weiterempfehlen ? Definitiv nein. Es enthält einfach zu viel Gebastelt statt sinnvollen Features. Wir bekommen Tabs im Explorer und Notepad nachgeliefert. Kann damit jemand was anfangen, nachdem er seit Jahrzehnten die Arbeitsweise angepasst hat, ohne diese Feature. Was für eine tolle Entwicklung von Windows 11

  17. cram sagt:

    Wir haben Windows 10 gekauft und bezahlt. Ich sehe aktuell keinen Sinn für einen Umstieg weil das ganze noch bis 2025 supportet ist. Des Weiteren sind viele Computer offiziell nicht Windows 11 tauglich. Für die neue Hardware würden wieder Kosten entstehen.

  18. Andy sagt:

    Windows 11 ist definitiv eine Fehlentwicklung.

    Vor wenigen Tagen bin ich von Windows 11 auf Windows 10 umgestiegen.

    In einem Punkt habe ich Windows 11 zu Unrecht beschuldigt, nämlich langsamer als Windows 10 zu sein. Ich habe versehentlich Windows 10 (installierte Drittanbieter Security) mit Windows 11 (nur Defender aktiv) verglichen. Das war unfair, weil der MS Defender zu viele Ressourcen braucht. Windows 11 ohne Defender ist genauso schnell wie Windows 10 ohne Defender.

    Meine Daten möchte ich nicht in der Cloud haben.

    Somit bleibt mittelfristig ein Umstieg auf Windows-Alternativen alternativlos.

    Da MS 365 nach Meinung von Juristen nicht datenschutzkonform ist, sollte man MS 365 verbieten.

    • Bernd sagt:

      Da MS 365 nach Meinung von Juristen nicht datenschutzkonform ist, sollte man MS 365 verbieten.

      Wenn ein paar wenige deutsche Juristen sagen das…?? MS 365 verbieten würde D aber ordentlich lahm legen. Schon mal drüber nachgedacht wer das alle nutzt?

      Dann verbieten wir lieber Facebook, Instagram, TikTok, WhatsApp und den ganzen anderen Schrott den nun wirklich niemand benötigt.

      • Andy sagt:

        Die Datenschutzgrundverordnung und die Datenschutzgesetze der Nationalstaaten sind geltendes Recht. Der Gesetzgeber hat sich bereits Gedanken gemacht, wem der Datenschutz nützt.

        Ich persönlich finde Datenschutz positiv.

      • R.S. sagt:

        Geltendes Recht nicht durchsetzen, weil sehr viele große Unternehmen dagegen verstoßen?
        Dann könnte man das Recht auch gleich abschaffen.

      • Bernd Bachmann sagt:

        >> MS 365 verbieten würde D aber ordentlich lahm legen.

        Nein, es hätte lediglich zur Folge, dass es ein paar Tage später eine Variante gäbe, die datenschutzkonform ist.

        • 1ST1 sagt:

          Und wer hat nachgewiesen, dass M365 tatsächlich nicht datenschutzkonform ist? Wo sind die Fakten? Meinungen bringen uns hier nicht weiter.

          • Marco sagt:

            Lies einfach mal die Zusammenfassung von Günter zu dem Thema, da sind alle Quellen drin.
            https://www.borncity.com/blog/2022/12/06/microsoft-365-und-der-datenschutz-wie-geht-es-weiter/

          • 1ST1 sagt:

            Auch dort keine Fakten. Nirgendwo kann ich nachlesen sowas wie "Ich habe entdeckt dass Microsoft meine lokal gespeicherte Datei xyz.docx auf einem Server in Redmond analysiert hat und an den amerikanischen Mitbewerber abc weitergeleitet hat der jetzt mein Produkt ghj kopiert." Solange so etwas nicht nachgewiesen wurde ist das alles Hättehättefahrradkette.

          • Günter Born sagt:

            Zu deinem Hätte-hätte-Fahrradkette: Der verlinkte Beitrag bezog sich auf DSGVO-Complicance. Und dort gilt: Ein DSGVO-Verantwortlicher muss nachweisen können, wo seine Daten durch Dritte verarbeitet werden. Bei MS365 ist bekannt, dass Daten, u.a. per Telemetrie, abgezogen werden. Da Microsoft aber nicht offen legt, welche Daten wo erfasst und übertragen werden und was damit passiert, ist das Ganze aus Sicht eines Datenschutzverantworlichen nicht DSGVO-Konform. Das ist das, was die DSK in ihrem Beschluss auch feststellt. Da gibt es in meinen Augen auch nichts zu deuteln.

          • nananana71 sagt:

            @1ST1
            Wieder ein Strohmann-Argument….

          • Micha45 sagt:

            Kein Strohmanargument. Ihr behauptet nur ohne auch nur den Hauch eines Nachweises liefern zu können.

  19. CRS sagt:

    Was die Hardwareanforderungen für Windows 11 angeht, hat man sich bei Microsoft wohl auch ordentlich Acid eingeworfen.
    Denken die ernsthaft, die Leute kaufen sich einen neuen Rechner falls der alte wegen solchen Späßen wie TPM nicht mit Windows 11 klar kommt? Geplante Obsoleszenz.

  20. Loro sagt:

    Im Auslieferungszustand ist Windows 11 eine Verschlimmbesserung. Wichtige Menüs und Funktionen existieren nicht oder sind versteckt. Ich musste einen halben Tag zur Suche im Internet nach Tipps und Tricks zur Wiederherstellung des Looks von Windows 10 aufwenden. Das hat zu 98% geklappt, jetzt sieht Win11 aus wie Win10 und ich kann es auch (fast) annähernd ebenso nutzen.

  21. 1ST1 sagt:

    Es ist seltsam, es scheint so, als ob wir zwei verschiedene Windows 11 Versionen verwenden. Ich habe keine Werbepopups oder mit Werbung geschmückte Suchergebnisse. Irgendwas mache ich wohl falsch? Oder richtig? Vom Gefühl her mag ich Windows 10 eigentlich lieber, aber das sind minimale Nuancen, die sich mit OpenShell, ExplorerPatcher und ein paar anderen Kleinigkeiten fast angleichen lassen, wobei mir OpenShell eher fast ein Windows 7 Feeling gibt. Inzwischen nutze ich sogar den Windows 11 Style der Taskleiste, weil die Windows 10 Variante per ExplorerPatcher auch nicht 100% Windows 10 ist, insbesondere im rechten Bereich der Taskleiste, was man früher mal als Systray bezeichnete, das mit den Benachrichtigungen, Kalender, Uhr, Einstellungen, WLAN und Bluetooth ist nicht gerade das Gelbe vom Ei, auch wenn man mit Explorerpatcher auf was Win 10 artiges zurückschaltet wird das nicht besser, der Bereicnh gefällt mir unter einem echten Win 10 besser, hier gillt für mich dann komischerweise wenn 11 schon läuft, dann auch die 11er Taskleiste mit linksbündigen Icons nutzen. Abseits des Startmenüs und der Taskleiste gibt an Win 11 nicht wirklich zu meckern, unter einem "echten" Windows 10 würde ich inzwischen die Explorer-Tabs vermissen. Es nervt allerdings, dass sich der Explorer öfters eine Ordneransicht nicht merkt, das funktioniert unter 10 besser, wenn man einen Ordner erneut aufsucht.

    "Rock solid" in Bezug auf Abstürze ist Win 11 auf jeden Fall, genau wie 10 noch nie abgestürzt. Anfangs hatte ich massive Probleme mit den Realtek-WLAN, nach intesivere Suche habe ich aber bei irgendeinem Notebookhersteller (Lenovo?) einen neueren Treiber gefunden, der auch mit meinem HP die Verbindung stabil hält.

    In der Firma halten wir uns noch zurück, 11 ist dort dieses Jahr noch kein Thema, wahrscheinlich erst 24, aber vor 25 haben wir da keinen Zeitdruck, 10 läuft ja, und vielleicht gibts dann ja dann wieder ein besseres Windows 12.

    Was den allgemeinen Marktanteil von Win 11 angeht, hier spielen meiner Meinung nach insbesondere vier Punkte die wesentliche Rolle, 40% der Bestand-PCs können aus Hardwaregründen nicht updaten, Firmen sehen bei Win 11 derzeit keinen Handlungsbedarf (was sich 25 ändern wird), bei unbedarften Privatpersonen läuft 7, 8.x und 10 noch gut genug (zusätzlich 7-8.1: endlich keine lästigen Updates mehr!) und nicht zuletzt die schlechte Hardwareverfügbarkeit durch Pandemie und Krieg.

    Was den Marktanteil von Edge angeht, aktuell rund 15%, das ist nicht schlecht, fast das Niveau von Firefox. Wenn es Firefox nicht gäbe, würde ich sicher Edge benutzen, Datenkraken-Chrome auf keinen Fall.

    Was das Entwickungsthemen und das Chaos damit angeht, Feature-Updates, Moments und was weiß ich was noch alles, ich bin registrierter Insider, hab aber noch nie eine Testversion ausprobiert. Mir kommt es mehr auf Stabilität an, als immer die neuesten Spleens auszuprobieren, für die dann vielleicht zwischendurch auch noch Reboots nötig sind, und wenn dann final was kommt, was mir nicht gefällt, schalte ich das ab, wenns geht. Mit manchen Neuerungen wie Explorer-Tabs kann ich mich ja auch anfreunden, in dem Fall sehr sogar.

  22. Wil Ballerstedt sagt:

    Anfangs war ich hin- und hergerissen. Etwas Neues ausprobieren, g…l. Inzwischen nehme ich von W11 Abstand. Dass auch W11 in seiner Anfangszeit Probleme hat/bereitet, geschenkt. Aber die Kritiken, die ich soweit lese, sind schon ziemlich heftig.

    Noch hoffe ich, dass Microsoft bald mit der Meldung über ein Windows 12 rauskommt; und bis dahin W10 mit Updates versorgt wird.

    Btw: Hier wird immer auf die Entwickler geschimpft. Warum? Die setzen nur das um, was Management und Marketing sich so ausdenken.

  23. McAlex777 sagt:

    Hallo,
    hier meine persönliche Meinung:

    Ich kann die teils harschen Kritiken über Windows11 im derzeitigen direkten Vergleich zu Windows10 nicht ganz nachvollziehen.
    Seit Upgrade 22H2 sind Startmenü, Taskleiste und kleinere Details soweit ausgebessert, das das System in der Praxis gut nutzbar ist.
    Ich selbst habe vor 3 Monaten beruflich wie privat auf Windows11 umgestellt.
    In der tagtäglichen praktischen Arbeit spür ich kaum Einschränkungen.

    Einschränkungen/Nachteile:
    ===========================
    * Explorer Kontextmenü für alte Settings (wird zunehmend seltener gebraucht).

    * Unmögliches UI-DESIGN: (Einmalige Konfiguration)
    > EINSTELLUNGEN > DATENSCHUTZ > … REIN/RAUS … REIN/RAUS …
    > EINSTELLUNGEN > Apps > Installierte Apps > Hintergrund-Apps abschalten > … REIN/RAUS … REIN/RAUS …

    Emotionsfrei:
    ==============
    * "Widgets/Einblendungen/Search Highlights/Werbung/DozenFeatures" etc. lassen sich via Richtlinien oder via Registry wie unter Windows10 abstellen.

    Vorteile:
    ==========
    * Deutlich angenehmeres Fenster-Design
    * Spürbare Weiterentwicklungen in diversen ModernApps: Explorer / Taskmanager / Windows-Terminal / Editor

    Online-Account:
    ================
    Lässt sich derzeit in Windows Home/Pro via einfachen Workarround bei der Installation umgehen.
    Selbst wenn Online-Accounts eines Tages Pflicht bei der Installation werden, ist die Lösung für Offline-Accounts denkbar einfach:

    * Neue Emailadresse bei Installation anlegen ("foobar@outlook.com")
    * Nach der Installation einen lokalen Admin-Account anlegen, und den Installations-Account wieder final löschen.

    Vermutungen warum viele Ihren Unmut kundtun:
    =============================================
    Vorraussetzung TPM2.0 (ja, ein Nogo)
    Support-Ende Windows10 2025.
    Ewig gestrige "ClassicShell" Anwender: Leute einmal eindenken in das neue System, dann gehts auch Out-Of-Box.

    Gefahren von massiven Fehlentwicklungen:
    =========================================
    Ja, etliches entwickelt sich mormentan deutlich in die falsche Richtung:
    * Telemetrie
    * Online-Account-Drängeleien
    * Widgets/Einblendungen/Search Highlights/Werbung/DozenFeatures
    * FunktionsUpgrades durch reguläre MonatsUpdates austauschen: heisst laufend Bugs onmass.
    * Weg von OnPremises hin zu Cloud bei allem > Desktop: Remote in die Cloud?
    * Windows Abo
    * ChatGPT KI in Windows … und anfängt mich zu analysieren …

    Aber all das betrifft entweder Windows10 genauso, oder eine mögliche Zukunft von Windows11.
    Derzeit sind Windows10/11 bei Fehlentwicklungen praktisch vergleichbar.

    Mein persönliches Fazit nach 2 Monaten Windows11:
    ==================================================
    Für mich überwiegen nach 2-3Tagen Eingewöhnung "derzeit" die Vorteile bei weitem die Nachteile.
    Wohlgemerkt im derzeitigen Zustand im direkten Vergleich zu Windows10.

    Grundsätzlich sehe ich die o.g. "Gefahren von Fehlentwicklungen" ebenfalls als kritisch für die Zukunft.

    • Windowsnutzer1969 sagt:

      Vielen Dank für diese sehr differenziert-ausführliche und vor allem sachliche Kritik und Beleuchtung der einzelnen Punkte. Kann mit diesem Beitrag fast vollumfänglich mitgehen …

  24. Blupp sagt:

    Um die abschließende Frage zu beantworten: Wir testen kein Windows mehr, ein Zurück zu MS kann sich hier niemand vorstellen. Vielleicht zum Anfang unserer Umstelung noch, jetzt sind wir schon zu weit entfernt. Den Point of no Return haben wir hinter uns gelassen.

    Vezicht auf Funktionen die keine Freude machen und fokussierte Entwicklung …
    Das würde ja bedeuten MS würde auf die Nutzer hören und Software entwickeln mit der man dauerhaft stressfrei und produktiv arbeiten kann ohne irgendwie bevormundet, belauscht oder sonst irgendwie gegängelt zu werden. Also wirklich, das geht doch garnicht.

  25. auchBernd sagt:

    Windows NT in der Registry sagt doch alles

  26. Paul sagt:

    Jupp.
    Und das jeder einen Teil seines Einkommens/Umsatzes an MS überweisen muß.
    Früher nannte man das Ausnutzen einer marktbeherschenden Stellung "Schutzgeld Erpressung" und war strafbar.

  27. Micha sagt:

    Windows 11 ist meines Erachtens noch unfertig. Es enthält viele Fehler die von der Telemetrie nicht an Microsoft gemeldet werden können da es keinen richtigen APP Crash gibt.

    Microsoft muss wieder eine Software Testabteilung einrichten in der genau diese Fehler gesucht werden.

    Bei Windows 11 führt das Installieren vom Telekom Speedstick V (Huawei E3372) in Verbindung mit Modern Standby zu Bluescreens.

    Eine Möglichkeit in der UI den Modern Standby abzuschalten gibt es nicht. Über die Registry hat es dann funktioniert. Seitdem geht der PC wieder in den alten S3.

    Die Kernisolierung ist ab Werk eingeschaltet. Sofern man versucht ein Gerät zu Installieren das Inkompatibel zur Kernisolierung ist, wird im Gerätemanager Fehlercode 39 angezeigt. Die Fehlermeldung habe ich unten mal angegeben. Leider gibt sie keinen Hinweis darauf was die Ursache ist. Die aussage: "Bitte deaktivieren sie die Kernisolierung und starten die Installation des Gerätes erneut" ist schon zu viel verlangt.

    "Der Gerätetreiber für diese Hardware kann nicht geladen werden. Der Treiber ist möglicherweise beschädigt oder nicht vorhanden. (Code 39)

    {Ungültiges Bild}

    %hs ist entweder nicht für die Ausführung unter Windows vorgesehen oder enthält einen Fehler. Installieren Sie das Programm mit den Originalinstallationsmedien erneut, oder wenden Sie sich an den Systemadministrator oder Softwarelieferanten, um Unterstützung zu erhalten. Fehlerstatus 0x"

    Bit locker ist ab Werk eingeschaltet. Wer kein Microsoft Konto anlegt, wird nie den Wiederherstellungsschlüssel ausdrucken können.

    Die neuen APPS für MS Paint und Notepad sind fehlerhaft.

    In Notepad gibt es ein Problem mit Tabulatoren. Mit Tabulatoren ausgerichteter Text wird Teilweise nicht so gedruckt wie auf dem Bildschirm angezeigt. Nachdem ich die Textdatei unter Windows 8.1 x64 in Notepad geladen habe, wird mir exakt das angezeigt was Windows 11 ausgedruckt hat.

    In MS Paint kann man keine Tabulatoren mehr in Textfelder einfügen. Zusätzlich wird teilweise die Bildlaufleiste nach dem ändern des Zooms nicht mehr eingeblendet. Das passiert meistens wenn man den Schieberegler direkt mit der Maus steuert. Wenn man den Zoom nur über die "+" und "-" Schaltfläche ändert gibt es das Problem nicht.

    Die oben genannten gründe sind dafür verantwortlich weshalb auf meinem Haupt PC immer noch Windows 8.1 Pro x64 läuft. Der PC erfüllt die Offiziellen Systemanforderungen von Windows 11. Anfang Februar werde ich mal ausprobieren ob Windows Server 2012 R2 Updates Installierbar sind.

    Ein modernes Windows brauche ich erst am 06.06.2023. Dann erscheint voraussichtlich Diablo IV.

    • 1ST1 sagt:

      Bitlocker ist nicht ab Werk eingeschaltet.

      • Micha sagt:

        Ich bin nur darauf aufmerksam geworden weil es bei der Nutzung der Funktion "Sichern und Wiederherstellen Windows 7" beim erstellen einer Systemabbildsicherung eine Warnung gab.

        Das System hat mich darüber aufgeklärt das die Externe Festplatte nicht verschlüsselt ist. Man soll sie an einem Sicheren Ort aufbewahren um Fremdzugriff auf die Daten zu verhindern.

        Nachdem die Sicherung erstellt wurde hat mich Windows 11 noch aufgefordert eine Wiederherstellungs DVD zu erstellen. Weshalb man bei Windows 11 wieder eine DVD braucht ist mir allerdings schleierhaft? Selbst Windows 8.1 hat einen USB Stick verlangt.

        Danach habe ich in den Windowseinstellungen Bitlocker gesucht und festgestellt das er eingeschaltet ist. Nach dem deaktivieren hat Windows mehrere Minuten geschrieben, das die Daten entschlüsselt werden.

        Das Fujitsu Lifebook A 3511 wurde sauber mit Windows 11 22H2 neu Installiert. Zum erstellen des Installations USB Sticks wurde das Microsoft Media Creation Tool genutzt.

      • Damiel sagt:

        Es kommt drauf an. Wenn alle Voraussetzungen stimmen, wird die Bitlocker-Geräteverschlüsselung automatisch aktiviert. Du brauchst auf jeden Fall ein TPM dafür, es dürfen keine evtl. die Sicherheit gefährdenden DMA-Geräte im System vorhanden sein und ein Wiederherstellungsschlüssel muss im AD, Azure AD oder Microsoft-Account gespeichert werden können.

    • TorstenJ sagt:

      Zitat: "Eine Möglichkeit in der UI den Modern Standby abzuschalten gibt es nicht. Über die Registry hat es dann funktioniert. Seitdem geht der PC wieder in den alten S3."
      Hast Du da einen Link dafür?

      • Micha sagt:

        Steht auf der Deskmodder Homepage. herunterscrollen zum Punkt "Connected Standby in der Windows 10 20H2 und höher deaktivieren" Danach wie beschrieben den Registry Schlüssel anlegen.

        https(:)//www.deskmodder.de/wiki/index.php/InstantGo_%28Connected_Standby%29_deaktivieren_aktivieren_Windows_10

  28. theo sagt:

    IGEL Thin Clients, Win10 auf Windows Server 2019, läuft und läuft und läuft …

    Win11 habe ich mal auf einem Laptop gesehen und gleich den Deckel zugemacht.

  29. Thomas sagt:

    Was mich privat an Windows 11 aktuell am meisten ankotzt (und vielleicht habe ich es einfach nicht gefunden) ist, wie man diese spindeldürren Menü Scollleisten (nicht nur im Explorer sondern z.b. auch in den Einstellungen) breiter kriegt. Wer zur Hölle hat sich den scheiß ausgedacht? Im Explorer soll es Regkeys geben die man setzen kann. Das aber eher nicht funktioniert. Leider geht auf dem Laptop erst ab Windows 11 wegen Treibern richtig.

    • Takeo Otori sagt:

      Die Scrollbars? Wer die noch unbedingt nutzen will oder muss, kann sie sich ja dauerhaft eingeblendet anzeigen lassen.
      Ich fand die schon immer unnötig und hässlich und bin froh, dass die nur noch dezent zur Anzeige der aktuellen Position da sind.

  30. admin sagt:

    Ich kann das alles nicht wirklick nachvollziehen.
    Wir haben bereits ca. 10% W11 Clients- Der Rest wird dieses Jahr hochgezogen.
    Außergewöhnliche Probleme haben wir nicht. Vielleicht kann mich mal jemand aufklären.

    • Heiko sagt:

      Die Rahmenbedingungen sind unterschiedlich, die Anforderungen variieren, der Ist-Stand deckt sich selten mit dem Soll-Stand und, und, und.

      • Takeo Otori sagt:

        Was meinen, welche Rahmenbedingungen?
        Unterschiedliche Mindestvoraussetzungen gab es schon immer und wer möchte, bei dem läuft Win11 Privat auch noch auf einem hundert Jahre alten DualCore. Dafür werden KernelPanics, Abstürze und langsame Reaktion vermieden.

        • Heiko sagt:

          Rahmenbedingungen: Manche Unternehmen arbeiten mit Pre-Installs der OEM, andere mit "sauberer Neuinstallation" ohne angepasstem Windows-Image, wiederum andere mit ihren spezifischen Windows-Images (deployed), manche arbeiten in einer Domäne, andere nicht, andere mit VPN, andere nicht, andere mit RDS, andere nicht, andere mit virtuellen Maschinen, andere nicht, manche arbeiten teilweise oder überwiegend in der Cloud, wiederum andere nicht… Die einen arbeiten mit stationären Systeme, andere mit mobilen Systemen… Die einen haben eine interne IT-Abteilung, andere lassen sich von IT-Systemhäusern, von spezialisierten IT-Dienstleistern oder von IT-Freiberuflern mit unterschiedlichen Qualifikationen und Präferenzen betreuen…

          Ich könnte das scheinbar endlos fortführen.

  31. Peter K. sagt:

    Wir sind inzwischen fast komplett auf Windows 11. Knapp 90 Rechner.
    Keine nennenswerten Probleme.
    Im Gegenteil. Die neue UI gefällt.
    Wenn alle Applikationen mitspielen, spricht nichts gegen W11.

    • Dolly sagt:

      Wenn einem Datenabfluss über Telemetrie usw. egal ist, mag man das so sehen.

      Nahezu unerträgliche Naivität in vielen Antworten hier.

      • Micha45 sagt:

        Was nutzt ihr für ein Linux in der Firma?

          • Günter Born sagt:

            Nicht weiter füttern. Ich habe eine Reihe seiner Kommentare gelöscht. Dann hat er sich kurz bemüht, auf der sachlichen Ebene zu kommentieren – inzwischen gleitet er wieder ab und die Kommentare werden gelöscht.

            Unter dem Strich: Für mich waren die Kommentare der verschiedenen Leser mit unterschiedlichen Kommentaren schon interessant. Auch auf FB habe ich ähnliche gegensätzliche Meinungen vernommen. Es gibt wohl Admins, die das fatalistisch hinnehmen, was MS liefert, einiges ausbügeln und sich wenig um ihre Nutzer Gedanken machen. Muss ich zur Kenntnis nehmen und akzeptieren. Es gibt aber auch eine große Fraktion Admins, die Win11 links liegen lassen und die Kritikpunkte, die mir im Kopf herum gehen, ebenfalls aufführen. Mal schauen, was am Ende des Tages herum kommt.

    • Micha45 sagt:

      Ist bei uns in der Firma nicht anders. Gab auch keine Beschwerden. Warum auch?

  32. Takeo Otori sagt:

    Diejenigen, die sich bei jeder Neuentwicklung beschweren, tun dies auch seit dem Nachfolger von XP.
    Nennenswert neues gibt es seit Windows 7 nicht mehr – kann man stehen lassen.
    Windows 11 ist seit 22H2 erst einheitlich und durchdacht, man hätte es definitiv nicht davor releasen sollen, selbst schuld.
    Bei Windows 11 gibt es wenigstens nicht so viele Bloatware wie unter 10 und es rennt 1a.

  33. Micha45 sagt:

    Kritische Meinungen werden hier nicht geduldet. Gell?

  34. BlaBlam sagt:

    Bei mir auf Arbeit müssten 90% der PCs erstmal getauscht werden, weil deren Hardware von Win11 nicht unterstützt wird – insofern wird sich hier noch lange nichts tun…

    • Anonymous sagt:

      Ha, fun fact:

      Habe letzte Woche ein System geklont (aus Bequemlichkeit SSDs unter Desktop klonen – ist auch erheblich preiswerter).
      Doch anstelle den richtigen Datenträger zu klonen habe ich im Rausch geistiger Umnachtung das OS des Desktop-Rechners (Windows 11 Ent) geklont und die geklonte SSD in einem Athlon 5350 (AMD AM1) verbaut.
      Ich staunte nicht schlecht, als nach dem Einschalten Windows 11 aufpoppte… wenngleich auch extrem träge.

      Aber ganz ehrlich: Wenn bei euch der Einsatz von Win 11 einen Hardwaretausch voraussetzt, würde ich davon auch Abstand nehmen. Die Vorteile von Win 11 ggü. Win 10 halten sich gepflegt in Grenzen. Das Abschneiden "alter Zöpfe" macht sich praktisch gar nicht positiv bemerkbar.
      Es gibt leider immer noch das eine oder andere merkwürdige Verhalten im Betrieb mit Treibern (bspw. von Realtek, Intel, MSI…).

      Nutzt das, was läuft, unterstützt wird und zuverlässig ist. Unnötige Ressourcenvergeudung braucht heutzutage niemand mehr.

  35. Cornelia sagt:

    Neue Computer an Privatpersonen liefern wir mittlerweile grundsätzlich mit Windows 11 aus. Bei den Firmenkunden bestellen wir eher noch Windows 10 oder damit neu auf (ohne angepasstes Image). Einige Windows 11 sind jedenfalls im Einsatz. Upgrades von bestehenden Windows 10 Computern im Firmenumfeld führen wir aber – sofern es die Hardware überhaupt ermöglicht – bis anhin nicht durch.

    Grössere Probleme seitens der Windows 11 Nutzer gab es fast keine. Nur in der Anfangsphase traten gehäuft Schwierigkeiten auf.

    Das Design von Windows 11 gefällt mir nach wie vor nicht. Trotzdem bin ich dagegen, die Darstellung via Registry-Hacks zu ändern oder gar mit Drittanbieter-Tools dem GUI von Windows 10 anzugleichen, sofern kein tatsächlicher Zusatznutzen entsteht. Wenn es eine direkte Umstellung gibt (Systemsteuerung / Ordneransicht im Explorer) ist das etwas anderes.

    Dass manche Funktionen nicht mehr wie gewohnt erreichbar sind (z.B. der Taskmanager per Rechtsklick auf die Taskleiste) finde ich auch immer noch mühsam. Das wird sich zwar ändern, wenn ich irgendwann regulär mit Windows 11 arbeiten werde, es hält mich aber von der Umstellung ab.

    All die Zusatzfeatures (Search Highlights/Werbung etc.) sollten – wie verschiedentlich oben erwähnt – entweder erst nachträglich installiert werden können oder zumindest in der Standardauslieferung abgeschaltet sein. Das Zeug nervt nur und bringt nichts.

    Die Zwängerei zum Online-Konto bei Professional geht gar nicht. In der Home-Version finde ich es ebenfalls blöd, aber eher verständlich.

    • Markus.M sagt:

      Search Highlights und ähnliche Störfaktoren könen per GPO deaktiviert werden. Nutzlose Apps, die nur unnötige Downloads verursachen, können per Skript (PowerShell) deinstalliert werden.
      Klar wäre es mir auch lieber, dies wäre von vorneherein nicht in der Windowsinstallation enthalten. Aber wenn ich mir ohnehin Gedanken über Sicherheit und Usability (per GPO) mache, und mit Scripten arbeite, dann sind diese par zusätzlichen Stellschrauben nicht der Wurm im Apfel.. äh, Fenster…

  36. Markus.M sagt:

    Wir setzen hier weiter Windows 10 ein und berufen uns auf die bewährte Praxis, eine Version zu überspringen. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und hält auch den Supportaufwand niedrig: Die Anzahl verschiedener OS und die Zeit, die diese in der Breite zu betreuen sind, ist dann nur gering. Das nächste Windows kommt bestimmt – Windows 10 erhält weiter Updates, wir haben gut eingespielte Prozesse für Installation und Update, kein Grund das in nächster Zeit zu ändern.

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie anderswo seinerzeit Vista Ultimate Lizenzen teuerst eingekauft wurden, dann stand Windows 7 schon vor der Tür – und konnte alles genauso nur besser. Da war immernoch reichlich Zeit um entspannt von XP zu Windows 7 zu migrieren – und Vista links liegen zu lassen.

    Klar schauen wir, was Windows 11 kann, wie sich die Arbeitsweisen ändern, aber nur um bei der nächsten Version gleich am Ball zu sein. Klar hat die Optik mal wieder gedreht, aber das ist nur GUI. Wer auf sowas Wert legt, freut sich auch über jedes neue Android auf seinem Handy.
    Mehr Sicherheit erreiche ich nicht automatisch durch erzwingen bestimmter Hardware, wer das glaubt hält besser auch Auschau nach dem Osterhasen. Wir haben übrigens über 400 User und knapp 250 Win10-Clients.

  37. Stefan sagt:

    Hallo zusammen,

    für unser Unternehmen kann ich sagen, wir haben ca. 2.000 W10 PCs/Notebooks, davon laufen die meisten mit 21H2 oder 22H2 ENT x64.

    Bisher haben wir nur vereinzelte Admin PCs, auf denen W11 installiert ist. Mich nerven so ein paar Dinge, wie Taskleiste, Explorer, Netzwerkeinstellungen, das kann ich nicht verstehen, warum MS uns hier das Leben schwer macht. Schwere Fehler, bzw. Treiberprobleme, BlueScreens kann ich nicht berichten. Ich kann aber auch keine Vorteile erkennen warum ich nun W11 einsetzen soll.

    Aber ganz abgesehen davon kommen wir doch einfach nicht drumrum, 14.10.2025 ist das Supportende von Windows 10 erreicht. Und da kann man sich natürlich locker zurücklehnen und abwarten, ob eventuell dann ein 12er Windows rauskommt und dann dieses "nimmt" bevor der Tag kommt. Aber in der Praxis ist das doch so nicht machbar. Es braucht auch jede Menge Zeit zum Testen und deshalb werden wir dieses Jahr beginnen, Windows 11 auszurollen. Jedes Quartal bekommen wir jede Menge neue Hardware für den Leasingaustausch, und die beglücken wir dann mit dem aktuellsten Betriebssystem. Und so werden eines Tages alle PCs auf W11 laufen, anders wirds nicht gehen.

    • Markus.M sagt:

      Hallo,
      bei über 1000 Clients wäre ich auch nicht ganz so entspannt. Ich erwarte die Ankündigung für das nächste Windows spätestens im Frühjahr 2024, Release im Oktober… Bei der aktuellen Lage in Allem ist kaum abzusehen, welche Hardware wir bis dahin zur Verfügung haben oder brauchen werden.

      Zeitdruck aufbauen und Panikzahlung ernten, damit spielen Erpresser und Betrüger, eine seriöse Firma sollte das nicht nötig haben. Bisher gab es immer die Möglichkeit, eine Version zu überspringen – selbst wer unbedingt Windows 8.1 einsetzen wollte, konnte Win 10 aussitzen und zur 11 greifen. Wir haben auf 3 Rechnern Windows 11 in Betrieb, seit etwa einem Jahr. Wir konnten keine größeren Probleme feststellen, unsere Software würde laufen, einmal gabs geringfügige Schwierigkeiten. Da diese PCs aber von IT Personal bedient werden, fällt das nicht ins Gewicht. Für den Support wären die teilweise erheblichen Unterschiede in der Oberfläche aber ein Alptraum in Anwenderhänden, da jedesmal das OS abgefragt werden müsste.

      Schon bei den vorherigen Umstellungen war das ein erhebliches Problem, das bedeutet nur mehrfache Dokumentation, mehr Suchen, Anwender, die sich gegenseitig noch weniger helfen können. Je kürzer der Zeitraum ist, an dem verschiedene OS parallel genutzt werden, umso besser. Also werde ich jetzt auch mit Sicherheit nicht 250 Windows 11 Lizenzen kaufen, alle Windows Clienst neu aufsetzten – ginge bei vielen gar nicht, da wir noch etliche 7te Generation CPUs im Einsatz haben – und diesen Ringeltanz dann 2025 wiederholen, wenn Microsoft wieder einmal Geld von den Endverbrauchern sehen will. Nein. Ich schiebe das bis Mai 2024. Da habe ich einen anderen Hardwarebestand, vielleicht auch gar keinen Bedarf mehr für so viele Windows-Clients, weil mehr und mehr neue Softwareversionen auf Browser und Mobile App setzen.

  38. Alzheimer sagt:

    Einer der Sys-Admins meines aktuellen Auftraggebers hat sich gestern bei mir ausgekotzt, weil die Win11 preview Builds jetzt nur noch MIT MS-Konto installiert werden können, also offline gehen funktioniert nicht mehr.

    Hat denn keiner was aus der Abhängigkeit von PUTINs Gas gelernt?
    Stand Nov.22 gab es weltweit etwa 1,4 Milliarden Menschen die Windows 10 und 11 nutzen – was geht wohl ab, wenn MS z.B. auf die Idee kommt, das in der ganzen EU alle Windows-Systeme "deaktiviert" werden, weil die DSGVO genervt hat… es bleiben ja immernoch genug Kunden übrig.

    Aber wie die LEMMINGE watscheln alle hirnlos richtung CLOUD, weil da ja alles so schön und toll sein soll, und Schritt für Schritt übergeben sie die Kontrolle ihres digitalten Lebens an Microsoft & Co

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