Der tägliche App- und Cloud-Irrsinn

Manchmal sagt ein Bild ja mehr als Tausend Worte. Sicherheitsforscher Troy Hunt hat sich einen neuen Geschirrspüler von Miele gekauft, kann diesen aber nicht in Betrieb nehmen … ich habe die Gelegenheit mal genutzt, um einen globalen Blick auf die Thematik zu werfen.


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Der Geschirrspüler-Fa(i)ll

Der Grund für den Tweet von Troy Hunt ist recht einfach: Der Geschirrspüler braucht bzw. will dazu eine App (für bestimmte Funktionen) und zeigt dies auch im Display an. Dummerweise war aber der Miele-Server, wo die App registriert werden muss, gerade ausgefallen.

Cloud- und App-Irrsinn

PS: Ich gehe mal davon aus, dass der Hersteller eine Option zum Deaktivieren des Features in den Settings hat. Troy Hunt weist inzwischen in Folge-Tweets darauf hin. Aber der gemeine Nutzer wird von so etwas überfordert. Und ich warte ja mal darauf, wenn die ersten Zertifikate bei diesen Geräte ablaufen – entsprechende Fälle hatte ich hier im Blog ja dokumentiert (siehe Abgelaufene Zertifikate kicken IoT-Geräte ins Abseits).

Die Büchse der Pandora

Der obige Tweet soll auch nur das aufspießen, was mir die letzten Monate so auffällt. Jedes popelige Gerät, jede Webseite und jeder Anbieter erwartet (gefühlt), dass die Leute auf die eigene App hüpfen, um die Dienste zu nutzen.

Dachte, die Leserschaft spinnt den Gedanken selbst weiter und kommt aus dem "Silo-Denken" heraus, statt zu bemängeln, dass man diese Miele-Option ja abstellen kann. Ist mir aber offensichtlich misslungen, wenn ich die Kommentare so lese. Daher mal einige  Fundsplitter aus den letzten Tagen, die mir bezüglich des Oberthemas "Cloud- und App-Wahn" untergekommen sind.

Mein Sportverein hat ne App

Gerade die Woche beim Sport kam das Thema auf. Es gab die Beschwerde aus der Gruppe, dass Kurse auf den Webseiten des Vereins nicht aktualisiert wurden. Ich hatte das auf eine Mitgliederversammlung angesprochen und es hieß "es ist jemand ausgeguckt, der sich kümmert". Inzwischen ist die komplette Kursseite aber verwaist – der "Kümmerer" wohl verlustig geworden …

Prompt kam von der Trainerin "ich bin ja noch in einem anderen Verein aktiv, die haben sogar eine App, um die Ergebnisse von Spielen der Handballer und anderer Mannschaften anzuzeigen". Mir ging da nur so "was hat das gekostet, wie viele Leute nutzen die App und wer sorgt dafür, dass diese App sicher ist und per Aktualisierungen sicher bleibt" durch den Kopf.

Mir war der Fall eines Sportverbands im Hinterkopf, wo deren Webseite Monate lang kompromittiert war (siehe Wissen: Webseite als kompromittiert gemeldet? Wie geht man vor?). Denn das ist die andere Seite der Medaille, das Zeug muss gepflegt werden und sicher sein.


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Zudem platzen die Smartphones inzwischen vor Apps, die sich dort sammeln. Alle Apps wollen Online-Zugang und über das Thema Sicherheit brauchen wir nicht zu reden. Ob das eine gute Entwicklung ist? Persönlich versuche ich, möglichst auf Apps zu verzichten.

Der Fall EasyPark

Vor einer guten Woche wollte die Familie am Brückentag die Gelegenheit für eine Ausflug nutzen. Ist ok. Auf die Frage "wohin" kam "nach Heubach im Odenwald. Und falls das nichts ist, weiter nach Michelstadt und Erbach". Kurz vom Start kam am Frühstücktisch "wir könnten ja auf den Hessentag in Pfungstadt fahren, ist ja ganz in der Nähe".

Irgendwie hatte ich die Idee "schaue mal schnell, wie es mit Parken auf dem Hessentag ist". Im Internet stieß ich dann auf die winzige Information, dass dazu die EasyPark-App benötigt würde, um das Parken zu buchen – mit Standortdaten per Smartphone und GPS sowie Kennzeichen und Bezahlung per App. Nur Senioren ohne Smartphone hätten eine eingeschränkte Möglichkeit, an den Kassen vor Ort ein Parkticket mit 5 Euro Aufschlag zu kaufen …

Hatte keine Zeit zur App-Analyse, konnte aber eine kurze Webrecherche durchführen. Der Anbieter hat vor einiger Zeit Park Now übernommen (siehe). Der Hersteller wirbt zwar mit "Mehr Zeit für's Leben" (und Millionen Fliegen können nicht irren). Auch auf den Webseiten der Zeitung von Hinterwald XYZ fand ich Artikel der Art "Prima, unsere Gemeinde hat die EasyPark-App eingeführt, der Fortschritt ist da".

Aber ich muss mir eine App installieren und diese registrieren. Mir fiel natürlich gleich der Welt-Artikel hier von letztem Herbst vor die Füße, wo es um Schwachstellen ging. Da konnte plötzlich jeder sehen, wer wo parkt (O-Ton der Gattin "wen interessiert, wo ich parke?").

Hab dann noch eine kurze Recherche durchgeführt, wie die Nutzerschaft das so sieht. Hunderttausende EasyPark-Kunden sind, laut Herstellerseite, begeistert. Auf Trustpilot habe ich dann den Fehler gemacht, die 1 Sterne-Bewertungen zu lesen. Fundsplitter: Jemand gibt dein KFZ-Kennzeichen ein und parkt auf deine Kosten. Die App ermöglicht keine Tagesticket, also Strafzettel bekommen, weil Start- und Endzeit nicht über ein bestimmtes Intervall hinaus buchbar waren.

Jeder Fehler geht dort wohl zu Lasten des Kunden. Eine Buchung des Tickets per Web-Portal ist nicht vorgesehen – Du brauchst eine App. Kommunalpolitiker zwingen die Leute zu einer App eines Drittanbieters, und die Presse feiert es als Fortschritt – "Herr, wirf Hirn vom Himmel".

Bei Borns ist es am Brückentag dann doch ein genialer Urlaubs-/Ausflugstag geworden. Heubach im Odenwald war zwar Reinfall. Aber Bad König hat einen Schotten mit asiatischer besserer Hälfte, und die betreiben ein Restaurant. Essen hat geschmeckt, das Schloss war auch nett. Dann nach Michelstadt, das historische Rathaus und die Innenstadt besichtigen. Anschließend weiter nach Erbach – geniale Innenstadt mit Schloss. Hab dann auf einer Bank am Bächlein unter Platanen gesessen, bin von der ganzen Recherche, vom Denken und vom Sightseeing müde geworden und eingeschlafen, während Family geshoppt und besichtigt hat.

… bin dann irgendwann wach geworden und hab festgestellt "Huch, ging alles ganz ohne App und Registierung, genial, krasses Fleckchen, cooler Tag, hat sich gelohnt". Und Parkgebühren brauchte ich an allen Stationen nirgendwo zu zahlen. Überall waren Parkplätze mit oder ohne Parkscheibe. Nur der Hessentag und EasyPark mussten auf mich verzichten. Abends am Gartenzaun kurz mit einem Nachbarn gesprochen. Der ist eigentlich Technik-affin und hat "ne Menge Apps". Aber es kam "irgendwie nervig, Du brauchst zig Apps und dann klappt es vor Ort doch nicht".

Die Ing-Banking-App

So Mancher wird ein Konto bei der Online-Bank Ing haben. Im Frühjahr wurden Kunden informiert, dass zum Online-Zugang künftig ein ING photoTAN-Generator der Bank oder deren App "Banking to go" erforderlich sei. Natürlich funktioniert der photoTAN-Generator einer anderen Bank bei der Ing nicht.

Als schnelle Notlösung habe ich dann die Ing Banking-App auf zwei Smartphones installiert, um ggf. später auf den separaten photoTAN-Generator zu wechseln. Ein gutes Gefühl hatte ich nicht, Android ist update-mäßig ein Desaster.

Vor zwei Wochen kam die Mail, dass die App ab Juni 2023 auf Android 8-Geräten nicht mehr funktionieren würde, man möge seine Geräte updaten. Die meisten Android 8-Geräte bekommen aber längst keine Updates mehr.

Ich hatte zufällig noch ein Smartphone mit Android 12 im Büro herum liegen und bekam nach zig Anläufen die installierte App wirklich registriert. Es gibt wohl einige Klippen, wenn ich die FAQ zu Fehlern bei der Registrierung richtig verstanden habe.

Inzwischen funktioniert die App auf zwei Smartphones nicht mehr. Da zufällig ein weiteres Smartphone der Tochter den Geist aufgibt, habe ich jetzt ein neues Android 13 Smartphone für mich geordert, und werde die Altgeräte, die nur zum Telefonieren dienen, weiter reichen.

Dann steht aber der Umzug der alten Android-Umgebung auf das neue Gerät an. Wie problematisch das wird – es sind ja einige Identitäten an dieses Gerät gebunden (Messenger-Apps, Authentifizierungs-Apps etc.), – werde ich bald feststellen.

Die Beispiele ließen sich leicht fortsetzen. Natürlich kann man jeden Fall mit "wo ist das Problem" abtun. Aber die Summe der Apps macht die Büchse der Pandora – ich postuliere, dass die Masse der App-Nutzer inzwischen hoffnungslos überfordert ist.

Ich bin ja seit dem Start von Android am Thema dran und der Blog hier läuft seit 14 Jahren mit WordPress. Mit Windows 8 gab es dann die erste App-Welle und Microsoft war an mir dran, dass ich eine App für den Store erstellen lasse, damit dem Leute die Webseite per App besuchen könnten. Die App hätte mich nichts gekostet, aber ich hätte eine Entwicklerlizenz für den Store benötigt. Hab dankend verzichtet, zumal ich den Mehrwert nicht gesehen habe.

In WordPress war ich bezüglich Plugins schon immer zurückhaltend und habe sogar noch einige rausgeworfen (nachdem diese nicht gepflegt wurden). Die großen Sicherheitslücken und Hacks sind so an mir vorbei gegangen. Auch auf dem Android Smartphone versuche ich Apps zu vermeiden, wo es nur geht. Wenn die Nutzung eines Diensts nicht per Browser geht, muss der Anbieter schon verdammt wichtig für mich sein, dass ich mir die App installiere.

Ist vielleicht eine sehr konservative Ansicht – aber hey, wir haben Sonntag, ich sitze im Schatten auf der Terrasse und habe hier meine "Predigt" im Blog eingeklopft. Und Predigt ist ja zum Nachdenken … und dann entscheidet ihr, wie ihr von Fall zu Fall entscheidet. Ich bin ja nicht der Mann, vorne in der Kirchenkanzel, der seine "Schäfchen bekehren und leiten" muss.


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110 Antworten zu Der tägliche App- und Cloud-Irrsinn

  1. Joerg sagt:

    :D – leider fällt mir nicht mehr dazu ein :), sagen wir mal "verdient". Für eine Waschmaschine kann ich eine App, im ganz weiten Sinn, evtl. verstehen damit man die Wäsche rausholen kann, aber Geschirr wird nicht muffig, auch wenn es mal 2 Tage in der Machine bleibt. Es macht überhaupt keinen Sinn meiner Meinung nach.

    Und die Probleme sieht / liest man ja immer wieder, sobald irgendwo ein Server ausfällt oder abgeschaltet wird, sind ein Haufen Geräte für die Tonne :(, ich finde hier sollten die Hersteller, bei Abschaltung, dazu verpflichtet werden die Kopplung mit eine Update auf "StandAlone" zu stellen, damit man das Gerät wenigstens lokal noch weiter nutzen kann – vor allem bei "Weißware".

    • Luzifer sagt:

      oder man wählt einfach mit Bedacht! Mein Kühlschrank, Backofen, Kaffemaschine, Waschmaschine, Popcornmaschine sind auch alle smart eingebunden. Ich habe beim Kauf aber darauf geachtet das diese auch auf eigenen Servern und nicht (nur) auf Hersteller Clouds laufen. Bei Ausfall der Server laufen die ebenfalls, halt ohne "smarte Komfortfunktionen".

      Mein Haus ist vollkommen smart und die Annehmlichkeiten die das bringt machen das Leben so richtig schön. Musik und Licht folgen mir per Beacons von Zimmer zu Zimmer. Wer mit Bedacht kauft wird auch nicht enttäuscht.
      Es ist eben nicht smart einfach so blind zu kaufen ;-P da trennt sich eben der Spreu vom Weizen.

      Smartifiziert habe ich die ersten Geräte/das Haus vor etwas mehr als 10 Jahren… Dank der weitsichtigen Planung Ausfall in dieser Zeit: Null!
      Es geht also sehr wohl. Den Server betreibe ich redundant., das System im Hintergrund läuft hauptsächlich per KNX, mit Schnittstellen zu Matter, Homekit, Z-Wave und Zigbee.

      • Joerg sagt:

        Überzeugt mich trotzdem nicht :-). Das einzige was ich machen würde wäre alles über SPS Steuerungen laufen zu lassen, KNX ohne externe Erreichbarkeit würde ich mir auch noch gefallen lassen, aber die erheblichen Mehrkosten für die Installation wiegen die Einsparungen nicht auf.

        Problem ist halt immer: Stromausfall = Totalausfall, auch wenn es selten ist, wir hatten es hier in den letzten 2 Jahren 3x (Versorgerseitig) und dann hat man ein Problem.

        Dann die Thematik Komplexität, je komplexer alles wird, umso Störanfälliger wird es und man muss deutlich mehr Zeit in die Installation / Wartung / Bereitstellung investieren.

        Man muss es halt auch mögen und sich damit auskennen wenn man so etwas einsetzt, wenn man auch externe angewiesen ist um jegliche Anpassung vorzunehmen, wird das extrem Teuer – also was SmartHome Systeme betrifft wie z.B. das von dir genannte KNX, einfaches "Plug&Play" ist es am Ende auch nicht.

        Und am Ende: meine Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd usw. benötigen keine externe Erreichbarkeit über eine App, dass war auch der Fokus meines Posts.

        • Luzifer sagt:

          *************************
          Problem ist halt immer: Stromausfall = Totalausfall, auch wenn es selten ist, wir hatten es hier in den letzten 2 Jahren 3x (Versorgerseitig) und dann hat man ein Problem.
          *************************
          Dummes Argument ;-P bei Stromausfall laufen auch deine dumben Geräte nicht! Es sei den du hast USV, damit laufen aber auch smarte Geräte weiter.

          Da geht dann kein Licht, keine Waschmaschine, kein Kühlschrank usw. egal ob dumb oder smart.

          Zu den Mehrkosten naja Luxus kostet, war schon immer so. Wenn man aber technisch begabt ist und nicht gerade zwei linke Daumen hat ist das durchaus auch selbst machbar, damit wiederum sparst du viel Geld, was aber im allgemeinen beim Hausbau gilt!
          Da ich aus der Robotik/Automatisierung Ecke komme (Eigene Firma mit 30 Angestellten) Mit Heimcomputern beim VC20 vor 40 Jahren angefangen habe ist sowas eh nur ne Entspannungsübung ;-P

          Mir geht es damit auch nicht um irgendwelche Kosteneinsparungen, die sind allenfalls nen netter Nebeneffekt, den man mitnimmt… der Komfortgewinn ist was zählt.

  2. Nobody sagt:

    Im Zusammenhang mit diesem Irrsinn fällt mir einer der besten Sketche von Kalkofe ein: https://www.youtube.com/watch?v=yDqyGgaK2Cw

    • T Sommer sagt:

      Die Clip bringt es auf den Punkt!

    • Matthias sagt:

      Ich habe mich gerade gefragt, wo in dem Sketch die Satire beginnt 🙃
      Die Haushälterinnen der Herren würden schreiend den Haushalt verlassen.

      Aktuell benötige ich eine Waschmaschine mit Warmwasseranschluss. In der Klasse bietet Miele nur noch zwei Geräte an, keines mehr ohne „ Homematic" und nur noch eines mit „mechanischem" Schalter. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was ein defektes Touchfeld kostet. Nur noch blödsinniger Irrsinn.
      Ich werde doch noch einmal versuchen die 15 Jahre alte Maschine instand zusetzen.

  3. David sagt:

    Leute!
    Freut euch doch mal! Das ist die digitale Zukunft!

    Wirklich? So etwas will ich nicht….

    David

    • Matthias sagt:

      Gewöhn Dich dran!
      Waschmaschinen-/Spülmaschinenlieferumg
      Früher: Mama/Oma schauen auf die Knöpfen, drehen ein wenig, spült/wäscht, fertig!
      Heute : Mama/Papa, Oma, Anruf beim (Enkel)Kind: … Du musst mal schnell vorbeikommen, damit ich waschen kann… da ist so ne komische Meldung

      Was waren das Zeiten, als die Familienadmins „nur" PCs warten mussten…

  4. Blupp sagt:

    Das ist so sinnvoll wie Apps zur Verhütung, wer meint das zu brauchen …

    • Daniel sagt:

      Wo kommen da eigentlich die Sensoren hin? Nein im Ernst die Menschheit verblödet wenn man alles Denken an Apps "appgibt". Ich brauch kein Smarthome ich kann selber denken. Lichtschalter drücken Licht an, Thermostat drehen Heizung an usw.

      • I hate Smartphones sagt:

        Die Menschheit ist bereits total verblödet!! Komme gerade von einem Arztbesuch, alle(!) im Wartezimmer – außer mir – daddelten auf Ihren scheiß Smartphones rum. Danach beim Kaffee draußen, 2 Teeniemädels saßen daddelnd an einem Tisch, keine sprach mit der anderen. Dann kamen ihre beiden Teenie-Macho-Lover hinzu. Resultat: Nun saßen 4 Teenies am Tisch und sprachen NULL miteinander, sondern daddelten alle auf ihren Phones. KRANKE Welt!

        • Günter Born sagt:

          Ich sehe es pragmatisch: "Verhütungsmittel nach digitaler Art" – solange die daddeln, passiert mit den Teenie-Mädchen kein "Unfall" der anderen Art. Aber zum Glück sind meine Kinder aus diesem Alter raus ;-).

    • Ärgere das Böse! sagt:

      Stülpt man die auch drüber? Oder rein?

  5. Jochen sagt:

    Seher geehrter Herr Born,
    in ihrem Artikel „Der tägliche App- und Cloud-Irrsinn" wird der Eindruck erweckt das der Geschirrspüler ohne App nicht genutzt werden kann. Das ist so nicht richtig. Als Benutzer von Maschinen der Firma Miele kann ich ihnen versichern das die Geräte auch ohne Miele@home und WLAN Verbindung ihren Dienst versehen. Nehmen wir als Beispiel die Bedienungsanleitung eines Geschirrspülers der Fa. Miele der die Funktion Miele@home besitzt.
    Die Bedienungsanleitung:
    Auf Seite 26 findet man die Einrichtung von Miele@home und dort steht
    Zitat Anfang:
    Tipp: Wenn Sie die Einrichtung auf später verschieben möchten, wählen Sie die Option Überspringen und bestätigen Sie mit OK.
    Zitat Ende
    Weiter geht es auf Seite 39
    Zitat Anfang:
    Wenn Sie das WLAN-Modul Ihres Geschirrspülers nicht nutzen möchten, können Sie das Modul ausschalten. Wählen Sie den Menüpunkt Deaktivieren und bestätigen Sie mit OK
    Zitat Ende

    So funktionieren meine Geräte der Fa. Miele ohne jegliche Einschränkung auch ohne WLAN Verbindung und App.
    Wer einen Mehrwert in der Vernetzung seiner Geräte sieht kann sie ins Netz bringen, verpflichtend für die Funktion der Geräte ist es aber nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jochen Wulfert

    PS:
    Ich bin und war kein Mitarbeiter der Fa. Miele. Ich bin einfach nur ein Benutzer ihrer Geräte.

    • Andy sagt:

      Komisch. Hatte gerade erst mit einer Kollegin das Thema, dass sie einen Pyrolyse-Backofen kaufen will, eigentlich den von Miele. Die hat dann aber tagelang weitergesucht, weil sie den nicht als "smart" mit WLAN haben/nutzen wollte. Übrigens dann das Vorgängermodell ohne smart gekauft, mit Unzufriedenheit über die Produktentwicklung dort.
      Da scheint Miele nicht besonders viel Wert drauf zu legen, das Nichtbenutzen von Apps als normale Option zu kommunizieren.
      Entweder ist meine Kollegin bisl blöd (ne. Ist sie nicht) oder Miele erweckt den Eindruck der verpflichtenden Nutzung schon so ausreichend selbst.

      Ich persönlich kaufe ein Produkt, das ich nicht in smart will, übrigens auch nur dann in smart, wenn das schon schon in der Werbung als ganz klar und 100% optional kommuniziert wird. Und nicht auf Seite x in der Anleitung oder mit schwammigen Formulierungen.

      • Werner sagt:

        Unser Miele-Backofen kann smart (kann also über die App gesteuert und kontrolliert werden). Die App habe ich auch installiert und eingerichtet, aber außer für die Zeitumstellung noch nie genutzt. Auch der WLAN-Klient im Backofen ist in der Regel aus.
        Genau das finde ich smart: Man kann die App nutzen, wenn es Sinn macht, aber es funktioniert auch ohne.

    • Luzifer sagt:

      Als wenn heute irgendwer noch Anleitungen lesen würde… Und Schuld sind dann immer die Anderen. ;-P

      • Werner sagt:

        Ich lese Anleitungen oder zumindest überfliege ich die wichtigsten Punkte. Ok, es gibt ein paar Geräte, deren >100seitige Anleitung lese ich nicht wirklich, nur bei Fragen zu bestimmten Funktionen.
        Aber tatsächlich werden Anleitungen immer knapper. Für Apps gibt es selbst online oft nichts, nur Ratgeber-Seiten im Internet. Und selbst wenn einem Gerät eine Anleitung beigepackt ist, dann 80% Hinweise in >20 Sprachen mit Texten zu Umweltschutz etc, 15% zu Reinigung und falscher Verwendung und 5% eigentlich Funktion.

      • Ralph D. Kärner sagt:

        Wenn es denn heute noch Anleitungen in papierhafter Form geben würde. Ich habe nach wie vor kein Gerät, das ich mit zum einzurichtenden Gerät nehmen kann und empfinde es bei den immer teurer werdenden Geräten auch als eine Frechheit, die Druckkosten für eine papierhafte Anleitung auf den Verbraucher abzuwälzen. Offenkundig sieht die EU aber hier keinerlei Handlungsbedarf.

    • Bernd Bachmann sagt:

      Es soll Leute geben, die wollen mit einem Geschirrspüler Geschirr spülen und ihn nicht „konfigurieren".

    • Adrian W. sagt:

      Alles schön und gut, wenn optional.
      Die eigentliche "sauerei" imho ist, dass Zeugs wie WiFi standard-mässig aktiviert ist. All dieses Zeugs gehört als Standard deaktiviert!

  6. DavidXanatos sagt:

    Es ist einfach zeit das der gesetzgeber kommt, und eine zwangs entbündelung von hard/soft-ware und cloud vorschreibt.
    Also so richtig gnadenlos:
    1.) jede Hardware muss mit 3t anbieter firmware laufen und der hersteller muss eine referenz implementation bereitstellen.
    2.) jede software muss mit 3t anbieter servern arbeiten können und der hersteller muss eine referenz implementation bereitstellen.

    Keine gesperrten bootloader keien zwangs apps, baste ende schluss aus.

  7. Bernd sagt:

    Rückschritt statt Fortschritt – in diesem Fall.

  8. Anonymous sagt:

    App als Zusatz gerne, als Zwang nein! Ich habe erst einen TP-Link Router zurückgeschickt. Den konnte man ohne App und TP-Link Account nicht einrichten. Bei einem 350€ Router bin ich nich bereit solche Hindernisse zu akzeptieren, alleine schon die Einrichtung mit dem Minidisplay vom Handy :(

    Vor allem weiß man ja nicht wie lange der Hersteller das Gerät unterstützt. Bei einem Router wäre es vielleicht noch verschmerzbar wenn er nach 3-5 Jahren Schrott ist, denn länger würde er ja vom Hersteller dann wohl auch keine Updates bekommen.

    Bei Haushaltsgeräten ist das für mich nicht zu aktzeptieren sowas kann man auch mal 20 Jahre oder länger nutzen. Eine geplante Obsoleszenz durch Abschalteen der Server werde ich nicht mitmachen. Viele andere werden es aber und sich dabei freuen dass sie unterwegs über die Cloud sehen können das die Spülmaschine fertig ist. Nicht das ich solche Geräte betreiben würde wenn ich länger außer Haus bin.

    Fraglich ist ja auch was bei einer Insolvenz oder Übernahme passiert. Gerade bei letzterem ist die Antwort wohl recht klar. Alte Geräte weiterbetreiben oder mal schnell Umsatz generieren und die Server abschalten. Na wofür wird sich der Manager da wohl entscheiden?

  9. Matschmeer sagt:

    Hmm…habe mittlerweile Miele Spülmaschine und Kochfeld mit WLAN-Möglichkeit.
    Man muss aber diese Möglichkeit nicht nutzen. Beide Geräte funktionieren ohne ebenso einwandfrei. Ob mir nun die Maschine am Display mitteilt, dass das Salz alle ist oder das via Cloud auf der App aufpoppt, scheint mir völlig egal zu sein. Eher vermisse ich bunte Ambientebeleuchtungen im Kühlschrank ;-).

  10. Sven Fischer sagt:

    Mir kommt da kein Haushaltsgerät mit dem Quark ins Haus. Sowas brauche ich nicht. Ein Kühlschrank, oder eine Waschmaschine wofür ich eine App brauche, soweit kommts noch. Die Haushaltsgeräte sollen "ihren" Job machen und fertig. Aber wer für solche Smart Funktionen Verwendung hat, bitteschön.

    • Pau1 sagt:

      Miele hatte schon von Jahrzehnten eine Sub-D Buchse für Firmware-Updates.

      • Sven Fischer sagt:

        Bei unserer Miele Waschmaschine, ca. auch 10 Jahre alt, ist auch einen IR Sensor zur Diagnose etc. eingebaut. Aber auch wie eine Sub-D Buchse, ist das nur für den Service gedacht. Das hat alles nichts mit Cloud und Apps zu tun.

    • Tom sagt:

      @Sven Fischer
      Sehe ich so wie Sie!
      Wozu brauche ich den ganzen Kram? Der Sinn will sich mir einfach nicht entschließen. Meine Wachmaschine wäscht auch ohne Äpp, meine Spülmaschine hat einen Drehschalter zum manuellen Einstellen von einem von drei Spülprogrammen, wofür brauch ein Kühlschrank Zugang zum WWW(INTERNET)??? Bin wahrscheinlich "zu alt für diesen Sch…" – aber gut, wer es braucht und mag soll es nehmen und gebrauchen…

      • R.S. sagt:

        Es gab mal dieses Scenario in irgendeiner Kühlschrankwerbung, das der Kühlschrank automatisch Lebensmittel nachbestellt, wenn die ausgehen.
        In der Praxis muß man da aber den Kühlschrank mit den bevorzugten Lebensmitteln programmieren und wenn man dann vergisst, diese Funktion vor dem Urlaub abzuschalten, hat man ein Problem.

  11. Andy sagt:

    Wer kauft denn Weißware mit Onlinezwang? Dafür muss man.ja nun wirklich ziemlich verstrahlt sein.
    Nichts gegen smart, habe ich ne Menge von. Allerdings nichts, was nicht auch offline läuft.
    Manches ist wirklich schön (Musik, Licht, Heizung), manches aber auch auf den zweiten Blick nur sinnlos.
    Mein Kaffeevollautomat z.B. ließe sich mit einem Adapter "smart" machen und per App steuern. Mit den Tasten und der Programmierung am Gerät kann man aber dasselbe und es ist im täglichen Betrieb wesentlich bequemer. Tipp und fertig, auch blind möglich. Adapter war optional, gut beraten worden, also nicht gekauft, perfekt.

    Auto und App ist auch son Ding. Einsteigen und losfahren ist meine Vorstellung von Individualmobilität. Mir fehlt der Punkt, wo smart da reinpasst. Standheizung vielleicht, aber da tut es auch ne Fernbedienung. Besser als z.B. beim Dienstwagen (VW), wo einem die App dann alle Nase lang mitteilt, dass man jetzt zum Auto laufen solle, um den Zugriff dort zu bestätigen.
    Eh so ein Phänomen, dass ich mich bei "smarten" Dingen, die nicht der Unterhaltung oder stillen Steuerung dienen, manchmal frage, ob die Hersteller ein Publikum mit latentem Hang zum Dienen ansprechen wollen. Ich kann mir jedenfalls sonst nicht erklären, warum einen das Zeug immer auf Trab halten will.

    • Olli sagt:

      >>> Ich kann mir jedenfalls sonst nicht erklären, warum einen das Zeug immer auf Trab halten will.

      Vielleicht erhalten die Hersteller dann einen Zuschuss von den Krankenkassen?

    • T Sommer sagt:

      Warum das Zeug dich auf Trap hält – ja was solltest Du den sonst mit deiner gewonnenen Freizeit anfangen? Könntest ja auf Dumme Ideen kommen und mit dem Fahrrad fahren wollen.
      LOL

  12. John Doe sagt:

    Wenn auch nur irgend einer der Kommentatoren mal bei der Quelle[1] des Bildes vorbeigeschaut hätte wäre aufgefallen, dass Troy Hunt sehr wohl offline Geschirrspülen kann. Lediglich die App-Integration funktionierte (zu dem Zeitpunkt) nicht.
    Die Maschine ist vollumfänglich ohne Cloud nutzbar, laut Tweets.

    Aber schön zum Sonntag am Stammtisch beim Frühschoppen mal heißen Dampf abgelassen zu haben.

    Ich würde mir so eine Sollbruchstelle auch nie in einen Geschirrspüler einbauen, aber man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen.

    [1]
    Quellen verlinken würde die Recherche und Meinungsbildung im übrigen vereinfachen.

    • Günter Born sagt:

      Ich habe es mal verlinkt – und ein Kommentator weist berechtigt darauf hin, dass man das abschalten kann. Aber Hand auf's Herz, welcher normale Nutzer steigt in diese Details ein – und bei den Handwerkern bin ich mir auch nicht so sicher, ob die das immer drauf haben.

      Der Tweet ist ja auch exemplarisch für das, was den Verbrauchern blüht. Auf das Thema "wie sicher ist das Zeugs", und was passiert, wenn ein Zertifikat zur Absicherung der Kommunikation abläuft, bin ich bewusst nicht eingegangen.

      Der Punkt: Alles will inzwischen irgend eine App – die Leute müssten mittlerweile (zumindest von mir gefühlt) hunderte Apps auf ihren Smartphones haben, diese einrichten, aktualisieren und verwalten. Ob das wirklich im Sinne des Ganze ist? Einfach drüber nachdenken.

      • Matze sagt:

        Handwerker (Fachhändler) sollten eine Schulung von Hersteller bekommen haben und sind i.A. fit auf den Geräten. Mein Miele-Händler ist in der Beziehung absolut top.
        Aber grundsätzlich gilt für mich: Haushaltsgeräte haben in der Cloud nichts zu suchen und ich werde mich solange es geht dagegen wehren, solche Geräte zu kaufen.
        Miele ist Gott sei Dank (noch) in der Lage und gewillt, ältere Geräte mit Ersatzteilen zu versorgen.

      • Pau1 sagt:

        ich hatte früher ein Blutdruck Messgerät der Firma Omron mit Blue tooth.
        Es alle 2..3 Sondernfeatures lassen sich nur mit einer 200MB App einrichten.
        Früher war die App Cloud frei. Bei einem letzten Update wurde diese App gelöscht und durch eine mit Netzzwang ersetzt.
        Einmal eingestellt braucht man die App nicht mehr.
        Die Daten können von einer cloudfreien deutschen App eingesammelt werden.
        Das Gerät ist dafür nach einem Batterie Wechsel unbrauchbar geworden weil es alles vergessen hatte und die BT Übertragung der Daten nur über die App aktiviert werden kann.(Datenschutz, wissen schon)

        Ein andere Hersteller (viatom) hat auch eine App mit über 250 MB und benutzt, trotz Normung ein properitäres Protokoll. Der einzurichtende Account ist aber nur lokal. Cloud kann man wählen um die Daten zu sichern, muss es aber nicht.

        Die Apps sind vermutlich künstlich aufgebläht um den Platz für Konkurrenz einzuschränken.
        Hier wäre aber eine Webabwendung in der Cloud nicht so schön. Natürlich könnte man aber auch im Gerät eine Webserver einbauen.

        Anders wie bei den Smartmeterm, deren Werte man auch nur bei der EVU im Netz lesen kann…

        • rpr sagt:

          Ich nutze Boso Geräte. Einfach simple und die App mach in Kombination mit dem schwarzen Gerät was sie soll.
          Mich leider immer mal wieder deutlich auf „geh mal in die Notaufnahme" hinzuweisen.
          Die Daten werden in der apple Health app und der Boso app vorghalten.

        • Anonymous sagt:

          Omron ist ein gutes Beispiel, und ich dachte ich wäre der Einzige, den das aufregt. Der Hersteller ist für mich gestorben, auch wenn ich jetzt die deutsche, alternative App nutze. Bis ich das heraus hatte, war mein Blutdruck viel zu hoch!

          Die Erfahrung zeigt viel zu oft, „man" (Hersteller/Inporteur) will cool sein und macht eine App, wenige Jahre später wird dann die Unterstützung eingestellt. (An die Sicherheitsprobleme in solchen Apps denkt man besser gar nicht.) Und schon kann man sein Produkt nur noch mit Einschränkungen oder gar nicht mehr nutzen. Ähnliches Beispiel, Firmware 1.0002 beim teuren WLAN Access Point, Anzahl der Softwareupdates: 0, Alter fünf Jahre, den kann man nur ersetzen.

          Beim Kauf sind solche „besonderen" geplanten Obsoleszenzen (Produkt ist einwandfrei) oft gar nicht zu erkennen!

          Das macht alles keinen Spaß.

    • Henry Barson sagt:

      Mit kaltem Dampf wärs halt kein Stammtisch Frühschoppen! ;c)

      Andererseits hatte es Christoph Sieber bereits 2015 ziemlich gut auf den Punkt gebracht: App, App, App – fertig ist der Depp!
      Quelle: https://youtu.be/HUMh_ngrn-4

  13. Tom. sagt:

    Welcome to the Internet+

  14. Red++ sagt:

    Ich frage mich gerade was daran Smart ist…

    Smart wäre, wenn die Kaffeemaschine automatisch selbständig in mein Kalender auf dem Smartphone schaut und feststellt, dass ich heute um 7:30 Uhr geweckt werde und dann meinen Lieblingsespresso brüht und ihn mir dann per Flugdrohne ans Bett serviert oder klug mit denkt und ihn mir auf den Schreibtisch liefert.

    Alles andere ist sowas von unsmart

  15. Ben sagt:

    Dafür ist dann aber eine geplante Obsoleszenz in der "weißen Ware" ernthalten! -nur das diese dann schon am ersten Tag auftritt?

  16. Karel sagt:

    Erinnert mich an einen Miele-Service-Einsatz wegen leckender Einspülkammer letztes Jahr: da bot der Techniker an, auch gleich ein Update in die Maschine zu spielen, um auch mit neueren Waschmittelpatronen von Miele (die gibt es wirklich!) umgehen zu können.
    HP-Firmware-Updates für Druckerpatronen, habt ihr Miele inspiriert?
    Habe dankend verzichtet und wasche weiter mit Pulver und Flüssigwaschmittel aus dem Supermarkt.
    Updates gibt es bemerkenswerterweise ohnehin nicht zum „Self-Service", sondern nur per Technikereinsatz über eine proprietäre IR-Schnittstelle. Aber Firmwareupdates für eher mechanische Haushaltsgeräte aus Motor, Pumpe und Wasserschläuchen OHNE jede Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt (außer Lämpchen, Display und besagtem IR-Anschluss keine Schnittstellen vorhanden)?? Finde ich irritierend.

  17. R.S. sagt:

    Ja, alles Smart machen und weil man dann keine Bewegung mehr bekommt, muß man zum Ausgleich ins Fitnessstudio rennen.
    Und die Hersteller mit diesen Touchbedienelementen sollten den Geräten gleich einen Hunderterpack Putztücher beilegen, denn nach jedem "Touch" muß man die Fingerabdrücke wegwischen.

    Ich brauche den ganzen Smartkrams nicht, ich bin noch in der Lage meinen Hintern aus dem Sofa zu heben, wenn ich z.B. das Licht anmachen will.
    Und bei Dingen wie der Heizung brauche ich schon gar kein Smart. Beim Einzug wird die Heizung ein mal auf Wunschtemperatur eingestellt und dann nie mehr angefasst.
    Und Spülmaschiene: Einschalten, mit Drehrad Wunschprogramm wählen, Start drücken. Wenn Klarspüler oder Salz leer sind, geht eine LED an.
    Da braucht es auch kein Smart und auch kein Textdisplay.

    • Pau1 sagt:

      Du hast noch nie bei einem Spüler der nur ein 7-segment Display hatte die Wasser härte programmieren müssen, oder? :-)
      Das geht selbst bei Miele ohne Anleitung nicht rein intuitiv.
      Da wäre ein Webinterface der Maschine schon schön….

  18. nook sagt:

    Warum soll ich etwas bezahlen, das ich nach Studium der Bedienungsanleitung dann deaktivieren kann? Weil ich es nämlich nicht will!

    Ohne genaue Zahlen zu kennen, vermute ich dass sich 95% der Apps im Browser erledigen lassen. Der Browser wird nach meinen Regularien betrieben und alktualisiert.

    Und wenn hier etwas smart ist, dann nur ich ;-)

    • Pau1 sagt:

      Das Problem ist der Server.
      Wo so der Server sein?
      Im Internet, um den Härte Grad des Wassers zu programmieren?
      Also in der Maschine?
      Prima gute Idee. Jeder ESP32 kann das.
      Wer bezahlt den Speicher und die Arbeit die dieser Server braucht?
      Vorallem:
      Wer spielt die Sicherheitsupdates von woher ein, die verhindern das das Gerät zum Zombie gemacht werden kann?
      Und zwar auf allen Geräten.
      Ich hatte hier das Beispiel mit der App für Blutdruckmesser. Die sind nicht nur so groß, weil man die Konkurrenz ärgern will, sondern weil man einfach alle Geräte im Lieferprogramm in diese eine App stumpf zusammen kopiert hat. Diese Apps kommen von den einzelnen OEMs.

      Das ist nicht ganz so einfach.

  19. Steter Tropfen sagt:

    Der Trend zum App-Zwang haut einen echt um.
    Schon vor einigen Jahren (als der Radioempfang zwangsdigitalisiert wurde) ist mir eben deswegen die Lust vergangen, eine neue Stereoanlage zu kaufen: Wie sich herausstellte, bieten die Geräte nur noch rudimentäre Bedienmöglichkeit, allenfalls eine primitivste Fernbedienung und als Ersatz dafür eine „Äpp". Zwangsregistrierung und Protokollierung der Hörgewohnheiten in einem.

    Wenn ich mal eine neue Heizung einbauen lasse, muss ich mich darauf gefasst machen, dass der Hersteller (und Big Brother) genau wissen wollen, um welche Uhrzeit es bei mir wie warm wird und daher die Möglichkeit fehlt, im Keller mit ein paar Knöpfen was einzustellen. (Unter Komfort verstünde ich ja, dass ich die Schaltzeiten am PC in eine Tabelle schreiben und per USB-Stick in die Heizanlage übertragen könnte – aber mit solchen kleingeistigen Ideen bin ich natürlich hoffnungslos auf dem Holzweg.)

  20. Herr IngoW sagt:

    Moin
    Mein Geschirrspüler von Miele ist jetzt 27 Jahre und muste bis jetzt einmal repariert werden und hat die erste Küche überlebt, da hat an diesem App-Unsinn noch keiner einen Gedanken verschwendet.
    Gibt es die Geräte von dem Hersteller nicht mehr ohne diesen Sinnfreien Unsinn oder kann man das bei der Inbetriebnahme abschalten?

  21. Manuela Berger sagt:

    Ich bin richtig sauer! Sauer, wegen dem ganzen APP Wahn. Ich habe aus Absicht nicht einmal ein Handy. Wozu auch. Ich habe Festnetz und wenn mich wer erreichen will, kann er es abends tun. Per Festnetz. Den Rest des Tages möchte ich noch ungestört leben dürfen. Dieser ganze Wahn mit Apps für fast ALLES , ist für mich absolut ein Horro und ich werde mich eben dem widersetzen. Wenn es Produkte in Zukunft gibt die eine APP brauche, dann kaufe ich eben nicht. Basta!

    In dem Beispiel mit dem Mielegerät, ist es eine Frechheit von Miele. Auf der anderen Seite, hätte ich mir erst gar kein Gerät gekauft, daß ohne APP nicht läuft.

    Ich muß mich überall nur noch aufregen. Webseiten, die vollkommen überlastet mit ekelhaften JAVA sind, APPseuche überall… ich razfe mir die Haare.
    Danke Herr Born, daß Ihre Webseite nicht so eine scriptüberladene Seite ist!

    • Pau1 sagt:

      Wir sparen aber auch Ressourcen ein..
      Z.B. gibt es Paketstationen ohne Display.
      Die Bedienung erfolgt rein über die Zwangsapp.
      Der Kunde musste schon immer ein Handy haben und eine deutsche Rufnummer.

      Klar kannste Dir die Pakete immer noch (noch ohne Aufpreis) ins Haus bringen lassen, oder wenn Du nicht da bist beim Nachbarn auf Schicht oder der Filiale 3km entfernt…

      Aber wo ist Deine Bankfiliale hin die letztes Jahr noch nur 2 Straßen entfernt war? Weg?

      Es ist eine gefährliche Entwicklung, wie ja das Problem mit den Kartenlesegeräten zeigten.
      Aber nicht mehr umdrehbar.
      Und für die Verweigerer hat die Evolution eine biologische Lösung vorgesehen.

      • User007 sagt:

        Hi…

        Ja, macht nichts – die letzten Jahre meines Lebens darf/kann/will ich das auch noch konventionell schaffen.

        Und es geht ja auch nicht um technischen Fortschritt pauschal abzulehnen, sondern einfach tendenziell die von leider vielen Herstellern so ungehemmt obszön postulierte Werbebotschaft eines nicht nötigen "Mehrwerts" gegen mit Sinn- und Zweckorientierung effizient nutzbare Technische Entwicklungen zu optimieren.
        Leider ist die Masse des "Homo Sapiens" eben doch eine dumme Schafsherde – wie haben wir's eigtl. zur dominanten Spezies gebracht?

        Btw.:
        Meine Bankfiliale steht immer noch in meiner Strasse. 😉

      • Manuela Berger sagt:

        Nun, mit meiner Bank habe ich gar kein Problem. Da ich kein Online Banking nutzen werde, habe ich wenigstens das Telefonbanking.
        Irgendwelche Resourcensparerei sind mir ebenso egal.

        Die Industrie wird es sich gut überlegen, ob sie kaufstarke Kunden abschreckt. Mag auch sein, dass der Trend unumkehrbar ist. Jedoch, gibt es noch zuviele Menschen wie ich, deswegen sehe ich dem Kaufbykott gelassen entgegen. Egal was Banken, Gutmeschen und Zukunftswünscher denken, sagen oder hoffen.

        Boykott ist die einzige Möglichkeit. Deswegen werde ich mir auch kein Handy zulegen. Ich nutze sowieso solche "Spielzeuge" nicht wie, Elektroroller, Maschinen, die von Apps abhängig sind usw… deswegen wird sich mein Komfort nicht verschlechtern.

        Na und was Ihre Prophezeihung angeht….. ja… die Natur wird es sicherlich regeln, doch dann werde ich es nicht mehr erleben und das ist gut so. Deswegen wird sich der Allmachtswahn-app-traum nicht schneller vollziehen. Ich bin eben keine Traumtänzerin.

        Schönen Abend noch :-)

      • Ralph D. Kärner sagt:

        "Der Kunde musste schon immer ein Handy haben und eine deutsche Rufnummer."
        Wie kommst Du darauf, dass eine deutsche Rufnummer notwendig ist?

      • Manuela Berger sagt:

        Ergänzung als Antwort zu Nutzer PAU1:

        Zitat:
        …gibt es Paketstationen ohne Display.
        Die Bedienung erfolgt rein über die Zwangsapp.
        Der Kunde musste schon immer ein Handy haben und eine deutsche Rufnummer.
        Zitat Ende

        Das ist mir aber neu, daß der Kunde schon immer ein Handy haben mußte?
        Wenn ich überhaupt einmal Packstation einst nutzte, mußte ich früher kein Handy haben. Da gab es eine Karte und die wurde gescannt und man unterschrieb. Die Abschaffung des Displays ist ein großer Fehler. Nun würde ich niemals mehr eine Pacjstation nutzen.

        Zitat:
        …..Klar kannste Dir die Pakete immer noch (noch ohne Aufpreis) ins Haus bringen lassen, oder wenn Du nicht da bist beim Nachbarn auf Schicht oder der Filiale 3km entfernt…
        Zitat Ende

        Selbstverständlich lasse ich mir Pakete zustellen. Das ist der Sinn der DHL , dass die ihre Arbeit tun. Dafür bezahlt man schließlich als Kunde auch, war immer schon so.
        Ich frage mich gerade, wieviele Nachbarn es in einem Mietshaus gibt, die Schichtarbeiter sind.
        Außerdem bestelle ich sowieso nicht sooft. Wozu auch? Was auch? Ich gehöre nicht zu den Menschen, die immer etwas kaufen müssen.
        Sollte ich einmal wo wohnen, wo die Filiale 3 Km entfernt ist, dann ist es halt so. Dann fahre ich eben hin oder beantrage eine Neuzustellung oder einen Ablageort.

        Zitat:
        Und für die Verweigerer hat die Evolution eine biologische Lösung vorgesehen.
        Zitat Ende

        Diesen letzten Absatz mußte ich noch einmal ansprechen.
        Ich weiß nicht, ob es eine Veranlagung in Ihnen ist, Pau1, oder ob Sie einer von den bedauernswerten Menschen sind, die der Industrie, Wirtschaft und Werbung auf den Leim gegangen sind.
        Ob Erziehung, Gehirnwäsche oder was auch immer, Sie dazu bringt, solch eine Aussage zu tätigen.
        Es hinterläßt einen üblen Nachgeschmack, bezugnehmend auf ihr gedankliches Innenleben.

    • Ralph D. Kärner sagt:

      Du verwechselst Java mit JavaScript. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

      Und auch wenn ich Deine grundsätzliche Haltung absolut korrekt finde, sollte auch Dir klar, sein, dass die Geräte, die aus einem Motor, einer Pumpe und der Ansteuerung der genannten Komponenten über eine Hand voll Relais und über eine proprietäre und in einen Eprom gegossene Firmware erledigt wurde, eben Grenzen hat. Die Notwendigkeit zur intelligenteren Steuerung zur Vermeidung unnötiger Ressourcenverschwendung erfordert mitunter Maßnahmen.

      Ich hätte nichts gegen eine Möglichkeit, die Konfiguration bequem am PC vornehmen zu können, um sie dann – meinetwegen über USB – ins Gerät schieben zu können. Das gilt für Fernseher in Bezug auf die Programmliste, Einschaltlautstärke, automatische Abschalttimer und Kindersicherung genau wie für die Spülmaschine, bei der ich meine 3 Wunschprogramme auf die 3 vorhandenen Knöpfe legen können möchte.

      Wichtig dabei ist die Betonung im ersten Satz des vorherigen Absatzes: MÖGLICHKEIT. Es darf maximal eine Option sein, auf keinen Fall ein Zwang. Und erst recht darf keine Registrierung, kein Onlinezwang des Geräts oder der Konfigurationssoftware vorhanden sein. Wie oft ich den Geschirrspüler mit wie viel Geschirr und welchen Reinigungsmitteln bestückt laufen lasse, ist allein meine Sache. Das gilt auch für den Fernseher, die Waschmaschine und den Kühlschrank.

      • Manuela Berger sagt:

        Guten Tag Ralph D. Kärner

        Zitat:
        Du verwechselst Java mit JavaScript. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.
        Zitat Ende

        Ja, das stimmt. Habe eben noch einmal nachgesehen. Diese vielen Scripte sind eine Pest.

        Zitat:
        Die Notwendigkeit zur intelligenteren Steuerung zur Vermeidung unnötiger Ressourcenverschwendung erfordert mitunter Maßnahmen.
        Zitat Ende

        Ich denke, wir haben da beide eine unterschiedliche Sichtweise über das Thema Resourcenverschwendung.
        Ein viel zu überzogenes und überstrapaziertes Thema, in der heutigen Zeit.

        Zitat:
        ….Möglichkeit, die Konfiguration bequem am PC vornehmen zu können……gilt für Fernseher in Bezug auf die Programmliste, Einschaltlautstärke, automatische Abschalttimer und Kindersicherung genau wie für die Spülmaschine, bei der ich meine 3 Wunschprogramme auf die 3 vorhandenen Knöpfe legen können möchte…..
        Zitat Ende

        Nun, hier muß ich halt ebenso sagen, ich gehöre weder zu den faulen Menschen noch zu den "alles-muß-auf-Knopfdruck-parat-sein-Menschen".

        Fernsehen schaue ich gar keines mehr. Habe keinen Fernseher, seit über 8 jahren und es ging mir selten besser, als noch zu Zeiten, an denen ich mir diesen ganzen ideologischen Kram reingezogen hatte. Deswegen ist das Thema TV absolut uninterssant. (Abgesehen von den technischen Skandalen, Samsung TV , Webcam integriert und Mikrophon, Aktivierung von Außen usw…)
        Ein Fernseher soll nur eines machen: Ein sehr gutes Bild produzieren. Er soll nicht mich filmen können oder hören können was ich sage! Er soll auch nicht ins Internet gehen können. Genausowenig wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Herd, usw….

        Zitat:
        Wichtig dabei ist die Betonung im ersten Satz des vorherigen Absatzes: MÖGLICHKEIT. Es darf maximal eine Option sein, auf keinen Fall ein Zwang.
        Zitat Ende.

        Genau das wäre zumindest eine Kompromisslösung. Dennoch zeigen Vorfälle in der Vergangenheit, daß trotz abgeschalteter Möglichkeit , es mißbraucht wurde und aktiviert.
        Z.B. :
        https://www.chip.de/news/CIA-Skandal-Geheimdienst-hoert-Smartphones-Messenger-und-Fernseher-ab_110348284.html

        Zitat:
        …keine Registrierung, kein Onlinezwang des Geräts oder der Konfigurationssoftware vorhanden sein. Wie oft ich den Geschirrspüler mit wie viel Geschirr und welchen Reinigungsmitteln bestückt laufen lasse, ist allein meine Sache. Das gilt auch für den Fernseher, die Waschmaschine und den Kühlschrank.
        Zitat Ende

        Danke, genau so sehe ich das auch.

        lG

        Manu

  22. Roland E sagt:

    Mich dünkt, hier hat jemand sehr tief in das Glas mit dem "Früher war alles besser" Trunk geschaut und ist jetzt entsetzt über den neumodischen Kram. ;-) Man könnte die Liste noch beliebig fortsetzen. Wenn ich alleine an das Thema Navigation denke. Früher hatten wir Pläne einer Firma, deren Name mit F beginnt und sind ganz ohne Satelliten Unterstützung dennoch am Ziel angekommen. Und wenn es mal ein Umweg war, dann haben wir wenigstens etwas von der Umgebung gesehen, weil wir nicht total vertieft über unseren Smartphones oder anderen Bildschirmgetriebenen Geräten gebrütet haben. Wenn ich jetzt noch die grüne Brille aufsetze und anfange auszurechnen, wieviel Rechenleistung all diese Apps brauchen und somit Energie und dadurch CO2 generieren…..Wo Licht ist, da ist auch immer Schatten und jedes Ding hat bekanntlich mindestens 2 Seiten.

    • Günter Born sagt:

      und wenn dann der Blick aus dem Glas kommt und nach innen geht, und die Frage kommt 'brauch ich das?, ist doch alles gut und wir sind ein großes Stück weiter. Imho.

    • Anonymous sagt:

      Ich frage mich, warum wir überhaupt noch teuer Wegweiser aufstellen.
      Ich musste Mal mit einem Navi-Verweiger mitfahren.
      3 (I.W. 3) mal sind wir auf dem Rückweg "sehenden" Auges an der Auffahrt vorbeigefahren.
      Ursache:
      Auf Hin und Rückweg gab es eine interschiedliche Anzahl an Kreisverkehren und das "Hier geht's zu einer Autobahn" Schild war ein geschätzt 5×10 cm großer, nicht reflektierender Aufkleber auf einem gelben Schild…
      Mit Navi wäre das nicht passiert und wir hätten uns lieber das Abendessen angeschaut als 3mal die dunkle Landschaft…

      • User007 sagt:

        Einzelfall – genau so, wie's sie ebenso anders herum gibt. 🤷‍♂️
        Und "dunkle Landschaft" soll durchaus auch etwas "Entspannendes" bieten…

        Btw.:
        "3 (I.W. 3) […]"
        Ernsthaft – das hätte dann doch eher so
        "3 (i.W. "drei") […]" geschrieben sein sollen, oder? 😉

    • Manuela Berger sagt:

      Guten Tag Roland E.

      Zitat:
      Mich dünkt, hier hat jemand sehr tief in das Glas mit dem "Früher war alles besser" Trunk geschaut…
      Zitat Ende

      ..und mich dünkt, da schreibt ein wirtschaftshöriger Jünger, mit schlechten Manieren und Kinderstube, der da in dem Bewußtseinszustand lebt: "… ich bin ganz jung, glaube allen technischen Heilsbotschaften, bin vollkommen unreflektiert aufgewachsen…"

      Zitat:
      …sind ganz ohne Satelliten Unterstützung dennoch am Ziel angekommen. Und wenn es mal ein Umweg war, dann haben wir wenigstens etwas von der Umgebung gesehen, weil wir nicht total vertieft über unseren Smartphones oder anderen Bildschirmgetriebenen Geräten gebrütet haben….
      Zitat Ende

      Na also, geht doch ! Wenn auch von Ihnen sarkastisch gemeint, zeigt es doch wenigstens, daß Sie noch einen Rest, eines einst vorhandenen Wissens in sich tragen. Besser als vollkommen inhaltsgeleert. Ja, tatsächlich, es gab eine Zeit ohne Konsumentensatelliten und ohne "Streckenplaner". Dafür brauchte man jedoch eine Voraussetzung: Ein Gehirn, das in der Lage ist zu denken, selbstständig und aktiv. Das war schon eine tolle Sache. :-)

      Und ja… in der Tat… man sah mehr von der Umgebung, lebte nicht in einem handyauthistischen Zustand und kommunizierte noch mit Mitmenschen. Das war schön!

      Zitat:
      Wo Licht ist, da ist auch immer Schatten und jedes Ding hat bekanntlich mindestens 2 Seiten.
      Zitat Ende

      Nur darf der Schatten eben nicht überhandnehmen und beide Seiten bedürfen eben eines Ausgleichs.

      Manu

  23. David sagt:

    … vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass alle – und zwar wirklich alle – diesen Zusatz mit bezahlen. Und zwar unabhängig davon, ob sie es benutzen oder auch nicht.
    Das sind mindestens ein Funksender-empfänger, die Software im Gerät, die App und der Server.
    Von Datensparsamkeit will ich hier gar nicht erst anfangen.
    Und Strom brauchen diese "Erweiterungen" auch noch – egal, ob an oder aus.

  24. McAlex777 sagt:

    Leute!
    Freut euch doch mal! Das ist die digitale Zukunft!

    Jetzt noch bitte folgende Services Einbauen:
    * Prüfung das man nur die richtigen TABS verwendet werden, sonst Sperrung.
    * Monats-Abos: Basic spülen kostenlos, Wer mehr möchte für nur ab 9,90EUR.

    Diese ungeahnten Möglichkeiten der Digitalisierung – ein Traum!

    • Anonymous sagt:

      * Nutzungsanzahl pro Monat begrenzbar z.B. wegen CO2 Konto ausgeschöpft
      * Funktioniert nur mit 2FA über Microsoft Konto "für bessere Nutzererfahrung" und "zur Sicherheit"
      * Läuft automatisch nur dann, wenn der günstigste* Strom abgerechnet wird (* von teilnehmenden Stromanbietern)
      * Cyberangriff auf zentralen Server legt alle Waschmaschinen lahm/lässt alle Waschmaschinen loslaufen/lässt trotz offener Tür die Wasserpumpen loslaufen

      Diese ungeahnten Möglichkeiten …

    • Manuela Berger sagt:

      Hallochen McAlex777

      Herrlich, Danke. Das war sehr gut. Das ist uch soetwas was mich aufregt. Diese neue Masche, Kunden abzuzocken, mit Abos. Ob Software, Service usw…. diese Masche Umsatz zu generieren ist auch so eine Frechheit. Wer das mitmacht…..

      Deswegen: Boykott!

      liebe Grüße und DANKE für den Beitrag. Köstlich!

  25. Andy (007 aus Wien) sagt:

    Big Tech soll Geschirrspüler, Waschmaschinen, Mikrowellen, Gasherde, Elektroherde, Wasserkocher, Eierkocher und Co. in Ruhe lassen. Für diese Geräte braucht man keine Apps.

  26. 1ST1 sagt:

    Theoretisch ist es schon praktisch, diese Geräte per Smartphone steuern und überwachen zu können, nicht mit fuzzligen Tasten, Drehschaltern und Minidisplay, am besten noch im dunklen Keller am Gerät, sondern halt eben überall aus dem WLAN am Handy. Aber die Hersteller verschwiegen sogar sehr oft, dass das dann alles über die Cloud geht. Inzwischen muss man davon ausgehen, alles was sich da ins WLAN einbucht, um es per App steuern zu können, ist an die Cloud angebunden. Lokal geht da kaum noch was.

    Wer sowas machen will, sollte für solche Geräte unbedingt ein Extra-WLAN aufmachen, ich zweifle aus Erfahrung und vielen IT-Meldung mal an, dass diese Hersteller der weißen Ware ihren Kram sicher machen. Denn sonst schnüffelt am Ende noch die Waschmaschine in meinem WLAN rum und das Statusdisplay vom Kühlschrank spielt Doom…

    Zusätzlich zur Ausfallsicherheit von dem ganzen Kram denke ich dann auch noch daran, was der jeweilige Hersteller alles über mich raus bekommen will, wie oft wasche ich, wie sehr überlade ich die Maschine (Garantie!) und am Ende, wenn der Hersteller mal wieder Umsatz braucht beschließt er womöglich noch, dass jetzt die Maschine doch mal kaputt gehen "müsste"…

    Und wo hier noch garniemand dran gedacht hat, man stelle sich das mal vor, man hat da die Phototan-App von der Bank auf dem Smartphone, einszwei Authenticator-Apps mit mit jeweils einem Dutzend 2-Faktor-Anmeldungsschlüssel für privat und geschäftlich, dann diverse Hersteller-Apps für Lichtfunktionen, Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank, Heizung, Solaranlage, Auto, Packstation, usw. Zieh den ganzen Krempel mal auf ein neues Handy um! Da ist man erstmal beschäftigt… Und was ist wenn das Handy mal unvorhergesehen kaputt geht, oder abhanden kommt? Da ist man dann erstmal aufgeschmissen…

    • Anonymous sagt:

      >am besten noch im dunklen Keller am Gerät,
      >sondern halt eben überall aus dem WLAN am Handy.
      Da fängt es schon an! In meinem Keller habe ich gar kein WLAN-Empfang, zu dicke Decke… Wird sicherlich auch in anderen Häusern der Fall sein. Interessiert meine neue AEG WaMa aber nicht, die hat noch kein WLAN. Low Cost halt, aber es gibt sie noch, solche Geräte ;)
      Strippe ziehen und WLAN-Repeater für die Waschmaschine installieren? Wer's braucht…

      • Ralph D. Kärner sagt:

        Da braucht es keine dicke Kellerdecke für. Mein WLAN geht "rein zufällig" tatsächlich nur bis zur Tür des Kinderzimmers. Im Kinderzimmer ist kein WLAN vorhanden. In klaren Worten: wo ich Netzwerk habe, bestimme ich. Wo ich WLAN habe, erst recht.

      • Andy sagt:

        Meine Heizung steht im gleichen Kellerraum, wie der Netzwerkswitch. Aber es gibt kein LAN-Modul, ich musste für die 3 Meter einen extra Accesspoint installieren.
        Aber es ist schon ein Krampf, alle möglichen Geräte, Sehenswürdigkeiten, Vereine haben ihre eigene App. Einige braucht man nur für einen einzigen Besuch, danach dümpeln die uU. jahrelang auf dem Smartphone rum, starten automatisch im Hintergrund, belegen unnötig Ressourcen, senden regelmäßig Daten an Server und hinterlassen für ewig irgendwelche Accounts.

    • McAlex777 sagt:

      Das zeigt doch letztlich das die ganze Vernetzung von Hauhaltsgeräten 0,0 Sinn ergibt: das führt zu einem extremen Komplexitätsmonster ohne irgendwelche Relevanten Mehrwerte.

      Wenn es Dunkel wird geh ich halt durchs Haus und zieh die Rollos runter. Aufwand 3min. Dafür brauch ich keine xHundert Teuere Steuerung + Software + Sicherheitsupdates. Auch wird nicht in 5Jahren der Support eingestellt.

      • Manuela Berger sagt:

        Hy McAlex777

        Zitat:
        Das zeigt doch letztlich das die ganze Vernetzung von Hauhaltsgeräten 0,0 Sinn ergibt: das führt zu einem extremen Komplexitätsmonster ohne irgendwelche Relevanten Mehrwerte.
        Zitat Ende

        Tja, so sehe ich das auch. Ich habe manchmal den Eindruck, dass da einfach neue Spielzeuge ausprobiert werden sollen, um Geld zu machen. Sonst nichts. Profit.

        lG
        Manu

  27. Andi sagt:

    Bin gespannt, wie sich dann alle hier eine digitalisiertere Welt vorstellen. Eine App ist böse und gemein, weil die ja bestimmt weiß, wo ich mein Auto parke.
    Wenn die Gemeinde eigene Software strickt, ists schlecht, weil das dann ja keiner betreut. Wenn die Gemeinde Software irgendwo einkauft, dann ists auch schlecht, weil dann ist man ja vom Hersteller abhängig.
    Dann sollte man sein Handy mit Updates versorgen (weil das ist ja wichtig für die Sicherheit ders Geräts), dümpelt dann aber mit Android 8 herum, was seit *moment* FAST SECHS JAHREN EOL ist.

    Generell ist eigentlich alles schlimm und es möge doch bitte genau so bleiben wie früher. Warum ein Formular digital einreichen, wenn ich doch einfach bequem zum Amt gehen kann und es da abgeben? Mache ich direkt noch einen Spaziergang, ist gut für die Gesundheit.

    Also natürlich sind Standards wichtig und ebenso gilt es Hersteller in die Pflicht zu nehmen und dafür zu sorgen, dass Systeme jedweder Art auch ohne Kontakt nach außen laufen. Aber die besagte Spülmaschine läuft freudig weiter, mein Auto mit wasauchimmer-Connect kann ich weiterhin fahren wie immer und (je nach Mühe bei der Auswahl) kann ich auch meine Lichter in der Bude auch ohne Internet einschalten. Bei allen verliere ich lediglich (temporär) Zusatzfunktionen. Das es natürlich jede Menge billiges Geraffel gibt, die an Hersteller gebunden sind und dann in die Knie gehen ist leider Realität, ja. Aber mir nur ein wenig Recherche lässt sich da relativ gut aussortieren, das sollte bitte bitte kein Grund sein, jeden Versuch zu verteufeln, irgendwelche Aufgaben zu vereinfachen.

    • Günter Born sagt:

      Nun ja, ich bin ja schon etwas älter, mit Wurzeln im Handwerk (vor meinem Studium der Ingenieurtechnik und vor dem Teil-Informatikstudium). Meinen Lichtschalter, der vor 23 Jahren eingebaut wurde, braucht ich bisher nicht updaten und kann den bei einem Defekt tauschen – weil normiert. Gleiches geht mit den Wasser- und Kanalinstallation – das Zeugs hält Jahrzehnte. Aber alles, was ich im Haus an (minimaler) Automatisierung eingebaut habe, kann kaputt gehen und muss repariert werden – habe ich Jahre lang selbst gemacht, muss nun aber immer mehr auf Handwerker zurückgreifen. Kriege mal einen Handwerker, der eine x Jahre alte Anlage mit Elektronik wartet und das noch kann.

      Und zeige mir beim Digital-Zeuges eine Lösung, die nach 10 Jahren noch immer mit Updates aktualisiert wird und wo die Komponenten problemlos (ggf. Hersteller-übergreifend) austauschbar sind? Mag es geben, aber in der typischen Consumerwelt nicht

      Ich bin bei dir, wenn ich bestimmte Dienste brauche, dass ich ggf. in den sauren Apfel beißen muss. Aber warum mir eine Gemeinde eine Park-App von Firma XYZ auf's Auge drückt und der Aufgaben wie Parkraumüberwachung überträgt – während die Nachbargemeinde sich für den Anbieter abc entscheidet, erschließt sich mir nicht. Von Themen wie Sicherheit und Datenschutz mal ganz abgesehen. Fortschritt kann ich da jedenfalls keinen (gegenüber dem Parkscheinautomat) erkennen.

      Warum es die Branche der Banken nicht geschafft hat, sich auf eine normierte Geräteklasse für photoTAN-Generatoren zu einigen, die sowohl Chipkarten als auch per Post übermittelte Kennungen für alle Banken akzeptiert und mir einen 2. Faktor zur Authentifizierung und TAN-Autorisierung bietet – stattdessen auf Insellösungen oder Apps setzt, erschließt sich mir auch nicht.

      Ich habe vor ca. 35 Jahren in Normengremien gesessen, wo für die Industrie Standards vereinbar wurden. War zwar oft zäh und schwierig, wenn eine Norm aber stand, profitierten alle davon. Das gibt es zwar noch immer – aber mir drängt sich der Eindruck auf, dass so etwas im IT-Bereich Fremdwort ist.

      Ich denke, über diese Entwicklungen sollte diskutiert und gestritten werden. Die "heile, heile, wird schon werden Welt" und "wir müssen nur schneller digitalisieren, ist ja modern und fortschrittlich", wird uns die Kontrolle entziehen, wie wir leben wollen und was mit unseren Daten passiert – und im Übrigen einen großen Teil der Bevölkerung von der Teilhabe ausschließen.

      Und noch was: Die Masse der Apps und Lösungen wird den Leuten das Genick brechen – oder ich müsste mich arg irren. Insgesamt hoffe ich für euch alle, dass ich mich irre – persönlich wird es mich vermutlich nicht mehr so arg treffen, da die hier in einem anderen Kommentar angesprochene "biologische Lösung" früher oder später greift.

      • Andi sagt:

        Also für das Beispiel Lichtschalter nimmst im Idealfall KNX. Die Schalter, Dosen, Lichter und sonstiges Zeugs gibts seit Jahrzehnten, das ist genormt und funktioniert vermutlich bis ans Ende der Tage. Am Ende ist in der Wand ein dusseliges Relais mit einem Busanschluss – das ist mehr aus ausgereift.

        Und mit massiver technischer Weiterentwicklung werden einige Dinge eben schneller obsolet, ja. Aber dafür können sie auch sehr viel mehr Dinge, als noch vor 50 Jahren. Ob die Shellys in der Wand ewig halten, mag mal zu bezweifeln sein, aber das ist am Ende auch "nur" eine Aftermarketlösung die fast nix kostet, ja nun.

        Zu der Vielzahl an Apps: Wo ist hier genau das Problem? Speicher auf dem Handy ist egal, Datenvolumen für eventuelle Updates ist egal, eine Suche auf dem Handy erledigt auch Übersichtsprobleme. Accounts sind natürlich so eine Sache und hier gilt es natürlich im Beispiel der Park-App etwas überregionales zu bevorzugen, aber zum Beispiel bei Apple lassen sich mit Alias-Adressen automatisch Accounts anlegen, manchmal (fairer weise seltener als mir lieb ist) funktionieren auch einige Dienste direkt so.

        Allein was Corona (was ja nun mehr als genug Nachteile mit sich gebracht hat…) an Digitalisierung, kontaktlosem Zahlen und Vereinfachung von Prozessen mit sich gebracht hat, weil man endlich mal ohne zu Nölen angefangen hat, ist doch erstaunlich. Wenn wir jetzt bei jeder Spülmaschine 5 Jahre ein Komittee mit 20 alten Männern abstimmen lassen, wie das dann jetzt mal laufen soll, kommen wir halt leider auch keinen Schritt weiter.

        • Manuela Berger sagt:

          …und nochmal an "Andy":

          Zitat:
          …Allein was Corona ……. an Digitalisierung, kontaktlosem Zahlen und Vereinfachung von Prozessen mit sich gebracht hat, …
          Zitat Ende

          …kontaklosem Zahlen… wer das nutzt, dem ist nicht mehr zu helfen.

          Zitat :
          Wenn wir jetzt bei jeder Spülmaschine 5 Jahre ein Komittee mit 20 alten Männern abstimmen lassen, wie das dann jetzt mal laufen soll, kommen wir halt leider auch keinen Schritt weiter.
          Zitat Ende

          Wissen Sie, ihre Arroganz und schechte Manieren, ist / sind kaum zu überbieten:

          1) haben Sie die "alten Frauen" vergessen. Oder gehören Sie etwa zu den Männern, die uns Frauen immernoch aussortieren? Unfassabar.

          2) Diese "Alten" , haben mehr Wissen, Erfahrung und Leistung erhalten und erbracht, als Sie sich auch nur ansatzweise vorstellen können.
          Diese sind es gewesen, die es Menschen wie Ihnen ermöglichte, in einer wohlhabenden und sicheren BRD aufzuwachsen. Die es Ihnen ermöglichten, daß Sie nun , hier und jetzt sich derat flegelhaft verhalten können.

          • Ralph D. Kärner sagt:

            Du weichst vom Thema ab und fällst mir ein zweites Mal in diesem Thread durch Aggressivität auf. Das solltest Du überdenken.

            • Manuela Berger sagt:

              Aber, aber Ralph D. Kärner

              …ist das so? Oder fühlen Sie sich einfach nur nicht anerkannt, in Ihrer Meinung?

              Zudem waren Sie doch nicht angesprochen im letzten Beitrag, sondern ein User ANDY.
              Sehr merkwürdig….

              • Andi sagt:

                Warum genau ist kontaktloses Zahlen der Teufel? Wäre ich gespannt.

                Und leider wurde mein Punkt der "alten Männer" wohl etwas falsch verstanden. Das Frauen und jede andere Person als "Männer ab 50" fehlen ist ja eben das Problem. Aber na wer sitzt denn in solchen Gremien? Genau.
                Und da mag natürlich auch Fachwissen vorhanden sein, die BRD haben davon aber wohl die wenigsten aufgebaut.

    • User007 sagt:

      Hi…

      Wenn's mal ums "Vereinfachen" ginge – leider geht's aber ganz oft nur um "billige Bequemlichkeit", die leider eben weder zweckorientiert noch konsistent am Nutzer orientiert ist, nur um sie als sog. "Mehrwert" für die kapitalistische "Wertschöpfung" benutzen zu können.
      Da ist die technische Entwicklung aufgrund eines (hehren) altruistischen Fortschrittsgedankens doch eher nebensächlich! 🤷‍♂️

    • Manuela Berger sagt:

      Guten Tag Andy!

      Zitat:
      Bin gespannt, wie sich dann alle hier eine digitalisiertere Welt vorstellen. Eine App ist böse und gemein, weil die ja bestimmt weiß, wo ich mein Auto parke.
      Zitat Ende

      Wer bitte sind denn diese "Alle" ? Ich kenne weder in meinem Bekanntenkreis oder Nachbarschaft irgendwelche Leute , die das wollen.
      Im Gegenteil, die meisten regen sich richtigerweise Weise auf und lehnen derartige Eingriffe ab.
      Und ja…..selbst das will ich nicht, ich will nicht das irgendeine App weiß, wo ich gerade bin, oder parke usw..

      Zitat:
      Dann sollte man sein Handy mit Updates versorgen….

      Zitat Ende

      Oder eben keines nutzen oder wenn schon, dann nur zum telefonieren und nicht darauf Spiele spielen, Filme schauen oder in nutzlosen Socialnetwrks rumgeistern.

      Zitat:
      …. es möge doch bitte genau so bleiben wie früher. Warum ein Formular digital einreichen, wenn ich doch einfach bequem zum Amt gehen kann und es da abgeben?
      Zitat Ende

      Ja, ganz genau. Weniger faul sein. Zuzüglich sind manche Formulare, Unterlagen, Urkunden, sowieso etwas heikel, da dort Privatdaten beeinhaltet sind, die nur für den Dateninhaber bestimmt sind. Ich habe da schon in meinem Bekanntenkreis sehr unangenehme Dinge miterlebt… Datenschutz, Sicherheit…..

      Zitat:
      ….zu verteufeln, irgendwelche Aufgaben zu vereinfachen.
      Zitat Ende

      Es geht nicht ums "verteufeln". Es geht um Sinn, Sicherheit und Datenschutz. Da gibt es eben keinen 100% Schutzzusage. Es wird fahrlässig, gemäß dem Prinzip – Trial'nError – einfach eingeführt.
      Das geht so nicht !

      • Ralph D. Kärner sagt:

        Doch, das geht so. Das Schreiben, das Du heute auf Deinem PC erstellst (von dem Du nicht weißt, welcher Prozess nicht vielleicht doch mitliest und dann getarnt auf den Standardports irgendwohin übermittelt, nötigenfalls huckepack auf Deiner Anfrage an Google aus dem Edge heraus) und zum Ordnungsamt bringst, liegt morgen digitalisiert auf dem Server der Gemeinde. Das ist Tatsache. Nebenbei bewegst Du Dich hier in einem Blog, dass sich mit all den technischen Dingen beschäftigt, die Du verteufelst.

        Es wäre an der Stelle vielleicht sinnvoller, Deine Appelle an die Politik oder noch besser an die Hersteller zu richten. Die meisten Nutzer von Günters Blog haben nicht vor, sich _weniger_ mit Technik zu beschäftigen; das Gegenteil ist der Fall.

        • Manuela Berger sagt:

          Und wieder Ralph!

          Zitat:
          Die meisten Nutzer von Günters Blog haben nicht vor, sich _weniger_ mit Technik zu beschäftigen; das Gegenteil ist der Fall.
          Zitat Ende

          Bitte sachlich bleiben! Es geht hier nicht darum irgendwelche User von der Technik abzubringen. Was für eine eigenartige Unterstellung.

          Ich selber nutze den Blog hier um für mich wichtige Themen zu beleuchten, hinterfragen und zu lernen.

          Es geht darum, technische Möglichkeiten mit der notwendigen Sorgfalt zu betrachten und Fallstricke aufzuzeigen. Gegebenenfalls dann auch manche "Möglichkeiten" eben nicht zu nutzen. Doch dies entscheidet wohl jeder für sich selbst.

          Ich werde mir mit Sicherheit nicht das Wort verbieten lassen!

    • Andy sagt:

      Es geht mir nicht um Meinungsmache gegen Digitalisierung, sondern darum, alles über Apps zu machen, statt eine allgemein nutzbare barrierefreie Webseite zu erstellen.
      Wo ist der Mehrwert für mich als Nutzer? Ich brauche für die ganzen Apps ein aktuelles Smartphone mit ausreichendem Speicher, Prozessor, Akku und trotzdem eine Internetverbindung, weiß aber nicht, ob die Apps sicher sind und was die im Hintergrund mit den angeblich notwendigen Freigaben anstellen. Eine Webseite rufe ich bei Bedarf auf, die Apps laufen teilweise permanent im Hintergrund, obwohl ich die seit dem letzten Urlaub nicht mehr brauche. Und nicht jeder ist in der Lage, sein Smartphone halbwegs sicher zu konfigurieren, zumal man diese Apps meist nur über einen Google- bzw. Apple-Account installieren kann.

  28. Werner sagt:

    APP-Flut: Wenn denn die Apps wenigstens einen Mehrwert gegenüber der Wegseite hätten, außer vielleicht, dass die Webseite auf dem kleinen Display grottig zu benutzen ist. Die IKEA-App war mal so ein Fall, kann sein das es jetzt besser ist.
    Und am allerschlimmsten sind die Apps, die letztlich nur eine Webseite aufmachen, trotzdem aber >20 MByte Speicher beanspruchen.

  29. Stefan sagt:

    Ich möchte noch auf eine Kleinigkeit hinweisen, warum die Apps\Cloud bei der Weißen Ware jetzt aktuell Sinn macht.
    Wer eine PV-Balkonanlage (ohne Speicher – so üblich) betreibt und tagsüber nicht zu Hause ist, weiß, dass ein Großteil der produzierten Energie an den Stromversorger verschenkt wird.
    Ich umgehe dieses Ärgernis mit einem Bosch Geschirrspüler ohne App über den HomeAssistant und einen SwitchBot. Hier wird das Gerät eingeschaltet, wenn genügend PV-Leistung vorhanden ist.
    Auch die bei vielen Geräten vorhandene Startvorwahl ist nur bedingt sinnvoll, da die Bewölkung und damit die Sonneneinstrahlung immer unterschiedlich ist.
    Somit werden die nächsten Geräte dann mit App sein, da dies optisch deutlich attraktiver ist und somit auch der WAF (Woman Acceptance Factor) wieder stimmt, sofern die App nicht nervt.

    • Georg sagt:

      Wer nicht zuhause ist, sollte zu dem Zeitpunkt gar keine Geräte wie Spülmaschine oder Waschmaschine oä. betreiben. Einfach mal bei der Versicherung nachfragen was dann bei Wasserschaden passiert.

  30. Christopher Konrads sagt:

    Thema Sportvereine:
    Leider ist es so, dass immer mehr Mitglieder ihren Verein als Dienstleister sehen und es immer weniger Freiwillige gibt, die Funktionen abseits des Sports übernehmen, welche aber für so einen Verein existentiell sind. Nicht meckern, sondern selbst aktiv werden ist hier die Devise. Der Verein freut sich garantiert über IT-affine Unterstützer. Ansonsten muss der Verein Leistungen einkaufen, was in der Regel Beitragserhöhungen nach sich zieht.

    Vereins-Apps werden teilweise auch über Verbände, wie z.B. dem DOSB, gefördert ("Die Vereinsapp" von vmapit) und kosten relativ wenig. Insbesondere, wenn man den theoretisch zu zahlenden Stundenlohn der IT-Beauftragten in so einem Verein gegenrechnet. Solche Apps dienen lediglich als Informationsportal und beinhalten selten persönliche Informationen. Sport-Ergebnisse sind öffentlich und das ist den Sportlern auch bewusst – und es ist auch meistens gewollt.

    Datenschutzrechtlich spannender wird es bei der Mitgliederverwaltung. In der Regel wird so eine Software aber gekauft und verfügt dann über recht gut gesicherte Zugangswege (z.B. Vereinsexplorer, WISO mein Verein usw.), die man in Homepages oder Apps von selbigem Anbieter einbinden kann. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Verein sowas in Eigenregie programmiert und betreibt, wenn er nicht aufgrund Größe und Geld über eine eigene IT-Abteilung verfügt. Fatal sind hier Informatik-Studierende, die "mal schnell" eine Lösung oder Homepage hochziehen, nach dem Studium aber die Stadt verlassen und den Verein mit einer nicht wart- und erweiterbaren Insellösung zurücklassen.

    Rationalisierung und Digitalisierung sind auch bei Vereinen ein Muss, um die ehrenamtlichen Amtsträger zu entlasten. Hierbei sollte auf Standardsoftware gesetzt werden, um nicht selbst das Wissen vorhalten und aktualisieren zu müssen. Die Kompetenz eines Vereines liegt im Sportbetrieb und nicht im Betrieb von Servern und Software. Dies sollte auf finanziell bezahlbare bzw. geförderte Anbieter übertragen werden. Wem das zu kommerziell ist, kann ja bei den Verbänden anregen, dass diese eine einheitliche Plattform für die Vereine bereitstellen. Meine größte Sorge ist nämlich immer, dass kommerzielle Anbieter entweder pleite machen oder mangels Rentabilität den Geschäftszweig einstellen.

    • Günter Born sagt:

      Nun ja – zu deinen Ausführungen ließe sich viel zu schreiben. Deine Aussage "Leider ist es so, dass immer mehr Mitglieder ihren Verein als Dienstleister sehen und es immer weniger Freiwillige gibt, die Funktionen abseits des Sports übernehmen, welche aber für so einen Verein existentiell sind. Nicht meckern, sondern selbst aktiv werden ist hier die Devise." unterschreibe ich zu 100 %. Habe über 10 Jahre einen Umweltschutzverein, teilweise als Vorstand, teilweise als Pressewart, geprägt.

      Es gibt aber Sachen, wo ich nur den Kopf schütteln kann – die App zur Darstellung der Ergebnisse, die man genau so gut auf einer Webseite einstellen kann, gehört dazu. Und wenn ich unseren Verein so sehe, wo engagierte Mitglieder vom Breitensport rausgekickt wurden, weil Fußball mehr zählt – dann kommt die menschliche Komponente mit dazu.

      Ich sehe also beide Seiten – stürze die Ehrenamtlichen im Verein, mahne aber auch "Sinn und Verstand" bei jeder Maßnahme an. Und meine Erfahrungen mit Verbänden und deren IT habe ich gelegentlich ja auch schon hier im Blog in anonymisierter Form geteilt. Alles in allem eine schwierige Kiste. Ich sage immer "Gott schütze und vor den Übermotivierten" – dann ist schon viel gewonnen – und wenn wir dann die Ehrenamtlichen stützen, läuft es.

  31. Ralph D. Kärner sagt:

    @Günter, weißt Du, was mir wirklich, wirklich Angst macht? Im Display des Geschirrspülers links… das ist doch hoffentlich nicht die Ladeanimation von Windows?
    scnr

  32. DasDuschgel sagt:

    Parken und App. Ich habe nie Kleingeld dabei. Daher würde es mir schon reichen, wenn man einfach an jedem Parkautomat z.B. mit ApplePay bzw. kontaktlos bezahlen könnte. Dann müsste ich mir nicht jedes Mal bei meiner Tochter das Kleingeld aus ihrem Sparschwein borgen, wenn wir zu ihrem Schwimmkurs fahren 🙈

    Vor ein paar Jahren war ich mal in Serbien unterwegs. Da gibt es in den Städten (auch den kleineren) verschiedene Parkzonen, rot, gelb und grün. Je näher am Zentrum, desto teurer. In den jeweiligen Zonen stehen dann Schilder mit einer kurzen Telefonnummer. Man schickt einfach das KFZ-Nummernschild per SMS an die Rufnummer und eine Stunde parken wird über die Handyrechnung bezahlt bzw. vom Guthaben abgezogen. Ein paar Minuten bevor die Zeit abläuft, bekommt man noch eine Erinnerung per SMS. Ganz einfach, ohne App. Nebenbei war außerdem sehr erstaunt, dass man in Serbien sogar im hinterletzten Kaff eine einwandfreie Mobilfunkabdeckung/LTE hat. Hier in Deutschland, am Rande des Schwarzwalds stehe ich mit T-Mobile eher im Funkloch als in Serbien auf dem Dorf.

  33. Roland E sagt:

    Lieber Günter,
    soeben las ich, dass mein letzter Kommentar "Mich dünkt…" offenbar nicht so angekommen ist, wie er tatsächlich gemeint war. Dafür entschuldige ich mich. Mein Kommi war keinesfalls despektierlich gegen Dich und/oder gegen Deine Arbeit hier gedacht.
    Viele Grüße
    Roland

  34. Christoph sagt:

    Zum Hessentag:

    Ich war mit meiner Familie montags kurzentschlossen dort und war natürlich nicht darauf vorbereitet, zum Parken eine App zu benötigen.

    Diese wurde also beim Fahren auf den Parkplatz mangels Alternativen direkt installiert.

    Dann der erste Schock:
    15 € Parkgebühr für das Parken auf einem notdürftig zur "Parkwiese" hergerichteten Acker – wahrscheinlich könnte ich für den Gegenwert den Acker auch kaufen.
    Dass da lautstark im Vorfeld der kostenlose Zugang zum Hessentag beworben wurde, ist der blanke Hohn.

    Tatsächlich hätte ich auch für 10 € parken können (was ich für den Acker auch noch als lächerlich hoch empfinde) – wenn ich AM VORTAG die App installiert und den Parkplatz gebucht hätte. Am gleichen Tag kostet es immer 15 €!

    Das Parken ohne App war auch überhaupt nicht vorgesehen – anstatt dort einen Mitarbeiter an der Einfahrt zum Parkplatz hinzusetzen, der Einfahrende abkassiert, gab es dafür unzählige (5-20, habe wirklich nicht gezählt…) Einparkhelfer, die ständig damit beschäftigt waren, den Parkenden die App zu erklären.

    Gutmütig wie ich bin, würde ich das Ganze als Arbeitsmarktmaßnahme bzw. Wirtschaftsförderung einstufen, daher kostet das dann halt auch 15 € für den Ackerparkplatz.
    Irgendwie wollen die App-Entwickler, die nötige Infrastruktur und die App-Erklärer vor Ort ja auch bezahlt werden.
    Wie würde diese Welt nur ohne solche bahnbrechenden Apps funktionieren können?

    • Günter Born sagt:

      Kenne die Bodenrichtwerte in Pfungstadt nicht – irgendwo 0,80 bis 1,50 Euro dürften es sein (als ich mein Erbe in der Eifel verkauft habe, lagen die Preise in dem Bereich) – ergo hättest Du deinen Parkplatz kaufen können (Wert ist ja rasant gefallen, steht ja ein Auto drauf). Aber dann hättest Du die Grundsteuererklärung an der Backe und bekämst Grundsteuer aufgebrummt …

      Anyway, Spaß beiseite. Ich fand es Nötigung, was die Veranstalter dort trieben. Daher habe ich es in obigem Beitrag thematisiert. Habe gerade mal bei der BUGA 2023 in Mannheim geschaut – die gestalten es deutlich anders – ist zwar doof, dass man eine E-Mail angeben muss – soll aber ohne Konto bei denen gehen. Und weil Digitalisierung so gut in Deutschland klappt, erfahre ich erst nach x Eingaben, mit welchen Zahlungsquellen ich das Parkticket begleichen kann … super.

      • Steve sagt:

        Es ist vor allem Nötigung, deswegen "Kunde" von Google oder Apple werden zu müssen. Einen freien Download der App gibt es in der Regel nicht. Das verstößt IMHO gegen das Koppelungsverbot der DSGVO. Parken nur, wenn man Daten an die Kraken liefert. Dass sich da niemand schämt, Steigbügelhalter für diese Konzerne zu spielen…
        Mit einem Google-freien Android ist man jedenfalls bei Appstore-Zwang aufgeschmissen. Außer es wird endlich durchgesetzt, dass man die Stores auch anonym ohne Registrierung nutzen darf. Da stand doch mal was im Telemediengesetz…

  35. Bastian sagt:

    auch schön sind die ganzen App-basierten Brettspiele die es gibt. die werden kauft man für echtes Geld, kann sie aber nicht ohne App spielen. und die App funktioniert nach 2 Jahren nicht mehr.

  36. Patrick sagt:

    Appanbieter gehören dazu verpflichtet auch eine Webversion (Desktop und Responsive) ab einer gewissen Nutzerzahl anzubieten. Damit wäre das Problem des Appzwangs behoben und andere OS Hersteller hätten eine niedrigere Schwelle in den Smartphonemarkt einsteigen zu können.

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