Windows 11 22H2 Neuerung: Optionale Update-Installation per Gruppenrichtlinie steuern

Windows[English]Microsoft experimentiert damit, wie Administratoren optionale Updates bei der Installation steuern können. Mit dem zum 22. August 2023 veröffentlichten optionalen Update KB5029351 wurde eine neue Möglichkeit dazu eingeführt. Administratoren können über Gruppenrichtlinien vorgeben, wie optionale Windows-Updates künftig installiert werden können.


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In der Beschreibung für das optionale Preview-Update KB5029351 für Windows 11 22H2 vom 22. August 2023 enthält einen kurzen Hinweis auf die Neuerung (siehe Windows 11 22H2: Preview Update KB5029351 (22. August 2023)). Dort steht:

New! This release adds a new policy called "Enable optional updates." Administrators can use it to configure the monthly, optional cumulative updates for commercial devices. You can also use this policy for the gradual Controlled Feature Rollouts (CFR). To learn more, see Enable and control optional updates for your organization.

Es gibt also eine neue Option, über die sich per Gruppenrichtlinie optionale Updates zur Installation zulassen können. Administratoren können mit dieser Richtlinie die monatlichen, optionalen kumulativen Updates für kommerzielle Geräte konfigurieren. Diese Richtlinie wird auch benötigt, wenn man die Controlled Feature Rollouts (CFR) als Administrator im Unternehmen steuern will. Ich hatte das Ganze die Nacht zudem auf Twitter mitbekommen, wo "Windows Update" auf diese Neuerung hinwies.

Windows 11 22H2 Update GPO

Microsoft erläutert diesen Gruppenrichtlinien-Ansatz im Techcommunity-Beitrag Enable and control optional updates for your organization. Ziel ist es, Administratoren in Unternehmensumgebungen mehr Kontrolle über optionale Updates und deren Installation zu ermöglichen.

  • Optionale, nicht sicherheitsrelevante Preview-Updates werden für aktuelle Windows-Versionen in der 4. Woche eines Monats (D-Week) ausgerollt und fließen später in das kumulative Sicherheitsupdate des Folgemonats ein. In den Updates werden häufig Fehler korrigiert und Administratoren sollen mit der Preview testen können, ob es mit den Updates Probleme gibt (soll diese Probleme beim Patchday im Folgemonat verhindern).
  • Es gibt noch eine spezielle Form der optionalen Updates, dass sind die Feature-Rollouts, die auch als als kontrollierte Feature-Rollouts (CFR) oder kontinuierliche Innovation bezeichnet werden. Microsoft benutzt diese Feature-Rollouts, um zwischen den jährlichen Funktionsupdates Neuerungen auszurollen. Diese Updates können per Windows Update oder über den Store ausgerollt werden.

Mit der neuen Gruppenrichtlinie "Enable optional updates" lässt sich in die Installation beider Update-Varianten eingreifen. Wird diese Richtlinie aktiviert, lässt sich zudem festlegen, wie Benutzer diese Updates erhalten:

  • Automatisches Empfangen optionaler Updates (einschließlich CFRs)". Wählen Sie diese Option, damit die Geräte die neuesten optionalen, nicht sicherheitsrelevanten Updates erhalten, einschließlich der schrittweisen Einführung neuer Funktionen.
  • Option Automatisch optionale Updates erhalten. Wählen Sie diese Option für Geräte, die nur die neuesten optionalen, nicht sicherheitsrelevanten Updates erhalten. Sie erhalten keine der schrittweise eingeführten neuen Funktionen.
  • Option Benutzer können auswählen, welche optionalen Updates sie erhalten möchten. Wählen Sie diese Option, damit die Benutzer ihre eigenen Präferenzen in Bezug auf optionale, nicht sicherheitsrelevante Updates festlegen können.

Das Rollout bzw. die Bereitstellung der jährlichen Funktionsupdates wird durch diese Gruppenrichtlinie nicht geändert. Die Richtlinie gilt für Geräte, die mit Windows Update for Business oder Windows Server Update Services (WSUS) verwaltet werden und bezieht sich auf Windows 11 Version 22H2 und höher. Die Richtlinie ist unter:

Lokaler Computer -> Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows Komponenten -> Windows Update -> Von Windows Update angebotene Updates verwalten

zu finden. In der rechten Spalte des Fensters ist die Richtlinie "Optionale Updates aktivieren" zu aktivieren. Danach lassen sich in den Details die obigen Optionen einstellen. Die Kollegen von deskmodder.de haben hier auch die Registrierungseinträge und -werte für diese Richtlinie dokumentiert. Wer sich den Techcommunity-Artikel durchliest, sollte auch die Kommentare lesen. Treiberupdates können wohl nicht mit der Richtlinie verwaltet werden und es gibt eine Anmerkungen von Nutzern zum Beitrag.

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3 Antworten zu Windows 11 22H2 Neuerung: Optionale Update-Installation per Gruppenrichtlinie steuern

  1. JohnRipper sagt:

    Wieviele Richtlinien soll es denn noch geben? Es geht doch nur um eine Update Installation…

    • Michael sagt:

      Am besten so viele wie es Einstellungen gibt. Meiner Meinung nach fehlen in etlichen Bereichen noch welche.

      Du MUSST sie ja nicht verwenden, aber du KANNST wenn du willst.

  2. Tobias? sagt:

    Für sehr kleine Kundenumgebungen frage ich mich schon lange, warum man die optionalen Treiber auf Clients, nicht einfach so wie die normalen Updates, automatisch installieren lassen kann. Ich hoffe das kommt auch noch für Windows 10.

    Oder kennt jemand einen Workaround über Registry oder Scripts?

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