Support für Windows Server 2012 / R2 und Windows 11 21H2 endet am 10. Oktober 2023

Windows[English]Kleine Erinnerung für Administratoren von Windows Server 2012 / R2-Systemen: Diese erhalten zum 10. Oktober 2023 letztmalig Sicherheitsupdates und fallen dann regulär aus dem 10 jährigen Support. Es gibt aber die Möglichkeit, weiterhin Sicherheitsupdates per kostenpflichtigem ESU-Support für weitere drei Jahre zu erhalten. Und Nutzer von Windows 11 21H2 sollten ebenfalls über einen Wechsel auf Windows 11 22H2 nachdenken, da die erstgenannte Version ebenfalls zum 10. Oktober 2023 das End of Life erreicht.


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Windows Server 2012 / R2

Windows Server 2012 / R2 ist am 25. November 2013 erschienen und bereits am 9. Oktober 2018 aus dem sogenannten Mainstream-Support herausgefallen. Das heißt, es gab keine Bug-Fixes mehr, sondern nur noch Sicherheitsupdates, die bis zum Endes des erweiterten Supports verteilt werden. Dieser Zeitpunkt ist zum 10. Oktober 2023 gekommen, wie man der nachfolgenden Tabelle der Supportzeiträume entnehmen kann.

Wer jetzt noch nicht auf eine Nachfolgeversion migriert hat, ist etwas spät. Aber Microsoft gewährt ja für Szenarien, wo Windows Server 2012 R2 weiter laufen muss, einen Support für "Extended Security Updates", der maximal für drei weitere Jahre (bis zum 13. Oktober 2026) Support mit Sicherheitsupdates gewährt.

Kosten des ESU-Programms

Ich hatte ja bereits im Juli 2021 im Beitrag SQL- und Windows Server 2012 erhalten Extended Support (ESU) darauf hingewiesen, dass Kunden, die die oben genannten Fristen für das Ende des Supports nicht einhalten können und über Software Assurance oder Abonnementlizenzen im Rahmen eines Unternehmensvertrags verfügen, die Möglichkeit erhalten, Extended Security Updates zu kaufen. Dann erhalten sie drei weitere Jahre Sicherheitsupdates für SQL Server 2012 und Windows Server 2012 sowie Windows Server 2012 R2.

Spannend ist die Frage nach den Kosten, und hier ist Microsoft bei Cloud-Nutzern generös – ist alles mit dem "Cloud-Abo" (Cloud-Steuer) abgedeckt. Kunden, die SQL Server 2012 und Windows Server 2012 und 2012 R2 in Azure ausführen, erhalten die erweiterten Sicherheitsupdates kostenlos.

Für Kunden mit On-Premise-Lösungen gilt dagegen, dass diese mit aktiver Software Assurance oder Abonnementlizenzen Extended Security Updates kostenpflichtig zu folgenden Preisen buchen können.

1. Jahr: Extended Security Updates kostet jährlich 75 Prozent der Lizenzkosten der neuesten Version von SQL Server oder Windows Server.
2. Jahr: Extended Security Updates kostet 100 Prozent der Lizenzkosten der neuesten Version von SQL Server oder Windows Server
3. Jahr: Extended Security Updates kostet 125 Prozent der Lizenzkosten der neuesten Version von SQL Server oder Windows Server

Kunden zahlen nur für die Server, die sie abdecken müssen, so dass sie die Kosten jedes Jahr reduzieren können, wenn sie Teile ihrer Umgebung aktualisieren.

Windows 11 Version 21H2

Keine Ahnung, ob noch Leute mit Windows 11 21H2 unterwegs sind. Am Dienstag, den 10. Oktober 2023, erreichen Windows 11 Version 21H2 in der Home- und Pro-Variante ebenfalls das End of Life. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Dies gilt laut Microsoft für die folgenden Editionen, die im Oktober 2021 veröffentlicht wurden:


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  • Windows 11 Home, Version 21H2
  • Windows 11 Pro, Version 21H2
  • Windows 11 Pro for Workstations, Version 21H2
  • Windows 11 Pro Education, Version 21H2

Nutzern bleibt nur der Wechsel zu Windows 11 22H2 (ist kostenlos und bekommt bis zum 8. Oktober 2024 Support) oder zu einem anderen Betriebssystem. Bei Windows 11 22H2 gibt es aber mit den Updates von September 2023 einige Schwierigkeiten.

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5 Antworten zu Support für Windows Server 2012 / R2 und Windows 11 21H2 endet am 10. Oktober 2023

  1. michael sagt:

    Gibt irgendwo ein Script/Tool, was einem die 'Extended Security Updates' kostenfrei beschert. Selbst Server 2008 bekommt noch Updates… Freilich erst ab 18, im Lab und für @home only :-)

  2. Markus E sagt:

    Möglicherweise ist auch 0Patch eine gute und günstigere Lösung…

  3. Michael sagt:

    Bin da auch of darüber gestolpert, aber korrekt heißt es entweder On-premisES od. vereinfacht On-prem, aber in dem Zusammenhang nie On-premise, weil das eine ganz andere Bedeutung hat (dt. premise = Prämisse)

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