Windows: Microsoft erklärt Spracherkennung als veraltet und wird diese entfernen

Windows[English]Die Liste der abgekündigten Windows-Funktionen, die irgendwann entfernt werden, wird immer länger. Nach Cortana, WebDAV-Client etc. will Microsoft auch nicht mehr an der mit Windows Vista eingeführten Spracherkennung festhalten. Microsoft hat im Dezember 2023 diese Funktionen aus Windows als "veraltet" (deprecated) erklärt und wird diese entfernen. Bereits Ende November 2023 war zudem Microsoft Defender Application Guard for Office abgekündigt worden.


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Ich bin über nachfolgenden Post auf BlueSky auf diese neue Entwicklung gestoßen. Xeno weist darauf hin, dass die Spracherkennung (Englisch Windows Speech Recognition) auf die Liste der "deprecated features" gewandert ist. Damit ist die Spracherkennung als veraltet eingestuft und wird künftig aus Windows herausfallen.

Windows Speech Recognition deprecated

Microsoft hat auf der Seite mit Deprecated Windows-Features schreibt zum Dezember 2023 einen neuen Eintrag Windows speech recognition aufgenommen und schreibt dazu: Die Windows-Spracherkennung ist veraltet und wird nicht mehr weiterentwickelt.

Diese Funktion wird durch "Voice Access" ersetzt. Die Funktion ist für Geräte mit Windows 11, Version 22H2, oder höher verfügbar. Derzeit unterstützt der "Voice Access" fünf englische Gebietsschemata: Englisch – USA, Englisch – Großbritannien, Englisch – Indien, Englisch – Neuseeland, Englisch – Kanada und Englisch – Australien. Weitere Informationen finden sich in diesem Microsoft Support-Beitrag.

Microsoft Defender Application Guard for Office

Ich hatte es bisher nicht im Blog thematisiert. Auch der Microsoft Defender Application Guard for Office wird mit der Zeit beerdigt, wie Microsoft bereits Ende November 2023 mitteilte. Im betreffenden Eintrag heißt es, dass der Microsoft Defender Application Guard für Office veraltet ist und nicht mehr aktualisiert wird. Diese Abkündigung betrifft auch die Windows.Security.Isolation-APIs, die für Microsoft Defender Application Guard für Office verwendet werden.

Microsoft empfiehl den Übergang zu Microsoft Defender for Endpoint und den Regeln zur Reduzierung der Angriffsfläche, zusammen mit Protected View und Windows Defender Application Control.


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9 Antworten zu Windows: Microsoft erklärt Spracherkennung als veraltet und wird diese entfernen

  1. Dat Bundesferkel sagt:

    "Microsoft erklärt Spracherkennung als veraltet und wird diese entfernen"

    Guter Plan, hat noch nie sinnvoll funktioniert. Also englische Muttersprachler konnten damit zumindest halbwegs was machen, aber wehe man versuchte fremdsprachige Funktionen damit zu verbinden.

    Voice Access wird ähnlichen Erfolg haben: Als native Erkennungssprache gibt es dann wieder englisch-basierende Sprachen und unter Umständen noch chinesisch (weil riesiger Markt… *hust*).
    Alle anderen dürfen dann weiterhin mit teils 40 Jahre alten Sprach-Datenbanken zurechtkommen, oder "k.-i.-gestützten" Sprachverunstaltungen zurecht kommen.

    Man schafft es nicht mal die "maschinell übersetzte" GUI fehlerfrei und syntaktisch korrekt zu erstellen. Da wird es mit der Spracherkennung nicht besser.

    Google und Apple haben bestimmt ganz dolle Tips für Microsoft. Von Nuance (Dragon -> Lernout & Hauspie -> ScanSoft -> Nuance) sollten sie besser keine Tips annehmen, trotz K.I.-Werbetext hat sich bei der Erkennung seit 2005 nicht mehr viel getan. Außer eine neue Versionsnummer aufzustempeln, Ressourcenverbrauch zu verzehnfachen und die Erkennungsrate gleich zu halten (analog zu OmniPage OCR).

  2. Sebastian sagt:

    Entfernen von was?
    Von bestehenden Systemen die produktiv laufen per Update?

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Da hatten sie bei der Kontakte- und Foto-App auch keine Schmerzen.

      Letztere gibt es zumindest noch als Fotos-Legacy, die Personenerkennung mittels Kontakte kann man aber vergessen – da kommen nun manuelle Zuweisungen zum Tragen.

      Schau' Dich nach 3rd-Party-Lösungen zur Spracherkennung um. Darauf zu bauen ist sicherer.

    • Ralph D. Kärner sagt:

      Klappt ja beim vom User ungewollten Hinzufügen von Funktionen seitens Winzigweich auch.

  3. 1ST1 sagt:

    Cortana und Spracherkennung, ok, weg damit, ich fand es schon immer doof, mit einem Computer zu sprechen. Aber WebDav muss bleiben, immerhin kann man darüber sehr simpel immer die aktuellen sysinternals Tools direkt von Microsoft als Laufwerk einbinden. Das ist die Adresse:

    \\\live.sysinternals.com\\tools\\

    (vorne 2 Backslashes, hinten jeweils einer)

  4. Luzifer sagt:

    also typisch MS: Wir machen was, kriegens nicht gebacken und begraben es wieder.

  5. michael sagt:

    Hoffentlich mit Sprach-Firewall und Schnittstellen in die deutschen Ministerien.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Ach Du… schlimmer hätte es wahrlich nicht kommen können.

      Windows: Devolution, statt Evolution.

      Ist das Naivität oder grenzenlose Unwissenheit in Redmond?

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