Überraschung: Allen VMware-Partnern von Broadcom für 2024 gekündigt

[English]Unschöne Überraschung für die bisherigen VMware-Partner, denn die haben von Broadcom am 22. Dezember 2023 die Kündigung  zum 4. Februar 2024 bekommen. Das folgte nur wenige Tage nachdem Broadcom seine Lizenzmodelle auf Abo-Lösungen umgestellt hat. Die VMware-Partner sollen nun neu ausgewählt und mit neuen Verträgen bedacht werden. Dazu hat Broadcom das Advantage Partnerprogramm gestartet, welches nur auf Einladung offen steht. Es sollen wohl alle Partner, die beim Umsatz unter 500.000 US-Dollar liegen, aus diesem Programm ausgeschlossen werden.


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Broadcom hatte ja den Virtualisierungsanbieter VMware für eine horrende Summe übernommen (siehe Broadcom kauft den Anbieter VMware für 61 Milliarden US-Dollar). Die Übernahme von VMware durch Broadcom wurde dann vor wenigen Monaten abgeschlossen, und nun beginnt das "aufräumen", was für Kunden, aber auch VMware-Partner nichts gutes bedeutet. Anfang Dezember 2023 hatte ich im Blog-Beitrag Broadcom will VMware-Bereiche für Endbenutzer-Computing und Carbon Black verkaufen bereits berichtet, dass Broadcom damit beginnt, das Tabelsilber zu verscherbeln. Interessenten können große Teile des VMware-Produktspektrums als Block kaufen. Die Cloud-Dienste behält Broadcom und hat dort die Lizenzmodelle auf Abo-Lösungen umgestellt. Nun kommt der nächste Schock für VMware-Partner. heise hatte vor einigen Wochen in diesem Artikel über die Neuordnung des Lizenzgeschäfts berichtet.

Kündigung für VMware-Partner

Die Seite CRN berichtet in diesem Artikel (via), dass Broadcom alle bestehenden Verträge mit VMware-Partnern (Wiederverkäufer und -Dienstleister) zum 4. Februar 2024 aufgekündigt habe. Die betreffende Kündigung scheint den VMware-Partnern wohl letzten Freitag, den 22. Dezember 2023, per E-Mail mit dem Betreff "VMware Partner Programs Termination Notice" zugegangen zu sein. Damit endet nicht nur das Partnerprogramm sondern auch das Incentive-Programm, mit dem Verkaufsanreize gesetzt werden konnten.

Wer weiterhin VMware-Produkte verkaufen möchte, muss sich bei Broadcom neu bewerben. Broadcom will seinen Partnern nächsten Monat mitteilen, ob sie weiterhin seine Virtualisierungssoftware verkaufen dürfen, heißt es bei CRN. Die Seite zitiert eine Quelle, die ausführt, dass Partner, die weniger als 500.000 Dollar Jahresumsatz mit VMware machen, Gefahr laufen, ihren Partnerstatus zu verlieren. Es ist daher unklar, wer von den bisherigen VMware-Partnern ab dem 5. Februar 2024 noch VMware-Produkte bzw. Lizenzen verkaufen kann. CRN zitiert aus der Kündigungsmail, die der Seite von Broadcom bereitgestellt wurde:

Broadcom bleibt der Wertschöpfung innerhalb unseres gemeinsamen Ökosystems verpflichtet, das durch die Aufnahme von VMware-Partnern gestärkt wurde. Mit Wirkung vom 5. Februar 2024 wird Broadcom die Partnerprogramme von VMware in das Broadcom Advantage Partnerprogramm überführen, das nur auf Einladung zugänglich ist.

Basierend auf den jüngsten Gesprächen mit Hunderten von Partnern weltweit wird dieser Übergang unseren Partnern helfen, durch vereinfachte gebündelte Angebote und mehr Möglichkeiten für Service-Einnahmen eine noch größere Rentabilität zu erzielen.

Laut CRN fordert Broadcom in der Mail die Partner auf, sicherzustellen, dass die Kontaktinformationen des Unternehmens im Abschnitt 'Mein Unternehmen' auf der Startseite des Partner Connect Portals korrekt sind. Und dann bleibt den bisherigen VMware-Partnern nur noch abzuwarten, ob sie künftig VMware weiterhin verkaufen können.

Programm nur auf Einladung

Broadcom hat das neue "Broadcom Advantage-Partnerprogramm" ins Leben gerufen, welches aber nur auf Einladung durch das Unternehmen zugänglich ist. CRN schreibt, dass diejenigen Firmen, die eingeladen wurden, dem Programm beizutreten, in der E-Mail – unterzeichnet vom Broadcom Partner Program Office – vereinfachte Rentabilitätsmöglichkeiten für Partner mit dem Nettomargenmodell von Broadcom angeboten bekamen. Das umfasst auch Ausgleichszahlungen für Verlängerungen sowie Bestandsschutz, Rabatte bei der Geschäftsregistrierung mit Differenzierung nach Programmstufen, leistungsbasierte Anreize für Verlängerungsgeschäfte. Zudem würden vereinfachte Zertifizierungsanforderungen und kostenlose Schulungen für alle Partner angepriesen.

CRN zitiert einen ungenannt bleiben wollenden VMware-Partner, der an internen Briefings zu Broadcoms Änderungen teilgenommen hat. Dieser geht davon aus, dass Einladungen voraussichtlich nur an Reseller-Partner verschickt werden, die zwischen 500.000 und 1 Million US-Dollar oder mehr Umsatz machen. Diese Quelle geht davon aus, dass es vor allem kleine VMware-Partner und -Reseller betrifft, die diese Umsatzgrößen nicht erreicht. Die Quelle geht on rund 4.000 kleineren VMware-Partnern aus, die dann ab 2024 nicht mehr an Bord sein werden.

Ein ungenannt bleiben wollender VMware-Mitarbeiter wird zitiert, dass: "Alle Verträge laufen Ende Januar 2024 für die meisten VMware-Partner, und bis April 2024 für die VMware-Service Provider aus, Nur die wenigen Auserwählten werden an dem neuen Programm teilnehmen können. Der Rest wird nicht mehr in der Lage sein, VMware-Produkte zu verkaufen."

Der VMware-Mitarbeiter, der in der Partner-Betreuung  aktiv war, geht davon aus, dass diese Kündigung der VMware-Partner der Konkurrenz wie Nutanix in die Karten spielen werde. "Diese Konkurrenten bemühen sich aktiv um mehr Geschäft mit den Partnern. Meiner Erfahrung nach ist diese Änderung zu viel und zu schnell und wird zu Abwanderungen und Umsatzeinbußen führen", zitiert CRN den VMware-Mitarbeiter. "Der größte Umsatzrückgang wird bei vSphere zu verzeichnen sein. Broadcom drängt auf VMware Cloud Foundation. Sie drängen auf Bundles, die Kunden dazu zwingen, Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen."


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Sie so aus, dass die Befürchtungen, die VMware-Kunden im Rahmen der Broadcom-Übernahme hatten, sich nun bewahrheiten. Ist jemand von dieser Kündigung betroffen?

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40 Antworten zu Überraschung: Allen VMware-Partnern von Broadcom für 2024 gekündigt

  1. Anonymous sagt:

    VMware im KMU-Umfeld ist damit tot.
    Wie auch Hyper-V wird es in Zukunft nur in großen Datacentern bei Cloud-Anbieten Sinn machen, nicht mehr direkt beim Endkunden.

  2. Ralph D. Kärner sagt:

    Ich verstehe nicht, wieso ich in letzter zeit immer sehe, dass viel Geld für etwas ausgegeben wird, das man dann zunächst erst einmal mit Vollgas gegen die Wand fährt. Egal, ob wir von Oracle, Musk oder Broadcom sprechen. Naja, dann dürfte die erste Aufgabe für das neue Jahr sein, die Mitbewerber zu vmware abzuklopfen. Dabei hätte ich ganz andere Dinge zu tun.

    • Anonymous sagt:

      Ein Grund dürfte die (noch unter Trump) durchgeführte Reform der Unternehmenssteuer zur "Repatriierung" sein.

      Die Folgen erlebt gerade z. B. Microsoft.

      Ich denke unterm großen Strich über alle Unternehmen hat Musk die Twitter-Übernahme viel weniger (wenn überhaupt etwas) gekostet. Verluste müssen nicht schlecht sein.

    • OwenBurnett sagt:

      Also Musk ist ein Sonderfall, dem geht es nicht um Geld Sondern um macht.

      Bei Oracle, Broadcom gehts um boni zahlungen für die leute im management,
      das das ganze danach gegen die wand fährt kan den egal sein weil es ist 1. nicht ihr geld welches sie da verlieren und 2. sie ihre riesen boni schon in der tasche haben.

    • michael sagt:

      Die die das wollen, drucken einfach Geld. Die Summen dabei sind irrelevant; relevant sind eher die politischen Ziele, die damit verfolgt werden sollen: Mehr sollen in die Klaud gehen.

  3. Daniel sagt:

    Da sieht man wieder dass aus VMware nur Geld herausgezogen werden soll. Geschäftspartner auf Einladung klingt schon seltsam. Viele kleine Systemhäuser sind doch garnicht auf dem Radar von Broadcom.

  4. rpr sagt:

    In Reddit werden zwischendurch erste Kalkulationen veröffentlicht die von Kostenerhöhungen um den Faktor 3 bis 4 reden.
    Ist aber alles egal.
    Es wird darauf hinaus laufen das die Entwickler etc. entweder auch vor die Tür gesetzt werden oder von alleine gehen. Ähnliches wird im Support passieren.
    Wenn die Folgen für Qualität der Produkte richtig sichtbar werden wird noch mal eine Abwanderung einsetzten.
    Es ist zum Kotzen:
    Der Umfang der Schäden die dieser Deal bei Vmware-Usern anrichtet ist einfach nur nur gigantisch. Alles nur damit sich win paar Ar****** die Taschen voll stopfen können.
    Ich werde meine Azubis / Praktikanten ab sofort zusätzlich auf Proxmox trainieren. Kostet nichts und kann günstig betrieben werden.
    Vielleicht doch noch Friedhofsgärtner werden. Das quatsch einen wenigstens niemand voll.
    Gruß und schönen zweiten Weihnachtstag

    • michael sagt:

      Bei Faktor 4 wäre man dann bei Nutanix und bekommt die selbe Leistung für das selbe Geld :-) Paßt also.
      Privat habe ich mich für esxi 8 statt proxmox entschieden. esxi ist halt schon eher ausgereift. Ich mag kein generisches Debian unter einer KVM Lösung – gerade privat brauche ich 99,9% SLA – und die konnte esxi die letzten 10+ Jahre bieten. Backup davon dann per QNAP Nas.

      • Christian Krause sagt:

        Backup per QNAP NAS.
        Die Lösung hab ich oft gesehen. Das Kennwort für die Backups sind auf den Clients gespeichert / wurden per Mail dem Kunden geschickt / sind Standardkennwörter, die man überall benutzt.
        Hab das bisher noch nicht einmal in vernünftig implementiert gesehen.
        Hoffentlich nicht auch bei dir so.

        Proxmox kostet sehr wohl etwas. Nur die no-subscription Lizenz kostet nichts, die Pakete sind aber nicht so ausgereift. Was bei esxi die fehlende Backup API mit drum rum gewurschtel über installierte Backup Agents in den Client ist, ist bei Proxmox die no-subscriptions Lizenz mit teilweise unausgereiften Versionsständen.

    • Mark Heitbrink sagt:

      oder irgendwas mit Holz ;-)

  5. Marcel sagt:

    Wer mal Symantec Enterprise Security vor der Übernahme durch Broadcom hatte, weiss was jetzt passiert.

    Erst gibt es eine Zeit lang keine Lizenzen, dann findet man als KMU keinen Händler mehr für den man nicht zu klein ist. Anschließend schafft Broadcom es nicht, dass alles in ihre Systeme zu integrieren, die Händler sind genervt und es gibt weiterhin keine Lizenzen und Support gleich gar nicht.

    Und dann passiert das was rpr beschreibt. Da kann man nur empfehlen: Schaut nach Alternativen und dann lauft!

  6. Karl Klammer sagt:

    Da klopfen wir uns doch mal auf die Schulter, dass wir vor ein paar Jahren so clever waren und auf Proxmox VE umgestellt haben 😁

  7. squat0001 sagt:

    Das würde schon letztes Jahr angekündigt… Und die bisherige Partner Politik von VMware war Käse, es kann. also nur besser werden.

    Es wird halt in Zukunft deutlicher zwischen Vertriebspartnern und Service Partnern und Hardware Partnern Unterschieden.

    Bislang konnte man sich ja für Geld den Partnerstatus kaufen.

    • Exchadmin sagt:

      Andersrum wird ein Schuh draus. Ohne jährliche Zahlung der Partnergebühr bekam man gar nicht erst einen Partnerstatus und somit keine Berechtigung bei den Distributoren zu bestellen.

  8. Martin B sagt:

    HyperV funktioniert doch super, ich kann es nur empfehlen.

    • Günter Born sagt:

      Hyper-V ist on-premises aber wohl aus der Entwicklung gefallen

      • Stefan sagt:

        Der Standalone-HyperV ist nur mehr als Azure-Mietgedöns zu beziehen, die HyperV-Rolle bleibt jedoch. Bei jedem Windows Server Standard bekommt man das Recht 2 virtuelle Serverinstanzen zu betreiben und einmal physisch, wenn sie nur für die Verwaltung der VMs genutzt wird.

        Einige Funktionen wie hot-Patching usw. Gibt es tatsächlich nicht onprem, geht aber übet meine KMU-Bedürfnisse hinaus und stört mich somit nicht.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Zu viele Funktionen wurden aus Hyper-V heraus kastriert (insbesondere Durchleitung physischer Hardware und/oder 3D-Beschleuniger).

      Vor knapp 10 Jahren hattest Du in Deinen VMs noch richtige GPU-Beschleunigung verfügbar, theoretisch sogar für DirectX-Spiele tauglich – insbesondere aber auch für Konvertierungs- und Bild-/Videoverarbeitungsprogramme.

      Jetzt taugt Hyper-V in erster Linie für Headless-Systeme mit rudimentären, primitiven Aufgaben.

      • GoaMetz sagt:

        RemoteFX war noch nie "richtige" Grafikbeschleunigung.
        Und Deine Informationen sind… nun… reichlich veraltet.
        Das Durchreichen von PCIe Geräten geht problemlos und ist seit Nvidia dies bei den Consumer Karten nicht länger vorsätzlich behindert, der primäre Pfad über den ich zahllose Terminal-Server mit voller Grafikbeschleunigung an den Start gebracht habe. Jenseits dessen kann auch die RDP-Kompression durch die Hardware Video Encoder erledigt werden, was eine deutlich CPU-Entlastung mit sich bringt.

        Und von der Paravirtualisierung die Hyper-V ebenfalls kann hast Du auch noch nichts gehört, oder? Dass der Host seine normale Consumer Grafikkarte unter mehreren VMs aufteilen kann gibt es wo genau noch??

        • Dat Bundesferkel sagt:

          Tatsächlich war ich in letztgenanntem Punkt nicht mehr up-to-date. Danke für die Erhellung, in Verbindung mit WSL2 könnte man Hyper-V dann ja sogar zur CUDA-Beschleunigung von Objekt-Erkennung nutzen.

          Danke dafür!

        • Stefan sagt:

          Als ich mich vor einiger Zeit damit beschäftigte ging das nur entweder dediziert für eine VM (welche kein RDS sein durfte) oder halt RDS physisch auf Blech. Sagst du das es möglich wäre eine beliebige Comsumerkarte für Remotefx-Beschleunigung auf einem virtuellen RDS zu nutzen? Das wäre wirklich interessant. 🤔.

      • Martin B sagt:

        sehe ich anders, HV Cluster laufen performant und sind mit Datacenter Lizenzen auch günstig zu betreiben. Es muss nicht HCI mit Azure Stack sein (sauteuer). Wenn es um die Bereitstellung von lokalen Computing Ressourcen geht, ist es auf jeden Fall einen Blick wert.

        Wie viel Prozent der Kunden benötigen GPU Beschleunigung im Backend? Das ist eine Minderheit, Konstruktionen/Videogedöns sollte am lokalen Client gefahren werden, alles andere sprengt den Rahmen

      • Michael sagt:

        dann schau Mal in Richtung Hyper-V 2025, da sind wieder etliche Features angekündigt vor Allem im Bereich GPU.

      • Stefan sagt:

        Ja, das ganze Passthrough-Gemurkse mit nur unterstützten GPUs haben sie wohl wirklich sterben lassen. Für sowas bleibt dann zb KVM zb in Form von Unraid wie Linus Tech Tips es schon öfter gezeigt hat.

        Wir betreiben sonst alle Server virtuell, sei es als RDS oder DB odrt ähnliches. Was daran primitive Aufgabe ist weiß ich jetzt nicht aber ok.

  9. Exchadmin sagt:

    Die besagte E-Mail haben wir auch erhalten.

    @Born: bei Interesse leite ich gerne weiter.

    Wir liegen bei den genannten Umsätze definitiv drunter und werden dann ganz sicher rausfallen. Ärgerlich aber das Vorhaben wird sich für Broadcom früher oder später rächen.

    • Jan sagt:

      Moin,

      da werd ich neugierig, seid ihr Partner oder Endkunde?

      Ich frag mich was aus denen wird, die aktuell ihr eigenes Portal bei VMWare haben und hier Mengen-Rabatte rausgehandelt hatten bei einer gewissen Menge an "Umsatz"/Abnahme. Was sich unter 550k bewegt.

  10. Anonymous sagt:

    Eine Überraschung nicht unbedingt. Im Gegenteil, das hab ich eigentlich schon ab Bekanntgabe der Übernahme vor 15 Monaten vermutet.

    Der Unterschied liegt einfach in der Kultur der dahinterstehenden Unternehmen. Ich denke von DELL hat der eine oder andere Mitleser hier einen Server in seinem Rechenzentrum stehen und kennt deren Support.

    Chips bzw. IP von Broadcom nutzen sicherlich auch die meisten etwa in einem iPhone oder DSL Modem aber bestimmt noch nie Kontakt zu Broadcom gehabt. Diese Firma will einfach keinen Kontakt zu Endkunden.

    VMware selbst hat ja eine Supportinfrastruktur mitgebracht – eben diese Partner in den verschiedenen Edelmetallfarben. Trotzdem zerschlägt man die und setzt die eigenen Vorstellungen um.

    Bezeichnend finde ich auch, dass man unter den Partner nicht erst mal aussortiert hat – entweder noch Umsatz oder nach Kundenzahl – sondern erst mal alle rauswirft und schaut wer wieder angekrochen kommt beziehungsweise wen man einladen kann.

    Und bezüglich der Software-Qualität sei nur auf die zurückgezogen Versionen 7.0.1 und 7.0.2 verwiesen. Nach innen ist das Klima nämlich schon viel länger vergiftet und wer konnte, hat sich eine Perspektive bei einem anderen Arbeitgeber gesucht.

    Nur zum Kunden hin hat man gewartet, bis alle Regulierungsbehörden ihr grünes Licht gegeben haben und die Gefahr eines Rollbacks nicht mehr besteht.

  11. McAlex777 sagt:

    Bedeutet das Mittelfristig das man sich auf 3-4fache ESX Preise einstellen darf, sonst sind alle ESX-Kunden raus? Das dürften schnell zich hunderttausende kleine Unternehmen betreffen.

    • rpr sagt:

      Das ist ja wohl auch der Plan.
      Maximale Gewinne generieren und dann weg schmeißen.
      Das Produkt ist egal.
      Wären Menschenhandel und Drogendeals nicht so riskant würde Broadcom auch da mit mischen.
      Gruß

  12. Phadda sagt:

    Schon krass wie aus drei eingesetzten Produkten
    2018 Acquired CA Technologies, Inc.
    2019 Acquired Symantec Enterprise Security business
    2023 Acquired VMware, Inc.
    jetzt nur noch eine Company ist und alles schlechter wird (Feste Partner wurden entfernt, Preise angehoben, Lizenz Modell verändert, Support verschlechtert/komplizierter, Monate in der Luft hängend wie es weitergeht)… Wer 2018/2019 betroffen war, der wusste eh was nach Verkauf von VMware einen erwarten wird.

    Broadcom ist imho die gleiche Stufe wie SAP/Oracle und Co. Mal schauen was deren Einkaufszettel noch so hergibt. Geht es Primär um Patente? Um Kundenzufriedenheit geht es wohl nicht :-D

    • rpr sagt:

      Es geht auch nicht darum Werte über Produkte zu erzeugen sondern mit Geld Geld zu verdienen.
      Da es irgendeinen Gegenwert geben muss gehen in diesem Fall die Produkte über die Wupper.
      Die Zeit in denen Menschen noch nachhaltige Werte schaffen wollten sind vorbei. Ausnahmen bestätigen die Regel aber in der Regel dürfte jedere Mitarbeiter des solche "Allüren" entwickelt von seinem Arbeitgeber in eine Psychiatrie eingewiesen werden.
      Gruß

  13. StefanP sagt:

    Wir sind klein und nutzen seit über 10 Jahren vSphere Essentials plus. Die Lizenz soll sich vermeintlich nicht ändern.
    Mal sehen, wie lange es dabei bleibt…

    • Anonymous sagt:

      Das wichtigste ist jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren.

      Die meisten dürften noch Perpetual Lizenzen in Version 7 oder 8 und etliche Monate bzw. Jahre Support haben.

      Solange man die nicht in Mietlizenzen konvertiert passiert gar nichts.

      Dann kann man mal die beiden Modelle (und alternative Software) durchrechnen. Das ist sehr von der individuellen Konfiguration abhängig, wenn man 16 bis 32 Cores pro Sockel hat ist das alte Modell vermutlich besser.

      Entscheidend kann auch sein, daß sich die alten Modelle notfalls auch ohne Support weiter betreiben lassen – eine Laufzeitlizenz natürlich nicht.

    • Carsten C. sagt:

      Ich wollte unsere Lizenz bzw. den Support kürzlich verlängern. Der Händler teilte mir daraufhin mit, dass er derzeit keinerlei Lizenzen oder Supportvereinbarungen für VMware-Produkte bestellen könne und er auch keine Informationen habe, wann das wieder möglich sei. Inzwischen stehen wir ohne VMware-Support da.

      • Marco sagt:

        Das Gleiche in grün bei mir für einige Kunden. Seit November habe ich nicht mal mehr eine Quote zur Verlängerung gesehen.

        Vielleicht sollte man solche "Gatekeeper" auch mal aufs Korn nehmen. Diese Preispolitik kann man sich nur erlauben, wenn man ein quasi Monopol hat.

        Ich für meinen Teil werde meine Kunden dann wohl auf einen anderen Anbieter umziehen. Wahrscheinlich Hyper-V. Meine Nerven sind erschöpft, mir ein weiteres beklopptes Verwaltungsportal eines Großanbieters in den Kopf zu hauen.

        • 1ST1 sagt:

          Da müsst ihr wahrscheinlich mal bei den ganz großen VMWare-Partnern anklopfen, Computacenter, Bechtle, Atos und Co. Ich vermute sowieso, dass die bisherigen kleineren VMware-Partner sich zukünftig an solche großen Partner wenden müssen und so quasi zu Sub-Partnern werden, oder wie man das auch nennen mag.

          Naja, zumindestens die VMUGs sind noch nicht abgekündigt, gibt zumindestens in den USA schon wieder Termine für 2024, vielleicht gehe ich kommenden Sommer mal wieder auf die in Frankfurt, das letzte Mal war ich 2019 vor Corona da, aber ich weiß auch noch nicht ob das Sinn macht, wir haben VSphere abgeschafft.

      • Fritz sagt:

        Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

        Zitat von https://news.vmware.com/company/vmware-by-broadcom-business-transformation:

        Q: What are the changes to perpetual licenses?
        A: As part of our transition to subscription and a simplified portfolio, beginning today, we will no longer sell perpetual licenses. All offerings will continue to be available as subscriptions going forward. *Additionally, we are ending the sale of Support and Subscription (SnS) renewals for perpetual offerings beginning today.*

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