Schule & Digitalisierung: "Ende der Kreidezeit", oder Aufbruch ins Chaos?

Stop - PixabayHeute ein kleiner Beitrag rund um Schule und Digitalisierung. Ziel ist es, kritisches Nachdenken zu befördern, ob wir immer auf dem richtigen Weg sind. Getriggert wurde der Beitrag durch mehrere Beobachtungen der letzten Tage. Gerade gesehen, dass unsere Grundschule "digitalisiert" wurde – da hängen jetzt Smartboards mit Windows statt Kreidetafeln bei den Erstklässlern an der Wand. Und Spiegel Online "feiert den Abschied von der Kreidezeit" – was wohl eher ein Lobbyartikel des Verbands "Verband Bildung und Erziehung" ist. Und dann hat mich noch ein besorgter Vater kontaktiert und per Mail geschildert, was an der Schule seiner Kinder in Richtung Datensicherheit und Datenschutz ziemlich schief läuft: Microsoft Office 365, WhatsApp & Co. feiern  fröhliche Urstände. Datenschutz? Welcher Datenschutz. Das war mir dann doch einen Beitrag wert.


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Abschied von der "Kreidezeit"

Diese Woche hatte ich mein Aha-Erlebnis, als ich Dienstag Morgen zum Sport in der kommunalen Sporthalle meines Orts sprintete. Bin in der Regel immer spät dran, und jogge dann den Kilometer zur Sporthalle. Ein möglicher Weg führt über den Hof unsere örtlichen Schule. Als ich am Containeranbau für die Grundschüler vorbei komme, nehme ich durch die Fenster wahr, dass die Lehrerin vor einem riesigen Bildschirm (Whiteboard/Smartboard) an der Wand steht. Der Windows Desktop sowie irgendwelche Office-Symbole waren zu erkennen – eine Kreidetafel fehlte – es gab wohl noch ein Board mit Papier, welches vor das Smartboard geschoben werden kann.

Microsoft Surface Hub
Microsoft Surface Hub, Quelle: Microsoft

Keine Ahnung, ob es jetzt ein Surface Hub 2 oder 3 von Microsoft, oder ein Smartboard eines anderen Anbieters war. Die Geräte gibt es ja von diversen Anbietern (z.B. von ctouch, Microsoft, Samsung, Smart etc.). Das Netzwerk Digitale Bildung schwärmt in diesem Beitrag für das "SMART Board" samt SMART Software für dieses Konzept. Dank des "Bildungspakets" kommt die Digitalisierung in Schulen an – ich hatte 2020 im Beitrag Das "Bildungspaket" von Deutscher Telekom und Microsoft was zu geschrieben.

SPON-Artikel zur Schuldigitalisierung

Und just die Tage war mir obiger Artikel des Spiegel Online unter die Augen gekommen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) bekommt Raum für seinen Rant, dass laut einer Umfrage zehn Prozent der Schulen noch keine Klassensätze mit digitalen Geräten hätten. Der Digitalpakt laufe erst mal aus. Moniert wird, dass Schulen keine Smartboards und kein stabiles Internet hätten. Immerhin hätten inzwischen 90 Prozent der Schulen zumindest für einen Teil der Schülerinnen und Schüler Klassensätze an Laptops, Tablet-PCs oder Smartphones zur Verfügung. Der Artikel feiert das als "langsamer Abschied aus der Kreidezeit".

Gut, der VBE ist quasi die Gewerkschaft der Lehrer, der sich für Bildungsbelange einsetzt, mir aber ad-hoc nicht als mit besonderer Digitalisierungskompetenz ausgestattet zu sein scheint. Und bei obigem Thema streiten zwei Seelen in meiner Brust: Einmal die "das eröffnet neue Möglichkeiten"-Stimme und die andere Stimme meint "neue Risiken, neue Fehlerquellen, und Technik, die schnell veraltet". Es war immerhin eine Grundschule, wo ich die Smartboards sah – da sollen Erst- und Zweitklässler lesen und schreiben lernen.

Mir schoss zudem die Meldung von Dezember 2023 durch den Kopf, nach dem Schweden sich aus dem "digitalen Klassenzimmer" verabschiedet, weil die Lernkompetenz stark zurück gegangen ist, wie man hier und hier nachlesen kann. Man kehrt zu Heft und Schulbuch zurück. Mir gingen dann verschiedene Gedanken zur Digitalisierung in Schulen und meiner Beobachtung durch den Kopf, die man in folgenden Fragen zusammen fassen kann.

  • Wie lange hält die nun mit satt Geld beschaffte Technik? Die Technologie-Zyklen von Smartbords, Surface Hubs und Windows liegen doch beim 2 – 3 Jahren.
  • Was passiert, wenn da das Internet oder der Strom ausfällt? Da geht dann vermutlich nix mehr? Auch ein verunglücktes Windows-Update, das End of Life der Software oder ein Hardware-Defekt kicken die Infrastruktur ins digitale Nirvana.
  • Wer wartet das Ganze von der IT-Seite, wie sind die Lehrkräfte auf die Digitalisierung vorbereitet? Und wie lange dauert es, bis sich da die erste Schadsoftware/Ransomware breit macht?

Gerade bei Erstklässlern habe ich meine Zweifel, ob die Digitalisierung den großen Sprung ermöglicht und ob da nicht einem "Digitalisierung ist modern"-Fetisch gehuldigt wird. Ich mag das Thema "Digitalisierung" nicht verteufeln und es wird sinnvolle Einsatzszenarien geben. Aber ich verfolge das Thema so am Rande seit über 20 Jahren. Immer wenn ich irgendwelche Kurse gegeben habe, wo wir die "IT-Struktur" von Schulen nutzen konnten, saß ich in Räumen, wo teure aber veraltete digitale Technik ihrer Ausmusterung entgegen schlummerte. Womit wir wieder bei den oben angesprochenen 2-3 Jahren für Technologie-Zyklen wären. Ein Kreidetafel kann gut 10-20 Jahre benutzt werden und braucht weder Strom noch Internet. Und die Fälle, wo technische Störungen oder Cyberangriffe auf die Schul-IT zum "Desaster Digitalisierung" führen, nehmen – speziell in den USA, die ja als "Vorreiter" gefeiert werden – zu.


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Nachtrag: Eine Woche später – ich jogge spät abends zur Sporthalle (4 x Sport pro Woche). Schulräume sind dunkel, in einer Klasse leuchtet das Smartboard – wurde vergessen abzuschalten. Hab mal recherchiert, Durchschnittsverbrauch 130 Watt * 16 Stunden sind so 2 kWh. Wenn das an 1.000 Schulen passiert, brauchen wir schon a paar Windmühlen mit Stromgenerator. Wieviel Strom brauchte eine Kreidetafel? Ich weiß, ich Erbsenzähler.

Schuldigitalisierung  und DSGVO-Alptraum

Und dann gibt es noch das zweite Thema, was mir immer wieder vor die Füße gespült wird: Das betrifft den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten von Schülern und den "allein gelassenen Eltern", wenn es um Schuldigitalisierung geht. Ein Blog-Leser, Vater schulpflichtiger Kinder, hat mich Ende Januar 2024 per Mail kontaktiert, um das Spannungsfeld von Eltern im Hinblick auf eine fehlgeleitete Digitalisierung in der Schule zu skizzieren.

Gelebte Verantwortungslosigkeit I

Der Leser schrieb mir, dass es leider so ausschaut, als ob in den Schulen durch die Digitalisierung gerade "Fakten durch die Hintertür geschaffen werden" und die Eltern/Schüler mehr oder weniger im Regen stehen gelassen werden. Er beschreibt die Situation für seine beiden Kindern so. An der Schule seiner älteren Tochter muss er folgendes beobachten:

  • Es werden sämtlichen Schülern Konten bei Microsoft (und wohl auch Apple angelegt). Das dort bestimmte DSGVO-Vorgaben greifen und das eigentlich gar nicht zulässig ist, interessiert wohl keinen.
  • Die Lehrer nutzen Teams auch um über die Benotung der Schüler zu konferieren und Leistungs- und Benotungslisten liegen auf Onedrive.
  • Auf die Beantwortung einer Auskunft nach DSGVO vom 19.12.23 wartet der Vater bis heute.

Offiziell ist die Nutzung der Microsoft Cloud für die Schüler zwar nicht verpflichtend. Ein Großteil der Lehrer gibt aber das Material, welches sich die Schüler aus der Microsoft-Cloud holen können, nur nach mehrmaligem Nachfragen auch auf dem – laut Schulleitung offiziellen – datenschutzkonformeren Weg "Sdui" weiter. Eine Gemeinschaftskundearbeit seiner Tochter, welche sie explizit nur auf einem USB-Stick mitnehmen sollte, hat die Lehrerin dann kurzerhand im Onedrive abgelegt.

Der Vater schrieb dazu: Auf mehr als eine Eingangsbestätigung meiner Anfrage beim LfDI BW vom 13.02.2023 warte ich vermutlich auch vergebens. Mir ist das Aktenzeichen bekannt, ich halte den Fall hier aber anonym.

Gelebte Verantwortungslosigkeit II

Nun steht der Leser vor dem Problem, dass seine jüngere Tochter dieses Jahr in die 5. Klasse, auf die Wunschschule (eine Realschule) wechseln wird. Dort sei jedoch 'Microsoft Teams für alle Schüler verpflichtend'. Der Vater schreibt dazu: "Ich kann jetzt doch nicht anfangen die Schulwahl meiner Tochter darauf einzuschränken, an welchen Schulen vernünftig mit ihren Daten umgegangen wird. Dann sieht es nämlich zumindest hier recht schwierig aus. Denn auch alle anderen weiterführenden Schulen vor Ort, setzen nahezu ausschließlich auf Office/Teams. Lediglich die beiden Privatschulen setzen iServ ein."

Äußert der Leser seine Sorgen bezüglich Datenschutz, bekommt er häufig nur ein 'das interessiert doch eh keinen' oder ähnliche Antworten zu hören und wird (zumindest sein Gefühl) als Spinner abgetan. Der Leser schreibt, dass er selbst, seit er 15 wurde, administriert (damals – 1995 im lokalen Computerclub ein Novell Netzwerk) privat und beruflich Netzwerke und Server. Daher kann er abschätzen, wie schnell es vor allem für 'Teilzeit Admins' schwer wird, alles richtig zu machen.

Dass sich dort die scheinbar 'einfache' Microsoft Welt anbietet, kann der Leser sogar verstehen. Er stellt aber die Frage:  Die obige Entwicklung kann doch nicht die Lösung sein? 'KEIN' Microsoft wird sicher auch nicht gehen – zumindest für Berufsschulen. Aber müssen wir denn so sorglos mit den Daten unserer Kinder umgehen, ist seine Frage?

Der Leser weist dann noch auf einen weiteren Aspekt hin: Gerade auch mit der rasanten Entwicklung von KIs und den regelmäßig bekannt werdenden Sicherheitsproblemen diverser (und vor allem in diesem Kontext der, der Microsoft) Cloud-Umgebungen könne doch eigentlich jeder sehen, dass es nur eine Frage der Zeit ist (wenn es nicht sowieso schon in irgendeinem 'Hinterzimmer' läuft), bis Daten aus diesen Quellen ausgewertet werden.

Auch gelegentlich öffentlich werdende Bekenntnisse diverser Geheimdienste, über welche Zugriffe und Informationen sie verfügen scheinen nur wenige 'Spinner' dazu zu bewegen, mit ihren Daten bewusster umzugehen, so der Leser. Die letzte Information war ja, über Push-Nachrichten, welche Apple und Google ermöglichen, Geräte zu kompromittieren und Daten an die US-Regierung weiterzugeben.

Dass dies nicht nur Spinnereien seien, zeigen ja auch diverse Fälle, in denen Ausländische Politik Einfluss auf Entscheidungen (eigentlich) freier Gremien hat. Der Leser hatte mir den Fall Kein Doktortitel wegen eines Tweets: So weit reicht Chinas Einfluss auf Schweizer Hochschulen verlinkt.

Der Leser fragt: Muss erst etwas passieren, damit hier ein Umdenken stattfindet, oder sind wir dann bei 'jetzt isses eh zu spät' gelandet? Und für den Leser viel wichtiger: Wie kann er seine Kinder schützen, ohne sie in der Schule zu benachteiligen? Damit sind wir bei der Frage: Ist das die Digitalisierung in der Schule, die wir uns wünschen? Ist das der Fortschritt, der in obigem Spiegel Online-Artikel als "Abschied von der Kreidezeit" gefeiert wird? Ich hatte ja gerade den Artikel Dänische Datenschützer verbieten Schulen die Datenübermittlung an Google hier im Blog, der zeigt, dass man in Skandinavien weiter denkt. Auch Frankreich hat das einen Riegel bezüglich der Datenweitergabe in Schulen vorgeschoben. Deutschland hat zwar auch Beschlüsse der Datenschützer, aber kein Mensch interessiert sich dafür.

Gelebte Verantwortungslosigkeit III

Hat jetzt nichts mit Schule zu tun, zeigt aber "die Denke". Die Woche haben wir ja über den AnyDesk-Fall gesprochen. In diesem Kontext hat mich der Klageruf eines IT-Verantwortlichen im Umfeld kritischer Infrastrukturen erreicht, der schier an der "Sicherheitskultur" seines Firmenumfelds verzweifelt. Microsoft Office 365 mit Auslagerung kritischer Dokumente, auch in der Cloud. Eine Geschäftsleitung, die sich Dokumente per WhatsApp zuschickt oder Vertrauliches wandert auf Onedrive. Und so geht es munter weiter. Auf die Thematik angesprochen und den Hinweis, dass man in einer Umgebung der kritischen Infrastruktur unterwegs sei, heißt es "wieso, machen doch alle so".

Ist jetzt etwas unfaire Dialektik, aber ich hatte in diesem Kommentar zum AnyDesk-Fall obigen Tweet geteilt. "Wir feiern" die Inbetriebnahme des Nationalen IT-Lagezentrum mit der Presse. So geht Datenschutz und Cybersicherheit – nicht. Irgendwie sind die Themen Datenschutz und Cybersicherheit noch nicht in der Breite angekommen –  war auch die Botschaft von Frau Plattner in einem Interview, die sinngemäß sagte: "Bei Opfern eines Datenschutzvorfalls oder eines Cyberangriffs ist das angekommen. Aber die Masse kann es nicht fühlen und ignoriert die Themen noch." Da muss sich was in der Einstellung ändern. Oder wie seht ihr das Thema – bin ich da wieder zu kritisch/zu empfindlich und so, wie es ist, ist es "alternativlos"?

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75 Antworten zu Schule & Digitalisierung: "Ende der Kreidezeit", oder Aufbruch ins Chaos?

  1. Patrick sagt:

    Nur ein kurzer, spontaner Eindruck:

    Zwischen "gar nicht" und "zu viel" geht es sicher nicht nur in Deutschland mit der "Digitalisierung" zu. Und der Datenhunger der großen Softwareanbieter aus den USA und China (!), die uns mit ihrer Technik in Sachen Computer, Smartphone & Co. überschwemmen, wird unstillbar immer größer.

    Sich dem zu entziehen wird zunehmend schwieriger – und tut so gut, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. (Und ohne (= mit weniger) Bildschirmblick ist mehr als wohltuend für die Augen und damit für die Gesundheit.)

  2. 1ST1 sagt:

    Ich weiß nicht, wie lange Sie schon aus der Elternrolle eines Grund-, Mittel- oder Oberstufenschülers raus sind, aber ich kann ungefähr abschätzen wie lange Ihre eigene Schulzeit zurück liegt, noch etwa 10-15 Jahre mehr als bei mir. Da geht viel vergessen.

    Natürlich schwebt die Datenschutzgrundverordnung heutzutage über allem!

    Aber über was? Wenn an der Tafel vom brillianten Mathelehrer den Viertklässlern die die schriftliche Multiplikation gezeigt wird? Binomische Formeln als Betriebsgeheimnis?

    Wenn an der Tafel das Datum der nächsten Klassenarbeiten zum Abschreiben in das Elternheft angeschrieben wird?

    Wenn an der Tafel der Plusquamperfekt oder das Passée Composée erklärt wird?

    Wenn an der Tafel dreidimensional die Anordnung atomarer kristalliner Gitter gezeigt wird?

    Die Schnittzeichnung eines Elektromotors im Vergleich zu einem Verbrenner im Physikunterricht?

    Ich habe so meine Zweifel, ob der National Security Agency der Vereinigten Staaten von Amerika ein Erkenntnisgewinn darüber gelingt. Erkennung zukünftiger Terroristen, weil ein Rechenfehler in der schriftlichen Division eines Schülers an der Tafel diskutiert wird? Ich bitte Sie, Herr Born!

    Zur Technik dieser Tafeln. Ja, vielfach sieht man da ein Windows-System. Der PC dazu ist oftmals das Schul-Notebooks des Lehrers, welches per Miracast-Protokoll oder eine schlichte HDMI-Verbindung sein Bild auf diese Tafeln überträgt. Oder es ist ein normaler Office-PC von Dell, HP oder so fest im Klassenraum installiert. Das heißt, selbst wenn dieses Windows ein "10" ist, welches nächstes Jahr aus dem Support läuft, dann ist der PC / Notebook austauschbar. Selbstverständlich könnte man da auch ein Linux einsetzen, aber mit welcher Schulsoftware? Die Buch- begleitete oder ersetzende Software gibts nämlich größtenteils nur für Windows oder iOS.

    Ich gebe Ihnen mal einen Tipp, für diese Saison ist das allerdings schon fast zu spät. Diese Saison fängt immer etwa im November an und ist Anfang Februar schon wieder rum. Da öffnen nämlich die allermeisten weiterführenden Schulen an einem Samstag oder unter der Woche am Abend ihre Türen und man kann als interessierende Eltern/Großeltern diese Schulen besichtigen und auch Fragen stellen und die Technik in den Schulen auch live aus der Nähe sehen und sich so aus nächster Nähe ein Bild über diese Technik machen.

    Apropos offene Türen. Es ist von den Schulen ungern gesehen oder gar verboten, dass Erwachsene die nicht zur Schule gehören, und das schließt sogar die jeweiligen Eltern ein, während des Schulbetriebs das Schulgelände betreten, als Abkürzung benutzen, usw., es sei denn man hat einen triftigen Grund (Elterngespräch, Elternabend, usw.).

    Zur Benutzung von Whatsapp an der Schule. Schon wieder Vorurteil! Die Kinder dürfen auf dem Schulgelände ihre Smartphones nicht verwenden. Und nichtmal die Eltern der Kinder kennen die Handynummer der Lehrer. Die Kinder haben zwar oftmals einen Klassenverteiler in Whatsapp, wo sie sich außerhalb der Schule austauschen, verabreden, auch mal Fragen zu schulischen Inhalten / Hausaufgaben stellen, aber ich muss sagen, soweit ich das als Elternteil mitbekomme, funktioniert das ganz gut. Die Kids werden in der Schule schon ganz gut zum Umgang mit digitalien Medien, Datenschutz Online-Mobbing usw. aufgeklärt. Besser als wir damals, die den Lehrern noch zeigen mussten, wie ein Computer benutzt wird.

    • Günter Born sagt:

      heute früh beim Schreiben des Artikels nach Smartboards und Schulthemen gesucht. Nun im Blog Werbung zu Legasthenie in Frankfurt angeboten bekommen. Vorher war das Werbung für Solaranlagen. Finde den Fehler im Hinblick auf den Artikelkontext und den Kommentar.

      • 1ST1 sagt:

        Ich habe in Ihrem Artikel mehrere sachliche Fehler gefunden und verweise auf meinen Kommentar. Sie sind längst nicht (mehr) so dicht an dem Thema dran wie sie glauben. Ich habe 2 schulpflichtige Kinder und wir waren im Dezember wegen dem anstehenden Schulwechsel erst wieder in drei weiterführenden Schulen, die in Frage kommen. Das verschafft einen Grundeindruck davon, wie Schule heute funktioniert. Und mich als IT-ler hat da natürlich auch die eingesetzte Informations-Technik interessiert und habe da auch nachgefragt.

        • Ralph D. Kärner sagt:

          Du kannst so viele Schulkinder haben, wie Du möchtest. Gerade Du bist immer wieder auffällig, in dem Du die DSGVO und ihre Beachtung bei der Nutzung von Winzigweich-Produkten herunterspielt, weil der "Fortschritt aus Redmond" immer wichtiger ist als alles andere. Verzeih daher bitte, dass wir Dich jetzt nicht unbedingt als den Experten schlechthin betrachten.

          Die Frage, ob ich eine Liste von Schülern, die unter anderem den Namen meines Kindes enthält, in einem Word365-Dokument auf der digitalen "Tafel" irgendeines Klassenraums sehen will, lässt sich nur mit einem einzigen Wort richtig beantworten: "NEIN!"

          • 1ST1 sagt:

            Kennst du den Spruch "Vertrag ist Vertrag" ??? Kennst du "Zugesicherte Eigenschaften eines Produkts", die sogar rechtlich verbindlich und damit auch einklagbar sind, inklusive möglichem Schadensersatz usw.? Weißt du, wie hoch dieser Schadensersatz beim dertzeit wertvollsten IT-Unternehmen der Welt ausfallen könnte? Alles was MS auf seiner Webseite über DSGVO und speziell dem Schutz von Kindern/Jugendlichen auf seiner Webseite schreibt, ist Teil des Nutzungsvertrags, eine Zugesicherte Eigenschaft des Produkts, und damit bei Nachweis des Gegenteils einklagbar. Ich denke, das ist ein Punkt, auf den sich Microsoft auf garkeinen Fall einlassen kann, wenn da ein Nachweis gelänge, würde deren Geschäftsmodel komplett zusammenbrechen, und das nicht nur bei Schulaccounts. Von daher, ja, man kann das hinterfragen, aber wenn so eindeutige Aussagen auf der MS-Webseite sind, dann muss man davon ausgehen, dass sie sich auch tatsächlich dran halten. Alles andere wäre für MS letztlich tödlich.

    • Pau1 sagt:

      Für Geheimdienste ist erstmal alles interessant.
      Alles.
      Es gab da mal einen mutigen, hochintelligenten, verantwortungsvollen Menschen der jetzt irgendwo in Russland leben muß.
      Der erzählte, das es die Vorgabe gab, alles was digital war abgehört und gespeichert werden mußte. (Wer erinnert sich noch an die Diskussion über die Tor/Onion Technik. Das sei unknackbar, weil man dann ja das komplette Netz überwachen müsste… Übersee-Kabel komplett mitzuschreiben war lange Zeit kein Problem, und dann kamen die Smartphones, Millionen von Smartphone, mit tausenden Petrabytes an Daten. Nicht mitschreibbar. Was wurde gemacht?
      Es wurden neue Rechenzentren gebaut, Geld spielt ja keine Rolle. Vollkommen irre. Die sind in ihren Daten abgesoffen.
      Und vorher haben sie bei 9/11 zugesehen, weil schon Haushaltskürzungen geplant waren, die Welt war ja im Frieden. So etwas fehlt und es hat funktioniert.)

      Natürlich interessieren sich Geheimdienste auch an den Daten von Kinder.
      Denn Kinder haben Eltern und Kindermund sprifuy die Wahrheit. So kann der Geheimdienst z.B. Angaben von Eltern nachprüfen.
      Aus der DDR war das "Spiel" "Nachrichten Musik raten" bekannt. Den Kindern wurden die Titel Musik diverser Nachrichten. und TV Sendungen vorgespielt, und wenn das Kind ganz stolz den Finger bei der Melodie der Tagesschau hob, war die Sache für die Stasi klar…
      Es gibt noch andere Beispiele bei denen Kinder ausgenutzt würden.

      Insofern müssen auch die Kinder vor Datenmissbrauch geschützt werden. Damit sie sich frei entfalten können.

      • 1ST1 sagt:

        Die haben gerade mit KeyXScore deinen Beitrag analyisiert, schau mal aus dem Fenster, siehst du die schwarzen Vans vorne auf der Straße?

        • Windowsnutzer1969 sagt:

          Du bist echt so ein richtig braver Mitläufer. So schön stramm und unkritisch, voll auf Regierungslinie. Hoffe du verteidigst aktuell auch schön brav gemeinsam mit der Regierung die Demokratie – die ja angeblich gerade vor die Hunde geht … Geht sie auch. Allerdings genau wegen … – aber ach, lassen wir's, bringt ja eh nix bei solchen Menschen …

          Aber doch, noch eins:
          Zitat vom oberen Post: "Das verschafft einen Grundeindruck davon, wie Schule heute funktioniert."

          Genau! Sie funktioniert nämlich immer schlechter und oftmals so gut wie gar nicht mehr! Aber das liegt nicht an der fehlenden/falschen Digitalisierung, sondern an der Prioritätensetzung, was und wie überhaupt (noch) Sinnvolles gelehrt wird. Ich habe selbst drei ältere Lehrkräfte (kurz vorm Ruhestand) im Verwandtenkreis und weiß daher wie die teilweise mit sich selbst hadern, weil sie das alles nicht mehr gut finden und froh sind, dass sie das alles nicht mehr lange mittragen müssen … Und: Ich habe beruflich mit Auszubildenden zu tun und weiß daher auch selbst wie es um den Bildungsstand in D steht. Grundlegende Defizite in wirklich allen Bereichen und sogar in solch grundlegenden Dingen wie die Grundrechenarten, Kopfrechnen, Überschlags- und Plausibilitätsrechnen, Orthografie, Grammatik, Satzbau, Stil (…) Von sozialen Kompetenzen und z. B. Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft, Lernwillen (…) haben wir dann noch gar nicht gesprochen. Mimosen sind das teilweise, da wird einem echt Bange um die Zukunft in diesem Lande. Sind nicht alle, aber doch sehr, sehr viele.

          Aber die Hauptsache ist ja, dass alles durchdigitalisiert ist. Dann wird ja alles gut …

          • 1ST1 sagt:

            " so gut wie gar nicht mehr! Aber das liegt nicht an der fehlenden/falschen Digitalisierung, sondern an der Prioritätensetzung, was und wie überhaupt (noch) Sinnvolles gelehrt wird"

            Das hat in der Tat nichts mit den Whiteboards oder Windows in der Klasse zu tun und ich bin da sogar bei dir. Die Kernfächer, Mathe, Sprachen, Physik, Chemie, soweit aber alles gut, nur Geschichte, Powi (früher nannten wir das Sozialkunde), Geographie, das findet alles nur im halbjährigen Wechsel statt, das verstehe auch nicht.

            Aber das hat nichts mit dem Artikel zu tun, hier ist die falsche Plattform für die Diskussion um Lehrpläne, hier geht es rein um technische IT-Aspekte und die DSGVO!

        • Fritz sagt:

          Nur mal als Denkanstoß: Wenn es Teams schon vor 40 Jahren gegeben hätte, wüßte man nicht nur, ob Herr Aiwanger das fragliche Flugblatt wirklich geschrieben hat, sondern auch auf die Sekunde genau zu welcher Uhrzeit.

    • ANton sagt:

      "Das heißt, selbst wenn dieses Windows ein "10" ist, welches nächstes Jahr aus dem Support läuft, dann ist der PC / Notebook austauschbar."
      Korrekt. Kostet damit aber wieder Geld, welches woanders bestimmt dringender gebraucht wird. Außerdem sprach Herr Born auch von technischen Probleme, die jederzeit auftreten können und es auch tun werden.

      "und man kann als interessierende Eltern/Großeltern diese Schulen besichtigen und auch Fragen stellen und die Technik in den Schulen auch live aus der Nähe sehen"

      Schön. Und wenn ihnen die Technik nicht gefällt oder der Umgang mit den Daten oder der Zwang zu bestimmten Diensten? Dann geht das Kind halt erstmal nicht zur Schule?

      "Apropos offene Türen."
      Zusammenhang? Aber an sich eine gute Sache. Auf dem Schulgelände haben allgemein Eltern oder andere Leute nichts zu suchen. Punkt.

      "Zur Benutzung von Whatsapp an der Schule. Schon wieder Vorurteil!"

      Friss oder stirb. Man wird also zur Nutzung eines Dienstes gezwungen und muss, sofern man nicht die ensprechende Kenntnisse besitzt, vor Meta die Hosen runterlassen. Das ist eine Frechheit und nichts weiter.

      Was genau wollen Sie uns eigentlich mitteilen?

    • Johnny sagt:

      Kannst du auch normal oder nur frech und überheblich?

  3. Anonymous sagt:

    DSGVO…
    Eltern beschweren sich über den Einsatz von Microsoft 365 an Schulen, aber die Kinder in der 5. Klasse teils auch schon in der 4. Klasse nutzen Whatsapp, Youtube (auch zum Upload) und Co. auf ihrem "eigenen" Smartphone. Findet den Fehler.
    Die Eltern beschweren sich, die Kinder müssen Word, Excel und Co lernen. Nutzt man aber OpenOffice anstatt Microsoft Produkte, dann kommt wieder das große Geschrei: Warum kein Microsoft Word und Co., das wird schließlich in der Arbeitswelt später genutzt. Natürlich können Schulen Microsoft Produkte erwerben, ist aber auch eine große Preisfrage neben der DSGVO. Egal wie, als Schulträger kann man es den Eltern, Lehrern und dem kommunalen Haushalt nie recht machen, der "blöde" ist immer der Schulträger.

    • Pau1 sagt:

      Es ist klar und bekannt, das Schulen, Hochschulen Schüler und Studenten Microsoft Produkte zu super Sonderpreisen bekommt.
      Naiv der glaubt, das Microsoft das aus Menschenfreude macht. Der Dealer am Schultor verschenkt den ersten Joint ja auch nicht aus purer Nettigkeit.

      Übrigens ist auch hier Dritten das Betreten des Schulgeländed untersagt. Wo es früher nur einen symbolischen Zaun im Form von Sitzstufen um den Schulhof gab, stehen jetzt 2m Maschendraht. Die Möglichkeit den Schulhof als Abkürzung zunehmen (aus Feuerschutzgrünfen müssen immer 2 Ausgänge da sein) würde schon vorher verbaut. Ursache sind Angst vor Erpressungen, Rauschgiftdeskern und Mitschnackern.
      Schöne, neue, Welt.

      • Fritz sagt:

        "Es ist klar und bekannt, das Schulen, Hochschulen Schüler und Studenten Microsoft Produkte zu super Sonderpreisen bekommt."
        Das macht nicht nur Microsoft so, im Bereich elektronischer und mechanischer CAD-Systeme an Hochschulen ist die Lage ähnlich.
        Leider sind die Absolventen dann auf dieses System fixiert und wenig flexibel, ein gleichwertiges der Konkurrenz zu benutzen.

        • 1ST1 sagt:

          Du hälst die Studenten wohl für Blöde. Es ist nämlich egal, welche CAD Software in einem Kurs genutzt wird, es ist aus der Sicht von irgendwelchen Arbeitgebern immer das "falsche". Und das gillt eigentlich für jede Art von Anwendungssoftware für egal welchen Zweck.

  4. McAlex777 sagt:

    Es ist unlängst erwiesen das die beste Lernmethode handschriftliches selbst Schreiben und Lesen auf Papier darstellt – sowie das ständige wiederholen.

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweden-schulen-buecher-100.html

    Die fehlende DSGVO-Absicherung und Ausrichtung an Microsoft/Apple ein Skandal.
    Die ganzen Zusatzkosten für Lizenzen, Hardware, Strom etc. werden schlussendlich auf die Eltern abgewälzt.

    Und ich seh schon morgen die Meldungen:
    Hackgruppe hat Grundschule verschlüsselt – seit 2 Monaten kein Regelbetrieb möglich.

    War auch garnicht anders zu erwarten: die IT wurde nämlich aus Kostengründen von der geschätzten Kollegin "Susanne Musterfrau" im Rahmen der SchülerAG IT+Cloud vor 3Jahren selbst zusammen gestöpselt.

    • 1ST1 sagt:

      Auch für dich der Hinweis an dich auf

      https://www.borncity.com/blog/2024/02/09/dnische-datenschtzer-verbieten-schulen-die-datenbermittlung-an-google/

      Beitrag:

      Volker sagt:
      9. Februar 2024 um 13:45 Uhr

      • McAlex777 sagt:

        Und in welchem Bezug soll der Artikel jetzt meine Aussage ergänzen?

        Ein Unternehmen das sich seit Jahren stehts DSGVO Konform gibt und zugleich ohne Informationen Browser Kennwörter im Rahmen von AB Tests abzieht, dem sollte sollte das Vertrauen entzogen werden: zumal solche Datenübergriffigkeiten sich seit Jahren in Regelmässigkeit wiederholen.

        Konkretes selbst erlebtes Beispiel:
        Deaktivierte Aktivitäten (inkl. Hochladen) – in EINSTELLUNGEN und GPO – und trotzdem flossen einige meiner Aktivitäten mit genauen Zeitangabe in die Microsoft Cloud – einsehbar auf der individuellen Kunden Datenschutz Webseite.

        • 1ST1 sagt:

          Zitat:

          "Die fehlende DSGVO-Absicherung und Ausrichtung an Microsoft/Apple ein Skandal."

          Zitatende

          • McAlex777 sagt:

            Microsoft verspricht viel im Rahmen seiner KM langen Texte: auch z.B. das Aktivitätenverläufe deaktiviert werden können. Meine selbst erlebten Beispiele zeigen auf das Microsoft sich nicht daran hält, und den Anwender fortlaufend mit Änderungen täuscht.

            Wenn Windows wirklich DSGVO Konform wäre, würde kein Offline-Betrieb, kein umbiegen von Telemetriediensten, kein Abschalten von Diensten und keine Konfiguration von Firewalls im Rahmen von "BSI – SiSyPHuS" für Windows "Enterprise" der Datenschutz-Stufe "0" notwendig sein.

            Warum sollte das im Schulbetrieb bei Datenschutz-Stufe "0" jetzt plötzlich anders sein?

            Warum sollte man einem Konzern glauben schenken, der von einem Tag zum andern ungefragt Passwort-Listen in die Cloud überträgt?

  5. Sansor sagt:

    Denken scheint wohl Glücksache geworden zu sein. Augen zu und durch ist aber auch so viel einfacher. Und hinterher das große „Wie konnte dies nur passieren".
    Der Mensch scheint nur zu lernen wenn es „schmerzt". Das muss wohl so sein.

  6. Bob sagt:

    Ich möchte hier im Folgenden zu mehrere Aspekten Ihres Beitrags dediziert eingehen und meine Sicht der Dinge darlegen.

    Thema 1: Nutzen und Sinn der Digitalisierung.
    Bei Grundschulen verstehe ich die Kritik durchaus. In diesem Bereich habe ich auch keine große Erfahrung. Tatsächlich ist hier die Wartung ein Problem, da die Kommunen als Sachaufwandsträger meist klamm sind. Ob die Digitalisierung bei Grundschulen Sinn macht hängt aber stark von den Lehrkräften ab. D.h. ob es Unterrichtskonzepte gibt, für die die Digitalisierung nötig ist. Kann ich nicht beantworten.
    Bei weiterführenden Schulen hingegen ist der Sachaufwandsträger der Kreis. Hier stehen im Regelfall genügend Mittel für Wartung zur Verfügung. Der Mehrwert ist hier auch enorm:
    – Schüler können bei Krankheit remote am Unterricht teilnehmen.
    – Der Lehrer verdeckt nicht mehr das Tafelbild, sondern schaut immer zu den Schülern und das Tafelbild ist an der Wand (durch Beamer und Convertible mit Stift) stets sichtbar.
    – Das Tafelbild ist gleichzeitig für alle Schüler digital abrufbar, wenn gewünscht.
    – Lehrer können auch bei Schnupfen Remote unterrichten.
    – Der Informationsfluss und Materialaustausch zwischen Lehrern und Schülern ist besser.
    – Zusammenarbeit in Echtzeit funktioniert (an Notizbüchern, Dokumenten, …).
    Die Liste könnte ich ziemlich lange fortsetzen.
    Meine Erfahrung ist, dass sowohl Schüler, als auch Lehrer eine vernünftige Digitalisierung mit Konzept sehr positiv aufnehmen und stark nutzen.

    Thema 2: Datenschutz und Microsoft 365
    Das Thema wird ja regelmäßig aufgewärmt. Tatsächlich gibt es hier ziemlich viel Meinungen dazu. Die Tatsache, dass viele Privatpersonen, wie auch teilweise Landesdatenschützer (i.d.R. mit grünem oder rotem Hintergrund) Microsoft (oder wahlweise die USA) verteufeln, macht Microsoft 365 noch nicht automatisch DSGVO-widrig. Insbesondere Landesdatenschützer in Bayern sehen das differenzierter. Letztlich hat hier jeder eine Meinung. Relevant sind zunächst formaljuristische Anforderungen. Die kann man derzeit bei Microsoft 365 erfüllen – auch ohne explizite Einwilligung und Alternativnutzungsoptionen. Ob besagte formaljuristische Anforderungen erfüllt oder erfüllbar sind, kann man natürlich wieder streiten. Das ist also nur meine Meinung. Letztlich zählt dann aber nur was Gerichte letztinstanzlich dazu sagen.
    Insofern sehe ich das eben anders.

  7. Luzifer sagt:

    PISA; PISA2 Was soll da Digitalisierung noch Schaden! Die Industrie sucht billige Arbeitskräfte, das hat unser Bildungssystem zu liefern.
    Und bei den Studierten gilt:
    Studierte ohne Master brauchen sich bei mir gar nicht erst bewerben, gehen direkt Ablage P, da nix wert.

    Jedes Jahr zum neuen Ausbildungsbeginn beginnt der Witz von vorne…

    • 1ST1 sagt:

      Diese Kritik "Die Industrie sucht billige Arbeitskräfte, das hat unser Bildungssystem zu liefern" ist schon bestimmt 50 Jahre alt. Es gab schon immer Aluhut-Eltern. Nur heute sind die dank Digitalisierung miteinander vernetzt und wählen ihren eigenen "blauen" Untergang.

  8. rpr sagt:

    Nur als Anmerkung:
    Die Dänen haben gerade Google in den Schulen den Stecker gezogen.
    Auf den deutschen Datenschutz zu schimpfen ist natürlich immer hipp aber ganz offensichtlich sehen andere Länder das ähnlich.

  9. Joachim Herbert sagt:

    Ich verstehe die Diskussion nicht. Wir haben in den Schulen andere Probleme als den Datenschutz. DSGVO bedeutet in den Praxis keine Digitalisierung. Und damit haben die um unser aller Wohl bemühten Datenschützer ihr wichtigstes Ziel erreicht.

    Ach ja: Kann mir mal einer erklären, was das Problem mit WhatsApp ist. Die Kinder und die Eltern sind damit meistens ganz happy, weil es jeder hat und weil es zuverlässig funktioniert.

    • Günter Born sagt:

      es geht nicht darum, ob Eltern oder Kids happy sind. Als Private dürfen die das, was höchstens stört, ist die Weitergabe des gesamten Telfonbuchs von Michel. Aber man ist happy. Nur sind Lehrer keine Privatpersonen und haben sich an die DSGVO zu halten.

    • Helldunkel sagt:

      Wir haben in Deutschland ganz andere Probleme. Die Leute die immer noch naiv sind und denken sie haben nix zu verstecken. Whats App ist und bleibt die größte Seuche…und hopla…ein Kindergarten hier verbietet es, da haben alle Eltern Threema…und es geht…wow…. Neue Welt. ..Internet ist halt schon was kompliziertes…
      Die Eltern leben es halt vor weil sie keinen Plan haben.

      spätestens wenn Versicherer, Banken, Behörden, Rentenkassen, weiterführende Schulen, Arbeitgeber, usw. Mal offiziell darauf zugreifen dürfen wird es spannend.

      jedes Wochenende feiern, Montag krank melden…aber auf Facebook und whatsapp steht die Verabredung zum feiern….tja Arbeitgeber zahlt nicht, Krankenkassen zahlen nicht, Arbeitsamt auch nicht und den Kredit fürs neue Handy für jemanden der kein Geld hat, aber feiern geht….auch nicht. Geht dann alles legal. …

      Aber…nein die machen sowas doch nicht… Sind zwar keine zustände wie China. ..aber nein …

      und nein es geht nicht um Nachrichtendienste….das ist deren Job…es geht um.momäre Geier denen alles egal ist…Hauptsache Geld kommt rein…

      • Luzifer sagt:

        perfekte Punktlandung! Verstehen die "ich habe nix zu verbergen Primaten" aber nicht.
        Unsere Geeneration konnte sich auch mal nen Fehler leisten und bekam ne zweite Chance weil die Zeit die Fehler vergessen machte… geht heute nicht mehr!
        Da werden Fehler aus der Kindheit ans Licht gezerrt und zerstören deine Existenz… willkommen in der Digitalisierung.

        • 1ST1 sagt:

          Schreib doch bitte mal was auf so einer Schultafel verwerfliches stehen kann??? Jetzt mal Butter bei die Fische wie sie da oben an der Nordsee sagen.

          • Helldunkel sagt:

            Gerne doch…
            Und beschränkt dich nicht immer nur auf die Tafel. Das ist ein Baustein. Wie als ob eine Fritzbox alleine die IT Infrastruktur währe….

            Nehmen wir mal die ersten 10 Minuten einer Stunde wo die Digitalisierung funktioniert hat und Unternehmen wie Mircosoft, google, Amazon, Apple oder openai im Klassenzimmer sind.

            5min vor Untericht:
            Der Lehrer schaut mal ins Klassenzimmer per Kamera App des Tafelherstellers (die meisten Tafeln haben Kameras drin)
            Die Hausaufgaben werden noch schnell per WhatsApp ausgetauscht und die Aktivitäten der letzten Tage auf Social Media geteilt
            Der Lehrer erstellt noch schnell die Aufgaben, passt Noten an, schreibt Elternbriefe in der O365 Cloud und teilt sie mit Kollegen.

            Unterricht Begin:
            Die Anwesenheit wurde schon von der KI erfasst (Kamera, GPS Tracking digitale Geräte der Schüler).
            Der Lehrer sammelt die Hausaufgaben per Cloud ein. Die Vorbewertung hat die KI in der Cloud schon mal übernommen.
            Unterricht beginnt.

            5min nach Begin:
            Die Schüler sollen die gemachten Bilder der Gruppenarbeit an die Tafel legen
            Der Lehrer zeigt Fotos von der letzten Exkursion an der Tafel
            Sie Schüler lösen die Aufgaben an den Tablets.

            Mindesten folgende Daten wurden erfasst und ausgewertet.
            Bewegungsdaten aller Schüler, Interessen, Freunde, Gruppen, Hobbys, politische Meinung der Schüler, Freunde, Eletern, Familie.
            Aufenhalt, Verweilen, Routen, Busslinien, Zeitliche Abläufe bis zur Schule. Bewegeungsdaten, Aufenhalt in und um die Schule.
            Biometrische Daten aller Schüler, Lehrer und Personen in der Schule.
            Alle Gespräche der Personen im Klassenzimmer (Sprachassi in diversen Geräten).
            Inhalt der Hausaufgaben, Bearbeitungsdauer der Aufgaben, Notenspiegel der Schüler, Informationen von internas, Empfehlungen der Lehrer,
            E-Mailverkehr der Lehrer, private Konversationen der Lehrer über Schüler.
            Was für Geräte und Apps die Schüler und Lehrer für welche Aufgaben wie lange nutzen und mit welchem Inhalt füllen. Wo die Klassen welche Ausflüge machen, wer dabei war,
            wer gefehlt hat und warum (offizielle und in echt).
            Verhaltensmuster, Sozial scoring, Beinflussbarkeit, digitaler Steckbrief einer Person, schwächen und stärken.

            Und wir sind nicht mal bei Unterrichtsbegin. Ich könnte hier Seitenweise schreiben was für Daten und daraus entstehende Profile und Folgerungen entstehen können.

            Ich habe in meiner Vorzeit auch Schulen betreut. Da ist der Stand viel schlimmer.

            Noch mehr Butter oder Fische? Ich hab noch nicht mal beschrieben was passiert wenn Schüler das System übernehmen :-).

            Naiv eben…was soll schon so ne Tafel und Geräte erfassen…

            • 1ST1 sagt:

              5min vor Untericht: …Whatsapp:

              DIE KINDER __DÜRFEN__ AUF DEM SCHULGELÄNDE IHR SMARTPHONE NICHT BENUTZEN – Konsequenz ist übrigens, dass die Dinger einkassiert werden und die Eltern die Smartphones am Ende der Woche abholen können (und dabei sich wahrscheinlich noch eine Predigt anhören dürfen).

              Und zum Rest verweise ich wieder auf

              https://www.borncity.com/blog/2024/02/09/dnische-datenschtzer-verbieten-schulen-die-datenbermittlung-an-google/

              Volker sagt:
              9. Februar 2024 um 13:45 Uhr

              FÜR DICH ALS VOLLZITAT

              "In der Datenschutzerklärung (https://privacy.microsoft.com/de-de/privacystatement ) von MS zu den jeweiligen Produkten für Schulen findet sich zu Kinder-/Schüler-Daten folgender Passus:

              Für Microsoft-Produkte, die von Ihrer K-12-Schule bereitgestellt werden, einschließlich Microsoft 365 Education, wird Microsoft:

              neben den für autorisierte Bildungs- oder Schulzwecke erforderlichen Daten keine personenbezogenen Daten von Schülern/Studenten erfassen oder verwenden,

              personenbezogene Daten von Schülern/Studenten weder verkaufen noch verleihen,

              personenbezogene Daten von Schülern/Studenten weder zu Werbezwecken noch zu ähnlichen kommerziellen Zwecken wie Behavioral Targeting von Werbung für Schüler/Studenten verwenden oder freigegeben,

              kein persönliches Profil eines Schülers/Studenten erstellen, es sei denn, dies dient der Unterstützung autorisierter Bildungs- oder Schulzwecke oder ist von den Eltern, Erziehungsberechtigten oder Schülern/Studenten im angemessenen Alter genehmigt,
              und

              seine Anbieter, an die personenbezogene Daten von Schülern/Studenten ggf. zur Erbringung der Bildungsdienstleistung weitergegeben werden, dazu verpflichten, dieselben Verpflichtungen für personenbezogene Daten der Schüler/Studenten zu erfüllen.

              Ich lese hier nur, dass KEINE personenbezogene Daten (ausser vermutl. den technisch erforderlichen) von Kindern/Schülern erfasst und verwendet werden. Auch Nutzungsprofile werden NICHT erstellt. Wie soll dann eine Datenübermittlung (in die USA) problematisch sein, wenn gar keine relevante Daten erfasst werden? Und was könnte hier noch verarbeitet werden, was dann noch überhaupt Sinn ergeben könnte für MS?

              Verstehe die ganze Aufregung nicht, ich sehe hier – ausser der Datenübermittlung in die USA- keine grundlegenden Probleme. Eine Beschränkung der Datenübermittlung und -verabeitung auf die EU wäre hier noch wünschenswert und auch kaum ein Problem für MS.
              Im Übrigen, diese extremen Datenschutzvorstellungen mit diesen überbordenden Regularien kann doch keine Schule/Firma/Organisation noch einhalten."

            • Bernd Bachmann sagt:

              Danke (ernstgemeint)!

              Ich kämpfe auch einen anscheinend aussichtslosen Kampf, den Leuten, die immer und überall per Karte bezahlen, klarzumachen, dass dabei eben nicht nur die reinen Bezahldaten anfallen, sondern sich unter anderem auch wunderschöne Bewegungsprofile erstellen lassen.

            • Holger sagt:

              Danke Dir, schön das dem Zukunftsmessias mal ein wenig Licht in sein Vertrauensdunkel gebracht wird!

              Habe das Thema als Vater und IT-Spender an der Schule meiner Tochter live miterlebt… Aber nun gut, man kann natürlich die Haustür stets geöffnet lassen und auf Gott vertrauen. Wer Gott vertraut und Bretter klaut, der baut ne billige Laube!

    • Patrick sagt:

      "DSGVO bedeutet in den Praxis keine Digitalisierung."?

      Digitalisierung könnte genauso gut ganz ohne zentrale Softwareanbieter funktionieren. Noch nicht einmal eine ständige Online-Verbindung für Updates wäre erforderlich und würde sogar die Kompetenz in Sachen "Digitalisierung" steigern, weil wieder jeder mehr auf seine Systeme schauen und dazulernen muss. (Download via Tor zum Beispiel macht dann auch das Tracking zunichte.)

      Und heute? Microsoft, Apple, Google und Huawei bekommen unsere Daten zunehmend auch mit staatlich geförderter Unterstützung wegen der "Digitalisierung" …

      • Helldunkel sagt:

        Muss ja nicht gleich übertrieben werden. Denke das eines der Probleme die zu schnelle Entwicklung ist.
        ist noch gar nicht all zu lanhe her als ich das erste zwei Zeilen Handy in der Hand hatte und die erste SMS verschickt hab. Jetzt arbeiten wir schon mit KI Modellen.
        Meine Generation ist damit aufgewachsen und hat die Entwicklungen miterlebt bis da wo wir hier sind

        Schulen sind ein träges System das jetzt nur noch im Kurzschluss reagieren kann da keiner einen Plan und Zeit hat.

        Digitalisierung richtig eingesetzt ist ein Mehrwert. Hausaufgaben über WhatsApp oder das Lehrerzimmer in einer großen cloud gepfuscht eher weniger.

    • Andreas sagt:

      > Ich verstehe die Diskussion nicht.

      Offensichtlich. Es herrscht Schulpflicht. Es handelt sich größtenteils um Schutzbefohlene. Wie kann man nur überhaupt daran denken, in einem solchen Kontext ggf. rechtlich unsaubere Lösungen einzusetzen. Ich hätte als Schüler massiv "gekotzt" mit einem Zwangs-Microsoft-Konto. Zu meiner Schulzeit war zudem praktisch jede meiner Äußerungen irgendwie politisch, das wäre Microsoft einen Dreck angegangen.

      > Wir haben in den Schulen andere Probleme als den Datenschutz. DSGVO bedeutet in den Praxis keine Digitalisierung. Und damit haben die um unser aller Wohl bemühten Datenschützer ihr wichtigstes Ziel erreicht.

      Nein. Immer wenn dem Datenschutz die Schuld gegeben wird, wird doch nur Unkenntnis und schlechtes Management offenbar. Solchen Leuten will man zudem auch keinen M365-Tenant und sein hunderten Optionen anvertrauen.

      Wir (https://foundata.com/de/) haben z.B. schon immer ohne M365 Schulen (insbesondere Berufsschulen) betrieben und stehen sicherlich weitaus besser da, als die durchschnittliche Schule. Und ich kenne einige Firmen, die das ebenfalls im Griff haben.

      Gescheites IMAP+CalDAV+CardDAV sowie Webinterface von außen zugänglich; Lokales AD und Windows-Clients mit gescheitem, automatisiertem Software-Deployment, ExcaliDraw und Meeting-Lösungen, Nextcloud etc. pp. nach Wahl und Bedarf… da geht schon was. Zudem ist Linux auch noch leichter einzubinden, wo es sinnvoll ist. Unsere User vermissen M365 jedenfalls nicht. Und die Einträge für das DSMS kann man guten Gewissens liefern und sogar Nachvollziehen. Und mein Gewissen ist zudem rein.

      Dabei kochen wir auch nur mit Wasser, aber dem durchschnittlichem Systemhaus fehlt es bei Schulen leider oft an Willen, so mein Gefühl. Lieber 'nen schnellen Euro (mit öffentlichen Auftraggebern kann man es ja machen) statt Leistung und berechtigte M365-Kritik als Querulantentum darstellen.

  10. Holger sagt:

    Ich kann mich während meiner Schulzeit noch erinnern, dass es Hitzefrei gab, wenn mittags um 12 Uhr das Thermometer 25 Grad im Schatten anzeigte. Heute dürfte es Hitzefrei wohl erst ab 35 Grad im Schatten geben.

    Dafür wird es dann in Zukunft vermutlich zum kompletten Unterrichtsausfall kommen, wenn die Technik streikt und niemand da ist, der das supporten kann. Lehrer haben sich dann so auf die neuen Lehrmethoden eingeschossen, dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, die alten Unterrichtsmethoden zu beherrschen.

    Auch dürfte es dann lustig oder traurig, je nach Sichtweise, sein, wenn die Geräte mit Schadsoftware verseucht sind, weil man auf den Windows Defender als alleinigen Sicherheitsschutz gesetzt hat.

    Die einzigen Unternehmen, das davon wirklich profitieren, sind Microsoft, Google und Co.

    Mir tun die Schüler von heute und morgen leid!

  11. Roland sagt:

    Als Leser dieses Blogs mal meine Kommentare – das erste Mal hier!:
    In der Coronazeit schaltete das Gymnasium wo meine große Tochter in Mittelhessen zur Schule geht die Aufgaben per I-Serv frei. Die Digitalisierung in den Anfangsphasen war sehr spannend, zumal ich selbst versuchte etwas zu Beschleunigen. Leider ohne eine Chance. Alles wurde abgeblockt.
    Es ist in Arbeit war die Antwort. Zu Corona waren dann zeitweise 2 Mädchen in meiner kleinen Firma und durften dort lernen, da HomeOffice einfach nicht funktionierte. HomeOffice für 5-7 Klässler ist halt nicht besonders spannend, also raus aus den 4 Wänden.
    —- Schnitt
    Einprägend: Wir haben ab dieser Woche Computerunterricht. Eine Wochen nach den Sommerferien.
    Toll: Die Computer haben erstmal Updates gezogen. Wir waren zu Zweit an den Rechnern. Aussage des verantwortlichen Lehrers: Wir wollen keine Externe haben die machen es nicht so wie wie wollen. Das funktioniert einfach nicht.
    Schade: Computerkurs ins Wasser gefallen da einfach die Updates nicht installiert waren. Logisch – direkt nach den Sommerferien in der ersten Woche hatte natürlich niemand Zeit dafür (das solle ich mal meinen Kunden erzählen). Wer soll schon Updates installieren und dafür die Ferien verpassen.
    Jetzt einige Jahre später die Aussage vom Gymnasium das es digital weitergeht.
    Ich sehe nur nicht wo.

    Heute: Meine große Tochter in der 9.ten Klasse: Die haben uns dem Schwamm von der Tafel geklaut.

    – keine Worte –

  12. Anonym sagt:

    > Inbetriebnahme des Nationalen IT-Lagezentrum

    Kollege von Leitner hatte sich schon in 2022 über dieses Lagezentrum mokiert (https://blog.fefe.de/?ts=9c0cf27b) resp. die Kulissenschieberei die dort stattfindet. Ziel des Spottes war https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/bilder/DE/nachrichten/2022/08/faeser-bsi-bonn-schaltzentrale.jpg?__blob=panorama
    Beachte rechts von der Weltkarte das halbverdeckte Banner mit Text "Lagezentrum". Damit die Mitarbeiter auch immer wissen, bei wem sie arbeiten.

  13. KarlM sagt:

    Das Problem st zweigeteilt:

    1. Es liegt auch an den Eltern. Wer kennt nicht die "Turbo-Mutti" und tolle "Macherin", die für jeden noch so kleinen Task und Event sofort ne Whatsapp-Gruppe startet. Wer das nicht hat oder Bedenken anmeldet ist raus. So geht Spaltung der Gesellschaft. Diesen Menschen geht es nur um sich, die Daten anderer sind denen egal. Zudem ist es ihnen auch schnuppe, wenn ihre peinlichen Urlaubsfotos irgendwo geleakt werden, die sind eh vollkommen schmerzfrei. Natürlich sind das keine "digital Natives" – die haben null Ahnung von IT. Deren "Kompetenz" erschöpft sich darin, einmal pro Woche komplett den Appstore durchzuinstallieren und andere mit "lustigen" Bildchen und Videos zu terrorisieren.

    2. Mangelnde Kontrolle. Eines meiner Kinder studiert an eine gr0ßen Universität in Thüringen. Die bekommen Millionen vom Staat und haben sogar ein eigenens RZ. Aber der HiWi vom Prof. macht Kraft seiner Wassersuppe wichtige Unterlagen nur per OneDrive zugänglich. Studierende werden gezwungen, diesen Müll zu installieren. Ist irgendwie kein diskriminierungsfreier Zugang, den man von staatlich gut gepäppelten Akteueren erwarten dürfte. Das hat auch nix mit Freiheit von Forschung und Lehre zu tun.

    Aber irgendwie auch egal – jetzt labern die ganzen Ahnungslosen von KI und träumen von mehr Freizeit und frührerem Feierabend weil die KI die Powerpoint macht die eh keinen interessiert. Vielleicht / hoffentlich haben die ja bald ganz viel Freizeit.

    Karl

    • Anonym sagt:

      > Deren "Kompetenz" erschöpft sich darin, einmal pro Woche komplett den Appstore durchzuinstallieren und andere mit "lustigen" Bildchen und Videos zu terrorisieren.

      Danke! Schmissig formuliert ohne Oberlehrerattitüde, so muss das. Den Absatz habe ich mir notiert, die nächste WhatsApp-Trulla kommt bestimmt.

    • 1ST1 sagt:

      Studieren, nutzen Onedrive. Wenn es hier um den Schutz Minderjähriger ginge, müssten dass schon ziemliche IQ-Boliden sein, dass sie schon an der Uni wären.

      Wenn ein Kind dagegen mit 16 seinen Realschulabschluss macht und in einem Betrieb eine Berufsausbildung macht dann ist das mit dem OneDrive auf dem Arbeitsplatz und in der Berufsschule dann aber Ok, oder? Ist ja betrieblich…

      Übrigens, die Sachen, die der Prof da mit seinen Schülern teilt, die gabs dann vorher auf der Webseite des Fachbereichs öffentlich zum Download oder waren ohnehin aus einem Fachbuch was es frei bei Amazon bestellbar ist kopiert. Ist halt so einfacher als eine Webseite zu pflegen…

      • KarlM sagt:

        Null Ahnung aber viel Meinung Posten. Mein Kind ist auch mit 23 noch mein Kind. Der FB ist stolz drauf, nicht auf der UNI-Website aufzufinden zu sein. Da hängen noch die Streifen mit den Matrikelnummern und Klausurergebnissen an der Wandzeitung im Flur vorm Zimmer des Profs. 2023!

  14. GüntherW sagt:

    Ich würde gerne mal wissen, ob es irgendwo eine Überlegung gibt was das ganze kostet und was konkret der Nutzen ist.

    Eine digitale Tafel kostet locker einen mittleren vierstelligen Betrag, das Ding aus der "Kreidezeit" sollte allein hier schon halb so günstig sein. Das ist jetzt nicht die Welt, aber bezogen auf die Nutzungsdauer und den Betreuungsaufwand…. Das wäre ggf. noch vertretbar. Wenn es "nur" die digitale Tafel wäre, aber insb. die ganzen restlichen Geräte… Spätestens hier wird es dann verrückt. Bei digitalen Tafel gehe ich noch mit, aber die sollten nach Möglichkeit zentral beschafft werden, dass Wartung und Support geklärt ist und das sich nicht Dutzende von Leuten noch darum kümmern müssen.

    Für die Ausstattung sind ja dann wieder die Schulen/Träger selbst verantwortlich. Das ist auch der totale Schwachsinn an irgendwelchen Förderprogrammen, dass man die Technik bekommt, auch kostenlos. Wesentliche Finanzierungsfragen sind aber gar nicht geklärt und in XY Jahren steht dann der Träger vor dem Problem, dass er Technik im sechsstelligen Bereich neu anschaffen muss. Da kann man eigentlich auch nur begrüßen, dass in einigen Schulen die neuen Geräte in irgendwelchen Schränken verstauben, weil die nicht genutzt werden.

    • Fritz sagt:

      Menschen haben Jahrtausende mit Papier und Stift, Papyrus oder Tontafeln gelernt. Diese ganze Diskussion "unwürdig für das Jahr 2024" lenkt nur von viel tiefer liegenden gesellschaftlichen Problemen ab.

      Genauso wie ab und an noch vorhandene Faxgeräte für die umständliche Arbeit von Behörden, lange Genehmigungsverfahren und explodierende Kosten verantwortlich gemacht werden.

      Aber wenn man heutzutage lieber Influencer oder Schlagerstar werden will als früher Astronaut oder Lokomotivführer, drückt das auch eine gewisse Einstellung aus – möglichst wenig für den Erfolg tun zu müssen, schon gar nicht lernen. Leider ist diese Einstellung inzwischen auch in der Elterngeneration angekommen, für schlechte Zensuren werden nicht mehr die Kinder betraft, sondern die Lehrer verklagt.

      • 1ST1 sagt:

        Hat alles nichts mit dem Blog-Thema zu tun. Die Zeiten ändern sich, wir als Kids haben uns über die gegenüber neuen Entwicklungen nicht aufgeschlossenen Eltern oder Großeltern gewundert und aufgeregt, und jetzt argumentierst du genauso.

        O-Ton mein Großvater *1919 +1989: Kombjudersch, wozu braacht mer n'dess? Sinn doch alles nur neumodische Ferz. Geh ma lieber de Gadde umgrawe. Nein, dumm war der nicht, der hat dir Wurzeln aus 20 stelligen Zahlen auf dem Papier ausgerechnet, der Krieg hatte verhindert, dass er Mathe studieren konnte.

        • Fritz sagt:

          Das will ich nicht ansatzweise abstreiten. Ich arbeite täglich mit Computern und weiß natürlich um ihre Möglichkeiten.

          Ich wehre mich nur gegen die Denkweise "Nur weil wir den Schülern keine (gut funktionierenden) Computer bereitstellen, ist das Bildungssystem so schlecht".

          • 1ST1 sagt:

            Das mache ich auch nicht an den Computern fest. Das machen hier aber einige! Und um den Lehrplan gehts hier ja garnicht.

            • Sebastian sagt:

              Um das Schulbildungsnivau deines Großvaters wieder zu erreichen braucht es nicht zwingend digitale Technik. Dieses Narrativ immer und immer wieder zu wiederholen macht es nicht wahr. (was du aber auch nicht behauptet hast)

              Ganz schlimm wären reiner Tablet Unterricht schon allein weil es digitale Abhängigkeit fördert wenn man lernen nie anders kennengelernt hat. Digital sollte zum Lernen und für das ganze Leben eine sinnvolle Ergänzung darstellen, nicht mehr aber auch nicht weniger – Meinung.

              Gefühlt ist das aktuell so eine Wahl zwischen Kreide oder "Wollt Ihr die totale Digitalität?" *Jubel*

              Ich vermute die beste Lösung irgendwo dazwischen aber soweit sind da gesellschaftlich scheinbar noch nicht. -.-

        • GüntherW sagt:

          Die wesentliche Frage ist doch, was nötig, gesellschaftlich/bildungstechnisch/wirtschaftlich vorteilhaft.

          Es mit "die Zeiten ändern sich halt" abzuhacken, ist halt aus meiner Sicht genauso "lame" wie Äußerungen von Leuten, dass es schon immer so gemacht wurde. Es wird halt nicht hinterfragt, ob die Änderung einen wesentlichen positiven Effekt hat.

          In der modernen Wirtschaft hat sich auch einiges geändert und ist jetzt an einen Punkt, wo praktisch der gesamte Planet mehr oder weniger mit Kunstoffen verseucht ist… Vereinzelt will man jetzt wohl auch wieder auf Strukturen zurück, die grundlegend Stand 1900 ähnelten. Gerade was Warentransport und Warenabgabe angeht. Durchaus kombiniert mit moderner Technik, aber das sind so Sachen wo man evtl. an einer Stelle hätte "STOP" sagen müssen, dass man die Richtung noch mal korrigiert. Die Frage sollte man sich auch bei der Digitalisierung in dem Umfang stellen, ob es wirklich so gemacht werden muss.

  15. Pau11 sagt:

    Keine Frage, DSGVO ist ein wichtiges Thema. Auch kann man darüber streiten, wann Digitalisierung Einzug halten soll. Ab der 1. Klasse oder vielleicht erst ab der 5. Klasse. Alles berechtigte Fragen. Am Ende ist der Schulträger die ärmste Sau, egal was er macht.

    Findet keine Digitalisierung statt, gibt es Vorwürfe, die lettischen Staaten würden uns abhängen. Wird digitalisiert, dann haben wir den Trend der Dänen verschlafen. Wird das falsche Tool ausgesucht liefern wir uns Geheimdienst XYZ aus oder lehren am Industriestandard vorbei, je nach Tool Auswahl.

    Und der Lehrer steht beim Elternabend mit dem Rücken zur Wand weil er sich von irgendwelchen Eltern die in der IT arbeiten über die vermeintlich beste Vorgehensweise belehren lassen muss und sich anhören muss, was alles falsch läuft.

  16. Uwe sagt:

    Meine Kinder sind in der 5. Klasse, gerade im Gymnasium angekommen.
    MS Konto, Teams-Account verpflichtend, MS Office für alle.
    Als IT-Mann schlucke ich da heftig, aber kann man die Schule der Kinder danach auswählen? Ich sehe das wie oben und stehe vor dem selben Dilemma.
    Die Schule führt digitale Studientage durch, hat zuerst inhouse geschult wie das geht. Mit "melden" und so.
    Funktioniert wirklich super.
    Die "Traktoren" streiken?
    Wir machen spontan digitalen Studientag, die Show ging sofort weiter.
    Das war beeindruckend.
    Meine Jungs haben (auch) Ubuntu auf dem PC und können Libre Office und Gimp bedienen.
    So weit finde ich das alles gut.
    Aber die Abhängigkeit von Microsoft und die verlogene, hilflose DSGVO-Debatte ohne eigene Alternative läßt mich langsam resignieren.
    Wenn man sieht, wie hier einige das "Problem" als solches leugenen, sehe ich da ziemlich schwarz.

    Uwe

    • rpr sagt:

      Hallo,
      einfach mal den Datenschutzbeauftragten des Landes um eine Begutachtung bitten.
      Wenn was schief ist erklären die das so das sogar Pädagogen es begreifen.

  17. Anonymous sagt:

    Gepflegt wird die Schul IT bei kommunalen Schulen meist so nebenbei von der IT der Kommune oder einem Dienstleister. Das ist das Wundertüte und kann auch mal eine Hobby IT AG sein die halt immer irgendwie was zusammenschustert, am besten ohne Passwörter damit zur Not jeder alles rumbasteln kann. Kann auch jemand sehr pflichtbewusstes sein. Aber keine Sorge, ist bei Elektrik usw. auch so. Man ist ja auch froh, wenn sich Eltern beteiligen, da wird auch viel gemacht.

    Der Datenschutz 'steht meist der Digitalisierung im Weg' oder 'darf für Schulen keine rolle spielen'. Ähnlich wie die aussagen im Krankenhaussektor. Wer den Stand prüfen will kann gern mal was anfragen. Meist gibts eh nur n DSB der das als Lehrer halt mitmachen muss. Oft auch für mehrere Schulen. Manchmal für mehrere Dutzend. Freut die Eltern aber auch, dass es nicht so bürokratisch, sondern einfach läuft und 'im Beruf müssen die Schüler ja auch das ganze Zeug nutzen' und ihre Daten bedingungslos rumhauen. Hauptsache IPAD und 365. Hausaufgaben über WhatsApp würden aber sicher zum Glück keinem Lehrer einfallen. Und übrigens, klar gibt es sicherere und datenschutzkonforme Lösungen die für Lehrer vom Kultusministerium oder Kommunen gestellt werden. Sind halt nicht fancy und das erste Google Ergebnis. Und Lehrern wird ja schon jetzt zu viel zugemutet. Wenn man da noch Apps und verwendete Software einschränken würde, wirds schwierig. Die Tafeln mit Bild und Ton sind halt Digitalisierung. Gab ja auch schon die Versuche in Deutschland wie in China mit Headset EKG 's die Konzentration im Unterricht zu prüfen. Man muss früh gegen die German Angst und Datenschutzwahn erziehen um Veränderungen offen gegenüberzustehen.

    Und ernsthaft, ja Technologie soll und muss verwendet werden und den Schülern nah gebracht werden. Dazu gehört auch die grundsätzliche Bedienung üblicher Systeme. Kann man aber auch anonym machen (manche Großhersteller ändern ihre Sammelwut nämlich auch erst auf großen, einheitlichen Druck hin). Und vor allem gehört dazu, zu erklären, wo Chancen aber auch Risiken gehören. Datenschutz. Informationsfreiheit. Sicherheit. Auch fürs Private. War doch mal Sinn der Schule. Gibts sogar viel Material zu, nur keine Zeit. Und bei manchen Lehrern auch kein Verständnis. Entweder durch mangelnde, eigene Medienkompetenz oder eigene, mangelhafte Einstellung im Bezug auf die Schutzwerte.

    Kostenüberlegungen gibts natürlich, kann auch jeder in den Haushalten einsehen. Förderungen sind halt immer eher technikgebunden. Bestenfalls Lehrerschulungen, dazu müssten die aber auch erstmal neben Unterricht Zeit haben. Eltern sehen Schulen halt immer häufiger als Kinderbetreuung um arbeiten zu können weil sies müssen und kommen auch immer schwerer zu Themen. Eigentlich müssten Eltern auf die Barrikaden gehn, wenn Meta Konten für Unterrichtsteilnahmen vorausgesetzt werden. Bei 365 gabs ja schon sowohl pro als auch Kontra Eltern, die Sturm gelaufen sind. Wobei seit kurzem ja 365 auf mit 'Auflagen' die gern vergessen werden von den Datenschützern teilweise mehr oder weniger freigegeben wurden.

    Naja, KI's brauchen junge Daten zum trainieren und die Jungen werden halt zu gehört so trainiert und dann sind entsprechend verknüpfte Systeme ja auch viel effizienter. Vielleicht kann man dadurch dann auch den Lehrermangel bekämpfen, wenn die Datenschützer entsprechend eingebremst wurden.

  18. Martin B sagt:

    Digitalisierung in Schulen wird überbewertet, nicht umsonst sind da einige Länder auf dem Rückzug. Wenn Leistungsgedanke und Ansporn fehlen, genau das passiert, wenn man schon eine zwei bekommt, nachdem man sich mit den Hausaufgaben beschäftigte und die Schüler nicht auffordert die Schmerzgrenze beim Lernen zu überwinden, dann passiert das, was wir jetzt haben: das Diktat des Mittelmaßes, regiert von Halwissenden. Es findet statt die Regression zum unteren Mittelmaß und wir wissen alle: gutes Führungspersonal stellt bessere Leute als sie selbst ein, unfähiges schlechtere.

    Pisa und andere Vergleichstests zeigen genau das auf: das Bemühen, alle auf einen Level zu ziehen senkt das Niveau ab. Der Gleichheitsgedanke ist fatal, wenn keiner besser sein will als der andere, dann werden alle schlecht. Auch ignoriert man den Grundsatz der Evolution, man konterkariert den Wettbewerb.

    Solange die grundlegenden Bedingungen nicht erfüllt sind, ist es gleich ob wir mit Kreide oder Griffel schreiben und es wird schlimmer: in der kurzen Zeitspanne zwischen Whatsapp und Instagram wird dann irgendwas auf dem Smartboard präsentiert, das ist doch lächerlich. Die jungen Nachkommen heute sind leistungsschwach, lernunwillig und erwarten Hilfe und Zuwendung wenn es auf Anhieb nicht läuft, unfähig, die Hürden zu erklimmen. Im Wesentlichen.

    Die Diskussion um Digitalisierung oder nicht geht am Kern vorbei, sie würde nur viel Geld kosten, Ressourcen binden und damit bliebe noch weniger Zeit und Geld sich um die eigentlichen Themen zu kümmern.

    Informatikunterricht als Pflichtfach ja, Surfacehub und digitale Boards nein, reine Verschwendung.

  19. Ralph D. Kärner sagt:

    In unseren Schulen gibt es iPads für Schüler und Lehrer, zentral verwaltet durch Jamf. Die Tafeln sind da, wo sie sein sollen: an der Wand. Gibt es digitale Inhalte zu zeigen, dann wird die Tafel ganz nach unten gefahren und der 65-Zoll-Monitor kommt zum Vorschein, auf den über den PC am Lehrerpult dann entsprechend Folien, Filme oder dergleichen präsentiert werden.

    Ja, die Geschichte mit den Whiteboards habe ich auch kennen gelernt, am Gymnasium meines Sohnes. Da gibt das dann auch Lehrer, die ganz schnell verlernen, dass ihr Platz stehend vor der Klasse an der Tafel/dem Whiteboard ist, und die dann vom Pult aus, hinterm Bildschirm versteckt, Wissen vermitteln.

    Nebenbei wird an den 3 Schulen an meinem Wohnort ganz sicher kein Cloudprodukt eingesetzt. Bis auf ganz wenige Eltern (ja, aber MS365 ist doch für Schüler kostenlos, wenn die Schule das besorgt und überhaupt hat mein Kind einen Anspruch darauf) sind die meisten Eltern auf gleicher Linie wie die IT: Datenschutz hat Vorrang.

  20. David sagt:

    > Auf die Beantwortung einer Auskunft nach DSGVO vom 19.12.23 wartet der Vater bis heute.

    Ich warte immer 35 Tage. Dann ist die Frist auf jeden Fall abgelaufen. Dann wird geklagt, und es gibt meistens auch einen kleinen Schadenersatz (100-1000 EUR). Eine DSGVO Auskunft nicht zu erteilen ist keine gute Idee.

  21. roland sagt:

    Pflege der Ausrüstung in den Schulen:

    Meine Große ( die mit dem Schwamm der Kreidetafel – siehe oben ) kam heute mit einem geschenkten PC der Schule an. An Schüler dürfen die nicht verkauft werden.
    Aber mit eine Anfrage an den entsprechenden Lehrer wird es verschenkt – Sie nimmt das einfach mal mit. Vielleicht kann Papa das gebrauchen.

    Jetzt steht hier ein Optiplex 9020 von Dell aus dem Jahr 2015.
    Kein Wunder das die Updates in der Schule so schneckenartig schnell durchlaufen. Die HDD dürfte schon einige Jahre gelaufen sein.
    Mal sehen was die Festplatte sonst noch an Wunder am Wochenende ausspuckt.

    Wenn unsere Digitalisierung erst nach 8 Jahren den PC ausmustert dann doch lieber eine Kreidetafel. Auf der bin ich auch noch schneller und effektiver als auf irgend einem anderen digitalen Instrument.

    • Anonymous sagt:

      HDD aud SSD clonen, dann rennt das Ding.

      • 1ST1 sagt:

        Die haben aber nur Core-i-Prozessoren der 4. Generation, das heißt Win 11 ist offiziell nicht möglich. Kein Wunder, dass die den jetzt verschenkt haben, die Schule hat wohl Fördergeld aus dem Digitalpackt erhalten und stellt jetzt PCs mit 11 hin. Für Linux taugt der aber noch, und noch fast 1,5 Jahre für 10.

  22. H. E. sagt:

    Abholbereit: 18 Millionen Euro teurer Elektroschrott an Schulen

    • Adrian sagt:

      Kann ich so bestätigen. Wollte bis jetzt keiner wiederhaben. Schicken wir (auch aufgrund von eigener Technik) jetzt trotzdem zurück. Falls jemand das Modell interessiert: PA-820 Die entsprechenden Preise/Kosten kann sich dann jeder aufgrund der Zahlen aus dem Artikel selbst ausrechnen. Definitiv etwas für das Schwarzbuch…

  23. Werner sagt:

    Zu dem erwähnten IT-Verantwortlichem:

    Wenn er die Verantwortung hat, hat er auch die Weisungsbefugnis. Also soll er seiner Geschäftsleitung per Anweisung die Nutzung von OneDrive etc. mit Begründung verbieten.

    Hat er diese Weisungsbefugnis nicht, hätte er die Verantwortung nie annehmen dürfen (einen Bereich, den ich nicht kontrollieren darf, kann ich auch nicht verantworten)!

    Verstoßen sie dagegen, geht dann halt die Meldung eines Datenschutzvorfalls an die entsprechenden Behörden.

    Spätestens dann gibt es eine Reaktion. Besteht in im Rauswurf, ganz genüßlich dagegen klagen – das dauert… Üblicherweise sollte dabei am Ende herauskommen, dass er seinen Job korrekt gemacht hat (also Kündigung unwirksam), aber 'kein Vertrauensverhältnis' mehr besteht und daher der Arbeitsvertrag nicht weitergeführt werden kann. Damit bekommt man dann Bezahlung bis zum Ende des Prozesses (gleich der Auflösung des Arbeitsvertrages) plus eventuell Abfindung. Bequemer kann man eigentlich kein Geld verdienen. Und die Geschäftsleitung lernt daraus, Datenschutzverlezungen kosten halt doch, wenn auch anders als zunächst vielleicht vermutet.

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