Microsoft will sein Metadaten-Server-Problem mit den Februar 2024-Updates behoben haben

Windows[English]Seit November 2023 gab es unter Windows "Metadata Staging"-Fehlereinträge des DeviceSetupManager in der Ereignisanzeige. Der Hintergrund war, dass ein ein MetaData-Server von Microsoft seit diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar war. Nun gibt es Hinweise, dass Microsoft diesen Fehler behoben haben will. Ich fasse die Informationen mal in einem Beitrag zusammen.


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"Metadata Staging"-Error (0x80070490)

Ich hatte das Thema im Dezember 2023 im Beitrag Windows meldet "Metadata Staging"-Error (0x80070490) im DeviceSetupManager (Dez. 2023) aufgegriffen. In Windows trat wohl seit Ende November 2023 das Problem auf, dass die Ereignisanzeige mit "Metadata Staging"-Fehlereinträgen des DeviceSetupManager geflutet wurde. Volker S. hatte sich zum 9. Dezember 2023 per Mail gemeldet und meinte, dass er seit dem 7.12.23  15:26 Uhr in der Ereignisanzeige hunderte dieser Fehlermeldungen (0x80070490) findet:

Fehler 131: DeviceSetupManager

Wer diese Meldungen in der Ereignisanzeige öffnet, bekommt folgende – nicht weiterführende Information angezeigt.

"Metadata staging failed" Error

Ich habe seinerzeit nachgesehen, auf meinem System wurden die Einträge im Zweig Benutzerdefinierte Ansichten/Administrative Ereignisse angezeigt. Der erste Ereigniseintrag stammt vom 7. Dezember 2023. Hintergrund ist, dass der oder die MetaData-Server seitens Microsoft nicht mehr erreichbar sind oder nicht mehr funktionieren.

Eine Auswirkung war, dass die "schönen" Druckersymbole unter "Geräte und Drucker" auf einmal nicht mehr zur Verfügung standen. Im Beitrag hatte ich noch einen Workaround angegeben, um die Fehlereinträge zu verhindern. Am Artikelende habe ich noch einige Blog-Beiträge verlinkt, die sich mit diesen Folgen (plötzlich andere Druckersymbole und HP Smart Drucker-App vorhanden) befassen.

Microsoft will das Problem gefixt haben

Ich habe das Thema aus den Augen verloren, aber die Kollegen von Bleeping Computer kannten meinen Blog-Beitrag und haben Ende letzter Woche das Thema nochmals im Beitrag Microsoft says it fixed a Windows Metadata server issue that's still broken aufgegriffen. Lawrence Abrams schreibt, dass Microsoft den oben beschriebenen Fehler behoben haben will.

Zum 13. Februar 2024 wurden für Windows 10 22H2 das Update KB503476 (siehe Patchday: Windows 10-Updates (13. Februar 2024)) und für Windows 11 22H2/23H2 das Update KB5034765 (siehe Patchday: Windows 11/Server 2022-Updates (13. Februar 2024)) veröffentlicht. In den Update-Beschreibungen heißt es:

This update addresses an issue that affects the download of device metadata. Downloads from the Windows Metadata and Internet Services (WMIS) over HTTPS are now more secure.

Der Windows Metadata and Internet Services (WMIS) verwaltet laut Microsoft Gerätemetadatenpakete, die OEMs über das Internet an die Windows Quality Online Services(Winqual) -Website übermitteln. Mithilfe der Winqual-Website können Sie Hardwaregeräte und Softwareanwendungen für Windows zertifizieren. Laut dieser Microsoft-Seite fragt das Betriebssystem, wenn es ein neues Gerät erkennt, den Onlinedienst Windows Metadata and Internet Services (WMIS) nach einem Metadatenpaket für das Gerät ab. Ist ein Gerätemetadatenpaket verfügbar, lädt der DmRC-Client (Device Metadata Retrieval Client), der auf dem lokalen Computer ausgeführt wird, das Paket von WMIS herunter und installiert das Paket auf dem lokalen Computer.

Weiterhin Warnhinweise

Ich habe gerade auf meinem Windows 10 1909 IoT Enterprise LTSC-System nachgeschaut. Laut Beschreibung des Update KB5034768 sollte auch dort das Problem beim Herunterladen von Gerätemetadaten behoben sein.


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Warnung 121: DeviceSetupManager

Schaue ich in meine Ereignisanzeige, treten dort aber weiterhin Warnungen mit der ID 201 des DeviceSetupManager auf. Es heißt, "Eine Verbindung mit Windows Metadata and Internet Services (WMIS) konnte nicht hergestellt werden.". Das Korrektur-Update ist definitiv installiert – statt eines Fehlers wird nur noch eine Warnung angezeigt. Es hat sich zwar etwas getan, aber letztendlich ist es egal, ob die Ereignisanzeige mit Fehlern oder Warnungen geflutet wird. Die betreffenden Metadata-Server sind also weiterhin nicht erreichbar – was auch aus dem oben erwähnten Artikel von Bleeping Computer hervorgeht.

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17 Antworten zu Microsoft will sein Metadaten-Server-Problem mit den Februar 2024-Updates behoben haben

  1. Norbert Normann sagt:

    Meine Win11Pro 23H2 Laptops zeigen genau das beschriebene Verhalten.
    Die Fehlereinträge sind weg, aber bei jedem Start werden Warnungen zu den DeviceSetupManager IDs 200, 201 und 202 generiert, in Summe jeweils 50 Warnungen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welcher unnütze Traffic da weltweit generiert wird.

    • Windowsnutzer1969 sagt:

      Gerade KB5034765 für Win11 Pro 22H2 (zum Glück) soweit fehlerfrei installiert. Allerdings auch hier, sind die diese "Staging"-Fehlereinträge nun weg, dafür nun umso mehr "DeviceSetupManager"-Warnungen vorhanden …

      Testen die bei MS eigentlich irgendwas auf mehr als einem, oder evtl. zwei Rechnern?? Das muss doch auffallen, dass dieser Fehler mit dem aktuellen Update eben NICHT behoben wurde! Was für ein nur noch peinlicher Laden …

      • Windowsnutzer1969 sagt:

        Gerade im Moment, habe ich nun mal auf 23H2 geupdatet. Und nun sind doch tatsächlich auch wieder die "Staging"-Fehlereinträge vorhanden; auch noch zusätzlich zu den vermehrten (!) "DeviceSetupManager"-Warnungen. Also alles noch schlimmer, als wie zuvor … Nur noch unglaublich das alles! Kann man sich echt nicht mehr ausdenken … :-(

  2. Sebastian sagt:

    Ich fasse die Informationen mal in einem Kommentar zusammen – um Gü's Klassiker am Ende hier am Anfang auch mal zu bringen.

    Mit ordentlich eingestellter Firewall die solche nach aussen Kommunikation verbietet gibt es diese Einträge im Event Log nicht dabei würde ich genau das gerne sehen oder ich verorte die Ursache falsch und der Dienst dazu ist abgestellt – also alles richtig gemacht.

    • Pau1 sagt:

      Was soll das nun?
      Das Problem ist doch, das der Server-Name geändert wurde und keine IP eingetragen hat.
      Mit einer Firewall erreichst Du was?
      Das der Server nicht erreicht wird..Aha.
      Damit ist was gewonnen?
      Du hast auch dann keine Meta-Daten nebst realistischen Bildern für Deine Drucker.
      Willst Du nur trollen?

  3. R. Zimmermann sagt:

    Mit dem Updatezeitpunkt enden die Meldungen in der Ereignisanzeige auf den hiesigen 2019/2022er Servern.

  4. Volker sagt:

    Bei mir sind die Fehlermeldungen seit Dienstag (13.02.24) wieder da, also mit dem letzten Update. Zuvor war etwa 3 Wochen Ruhe. Das verstehe wer will.

  5. Pau1 sagt:

    ist denn bei Microsoft die verkoskte Marketing Abteilung auf die Idee gekommen, das die Namen der Server geändert werden müssen ohne dem lästigen Rest der Firma Bescheid zu sagen, oder was ist da los?
    Warum muß ich sonst an den Clients ein Update einspielen, weil ein Server nicht erreichbar ist?
    und selbst wenn, warum ist das so schwer zu patchen?
    Aber interessiert eh kaum niemanden mehr warum etwas nicht funktioniert…

  6. Pau1 sagt:

    https://support.microsoft.com/help/5034768
    "Dieses Update behebt ein Problem, das sich auf das Herunterladen von Gerätemetadaten auswirkt. Downloads von Windows Metadata and Internet Services (WMIS) über HTTPS sind jetzt sicherer."

    Dann ist ja alles klar und gut.
    Wie schön das so viele Profis bei Microsoft systematisch koordiniert arbeiten und gute Reports schreiben die ihre Professionalität nach Außen dokumentiert. Wozu auch das dumme Zahlvieh informieren?
    Warum wird da überhaupt das Wort "Problem" verwendet? Hat das Marketing gepennt oder der Übersetzer?
    Das muss doch heißen:
    Dieses Update liefert eine Lösung dafür dass…

    "Niemand will von Problemen hören, wir brauchen Lösungen!"

  7. Pau1 sagt:

    Treffer, versenkt.
    So langsam kennt man ja iesen Murkser-Laden.
    Die haben den Hostnamen geändert und den alten sofort abgeschaltet, und nicht beide Parallel betrieben.
    Ist ja auch aufwendig…

    Und obendrein haben sir vergessen den neuen Hostnamen im DNS einzutragen.
    Was für Trantüten dürfen bei MS "arbeiten"?
    Frisch von der Uni, die bei Microsiff anfangen um Microsoft im Lebenslauf stehen zu haben?
    MS freut sich, billige Arbeitskräfte zu bekommen, due nach max. 2 Jahren weg sind, ob der katastrophalen Arbeitsbedingungen?

    Wie kann man einen solchen Bockmist bauen?
    Und den nicht einmal korrigieren?

    Keine IP für einen neuen Server eintragen.
    Den alten Server abschalten obwohl er noch Zugriffe bekommt.
    Keine Kontrolle ob der neue Server genutzt wird
    Ändern eines Host namens aus Marketing gründen.

    Das ist übrigens kein neues Vorgehen, Server Namen zu ändern und den Kunden nix sagen.

    aaO:

    After installing the updates, BleepingComputer can confirm that the new Metadata server URL, , is using HTTPs and redirects to the new URL , which also uses HTTPs.

    However, Microsoft has failed to associate an IP address to devicemetadataservice.trafficmanager.net in DNS, causing connection attempts to fail.

  8. Pau1 sagt:

    Was ich auch nicht verstehe, wieso diese Meta Daten nun sicherer sind weil per HTTPS übertragen.
    Die Daten werden doch sicher schon immer signiert gewesen sein.
    Da können nur die dran drehen, denen MS aufgrund eines rechtsstaatlichen Geheimurteils eines Geheimgerichts den privaten Schlüssel geben musste.
    Was verhindert würde wäre ein remote mtm Angriff auf den Meta-client.
    Aber das hat MS ja auch nicht hinbekommen.
    Naja. Durch das HTTPS wird natürlich auch verhindert, das wer schnell feststellen kann, dass die Meta Daten andere sind als sie sein sollten, trotz korrekter Signierung und so eine Überwachung feststellen, die eigentlich geheim erfolgen sollte…

  9. Gustav sagt:

    Die Metadatenserver waren vorübergehend abgeschaltet weil letzten Herbst, sei es wegen verkorkster Metadaten, die von den Geräteherstellern geliefert wurden, sei es wegen eines verkorksten Algorithmus beim Parsen besagter Metadaten, viele Drucker fälschlich als Modelle von HP erkannt wurden, was dazu führte, dass diesen Druckern nicht nur ein HP-Symbolbild und der Name eines HP-Druckermodells zugeordnet wurde, sondern auch automatisch der entsprechende Treiber.

    Das war damals in allen IT-Medien und auch hier im Blog ein Thema. Offensichtlich glaubt man bei MS, das jetzt wieder im Griff zu haben.

  10. Cyrus sagt:

    Alle paar Minuten habe ich einen Eintrag in den Ereignisanzeigen, das geht sogar so weit, dass das System ausgebremst wird.
    Nutze Windows 10 Enterprise LTSC 1809 Build 17763.5458
    Kann es kaum erwarten, bis Microsoft endlich einen Eisberg rammt und untergeht. Scheinbar arbeiten in der Firma nur noch Inder, die nichts gelernt haben.

  11. Martin Blaumeiser sagt:

    Ich fahre Windows 10 Home 22H2, aktuelles Build 19045.4046 seit letztem kumulativen Update KB5034763. Nach jedem Neustart, manchmal aber auch nur beim Erwachen aus dem Ruhezustand schreibt mir die Ereignisanzeige zig-mal besagten Fehler 131 des Microsoft-Windows-DeviceSetupManager ins Protokoll. Der Fehler besteht also bei manchen Systemen nach wie vor.

  12. Martin Blaumeiser sagt:

    … und auch das heutige kumulative Update auf Build 19045.4123 ändert daran nichts.

  13. Martin Blaumeiser sagt:

    Nachtrag: Update auf Build 19045.4170 (vorgestern) behebt die Fehler ebenfalls noch nicht…

  14. R. Zimmermann sagt:

    … und mit dem März-Update sind die Meldungen auf den Servern wieder da.

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