MS-Gängelung II: "Windows 11 Upgrade-Angebot" für Windows 10 (ab April 2024)

Windows[English]In Teil 1 hatte ich über die Gängelung von Windows-Nutzern zum Upgrade auf die neue Outlook-App berichtet (siehe MS-Gängelung I: Zwangsupgrade auf neues Outlook). Aber auch Benutzer von Windows 10 sehen sich inzwischen einem "Upgrade-Angebot" auf Windows 11 ausgesetzt, was so mancher nicht ablehnen kann. Dabei ist Microsoft Windows 10 noch bis Oktober 2025 im breiten Support – und mancher Nutzer dürfte beim Umstieg auf Windows 11 sein "blaues Wunder" erleben. Hier mal ein paar Informationen (zum nächsten April-Scherz Microsofts) zusammen getragen.


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Einige Vorbemerkungen

Das Thema ist mir über verschieden Stellen untergekommen, wurde aber auch im Diskussionsbereich von Lesern aufgeworfen.

Vorab: Grundsätzlich ist es ja in Ordnung, wenn Microsoft sagt "wir haben ein neues Betriebssystem Namens Windows 11, kannst Du gerne umsteigen". Zum Problem wird dies einmal, wenn dieses Upgrade-Angebot auf Systemen gemacht wird, die mit Windows 11 nicht kompatibel oder kurz bis mittelfristig ungeeignet sind. Entsprechende Meldungen von Nutzern, die da "über den Tisch gezogen wurden", erreichen mich ja immer wieder.

Zudem ist es ja so, dass viele Leute mit Windows 10 gute Gründe haben, weiterhin auf dieser Betriebssystemversion zu bleiben. Das gilt beispielsweise in Firmenumgebungen, wo man nicht aus Jux und Dollerei, oder weil es Microsoft gefällt, umsteigt. Administratoren haben zwar die Möglichkeit, die entsprechenden Upgrades auf verwalteten Systemen zu blockieren. Aber nicht verwaltete Systeme, wie sie in KMUs vorkommen, fallen nicht darunter.

Microsoft könnte es ja einfach machen: Nutzer, die von Windows 10 auf Windows 11 umsteigen möchten, gehen auf eine Microsoft-Seite, wählen das Upgrade-Angebot und bekommen nach einer kurzen Prüfung gesagt, ob das Upgrade möglich ist. Dann könnten die Leute dieses Upgrade aktiv anstoßen. Aber so agiert Microsoft nicht – sobald Redmond meint, es passt aus deren Sicht, wird per Windows Update das Upgrade angeboten. Nutzer, die nicht aufpassen, oder wo etwas schief geht, werden dann von Windows 10 auf Windows 11 gehievt, Kollateralschaden inbegriffen.

Ankündigung durch Microsoft

Microsoft hat bereits zum 28. Februar 2024 den Techcommunity-Beitrag Expanding invitations to move to Windows 11 to more people veröffentlicht, in dem das vergiftete Angebot ganz harmlos verpackt wurde. Es heißt, es gebe gute Nachrichten für Leute, die sich darauf verlassen, dass Microsoft die Windows-Updates der Unternehmen für diese verwaltet. Wenn ein Satz schon so anfängt, sollten bei jedem Leser die Alarmglocken klingeln.

Angebot für Windows 10 Pro-Geräte

Und Microsoft lässt auch gleich die Katze aus dem Sack: Ab dem Sicherheitsupdate vom April 2024 werden Windows-Benutzer, die auf nicht verwalteten, mit der Cloud verbundenen und mit der Domäne verbundenen Unternehmensgeräten arbeiten, Einladungsnachrichten über kostenlose Upgrades auf Windows 11 erhalten. Dies ist Teil von Microsofts Mission, Unternehmen zu ruinieren, äh, vertippt, gemeint ist natürlich "zu schützen und produktiv zu halten".

Die Einladung zum Upgrade auf Windows 11 erscheint nach der Anmeldung und normalerweise nach einem Neustart. Sie wird nur auf Windows 10 Pro- und Pro Workstation-Geräten angezeigt, die für Windows 11 in Frage kommen und nicht von IT-Abteilungen verwaltet werden. Nutzer können bei der Aufforderung wählen, ob sie auf Windows 11 23H2 umsteigen oder bei Windows 10 bleiben möchten, wobei Microsoft natürlich Windows 11 empfiehlt.

Wird wohl ein Fail

Ich hätte ja verstanden, wenn Microsoft bei Windows 10 Home Edition herum schwurbelt und dort versucht Nutzer auf Windows 11 zu locken. Was aber gar nicht geht: Geräte mit Windows 10 Pro und Windows 10 Pro Workstation ein solches Upgrade-Angebot zu unterbreiten. Microsoft prüft zwar angeblich, ob die Geräte für Windows 11 geeignet sind.

Aber mal langsam zum Mitschreiben: Auf einem Windows 10 Pro und Windows 10 Pro Workstation läuft in der Regel Anwendungssoftware, und in Firmenumgebungen ist man darauf angewiesen, dass diese funktioniert. Ich denke da an meinen Beitrag Windows 11: Patzt der Hardware-Installationscheck – oder sind alte CPUs zugelassen? Zudem kommt es nicht gut, wenn die Mitarbeiter auf Microsofts Bastelwiese mit der Windows 11 GUI gelockt werden und dabei die gewohnte Windows 10-Oberfläche verlieren.


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Es ist zwar so, dass Administratoren in Unternehmen die Windows-Systeme über Lösungen wie Microsoft Intune, den Configuration Manager, Windows Autopatch, Windows Update for Business, Windows Server Update Services (WSUS) oder ein anderes Verwaltungstool eines Drittanbieters verwalten können. Dann lässt sich steuern, wann ein Upgrade auf Windows 11 erfolgt.

Aber in vielen Kleinunternehmen oder in speziellen Unternehmensbereichen kommen Windows-Systeme zum Einsatz, deren Updates nicht zentral über die obigen Lösungen verwaltet werden. Alle diese Installationen (mit Windows 10 Pro/Workstation) laufen Gefahr, ab April 2024 ein Windows 11-Upgrade-Angebot zu erhalten, wenn die Hardware grundsätzlich oder vermeintlich passt. Nimmt der Nutzer dieses Angebot an, wird er flugs auf das neue Betriebssystem migriert – Katastrophen nicht ausgeschlossen.

Betrifft auch Domänen-Mitglieder

Die Dollerei, die von Microsoft betrieben wird, findet sich marketingmäßig im Satz "werden Windows-Benutzer, die auf nicht verwalteten, mit der Cloud verbundenen und mit der Domäne verbundenen Unternehmensgeräten arbeiten, Einladungsnachrichten über kostenlose Upgrades auf Windows 11 erhalten". Nutzer haben mich in einem Kommentar [im Diskussionsbereich, den ich aber zyklisch lösche und daher nicht verlinke] auf den Sachverhalt hingewiesen, der bei heise nochmals expressis verbis hier hervor gehoben wurde.

Selbst wenn ein Windows 10 Pro-System in einer Unternehmensumgebung läuft und in eine Domäne eingebunden ist, bekommt er ab April 2024 mit den Sicherheitsupdates das "Upgrade-Angebot", sofern die Updates nicht von einem Administrator (z.B. über WSUS) verwaltet werden. Man kann Gift drauf nehmen, dass sich da durchaus einige Katastrophen anbahnen. Nur Umgebungen, wo alle (potentiell betroffenen) Systeme verwaltet sind und der Administrator die Update-Freigabe übernimmt, bleiben von dieser Gängelung verschont.

Wie schreibt heise: "Ab dem April-Patchday 2024 sähen deshalb Windows-Nutzerinnen und -Nutzer auf Rechnern, die in einem Azure- respektive EntraID- sowie lokalem Active-Dirctory eingebunden seien ("cloud-domain joined and domain joined)" und nicht verwaltet würden, das Upgrade-Angebot.".

Die Redaktion interpretiert es wie meine Wenigkeit: Es ist ein Schlag ins Gesicht der IT-Dienstleister und Administratoren, die auf Windows 10 Pro oder die Workstation-Variante setzen, und die Systeme dann in ein Active Directory (lokal oder als EntraID in Azure) integrieren. Dort ist es essentiell, dass die Verantwortlichen festlegen, ob und wann ein Umstieg auf Windows 11 erfolgt. Es kann ja gute Gründe geben, bei denen sich ein Wechsel verbietet. Und Windows 10 ist ja noch bis Oktober 2025 im Support – zudem soll es ja einen erweiterten Support bis 2028 geben  (siehe Windows 10: Überraschung, es gibt ESU-Supportverlängerung; auch für Privatanwender). Also keine Eile mit der Umstellung notwendig.

Ich habe im Techcommunity-Beitrag auch nichts davon gelesen, dass es eine Richtlinie oder einen Registry-Eintrag geben soll, mit dem man dieses "Upgrade-Angebot auf Windows 11" blockieren kann.

Microsoft bleibt sich halt treu: Der Anwender wird mit Zwangsupgrades gegängelt, bis er begreift und auf ein anderes Produkt, ohne diese Microsoft-Gängelei wechselt.  In Teil I hatte ich das Bild vom Frosch im Wassertopf, der auf einer heißen Herdplatte steht, bemüht. Wann beginnt der Frosch mal zu strampeln und aus diesem Topf zu hüpfen? Aber insgeheim erwarte ich jetzt, dass der Frosch mir erklärt, dass ich daneben liege und das Wasser momentan doch so schön warm sei. Es wird ein Vergnügen, dem Experiment weiter zuzuschauen.

Artikelreihe
MS-Gängelung I: Zwangsupgrade auf neues Outlook
MS-Gängelung II: "Windows 11 Upgrade-Angebot" für Windows 10

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73 Antworten zu MS-Gängelung II: "Windows 11 Upgrade-Angebot" für Windows 10 (ab April 2024)

  1. Anonymous sagt:

    @Günter
    Was meinst du denn genau mit: Kurz / mittelfristig?
    ("wenn dieses Upgrade-Angebot auf Systemen gemacht wird, die mit Windows 11 nicht kompatibel oder kurz bis mittelfristig ungeeignet sind")

    Afaik ist ein System Windows 11 kompatibel oder nicht. (Wenn nicht, darf natürlich kein Upgrade Offer erscheinen).
    Und die SSE 4.2 Sache mit 24H2 sollte keinen Unterschied machen da Systeme ohne SSE 4.2 auch jetzt schon nicht Windows 11 kompatibel sind (nur kann man es z.Z noch mit Tricks umgehen)
    Ansonsten ob ich jetzt noch ein Windows 11 23H2 mit Support bis mindestens Novemver 2025 angeboten bekomme oder mit Windows 10 eh im Oktober 2025 mit dem Support Schluss ist, ist supporttschnisch doch auch egal. Vom Supportzeitraum aus gesehen ist der Breakeven mit 23H2 erreicht.

    • Günter Born sagt:

      Es gibt da zwei Implikationen, die mir im Kopf herum gehen: Noch funktionieren viele Rechner mit Windows 11 23H2 – aber mit 24H2 werden diese mit CPU-Implikationen ausfallen. Der Fail mit den Apps unter Windows 10 gibt einen Vorgeschmack. Zudem ist abzusehen, dass Maschinen, die noch formal mit Windows 11 von der Hardware kompatibel sind, in einigen Monaten oder ein, zwei Jahren Probleme bereiten, weil die Ressourcen (z.B. RAM) nicht mehr ausreichen oder es zwischen Windows 11 und der Anwendungssoftware kneift. Das sind ja i.d.R. die Gründe, warum die Leute im Unternehmensumfeld nicht einfach aus Jux und Dollerei umstellen.

      Du hasst das SSE 4.2 Thema angesprochen. Aber denke mal an den Ärger mit den Fehlfunktionen bei der Windows-Sicherheit / Defender, auf Grund von diversen CPU-Features, die gefordert sind. Der MS Teams-Client und weitere MS-Software werden künftig mit Sicherheit weitere Ressourcen (RAM) benötigen – und wie das mit CoPilot weiter geht, wird man sehen müssen. Es braucht keine Glaskugel, um zu erkennen, dass es kneifen wird.

      • Luzifer sagt:

        ************************************
        Noch funktionieren viele Rechner mit Windows 11 23H2 – aber mit 24H2 werden diese mit CPU-Implikationen ausfallen.
        ************************************
        Aber nicht offiziel soondern nur mit Tricks! Wer trickst trägt auch selbst das Risiko!
        Die die offiziell funktionieren haben auch kein Probleme mit 24H2 zu funktionieren.

        Ändert natürlich nix dran das MS ein Scheißladen ist.

        • Anonymous sagt:

          Wenn man auf Windows 11 23H2 gewechselt ist (ggf. mit Tricks) und dann 23H2 keinen Support mehr bekommt und man nicht mehr auf 24H2 upgraden kann, hat man eigentlich nichts verloren da Windows 10 dann auch schon keinen Support mehr hat.

  2. Gustav sagt:

    Zumindest für Win10Pro gibt es eine GPO:
    Als .reg:

    [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate]
    "ProductVersion"="Windows 10"
    "TargetReleaseVersion"=dword:00000001
    "TargetReleaseVersionInfo"="22H2"

    https://www.tenforums.com/tutorials/159624-how-specify-target-feature-update-version-windows-10-a.html

    • Gustav sagt:

      Ich weiß allerdings nicht, ob der Registry-Eintrag (per GPO oder von Hand)
      a) auch bei Home
      b) nach der aktuellen Ankündigung Microsofts überhaupt
      respektiert wird.

      Bei Pro tippe ich eher schon auf respektieren.

      • Tobo sagt:

        Guter Hinweis. Ob die GPO dann ab April noch wirkt werden wir sehen.

      • Daniel sagt:

        Ich tippe da mal eher auf nicht respektieren. Wenn Microsoft etwas durchdrücken will ist doch so ein Registry-Eintrag nur hinderlich. Es ist eine Frechheit da überhaupt zwischen Home und Pro bzw. Enterprise zu unterscheiden. Jeder PC-Besitzer bzw. -Nutzer hat selbst zu entscheiden ob Windows 11 drauf soll oder nicht. Und diese Methoden gab es ja damals schon wo auf Biegen und Brechen unbedingt Windows 10 auf jeden PC sollte.

        • Pau1 sagt:

          Früher hieß es, das home Versionen zuerst in den "Genuß" von Feature-Upgrades kommen.
          Erst wenn es da rund läuft kommen die Features für pro etc. Die Home User waren also unfreiwillige Beta-Tester.
          Das klemmt natürlich, wenn das bekiffte Marketing beschließt, dass alle 6 Monate neue Upgrades kommen müssen, ohne bei Sehnenden nachzufragen.
          Es gibt eine Theorie, das Unternehmen nur eine bestimmte Größe erreichen können und sich dann selbst vernichten.

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Einmal das,
      und natürlich ganz einfach im "BIOS", wenn man nicht BitLocker nutzt, ganz einfach das
      TPM (Trusted Platform Module) abschalten. ;)
      Schon herrscht Ruhe.

      • Luzifer sagt:

        BitLocker braucht nicht unbedingt TPM! Musst dann halt tief in die Trickkiste greifen ;-P
        Ist natürlich einfacher auf Bitlocker zu verzichten und Drittsoftware zu nutzen.

        • Mira Bellenbaum sagt:

          Mir ging es ja auch um eine einfache Lösung UND, dass man VORHER, also vor dem "Abschalten" von TPM im "BIOS" tunlichst darauf achten soll, MUSS,
          dass BitLocker deaktiviert ist.
          Wer richtig fit ist, kennt natürlich "Deine" Lösung.

      • Bernd Bachmann sagt:

        Ruhe herrscht dann leider nicht – ich habe trotzdem das „Angebot" zur Umstellung bekommen, obwohl bei meinem PC auch noch die CPU nicht unterstützt wird. Sinnigerweise schloss sich dem „Angebot" dann direkt die Mitteilung an, dass mein Rechner nicht Win11-kompatibel sei…

        Ich hoffe nur, dass MS sich an seine eigenen Inkompatibilitäts-Aussagen hält und mir nicht irgendwann ein Zwangsupdate verpasst.

  3. mw sagt:

    Das Upgrade kann über die Registry oder Gruppenrichtlinien blockiert werden.

  4. Anonymous sagt:

    Microsoft geht gar nicht mehr! Selber nutze ich Windows nur in VMs für spezielle Software. Windows 10 wird wohl meine letzte Version bleiben. Ich muss mich auch sehr über die EU-Wettbewerbskommision wundern. Bei XP wegen der Webrowser-Wahl kräftig etwas auf die Finger gegeben, und nun, trotz noch deutlich schlimmeren Vergehen, null Reaktion.

  5. Joerg sagt:

    Aktiver WSUS soll es wohl auch verhindern:
    https://www.heise.de/news/Microsoft-rudert-etwas-zurueck-WSUS-macht-Rechner-verwaltet-9643442.html

    Nur weil ein Gerät Mitglied einer Windows Domain ist, ist es noch lange nicht verwaltet, ich würde hier ggf. auch eine Prüfung auf SCCM / Intune Verwaltung durchführen – was einer Verwaltung schon näher kommt als die simple Domain-Mitgliedschaft

  6. Daniel A. sagt:

    Schön wäre ja zu wissen, was MS als "von Drittanbieterlösung verwaltet" ansieht bzw. wie sie das feststellen wollen. Bei uns wird keine WSUS verwendet, die Rechner sind aber natürlich in einer Domäne.
    Unsere Softwareverteilung hat auch ein Patchmanagement integriert (nicht nur für MS, sondern auch für Applikationspatches aller größeren/bekannten Hersteller). Die Installation erfolgt auf den Clients aber nicht mittels der Windows Update Funktion, daher sind per GPO automatische Updates komplett deaktiviert, sondern über den installierten Agent der Softwareverteilung. Funktioniert soweit super, nur bezweifle ich irgendwie, dass MS dieses Szenario als "verwaltete Umgebung" ansieht.

    • Günter Born sagt:

      Wir sind leider wieder im ungefähren – was ich auch im Artikel aufgegriffen habe.

      – Offiziell hat Microsoft nicht für erwähnenswert befunden, genau zu spezifizieren, wie man das "verwaltet" zu prüfen gedenkt.
      – Offiziell hat Microsoft es auch nicht für erwähnenswert befunden, den hier in den Kommentaren gezeigten Registrierungseintrag, mit dem man auf Windows 10 bleiben kann, anzugeben.

      Interpretiere ich als "es ist uns egal" oder "wir werden das nicht mehr berücksichtigen". Beides geht gar nicht und fällt in den Kontext "denn sie wissen nicht, was sie tun, aber sie zeigen, dass sie es einfach tun können" – und es wird noch durch die Nutzer goutiert – also alles richtig gemacht.

  7. Top sagt:

    Gerade frisch von den Kollegen bei Heise:
    https://heise.de/-9643442

    • Günter Born sagt:

      Das war im obigen Text aber berücksichtigt – der Kernartikel von heise hatte das erinnerungsmäßig auch nachgetragen. Rechner mit WSUS sind immer verwaltet – hat MS vermutlich ursprünglich vergessen, aufzuzählen. Am Sachverhalt ändert sich aber nichts.

  8. Mark Heitbrink sagt:

    Ich mache mich mal schnell unbeliebt … 3 – 2 – 1, los:
    Wer im Jahr 2024 immer noch ohne Deployment/Patchmanagement Software und dazu zählt auch der WSUS arbeitet, hat das Konzept einer Verwalteten administrierbaren Umgebung nicht verstanden.

    Wenn das Update nicht im WSUS ist, wird es nicht ankommen. So einfach ist das. Bis auf die paar Prozent der Firmen, die "nach BSI" die Settings der Registry (Administrativen Vorlagen) bei JEDEM!! Gruppenrichtlinien Prozess erzwingen. Das liegt in der Technik, das MS dann ein "clean all settings and reapply" macht. In dem Moment ist der Wupdate Dienst kurzfristig nicht konfiguriert und das Update kommt von MS, statt vom WSUS. Selber schuld.
    https://www.gruppenrichtlinien.de/artikel/registrierungsrichtlinien-auch-ohne-aenderung-uebernehmen-niemals

    Simples Fazit:
    WSUS oder 3rd Party ist Pflicht, mindestens seit 10 Jahren, fangt endlich an, eure Systeme zu administrieren. Macht euren Job. Proxy/Firewall auf dem Weg ins Internet für Firmen PCs, Tür zu für URLs mit denen man nicht reden möchte. Fertig die Laube.

    Ja, es ist Schei**e, was MS da treibt, aber es ist ja nicht so, als ob ihr es nicht selbst in der Hand hättet, aber dafür müsst ihr endlich mal selbst Verantwortung übernehmen und und aktiv werden.

    So. Jetzt dürft ihr auf mich einschlagen.

    • Günter Born sagt:

      Kein Grund "auf dich einzuschlagen" – aber wenn der einzelnen Windows 10-Rechner beim kleinen Handwerker oder beim Arzt/Therapeuten einen WSUS benötigt, läuft was falsch.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Das ist absolut richtig, was Du da schreibst, aber wie ich schon einige Male schrieb, kann man mit einer recht einfachen Einstellung im "BIOS" dem Sch… einen Riegel vorschieben. TPM deaktivieren und BitLocker, wenn so etwas benötigt wird, durch VeraCryp ersetzen.

    • Nordnavigator sagt:

      "WSUS oder 3rd Party ist Pflicht, mindestens seit 10 Jahren, fangt endlich an, eure Systeme zu administrieren. Macht euren Job"

      Hach seufz. Ja, so einfach ist die Welt, wenn man in einem größeren Unternehmen arbeitet, immer schön alle MS-Scheine macht und sich generell oft in Schulungsräumen aufhält.

      Die Praxis sieht, insbesondere bei kleinen Installationen, deutlich anders aus. Ein lokales AD kann schon in Mini-Umgebungen mit 2-3 Clients sehr sinnvoll sein, z. B. beim Einsatz eines zentralen Mailsystems (ich rede hier NICHT von Exchange – ja, da gibt es auch noch andere Lösungen!). Bei diesen Kleinunternehmen einen WSUS aufzusetzen, ist kontraproduktiv. Es gibt niemanden im Haus, der sich um jenen kümmert, und Externe dafür zu bezahlen, ist meistens ebenfalls nicht vermittelbar. Also lässt man die Standard-Updates eingeschaltet und gut ist. Absolut gängige und in meinen Augen gute Praxis.
      Insbesondere User in diesen Mini-Netzen haben aber garantiert so überhaupt keinen Nerv auf vollautomatische Versionswechsel. Zumal insbesondere bei der GUI mMn einiges an Produktivität verloren geht.
      Von meinen Kunden hat jedenfalls noch keiner gesagt "Oh yeah, Windows 11!". Eher "Naja, nützt ja wohl nichts".

      • naja - selbst so gewählt sagt:

        Wer bisher in derartigen Umgebungen sich schon gar nicht um Updates und deren Konfig gekümmert hat (und Usern die Kontrolle überlassen hat, was und wie lange sie ggf. updaten oder aussetzen), hat sich ja (warum auch immer) bewusst dafür entschieden…
        Insofern ändert sich an dem Zustand ja nix – man hat weiterhin nicht gemanagte Geräte.

        Nen WSUS aufzusetzen und zu betreuen, sollte das kleinste Problem sein falls man sich bei Mini-Umgebungen ein AD "gönnt"…

        • VolkerW sagt:

          Die Entscheidung zur Verwendung von AD und zum Verzicht auf WSUS als fahrlässig oder undurchdacht darzustellen, erscheint mir übertrieben. Es gibt auch Stimmen, die den Einsatz von Windows an sich als grob fahrlässig betrachten ;-)

          Die Einstellungen in
          [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate]
          hat Microsoft zu respektieren. Wenn da Windows 10 unter ProductVersion steht, dann ist das gemanagt genug.

          In den Kommentaren werden von Microsoftseite jetzt auch GP Grouppolicies (GP) erwähnt. Warum das nicht im Artikel selbst kommuniziert wird, ist unklar.
          https://techcommunity.microsoft.com/t5/windows-it-pro-blog/expanding-invitations-to-move-to-windows-11-to-more-people/bc-p/4072977/highlight/true#M6953

          "Hi all, just to be clear – this change will not impact any of you who manage Windows updates for your devices. This is true whether you are configuring any Windows Update policy via CSP or GP, using WSUS, leveraging the Graph API with Autopatch, etc."

          Solange Endgeräte von Herstellern im Businesssegment mit WindowsPro beworben und ausgeliefert werden können, obwohl Microsoft nur noch bei Enterprise etwas Zurückhaltung walten lässt, die ganze Sache verlogen. Zahlen Sie 300 EUR Aufschlag und Sie dürfen das Endgerät so betreiben, wie es früher auch bei Pro möglich war.

          Ob Microsoft schon überlegt hat, das Anlegen lokaler Accounts oder Gruppenrichtlinien nur noch der Enterprise-Edition zu erlauben? ;-)

      • Mark Heitbrink sagt:

        Gerade der angesprochenen Zielgruppe ist es total egal auf welchem OS sie unterwegs sind, Hauptsache die Wawi oder Praxissoftware läuft. Solange alles funktioniert, interessiert es keinen.

        Verlust von Produktivität? Für die 10 Minuten Anwendung des Updates, von denen 45 Minuten im Hintergrund gelaufen sind?
        Windows Taste + Suchbegriff funktioniert seit Windows 7. Kein Mensch braucht das Startmenü. Das hast du jedem Kunden in 30 Sekunden erklärt.

        Es gibt keine Win32 Software die unter 10 läuft und nicht unter 11. "Hersteller Support" ist nur ein Vorwand des Herstellers, seinen Job nicht machen zu müssen und seine Testzyklen klein zu halten.

        P.S.: jetzt schauen wir alle mal in die Registry eines Windows 10 22H2 oder 11 23H2
        HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion
        ProductName und ReleaseId

        P.P.S.: Ich verrate nicht, was da steht. es ist in beiden OS identisch.

        P.P.P.S: Ob die Leute jetzt umsteigen oder in einem Jahr macht keinen Unterschied. Es sind alles Systeme, die 11 können

  9. Luzifer sagt:

    TPM abschalten funktioniert ;-P Nix Zwangsbeglückung.

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Das ist richtig!
      Zu beachten ist aber, dass kein BitLocker verwendet wird!!!
      Ergo, vorher abschalten und wenn eine Verschlüsselung benötigt wird auf VeraCryp ausweichen.

  10. Martin B sagt:

    ja, kleine Kunden haben oft kein WSUS sondern nur ein paar GPOs. Das wird so lustig.

    Was für ein Unsinn, der Laden wird zunehmend unsympathischer.

    Hat Broadcom nicht ein OS im Angebot? Die sind viel kundenfreundlicher.

    • Daniel A. sagt:

      "Hat Broadcom nicht ein OS im Angebot? Die sind viel kundenunfreundlicher."

      Hab's mal für dich korrigiert ;-)

    • Roman sagt:

      Ja die machen sich mit VM-Ware grad viele neue Freunde ;-)

      • Pau1 sagt:

        sie schauen es sich bei den Großen und Erfolgreichen ab.
        Nur was gut ist wird kopiert.

        Die Zukunft ist Cloud und Miete.
        Früher gab's sogar die Hardware nur zur Miete.
        Das versucht man jetzt auch zu emulieren in dem intakte Hardware im Werte von Milliarden als wertlos definiert wird.

  11. 1ST1 sagt:

    Jetzt kommt gleich Schnappatmung, ich weiß, aber hier wird mal wieder heißer gessen als gekocht.

    Die Kompatiblität zu SSE4.2 ist in Windows 11 technisch eigentlich ein ganz alter Hut, wir reden da von CPUs aus dem Jahr 2008 und älter, heute 16 Jahre alt. Sechzehn Jahre, manch ein Mitleser hier ist vielleicht kaum älter. Wer so einen alten Rechner betreibt, weiß hoffentlich ganz genau was er tut und er wird das sicherlich weder mit Windows 10 noch mit Windows 11 tun, sondern eher noch ganz bewusst mit Windows XP, 7 und 8 oder Linux, dafür waren diese CPUs gemacht und fertig. Bei so alten Systemen gibts noch weitere Hürden, die schon einen Einsatz von Windows 10 verhindern, verändertes Treibermodell für Grafikkarten zum Beispiel. Diese SSE4.2 Sache ist hier tatsächlich mal eine echte Hardwarehürde, die sich nicht umgehen lässt, weil der Programmcode von Windows ab dem nächsten großen Featureupdate eben solche CPU-Befehle benutzen wird und die alten CPUs das nicht verstehen und dann stürzt Windows eben ab. Punkt, fertig, da gibts nichts weiter zu sagen. Da hätte Microsoft nicht mal was zu sagen müssen, weil wer Windows 11 auf so einem System installiert hat, hat sowieso schon als toller Hacker andere Beschränkungen aktiv umgangen und bewegt sich außerhalb des Supports. Aber bei einer 16 Jahre alten Büchse sollte man sich auch aus Performancegründen mal fragen, ob das noch sein muss, es sei denn er beabsichtigt in den Verein zur Erhaltung klassicher Computer e.V. einzutreten, ab grob dem 20ten Jahr betrachten wir Computer nämlich langsam als Systeme im Sinne des Vereinszwecks. Sinnvoll damit arbeiten, kann man machen, sofern man nicht damit die IT-Sicherheit von einem selbst und anderen (Spamschleuder, Bots) gefährdet, also weg vom Internet!

    Die zweite, schon länger bekannte Hürde, nämlich seit der Vorstellung von Windows 11, betrifft noch viel jüngere Systeme, TPM 2.0 und Intel/AMD-Prozessoren ab etwa 2018. Die zwischen 2008 und 2018 produzierten CPUs können allesamt SSE4.2 (außer vielleicht letzte Auswüchse an Atom-CPUs) und die werden auch trotz Umgehungen der TPM/CPU-Abfrage auch mit einem Windows 11 funktionieren, was SSE4.2 vorraussetzt. Also, wer mit so einem System aus den Jahren 2009 bis 2018 die Windows 11 Installation hinbekommen hat, wird auch weiter keine Probleme haben.

    Der eigentliche Skandal dieses Tages ist diese Aufforderung von MS zur Installation von Windows 11 auf unterstützten Systemen. Schnappatmung. Könnt ja sein, dass ich mit der leicht veränderten Bedienung nicht zurecht komme, weil das Startmenü anders aussieht, brauch ich da eine Schulung? Könnt ja noch Software da sein, die unter Windows 11 nicht mehr funktioniert aber unter 10 schon. Welche soll das denn sein? Der technische Unterbau (Kernel) von 10 und 11 ist weitestgehend gleich, Anfangs wurden uns von Microsoft neue Features für Windows 10 angekündigt und dann kam das Marketing und verkaufte uns das als Windows 11. Das Klickbunti oben drauf sieht etwas anders aus und hat anders aussehende "Bedienknöpfe", das sollte also Programme eher nicht beeindrucken. Ich hab privat noch zwei Programme aus Windows NT4 / Windows 95 zeit die ich mit mir rumschleppe, und die funktionieren seit 8 wieder fehlerfrei, unter XP, Vista und 7 sah das anders aus, aber die laufen aktuell einwandfrei unter 10 und 11. 10/11 ist also sogar kompatibler als XP, Vista und 7, dabei gelten manch einem XP und 7 inzwischen fast schon als "heilig".

    Ich kann Microsoft verstehen, irgendwann muss Schluss sein, alte Zöpfe abschneiden, jede weitere Betriebssystemversion die gepflegt werden muss, benötigt mehr Ressourcen. Daher ist eine weitestgehende Vereinheitlichung sinnvoll, das spart einerseits Kosten, andererseits, klar, es generiert auch wieder neue Einnahmen durch die neue Version, wobei das Nutzer von M365 Enterprise-Lizenzen ohnehin nicht juckt, bei denen ist der Umsteig schon abgedeckt. Um offfiziell Windows 11 einsetzen zu können, müssen die nur PCs jünger als 6 Jahre haben, das ist keine allzuhohe Hürde.

    Die SSE 4.2 Hürde verstehe ich, sofern sie tatsächlich mit Performance begründet werden kann, sonst würde ja jemand mit seinem AthlonXP oder Pentium 4 3.2GHz (ja die können schon 64 Bit) kommen und solange poltern bis Windows 11 in Zeitlupe drauf läuft , aber TPM ist nur eine künstliche Hürde, die Funktion (Bitlocker, DRM) braucht nicht jeder, ich an Microsofts Stelle würde Windows 11 für alle PCs freigeben, welche SSE4.2 können und mindestens 4GB RAM haben und das dann überall zur Installation anbieten, 2-3 mal nachfragen und dann ist es drauf oder Ruhe mit Aktzeptanz der Folgerisiken durch den Nutzer.

    Was hier beweint wird, ist das Aufpoppen auf "unverwalteten" Systemen, Pro kann auch von ambitionierten Heim-Usern im Einsatz sein. "Unverwaltet" schließt ja seit heute "WSUS" nicht mehr ein, hier hat MS nochmal nachgebessert. Verwaltete Umgebungen haben üblicherweise einen Admin, und wenn es nur ein Systemhaus ist, das man in Fällen von Problemen mal anrufen kann, ich gehe mal aus, dass alle die so eine Landschaft direkt in der Firma oder im Systemhaus betreuen, Windows 11 aus Sicherheitsgründen ohnehin schon auf dem Radar haben und ihre Nutzer/Kunden schon rechteítig informieren und zum Handeln (neuer PC) auffordern oder es tun. Viele dieser kleinen Umgebungen sind da sogar flinker und flexibler als Großunternehmen.

    Hier gehts wohl eher um die Kleinstunternehmen, Einzelkämpfer, die von IT keine Ahnung haben, die einfach nen PC am Router hängen haben und so ihre Angebote für Grabsteine erstellen oder ihre Buchhaltung von den Einnahmen auf dem Wochenmarkt eintippen. Oder auch Heimuser, nicht PC-affin, die das Ding einfach nur ein bisschen zum Spielen, Mails, Surfen und Steuerabrechnung benutzen. Und für die ist so ein Update auf 11 nicht das was sie im Blick haben. Bei vielen ist es auch schon einfach passiert, das das Ding jetzt mit 11 hoch kommt, na und, hauptsache es geht… Microsoft hat da in der Vergangenheit schon so einiges versucht, schwarzer Hintergrund zu Supportende, Zwangsupdate, Popups, irgendwas müssen sie machen, schließlich sind das auch Kunden, die man nicht fahrlässig in ein Sicherheitsdesaster (Ransomware, Bots) laufen lassen will und kann.

    Also, wozu aufregen?

    • Daniel sagt:

      "Also wozu aufregen?" Ganz einfach weil es übergriffig ist von Microsoft einfach zum Upgrade zu drängen. Ja es gibt gute Gründe eben nicht zu Windows 11 zu wechseln. Warum jemand das nicht möchte muss nicht begründet werden, fertig!

      Diese Frechheit das Microsoft-Konto zur Anmeldung zu erzwingen ist einer davon. Ob nun direkt bei der Neuinstallation oder "hinten rum" durch das neue Outlook was ja Mail und Kalender ersetzt ist dabei egal.

      • ARC4 (ehem. Michael) sagt:

        Wenn dein Auto Navi also über neue Updates informiert ist das auch übergriffig?

        Solang du nicht ständig damit belästigt wirst sondern alle paar Monate Mal eine Info bekommst, dass es da etwas Neues gäbe ist das noch lang kein Übergriff. Die Entscheidung und Verantwortung liegt da immer noch beim User, der Einladung zu folgen.

        Ich bin auch kein Fan von Microsoft Konto, aber niemand zwingt dich die Apps davon zu nutzen. Die kostenlose Lizenz ist halt auch userbasiert an dein MS Konto gebunden.
        Und wenn du dich beim Einrichten des Computers nicht mit einem MS Konto registrieren möchtest, dann wähle halt die Option dich an einer lokalen Domäne anmelden zu wollen.

      • McAlex777 sagt:

        >>"Also wozu aufregen?" Ganz einfach weil es übergriffig ist von Microsoft einfach zum Upgrade zu drängen. <<

        Aufregen nützt nichts mehr: reine Lebenszeit Verschwendung.
        Die "gute" Windows-Welt anno Windows7 ist vorbei.

        Wenn Du Dich Microsofts übergriffen nicht dauerhaft weiter ausliefern willst, bleibt der Wechsel auf bessere Alternativen: insbesondere im Privatumfeld.

        Linux Mint ist z.B. sehr Einsteigerfreundlich.

        Hat man sich einmal daran gewöhnt, ist das ein Segen:
        Wie Browser mit Werbeblockern.

        • 1ST1 sagt:

          Die "gute Windows 7 Zeit", ich konnte meine beiden alten Tools damals nicht auf 7 nutzen und hab sie in eine XP-VM eingesperrt. Microsoft hat das mit dem "XP kompatiblitätsmodus" was nichts anderes als eine frühe Form von Hyper-V war, sogar selbst empfohlen.

          7 war zwar nett, aber so gut war es auch nicht, vor allem nicht kompatibel genug. Ich fand dann vor allem 8.1 besser und von da wars für mich nicht weit nach 10 und 11. Und 10 wollten hier einige Protagonisten auch lange nicht haben, auch der Hausmeister nicht, und jetzt wollen sie 10 statt 11.

          • Günter Born sagt:

            Zu deinem "wollen" – dir ist aber schon der Begriff der "Qual der Wahl zwischen verschiedenen Übeln" und der Unterschied zum "wollen" geläufig? Frage für einen Freund.

          • McAlex777 sagt:

            Die "gute Windows 7 Zeit" bezog sich rein auf die Freiheit von:

            Anwender-Gängelei, Datenübergriffigkeiten, Abo/Clouddienste, und zunehmenden KI-Klassifikationen etc.

            • 1ST1 sagt:

              Ich fühle mich auch unter 10/11 nicht gegängelt, ich kann da immer noch alles installieren, was ich will, soweit es technisch geht (also 32/64-Bit Windows Software) und neuerdings sogar Linux-Software.

    • ARC4 (ehem. Michael) sagt:

      Abseits der ganzen Aufregung, Danke für die nüchterne Aufarbeitung des Ganzen.

      Ergänzend lässt sich noch sagen, wenn Anlagensteuerungen oder Spezialsoftware, die ein best. OS vorraussetzt, auf einem Windows 10 Pro laufen, wäre das sowieso auch das falsche OS/Produkt, die sollten dann auf einem LTSC laufen und werden auch nicht belästigt mit einem Windows 11 Upgrade, selbst wenn die nicht gemanaged sind.

    • Günter Born sagt:

      Zur Schnappatmung: Ich lese bei den "ist eh alles Windows 10"- Relativierungen – die ich ja gerne glauben mag – so Kommentare wie den hier. Ist halt die Praxis: Es sind diverse Teams an den Zweigen Windows 10 / Windows 11 aktiv – und ein Fehler, der in der einen Schiene gefixt wird, poppt im anderen Zweig möglicherweise in neuer Qualität auf.

      Mein Eindruck mit Blick von außen: Heutige IT-Admins haben deftig genug damit zu tun, die Software samt Betriebssystemen a) am laufen, b) sicher und c) aktuell zu halten – die brauchen mit Sicherheit keine Arbeitsbeschaffung durch Microsoft, die den Anwendern ungefragt ein Upgrade auf die Systeme kippen. Mag mich aber täuschen.

      Und wenn Microsoft im Sept. 2025 einen dezenten Hinweis zeigt, dass der Support für Windows 10 ausläuft, man aber die Möglichkeit habe, a) den Support gegen klingende Münze bis 2028 zu verlängern, oder b) auf Windows 11 zu aktualisieren, hätte das eine gänzlich andere Qualität – imho.

      • 1ST1 sagt:

        Wir hatten auch schon vor 20 Jahren viel zu tun, manches ist heute leichter, manches anspruchsvoller, das gibt sich nichts. Damals war manches einfacher zu überschauen, weil es weniger Abhängigkeiten und Vernetzung gab, dafür hatte man mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Damals war man sorgloser beim Thema "Sicherheit", aber die Welt hat sich da leider sehr verändert. Heute ist (fast) Sicherheit wichtiger als Funktion.

    • Luzifer sagt:

      @1ST1
      Nein hier geht es um User die sich bewusst für W10 entscheiden, den anders als unter W11 kann man Microsoft da bei der Schnüffelei noch richtig kastrieren!
      Und bezüglich deiner Aussage was W10 läuft, läuft auch W11: NEIN! Ich hab hier ne TV Karte und ne Soundkarte die läuft unter W10 noch unter W11 mangels Unterstützung nicht mehr!

      Wenn ich mich bewusst gegen W11 entscheide, dann hat MS das zu akzeptieren! Ich entscheide über mein Eigentum und nicht MS.
      Ein Upgrade gegen meinen Willen ist Computersabotage! Und Einzig was die schützt ist das ich mir gegen so einen Riesen den Klageweg nicht leisten kann. Sammelklage gibt es in D nun mal nicht.

      Jeder meiner Rechner (sowohl Privat als auch Geschäft) sind voll W11 fähig, kommt mir aber nicht auf mein Rig! Basta! Dank TPM kann ich das aber einfach verhindern: TPM deaktivieren und gut ist.
      (da hat MS mal einen richtig guten Zwang eingebaut ;-P )

      • 1ST1 sagt:

        Naja, dann musst du dich halt damit abfinden, dass du in 1,5 Jahren eben keine Updates mehr bekommst. Muss schon eine sehr spezielle Soundkarte sein, dass du auf die nicht verzichten magst. Für 99% der Anwendungen reicht heute doch eigentlich der Onboard-Sound und wo die Monitore per HDMI angeschlossen sind braucht man nicht mal diese. TV-Karten werden an Bedeutung verlieren, ja ich habe auch noch eine in einem Win10-PC im Einsatz, um den PC muss ich mir auch Gedanken machen, da geht langsam eine Ära zu Ende, benutze schon über 20 Jahre HTPCs im Wohnzimmer, das Thema wird aber in Zeiten von Onlinemediatheken usw. immer uninteressanter. Die MP3-Sammlung belegte früher eine riesige Festplatte und wurde per PC und analogem Chinchkabel an den Verstärker übertragen, heute liegt sie auf einem winzigen USB-Stick, denn der Hifi-Verstärker selbst abspielen kann.

        • Luzifer sagt:

          sorry, wenn man nur Brüllwürfelchen nutzt machst du mit Onboard Sound recht haben und Leute welche MP3 als geilen Musik Standard sehen evtl. auch. Alle die aber ordentlichen Sound wollen und auch die Ausgabegeräte dazu haben sehen das sicher anders.

          Und ja es geht da auch um den HTPC nur das ich den nach alter Definition meine und nicht diese Mediaböxchen und die auch nicht im Wohnzimmer am 60" Guckloch hängen habe sondern im richtigen Heimkino!

          Streamingdienste ebenso: was will ich mit solcher Crapware? Ich bau mir doch kein Heimkino auf um dieses dann mit gequirlter Kinderscheiße aka beschnittener Streamingkomprimierung zu befeuern!

          Was die 1,5 Jahe W10 angeht, ersten gibt es da noch die ESU Updates, zweitens wird W10 danach auch nicht einfach so faulig und wenn du auf Übergriffigkeiten stehst ist das dein Ding. Ich stehe da nicht drauf und wie man sieht genug W10 Nutzer ebensowenig.

          MS hat in meinem System nix rumzupfuschen so einfach ist das! Ich bin Herr über mein Rigs und entscheide nicht Microsoft.
          W11 kommt mir definitiv auf keins meiner PC, evtl. wird ja W12 wieder brauchbar (Was ich bezweifel) wenn man sich MS Top Flop anschaut ;-P

          W10 läuft hier jedenfalls noch ne ganze Weile!

    • Pau1 sagt:

      Meine Mikrowelle ist von 1980.
      3 Knöpfe und funktioniert einwandfrei.
      Ich habe nur die Grillfunktion vermisst.
      Und ich musste mir eine neue kaufen.
      Wann war meine Entscheidung.
      Natürlich.
      Die alte musste ich nicht entsorgen, zumal die Bedienung zig mal einfacher ist (Eine Bedienung ist missglückt, wenn man das Handbuch jedes Mal braucht)

      Ein PC ist erstmal nur ein Werkzeug.

    • Bernd Bachmann sagt:

      Alles richtig, was Du sagst.

      Also: Vier Wochen vor Support-Ende auf ebendieses und die Möglichkeit zum kostenlosen Wechsel auf den Nachfolger hinweisen. Einmal. Und insbesondere nie, niemals und unter keinen Umständen eine neue Version ohne explizites Einverständnis des Rechner-Besitzers aufspielen.

      Alles andere, Drängeleien, Zwangsbeglückungen usw. sind nicht akzeptabel.

  12. McAlex777 sagt:

    Bekommen wir bald auch wieder Retro-Feeling mit Vollbild Werbe-Fenstern zum Upgraden bei dem nur ein "OK" Button angeboten wird?

    @Microsoft – ich vermisse eure Kreativität bei der Anwender-Gängelei:
    Wie wär es mal das "X" um Fenster schließen auszublenden: wer Windows11 nicht will kann das Update per Taskmanager unterbinden!

  13. Stefan A. sagt:

    Wir setzten bei uns WSUS ein und können das dadurch mit den „Upgrade Updates" steuern.

    Ich bin gestern erst aus allen Wolken gefallen, als es unklar war, ob es Rechner am WSUS betrifft.

    Gleichzeitig habe ich mir die Frage gestellt, wie das z.B. mit „Produktions PCs" gehen soll, die kein Internet haben (nur WSUS).

    Na zum Glück hat sich das nun geklärt…

    • Anonymous sagt:

      Wenn die GPO sauber auf WSUS steht wird der ms server doch eh nicht abgefragt. Und wenn dann Internet nich komplett geblockt ist, wo soll das pöhse Upgrade herkommen.

    • Martin S. sagt:

      „Produktions PCs" ohne Internet können auch auf einem Alt-OS wie Windows XP bleiben, solange sichergestellt ist daß sie offline bleiben.

  14. Joachim sagt:

    Mama Mia, was lese ich seit 28. für Hasstiraden, weil eine Mitarbeiterin von MS in einem kleinen MS Blog einen winzigen Artikel verfasst hat, der so definitiv nicht wahr sein kann.
    Weder hat MS das offiziell gesagt, noch hat eine einzige Seite hinterfragt, ob MS tatsächlich in in einem Monat Usern einer Domäne die Wahl geben möchte, auf Win 11 upzugraden – an den Admins vorbei. es ist 100%ig klar, dass dies nicht passieren wird. Das kann sich auch MS nicht leisten. also wird der Artikel wohl etwas "Lost in Translation" sein, also irgendwas wird dir verkürzt wiedergegeben. Ich lebe meine Hand für Dinge ins Feuer: erstens das MS das nicht umsetzen wird, ohne Admins per GPO das unterdrücken zu lassen. wobei ich davon ausgehe, dass wir gar nichts tun müssen,. Und zweitens, dass Blogs wie dieses hier sich dann nicht dafür entschuldigen werden, Öl ins Feuer der verunsicherten Community gegossen zu haben, statt besonnen und seriös zuerst Mal die Antwort von MS abzuwarten. Diese Berufsempörung ist sehr schade, denn Borncity war und ist noch immer ein Ort der guten Information. Ich hatte mich schon gefreut, dass hier nicht auf den Zug zu diesem Thema aufgesprungen wird – leider dann doch.
    Es gäbe ja genug Negatives von MS, worüber man tatsächlich sachlich schreiben könnte: verstecken von Security hinter Abos, viel zu lasche Standard-Security in MS Produkten, Unsicherheit der Daten in der EU gehenüber US Gesetzen usw.

    • Günter Born sagt:

      Nun, warten wir es einfach ab. Aus der Retroperspektive traue ich MS alles zu – ob es lost in translation ist, wenn jemand expressis verbis schreibt, dass "non-managed cloud-domain joined and domain joined business devices will see invitation messages about free upgrades to Windows 11." sollte sich jeder selbst beantworten.

      Nehme ich mal deine Aussagen für bare Münze, kann ich noch ein Fass aufmachen. Der Post ist im IT-Blog der Techcommunity erschienen – da sollten die IT-Profis schon erwarten dürfen, dass da nicht eine Mitarbeiterin von MS [frei drehend] in einem kleinen MS Blog "einen winzigen Artikel verfassen kann, der so definitiv nicht wahr sein kann." Dann das würde implizieren, dass MS den Laden definitiv nicht im Griff hat.

      Der Original-Artikel ist am 28. Feb. erschienen, hatte den Makel, dass WSUS definitiv vergessen wurde und hat daher eine Menge geharnischte Kommentare von IT-Admins bekommen. Führte dazu, dass der Artikel ergänzt wurde. Am heutigen 1. März 2024 hat Aria Carley, ihres Zeichen Program Manager in diesem Bereich geantwortet.

      Hi all, just to be clear – this change will not impact any of you who manage Windows updates for your devices. This is true whether you are configuring any Windows Update policy via CSP or GP, using WSUS, leveraging the Graph API with Autopatch, etc.

      aka – the only users who will see this are the users who are already being offered Windows 11. If you are already managing whether or not Windows 11 is offered to your devices, then there is no change to you. However, I would recommend you start planning your Win 11 deployment ASAP. :)

      Ich interpretiere ihren Post so, dass man per GPO das Upgrade sperren kann. Aber die Kommunikation ist imho unter aller Sau, egal, wie man es dreht – einmal mit Profis arbeiten.

      Und wenn ich schon mal Erbsen zähle: Das Groß der Leute, die sich zum Thema in dieser oder jener Richtung echauffieren, wird schlicht nicht tangiert sein. Warum? Ich postuliere, dass die mit Windows 10 Enterprise unterwegs sein dürften – ergo nicht tangiert sind. Aber es ist schon arg übergriffig und imho dem Marketing geschuldet, ein Windows 10 Pro mal eben mit einem "Upgrade-Angebot" zu beaufschlagen. Und was ich auch nicht thematisiert habe: Man möge sich bitte den geplanten Upgrade-Bildschirm ansehen und die Option "bei Windows 10 bleiben" in dieser Seite suchen. Ein Schelm, wer böses bei denkt.

      • Joachim sagt:

        Es gibt bereits eine Antwort in diesem Blog von MS: sie sind bereits zurückgerudert. Aber das haben Sie auch gerade entdeckt :) Die Erstellerin des Ursprungspost hat sicher gerade die schlimmste Zeit ihre Lebens für einen schlecht geschriebenen Blogeintrag.

        Worum es mir hier ging: wie sind die alten Hasen (bin 51). Wir sind die, die ihre Nerven behalten müssen wenn was passiert. Die mal nachdenken: kann das wirklich so sein, oder hat sich da grad ein Mensch zu wenig Gedanken gemacht (oder übersetzt) und etwas so formuliert, dass es einfach nicht sein kann?

        Diese Einstellung unterscheidet den IT-Profi vom Anfänger: als ich heute ins Büro gekommen bin, wurde ich mit "Hast Du schon gelesen? MS ist wahnsinnig geworden…" begrüßt. Ja, hatte ich gestern gelesen. Und geantwortet, dass MS das NIEMALS so umsetzen wird. Kann einfach nicht sein. Und auf Borncity verwiesen, dass es dort verdächtig ruhig ist. Leider lag ich da falsch ;)

        Wir sehen zwar woanders (siehe VMware/Broadcom oder Apple) wie Firmen tatsächlich am Rad drehen können, aber nicht aus heiterem Himmel. Bei VMWare stand aber schon viele Jahre im Raum, dass die auf Abo gehen. Die Übernahme von Broadcom war imho nur der Zeitpunkt, auf den sie gewartet haben.

        Sonst bin ich auf Ihrer Seite: MS nimmt sich viel zu viel heraus in den letzten Jahren und wir kommen mit GPOs nicht nach, den Schwachsinn wieder abzudrehen. Gleichzeitig drehe ich gefühlt jede zweite Woche mehr Sicherheitsfeatures auf, die ich als Profi auch nicht kannte (bin aber auch kein Security-Experte), die MS aber aufzeigen könnte. Das Exchange Healthchecker Skript ist da z.B. ein gutes Beispiel. (wobei das imho automatisch einmal im Monat laufen sollte, mit Email an die Adminadresse, die man beim Installieren von Exchange dafür eingeben musste.)

        Nur bei den offensichtlichen Nieten sollten wir alten Hasen uns zurücklehnen und sagen (bzw. Sie schreiben): "Durchatmen und abwarten. Wird so nicht passieren."
        Damit würden Sie sich und Ihrem Blog den Mantel des weisen alten Mannes umhängen – eine Oase in all dem Sensations-Clickbait, der immer mehr zunimmt.

        Ich lese aber trotzdem gerne Ihr Blog. Es ist eines der besten, im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich das beste Blog und sicher das beste Ein-Mann-Blog :)

        • Joachim sagt:

          PS: "Ich interpretiere ihren Post so, dass man per GPO das Upgrade sperren kann. Aber die Kommunikation ist imho unter aller Sau, egal, wie man es dreht – einmal mit Profis arbeiten." -> Ich habe nur gemeint, FALLS es wirklich so kommt wie geschrieben, dann sicher mit Möglichkeiten über GPO.
          Kommt aber eh nicht laut Aria Carley, da man ja irgendwie Updates verteilt (wir mit WSUS) – und wenn eine Firma tatsächlich die User Updates managen lässt, dann haben die wohl nichts dagegen, dass die auch selbständig auf Windows 11 upgraden.

          Für uns kommt Win 11 derzeit nicht Frage, da es einfach zu viele Probleme macht (vor allem mit/nach Updates).
          Aber wir haben erst letzte Woche einen Fahrplan erstellt, wann was passieren muss, um mit Oktober 2025 mit allem fertig zu sein. Irgendwann muss man dann halt doch. War aber mit Server 2022 nicht anders: anfangs ziemliche Probleme, seit ca 6 Monaten ist jeder neue Server 2022 und es gibt keine Probleme mehr.

          • 1ST1 sagt:

            Win 11 macht eigentlich schon länger keine Probleme. Vielfach ließt man auch noch von Problemen mit Windows 10. Bis auf die WinRE-Sache, die immer noch nicht gelöst ist, gab es in meinem Umfeld schon seit Jahren keine mehr.

        • 1ST1 sagt:

          Daumen hoch, genau so ist es! Wir haben schon so viele Windows-Versionen und komische Aktionen seitens Microsoft und anderer Hersteller "überlebt", eigentlich kann uns doch nichts mehr schocken. Darüber berichten, es nüchtern analysieren und bewerten, abwägen, und Gelassenheit dabei bewahren. Wenn ich mich aktuell in der Welt umsehe, haben wir doch ganz andere wirkliche Probleme an der Backe als das.

      • 1ST1 sagt:

        Was ist denn daran so schlimm, dass ein PC, der dazu fähig ist, auf die neueste Version aktualisiert wird? Wirklich! Wenn der Hersteller eurer Autos auf euch zu kommen würde und euch sagen würde, ihr bekommt gratis neue Sitzbezüge, der Lack wird aufgefrischt, die analogen Instrumente im Cockpit werden gegen disgitale Display-Anzeigen ausgetauscht, und das alles gratis, ja wer würde sich denn dagegen wehren!?

        • Günter Born sagt:

          Zu deinem Autovergleich, der hinkt: Ich mag vielleicht ein komischer Kautz sein, aber wenn der Hersteller um die Ecke käme und meint "ich tausche deine Sitzbezüge aus", wäre meine erste Reaktion "Moment, schaue ich mir mal an …. die Bezüge sind noch top und gefallen mir so, wie sie sind". Da wäre meine zweite Reaktion "Du hast wohl ein Rad ab, alleine der Umweltaspekt, geht gar nicht. Troll dich, aber schnell!".

          Beim Lack gäbe es die gleiche Reaktion – es sei denn da wären große Schäden wie ablösende Deckschicht zu verzeichnen. Aber am Ende des Tages wäre es immer noch das gleiche Auto!

          Und bei den analogen Instrumenten im Cockpit im Austausch mit einem digitalen Display wäre meine Reaktion "Kuck, dass Du vom Hof kommst, aber schnell". Ich schaue mir nur so am Rande an, wo uns die Automobiltechnik die letzten 30 Jahre hin geführt hat. Ja, es gibt Verbesserungen und wir leben nicht mehr in den 90er Jahren, wo die "besten Autos" in Bezug auf Reparaturmöglichkeiten, Langlebigkeit und Haptik in der Bedienung gebaut worden.

          Schaut man sich das in aktuellen Fahrzeugen an, ist das vielfach ein No-Go für große Nutzergruppen. In meinen Augen entwickeln die PKW-Hersteller seit Jahren am Bedarf vorbei, weil das Marketing meint, über diese Schiene bei Zielgruppen punkten zu können. Ich brauche keine Technik, die mir ein Benutzerkonto beim Hersteller aufzwingt, mich nötigt, ein Bedienhandbuch mit zig Seiten durchzulesen, um eine Funktion verstehen, bedienen oder abschalten zu können, und so weiter.

          Gerade noch beim Sport den Fall erzählt bekommen: "Eltern, grad in Ruhestand gegangen, haben vom Sohn den neuesten Daimler ausgeliehen bekommen, weil der Sohn mit dem Ding nicht in Urlaub fahren konnte – er brauchte Auto vom Vadder, um den Klump unterbringen zu können. O-Ton der Hausdame 'das Auto überfordert uns total, selbst mein Mann, der ein absoluter Computer-Freak ist, kommt nicht mehr klar'." Was läuft da falsch? Wird sind offenbar nicht mehr zu diesen Dingen kompatibel. Schluss: "Wir müssen die Menschen ändern …" – mit Sicherheit (nicht).

          Und bei deinem Vergleich der hinkt: Es wäre das Angebot "Du, das Auto, was Du fährst, gefällt dir noch gut, ist noch top, aber ich hätte da ein neues Wägelchen, das willst Du doch sicherlich. Du brauchst nur mit dem Finger zu zucken, wird machen das schon. Für den undenkbaren Fall, dass Du das nicht willst, es gibt irgendwo an der Seite, ganz unten, beim Bodenblech, eine Stelle. Wenn Du da leicht von rechts nach links im Winkel von 33 Grad drüber streichelst, interpretieren wir dies so, dass Du das neue Auto mit dieser tollen Digitaltechnik und Vollüberwachung wirklich nicht willst und zu den ewig Gestrigen gehörst." Vor Schreck mit dem Finger gezuckt und das alte Auto war weg, es stand eine neue Karre auf dem Hof, wo es hinten und vorne hakt.

          Zurück zum Original-Thema: Ich bin zwar 30 Jahre aus dem letzten Job raus, schaue den Leuten aber weiterhin "auf die Finger und auf's Maul", wie Luther es ausgedrückt hätte. Und ich habe immer noch plastisch die Erfahrungen aus meinen letzten Angestellten-Job vor Augen, wo ich prozessnahe Digitalisierungstechnik mit meiner Entwicklergruppe gemacht habe. Als ausgebildete Ingenieur mit einigen Semestern nebenberufliches Zusatz-Informatikstudium hing ich zwischen den damaligen Informatikern und der Ingenieurtechnik.

          Seinerzeit habe ich wie ein Rohrspatz geflucht, weil ich gefühlt "immer die Scheiß-Projekte bekam oder was richten musste, was von den Informatikern verbeutelt wurde". Später ist mir im Rückblick klar geworden, dass man mir oft die Feuerwehr-Jobs aufgedrückt hat, um verunglückte Projekte zu retten.

          Prägende Erfahrung aus dieser Zeit: Die ITler waren oft Lichtjahre von dem entfernt, was Anwender brauchten und wollten. Verstanden hat eh keiner, was die ITler da machten, und die Projekte kamen nie in Time und in Spec – "das und das ändert sich, dafür geht das und das nicht, aber hey, wir haben die Anordnung der Optionen geändert und alles farblich frisch angepinselt, muss euch doch gefallen". Ich bin an der Stelle vorsichtig, aber meiner Beobachtung nach deutet vieles darauf hin, dass sich nicht wirklich viel bezgl. des Spannungsfelds "hier IT in ihrem Elfenbeinturm mit Luftschlössern", "dort Anwender, die einfach nur mit solider IT-Unterstützung ihre Arbeit erledigen und möglichst wenig Störung dabei möchten" geändert hat.

          Ist jetzt ziemlich krass umschrieben – aber durch meinen Berufsweg kenne ich sowohl die Denke klassischer Ingenieurtechnik als auch die der Informatiker. Die Denke der Ingenieure "Form follows Funktion" und baue ein Produkt, was funktional und wirtschaftlich ist und was der Kunde will/braucht, liegt mir halt immer noch näher als die Denke der Informatiker "wir haben da ein neues Tool, was das für potentielle Möglichkeiten bietet, man müsste doch mal … die Leute können doch nicht anders, als uns zu lieben – komm, lass uns die Welt zwangsbeglücken, und wenn es schief läuft, machen wir es halt neu oder schieben ein Update raus". Wobei ich im IT-Bereich durchaus die "Ausnahme von der Regel" sehe, aber sehr oft das Gefühl habe, im falschen Film zu sein, wenn von "Zwangsbeglückung" geträumt wird.

          • Taucher sagt:

            Autos sind eine gute Analogie.

            Der VW Golf und T-Roc ist ein Beispiel für diese Fehlplanung.
            2011 hatte der Golf Plus analoge Instrumente für Geschwindigkeit und
            Drehzahl und dazwischen ein digitales Display für verschiedene Anzeigen wie
            Durchschnittsverbrauch, aktueller Verbrauch, Pfeildiagramme für das Navi und
            Tasten im Lenkrad und rund um das Radio+Navi. Gut, das Navi war … pffffhhh.

            Alle Tasten waren blind ertastbar, gewölbt und mit festem Druckpunkt. Drehregler/-wähler mit Rasterung gab es auch. Man konnte alles abtasten ohne etwas auszulösen.

            Navi zurücksetzen geht blind, voreingestellte Ziele auswählen geht auch
            blind. Geschwindigkeitsautomatik aktivieren und eine neue Geschwindigkeit
            einstellen geht auch blind.

            In neueren Golf-Modellen und im T-Roc gibt es nur flache Tasten und
            Touchscreen, aber nicht in matt. Die Tasten im Lenkrad kann man nicht blind
            ertasten und der Druckpunkt ist schwach/leicht.

            Man muss also hinschauen um zB die Geschwindigkeitsautomatik zu aktivieren.

            Das Navi kann man nicht blind bedienen, weil es nur Touchscreen gibt. Der
            lokale Autohändler konnte es auch nicht nicht bedienen. Beispiel: Löschen
            eines falsch eingegebenen Ziels muss über ein lokales Popupü-Menü in der Karte
            ausgelöst werden. Aktivieren muss man das durch geeigneten Druck auf den
            Zielstern (*). Die Beschriftung der Tasten ist auch nicht intuitiv.

            Und in den ganz neuen Modellen muss man Over-the-Air Updates akzeptieren und ein Benutzerkonto beim Hersteller haben.

            Analog zum Verhalten von MS, bekam man nur hochnäsige Bemerkungen, wenn man auf die Sicherheits-/Bedienbarkeitsproblematik der nicht blind erfühlbaren Tasten hinweist.

            Mittlerweile hat ein VW Vorstand wohl zugegeben, dass man echte Tasten wieder einführen will, da "einige Kunden darin wohl ein Sicherheitsproblem sehen".

            > "von rechts nach links im Winkel von 33 Grad drüber streichelst, …"

            > "Lichtjahre von dem entfernt, was Anwender brauchten"

            Da ist wohl eine freidehende Desingertruppe aktiv.

            Wenn nicht die unerschütterliche Arroganz und Unbelehrbarkeit wäre, könnte man das als interessante Experiment abtuen.

            Das TPM zu deaktivieren war wohl eine sehr vorausschauende Aktion.

        • Luzifer sagt:

          NA wenn da der Autohersteller meine Klassiker verunstalten wollen würde … dem würde ich meine beiden Hunde auf den Arsch hetzen und die Büchse aus dem Waffenschrank holen ;-P da kannst du deinen Arsch drauf verwetten!

          Der Dodge Challenger hat bereits Oldtimer Status und der Charger bekommt den in ein paar Jahren!
          Schlechter Lack? Hast du Nachts Alpträume oder kiffst du?

          Das wäre absolut ungesund für den Autoverkäufer würde der Hand an meine "Babys" legen.

          Wenn meine Autos respektive meine PC nen "upgrade" brauchen dann entscheide ich das und nur ich!

          Nicht falsch verstehen mein Haus ist komplett smart, so smart das sogar Musik und Licht per beacon mir von Zimmer zu Zimmer folgen… Sprachsteuerung sowieso.
          Ich bin also nicht im Gestern stehen geblieben.
          Aber auch da ist die Hardware gezielt von mir ausgewählt und keine billige IoT Scheiße die nach China telefoniert sondern alles inHouse mit ordenlichem Bussystem verkabelt, auf den eigenen Servern läuft und auch da bleibt!
          Ich bin der Herr über meine Gerätschaften, habe ich das schon erwähnt?

          • Luzifer sagt:

            /Edit/

            Microsoft darf mir gerne e-i-n-m-a-l-i-g nen Angebot unterbreiten, hat dann meine Entscheidung aber zu akzeptieren!

            Vertreter/Zeugen Jehovas usw. die mein Nein nicht verstehen, lernen das sehr schnell zu verstehn! Schade das MS da keine "Hausbesuche" macht…

        • Bernd Bachmann sagt:

          Ich.

  15. Micha sagt:

    Mit meinem AMD Phenom II X4 965 wird sich voraussichtlich auch mit Windows 11 24H2 nichts an der Funktion ändern. Die CPU unterstützt SSE4a.

    Auf 10 zurückwechseln ist auch keine Option. Das hat sein Support ende noch vor Windows 11 23H2.

    Windows 11 23H2 erreicht sein Support ende am 11. Nov. 2025.
    Windows 10 22H2 erreicht sein Support ende am 14. Okt. 2025

    • Luzifer sagt:

      Nur das es für W10 22H2 noch ESU Support gibt, also W10 länger supportet wird als W11 23H2
      ;-P

      • Micha sagt:

        Dann müsste ich mit Halblegalen Methoden wieder einen auf Windows POSReady 2009 machen.
        Ich habe eigentlich keine Lust dazu.

        Andererseits möchte ich auch den Voll Funktionsfähigen Phenom II basierten PC noch nicht in Rente schicken. Mit einer AMD RX480 8GB und 16GB DDR4 1600MHz RAM.

        Da läuft ja mit niedrigen Einstellungen sogar Diablo IV drauf, seitdem der RAM auf 16GB aufgerüstet wurde. Und zwar ohne die viel gefürchteten abstürzte die viele Leute auf modernen PCs melden.

        Einzig große Städte wie Kyovashad ruckeln. Als Zweit PC am Wochenende durchaus ausreichend. In ausengebieten ist alles gut Spielbar.

      • Micha sagt:

        Einen auf Windows XP machen habe ich eigentlich nicht mehr vor. Das Installieren von POSReady 2009 Updates hatte damals nie zu Problemen geführt.

        Den AMD Phenom II 965 in Rente zu schicken habe ich allerdings auch nicht vor. Mit 16GB 1600MHz DDR4 RAM und einer AMD RX480 8GB.

        Auf dem alten PC läuft seit der RAM auf 16GB aufgerüstet wurde, Diablo IV auf niedrigen Einstellungen. Ohne die viel diskutierten Abstürze des Clients.

        Die einzigen Stellen wo es zu rucklern kommt sind große Städte wie Kyovashad oder Gea Kul. Außengebiete laufen ohne Probleme.

        Für ein paar stunden Spielen am Wochenende durchaus ausreichend.

  16. Sonne sagt:

    Na ja ich bin aufgrund der vielen Windows 11 Abstürze wieder zurück zum alten Board mit Windows 10 durch Retailversion kann die Hardware zu jeder Zeit gedowngradet werden. Da das ältere Board nur Efi kein Uefi ohneTpm hat, weiß Microsoft das der Umstieg auf 11 eh auf dem alten Board nicht geht und blendet mir dann keine Zwangsangebote mehr auf. Anders wäre es bei meinem neuen msi b550, das ich jetzt gegen ein GigabyteAm3+ getauscht habe und deshalb solche Zwangsangebote wegen Windows 11 Inkompatiblität gar nicht erhalte trotzdem guter 8 Kerer und 16 gb Ram und keine Abstürze mehr ohne uefi und mit efi und mbr und neuer Letpaste mx4

    • Micha sagt:

      Gerade bei Ryzen 5000 gab es häufig Probleme mit dem CPU Cache. (whea-logger 18 cache hierarchy error.) Sofern die AM4 CPU noch bei dir rumliegt, schicke sie zur Technischen Prüfung.

      AMD leistet danach umgehend Ersatz, sofern sie defekt war. Die Portokosten für das in die Niederlande schicken übernehmen sie außerdem.

      Um einen RMA Account zu erstellen muss allerdings ein Firmenname bei der Accounterstellung angegeben werden. Ich habe da reingeschrieben "Ich habe keine Firma".

      Anschließend muss sich neu eingeloggt werden, um die RMA zu starten. Es wird außerdem ein Foto des einzuschickenden Teils und die Rechnung benötigt.

  17. P.Rei sagt:

    BornCity, war bis vor 2020, einfach Super.
    Doch 2024 Arbeiten sie auch nur noch Microsoft, in die Hände, so eine wirkliche HILFE, ist sie, für die Windows 11 Genötigten Privaten Anwwender Laien, nicht mehr.
    Es ist auch kein Trost, das alle anderen IT Helferlein, das selbe tun.
    Trotz alle dem, danke BornSity.
    Wir sind alle, zu Abhängig, von Microsoft Redmond USA Globaler Gängelung.

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