Windows 10: Preise für Extended Security Updates bekannt gegeben

Windows[English]Microsoft hat ja bereits verlauten lassen, dass es ein ESU-Programm (Extended Security Updates Program) für das am 14. Oktober 2025 aus dem Support fallende Windows 10 geben soll. Sogar Privatleute sollen sich so erweiterte Sicherheits-Updates für ihre Windows 10-Installationen kaufen können. Bisher war aber unklar, was diese ESU-Verlängerung, die auf jährlicher Basis abzuschließen ist, kostet. Nun hat Microsoft erstmals Preise für ESU-Lizenzen zur Supportverlängerung genannt, die bei 61 US-Dollar im ersten Jahr starten.


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Windows 10 Supportende

Am 14. Oktober 2025 bekommt Windows 10 22H2 letztmalig ein Sicherheitsupdate. Damit endet die von Microsoft gewährte Unterstützung für Windows 10 (Home, Pro, Enterprise, Education). Das Datum war bereits seit längerer Zeit so kommuniziert. Das bedeutet grob ausgedrückt, dass Privatleute und Firmen bis Ende Oktober 2025 eine irgendwie geartete Nachfolgelösung benötigen. Denn ab November 2025 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Microsoft sieht dort folgende Optionen vor:

  • Ein vorhandenes System mit Windows 10 auf Windows 11 aktualisieren – was aber eine kompatible Maschine und den Wunsch zu wechseln bedingt.
  • Einen neuen Rechner mit Windows 11 zu kaufen, was Millionen an sonst noch funktionsfähigen Systemen zu Elektroschrott verwandelt – keine schöne Option.
  • In die Cloud, hin zu Windows 365 zu migrieren, was ein Abonnement erfordert und höchstens für einige wenige Einsatzfälle überhaupt eine Lösung darstellt.

Die für eine Menge Leute bessere Lösung besteht daher darin, entweder komplett von Windows weg zu gehen (macOS, ChromeOS oder Linux sind alternative Betriebssysteme), oder einfach auf Windows 10 zu bleiben und sich Sicherheitsupdates "zu gönnen". Denn Sicherheitsupdates für Windows 10 21H2 wird es bis 2032 geben (weil Microsoft noch LTSC-Systeme supporten muss).

Windows 10 ESU: Die Preise und Konditionen

Da Firmen durchaus mehr Zeit benötigen, um auf eine Nachfolgelösung (von Microsoft wird Windows 11 präferiert) einzuführen, hat Microsoft auch für Windows 10 ein Programm für sogenannte Extended Security Updates (ESU) angekündigt. Das gab es bereits für Windows 7 und soll für Windows 10 erstmals auch privaten Nutzern offen stehen. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10: Überraschung, es gibt ESU-Supportverlängerung; auch für Privatanwender über diesen Sachverhalt berichtet.

Windows 10 ESU details

Nun hat Microsoft am 2. April 2024 in einem Techcommunity-Beitrag When to use Windows 10 Extended Security Updates mehr Details zu seinem Windows 10 Extended Security Updates-Program (ESU) veröffentlicht. Zum Supportende, am 14. Oktober 2025 haben Windows 10-Nutzer die Möglichkeit, jährlich eine ESU-Lizenz zu buchen.

  • Im ersten Jahr soll die ESU-Verlängerung 61 US-Dollar pro Gerät kosten. Microsoft bezeichnet dies als Basislizenz und gibt an, dass der Preis ähnlich wie bei Windows 7 ESU für das erste Jahr sei.
  • Erste ESU-Lizenzen sollen sich bereits ab Oktober 2024, also ein Jahr vor dem Ende des Supports, erwerben lassen. Die ESU-Lizenz läuft dann aber erst Oktober 2025 für ein Jahr bis Oktober 2026.
  • Die ESU-Lizenz kann für drei Jahre, also bis zum Oktober 2028 erworben werden. Der Preis für die ESU-Lizenz der Folgejahre verdoppelt sich jedes weitere Jahr. Wer erst im zweiten Jahr eine ESU-Lizenz bucht, muss auch das erste Jahr zahlen.

Mit dem ESU-Programm wird, laut Microsoft, der technische Support für Windows 10 nicht erweitert. Der technische Support beschränkt sich ab Oktober 2025 auf die Aktivierung der ESU-Lizenzen, die Installation der monatlichen ESU-Updates und die Behebung von Problemen, die möglicherweise durch ein Update selbst verursacht wurden. Unter uns gesagt: Faktisch ändert sich da nichts, da Microsoft bisher auch nicht wirklich bei Bugs in Windows 10 reagiert und diese Version höchstens durch Backports von Windows 11-Features verschlimmbessert hat.

Wie man ESU bekommt

Bedeckt hält sich Microsoft bezüglich Quellen, wo die ESU-Supportverlängerung erworben werden kann. Ich tippe darauf, dass dies über Partner geschehen soll. Zum ESU-Programm für Privatanwender, was es auch geben soll, verliert Microsoft da noch kein Wort (der Techcommunity-Beitrag richtet sich an Business-Anwender).

Im betreffenden Techcommunity-Artikel gibt Microsoft noch an, auf welche Arten die Nutzer die ESU-Supportverlängerung beziehen können. Die klassische Variante (als  5-mal-5-Aktivierungsmethode bezeichnet) dürfte für die meisten Nutzer in Betracht kommen. Dort muss ein Aktivierungsschlüssel erworben und heruntergeladen werden. Dann ist dieser ESU-Aktivierungskey auf dem gewünschten Windows 10-System einzutragen. Microsoft gibt an, dass man die ESU-Keys u. a. über Skripting oder das Volume Activation Management Tool (VAMT) verwalten könne. Endanwender können den ESU-Key direkt in der Aktivierungsseite für den Windows Produktschlüssel eingeben, um weiterhin Sicherheitsupdates für ein Jahr zu bekommen.


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Es gibt aber weitere Varianten, u.a. eine Cloud-basierende Variante zur Verwaltung der ESU-Keys und der Sicherheitsupdates. Administratoren in Unternehmen können auch lokale Verwaltungstools wie Windows Server Update Services (WSUS) mit Configuration Manager verwenden, um die Updates herunterzuladen und auf Ihre Windows 10-Geräte anzuwenden. Ich gehe davon aus, dass die Update auch über Windows Update auf Einzelmaschinen bezogen werden können.

Es gibt "Höflichkeitsbenachrichtungen"

Ich packe es mal mit in meinen Blog-Beitrag hier rein. Blog-Leser Benny hat mich Ende März 2024 in diesem Kommentar darauf hingewiesen, dass Microsoft sich eine Besonderheit zum Supportende von Windows 10 ausgedacht hat und zitierte folgendes:

Wenn Ihr PC nicht für ein Upgrade auf Windows 11 berechtigt ist, können Sie ab 2024 eine Höflichkeitsbenachrichtigung auf Ihrem PC erwarten, in der Sie über das Ende des Supports und die Option informiert werden, mehr zu erfahren.

Das Ganze wurde von Microsoft im Support-Beitrag Der Übergang zu einer neuen Ära des Computings "verstiefelt". Der Supportbeitrag enthält zwar nicht so viele Informationen, außer Werbung für Windows 11 und einen Hinweis auf das oben erwähnte ESU-Programm. Ich übersetze daher mal, was die "Höflichkeitsbenachrichtigung" bedeutet: Irgendwann in diesem Jahr wird Windows 10 seine Nutzer mit Nerv-Popups darauf hinweisen, dass im Oktober 2025 der Support ausläuft und dass man doch auf Windows 11 umsteigen soll.

Gibt es Alternativen?

Ob es so etwas wie ein BypassESU für Windows 10 gibt (ähnlich wie für Windows 7, siehe Windows 7 Sept. 2020 Updates: BypassESU v8 erforderlich), ist momentan offen. Wer Windows 10, speziell im Privatumfeld, aber weiter verwenden möchte, sollte 0patch von ACROS Security im Blick behalten. Ich habe aktuell noch nicht mit Mitja Kolsek gesprochen, aber er plant den Support für Windows 10 in 0patch. Das dürfte zum Preis um die 20 Euro pro Jahr für die Business-Variante verfügbar sein und ich schätze, dass es auch eine kostenlose Variante gibt. Einige Hinweise zu 0patch finden sich z.B. im Beitrag Windows 7/Server 2008 R2: Erhalten auch 2023 und 2024 0patch Micropatches.

Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC als Plan B

An dieser Stelle möchte ich, auch angesichts der Preise für das ESU-Programm, so etwas wie einen Plan B in die Debatte werfen. Windows 10-Systeme mit einer Basis-Lizenz (ab Pro) sind meines Wissens zum Umstieg auf die IoT Enterprise LTSC-Variante berechtigt. Diese Enterprise-Variante von Windows 10 IoT bekommt als LTSC jeweils 10 Jahre Update-Support

Die letzte Version in diesem Programm ist Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC (siehe auch Windows 11 23H2 kommt 4. Q. 2023; Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 ab 1. August 2023, welche noch bis zum 12. Januar 2027 im Mainstream-Support ist und bis zum 13. Januar 2032 Sicherheitsupdates bekommt (siehe).

Wer im Internet sucht, wird auf eine Quelle (z.B. Schneider IT-Management) stoßen, wo man erfährt, dass Kunden seit dem 1. August 2023 offiziell eine unbefristete Lizenz von Microsoft Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 erwerben können und das ohne Software Assurance (SA) über das Microsoft Products and Services Agreement (MPSA) und Select Plus-Vereinbarungen. Der Anbieter ist Cloud Solution Provider (CSP) und Microsoft Partner. Es finden sich auch Angebote für Gebrauchtlizenzen im Internet, was für das Privatumfeld vielleicht ganz attraktiv sein kann.

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45 Antworten zu Windows 10: Preise für Extended Security Updates bekannt gegeben

  1. Luzifer sagt:

    also bis Oktober 2028 gesichert und dann noch ein paar Jährchen. Win10 fault schließlich nicht wie ein Apfel! MS wird es sich nämlich nicht leisten, bei wirklich schwerwiegenden Lücken zu patchen, machen sie bei XP/W7 ja auch noch. und alles andere regelt die Security Appliance. Schließlich muss ein Angreifer überhaupt erst aufs System kommen.

    • squat0001 sagt:

      Wie bei MS üblich, wird Microsoft einfach den Support der eigenen Produkte für Betriebssysteme einstellen welchen keinen Support mehr haben. Also z.b. Office Pakete
      Daraufhin wird das Ecosystem für die Plattform sehr schnell sehr leer. (viele Anwendungen kommen schon aus dem Store.. z.b. Terminal/Editor/.. )
      Natürlich nicht sofort, aber wie immer werden sie gut Druck aufbauen.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Sollen sie nur machen!
        Ich werde da nicht mit gehen und überlasse es den Lemmingen von der Klippe in die Cloud zu springen.
        2032 werd' ich 66 und ob ich da immer noch so intensiv mich dem Rechner beschäftige, das steht in den Sternen.
        Außerdem, die spinnen die …., die können mich mal.

  2. Mira Bellenbaum sagt:

    Und nur zur Erinnerung!

    Mit diesem kleinen Skript, das hier erwähnt wird und mittlerweile in Version 0.80 vorliegt,
    und somit bereits die 14'te ist, kann man sich den ganzen Quatsch sparen
    und erhält bis 2032 Sicherheitsupdates von Microsoft.

    https://www.deskmodder.de/blog/2024/03/18/windows-10-11-editionen-wechseln-oder-auch-erzwingen-mit-einem-skript-und-oder-einem-inplace/

    • Phadda sagt:

      Bringt nur nichts wenn ein Ticket bei MS aufmachst. Entweder hast ESU und damit dann auch Support, oder nicht.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Ist so nicht richtig!
        Wenn Du Windows 10 (irgendwas) mit ESU nutzt,
        hast Du gar keinen technischen Support!
        Zumal die allermeisten Nutzer sowieso eine OEM-Lizenz nutzen.
        Ergo, ist es schnurz!

        Hast Du hingegen eine legale Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC Lizenz,
        muss Dir z.B. eben" Schneider IT-Management" Support leisten. ;)

        Aber mal im Ernst, welcher Endanwender macht so etwas?
        Der Ruft "seinen" Admin und sacht dem, guck mal geht nicht mehr!

      • pau1 sagt:

        Absolut kein Problem mehr.
        Es soll da so etwas Neues geben. Internet oder so.
        Ich kann mir nicht vorstellen, das MS für jeden Hans und Franz Tickets aufmacht.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Nachtrag!
        Von wegen es gäbe keine legalen Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC Lizenzen für Endanwender.

        Dann schaue er doch mal bei Schneider IT-Management vor bei!

        Dort kann man erfahren, dass Kunden seit dem 1. August 2023 offiziell eine unbefristete Lizenz von
        Microsoft Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 erwerben kann und
        das ohne Software Assurance (SA) über das Microsoft Products and Services Agreement (MPSA)
        und Select Plus-Vereinbarungen.
        Der Anbieter ist Cloud Solution Provider (CSP) und Microsoft Partner!

        https://www.schneider.im/de/microsoft-windows-10-iot-enterprise-ltsc-2021-zum-kauf-verfuegbar/

    • Pau1 sagt:

      Danke für den Hinweis.
      Aber ich gehe davon aus, das Microsoft nicht blöde ist(es gibt Zweifel), aber sie werden ungerne auf die Millionenfache Zahlung der 61Euro für die ESU verzichten und irgendwann dafür sorgen, das diese Manipulation nicht mehr funktioniert.
      Wie lange wird der Rechner und die Microsoft Apps funktionieren?
      Ich erinnere mich durchaus daran, das eine MS Software einen Betriebssystem Aufruf machte mit einem bisher nicht möglichen Wert.
      Das hatten sie ja schon bei DR-DOS vorgeführt.
      Er sehr spät kam heraus, das der Absturz unter DR gewollt war.

      Da sitzen teilweise sehr schlaue Leute (die die Google nicht haben wollte?) die diese geniale Idee hatten: Für ein altes Produkt jährliche Gebühren zu kassieren, ohne irgendwas leisten zu müssen. Durch die long term Versionen LTS muss es die Patsches ja sowieso geben, sofern die Updaterei eh nicht nur Kosmetik und FUD ist.
      Absolut genial. Wäre ich Rechtsanwalt, würde ich vielleicht wohl eher von skrupelloser Nötigung, Schutzgeld-Erpressung sprechen. Ich bin aber keiner und nenne es weiterhin ESU, wenn damit 10000e völlig intakter Rechner nicht per Definition zu Schrott deklariert werden.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Echt? Du gehst davon aus, das Microsoft nicht blöde ist?
        Was haben die denn gegen den BypassESU gemacht?
        Und was wollen sie den gegen die legale Nutzung einer
        Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC Lizenz machen?
        Du darfst doch so ganz offiziell von Windows 10 pro upgraden!
        Das Skript hebelt doch nur die Einschränkungen des Setups auf,
        da hat der Rechner doch noch gar keinen Kontakt zu MS!
        Und danach, hast Du nur ein System auf dem Rechner, welches nur noch aktiviert werden muss.

        Aber ich bin mir absolut sicher, dass nicht allzu viele Nutzer diese Möglichkeit nutzen werden und somit ist dies für Microsoft ohne Belang.

        • Werner sagt:

          Ich gebe dir mal einen kleinen Tipp, spare was und lege dir bald (Ende 2024) eine A.I. taugliche Hardware zu, das ist die Zukunft und an der kommt auf lange Sicht auch keiner vorbei. Die einen sagen dazu next-gen Windows und die anderen Windows 12, egal es sieht wirklich super gut aus, stabil und nicht mit Windows 11 zu vergleichen.

          • Günter Born sagt:

            Müssen wir jetzt zum Lachen in den Keller gehen? So einen Tipp auf irgend was nebulöses liest man auch nicht oft.

          • Bolko sagt:

            Mit echter AI oder mit prüder-kindgerechter-AI?

            Wird man also auch Bilder von "kackenden Osterhasen" berechnen können oder wird einem dann die Sperrung des Microsoft-Kontos angedroht?

            Kann man "Menschenhände mit 5 Fingern" berechnen lassen oder gibt es die weiterhin nur mit 6 Fingern als automatisch eingebautes KI-Wasserzeichen?

            Wieviel Rechenleistung muss die Hardware für next-Gen Windows 12 (AI inside++) haben, damit dem unfolgsamem User (also dem Störfaktor mit der echten I) eine Sperrung des Microsoft-Kontos angedroht werden kann?

            Wird es die Kontosperrmeldungen dann auch mit Echtzeit-Raytracing und in HDR geben oder nur in Plain-Text?

            Wird es auch einen Farbeditor geben, um den Bluescreen-of-death in gold statt in blau anzeigen zu können?

          • Mira Bellenbaum sagt:

            Du irrst!
            Es wird eher so ein Klient-Dingens, wie es früher schon einmal gab.
            Der Unterschied, früher war es ein Server im Unternehmen, auf dem die Anwendung lief, in Zukunft wird es ein Server bei Microsoft sein.
            Könnte aber noch sein, dass da die EU dem noch ein Riegel vorschiebt,
            denn auch denen wird ganz langsam bewusst, dass vertrauliche oder gar geheime Daten in der "Cloud" einfach nichts zu suchen haben.
            Und schon gar nicht auf Server, die sich der Kontrolle entziehen.

            • Daniel sagt:

              Die EU? Daran glaub ich eher weniger. Bis sich da mal was regt das dauert. Und da kommen sicher noch einige Microsoft Lobbyisten vorbei und zeigen die "Vorteile".

      • Luzifer sagt:

        weil sich da der Aufwand nicht lohnt das noch zu verhindern… jedes Windows / Office wurde bisher "gecrackt"… haben sie auch nicht verhindert… das wäre gegen Windmühlen kämpfen!
        Also bieten sie ESU gegen Bezahlung an (die Patches müssen sie ja sowieso liefern (wegen LTSC ;-P)) da greifen sie noch ein paar Dollar ab von den Firmen und die die bereit sind zu zahlen, aber mehr Aufwand wird garantiert nicht betrieben.

      • squat0001 sagt:

        Ich wäre sehr Vorsichtig bei Tipps wie dass IOT Lizenzen als Ersatz für Home/Pro verwendet werden sollen.

        Office Produkte kann man nicht auf jedem Betriebssystem installieren. Z.b. wollte MS Office 365 nicht mehr auf Server 2022 installierbar machen.

        Auch eine Änderung ist oft schnell gemacht, aber schwierig Rückgängig zu machen.

        Und beim Satz wieviele Leute angeblich zu Linux wechseln wegen der Freiheit… dort verwenden sie dann eh nur eine Webbrowser und halt Google Kalender / Google Mail.
        Was daran ist frei?

        • Günter Born sagt:

          Dann lies dir mal die Aussagen von Microsoft zu IoT durch. Die geben selbst an, dass Office darauf läuft. Ich setze Win 10 2019 IoT Enterprise LTSC ein – es ist der gleiche Code wie Windows 10 2019 – nur gibt es eine Feature-Updates, kein reingedengelten Store-Apps etc. – ein richtig komfortables arbeiten. Wenn ich das Notebook mit Windows 10 22H2 bootet, muss ich immer mal wieder was "aufdringliches" abdrehen. Vom Krampf "Windows 11", was hier in einer VM für Tests mitläuft, gar nicht zu reden.

      • 1ST1 sagt:

        Du kannst immer noch kostenlos ein aktuelles Windows über Oktober 2025 hinaus haben. Manche mögen das jetzt wieder als Blasphemie oder sonstwas brandmarken, mir aber egal, aber du hast nachwievor die Möglichkeit, statt Windows 10 das 11er einzusetzen, der Wechsel ist kostenlos und verschafft dir Support bis etwa 2030. Ich weiß nicht, wie lange du bei 10 bleiben würdest, aber bedenke, nach 2 Jahren sind das schon 120 Euro, nach 3 180, und wenn ich auf eBay oder so schaue, bekomme ich für den Betrag (Suchbegriff: dell core 8th gen, ersetze dell durch hp, asus, …) schon Gebrauchthardware von Dell oder HP usw. , die für 11 taugt, und die einen Lizenzkey im BIOS hat (Dell, HP, usw.) – man muss nur seine Bootplatte umhängen, Hardware-Erkennung laufen lassen, ggf ein paar Treiber nachinstallieren und die Aktivierung manuell anstoßen, fertig. Dann kannst du auf 11 upgraden, und meinetwegen OpenShell, ExploderPatcher, usw. installieren um wieder 10-Feeling zu haben.

        Und jetzt werden unter meinem Kommentar garantiert wieder diverse Verschwörungstheorien präsentiert, da bin ich mir sicher. genau die gleichen Theorien gab es hier übrigens auch schon zum Wechsel von 7 auf 8/10 oder von 8 auf 10 zu lesen. Erhöht den Wahrheitsgehalt um keinen Millimeter.

        • Mira Bellenbaum sagt:

          Im ersten Jahr 61 US-Dollar,
          im Zweiten 122 US-Dollar
          und im Dritten sind dann nochmals 244 US-Dollar fällig.

          D.h. NACH dem zweiten Jahr hast Du für das ESU bereits 183 US-Dollar hingelegt!

          Nach dem Dritten waren es dann schon 427 US-Dollar!

          Was Du überlesen hast:"Der Preis für die ESU-Lizenz der Folgejahre verdoppelt sich jedes weitere Jahr."

          Es ist also noch teurer, wobei Microsoft eben noch nicht die Preise für den Endverbraucher bekannt gegeben hat.
          Lassen wir uns überraschen.

          • 1ST1 sagt:

            Danke für die Ergänzung, das macht einem den Wechsel auf neue Hardware noch schmackhafter!

            Muss man sich mal ausmalen, wegen Angst vor dem Neuen auch noch MS unnötig Geld nachwerfen, ohne dass man einen Mehrwert dazu bekommt…

            Offensichtlich muss es den Leuten im Geldbeutel richtig weh tun, damit sie wechseln (auch zu Linux oder Apple)…

            • Günter Born sagt:

              Zu "Muss man sich mal ausmalen, wegen Angst vor dem Neuen auch noch MS unnötig Geld nachwerfen, ohne dass man einen Mehrwert dazu bekommt…"

              Lasse doch bitte diese (imho falschen) Attributierungen weg. Einfach mal postulieren, dass jeder halbwegs intelligente Mitteleuropäer in der Lage ist, zu erkennen, ob ihm "ein Mehrwert" geboten wird, mit dem, was Microsoft meint, die Welt beglücken zu wollen.

              Wer einen Produktvorteil sieht, wird längst gewechselt sein – und das ist auch ok.

              Wer keinen Produktvorteil sieht, aber auch keine Nachteile bemerkt, wird einfach mitgegangen sein – und das ist auch ok.

              Es wird aber schlicht Leute geben, die zum Schluss kommen, dass z.B. die Windows 10 X-Resterampe, später in Windows 11 umgetauft, schlicht nicht die Plattform ist, auf der man seine Lebenszeit vergeudet, um den Mist, den die Freshmen aus Redmond über die Welt kübeln, wieder halbwegs hinzubiegen. Dass diese Leute so lange es geht, auf einer Plattform bleiben, die halbwegs stabil und Feature-freeze ist, ist in meinen Augen nachvollziehbar – und hat nix mit "Angst vor Neuem" zu tun – das Marketing-Sprech kann man auch Redmond überlassen – imho.

              • Mira Bellenbaum sagt:

                Danke Günter.
                Für mich kommt W11 nicht infrage, weil es in Zukunft, man munkelt ja ab Oktober, nur noch per SecureBoot starten will. Aber da gibt es einen ganz dicken Haken an der Sache, denn das ganze TPM ist Murks und es wird unweigerlich in die Hose gehen. Da bin ich mir absolut sicher.
                Und mit IoT habe ich ein System, bei dem ich noch die Hosen anhabe und ich bestimmen kann, was so geht.

    • Luzifer sagt:

      verstehe ich das falsch? Das Teil "upgraded" dir dein W10 zu Win11?

      Warum sollte ich das wollen wenn ich explizit Win10 nutze? Da kann ich auch normal zu W11 wechseln, ohne Risiken.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Ja.
        Du kannst mit dem TEIL, also dem Skript und der entsprechenden ISO,
        zu jeder Version per inplace wechseln, ohne das Deine Programme und Daten verloren gehen.
        Hast Du z.B. Windows 10 Pro Build 19045 installiert, ist es dennoch möglich
        auf Windows 10 Enterprise LTSC 2021 Build 19044 zu wechseln!

        So etwas ist von MS nicht vorgesehen, aber es geht!

  3. Ralf Lindemann sagt:

    Ganz überraschend ist die Preisvorstellung, die Microsoft hier formuliert, nicht. Es bleiben aber Fragen, darauf weist Martin Brinkmann auf ghacks.net hin: "Microsoft did not reveal any information on the ESU pricing for home users." – Sollte es für "home users" bei diesen Preisen bleiben, dürften Windows 10-ESU-Lizenzen gerade bei betagten Alt-Geräten wirtschaftlich wenig Sinn machen. Martin hat es auf drei Jahre ausgerechnet: $427. Das Geld kann man, wenn es denn bei Windows bleiben soll, tatsächlich besser in neue Hardware investieren, Ökologie hin oder her. Oder setzt 0Patch ein, das deutlich günstiger ist; aber 0Patch ist nach meinem Eindruck im privaten Bereich nie so richtig angekommen. Kennt auch kaum einer.

    • 1ST1 sagt:

      Erst recht im Geschäftsumfeld wird keiner ernsthaft auf 0patch setzen, der professionell unterwegs sein will.

      • Ralf Lindemann sagt:

        Ok, ich hatte 0Patch eine Zeitlang unter Windows 7 im Einsatz. Performt hat es an sich gut. An einem bestimmten Punkt habe ich mich aber gefragt, ob von unabhängiger Seite eigentlich mal evaluiert wurde, wie gut 0Patch einen Rechner schützt. Ich habe nichts gefunden. Meine Recherchen landeten am Ende immer bei Selbstaussagen des Anbieters. Das fand ich etwas ernüchternd.

    • Anonymous sagt:

      Wenn man aus Gründen beim älteren Windows bleiben will, ist die Investition absolut machbar.

      • 1ST1 sagt:

        "wollen" ist unsinnig, das fühlt sich an wie die 62 Jährige Chef-Sekretärin, die keinen PC mit Wordperfect mehr wollte, und lieber die paar Monate bis zur Rente weiter ihre IBM Selectrix Kugelkopfschreibmaschine für die Kundenkorrespondenz weiter verwenden wollte. Die wurde dann von der Geschäftsführung in eine untergeordnete Abteilung im Keller verschoben, wo sie ihre Restzeit mit niederen Tätigkeiten absitzen konnte… Auf ihren Posten kam dann eine frisch Ausgelernte, die fit am PC war.

        "müssen" kann ich nachvollziehen, wenn eine wichtige Software nicht mehr läuft, aber das ist beim Wechsel von 10 auf 11 ziemlich unwahrscheinlich.

        • Anonymous sagt:

          Was für Dich unsinnig erscheint, ist es für andere mit weiterem Blickwinkel keineswegs. Aber das ist schwer zu verstehen, wenn man in engem Horizont gefangen ist.

          • Ralf Lindemann sagt:

            Nüchtern betrachtet: Windows 10 strahlt in den Augen vieler, weil es ihnen im Vergleich zu Windows 11 als das kleinere Übel erscheint. Für das kleinere Übel ab Ende 2025 extra Lizenzgebühren zu zahlen (mit fiesen Steigerungsraten von Jahr zu Jahr), dazu bedarf es schon einer gewissen Leidensfähigkeit und ist am Ende Kapitulation vor der Macht des Faktischen. Wenn es etablierte Arbeitsabläufe gibt, die an eine bestimmte Software-Umgebung gebunden sind, und man es zudem seit Jahren oder Jahrzehnten gewohnt ist, mit den Produkten eines Anbieters umzugehen und zu arbeiten, dann ist es zugegebenermaßen sehr sehr schwer, sich von diesem Anbieter und seinen Produkten zu lösen. Schönreden muss man Windows 10 deshalb nicht. Und das Festhalten an Windows 10 ist ganz bestimmt auch nicht Ausdruck eines "weiten Horizonts". Lange an Windows 7 festzuhalten, dafür gab es gute Gründe (die wir an dieser Stelle nicht wiederholen müssen); diese guten Gründe kann ich bei Windows 10 nur schwer erkennen.

            • Luzifer sagt:

              Die gründe erkennst du, wenn W10 "abgefertigt" ist und MS die Daumenschrauben ab W11 anzieht! Noch können sie das nicht. TPM Zwang kommt nicht von ungefähr und mit Sicherheit für den User hat das nix zu tun.

              • Mira Bellenbaum sagt:

                Ach Luzifer, die Lemminge verstehen das doch sowieso nicht.
                Es ist wie das mit den Windmühlen.

                • Ralf Lindemann sagt:

                  Mira, du weißt schon: Wer gegen Windmühlen kämpft, kämpft gegen Gegner, die nur in seiner Einbildung existieren? Nennt man eine Donquichotterie. – Spaß beiseite: Wer Windows 10 mit dem teuren ESU-Programm weiternutzen will, soll das gerne tun. Aber Windows 10 als „den Stein der Weisen" abzufeiern, ist strange. So toll ist Windows 10 nun wirklich nicht. Gestern habe ich Martin Brinkmann zitiert: Zu den ESU-Preisen für „home user" hat sich Microsoft nicht geäußert. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es am Ende für „home user" sehr günstig oder kostenlos sein wird. Dann werde ich es wahrscheinlich auch nutzen. Was ich aber ganz bestimmt nicht tun werde: Microsoft in drei Jahren $472 in Rachen zu werfen. Das mache ich aus Prinzip nicht. Das Geld kann man besser ausgeben.

              • Ralf Lindemann sagt:

                Ja, und? Nutze ich halt eine andere Plattform. Wo ist das Problem? Ich bin flexibel. Du nicht?

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