VMware-News: Nur noch Mehrjahres-Subscriptions? End-User-Produkte Vertrieb unter Omnissa

[English]Irgendwie komme ich von den "Los Wochos" bei VMware by Broadcom nicht herunter – täglich eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Gerade wurde mir gesteckt, dass VMware by Broadcom "bald" nur noch Abos mit Laufzeiten von 3 oder 5 Jahren akzeptieren könnte – ist aber wohl noch nicht final entschieden. Und das von Broadcom verkaufte VMware-Endkundengeschäft dürfte künftig unter dem Namen "Omnissa" firmieren.


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Pläne für Mehrjahres-Subscriptions

Über die vielen Schlenker bezüglich der neuen Geschäftspolitik beim Virtualisierungsanbieter VMware, die nach der Übernahme durch Broadcom umgesetzt wird, habe ich ja breit berichtet (siehe Links am Artikelende).

Ich hatte ja gestern im Blog-Beitrag Analysen: VMware agiert bei Lizenzen geplant; Wechsel zu Alternativen ein Problem aufgezeigt, dass VMware by Broadcom bezüglich der künftigen Lizenzierung sehr geplant vorgehe. Ziel ist einerseits, die Einnahmen kräftig zu steigern, und andererseits die "dicken Fische" zu behalten, die vielen kleinen Fische aber "über Bord zu werfen", denn die bringen keinen Umsatz.


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Nun hat mir ein Leser vor einigen Stunden eine Informationen gesteckt, die zwar noch unbestätigt ist, aber in obiges Schema passt. Der Leser hat mir obigen Screenshot zu den Plänen für VMware Partner für das 2. Quartal 2024 und danach zukommen lassen. Dort werden einige Sachverhalte, wie das Auslaufen der Advantage Partner Programm Resell Partnereinladungen etc. aufgegriffen. Zum 30. April läuft auch das VMware-Portal für Endkunden aus (siehe VMware-Nutzer: Achtung, Portalmigration zu Broadcom zum 30. April 2024). Viele der in obiger Folie aufgeworfenen Stichpunkte kann ich nicht wirklich einordnen – wer Partner ist, wird damit mehr anfangen können.

Der Leser schrieb mir aber dazu: "Ab [dem] 06.04.2024 wieder alles neu bei Broadcom/VMware, es gibt Gerüchte (noch keine 100% Bestätigung), dass es zukünftig nur noch 3 und 5 Jahres Subscriptions geben wird und auch die einjährigen Subscriptions komplett wegfallen sollen. Weitere Infos anbei – vielleicht interessant…" Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen, die Partner und Kunden werden schon erfahren, was in den Augen von Broadcom "das Beste für sie ist".

Omnissa als Name für VMware Endkunden-Produkte?

Ich hatte ja im Blog-Beitrag Private-Equity-Unternehmen KKR kauft VMware Endkundengeschäft für 4 Milliarden Dollar berichtet, dass das Endkundengeschäft (EUC) samt dem Produktportfolie von VMware verkauft worden sei. EUC umfasst bei VMware unter anderem Dienste wie Remote Access, Virtual Desktop und Mobile Device Management. Auch Carbon Black wurde wohl genannt. Die Private-Equity-Firma KKR hat Ende Februar 2024 den Kauf des VMware Geschäftsbereichs End User Computing (EUC) zum Preis von 4 Milliarden Dollar bekannt gegeben.

Nun lese ich bei den Kollegen von The Register, das die Endbenutzer-Compute-Produkte von VMware nach dem Verkauf wahrscheinlich in Omnissa umbenannt werden. The Register schreibt, dass VMware versucht habe, eine Marke für "Omnissa" zu registrieren. Der Geschäftszweck wird folgendermaßen angegeben:

Downloadable computer software to deliver end user computing to personal computers, tablet computers, and mobile devices, namely delivering a remote working experience to members of an organization.

Goods and Services

Computer services for delivering end user computing to personal computers, tablet computers, and mobile devices, namely delivering a remote working experience to individual members of an organization.

Also irgend etwas mit "Computerdienste für die Bereitstellung von Endbenutzer-Computern für Personalcomputer, Tablet-Computer und mobile Geräte, insbesondere für die Bereitstellung einer Remote-Arbeitserfahrung für einzelne Mitglieder einer Organisation".


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Nun taucht der Name Omnissa in einem am 11. April veröffentlichten Artikel der VMware Knowledge Base auf, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Nutzer der Produkte ab dem 6. Mai unter customerconnect.omnissa.com auf Supportdienste zugreifen können. Mal schauen, was sich da entwickelt.

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13 Antworten zu VMware-News: Nur noch Mehrjahres-Subscriptions? End-User-Produkte Vertrieb unter Omnissa

  1. Stefan (AT) sagt:

    Ich finde das ja alles viel zu kompliziert von Broadcom. Warum schicken sie nicht ihren Top60 eine Bitte ihnen eine Einzugsermächtigung zu erteilen und ziehen dann den Betrag ein den sie glauben einziehen zu müssen. Immer diese Kleinigkeiten ^^

  2. Sebastian sagt:

    Jetzt machen sie sich schon offen über die Kunden lustig.
    "We Heard you!" – LOL.

  3. riedenthied sagt:

    Momentan wird ja sehr viel über VMware und Broadcom geschrieben. Leider auch viel Dünnes, das muss ich mal so sagen, wie es ist.

    Aus meiner Sicht wäre es absolut unlogisch, so etwas zu machen und ich kenne das auch von keiner anderen Firma (nicht mal von Oracle 😉). Auch die These, dass man auf 80% der Kunden verzichten wolle, halte ich gelinde gesagt für ausgemachten Unsinn. Aber letztlich werden wir die Zukunft abwarten müssen, meine Glaskugel ist leider gerade nicht poliert.

    • R.S. sagt:

      Ich halte das nicht für Unsinn.
      Man erinnere sich an die deutsche Bank.
      Die wollte vor vielen Jahren alle Privatkunden los werden, weil man damit angeblich kaum Geld verdient und hat denen im ganz großen Stil die Konten gekündigt.

      Nach einigen Jahren haben die gemerkt, was die da angerichtet haben und haben angefangen, um Privatkunden zu betteln.
      Klappte nicht so recht, ergo hat man die hauptsächlich im Privatkundengeschäft tätige Postbank übernommen.

      • Sebastian sagt:

        OT:
        Ja und ich dachte mir damals es gibt vielleicht doch sowas wie Karma als die Todesnachricht von Anshu Jain durch die Medien ging.

      • riedenthied sagt:

        Das mag für die Deutsche Bank gelten, aber welchen Aufwand hat denn VMware mit den kleinen Kunden? Softwareupdates und Gedöns müssen die für die Großkunden eh entwickeln, den Vertrieb machen die Distributoren. Support? Wie viel Support soll man denn in Anspruch nehmen, damit dabei auch nur ansatzweise ein Minusgeschäft wird?

        Also nimmt man doch wohl die Sesterzen der Kleinen mit, läppert sich auch. Wir sind mit 512 Kernen garantiert ein kleiner Kunde, aber warum sollte Broadcom die 100.000 € im Jahr ablehnen?Mag ja sein, dass man kein Mitspracherecht hat (was vermutlich schon immer so war), aber uns explizit loswerden zu wollen ergibt überhaupt keinen Sinn.

        • Sebastian sagt:

          "aber welchen Aufwand hat denn VMware mit den kleinen Kunden?" Den gleichen wie bei der Deutschen Bank weil sie gesetzliche Regularien dazu zwingen und das ist schaizze teuer und schmälert den Gewinn erheblich. Darüber hinaus gibt es noch mehr Risiken die Kleinkunden in der Masse darstellen.
          Ich finde deine Fragestellung furchtbar naiv.

          • riedenthied sagt:

            Und gibt es auch konkrete Dinge, die du mal aufzuzählen gewillt wärst? Oder glaubst du tatsächlich, die Abqualifizierung als naiv sei ein Argument?

          • VolkerW sagt:

            Das Beispiel mit der deutschen Bank mag für Managementfehler allgemein taugen, aber ob Privatkunden im Bankbereich mit kleinere VMware-Businesskunden zu vergleichen, bleibt fraglich. Gesetzliche Regularien im Bankgeschäft mit Privatkunden sind Kostentreiber. Aber welche Regularien sollten an die Umsatzschwelle oder Anzahl der Kundschaft bei VMware greifen? Rein betriebswirtschaftlich betrachtet sind vielleicht die Vertriebskosten für die kleinere Kunden höher und Broadcom möchte die Margen aus dem indirekten Vertrieb selber einsacken. Das würde mir einleuchten.

      • rpr sagt:

        Es giltwie immer „die Geschichte wiedeholt sich" . Dumm nur das die Jungen nicht daraus lernen wollen oder können.
        Mal abgesehen davon das tausende private User die beste Basis für sehr breit angelegte Softwaretests sind. Einfacher kann man zumindestens grobe Schnitzer kaum sehr günstig finden lassen.
        Gruß

  4. Gustav sagt:

    3-Jahresvertrag hindert die Kunden, sich innerhalb des 1. Jahres nach einer anderen Lösung umzusehen und zu dieser zu migrieren, ohne BCM längerfristig Geld zu bringen.

  5. Mira Bellenbaum sagt:

    Ein 3-Jahresvertrag finde ich auch besser. Dann ist Ruhe und man muss sich um nichts mehr kümmern. Maximale Planungssicherheit. Win-Win würde ich sagen.

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