Windows 10-Supportende: Thin-Clients mit Linux für Terminal-Server?

Mit dem Supportende von Windows 10 im Oktober 2025 steht auch so mancher IT-Verantwortlich vor der Frage, was er mit Thin-Clients in Terminalserver-Umgebungen macht, die noch auf Windows 10 laufen. Wer nicht auf neue Hardware mit Windows 11 und dessen Unwägbarkeiten setzen will, steht vor der Qual der Wahl, mit was er Thin-Clients mit Windows 10 ablösen soll.


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Das Windows 10-Supportende …

Es ist hier im Blog ja bereits mehrfach angesprochen worden, Microsoft Windows 10 22H2 erreicht am 14. Oktober 2025 das Ende des regulären Supports. Das bedeutet, das Betriebssystem bekommt in rund 1,5 Jahren standardmäßig das letzte Mal Sicherheitsupdates. Aber Microsoft scheint bereits damit zu beginnen, die Leute auf das Supportende hinweisen zu wollen (siehe Windows 10: Nerv-Anzeigen zu "End of Support" und für Microsoft-Konto).

Blog-Leser Stefan hat mich in diesem Zusammenhang die Tage per Mail kontaktiert, weil ihn das Supportende von Windows 10 beschäftigt. Er ist IT-Administrator in einem Unternehmen, welches an 20 Standorten in Deutschland vertreten ist. Der Leser schrieb, dass man, wegen der bevorstehenden Windows 10 EOL-Problematik aktuell auf der Suche nach einer Thin-Client-Lösung zur Ablösung der Windows 10-Clients sei.

Bisher wurden die RDP-Zugriffe auf den Terminal-Server mit Windows 10-Clients realisiert. Die Update Politik von Microsoft, und der damit verbundene Elektroschrott, sind nach Meinung des Blog-Lesers und dessen Kollegen, unverantwortlich. Man sucht also nach einer Lösung für den Weiterbetrieb ab Oktober 2025.

Mit was die Clients ersetzen?

Da die IT des Unternehmens ausschließlich mit Windows Terminal-Servern arbeiten, gingen die Ideen der IT-Abteilung bisher in Richtung Thin-Clients von IGEL oder DELL Wyse. Die letztgenannten Thin Clients können mit Windows 10 IoT Enterprise, Wyse ThinLinux oder dem exklusiven Wyse ThinOS von Dell laufen. Bezüglich IGEL habe ich hier gelesen, dass seit April 2023 keine ThinClient-Hardware mehr  produziert wird. Es werden nur noch Restbestände abverkauft – allerdings stehen zertifizierte Hardware-Alternativen renommierter Hersteller zur Verfügung , die nahtlos in bestehende Infrastrukturen integriert können.

Der Blog-Leser schrieb aber, dass die IT des Unternehmens nach Möglichkeit die vorhandene Client-Hardware erhalten und über das Supportende von Windows 10 betreiben möchte. Es geht im konkreten Fall um eine Größenordnung von ca. 200 Clients, die an 20 Standorten deutschlandweit verstreut betrieben werden – also keine riesige Installationsbasis. Die meisten Clients haben 2 oder 3 Monitore angeschlossen.

Da zu meint der Leser: " Alternativ denken wir an eine Verteilung von einem Live Linux per PXE – oder wir denken an Linux-Installationen auf den Clients. Diese Installationen müssten dann natürlich auch auf Patch-Stand gehalten werden. Es sollte also eine zentrale Verwaltung geben." Der Leser geht davon aus, dass viele Administratoren aktuell vor einer ähnlichen Problematik stehen und ebenfalls Elektroschrott durch die Ablösung von Windows 10 vermeiden möchten. Ihn interessiert, wie das von den IT-Verantwortlichen aus der Leserschaft gesehen wird. Er fragt: "Mich würde sehr interessieren wie die anderen IT Kollegen das Thema Thin Client oder Linux Clients realisiert haben. Sicherlich kann man diese Informationen alle im Internet suchen, aber der Erfahrungsaustausch ist unbezahlbar."

Ich selbst würde das Thema noch um zwei Nuancen erweitert. Windows 10 erreicht zwar im Oktober 2025 das Supportende. Aber ich hatte im Beitrag Windows 10: Überraschung, es gibt ESU-Supportverlängerung; auch für Privatanwender auf das kostenpflichtige Extended Security Update-Program (ESU) von Microsoft hingewiesen. Damit können Firmen nach drei weitere Jahre Sicherheitsupdates für Windows 10 bekommen. Die Preise wurden im Beitrag Windows 10: Preise für Extended Security Updates bekannt gegeben genannt. Als Alternative gäbe es die Möglichkeit, statt ESU-Updates die Micro-Patches von ACROS Security für Windows 10 zu buchen – was gegen bekannt Schwachstellen schützt, aber deutlich günstiger als die Microsoft ESU-Lösung kommt.

Und ich möchte auf die Möglichkeit hinweisen, Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC als Client-Betriebssystem zu verwenden. Dieses Betriebssystem erreicht erst am 13.01.2032 das Supportende und läuft auf bestehender Windows 10 Hardware. Es wurde oben erwähnt, die DELL Wyse werden beispielsweise mit diesem Betriebssystem angeboten – und Microsoft-Partner sollten entsprechende Lizenzen anbieten können. Hat das jemand aus der Leserschaft mal konkret ins Auge gefasst oder bereits umgesetzt?


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54 Antworten zu Windows 10-Supportende: Thin-Clients mit Linux für Terminal-Server?

  1. Christian Krause sagt:

    pxe Linux Clients klingen sehr interessant.
    was kosten denn iot enterprise Windows 10 Lizenzen? Vermutlich liegen die in der gleichen Größenordnung wie der ESU support. dazu kommt, dass manche Software irgendwann die Kompatibilität verweigert. wenn ohnehin nur eine RDP Sitzung gestartet wird, tut es auch ein Linux Desktop.

  2. rpr sagt:

    univention aus Bremen hat da interessante Lösungen.
    Nein, ich habe mit denen nichts zu tun nutze aber deren freie Lösungen seit vielen Jahrem.
    Trick 1:
    Einfach mal anfangsn
    Trick 2:
    Know how im Haus aufbauen und halten
    Gruß

  3. Mathias sagt:

    Moin,
    PXE boot und zentrale Verwaltung = openthinclient
    läuft seit 2019 ohne nennenswerte Probleme

    Gruß

    • Marco sagt:

      Ja dem kann ich mich anschließen!
      Lohnt sich anzuschauen, der Support ist auch gut erreichbar und zielführend.

    • Gigabernie sagt:

      PXE boot an 20 Standorten?

      • Mathias sagt:

        Moin,
        ob ein oder 20 Standorte ist egal. Du musst du die DHCP-Optionen (66+67) mit den den VPN-Tunnel "reichen". Dann findet der Client den Server und startet.
        OTC unterstützt aber auch localboot = Linux auf den Platte und beim Starten wird nur die Config geladen.

        Gruß

        PS wenn du es testen willst. Einfach irgendeine x64 Hardware auf PXE boot umstellen und die fertige VM von OTC runterladen und starten.
        Ich hatte noch keine Hardware die nicht gestartet ist.

      • Christian Krause sagt:

        Na ja, wie sind denn die Standorte angebunden. Irgendwas musst du ja da haben, z.B. einen VPN Server, der die Verbindung zum Hauptstandort aufbaut.
        Ich setze bei sowas immer auf Debian. Notfalls auf einem Mini-Server wie einen NUC. Ja, für jeden Standort. Aber der kostet keine Lizenzkosten, kann per Ansible global verwaltet werden und wenn ich mir dafür die Installation von 200 Clients spare und den Traffic für die ISO nicht über das Internet ziehen muss, respektive 200 SSDs einspare, dann ist das doch ein guter Tradeoff.

  4. Floppyrecycler sagt:

    Open Thinclient, WTWare, ThinLinx… Es gibt einige Alternativen, die teilweise auch auf einfachen Raspberry Pis laufen und PXE unterstützen.

  5. Roger sagt:

    Das Thema wiederholt sich ja alle Jahre lang wieder.
    Vor 3-4 Jahren waren es die Windows 7 Clients und nun Windows 10 und bald Windows 11.
    Wir haben uns damals für Igel Clients bzw. Igel OS entschieden. Letzteres hat den Vorteil das man das auch bereits vorhandene Hardware installieren kann. Es läuft mit Sicherheit auch um welten Performanter als ein Windows System.
    Zusätzlich hat es den Vorteil, das die Systeme zentral verwaltbar sind, das zugehörige Management System ist sehr mächtig aber auch sehr einfach zu bedienen.
    Ich würde im Client Bereich nichts mehr anderes einsetzen wollen.
    Alternativ gibt es Ähnliches auch zum Beispiel von
    Unicon mit dem eLux Betriebssystem .

    • Stefan (AT) sagt:

      Wir hatten das mit Igel-Hardware. (UD3/UD5). Die liefen zur XP-Zeit einwandfrei, dann kam RemoteFX und die Dinger waren unbrauchbar lahm. Wir haben dann einige auf Igel Zero umgestellt, die waren etwas besser aber jede 200-Euro-Celeron-NUC-Kiste war sowohl günstiger in der Hardware als auch um das x-fache schneller und vielseitiger. Gerade wenn es dann mal 2x4K oder vielleicht 3 Monitore werden sollen, oder Ultrawide, oder eine Webcam oder lokale Software (Teams) ist man damit dann doch wieder besser bedient. Da wir nicht hunderte Clients haben ist die Verwaltung per PCvisit-Remotehost und golden Image auch nicht so viel Mehraufwand.

      • Roger sagt:

        Wir haben das auch mit Igel Hardware. Die aktuellen Geräte sind jetzt alle seit 3 Jahren im Einsatz und verrichten ihren Dienst sehr gut ( citrix Umgebung ). Ältere Geräte haben wir auch im Einsatz, die tun sich aber schwer mit der GPU Unterstützung.
        Aber man kann das Igel OS ja auch auf andere Hardware installieren oder einen USB Stick Nutzen, das funktioniert einwandfrei. Selbst bei nur 10-50 Clients macht die Zentrale Verwaltung ganz viel Sinn und ist auch nicht PCvisit vergleichbar.
        Das schöne ist mittlerweile auch die Lösung jedem Mitarbeiter einen USB Stick mit Igel OS zu geben. Damit kann er fast jeden beliebigen Rechner nutzen (Home oder Work) und ist immer der Unternehmens Policy Konform im Betrieb Integriert.

        • Stefan (AT) sagt:

          Ja, in der Theorie war das für uns auch alles sehr schön. Blöd wurde es bei der Individualisierung der Clients. Mitarbeiter A möchte seinen Zweitschirm rechts haben, Mitarbeiter B möchte ihn aber links haben. Selbst so kleine Sachen müssen dann zentral verwaltet werden, sonst hat man gleich ein Durcheinander und dann für Durchreichung von Geräten usw. Wir hatten dann gleich x Profile und im Endeffekt hackelte es mit RDP immer wieder (Bild hängt, ruckelt, etc.). Da ja auch das IgelOS (Converter hieß es damals?) nicht gerade günstig war, sind wir dann eben auf m70q udgl. umgestiegen. Die hatten mehr Displayanschlüsse, ein vollwertiges Windows (lokales Teams/Zoom, yeah) und günstiger waren sie dann auch. Klar, die Verwaltung aber wie viel stellt man dann wirklich ein. Ein Grundimage reichte dann und wenn mal was war konnte man sich aufschalten. Klar, mag nicht für tausende Clients gehen aber für 50-100 war es mehr als ausreichend.

  6. Rocco sagt:

    Man könnte auch nur das Igel OS mit Support erwerben und auf den Clients installieren.
    Zentraler Management-Server mit Updates inklusive…

  7. Phelipe sagt:

    Richtig Rocco. Genau so haben wir das auch bei uns… Zudem, entfällt ein "neukauf" von Hardware. Einfach bestehende Hardware nehmen, IGEL OS installieren und gut ist.

  8. t sagt:

    Ich bin letztens zufällig auf LinuxFX gestoßen. Ein Linux Win11-Klon. Klingt falsch – ist aber allemal besser als ein echtes Win11 oder ein Win10 ohne Support…

    https://www.linuxfx.org/

  9. Phadda sagt:

    Mich würde mal eher Interessieren, wie die Nutzerschaft von den 200 Clients ist. Sind es reine OnPrem Arbeiter oder Angestellte? Bzw. was war der Use Case das man sich für Thin Clients entschieden hat. Eine wirkliche Einsparung in welche Richtung auch immer, sehe ich bei Thin Clients schon lange nicht mehr. Ich hatte mit HP Thin Clients und Igel beruflich einige Jahre mit zu tun, parallel mit Desktop/Notebooks. Der Aufwand in Summer war der gleiche, darum war die interne Verrechnung in Summer pro Arbeitsplatz auch fast der gleiche. Bei Thin Clients mussten wir auch immer via Mgmt das OS stets zu aktualisieren, Patches installieren, Citrix App und Co.
    "Echtes" Kriterium war an sich nur, das Thin Clients in der Anschaffung bzw. bei Verlust günstiger waren, da diese in der Produktion mit eher rauen Umfeld genutzt wurden.
    Während Fat Clients noch recht "autark" sein können, wenn mal im Backend ein RDP Server nicht erreichbar ist, waren die Thin Clients halt mal out of order. Das andere Problem was wir mit Thin Clients hatte, war die Hardware Kompt mit lokalen Ressourcen wie Labelprinter, USB A4 Scanner bzw. die eingeschränkte Auswahl und die damit verbundenen nachgelagerten erhöhten Kosten.
    Auf die "Elektroschrott" Schiene darf sich keiner einlassen, dann dürftest einiges nicht mehr kaufen/nutzen und das hat nichts mit einem Windows zu tun. Braune und Weise Ware ist imho viel schlimmer.

  10. Martin B sagt:

    einfach die Windows 10 Thin Clients im Kiosk Mode weiterlaufen lassen. Wen juckts?

    • Anonymous sagt:

      IT-Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche. Was du zuhause bei dir auf deinem Privatrechner betreibst ist ganz alleine deine Entscheidung. In professionellen Business Umgebungen muss man nunmal Software einsetzen, die aktiven Support genießt.

      • Martin B sagt:

        sehe ich anders und nicht wenige Firmen ebenfalls. Befall im Kiosk Mode ohne Internetzugang? Es gibt wahrlich attraktivere Ziele.
        Einfach nicht verrückt machen. Wie viele Attacken in den letzten 5 Jahren durch z.B. Ransomware oder Konto Hijacking etc. wäre durch ein aktuelles W10 verhindert worden? Richtig, null.

    • Jan sagt:

      Leute, die sowas wie Hirn im Kopf haben…

  11. T Sommer sagt:

    Für linux gibt es das m23 softeareverteilung von goos habermann.
    Ist vielleicht interessant
    https://goos-habermann.de/index.php?s=m23

    • Torsten sagt:

      Moin. Mit opsi kann man auch Linux Clients verwalten.

      Da man das Deployment mit Scripten selbst gestaltet, ist der Lernaufwand zwar recht hoch, aber die Freiheit, was man letztendlich erreichen will, sehr hoch.

      https://www.uib.de/

      LG Torsten

  12. Nico sagt:

    Hallo Zusammen,

    wir nutzen bei einem Kunden seit jahren HP Thin Pro ( Linux .. ), und waren insgesamt mit der Lösung auch recht zu frieden. ( Lizenz im Client enthalten etc. ) Einzig die Endgeräte Preise als auch MFA Themen waren etwas hakelig.

    Der Kunde selbst geht jetzt aber eher auf eine Fat Client Strategie da Microsofts RDS / Terminalsserver Strategie gerade im Zusammenspiel mit den Office Suites keinen langfristen Support mehr zulässt und keine Planungssicherheit mehr bietet. ( Wer will seine RDS Farm schon jährlich auf ein neues Server Release bringen ( https://aka.ms/windows-office-support-matrix )

    Ich denke das ist ein wichtiger Punkt den man noch beachten sollte beim Wechsel richtung RDS.

  13. rpr sagt:

    Eigentlich ist die Diskussion über. Es ging seit Jahren Lösungen die funktionieren aber sobald eine Entscheidung fällig wird zucken alle zurück.
    Natürlich läuft es nicht perfekt aber im Vergleich zu MS hat man Möglichkeiten die Ursachen einzugrenzen.
    Bin mal gespannt was passiert wenn die ersten ihre Citrix-Rechnungen nicht mehr zahlen können.
    Gruß

  14. Jürgen sagt:

    Hui… da ich seit Jahrzehnten das Thema Thinclients beobachte…
    In Bastelbuden mag das ok sein, irgendwas zu nehmen.
    Ich denke aber im kompletten Baukasten.
    Ist die Hardware noch supportet?
    Bekomme ich noch Firmware-/UEFI-/Treiberupdates? Nein, dann bitte nicht für den Betrieb im Unternehmen einsetzen.
    Kann ich Hardware bis zum RDP Client/Browser sauber verwalten und aktualisieren… cool. Wenn nein, raus.

    Generell ist das OS von Thinclients vollkommen egal, wenn es managebar ist und der Hersteller die Pflege und Sicherheitsupdates im Griff hat.

    Windows 10 LTSC kann eine gute Lösung sein, wenn die Hardware nicht die Sicherheitsanforderungen von Windows 11 unterstützt. Genauso ein gut gewartetes Linux.

    Vielleicht muss man aber auch seine Anschaffungspraxis anschauen… gebe ich am Anfang etwas mehr aus und kaufe aktuelle Hardware, dann bin ich meistens bei Businessgeräten 5-7 Jahre unterstüzt. Das ist eine gute Lebensdauer für Thinclients die ja nicht immer nur auf sauberen Schreibtischen in Amtsstuben stehen, sondern gern auch in großen Hallen mit Staub und Schmutz.

    Bei Linux bitte beachten, ohne euer Investment werden Lösungen nicht unterstützt und weiterentwickelt werden können. Support zu zahlen oder auch einem Entwickelnden Geld und Anerkennung zukommen zu lassen sichert euch ein Stück ab.

  15. Christoph sagt:

    Wir nutzen für unsere Thin Clients schon länger die Lösungen von nComputing (Nein ich habe mit denen nichts zu tun).
    Da haben wir die Wahl zwischen eigener Hardware und einer breiten Auswahl an verschiedenen Endgeräte. Patches usw. inkl. zentralem Management ist auch dabei und die Kosten halten sich auch im Rahmen.

  16. TimB. sagt:

    Werden solche Clients in Firmen überhaupt lange genutzt? Meiner Einschätzung nach wird das alles geleast und wenn sie Zeit abgelaufen ist (meist 24 Monate) werden neue geleast, die dann die erforderlichen Hardware-Anforderungen erfüllen. Die Aussortierten kommen in den Handel und werden von Privatleuten oder Kleinfirmen gekauft, die dann damit machen, was sie wollen und können. Privat kommt meist Linux drauf und kleinere Firmen nehmen das, was sie schon haben, oft eben Windows 10 (weil ihre eingesetzte Betriebssoftware keine Linux-Version hat) und kümmern sich kaum um Upgrades o.ä., solange alles weiter so funktioniert, wie sie es seit Jahren haben. Alle 5-10 Jahre wird komplett ausgemistet und neu eingerichtet.

    • Phadda sagt:

      Bei einer Abnahmemenge von 200 Clients, wird sich ein Leasing wohl noch nicht bezahlbar machen. Da wird eher der RoI bei 5-7 Jahren liegen, im Gegensatz zum Leasing mit 2-3 Jahre.

  17. 1ST1 sagt:

    Windows 10 als Thinclient-OS zu verwenden ist natürlich schon Overkill, da auch diese Betriebssysteme verwaltet, gepatcht und gehärtet werden müssen. Und dann von Windows auf ein Linux zu hüpfen, auch das muss wieder verwaltet und aktualisiert werden. So eine Horde-Linux-Kisten im Zaum zu halten ist noch schwieriger als Windows, wo man das alles wenigstens über Gruppenrichtlinien und WSUS/MECM & Co einigermaßen im Zaum halten kann.

    Wenn eh nur auf Terminalservern gearbeitet wird, gibt es nichts besser als zentral verwaltbare Thinclients. Igel mag in der Vergangenheit nett gewesen sein, aber wenn sie schon die eigene Hardware abkündigen, würde ich auf den Hersteller nicht mehr setzen, bleiben eigentlich nur die Thin-Clients von HP und Dell/Wyse.

    Wir haben letztere und sie werden über die Cloud bei Dell verwaltet, das heißt, die Dinger haben regelmäßig dorthin Verbindung, holen sich die neuesten Policies und Updates, man gibt zentral das Anmeldeportal für Citrix vor und fertig. Und das allerschönste bei Dell/Wyse ist, dass es die Dinger auch als Notebook gibt, inklusive Dockingstation, hervorragende Sache z.B. für Homeoffice, Coworking-Space und Co. Auch so Buzzworte wie "Flexible Workspace" sind damit möglich, so dass sich die Mitarbeiter jeden Tag wo anders hinsetzen können, das sind ja so die neuesten Trends in der Arbeitswelt.

    Die Dinger richtet man einmal ein, und dann hat man quasi null Aufwand mehr damit, außer sie gehen mal kaputt, und selbst dann gibt man einfach ein anderes an den Mitarbeiter aus, und er kann weiter machen. Theoretisch kann er es sogar selbst in die Management-Cloud von Dell einbuchen, damit es wieder automatisch verwaltet wird. In den Außenstellen muss man nicht mal ein besonderes Netz einrichten, einfach Internet-Zugang und fertig, genau wie im Homeoffice, Zugriff auf das Citrix-Gateway (dass man natürlich immer schnellstens updatens sollte, wenns was gibt)… Damit spart man dann gleich auch noch in den Außenbüros noch komplexe Netwerkstrukturen wie Außenstellen-(RO-)DC, WSUS/AV-Proxies usw. ein. (Und falls dort doch mal jemand mit einem Fat-Client arbeiten sollte, wird der per VPN an die Zentrale angebunden, fertig.)

  18. Anonymous sagt:

    Raspberry 4, RaspianOS mit VPN und Remmina RDP Client
    Raspberry 5, MX Linux 23 mit VPN und Remmina RDP Client

    Remmina beherrscht seit einiger Zeit Multimonitor Setups, allerdings nicht mit dem akt. RaspianOS, da dieses Wayland für die GUI einsetzt. MX 23 verwendet X und damit geht es einwandfrei. Zusätzlich kann der Raspberry mit MX diverse andere Aufgaben übernehmen. Alternativ geht jedes Gerät, auf dem MX 23 läuft.

    Seit mehreren Jahren ca. 60 Clients mit Raspberry 4 und Dual-Monitor Setup im Einsatz. Am Anfang musste man noch etwas tricksen, bzgl. großen Desktop aber seit der Multimonitor Unterstützung von Remmina läuft es 1a.

  19. Patrick sagt:

    Dell verwendet auf seinen ThinClients doch Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2019?! Also ist das Extended End Date der 9. Jan. 2029.

    Was interessiert mich auf einem ThinClient das Mainstream End Date? Da brauche ich doch eh de facto keine neuen Funktionen auf so einem Gerät…

  20. jojo sagt:

    War gerade bei einer Präsentation von Azure Stack HCI…. ab sofort auch mit Support von Windows 11 Multi Session Host. Sehr interessante Alternative für klassische Terminalserver Umgebungen. Kosten auch interessant weil mit Microsoft 365 Business Premium und On Prem Windows Server Datacenter Lizenzen (inkl. SA) kostenlos.
    Auf der Thinclient Seite setzen wir auf Dell Thinclient mit Windows. Wobei man sagen muss ein Fatclient mit Windows 11 ist auch nicht mehr soviel teurer. Updates werden bei den Dingern keine eingespielt sondern die laufen Schreibgeschützt mit einer lokalen Firewall die keinen Zugriff von aussen zulässt.

  21. Anonymous sagt:

    WYSE mit THINOS per Free-Version von WYSE WMS läuft echt super. Sogar einige PCs mit dem WYSE-Converter for PCs haben wir am laufen.

  22. Pelikan sagt:

    Windows 10 Thin Clients? Verstehe ich das richtig, dass hier nicht Window 10 per RDP gemeint ist, sondern Window 10 auf den Thin Clients selber? Ja meine Nerven, wer ist denn so unschlau und hat Windows auf einem Thin Client? Nicht umsonst nennt man den Thin Client, weil kein Windows drauf läuft …

    Also wir haben bis auf wenige Ausnahmen alle Fat Clients – also Windows-PCs – entsorgt und durch echte Thin Clients von IGEL ersetzt – da werkelt ein Linux drauf, kein Windows. Zentrale Administration, einfaches Austauschen defekter Geräte, das war ein enormer Gewinn für uns in der IT. Dass IGEL keine eigenen Geräte mehr verkauft war für uns eher ein Vorteil, denn die Alternativen sind besser und günstiger, trotzdem ist alles Plug-n-play: Ans Netzwerk hängen, Profil zuweisen, fertig.

    Ganz ehrlich: Auf die Idee, auf einem Thin-Client Windows zu installieren, wäre ich ohne diesen Artikel hier gar nicht gekommen :-) Was für eine d… äh lustige Idee …

    • Martin B sagt:

      DELL IoT. Weil natives RDP eben nativ ist und kein Nachbau.

    • Stefan (AT) sagt:

      "Lustig" wird es eher wenn der Kunde dann doch so Sachen wie Teams mit Webcam nutzen möchte. Per RemoteFX könnte man sie ja theoretisch durchreichen, nur kann das Linux halt nicht. Da gibts dann von Igel favorisiert Fabulatech was aber auch nicht gerade günstig ist.

      VPN Clients am Igel sind auch so eine Sache.

      Da es sehr günstige Tiny-PCs gibt, setzen wir wieder auf Windowsbasierte Clients. Meist günstiger und vielseitiger.

      • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

        Teams und Co – guter Punkt. Über RDP will man das in der Regel nicht laufen lassen – da braucht man schon eine sehr, sher gute Anbindung.
        Wie löst ihr das unter Linux / IGEL etc?

  23. Werner sagt:

    Also ich hatte keine Lust auf den ganzen Win 11 Aufstand und habe daher bei mir alle Clients auf Win 10 Enterprise LTSC 2019 migriert. Das hat Support bis 2029 und ich bis dahin hoffentlich Ruhe.

    Kann man natürlich auch mit Thin-Clients machen, dann kann man die Updates wie bekannt mit WSUS verteilen. Auf Thin-Clients würde ich aber auch ein Linux bevorzugen…

    Und bevor jetzt jemand mit Kompatibilitäten kommt: Alle Software (auch aktuelles AutoCAD mit Anhängseln) läuft einwandfrei. Wenn Win 10 1809 offiziell unterstützt wird, dann sogar mit offiziellem Support.

    Diese Lizenzen gibts auf dem Gebrauchtmarkt für 30-40 Euro pro Lizenz…

  24. Matthias Stukenberg sagt:

    letztes Jahr hab ich ein Azubi Projekt bei uns in der Firma mit genau der gleichen Fragestellung begleitet.

    Porteus Kiosk haben wir damals in einem Proof of Concept abgeliefert, kam bei der IHK gut an, hatte aber sicher auch ein paar schwächen wenn es um Peripheriegeräte geht.

    Wurde so konfiguriert dass direkt die Remmina Login Maske für den Terminalserver aufploppte. Da geht schon einiges, aber sicher auch mit jedem anderen Linux.

  25. der bug ist das ziel sagt:

    wie krass abhaengig ist man wenn man so einem monopol hinterherarbeitet…

    wie bei den drogenbaronen

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      Du hast offensichtlich eine viel bessere Lösung? Dann geh doch mal ins Detail…
      Zentrale Wartung, Software-Kompatibilität, … Aber du hast die Anforderungen des Fragestellers bestimmt schon lange gecheckt und gelöst.

      Ich bin übrigens selbst auf meinen Linux-Rechnern abhängig von den Distributionen, von (Kernel-)Maintainern etc.

  26. WalterHof sagt:

    Wir haben einige Kunden mit Thinklients mit IGEL als OS, teilweise noch mit IGEL Hardware aber auch Standard PCs die mit IGEL OS ausgerüstet wurden. Zentrales Management ist vorhanden und auch recht gut. Einige dieser Geräte sind fast 10 Jahre alt, werden demnächst aber ersetzt. Die Server sind Windows 2022 Terminalserver.

  27. Martin sagt:

    Wir nutzen seit Jahren die Linux-Clients von Rangee – https://rangee.com/

    Zentrales Management der Clients. Werden in Büros und im Home-Office genutzt. RDP und Citrix-Clients dafür vorhanden.

    Kann ich nur empfehlen.

  28. Ärgere das Böse! sagt:

    Als nicht vom Fach stelle ich die Frage: LTSC Lizenzen kaufen?

  29. Stefan sagt:

    Nicht ganz das Thema getroffen….

    Wir experimentieren mit einem PXE Linux Boot als „Notfallsystem" über LTSP. Unsere Clients stehen alle auf UEFI Secure Boot. UEFI Boot ist kein Problem nur der Secure Boot klappt nicht (obwohl das eingesetzte Linux Secure Boot fähig ist z.B. Debian oder Ubuntu). Abschaltung von Secure Boot auf allen Clients ist keine Option. Hat jemand einen Tipp wie man auch einen Secure Boot über PXE hinbekommt?

  30. Niklas Z. sagt:

    Wir stehen mit ca. 100 Workstation "Fat-Clients", die nur noch als RDHS-Clients genutzt werden vor ähnlichem Problem:

    a) Die Workstations sind alle alt (Intel Core i3/5 zwischen Gen. 2 und 4) und definitiv nicht W11 tauglich (wir "umgehen" keine Installationsbeschränkungen).
    b) Die Workstations sind aber alle noch gut in Schuss und einfach zu schade zum wegwerfen / ausmustern.

    Seit einiger Zeit setzen wir sehr erfolgreich nun aber auch TLXOS in Verbindung mit RPI4s. Ein ThinClient kostet uns keine 80€ (inkl. Lizenz, Kabelage, etc.) und refinanziert sich innerhalb weniger Monaten schon über den eingesparten Strom.
    Falls man allerdings berechtigt Skrupel vor der unnötigen Entsorgung alter Workstations hat, kann man auch entspr. Intel-Images laden – das Verhalten ist identisch zu den RPIs.
    Weiterhin ist die Administration ganzer Flotten TLXOS-basierter ThinClients deutlich sparsamer, da nicht erst umständlich komplexe GPOs zum eindämmen der Systemfeatures gestrikt werden müssen.
    Unsere Mitarbeiter sind auch begeistert -> Zum Tisch hin führt nur noch ein Strom- und ein LAN-Kabel (RPI-Versorgung erfolgt über PoE-Adapter, Monitore via 3er-Steckdose), der Platzverbrauch am Tisch ist deutl. reduziert, niemand kann was falsch machen, weil die Dinger "nichts können".

    Nachteil:
    Entwickler sitzt in Australien, ist dem entspr. nur englischsprachig zu kontaktieren u. hat auch etwas andere Arbeitszeiten, wie unsere Standorte. Der Support war bisher allerdings nur einmal notwendig – und das auch nur, weil ich mich ungeschickt mit der Verteilung von Lizenzen angestellt hatte. Feature-Anfragen – wohlformuliert – werden gerne angenommen u. gehen zeitnah in die Entwicklung der Updates ein.

    Ich kann's nur empfehlen.

    P.S.:
    Digital Signage, Citrix-Client, lok. Desktop, etc. -> Alles möglich.

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