Microsofts AI-PC mit Copilot – KI-Informationssplitter Teil 1

[English]Zum 20. Mai 2024 hat Microsoft seinen "KI-PC" (Hardware mit AI-Support und Copilot) unter dem Begriff "Copilot+PC" vorgestellt. Die Geräte sollen eine neue Ära einläuten. Aber Microsoft läuft mit seinen KI-PCs möglicherweise in das Problem, dass erneut am Bedarf vorbei entwickelt wird. Mir ist vor kurzem eine Einschätzung eines Google-Entwicklers untergekommen, dass 99% der Nutzer keine AI-Hardware braucht. Und wegen der neuen Entwicklung von Microsofts AI-PCs mit der Funktion "Recall", die Screenshots anfertigen und alles analysieren können soll, gibt es schon Kontroversen im Netz. Elon Musk empfiehlt deshalb den Wechsel zu Linux. Das sind nur einige Informationshäppchen rund um das Thema "künstliche Intelligenz", die mir in den letzten Tagen unter die Augen kamen. In Teil 1 gehe ich auf den Microsoft AI-PC und die obigen angerissenen Fragestellungen ein.


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Microsoft stellt Copilot+ PC vor

Am gestrigen 20. Mai 2024 hat Microsoft in einem Event seine neue Kategorie Windows PCs vorgestellt. Die Maschinen sind von der Hardware für AI entwickelt worden und werden mit Copilot ausgeliefert. Das Ganze läuft unter dem Namen "Copilot+ PC" und es soll eine neue Ära eingeläutet werden. Laut Microsoft sollen Copilot+ PCs die schnellsten und intelligentesten Windows-PCs sein, die je gebaut wurden.

Microsofts AI-PC mit Copilot
Copilot+PC Video auf YouTube

Abseits des Marketing-Geblubber: Die Hardware besitzt einen eigenen AI-Chip, der 40+ TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde), eine ganztägige Akkulaufzeit und Zugang zu den fortschrittlichsten KI-Modellen bieten soll. Microsoft selbst startet mit einer Reihe von Microsoft Surface-Modellen (das erste AI-Surface wird in diesem Video gezeigt) und die OEM-Partnern Acer, ASUS, Dell, HP, Lenovo und Samsung werden ebenfalls Geräte anbieten.

Copilot+ PCs beginnen bei 999 US-Dollar und laut der Microsoft Seite hin sind ab dem 20. Mai 2024 Vorbestellungen möglich. Ab dem 18. Juni 2024 sollen erste Geräte erhältlich sein. Alle Segnungen, die diese AI-PCs bringen sollen, lassen sich in diesem Microsoft-Artikel nachlesen. The Verge hat hier seine Lobeshymnen abgelassen, und in diesem Artikel und hier einige Hinweise zum neuen Surface mit AI veröffentlicht.

99 % der Anwender brauchen keine KI-Hardware

Abseits der obigen Darstellung, dass der PC+Copilot die "beste Erfindung seit geschnitten Brot" darstellt, ist mir sofort eine Aussage eines Google-Entwickler vor einiger Zeit in den Sinn gekommen. Die Kollegen von Golem hatte dessen Aussagen im Artikel 99 Prozent der Anwender brauchen KI-Hardware vorerst nicht aufgegriffen. Basis des Artikels sind eine Reihe Tweets von Google-Softwareentwickler Osvaldo Doederlein, in denen er eine Abschätzung versucht, was die Zukunft der Prozessoren in den nächsten ein bis zwei Jahren betrifft.

Google Developer about "Need for AI-Hardware"

Seine Vorhersagen für die die nächsten 1-2 Hauptgenerationen von Client-CPUs, sowohl von Intel als auch von AMD habe ich mal in nachfolgenden Punkten zusammengefasst:

  • Ein beträchtliches Silizium-Budget wird in ML-Beschleuniger investiert, die niemand braucht. HW-Nerds werden sie kaufen, um zu testen, Benchmarks durchzuführen und mit lokalen LLM-Spielzeugen zu spielen, aber 99 % der Kunden werden keine Verwendung dafür haben.
  • KI-PCs" sind bisher rein angebotsgetrieben. Echte Power-User, die KI benötigen, haben High-End-GPUs mit mehr Leistung als die kommenden Beschleuniger. Die Nachfrage nach dieser neuen Hardware besteht heute hauptsächlich aus Geräten mit geringem Stromverbrauch und geringen Kosten oder aus der Hintergrundverarbeitung für lokale Schlussfolgerungen. Bestenfalls, wenn es nützlich ist.

Der Google-Entwickler sagt: "Ich brauche eine gute lokale KI/ML, nur nicht das, was alle verkaufen. Ich will keinen Copiloten oder Schlangenöl-Code-Editoren. Ich will eine bessere Grammatikprüfung. Hintergrunderkennung in Greenscreen-Qualität in videoconf. Diagnosen für Windows-Ereignisprotokolle. Antivirus, das keine falsch-negativen Ergebnisse liefert. und ich will eine Spracherkennung, die funktioniert."


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Noch interessanter ist die Aussage: ML/AI-Kram, der nützlich und anspruchsvoll ist, z.B. GPT4/Gemini/etc., ist Cloud-basiert. Das werde sich auch nicht ändern., da die Cloud die benötigte Leistung einfacher bereitstellt und auf weitaus mehr Geräten nutzbar ist. Das größere Verkaufsargument der AI-PCs bzw. -Hardware sei die Latenzzeit der Cloud.

Die Aussagen des Google-Entwicklers "Die meisten Leute sind nicht paranoid, was den Datenschutz angeht." würde ich nur auf die USA beziehen, wo ein naiver Glaube an den Fortschritt besteht. Im europäischen Raum sehe ich das "Fell des Bären noch nicht verteilt".  Da werden Datenschutzthemen ganz schnell auf's Tablett kommen. Gerade noch mit einem ITler aus einer großen Bundesbehörde gesprochen, der ganz klar sagt, dass bestimmten Prozesse nur On-Premises in einer Private-Cloud laufen. Die Gründe: Datenschutz und Sicherheit.

Da haben wir also so etwas wie einen "Zielkonflikt". Behält der Google Entwickler Recht, produzieren Microsoft und seine OEMs den nächsten großen Flop – AI+Copilot-PCs, die keine braucht. Es könnte natürlich auch sein, dass die Welt nach so etwas giert … aber Hand auf's Herz, mit kommt das wie "pfeifen im Wald" vor, wo ein Bedarf, der nicht existiert, herbei gerade werden soll. Die Ausführungen des Google-Entwicklers, wo AI wirklich hilft, sind für mich stichhaltig. Die Zukunft der KI wird imho nicht die von Microsoft propagiert hundertste Zusammenfassung eines Meetings in einem Protokoll sein, sondern eher in anspruchsvolleren Sachen wie bessere Grammatikprüfung, Spracherkennung etc.

Elon Musk empfiehlt Linux

Bei einem kurzen Abstecher auf Facebook, wurde mir von der Leserschaft bereits nachfolgender Post von einem Facebook-Mitglied unter die Nase gerieben.

Musk empfiehlt Linux

 

Der Artikel ist zwar nur für registrierte Nutzer abrufbar, aber die Botschaft ist recht klar. Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, hat erneut Microsoft ins Visier genommen, nachdem dort gestern der AI-PC mit Copilot vorgestellt wurde. Eine Funktion, die wohl sehr heftige Reaktionen auslöst, ist die Funktionen "Recall". Diese ermöglicht es Windows, ständig Screenshots vom Bildschirm des Benutzers zu machen und ein generatives KI-Modell zu verwenden, um die Daten zu verarbeiten und sie durchsuchbar zu machen. Das ist dann die ultimative Wanze in jedem PC.

Satya Nadella, Chef von Microsoft, sagte zwar während eines Interviews, wo er die AI-PCs vorstellte und nach den Bedenken der Menschen bezüglich dieser Recall- Funktion gefragt wurde: "Man muss zwei Dinge zusammenbringen. Das ist mein Computer, das ist mein Recall, und das wird alles lokal gemacht. Das ist also das Versprechen. Das ist einer der Gründe, warum Recall wie eine magische Sache funktioniert, denn ich kann darauf vertrauen, dass es auf meinem Computer ist."

Benutzer sollen die Funktion Recall auch davon abhalten können, Screenshots zu machen, falls sie um ihre Privatsphäre besorgt sind oder die Funktion nicht nutzen wollen. Es ist aber das alte Spiel: Der Benutzer bekommt Sachen auf's System gespült und muss sie abschalten, wenn er sie nicht haben will. Und wenn das Microsoft Marketing es wünscht, werden die Funktionen wieder aktiviert. Musk ließ mit einer Antwort nicht lange auf sich warten und meinte: "Vielleicht ist es an der Zeit, die Desktops der Verbraucher auf Linux umzustellen." Musk hatte ja schon mal Zoff mit Microsoft, weil er seinen neuen Windows PC nicht ohne Microsoft-Konto betreiben konnte (auch wenn das noch möglich ist).

In Teil 2 der Artikelreihe gehe ich noch auf einige weitere Informationen und Punkte rund um das Thema AI und Copilot ein.

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27 Antworten zu Microsofts AI-PC mit Copilot – KI-Informationssplitter Teil 1

  1. Ömmes sagt:

    Wahnsinn, was die MS Jünger alles mit sich machen lassen…

  2. McAlex777 sagt:

    *** Der Benutzer bekommt Sachen auf's System gespült und muss sie abschalten, wenn er sie nicht haben will. Und wenn das Microsoft Marketing es wünscht, werden die Funktionen wieder aktiviert. Musk ließ mit einer Antwort nicht lange auf sich warten und meinte: "Vielleicht ist es an der Zeit, die Desktops der Verbraucher auf Linux umzustellen."***

    Es wird immer klarer:
    Microsoft ist nach Windows7 vollkommen falsch abgebogen.

    • Guido Mehriekez sagt:

      Hätte nie gedacht, das ich Ballmer mal vermissen würde. Selbst Vista war zu unrecht im verruf. Geheul war groß weil schrott wie TWAIN für WIA aus dem system flog und ein paar scanner zu müll wurden, aber was unter Ballmer erschaffen wurde war gut.

      [https://www.youtube.com/watch?v=_WW2JWIv6G8]

      • McAlex777 sagt:

        VISTA war für die bestehende Hardware seiner Zeit inperformant, die Benutzerkontensteuerung nervig (ohne echte Sicherheitsgewinne), und das neue Treibermodell erzwang neue Hardware.

        • Guido Mehriekez sagt:

          Vista (2007) lief perfekt auf meiner Selbstbau-Hardware (stand der technik) damals. War wohl mein Core 2 Quad Q9550 (2008) mit OEM System Builder von Alternate. Aber die Erinnerungen werden schwächer.

          Klar lief das nicht auf den XP-Gurken von 2001, aber alle waren wütend das 6 Jahre alte Kisten ausgeschlossen waren. Kommt mit mit der Windows 11 "problematik" bekannt vor.

  3. Max sagt:

    Das erste Mal, dass ich Elon bei einem Thema zustimme. Noch läuft auf meiner Kiste ein abgespecktes Windows 10, aber ich bin inzwischen sehr nah dran, auf Linux zu wechseln. Mit dem EoL von Windwos 10 im Oktober 2025 stelle ich mir definitiv die ernste Frage. Ich hoffe, dass Linux bis dahin noch etwas komfortabler wird.

    • McAlex777 sagt:

      *** Ich hoffe, dass Linux bis dahin noch etwas komfortabler wird.***

      Zuerst die Gute Nachricht: Gnome, KDE/Plasma, Cinnanmon werden kontinuierlich immer Besser. Ich hab einem älteren Nachbarn Linux-Mint installiert auf einem uralt System installiert, nachdem seine Disk ausgefallen war – 15min Einführung wo er Office, Browser, Email starten kann – das wars.

      Man gewöhnt sich mit etwas Zeit auch an andere Programme/Prozesse. Vielleicht muss, man auch umlernen – z.B. Gimp.
      Inzwischen ist meine Devise lieber privat auf einzelnes zu Verzichten, als den Microsoft-Mist weiter mitzumachen. Möglicherweise kann Offline-Virtualisierung von WindowsXP/Windows7 helfen.

      Es macht Sinn privat inkompatible Hardware irgendwann durch kompatible zu ersetzen wenn das Probleme minimiert.

      Man darf nicht vergessen das Microsoft zunehmend auch 0 komfortabel ist, wenn einem Datenschutz wichtig ist. Dann kannst Du inzwischen monatlich irgendwelche Microsoft-Dokus nach möglichen Änderungen durchwühlen die Deinen Datenschutz unterlaufen: das wird mit KI dann noch kritischer.

      Ich wünsch Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt!

      • Gigabernie sagt:

        Eure Projekte in Ehren, aber niemand von uns wird erleben, dass Linux als Desktop OS einen prozentual 2-stelligen Marktanteil erreicht.
        Es fehlt einfach an binärer Kompatibilität.
        Klar, fürs Surfen, Schreiben und E-Mail reicht es immer.
        Aber wenn ich neue Peripherie oder Programme brauche, muss ich immer zuerst schauen, ob die unterstützt sind. Bei Windows brauche ich mir keine Sorgen machen. Verbinden, Version auswählen, wird installiert. Ganz aktuell ist da auch Smarthome im Gespräch.

        Linux taugt für Serveranwendungen, Pentester, Enthusiasten mit viel Zeit, um Dokumentationen zu lesen und sich vor der Konsole nicht scheuen, und Scriptkiddies. Letztere haben auch noch einen Windows-PC zum Zocken. Aktuelle Games laufen meist nicht, oder nur eingeschränkt.

        Auch Elon Musk wird nicht zu Linux wechseln. Der kann ja nichtmal Windows :)

        Die allermeisten interessiert die DSGVO nicht. Die sind nur davon genervt. Schade!

        • Johnny sagt:

          ah, Microbernie haut wieder einen raus.

          Eigentlich ist Linux für fast alles geeignet, man muss sich nur umgewöhnen.

          zum Thema zweistellig: das ist wie mit der Intelligenz bzw beim -quotienten: da wird es bei einigen auch schwer, was Zweistelliges zu erreichen, nicht wahr, Bernie? :-)

          • Joerg sagt:

            Leider nein, fangen wir ganz simplen Dingen an:
            aktive PDFs die im hintergrund JSCRIPT oder ähnliches verwenden, nativ für Linux gibt es keinen (Adobe läuft mit SNAP / WINE also per Emulator). Mit dem Foxit läuft das nicht mal ansatzweise so gut wie unter Windows.

            Ich hab ein paar Anwendungen im privaten Gebrauch wo rund 15k kleinere Assets reingeladen werden (in Summe ca. 10GB Daten), unter Windows dauert das ca. 3-5min, unter Linux schmiert die Software ab, die Entwickler wissen aber nicht warum oder können/wollen es nicht fixen.

            Spielen unter Linux, mit Steam (Proton) eher "geht so", der ein oder andere Titel läuft mal besssr mal schlechter unter Linux, zu wenig Kontinuität, zu viel rumgebastel

            3D Leistung (mit AMD CPU & Grafikkarte) zum größten Teil schlechter als unter Windows

            Gesamtsystemleistung fühlt sich unter Windows deutlich performanter an, alleine das kopieren von größeren Datenmengen läuft bei Windows stabil ohne Nebeneffekte, unter Linux entstehen z.T. harte Lags trotz installierter Treiber
            Im großen und ganzen sind es viele kleine Punkte unter Linux einfach nervig und nicht ausgereift sind.

            Unterstützung guter Soundkarten für Linux: Fehlanzeige, habe alles versucht meine Soundblaster via SPDIF ans laufen zu bekommen, habe es am Ende aufgegeben und nutze unter Linux die 08/15 Soundlösung vom Mainboard.

            Teste das ganze aktuell unter kubuntu 24.04.LTS (Ubuntu mit Gnome ist einfach beschissen).

            Ich brauche jetzt auch keine Tipps und Hilfe bei der Systemeinrichtung, suchen, lesen, verstehen und umsetzen bekomme ich da schon hin :p

        • viebrix sagt:

          Also die Konsole benötige ich in Linux inzwischen schon fast seltener als in Windows. Maximal um meine KI Software zu starten und das könnte man natürlich auch am Desktop verlinken. Aber ich mag hier den Logs direkt in der Konsole sehen.
          Bei Windows hingegen, gibt MS immer mehr Anleitungen für CMD oder meistens Powershell…

      • viebrix sagt:

        Statt GIMP würde ich KRITA empfehlen. Das ist mehr so wie ein Windows Grafikprogramm und entwickelt sich auch rasend schnell weiter.

  4. jojo sagt:

    Ich hau da jetzt mal dazwischen: Wenn ich irgendwann mit meinem Windows PC ein Gespräch führen kann wie mit einem Menschen und das Ding dann Sachen für mich erledigt dann ist mir das alles ziemlich egal. Hauptsache die Dinge werden erledigt. Also ich finde die Entwicklungen momentan extrem spannend. Das es auf dem Weg dorthin ein paar mal rumpeln wird ist aber auch klar.

    • Anonymous sagt:

      Ersetze mal Windows PC durch Haushaltshilfe – würdest Du jemanden anheuern, der alle Details aus Deiner Wohnung brühwarm mit allen seinen/Deinen Nachbarn teilen würde? Hauptsache, die Dinge werden erledigt?

    • Günter Born sagt:

      Wäre a bisserl doof, wenn "dein rumpeln" dazu führt, dass Passwörter oder Kreditkartendaten von der AI extrahiert würde und ein nicht so freundlich geneigter Prompt Engineer es schafft, diese Daten mal eben für sich und seine Missbrauch betreibenden Freunde zu extrahieren.

      Ich kann nur den Kopf über so viel Blauäugigkeit schütteln. Ist in etwas so, als ob ich auf meinem Schreibtisch alle meine vertraulichen Unterlagen (inkl. Bank- und Zugangsdaten) offen und für den Publikumsverkehr einsehbar herumliegen lassen würde. Von DSGVO möchte ich erst gar nicht anfangen.

      • McAlex777 sagt:

        Es ist den Leuten egal, solang ihr Konto nicht geplündert wird.

        Genau darum verwenden Schulen Whatsapp, Microsoft-Office und feinden einen jeden an der Ihnen das madig macht.

        Genau darum können Firmen wie Microsoft machen was sie wollen, und Staat und Justiz immer weiter ihre Befugnisse ausbauen.

  5. Seita sagt:

    Ich denke die Menschheit verblödet immer mehr.
    Haben keinen Bock mehr Sachen selber zu machen oder selber mal nachzudenken.

  6. Karl sagt:

    Früher hat man sich beschwert, wenn Malware (kriminelle oder polizei-/geheimdienstliche) Technologie auf den PCs installiert, die Screenshots mal alle naslang macht, um hinter das eine oder andere zu kommen, was interessant für eine weitere Ver- oder Auswertung sein könnte.
    Was für ein Hohn, wenn "dein" OS Lieferant die Basisinstallation gleich frei Haus liefert und dann auch noch AI darüber laufen lässt.
    Datenschutzrechtlich ist das Tool, das permanent Kopien vertraulicher Daten ablegen kann, ohnehin ein absolutes no-go.
    Was bedeutet so ein Feature für Internet-Cafés, für Mehrbenutzersysteme, für Firmen?

    Was bedeutet so ein Feature, dass ggf. auch remote aktivierbar wäre, für die Nutzung von Windows in Ländern wo man sehr aufpassen muss, was man für Spuren hinterlässt?

    Ich denke der Impact ist, im Gesamten betrachtet, annehmbar größer als auf den ersten Blick sichtbar. Vielleicht ungewollt wirkt das wie ein Angriff auf die Sozialgesellschaften, auf die politisch und religös verfolgten Menschen viele Staaten auf dieser Erde.

  7. IT-Nadja sagt:

    Das wird das nächste große Dimg!!! Ich werde mir auch so einen AI PC kaufen wenn sie endlich da sind. Wir mir viel Zeit ersparen.

  8. Anonymous sagt:

    Jetzt versteht man diesen künstlich losgetretenen KI Hype schon besser, es geht wohl hauptsächlich um ausgelagerte permanente Vorratsdatenspeicherung direkt bei jedem Client unter Deckmäntelchen "Recall". Apple hat es mit der "Time Machine" so ähnlich schon vorgemacht, nur war die Begründung besser.

  9. viebrix sagt:

    Mich verwundert es nicht, dass ein Google Mitarbeiter eine lokale KI Hardware für unnötig empfindet. Schließlich ist Google darauf ausgerichtet alle in die Cloud zu verführen. Ökonomisch und ökologisch, könnte das für KI auch Sinn machen, schließlich kann eine Cloud effizienter betrieben werden. Aber ehrlich, wenn ich oft in diesem Blog und Forum lese, dann bin ich nicht der einzige der nicht alle Daten einer Cloud anvertrauen will.
    Daher sehe ich schon ein Potential für KI Hardware die auch lokal läuft.
    Vermutlich wird es nicht dieser PC von MS sein und schon gar nicht dieser KI Chip der leistungsmäßig unter eine GPU steht. Aber ich denke schon dass der Bedarf da sein wird.

    Ich habe mich etwas mit den Entwicklungen in Sachen KI bei Grafik (Stable Diffusion) und auch in Sachen transkribieren (Whisper) beschäftigt.
    Das sind sehr nützliche KI Themen und ich denke in wenigen Jahren wird man sich ein Grafikprogramm kaum mehr ohne KI Unterstützung vorstellen können. Für alle die an Grafik an sich kein Interesse haben, das selbe gilt natürlich für Präsentationen wie zB PowerPoint. Ich denke wir haben hier einen Sprung ähnlich wie es der Heim-PC mit Drucker verursacht hat. Damals konnte man plötzlich selbst vieles kreieren und selbst drucken, das vorher nur Profis konnten. Auch würde ich es mit der Entwicklung von Heimvideoschnitt vergleichen. Plötzlich konnten eigene Videos aussehen wie im TV. Genauso die Möglichkeit mit 3D Software zu Hause zu arbeiten wie Blender. (Ja das sind dann vielleicht nur mehr die 1%) Aber dadurch entstanden Unternehmen und Selbstständige die plötzlich auf der ganzen Welt Effekte machen konnten wie zuvor nur Hollywood.
    Nicht die KI alleine aber die Kombination von Grafikprogrammen/Videoschnittprogrammen/3D Programmen wird in wenigen Jahren alles bisher da gesehene revolutionieren. 10 Jährige werden ihre eigenen Kurzfilme machen die Kino Niveau haben werden.

    Das andere Thema Transkribieren. Gerade durch diese viele laute Musik mit Kopfhörern hören, wird mit jeder Generation im Alter das Hören schwieriger werden. Da werden Untertitel etc. ein große Hilfe sein. Niemand muss diese nun mehr schreiben. Auch in den Büros wird es niemanden mehr benötigen der Protokolle anfertigt. Aber das ist schon aktueller Stand der Technik. Nur es möchte vielleicht niemand alle Gespräche auf einen Server hochladen.

    Das waren jetzt nur zwei Beispiele, da lauern noch viele neue Anwendungen für KI, die Bots sehe ich eher als Anfangsrauschen…

    Was MS wirklich mit der Entwicklung möchte – ob es da wirklich um Daten abkassieren geht, oder ob sie das Zeitfenster nur nutzen wollen um einfach erster im Markt zu sein traue ich mir nicht abschätzen und habe ich auch zu wenig davon mitbekommen.

  10. Joerg sagt:

    Ich weis gar nicht was Ihr habt, einfach mit einem LTE/5G Vertrag surfen und den Bildschirm schön in UHD laufen lassen, dauert max 1-2T dann ist der Spaß vorbei weil das Datenvolumen aufgebraucht ist ¯\_(ツ)_/¯.

    Bei der, stellenweise, extrem schlechten Bandbreitenverfügbarkeit wird das eh nichts :-) – "Security by low bandwidth"

  11. Martin B sagt:

    das Thema Übersetzen ist tatsächlich interessant. Plötzlich rücken die Kulturen dieser Welt enger zusammen – Echtzeitübersetzung wann und wo man will, von mir aus auch in Untertitel.

    Aber lokal Screenshots anfertigen und KI füttern? Was soll der Quatsch, eine optimierte Phrasensuche würde schon viel helfen, dazu braucht man keine stromfressende KI, die möglicherweise noch das Großhirn von MS füttert, das muss wirklich nicht sein.

  12. McAlex777 sagt:

    *** Laut Microsoft kann nur der Benutzer auf die (seine) Daten zugreifen. Das stimmt nicht, die Dateien liegen in AppData, im neuen Ordner CoreAIPlatform. Beaumont kann zeigen, dass ein anderes Benutzerkonto auf demselben Gerät auf die Datenbank zugreift. ***

    Die Aussagen stimmen auch deswegen nicht, weil damit "Persönliche Computer" zu detaillierten Wanzen für Behörden umfunktioniert werden: Dein PC hat im Sekundentakt Tagebuch über Dich geführt.

    Erschwerend kommt hinzu das der Mensch zum formulieren von Werken Zeit braucht, 5x umformuliert, und dann erst das Endergebnis speichert: Dein PC wird schon bald jeden deiner einzelnen Gedankengänge ebenfalls erfassen – auch welche anderen Quellen du dabei hergenommen hast. Die KI kann somit also auch erfassen wie sein Anwender denkt, tickt, und seine Gedanken Klassifizieren. Das Microsoft Anwender Klassifiziert haben sie unlängst in Ihren Cloud-AGBs aus Oktober 2023 verkündet. Auch eine Zusammenarbeit mit Drittanbietern und Behörden wurde in dem Zusammenhang angekündigt.

    Nach all den bereits erfolgten Gängeleien, und Datenübergriffigkeiten seit Windows10/11 kann man jedem dem Datenschutz wichtig ist nur empfehlen, seine Geschäftsbeziehungen zu Microsoft zeitnah zu beenden, sofern sich das irgendwie einrichten lässt.

    Die Alternative ist ein 100% gläsernes Tagebuch über PC-Anwender:
    Die KI wird euch schon in wenigen Jahren vollständig anfangen zu durchleuchten.
    Die behördlichen Begehrlichkeiten werden das einfordern.

    Am Ende wird die PC-KI ihre Anwender diagnostizieren, und Urteile abgeben können.
    Herzlichen Glückwunsch.

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