Microsoft Power Automate: Für Privatkunden eingestellt

Stop - Pixabay[English]Kurze Information für Nutzer, die vielleicht die kostenlose Möglichkeit von Microsofts Power Automate für eigene Zwecke eingesetzt haben. Gerade habe ich mitbekommen, dass Microsoft diese Automatisierungslösung für Privatanwender nicht mehr bereitstellt. Wer da noch Flows und Daten gespeichert hat muss diese im Juli 2025 sichern oder auf Alternativlösungen wechseln. Hier ein kurzer Abriss des Sachverhalts.

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Microsoft Power Automate (bis November 2019 Microsoft Flow) ist eine cloudbasierte Software zur Automatisierung von wiederkehrenden Aufgaben. Gemeinsam mit Power Apps und Power BI gehört Power Automate zur Produktfamilie der Microsoft Power Platform. Durch verschiedene Datenkonnektoren können Prozessautomatisierungen systemübergreifend, auch für Produkte außerhalb des Microsoft-Ökosystems, erstellt werden.

Microsoft wirbt mit der Interoperabilität mit Microsoft 365 und schreibt "Automatisieren Sie in Excel, OneDrive oder Teams", ohne Anwendungen zu wechseln und Ihren Arbeitsablauf zu unterbrechen. Es gibt diese Einführung in Power Automate von Microsoft.

Kein Power Automate für Privatanwender mehr

Microsoft hat den Supportbeitrag Deprecation of support for personal Microsoft service accounts in Power Automate mit der Abkündigung des Produkts für Privatanwender zum 27. Mai 2025 bekannt geben. Ich bin bei Martin Geuß auf diese Information gestoßen.

Es gibt wohl eine Übergangsphase für die Unterstützung persönlicher Microsoft-Dienstkonten für Power Automate, die zum 26. Juli 2025 endet. Power Automate für den Desktop sei davon nicht betroffen hießt es und kann weiterhin mit persönlichen E-Mail-Konten verwendet werden.

Die Abschaffung der persönlichen Konten in Power Automate wird mit der Verbesserung der Sicherheit und der Anpassung der Plattform an professionelle, unternehmensgerechte Standards begründet. Spätestens nach dem 26. Juli 2025 gilt:

  • Benutzer können sich nicht mit persönlichen E-Mail-Konten, wie z. B. gmail.com oder outlook.com, beim Power Automate-Portal oder der mobilen App anmelden.
  • Benutzer können keine Cloud-Flows im Portal oder in der mobilen App erstellen, bearbeiten oder verwalten.
  • Der Zugriff auf alle Cloud-Flows, die mit Microsoft-Dienstkonten verknüpft sind, wird dauerhaft entfernt und diese Cloud-Flows werden gelöscht.

Für Betroffene, die Power Automate weiterhin nutzen möchten, empfiehlt Microsoft den Wechsel zum Power Apps Developer Plan.

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8 Kommentare zu Microsoft Power Automate: Für Privatkunden eingestellt

  1. Luzifer sagt:

    Schade, aber gut solange die Desktop Version nicht betroffen ist… ist doch ein wertvolles Tool.

  2. Anderl sagt:

    Wir nutzen auch für ein paar wenige Sachen Power Automate, aber genau dass ist der Grund, warum ich alle anderen Lösungen, die ich lokal betreiben kann, bevorzuge. Microsoft entwickelt irgendwas, man nutzt es und plötzlich heißt es, ah ne doch nicht mehr, wird eingestellt, such dir was andres.

    Was bringts, wenn ich hier Zeit und Hirnschmalz investiere und ich nicht weiß, ob das in 2-3 Jahren auch noch lauffähig ist.

    • McAlex777 sagt:

      Wie oft hat jetzt Microsoft in den letzten 20Jahren irgendwelche Apps für den Desktop ungefragt ausgerollt und dann wieder irgendwann eingestellt?

      Darum nutz ich bis heute kein OneNote, sonder TXT-Dokumente.

      Zu PowerAutomate:
      Mir wurde relativ schnell klar das das ganze Konzept eher Frickelei ist.
      Das hängt an XY-Koordinaten, Klickpositionen, Fenstergröße …
      Wie soll das bei Programm-Änderungen, Auflösungsänderungen, oder wenn andere Apps sich in den Vordergrund drängen verlässlich funktionieren?

      Dann hab ich iwas Automatisiert, was in 2 von 10 Fällen nicht zuverlässig funktioniert und beginne stundenlang irgendwelche Workarrounds zurechtzufriemeln.

      Meine Automatisierungen im Linux/Bash-Umfeld laufen seit Jahren 24/7 Wartungsfrei. Das einzige was da angepasst wird sind neue Features.

      Meine Linux Bash-Scripte von vor über 20Jahren laufen heute zumeist noch Out-of-Box oder brauchen nur marginale Anpassungen.

  3. Tomas Jakobs sagt:

    Unbegreiflich, dass es überhaupt Leute gibt, die das einsetzen. Wenn jemand ein Monitoring/Benachrichtigung braucht, dann nutzt ein dafür vorgesehenes und hoffentlich in jedem Netzwerk existierende Monitoring-Tool (z.B. Zabbix). Hier ein Beispiel aus der Praxis:

    https://blog.jakobs.systems/blog/20250420-zweitbeste-loesung/

    Wenn es um Reporting und Auswertungen geht dann nutzt entsprechende BI Tools (z.B. das freie Metabase). Sollen Events oder Webhooks abgefragt werden, macht das sauber mit den eigenen Scripten in Programmiersprachen (z.B. Python oder meinetwegen Powershell/Bash/Curl).

    Wenn es nur um eine Windows Automatisierung geht, dann nutzt das robuste und seit Jahrzehnten bewährte AutoIt (leider nicht frei, dafür aber kostenlos)

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