DLNA im hands-on-Experiment

Der Austausch von Multimediadaten (Fotos, Musik, Video) zwischen Smartphones, Tablet PCs, Desktops und TV-Geräten nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Damit das Ganze möglichst problemlos klappt, sind Standards gefordert. Bei Smartphones kommen ggf. kabelgebundene Lösungen wie microHDMI-zu-HDMI-Adapter oder Standards wie MHL sowie SlimPort zum Einsatz. Optimaler sind Lösungen zur Drahtlosübertragung. Gestern habe ich hier über Miracast gebloggt, und Apple hat sein Airplay, was vordergründig aber nur in deren Gerätewelt funktioniert. Für den Rest der Nutzerschaft gibt es DLNA – einen herstellerübergreifenden Standard für verschiedene Geräte. In einer kleinen Artikelreihe möchte ich den Einsatz von DLNA unter Windows, Android und iOS auf dem iPad zeigen.


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Was ist DLNA?

Das Kürzel DLNA steht für Digital Living Networking Alliance, ein 2003 gegründeter Zusammenschluss verschiedener Hersteller. Ziel ist es, die Kompatibilität verschiedener Geräte wie Fernseher etc. bei der Übertragung von Medieninformationen (Fotos, Musik, Videos) durch eine Gerätezertifizierung sicherzustellen. Zwischenzeitlich haben sich mehr als 230 Hersteller weltweit dieser Organisation angeschlossen – und ein DLNA-Logo auf einem Gerät stellt sicher, dass dieses mit entsprechenden anderen DLNA-Komponenten zusammen arbeiten wird.

Eine Übersicht der Möglichkeiten, die DLNA zur Drahtlosübertragung von Fotos, Videos und Musik bietet, findet sich auf der Webseite dlna.org der Organisation. Eine sehr schöne Beschreibung findet sich auf der deutschen Wikipedia-Seite Digital Living Network Alliance. Hier sind auch die in DLNA zertifizierten Geräteklassen Heimnetzwerkgeräte, Tragbare Geräte und Infrastrukturgeräte aufgeführt. Der Wikipedia-Artikel geht auch auf das Problem ein, dass unterschiedliche DLNA-Versionen u.U. Schwierigkeiten bei der Medienwiedergabe verursachen können.

Ein TV-Gerät braucht zum Erhalt des DLNA-Logos lediglich JPEG-Fotos, Audio als LPMC ((2-Kanal-Audio) und MPEG-2 (Video) zu unterstützen. Folglich wird man bei der Wiedergabe von MP3-Audiodateien oder beim Abspielen von MPEG4-Videomaterial bereits Schiffbruch erleiden – von exotischeren Formaten wie WMV, MPEG-1, WMA, OGG etc. ganz zu schweigen. Allerdings ist es mittlerweile so, dass die meisten Geräte nach DLNA 1.5 zertifiziert sind, so dass die meisten Formate per WiFi-Übertragung abspielbar sind. Nachfolgend finden Sie noch Links zu einigen Artikeln, die sich mit der Thematik auseinandersetzen.

a1: Das kann DLNA (connect-Artikel)
a2: DLNA vernetzt das Wohnzimmer  (connect-Artikel)
a3: DLNA – Digital Living Network Alliance (schöne Übersicht bei conrad.de)
a4: CNet-Artikel aus 2009 zu Problemen bei DLNA

In den nachfolgenden Artikeln möchte ich Ihnen konkret zeigen, was man aktuell mit DLNA tun kann. Ich bespreche, wie sich ein TV-Gerät oder ähnliches mit wenig Aufwand zu einem DLNA-Gerät umrüsten lässt und wie das DLNA-Streaming unter Windows, Android und iOS funktioniert. Dabei gehe ich auch auf Probleme ein, die mir beim Testen aufgefallen sind.

Artikelreihe
i: DLNA im hands-on-Experiment
ii: Den Fernseher per inakustik-Stick mit DLNA nachrüsten
iii: Konfiguration und Einsatz des inakustik-DLNA-Sticks
iv: DLNA-Streaming in Windows
iv-a: DLNA-Streaming in Windows 8.1 für Apps freigeben
v: DLNA-Streaming unter Android
vi: DLNA unter iOS nutzen

Ähnliche Artikel:
o1: Slim Port, was ist das nun schon wieder?
o2: MHL: microUSB-zu-HDMI-Adapter für Smartphones
o3: Miracast bei Windows 8.1
o4: Chromecast: HDMI-Streaming-Stick vorgestellt


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Über Günter Born

IT-Autor, Blogger borncity.de
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Eine Antwort auf DLNA im hands-on-Experiment

  1. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Alle Artikel zu Streaming

    Hier im Blog gibt es zwischenzeitlich eine große Anzahl an Beiträgen rund um das Thema Streaming. Um den Durchblick zu behalten, habe ich den nachfolgenden Übersichtsartikel über so gut wie alle Streaming-Artikel, die hier im Blog erschienen sind, erstellt.

    Hands on: Streamcasting mit DLNA, Miracast, Airplay & Co.

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