Windows 10 Version 1607: Probleme bei Update KB3176938

Microsoft hat Ende August Update KB3176938 für Windows 10 Version 1607 (Anniversary Update) für alle Nutzer freigegeben. Die Hoffnung, dass bestimmte Bugs des Anniversary Update mit der Build 14393.105 behoben seien, hat sich nicht bewahrheitet. Dafür laufen einige Nutzer in andere Probleme. Hier eine kleine Nachlese – vielleicht hilft es Betroffenen.


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Über das Update KB3176938 (Cumulative Update for Windows 10 Version 1607: August 31, 2016) hatte ich im Beitrag Kumulatives Update KB3176938 für Windows 10 Version 1607 berichtet. Das Update wurde bereits an Windows Insider ausgerollt und teilweise überarbeitet. Aber es gibt wohl noch Probleme.

Was wurde gefixt?

Eine allgemeine Liste der Fixes und Zuverlässigkeitsverbesserungen findet sich im Beitrag Kumulatives Update KB3176938 für Windows 10 Version 1607 bzw. in der Update-History von Microsoft. Interessanter ist für Nutzer von Windows 10 Version 1607 was konkret gefixt wurde:

  • Druckproblem: Das Microsoft Sicherheitsbulletin MS16-098 (Sicherheitsupdate für Windows-Kernelmodustreiber vom 9. August 2016) führte dazu, dass das Drucken mehrerer Dokumente streikte (siehe (Druckprobleme durch Microsoft Sicherheitsbulletin MS16-098). Dieser Fehler wurde explizit gefixt.
  • PowerShell-Bug: Mit dem Update KB3176934 vom 23. August 2016 hat sich ein Fehler in Windows 10 Anniversary Update eingeschlichen, der PowerShell-Funktionen killt (Gotcha, the Windows 10 PowerShell-Bug in KB3176934). Diese Fehler sind nach meinen Informationen behoben. Nachtrag: Hier wird es nochmals gestätigt.
  • Kobo-Reader und Kindle: Es gab Berichte, dass die Reader wohl nicht mehr erkannt würden oder dass Windows 10 V1607 abstürzt (Windows 10 Anniversary Update-Absturz durch Kindle Reader). Nach meinen Informationen sollten diese Fehler behoben sein.

Zudem sollen laut Changelog auch Probleme mit Hyper-V (siehe Windows 10 Version 1607: Hyper-V/Bitlocker/DeviceGuard als Upgrade-Stopper) behoben sein. Auch Ladeprobleme von Apps im Windows Store wurden adressiert.

Was wurde wohl nicht (richtig) behoben?

In Windows 10 Version 1607 schlummern aber einige fiese Bugs, von denen Nutzer hofften, dass diese gefixt werden. Nach meinen Informationen sind folgende Fehler aber nicht oder nicht vollständig adressiert.

Es sind also verschiedene Fehler, die zahlreiche Nutzer nerven, bisher nicht per Update behoben worden.

Tester der Windows Insider Preview sind bereits auf der Build 14915. In diesem InfoWorld-Beitrag geht Woody Leonhard auf die Frage ein, ob und was von den obigen Bugs gefixt ist.

Weitere Probleme, die Update KB3176938 verursacht

Hier eine kursorische Sammlung von Problemen, die mir im Zusammenhang mit diesem Update unter die Augen gekommen sind.

Die Liste ist möglicherweise unvollständig. Ich dachte aber, dass es hilfreich ist, das Ganze hier zusammen zu tragen. Vielleicht hilft es einigen Betroffenen. Wenn weitere Probleme oder Lösungen gekannt sind, könnt ihr ja einen Kommentar hinterlassen.

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9 Kommentare zu Windows 10 Version 1607: Probleme bei Update KB3176938

  1. Tim sagt:

    „Die Frames reduzieren sich von 30 FPS auf gerade mal 5 FPS.“

    Da wäre mal interessant welche Hardware läuft und welche Titel betroffen sind.
    30 FPS gelten ja in der Regel am PC als gerade mal so flüssig und das betrifft dann halt oft die schwächeren Mittelklasse Geräte…

    Windows 10 ist aber bekannt dafür, das es gern mal den Vollbild Fokus für Mäuse verliert und man rudert dann Steuerungslos mit der Maus rum, oder sich das Startmenü, oder App Benachrichtigungen ins Bild schieben, oder man plötzlich komplett auf den Desktop landet. Irgendwie scheint die Windows App Oberfläche sich mit Vollbildanwendungen wie eben Spielen zu beißen und um die Vorherrschaft zu kämpfen, vielleicht auch auf Kosten der Leistung der Vollbildanwendung, wenn Microsoft da rumwurstet.

  2. Ralf sagt:

    Auf manchen Geräten funktioniert der Plattformdienst für verbundene Geräte nicht mehr. Das 1607er Update hatte den Dienst auf Automatisch gesetzt (vorher war er auf manuell). Er kann aber auf einzelnen Geräten nicht gestartet werden. Scheinbar ist durch eines der kulmulativen Updates die erforderliche DLL verloren gegangen. Beim Entfernen externer Hardware (wie USB-Sticks oder USB-Festplatten) bekommt man dadurch keine Nachricht mehr, dass das Gerät sicher entfernt werden kann.

  3. Janami25 sagt:

    Wunderbar, das nach einem Upgrade so einfache Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, plötzlich nicht mehr funktionieren.

    Prima, immer weiter herumbasteln an Windows 10 und noch mehr verändern. Einige Fehler gefixt, dafür etliche neue aufgetaucht. So sieht also die Zukunft von Stabilität aus. Und das wird ja noch „besser“ werden, denn man kann sich schon auf die nächsten Upgrades (RS1+2) für 2017 „freuen“…

    Wenn das nicht den Usern Spass macht, ständig neue Fehler zu bekommen und immerwährend Neuinstallationen zu machen (DIE EMPFEHLUNG FÜR USER DIE UNENDLICH ZEIT HABEN ODER NUR EIN PAAR SPIELE INSTALLIERT), dann weiss Ich auch nicht. 😉

    Ernsthaft…wer will sich so was unausgegorenes denn wirklich antun ?! Bei Mittelständlern, die die Pro Version nutzen ist das ganze ja noch schlimmer einzuordnen.

    Was ist bloss aus Windows geworden ?! Da war ja 8.1 noch absolut stabil gegen dieses Debakel…

    Und wenn Fehler (siehe Webcamgate) von den Insidern bereits Januar diesen Jahres kommuniziert werden, ist es Microsoft a.) scheissegal oder b.) unfähig mit solcher „Pillepalle“ umzugehen. Hauptsache, die Werbung und Kontrolle wird ausgebaut.

    „As aService“ for Microsoft, not for Consumer.

    • hs sagt:

      man hat den Eindruck Microsoft entwickelt W10 nur für die Insider damit die ihren Fehlersuchspass haben, der normale Nutzer der ein funktionierendes Windows zum arbeiten braucht ist aussen vor …

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  5. deo sagt:

    MS sammelt Telemetrie und wenn bei einem PC ein Update Fehler verursacht, dann kann man bei diesem PC einen Hotfix gezielt installieren, ohne die Millionen anderer PCs zu tangieren, bei denen der Fehler nicht auftritt. Das wäre eine Alternative, um Folgefehler bei Leuten zu vermeiden, die keinen Fix benötigen. Es ist ökonomischer Schwachsinn, Millionen PCs mit kumulative Updates zu stören, die keins benötigen. Diese Sammelupdates verursachen unnötigen Aufwand bei den Benutzern. Damit ein Konzern Kapazitäten einsparen kann, werden Millionen am anderen Ende drangsaliert. Windows Insider scheint das zu gefallen. Das sind dann Masoschisten. Wenn die das wollen, ist das ihre Sache. Aber lasst mich bitte mit der Quälerei in Ruhe.

  6. Hans Brender sagt:

    Jetzt bin ich auch einmal betroffen. Update installiert. Reboot. Danach ausser einer neuen Schriftart nichts installiert. Jetzt wurde das Update noch einmal angeboten und installiert. Ah, ja, ich habe den Accesspoint (habe 3 im Haus) gewechselt. Ich bin gespannt, wie sich dieses Update-Chaos entwickelt. Surface 3 Pro Enterprise Edition in einer Domäne.

  7. Willi sagt:

    Es ist schlimm, dass man sich als IT-Laie und Windows-Geschädigter mit Problemen befassen muss, die man nicht verursacht hat. Der 1607-upgrade schien bei meinem Desktop-Rechner einigermaßen ordentlich gelaufen zu sein, bis dann der Ärger begann:
    Software, die unter Windows 10 vorherige Version noch einwandfrei lief, startet nicht mehr.
    Der Start der Office-Software dauert gefühlte 15 bis 20 Minuten.
    Die Festplatten-LED leuchtet permanent.
    Der Systemstart und das Herunterfahren dauern ewig.
    Vielleicht ist das Thema „Probleme mit SSD“ noch nicht behoben, von dem zu lesen war. Wenigstens gibt es eine einigermaßen funktionierende Rückkehrmöglichkeit auf die vorherige Fassung und Aussetzten des Upgrades 1607. Allerdings kann man den Upgrade nur eine bestimmte Zeit verhindern. Wie es dann weitergehen soll, wenn MS nicht entscheidend nachbessert, ist mir rätselhaft.

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  9. Ich hatte eine funktionierende, legal von Windows 7 Prof. aktualisierte Windows 10 Version 1511 und den Schalter „Upgrades zurückstellen“ gesetzt. Damit hatte ich eine ganze Zeitlang Ruhe. Trotzdem hat Microschrott dies irgendwann ignoriert. Aktuell (13.02.2017) wird jedem, ob er will oder nicht dieses unausgegorene Sch… update untergejubelt. Danach nur Probleme und das login dauerte mindestens 3-5 Minuten.

    Inzwischen hab ich ein Image mit 1511 zurückgespielt und jetzt über einige Tipps zumindest vorläufig Ruhe. Hilfreich war dabei das Microsoft Tool „wushowhide“, also show or hide Updates und eine Gruppenrichtlinie. Dabei geht man wie folgt vor:
    gpedit.msc starten und den Punkt „Computerkonfiguration – Administrative Vorlagen – Windows Komponenten – Windows Update“ anwählen.
    Dann gibt es rechts den Punkt „Upgrades und Updates zurückstellen“. Den aktiviert man durch Doppelklick und stellt in dem Fenster die Dauer der Zurückstellung für Upgrades auf 8 Monate. Solang hat man dann hoffentlich Ruhe. Geht aber nur bei Windows 10 Pro oder Enterprise, aber nicht bei Home.

    Ich wäre trotzdem sehr dankbar, wenn es irgendwo einen sicheren Tipp gäbe, wie man dieses Zwangsupdate dauerhaft verhindern kann, ohne die Windows Update Funktion ganz abschalten zu müssen. Ach ja, hatte ich ganz vergessen: Habe als Windows Platte eine SSD und als Datenplatte eine normale SATA. Dualboot mit Windows 7 (falls das o.g. mal gar nicht läuft)

    Wem gehört eigentlich Windows 10? Mir oder Winzigweich? Können die damit eigentlich machen, was sie wollen?

    • Günter Born sagt:

      Hach, Du hattest mir den Kommentar hier zum Fall „Zwangs-Upgrade auf Version 1607“ hinterlassen. Ich habe mir vor ein paar Tagen einen Ast abgesucht, um den Kommentar zu finden und im Artikel hier zu verlinken – erfolglos.

      Die erneute Bereitstellung des Feature-Upgrades auf Version 1607 ist in deinem Szenario erklärbar. Durch „Upgrades zurückstellen“ in Windows 10 Pro wird das Ganze ja nur um maximal 8 Monate verzögert – und im Januar 2017 hat Microsoft angekündigt, dass diese Periode abläuft. Man muss gemäß Artikel Windows 10-Tipp: Updates blocken vorgehen, um das Update auszublenden.

      Ist schon ein Problem mit den Feature-Upgrades, wie Du richtig anmerkst. Würde mich interessieren, wie lange die Sperre mit dem Upgrade-Blocken hält. Halte mich auf dem Laufenden.

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