Neuerungen beim Windows 10 Creators Update

Irgendwann im März/April 2017 wird es soweit sein, Microsoft gibt Windows 10 Creators Update für die Allgemeinheit frei. So langsam kristallisieren sich Neuerungen heraus, die Microsoft den kommenden Windows 10-Builds spendieren will.


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Updates sollen sich pausieren lassen

Hand auf’s Herz: Windows Update ist seit Windows 10 kaputt, aber so was von kaputt, dass man eigentlich das Betriebssystem nur noch dumpen kann. Statt das Übel an der Wurzel zu packen und auszumerzen, frickelt man bei Microsoft rum. Erst haben ein paar beherzte Entwickler bei Microsoft den Notnagel wushowhide.diagcab gestrickt, mit dem man kaputte Updates blockieren kann (siehe Windows 10-Tipp: Updates blocken).

Und dann gibt es in den Pro-/Enterprise-Varianten die Möglichkeit, nicht sicherheitsrelevante Feature-Updates für eine Weile zurückzustellen (in der englische Version mit “defer updates” in den erweiterten Optionen einstellbar. Die Option ist in folgendem Screenshot, basierend auf der geleakten Windows 10 Build 14997 Enterprise, in den erweiterten Optionen zu sehen.

Update-Optionen

Neu hinzugekommen ist wohl die Option Pause Updates, mit der man generell die Installation von Updates um 35 Tage pausieren kann. Nur Defender-Updates werden dann durchgelassen. Dürfte nach meinem Gefühl aber wohl nicht für Windows 10 Home kommen. Die neue Option soll wohl das Desaster, welches durch diverse Updates in der Vergangenheit angerichtet wurde, verhindern. Bleibt die Frage, ob Microsoft es immer schafft, binnen 35 Tagen den Mist, den man per Update auf Systeme kippt, auch wieder zu korrigieren.

Ich bleibe dabei: Das Windows 10 Update-System ist kaputt – nur interessiert das kein Schwein. Die change.org-Petition von Susan Bradley mit der Forderung, endlich ein vernünftiges Update-System einzuführen, ist nicht einmal von 7.500 Nasen unterzeichnet worden.

Game Mode und weitere “Neuerungen”

Geht man das Internet so durch, finden sich weitere Fundstellen, was Microsoft so alles für tolle Neuerungen mit dem Creators Update plant. Bei mspoweruser.com berichtet man hier von einem Game Mode – Details gibt es aber nicht. Bei deskmodder.de hat man ein paar Informationen zu diesem Game Modus und zu weiteren Neuerungen zusammen getragen. Dass man Cortana-Sprachsteuerung während der Installation bereits nutzen kann, fällt für mich in eine ähnliche Kategorie, wie die bereits länger bei BlueScreens eingeblendeten QR-Codes (Windows 10: QR-Code im BlueScreen). Zwischenzeitlich wird man wenigstens bei BlueScreens auf der angegebenen Website http://windows.com/stopcode mit Troubleshooting-Tipps versorgt. Wobei man anmerken muss, dass die gegebenen Informationen weitgehend eine Null-Nummer sind. Diese Neuerungen sind wohl das dringendste, was Anwender im Business-Umfeld bei Windows 10 brauchen.

In diesem deskmodder.de-Artikel weist man darauf hin, dass wohl ein “Nachtmodus” mit Blaufilter für Windows 10 kommt. Gut, Android kann es und auch iOS – aber wer nimmt sich schon ein Surface Studio freiwillig mit ins Bett, um noch ein wenig zu lesen? Ok, die letzte Frage war nicht ganz ernst gemeint, aber auch ein Surface Pro 3/4 würde ich nicht mit ins Bett nehmen, um da zu lesen.

Was ich als sinnvoll erachte, ist dagegen die hier bei deskmodder.de angedeutete Möglichkeit, dass OneDrive in kommenden Windows-Versionen komplett deinstallierbar sein könnte.

Im Web werden diese “Neuerungen” enthusiastisch gefeiert. Aber ich drücke es mal so aus: Solange Windows 10 weiter “Baustelle” ist, machen diese “Neuerungen” den Kohl auch nicht mehr fett. Microsoft hat Windows 10 gegen die Wand gefahren – und intern weiß man das auch. Jetzt versucht man, die Karre wieder flott zu bekommen und flickt an allen möglichen Stellen herum, ohne (in meinen Augen) wirklich Fortschritte zu machen. Dabei könnte ein auf Kernfunktionen zurecht gestutztes Windows 10 mit abwählbaren Features, eine (wie in früheren Versionen funktionierende) Update-Kontrolle und ein revidiertes Startmenü zu einem recht attraktiven Betriebssystem, speziell im Firmenumfeld führen. Aber solange die Funktionalität vom Marketing bestimmt wird, ist so eine Vorstellung nur ein “frommer Wunsch”.

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15 Kommentare zu Neuerungen beim Windows 10 Creators Update

  1. deo sagt:

    Bei XP kann man nLite , bei Win7/8 NT Lite benutzen, um eine Basisinstallation ändern zu können.
    Aber bei Windows 10 ist da Hopfen und Malz verloren, solange man alle paar Monate mit einer neuen Build beglückt wird.
    Dann kommt ein verordneter Reset und das Rad wird wieder von neuem erfunden. Rund wird es dabei mitnichten, nur eckiger. Und damit rumpelt man dann von neuem los, bis man es sich mit allerlei Feinschliffen einigermaßen benutzbar gemacht hat. Und kaum ist man damit fertig, grüßt schon wieder das Murmeltier.
    Es gibt wohl Leute, die Veränderungen brauchen, der Veränderungen willen, weil das für sie Fortschritt bedeutet. Aber mein Lebenszweck ist das nicht.
    Bei MS-DOS war ich noch stolz auf geniale Batchdateien, die auch noch bei Windows 7 funktionieren.
    Aber bei Windows 10 wird eine Sandburg gebaut, kaum dass sie fertig ist, der Obermotz sie wieder zusammentritt und man dann wieder neu baut, bis zum nächsten, unweigerlichen Zerstörung, usw. bis in alle Ewigkeit? Und der Obermotz macht das, damit man ihn Liebt? Er glaubt es zumindest. Naja, irgendwann ist er nur noch von Speichelleckern umgeben und alle anderen haben ihm den Rücken gekehrt. Solche Leute haben die besten Freunde, die man für Geld kaufen kann.

  2. Malte sagt:

    Ich freue mich schon auf den Tag wo es heißen wird “Borns IT und Linux Blog”, und alles weil Windows so schlecht ist das man es nicht verwenden kann/sollte.

    • Sack Reis in China sagt:

      Das wird nicht passieren. Wenn er nicht mehr über Microsoft herziehen kann, verlieren die Linux-Sympathisanten ihre Vorlagen für einsame Stunden.

      • Thürk Maschke sagt:

        “[…], verlieren die Linux-Sympathisanten ihre Vorlagen für einsame Stunden.”

        Ick möcht’s ma so vadichten, wa:

        Wenn Dich Creator’s Update pudelnackt,
        von hinten an die Nudel packt,
        Dir also Gutes widerfährt,
        das ist schon einen Blue Screen wert.
        In Windows steckt der Geist des Wurmes…
        Windows nutzen heißt bangen Herzens verdrießen.
        Guten Abend:-)

  3. moinmoin sagt:

    Zu OneDrive: Das ist nicht nur angedeutet, sondern funktioniert schon in der 1607. 🙂

  4. Al CiD sagt:

    ein wenig OT
    MicroSoft tut endlich was gegen den “Bluescreen of death”, eine Neuerung.
    Es gibt ein Green Screen of Death (GSOD) – http://winfuture.de/news,95589.html
    Als ob Weihnachten wäre 😉

    Ansonsten…
    Wie gesagt, MS ist mehr auch Schein als auf Sein aus… falsche Richtung, definitiv.

  5. Tim sagt:

    “Game Mode”

    …wäre klasse, wenn MS statt dessen mal wieder mit rumspielen aufhören würde.

    Neben OneDrive sollte einiges mehr einfach im Store bereit liegen, ohne direkt mit installiert oder sogar aktiv zu sein, ohne das man es will. Auch eine Funktion wie Bitlocker gehört genau da rein und nicht nach Home und Pro Versionen getrennt, was mittlerweile doch der größte Blödsinn überhaupt ist.
    Nen “Ordner” für Apps gibts bei mir auch schon lange, nennt sich Papierkorb!

    Wie viele der Updates heute überhaupt noch wichtig sind, weiß auch keiner mehr wirklich, weil Updates heute ja auch im Rahmen der Baustelle Windows 10 stattfinden. Das jetzt wie Herr Born kaputt zu nennen, ist noch schmeichelhaft.

    Dagegen helfen auch keine Petitionen. Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen und solange “wichtige” Leute bei MS zu wissen glauben, was gut ist, gehts mit Windows bergab und mit der Anzahl idiotischer Funktionen bergauf.
    Alle bekommen diese Funktionen, ob sie diese nun benötigen, oder auch nicht, obwohl es ja theoretisch einen Store gibt, der eine Auswahl ermöglichen würde.
    Aber da finden sich statt dessen nur hochwertige Apps…

    Und Cortana? Das ist die erste, echte, nutzlose Schlampe in meinem Leben, von der ich mich nicht trennen kann, ohne gleichzeitig was kaputt zu machen.
    Und selbst wenn man sie mit 1000erten Schaltern versucht zum schweigen zu bringen, erscheint sie noch mit Lockangeboten, was sie denn für einen tun kann.
    “Für immer verschwinden” kann sie nicht einfach so…

    • Thürk Maschke sagt:

      “Und Cortana? Das ist die erste, echte, nutzlose Schlampe in meinem Leben, von der ich mich nicht trennen kann, ohne gleichzeitig was kaputt zu machen. ”

      Köstlich, Tim^^

      Nadella’s Hofdame Cortana aka La traviata aka Kurtisane, treibt es toll im Sinne ihres Herrn:

      Sie soll die Mätresse aller Windows-Jünger sein, sie verführerisch ausforschen und ihrem Meister rapportieren.
      Man holt sich schnell was weg, bei der Dame, weshalb nur alte Weisheit wirklich hilft:

      Fehlt ihr der Mann im Schlafgemach,
      liegt das Weib im Bette brach.

      Killing you softly, Cortana…

  6. Janami25 sagt:

    Windows 10 ist kein stabiles Betriebssystem, schon gar nicht für ein ernhaftes Arbeiten ausgelegt. Für mich sieht alles was Microsoft und sein Kindergarten Support damit treibt, nur noch nach herumexperimentieren und nach einer Spielwiese für Gamer Kiddies aus, die nichts ernhsthaftes mit ihrem Rechner machen.

    Es ist vorbei mit dauerhafter Stabilität und Zuverlässigkeit, die es vorher selbst nach Jahren noch gab. Dank Nedalla und dem “Versuchssystem” Windows 10 wurde die jahrelange Erfahrung über Bord geworfen, und auf Teufel komm raus ein dikatorisches Update System kreiert, das seines gleichen sucht.

    Und das ganze auf ein unausgereiftes, ständig veränderndes und fehlerbehaftetes System, so das dem User auch sämtliche Hände gebunden sind, um Probleme selbständig zu lösen.

    Das ist nicht nur paradox und unproduktiv, es ist unlogisch und irrsinnig.

    Statt Dessen wird dazu noch jegliche blödsinnige Neuerung, die keinen Desktop User kümmert, als richtungs- und zukunftweisend oder als Fortschritt angepriesen.

    Tja, was soll man auch machen. Das Grundgerüst selber bzw die Basis von Windows 10 ist nun mal schlecht, da eröffnet man natürlich “Nebenschauplätze”, um schön von den ganzen Nachteilen und Unzulänglichkeiten ablenken zu können.

    Aber offenbar “lieben” es viele ständig Updates zu fahren, egal was dabei rumkommt. Auf Teufel komm raus.

  7. Karl46+ sagt:

    “Windows 10 mit abwählbaren Features, eine (wie in früheren Versionen funktionierende) Update-Kontrolle” – das wäre das bessere Windows – und, da der Namen schon nicht mehr zu retten ist, vielleicht DER einzig sinnvolle Ansatz für Windows 11

    … wäre, denn ich befürchte dass die Herren von Microsoft nicht den Mut zu diesem Schritt haben. Danke für die klaren Worte in ihrem Artikel, Herr Born.
    Ich hoffe nur dass der Quasi-Monopolist uns nicht das mutagenen Desaster mit “Hometalk” Funktion für die nächsten Jahre aufs Auge drückt. Happy New Year 🙂

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