Microsoft kauft Nuance für 19,7 Milliarden US-Dollar

Es war heute morgen bereits als Gerücht in den Medien berichtet worden – nun ist es offizielle. Das Unternehmen Microsoft kauft die Mehrheit der Aktien des Unternehmens Nuance für 19,7 Milliarden US-Dollar.


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Nuance Communication ist ein Unternehmen, welches seit vielen Jahren im Bereich Spracherkennungsdienste aktiv ist. Mir war es ein Begriff, weil ich immer mal wieder über Produkte von Nuance zur Sprachbedienung unter Windows im Bereich assistive Technologien  gestolpert bin – allerdings habe ich Nuance nie selbst aktiv eingesetzt. Genau dieses Unternehmen will Microsoft jetzt übernehmen. Ich bin über nachfolgenden Tweet auf den Deal aufmerksam geworden.

Microsoft übernimmt Nuance

Microsoft und Nuance Communications haben eine Vereinbarung getroffen, dass Redmond Nuance für 56,00 US-Dollar pro Aktie übernehmen wird. Dies entspricht einem Aufschlag von 23 Prozent auf den Schlusskurs von Nuance am Freitag, den 9. April. Im Rahmen einer All-Cash-Transaktion im Wert von 19,7 Milliarden US-Dollar übernimmt Microsoft Nuance, einschließlich der Nettoschulden von Nuance. Allerdings müssen die Aktionäre noch zustimmen.

Nuance ist ein führender Anbieter von Cloud- und KI-Software und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Gesundheitswesen und KI in Unternehmen. Mark Benjamin wird weiterhin CEO von Nuance bleiben und an Scott Guthrie, Executive Vice President of Cloud & AI bei Microsoft, berichten. Die Transaktion soll noch in diesem Kalenderjahr abgeschlossen werden. Microsoft verspricht sich davon einen Schub für seine Cloud-Dienstleistungen für das Gesundheitswesen. Denn die Produkte von Nuance werden im Gesundheitswesen in den USA stärker eingesetzt. Laut Pressemitteilung werden die Lösungen von Nuance derzeit von mehr als 55 % der Ärzte und 75 % der Radiologen in den USA genutzt und kommen in 77 % der US-Krankenhäuser zum Einsatz.


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5 Antworten zu Microsoft kauft Nuance für 19,7 Milliarden US-Dollar

  1. Dat Bundesferkel sagt:

    Oh toll, man hat einen Investor aufgekauft, der die Produkte der vorigen Besitzer im Grunde immer nur namentlich aufgewertet und nicht wirklich Neuerungen eingebracht hat (OmniPage Pro 1x.x anyone?).

    Die Spracherkennungssoftware selber hat sich auch nicht wirklich weiter entwickelt.

    Nun ja, warten wir mal ab, was Microsoft damit zusätzlich gedenkt zu tun. Dein letzter Absatz ergibt Sinn, aber ich denke auch, daß es hier um das Ausschlachten von Patenten für eigene Produkte geht (Office zum Beispiel).

    Ob nun die Aktivierungsserver für OmniPage deaktiviert werden? Bin ja mal gespannt.

    • Zocker sagt:

      „Ob nun die Aktivierungsserver für OmniPage deaktiviert werden? Bin ja mal gespannt.“

      Man kann in jedem Fall davon ausgehen, dass zukünftige Versionen nur noch über die Cloud gehen und nur wohl noch als Abo erhältlich sein werden. Um diese ein wenig zu fördern, werden natürlich irgendwann alte Aktivierungsserver abgeschaltet.
      Nicht zu vergessen die gesammelten Daten. Selbstverständlich dienen diese nur der Produktoptimierung. ;)

      Eigentlich schade, wieder eine eigentlich ganz gute Produktreihe mehr, die nun nicht mehr empfehlenswert ist.

  2. Christian R. sagt:

    Gehört OmniPage nicht zu Kofax?

  3. micha45 sagt:

    Das ist eine sinnvolle Übernahme und die ist jetzt auch offiziell unter Dach und Fach.

    Microsoft und Nuance Communications arbeiten ja schon länger (erfolgreich) in dem Bereich Spracherkennung und dialogorientierten KI durch „Deep Learning“ zusammen.

    Vor allem im starken Wachstumsmarkt der medizinischen Spracherkennung ist Nuance mit „Dragon Medical One“ führend und bietet mit Dragon Professional Individual und Dragon Home die aktuelle Referenz an.

    Microsoft selbst steuert Hardware und Services wie Microsoft Azure und die Azure AI bei und bündelt damit Synergien. Schon heute treiben Microsoft und Nuance die Ambient Clinical Intelligence (ACI) gemeinsam voran, damit sich die klinische Dokumentation in Arztpraxen und Krankenhäusern von selbst schreibt.

    Außer der Übernahme ändert sich ja nichts. Die Zusammenarbeit wird, wie bisher, weitergeführt und der CEO von Nuance behält die Leitung.

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