IBM: Macs sind über ihre Lebenszeit 543 $ günstiger als Windows-PCs

Es ist ja der ewige Streit, ob man besser einen Windows-PC oder doch eher einen Mac einsetzen soll. Zumindest von der Kostenseite habe die Macs laut IBM die Nase vorne.


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Mac sind zwar in der Anschaffung meist etwas teurer. Aber im Firmenumfeld muss man nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Wartungskosten über die Gerätelebensdauer im Blick behalten. Bei IBM können Angestellte seit Mitte Mai 2015 wählen, ob sie mit Windows-PCs oder lieber mit Macs ausgestattet werden möchten.


(Quelle: Apple Presseveranstaltung, Live Stream)

Im ersten Jahr haben sich bei IBM Angestellte für ca. 30.000 Macs entschieden. Und weil die Angestellten auch weiterhin statt Windows-PCs eher Macs bevorzugen, werden jetzt bei IBM 90.000 Mac eingesetzt, die durch ganze fünf Administratoren betreut werden. Zwischenzeitlich ist IBM also ein großer Apple-Kunde.

Auf der Jamf Nation User Conference hat Fletcher Previn, IBM VP of Workplace as a Service, in einem Vortrag vor IT-Professionals interessante Zahlen vorgelegt. Man hat geglaubt, dass Macs viel teurer als Windows-PC seien. Nach Auswertung der Zahlen geht IBM inzwischen davon aus, dass die Macs bei einer Nutzungsdauer von 4 Jahren IBM bis zu 543 Dollar gegenüber den PCs sparen. Previn wird von macrumors.com zitiert:

But isn't it expensive, and doesn't it overload IT? No. IBM found that not only do PCs drive twice the amount of support calls, they're also three times more expensive. That's right, depending on the model, IBM is saving anywhere from $273 – $543 per Mac compared to a PC, over a four-year lifespan. And this reflects the best pricing we've ever gotten from Microsoft.

Grund: Bei den Windows-PCs fallen nicht nur doppelt so viele Supportanfragen wie bei den Macs an. Die Supportanfragen sind auch drei Mal so teuer wie ein Mac Support-Call. Momentan ist die Zeitspanne zwar noch recht kurz, in denen die Macs bezüglich der Kosten im Monitoring sind (man hat auf die 4 Jahre hochgerechnet). Aber die Administration der Macs ist deutlich weniger personalintensiv als bei den Windows-Maschinen. Insgesamt erweisen sich die Macs also als "Sparbüchse" für IBM – und als Lästermaul füge ich mal hinzu: Die haben noch nicht die "Windows 10 Experience" in dieser Rechnung eingepreist.


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5 Antworten zu IBM: Macs sind über ihre Lebenszeit 543 $ günstiger als Windows-PCs

  1. Tim sagt:

    "Aber die Administration der Macs ist deutlich weniger personalintensiv als bei den Windows-Maschinen."

    Das Microsoft den teureren Support anbietet ist dann wohl eine Frage der Verträge?

    Unberücksichtigt bleibt vollkommen, das Firmen gerne zu billig PCs greifen, während ein Mac halt sein Geld kostet, von Anfang an besser zusammengestellt erscheint, dafür aber möglicherweise nach Jahren unverändert einer Produktlinie entspringt, die technisch schon vom PC überholt wurde.
    Fällt bei Office Anwendungen heutzutage kaum noch auf, ältere Hardware zu nutzen… nur wer, außer Apple bietet ältere Produktlinien unverändert überhaupt an?

    Macs sind scheinbar beständiger und Windows PC teiletechnisch vielfältiger, vor allem, wenn das billig Segment mit reinfließt und keiner darauf achtet.
    PCs von der Stange und Macs zu vergleichen, ist da fast schon unfair…
    Überhaupt die Hersteller und ihre Stangenware…

    Kann mir schon gut vorstellen das Macs da Vorteile bieten, wenn man statt X bunten und unterschiedlichen Konfigurationen von wechselnden Produktlinien, die alle halbe Jahr einen neuen heißen (aber trotzdem schlappen) Gaming/Workstation PC versprechen, nur ne Handvoll Mac Serien unterhalten soll, die direkt länger supportet werden. Uni machts halt einfacher

    Man braucht ja nur schauen, wie viele Geräte Apple aktuell anbietet und das mit den Massen an Geräten der anderen großen Hersteller vergleichen, die alle unterschiedliche Macken und Besonderheiten mitbringen, die so ein Admin halt kennen muss.

    Der Massenmarkt der Seriennummern…

  2. Sam sagt:

    "Macs sind zwar in der Anschaffung meist etwas teurer" schreiben Sie Herr Born. Ich würde doch eher sagen "Macs sind in der Anschaffung um ein Vielfaches teurer als ein Windows-Computer." So kostet ein MacBook ca. das doppelte bis dreifache eines vergleichbaren Windows-Notebooks. Leider! So zumindest meine Erfahrung.

    • Nun, ich gehe mal davon aus, dass die IBM-Leute schon die Grundrechenarten beherrschen. Anschaffungskosten + 4 Jahre Wartungskosten für System A und System B – dann das Ganze voneinander subtrahieren. Ergibt die Differenz, die für den Mac wohl günstiger ausschaut.

    • Piloteer sagt:

      Welchen Windows PC wollen Sie denn mit einem aktuellen MacBook 12" Retina so vergleichen? Und vor allem nach welchen Kriterien?

      Vergleiche nach technischen Daten, Benchmarks und die alleinige Betrachtung der Anschaffungskosten hinken doch von vornherein. Nach meinen Erfahrungen bringen sie überhaupt nichts.

      Am ehesten interessant wären noch Vergleiche der Gesamtkosten einschließlich Kosten für die Hard- und (definierte) Software, Support- und Ausfallkosten über den Abschreibungszeitraum oder der Lebensdauer. Hier ist die Datenlage von IBM bei einem 2015 gestarteten Projekt sicher auch noch nicht aussagekräftig.

      Benutzererfahrung und -zufriedenheit fände ich auch spannend, doch wie können diese realistisch quantifiziert werden? So wie die Zufriedenheitsumfragen der Autohäuser nach Werkstattbesuchen doch eher nicht ("Waren Sie äußerst zufrieden oder zufrieden oder…?").

      Ich nutzte jahrelang beide Systeme parallel (ThinkPads X Serie und MacBooks Pro). Bei meinen Notebooks waren die Anschaffungspreise der Geräte mit entsprechender Leistung durchaus auf vergleichbarem Niveau. ThinkPads haben irgendwelche Ausstattungen mehr (Fingerabdruckscanner, Track Point oder LTE-Modem) dafür ist beim MacBook Pro eigentlich immer das Display besser (in meinen Anwendungsfällen sogar trotzt der Spiegelung) und die Verarbeitungsqualität signifikant besser.

      Für mich gibt es zwei Knackpunkte:

      1. Der Wiederverkaufswert bei den MacBooks ist um Welten höher als bei den ThinkPads. Ich habe bei einem Verkaufsportal für ein dreieinhalb Jahre altes MacBook Pro (Neupreis: ca. 1.800,00 EUR) über 500,00 EUR erzielt. Zum Vergleich: für mein ThinkPad X1 vom März 2015 (Listenpreis: ca. 2.400,00) habe ich vor zwei Wochen 650 EUR erzielt. Über ein Verkaufsportal wären es noch weniger geworden.

      2. Das Betriebssystem! Bei den Microsoft Update-Desastern bei Windows 10 und Windows 7 habe ich in den letzten Monaten soviel Zeit vergeudet, dass ich mich entschlossen habe, dauerhaft auf Windows zu verzichten. In der derzeit laufenden Übergangszeit nutze ich bei Bedarf eine VM. Natürlich komme ich geschäftlich nicht ohne MS Office aus. Aber auf dem Mac kann ich die Updates manuell steuern und im Notfall in wenigen Minuten funktionierende Vorgängerversionen wiederherstellen.

      Ich bin sicher, dass meine Zeitersparnis durch Mac-only sich übers Jahr in Manntagen rechnen lässt. Damit ist die Angelegenheit für mich soweit abgeschlossen.

  3. Axel von umstiegaufmac.de sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Kann ich gut nachvollziehen, dass der Mac weniger Support-Kosten verursacht. Spiegelt auch meine Erfahrungen aus der IT Praxis wieder. Zwar muss man hier und da Mac Erstanwendern in Unternehmen etwas mehr erklären, danach kommen die Benutzer aber gefühlt fast ohne weiteren Support für Hardware und mac OS klar.

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