Windows 10: Neues Diagnose-Tool SetupDiag

Microsoft hat vor einigen Tagen ein neues Diagnose-Tool mit dem Namen SetupDiag bereitgestellt. Dieses soll die Fehleranalyse erleichtern, falls die Installation oder das Upgrade von Windows 10 scheitert.


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Wenn die Installation von Windows 10 scheitert, ist guter Rat teuer. Der Setup-Assistent schreibt zwar Log-Dateien mit entsprechenden Hinweisen. Aber deren Auswertung ist aufwändig. Ich habe im Blog einige Beiträge zu diesem Thema verfasst (siehe Links am Artikelende).

SetupDiag: Ein neues Diagnose-Tool

In einem Tweet hat Microsoft-Mitarbeiter Michael Niehaus auf ein neues Diagnosetool aufmerksam gemacht, welches bei Windows 10-Installationsproblemen helfen soll.

Die Beschreibung des Tools samt Download-Link findet sich auf dieser Microsoft-Seite. Bei SetupDiag.exe handelt es sich um ein eigenständiges Diagnosetool, mit dem Sie Details darüber erhalten können, warum ein Upgrade auf Windows 10 nicht erfolgreich war.

Das Zielsystem muss Windows 10 sein und das Tool setzt .NET Framework 4.6 zwingend voraus. Da Tool wird dabei in der Eingabeaufforderung ausgeführt, wobei es administrative Berechtigungen erfordert.

SetupDiag untersucht die Windows-Setup-Protokolldateien

SetupDiag untersucht die Windows-Setup-Protokolldateien und versucht, diese zu analysieren. Es werden folgende Ordner auf entsprechende Dateien untersucht und die log-Dateien ausgewertet.

\$Windows.~bt\sources\panther
\$Windows.~bt\Sources\Rollback
\Windows\Panther
\Windows\Panther\NewOS


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Ziel ist es, die Ursache für einen Fehler beim Aktualisieren oder Aktualisieren des Computers auf Windows 10 zu ermitteln.

  • SetupDiag kann dabei auf dem Computer ausgeführt werden, der nicht aktualisiert werden konnte.
  • Sie können Protokolle vom Computer an einen anderen Ort exportieren und SetupDiag im Offline-Modus (Schalter /Mode:<Offline>) ausführen. Der Pfad zu den Protokolldateien lässt sich mit der Option /LogsPath: angeben.

Wird SetupDiag.exe im Fenster der Eingabeaufforderung gestartet und die Abfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigt, wertet es im Online-Modus die vorhanden Protokolldateien aus.

SetupDiag.exe im Fenster der Eingabeaufforderung

Als Ergebnis wird im gleichen Ordner, wo die SetupDiag.exe liegt, eine Datei SetupDiag_<date>.log erzeugt. Man kann den Pfad zur Ausgabedatei aber auch angeben:

SetupDiag.exe /Output:<pfad+Datei>

Eine ausführliche Erläuterung der Aufrufoptionen findet sich auf dieser Microsoft-Seite. Dort wird auch eine Beispielausgabe gezeigt. Das Tool lässt sich auch verwenden, um BlueScreens zu analysieren. Zudem gibt es zur Zeit noch einige bekannte Probleme mit dem Tool. Wer sich mit Englisch etwas schwerer tut, findet bei den Kollegen von deskmodder.de noch ein paar deutschsprachige Informationen.

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3 Kommentare zu Windows 10: Neues Diagnose-Tool SetupDiag

  1. Aha also sozusagen eine eierlegendewollmilchsau das wäre zu schön um wahr zu sein, was wäre wenn Microsoft einfach mal seine Arbeit tun würde und die Sachen zuvor Testen würde bevor man sie freigibt und verteilt.

    Ich hab irgendwie eher das Gefühl das seit Windows 10 Bluscreens und Fehlermeldungen eher zunehmen als abnehmen und wer denkt sich den Kram mit irgendeiner komischen ID Nummer die dann meist auch noch drei Fehlerursachen auf einmal beschreibt immer nur aus?

  2. Al CiD sagt:

    1.) Die ID Nummer werden gewürfelt.
    Die Wahrscheinlichkeit dabei, das gleiche ID mehrfach auftauchen ist somit gegeben…. kommen wir dann zu Pkt.2
    2.) …3 Fehlerursachen… laut Murphy hat man dann die restlichen noch nicht gefunden, die zur gleichen ID gehören…
    nebenbei: MS hat davor auch keine Kenntnis von

    Ich würde ja gerne ein ;-) darunter setzen, leider ist es aber traurige Realität :-/

  3. c.s. sagt:

    Das mit den Bluscreens erinnert mich an meine Anfänge mit Windows 95.
    Das waren noch Zeiten!

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