Heute bleibt die Wikipedia aus

Wer heute die Seiten der Wikipedia besuchen will, wird durch eine schwarze Textwand begrüßt. Denn die Webseite bleibt heute aus Protest gegen Artikel 11 und 13 der geplanten EU-Urheberrechtsnovelle geschlossen.


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Hier die Seite der deutschsprachigen Wikipedia, auf der ein Test mit Erläuterungen zum Grund des Protests zu finden ist. Dort heißt es: Warum können Sie Wikipedia nicht wie gewohnt benutzen? Die Autorinnen und Autoren der Wikipedia haben sich entschieden, Wikipedia heute aus Protest gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform abzuschalten. Dieses Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die Hintergründe werden bei der FAZ, bei SPON oder bei heise.de beleuchtet. Danke an Blog-Leser Christoph W. für den Stupser – bin erst heute dazu gekommen, das zu thematisieren – so langsam komme ich wieder in den Operation-Mode und bin sowohl wieder mobil als auch arbeitsfähig.


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20 Antworten zu Heute bleibt die Wikipedia aus


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  2. MCG sagt:

    Nette Idee, aber lächerlich umgesetzt!

    Stand 12:50h habe ich mit nur 2 Klicks noch immer Zugriff auf JEDE BELIEBIGE Seite der deutschen Wikipedia!

    Den schwarzen Screen (wie oben als Screenshot und auch schon in den TV Nachrichten gezeigt) sehe ich gar nicht erst – was aber an meinen Einstellungen für NoScript und uBlock Origin liegen kann.

    Wenn ich die deutsche Wikipedia aufrufe, wird nur ein Teil des Screens abgedunkelt, ich kann aber weiterhin Links anklicken und auch Suchbegriffe eingeben. Wenn ich dann einen Eintrag suche und das Laden der betreffenden Seite gerade rechtzeitig per Mausklick stoppe, dass die Seite nicht dunkel (und somit TEILWEISE inaktiv) wird, dann wird jede Seite ganz korrekt und normal angezeigt und ich kann mich durch die gesamte deutsche Wikipedia klicken, wie ich will…

    • Günter Born sagt:

      Es geht nicht darum, das alles zu verrameln wie Fort Knox – allein die Botschaft zählt!

      • MCG sagt:

        @Günter Born
        “Wikipedia heute aus Protest gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform abzuschalten.”

        Die Worte “abzuschalten”, “offline”, “aus” und wie es sonst noch in den Nachrichten so genannt wurde, habe ich dann wohl nur falsch verstanden, Ja?

        Offline, abgeschaltet und “heute bleibt die Wikipedia aus” bedeutet für mich: Nicht erreichbar!

        Dass ich trotzdem ganz normal JEDEN deutschen Wikipedia Artikel lesen kann, ist ein schlechter Witz! Wo soll da bitte schön die “Botschaft” sein?

        Nennen Sie mir einen beliebigen deutschen Wikipedia Eintrag, irgend einen – und ich kopiere Ihnen die ersten zwei Sätze raus und schreibe Sie hier drunter. Können Sie dann ja morgen kontrollieren…

        Nix ist da offline, gar nix…

        • chriscrosser sagt:

          …dann schalte mal deine ganzen filter und blocker aus!
          dann landest du auch auf der mitteilung…
          es hat nicht jeder 0815 user “ublockorigin”, “noscript” oder weiteres installiert

          • MCG sagt:

            @chriscrosser
            …und was willst du mir damit sagen? In wiefern soll das meinen Kommentar entkräften, dass da heute alles erreichbar und GAR NICHTS offline, abgeschaltet, vom Netz genommen oder aus war?!

            Die “Botschaft”, die Herr Born da heute anscheinend gesehen haben will, lautete wohl:

            “Heute haben wir leider geschlossen – aber kommen Sie gerne herein und sehen Sie sich ganz in Ruhe um…”

            Ein Popup, das man mit zwei Mausklicks und ohne besondere Kenntnisse umgehen kann – das war heute die GANZE “Wikipedia geht offline” Aktion…

        • anthropos sagt:

          Das ist jetzt schon etwas amüsant. Heute verstehen wir die Texte wohl etwas sehr wörtlich, oder?

          Ich sag Ihnen was, MCG, was Sie schreiben, ist total überflüssig und unwichtig, denn die Autoren und Wikimedia Foundation entscheiden, wie sie ihren Protest ausdrücken und mit welchen Mitteln. Wenn sie also nicht das Wissen sicher verschließen wollten, ist das deren Recht, genauso wie Sie zeigen dürfen (was Sie ja auch getan haben), dass Sie absolut nicht das Ziel der Aktion verstanden haben.

          Sie dürfen sich beschweren, sich im Recht wähnen, es ändert nichts daran, dass Sie kein Interesse am Text hatten und sich mehr für die Umsetzung interessiert haben. Die hat Ihnen nicht gefallen, ist so, Pech gehabt.
          Gehaben Sie sich wohl, viel Glück beim nächsten Versuch.

  3. RUTZ-AhA sagt:

    Die Wikipedia ist selbst der größte Löscher und Zensierer, ausgerechnet die machen Rabbatz.
    In verschiedenen Foren wird berichtet, dass Berichtigungen von offensichtlich falschen Einträgen gleich wieder gelöscht werden, und der alte verkehrte Zustand wieder hergestellt wird.
    Zumindest auf der deutschen Wikipedia soll das so sein, ob bei der englischen auch, weiß ich nicht.
    Dass Autoren immer weniger werden, muss ja auch Gründe haben.

    • chriscrosser sagt:

      ich kann deine meinung so nicht teilen
      …habe selber dort schon änderungen oder ergänzungen reingestellt – natürlich werden diese dann dort “gesichtet” – das kann manchmal schon etwas dauern – alle sachen wurden dann aber nach einiger zeit übernommen!

    • Dekre sagt:

      Ich weiß auch nicht, wo da das Problem liegen soll, wenn Wikipedia intern was korrigiert.
      Generell gilt für alle Lexika und für alle Aufsätze, Beiträge etc. = Es ist nicht das absolute Wissen. Jeder Lexikonartikel ist Geschichte seiner Zeit mit allen Fehlern. Wer darauf bind vertraut, dass ein Artikel richtig ist, egal ob im Internet oder in gedruckter Form, der glaubt auch an den Osterhasen.
      Es ist immer ein Genuss, alte Lexikonartikel zu lesen und diese mit neueren zu vergleichen. Alleine das Wort “Demokratie” ist völlig katastrophal. Da liebe ich bsp-weise das “Historische Lexikon der Philosophie”, 13 Bde, welches die Begriffe jeweils zeitbezogen und epochenbezogen kommentiert.
      Das absolute Lexikon gibt es nicht. Wer meint, dass mit Zeiten des Internet und Wikipedia seine gedruckten Lexika und Enzyklopädien wegwerfen kann und schon weggeworfen hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

      Unabhängig davon verstehe ich die Aktion von Wikipedia nicht ganz, muss ich auch nicht. Es gibt kein freies Wissen. Was soll das sein. Jedes Wissen ist begrenzt und Wissen seiner Zeit und deren Umstände.

    • Steter Tropfen sagt:

      Gerade wenn ich Stichworte aus dem Zeitgeschehen oder Begriffe z.B. aus dem Bereich Chemie/Pharmazie in Wikipedia aufrufe, dann stoße ich auf manchen erkennbar schönfärberisch-zusammengestutzten Artikel. Mitunter ist mit Händen zu greifen, dass da etwas sehr einseitig präsentiert wird und unbequeme Aspekte unterdrückt wurden. Die Lektüre der Diskussions-Seite ist dann Pflicht. Aber auch die ist mitunter verdächtig leer oder enthält nur belanglose Robot-Hinweise.
      Insofern bin ich mit Wikipedia sehr vorsichtig. – Dass die ihre Beiträge mit diesem „Warnstreik“ auch noch für politische Stimmungsmache und Lobbyismus instrumentalisieren, ist ein weiteres Anzeichen von Qualitätsverfall.

      Einige jener Hobby-Autoren, die genug Zeit haben, nebenbei nach Feierabend in Wikipedia zu schreiben, kapieren wohl nicht so recht, warum es nötig ist, ein länderübergreifendes Urheberrecht zu schaffen, das endlich auch im Internet wieder greift: Damit auch weiterhin Autoren und Künstler von ihrer Arbeit leben können und die anderen von ihrer Professionalität profitieren. Kreativität kann nicht immer kostenlos sein!

      • anthropos sagt:

        Ich empfehle Ihnen dringend, die Stellungnahmen zu lesen, die Bedeutung der Wörter nachzuschlagen und sich wieder mit der deutschen Grammatik vertraut zu machen.

        Dann wäre schön, wenn Ihre Unterstellungen mehr hätten als Ihr Bauchgefühl, vielleicht sogar Indizien. Auch wäre toll, wenn Sie sich mit dem Thema überhaupt erst mal vertraut machen würden, denn dass es keine Vergütung für Künstler geben oder gar Kreativität entwertet werden soll, das behaupten nur Armleuchter.

    • Roland Moser sagt:

      Der Artikel über den Holodomor wird regelmässig von Linksextremen abgeschwächt.

    • MCG sagt:

      @RUTZ-AhA
      Alles vollkommen richtig, was du schreibst!
      andreaskemper(dot)org/article/manipulationen-in-wikipedia-8bgikaqot3ts-322/

      Mein Hausarzt wurde auch schon mit Totalsperre belegt, nur weil er mal die Wahrheit schreiben wollte!
      de.wikipedia(dot)org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion%3AMichelvoss&action=historysubmit&diff=80902348&oldid=80892687

    • anthropos sagt:

      Man versucht eben, Leute abzuwehren, die haltlose Behauptungen oder Anschuldigungen vorbringen, ohne Beweise oder Indizien zu sammeln und vorzulegen.

      Gefühle oder Stimmungen oder Vorstellungen sind alleine keine Begründungen. Es ist ja toll, was einige Leute so alles berichten, aber wenn sie nicht mehr liefern, kann man das so stehen lassen, aber Bedeutung muss man dem nicht beimessen.

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  5. chriscrosser sagt:

    …es geht ja auch nicht vordergründig um die wikipedia an sich, sondern um die aktuelle Version der EU-Urheberrechtsreform, genauer gesagt um Artikel 11 bis 13…
    wer dagegen seinem unmut kund tun will oder möchte, der kann das hier machen:
    https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter-artikel13-saveyourinternet

    • Dekre sagt:

      Genau und das ist es. Wikipedia hat da ihren Protest nicht richtig formuliert. Das ist auch schade. Es ist mE auch nicht immer zielführend generell zu sagen, das man dagegen ist, sondern genau und detailliert warum. Es sollte genau die Risiken aufweisen.

      Das ist genau so wie mit der DSGVO. Die “Großen” lachen darüber. Ich habe gerade Probleme mit der DSGVO eines Versicherers. Den bestellten DS-Beauftragen kann man vergessen, zumal das schon das BDSG sagte (also die Regelung diesen zu bestellen etc).

      • chriscrosser sagt:

        …der link zu der change.org seite war aber auf der wikipedia-seite angegeben! (schwarze textwand mit links weiter unten)

  6. Sherlock sagt:

    Protest schön und gut, aber auf diese Weise könnte man es als Schlag ins Gesicht all derer werten, die dafür regelmäßig spenden. Eine Einblendung wie die jährliche Spendenbitte hätte es auch getan!
    Die Masse der User wird wohl nicht wissen, dass man den Browser z.B. einfach in den Benutzermodus schalten kann, um an den gewünschten Inhalt zu kommen.

  7. Nobody sagt:

    Wikipedia ist von der ominösen Reform nicht betroffen.
    Die könnten weitermachen wie bisher.

  8. Roland Moser sagt:

    Aus politischer Sicht bedeutet dies, dass weniger bis gar keine Regime-Kritik mehr möglich ist.

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