DuckDuckGo fliegt aus Android raus

Die Suchmaschine DuckDuckGo hat wohl beim aktuellen Bieterverfahren keinen Zuschlag bekommen, um in der Auswahlseite für Suchmaschinen unter Android berücksichtigt zu werden.


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Google muss seit 2018 auf Druck der EU bei der Einrichtung eines Android-Geräts einen Auswahlbildschirm für Browser und Suchmaschinenanbieter zeigen und dem Benutzer die Auswahl überlassen.


(Android-Browserauswahl deutsch, Quelle: Dr. Windows)

Das sieht wie oben gezeigt aus. Ich hatte im Blog-Beitrag Android: Google zeigt wohl die Browserauswahl (Juni 2019) darüber berichtet. Die Anbieter, die in der Vorauswahlseite auftauchen sollen, werden von Google regelmäßig in einem Bieterverfahren für die verschiedenen EU-Länder ausgewählt (siehe meinen Beitrag Android: Liste der ‘Gewinner’ bei der Suchmaschinenauswahl).

Wie das Wallstreet Journal hier berichtet, konnten einige kleine Suchmaschinen, die in Europa relativ populär sind, in der letzten Auktionsrunde keine Plätze in großen europäischen Ländern gewinnen. Die Ergebnisse, die sich auf das vierte Quartal des Jahres beziehen, sollen am Montag bekannt gegeben werden, einiges ist von Insidern aber bereits durchgesickert.

DuckDuckGo Inc., Anbieter einer Suchmaschine mit Sitz in den USA, der keine Daten über Nutzer sammelt, verlor die Auktion in allen EU-Staaten, außer vier kleinen europäischen Ländern, so die Leute. Das Berliner Unternehmen Ecosia, das den größten Teil seines Gewinns für das Pflanzen von Bäumen spendet, habe ebenfalls keinen Platz in einem großen europäischen Land gewonnen, heißt es.

Zu den Hauptgewinnern der Auktionen, die drei Plätze in jedem der 31 Länder für Suchmaschinen außerhalb Europas anbieten, gehören Bing von Microsoft, sowie eine Handvoll anderer kleiner Suchmaschinen, sagten die QSJ-Quellen.


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4 Antworten zu DuckDuckGo fliegt aus Android raus


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  2. Dat Bundesferkel sagt:

    Eigentlich schade, denn ich mag DuckDuckGo. Aber gut, hält mich ja nicht von der weiteren Nutzung ab – eher von einer weiteren Verbreitung unter anderen Anwendern. :-/

    Einer der Vorteile von DuckDuckGo ist, daß die Suchergebnisse nicht (so stark) gefiltert und zensiert werden, wie bei der ehemals sehr guten Suchmaschine von Google (die mittlerweile nur noch Bruchteile von Ergebnissen liefert – ein Hoch auf Filterblasen und Zensur).

    • 1ST1 sagt:

      Gemischt. Ich nutze inzwischen beide. Manchmal sogar parallel für den selben Suchbegriff. Duckduckgo präsentiert ungefiltert alles, aber da kann dann auch sehr viel Müll beim den obersten Suchergebnissen dabei sein, weil Duckduckgo eben nicht weiß, was ich wirklich suche, das versteht schlicht den Kontext der Suche nicht, weil es auch keine Suchhistorie speichert. Das hat seine Vor- und Nachteile, Stichwort Filterblase. Aber manchmal braucht es diese eben, um bei den Suchergebnissen beim Thema zu bleiben.

  3. Steter Tropfen sagt:

    Das ist doch ein durch und durch krankes Prinzip: „Gerechtigkeit“ (oder was die EU-Möchtegerndemokraten als solche definieren) muss mit $$$ erkauft werden.

    Suchmaschinen sind für den Anbieter kostenlos, funktionieren aber nur mit erheblichem technischen Unterbau, der irgendwie finanziert werden muss. Wer da auf Spenden und Gutwilligkeitsklicks angewiesen ist, wird nie die Unsummen an Einsatz aufbringen, um sich bei so einer Auktion nach vorn keilen zu können. Es gewinnen die, die die Interessen ihrer User am profitabelsten verkaufen.
    Das Ganze funktioniert ja wie der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf – mit entsprechenden Resultaten.

    • Onkel Hotte sagt:

      Warum nicht einfach die 10 bekanntesten bzw verbreitesten Suchmaschinen pro Land auflisten müssen? Diese Daten lassen sich doch bestimmt erheben?

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