Telegram-Dienst war down (17.1.2022)

Der Messenger-Dienst Telegram ist zwischen 15:00 Uhr und ca. 18:00 Uhr deutscher Zeit gestört gewesen. Der Ausfall scheint weltweit die Nutzer getroffen zu haben.


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Ich habe es nicht direkt mitbekommen, aber auf Twitter hat Telegram vor ca. 1 Stunde folgenden Tweet zur Störung gepostet. Es wird eine Störung in Ostasien, Indonesien, Indien und Australien bestätigt, die aber behoben sein soll.

Telegram down

Ich habe den Downdetector (allestoerungen.de für deutsche Nutzer) bezüglich der Störung befragt und bekam folgende zeitliche Anzeige präsentiert.

Downdetector Telegram

Viele Benutzer konnten sich zwischen 15.00 Uhr und 18:00 Uhr nicht in den Dienst einloggen, hatten Probleme mit der App oder der Server-Verbindung. Auf Twitter geht die Post mit Memes zu diesem Ausfall ab – siehe diese Suche. Jemand aus Indien hat es mit einem Tweet auf den Punkt gebracht und zeigt die Telegram Nutzerschaft auf dem Weg zu Twitter – daher lahmt dieses Netzwerk.

Telegram users on their way to Twitter

Die Kollegen von Bleeping Computer haben inzwischen diesen Artikel zur Störung publiziert. Beim Versuch, auf die Telegram-App zuzugreifen, hätten die Nutzer die Fehlermeldungen "Aktualisierung" oder "Verbindung" erhalten, heißt es. Telegram hatte einen Ausfall in den USA, Europa, Indien, Japan, Australien und anderen Teilen der Welt zu verzeichnen. Jemand von diesem Ausfall betroffen?


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8 Antworten zu Telegram-Dienst war down (17.1.2022)

  1. Paul sagt:

    Da hat unser Inland-Geheimdienst mal seine Virtuellen Agenten ausspielen lassen!
    So ist das wenn ihr nicht auf den teutschen Geheimdienst hört!!1!
    Das war nicht ausversehen 5 Uhr 45 ???2?

  2. Herr IngoW sagt:

    Schade nur von 15:00 – 18:00 Uhr.
    Bisschen wenig, war wohl kein Geheimdienst, kommt vielleicht noch. :-)

  3. Michael sagt:

    "I had a dream" – für einen Tag, eine Woche, einen Monat .. legt ein Sonnensturm alle diese Messenger, Dienste, (un-)Sozialen Netzwerke, etc. lahm.

    What a wonderful World: https://www.youtube.com/watch?v=2nGKqH26xlg

  4. Paul sagt:

    Witz vor 30..40 Jahren:
    Poste mal das das Usenet ausgefallen ist!

    (Für die jungen Leser: Usenet war eine Kopplung tausender von Rechnern.
    Die Nachrichten wurden vollautomagiusch geroutet. Fiel ein Server aus liefen die Nachrichten automatisch aussenrum. Es konnte an jedem Server (fast) alles gelesen werden. Staatliche Zensur war unmöglich.
    Leider konnte man damit kein Geld verdienen, mußte aber hohe Traffic-Kosten aufbringen, das (fast) alles an alle ging.
    Dann kam Google und hat diese dezentrale Struktur vereinnahmt und als "Google Groups" zentralisiert.

    Aber wenn das Internet ausfiel ging das doch nicht mehr!
    Doch. Das Transport medium war NNTP egal. Oft lief es per UUCP und Modems,
    auch Tapes wurden per Bote zwichen den Servern ausgetauscht. Sogar ein NNTP over eMail wurde implementiert. Noch heute wundert sich der Firewall-Admin wie die Usenet Gruppen in seinm LAN gefüttert wurden…

    Und heute hängen alle an eine zentral störbaren Struktur…wegen der Geldmachens…

    • Fritz sagt:

      Wer sich an das Usenet erinnert weiß sicherlich auch, daß das Internet (bzw. ArpaNet) eine Struktur sein sollte, die durch vielfältige redundante Vernetzung auch eine´gewisse Relilenz gegen Atonschläge (vor 40 Jahren eine durchaus relistische Bedrohung) sein sollte.

      Davon scheint in letzter Zeit auch nicht mehr viel übrig zu sein, wenn ich mir anschaue, wie oft die Störung einer einzelnen zentralen Komponente selbst Großkonzerne für etliche Stunden aus dem Internet bombt.

      Übrigens waren damals zur Datenübertragung nicht nur Tapes per Boten spezifiziert, sondern auch RFC1149/RFC2549 ;-)

      • Paul sagt:

        Jupp. Das Netz sollte vermascht sein. Daten sollten "automagisch" ihre Routen auf optimalen, redundanen Wegen finden wie die Usenet-Nachrichten…
        Aber:
        Ein zentraler Knoten ist viel lukrativer und effektiver als eine vermaschte Strutur mit Redundanzen.
        Und es es sicherlich kein staalich unerwünschter Nebeneffekt, an einer Stelle das Ausland abzuklemmen.
        Unsere angeblich frei und demokratisch geaählte Ministerin hat ja allen ernstes damit gedroht, Telegram in Deutschland zu sperren.

        Was ist das für ein schwacher Staat, der solche (hirnlosen) Maßnahmen in Erwägugung zieht? Hallo? Wegen ein paar Verbal-Terroristen allen anderen den Mund verbieten? Geht's noch?

        Soziale Probleme kann man nicht mit Technik lösen.

      • Paul sagt:

        Nicht zu vergessen:
        "TCP/IP over Bongo Drums"
        "https://arstechnica.com/uncategorized/2003/09/2886-2/"

        (Text und Video scheint weg zu zu sein. Schade)

        Es geht, man muß nur wollen.
        Und ein Byte pro 10 sec und tolerante Nachbarn ist immerhin besser als garnichts.

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