Word und Outlook mit Typografie-Änderung und Aptos-Font

[English]Microsoft schraubt momentan an Microsoft Office und korrigiert die Typografie-Funktionen. Das soll aktuell für Microsoft 365-Insider gelten – aber ich habe gerade eine Meldung erhalten, wo sich jemand über kaputte Typografie und die Aptos-Schriftart beschwert. Kleiner Sammelbeitrag zu diesem Thema.


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Microsoft 365 Insider: Topografie-Änderungen

Mir ist zum Ende der Woche dieser Artikel der Kollegen von neowin.net unter die Augen gekommen. Die Botschaft lautet: Microsoft 365 Insider können Verbesserungen der Typografie in Word und Outlook für Windows ausprobieren. Microsoft hat dazu zum 1. Dezember 2023 den Blog-Beitrag Typography improvements in Word and Outlook for Windows veröffentlicht. Im Beitrag wird beschrieben, wie Insider diese Funktionen konfigurieren können.

Beschwerde über Typografie/Aptos-Font

Parallel zu obigem Thema ist mir zum Ende der Woche ein Tweet von Tobias unter die Augen gekommen, wo er sich über Änderungen an Outlook (wohl aus Office 365) beschwerte. In Outlook sei die neue Schriftart Aptos ausgerollt worden. Die Zeichen- und Wortabstände seien miserabel, schreibt er.

In einem Tweet merkt er gegenüber mir folgendes an: Das gibt's nicht. Office ändert jetzt tatsächlich bei jedem Update den Halbgeviertstrich von STRG-Minus auf Zoom, obwohl ich es manuell zurückgeändert habe. Wieso muss Microsoft ein funktionierend Word zugunsten irgendwelcher Usability-Experimente kaputt machen?

Oliver hat dann auf den Tweet geantwortet, dass er das nicht nachvollziehen könne. Eigentlich sollte das Ganze nur an Insidern getestet werden. Aber Tobis schreibt, dass er nicht ins Insider-Programm wechseln könne – also muss das auch auf reguläre Office 365-Nutzer ausgerollt worden sein. Kann das jemand aus der Leserschaft bestätigen?

Hintergrund Aptos-Font

Noch ein kurzer Rückblick: Microsoft hatte ja bereits vor längerer Zeit angekündigt, den Calibri-Font in Microsoft 365 durch die Schriftart "Bierstadt", die neuerdings Aptos heißt, ersetzen werde. Der Austausch der Standardschriftart in den Office-Anwendungen war bereits 2021 durch Microsoft angekündigt worden. Ich hatte seinerzeit im Blog-Beitrag Microsoft will Office neue Standard-Fonts verpassen – alles aus der Cloud? Details berichtet.

Die Verwendung einer neuen Schriftart war angedacht worden, um Monitore mit höherer Auflösung besser bei der Textanzeige zu unterstützen. Microsoft hatte dazu fünf spezielle Schriftarten (Bierstadt, Tenorite, Skeena, Seaford, und Grandview) zur Auswahl gestellt, von denen die Nutzerschaft eine auswählen sollte. Diese sollte dann die Calibri als Standard ersetzen. Die Nutzer hatten sich für Bierstadt entschieden und im Beitrag Microsoft 365: Calibri-Font wird durch Bierstadt, äh Aptos ersetzt hatte ich auf die Umbenennung der Schriftart hingewiesen.

Wie ich obigem Tweet entnehme, hat Microsoft jetzt die Schriftart Aptos ausgerollt, was auch zu den Aussagen im Blog-Beitrag Neue Schriften und Standards für Office-Programme bis Ende September 2023 passen würde. Wir haben zwar schon Dezember 2023, und obiger Hinweis auf den Microsoft Blog-Beitrag bezieht sich auch auf Microsoft 365 Insider. Aber wann hat sich Redmond schon an so was gehalten – vermutlich hat jemand Freitag, den 1. 12. 2023 mal wieder die falsche Taste gedrückt, und der Font wurde im Internet bereitgestellt.


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11 Antworten zu Word und Outlook mit Typografie-Änderung und Aptos-Font

  1. MOM20xx sagt:

    Chaos pur in Redmond.

    Outlook.com ist noch Calibri

    In Outlook Web App für M365 wo wir in der Firma den verzögerten Enterprise Kanal haben ist Aptos aktiv und in den normalen Programmen Calibri.

  2. Harry sagt:

    Jo mei. Dann stellt man sich eben Calibri oder was auch immer einem gefällt als Standard-Schriftart ein und hat natürlich auch ein Backup der Schriftartdateien gemacht. Wo ist das Problem? Microsoft kann mir alles Mögliche vorschlagen wollen, die letzte Entscheidung treffe trotzdem noch immer ich.

    • Steter Tropfen sagt:

      Und es hilft ja auch hervorragend gegen eventuelle Langeweile, wenn jedes Update mit einem spannenden „Wo liegt denn diesmal der Hund begraben und wie kann ich ihn zurückholen?"–Spielchen versüßt wird. Schließlich ist der PC ja nichts weiter als ein großes Tamagotchi, das man ständig pflegen und päppeln will, anstatt etwa gar damit arbeiten zu müssen.

      • Luzifer sagt:

        Jo da hast du durchaus recht, MS macht da so einiges, aber nen anderen Font einstellen? Wieviel Sekunden brauchst du dazu? 1? 2?… Man kann eben alles aufbauschen!

        Gibt sogar nen Youtube Tutorial wie wische ich mir korrekt den Arsch (leider kein Scherz)

        • Bernd Bachmann sagt:

          In diesem konkreten Einzelfall gebe ich Dir recht, aber das ist doch nicht der Punkt.

          Es geht darum, dass man sich überhaupt mit solchen Themen beschäftigen muss; dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass der PC heute noch genauso funktioniert, wie er es gestern getan hat. Und deswegen eine Menge Zeit verschwenden muss, um sich entweder vorbeugend Informationen, z.B. auf dieser Webseite, zu beschaffen, oder sich alle paar Tage mit "was zum T… funktioniert denn jetzt schon wieder nicht" auseinanderzusetzen.

          • Takeo Otori sagt:

            "eine Menge Zeit verschwenden" ?
            Um eine andere Schriftart aus einem DropDown Feld auszuwählen wenn das aktuelle nicht gefällt? Der Kommentar hier hat 10x so lange gedauert, als einfach das auszuwählen was man möchte.
            Aber für Manche mag wohl jegliche Veränderung oder vorzunehmende Einstellung "zu viel" zu sein weil man "nix rafft was der Voodoo PC macht", liegt dann aber an der Kompetenz den PC zu bedienen und nicht am Fortschritt einer Software.

            • MOM20xx sagt:

              es geht nicht darum etwas zurück zu ändern. es geht darum, dass hersteller mit updates generell mal Settings von Benutzern verändern. Sei es hier Microsoft oder Apple mit seinem iOS Updates, wo jedes grössere Update meint, iCloud Schlüsselbund ohne Hinweis und Rückmeldung an den Benutzer einfach zu aktivieren, wenn dies zuvor deaktiviert war.
              Wenn du nach dem Update immer zig Stellen kontrollieren musst, ob der Hersteller nun vielleicht nicht do was verändert hat, dann wird es mühsam.
              Schön wenn du kein Problem hast, deine Software immer wieder nach Updates so zu konfigurieren, wie du sie haben willst, anderen – vor allem Admins mit einer großen Anzahl an Clients – geht das schon am Arsch und es ist schlichtweg eine Unart der Hersteller so zu agieren.

        • Sibylle sagt:

          Leider ist es nicht damit getan, die Standard-Schriftart zurückzuändern. Selbst wenn man das macht, fügt einem Word sämtliche gespeicherten Schnellbausteine trotzdem mit der neuen Schriftart ein! Also muss ich wohl jeden einzelnen Baustein manuell anpassen und neu abspeichern!

  3. Phil sagt:

    Bei mir heute ist auch überall Aptos drin. Word, Outlook usw. Sogar die Signaturen wurden alle auf Aptos angepasst. In der Outlook-Ansicht werden HTML-Mails auch in Aptos angezeigt. Bis jetzt noch keinen Weg gefunden, dies anzupassen. Die Standardschrift im Outlook greift hier nicht.

  4. JK sagt:

    Alles falsch! Der Aufwand Aptos wieder loszuwerden ist keinesfalls Trivial; ohne Änderung in der Registry kehrt es nach jedem Booten wieder.

  5. F. Maßong sagt:

    In unserem kleinen Ing.-Büro entwickelt sich Microsoft immer mehr zum Produktivitätskiller. In kurzen Abständen werden ungefragt "Optimierungen der Nutzererfahrung" umgesetzt. Das ist bestimmt für viele User toll, weil Neuerungen das Leben aufregend machen – da gibt es endlich wieder was zum Ausprobieren und Zeit vertreiben. In produktiver Arbeitsumgebung ist das ein absolutes Unding, so etwas ohne Zustimmung zu erzwingen. Früher war nicht alles besser, ABER: Der Nutzer hat entschieden, ob und wann er die Version (inkl. Funktionen, Bedienkonzept, Layout, Schriftart, Standardspeicherort etc.) gewechselt hat.
    Der erzwungene ungefragte Wechsel der Schrift ist Unding Nummer 100 und in unserem Büro ungefähr so sinnstiftend wie der unsäglich verwickelte Speichern-Dialog in den Office-Anwendungen, wenn man nicht alles Microsoft-hörig in deren Cloud speichern will.
    Zusammenfassend: Nicht die Neuerungen sind das Problem, sondern die Bevormundung der Nutzer in Form des ungefragten Rollouts.

    Danke für den tollen Blog – und schön zu lesen, dass wir nicht die einzigen sind, die um Ihre Produktivität fürchten.

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