Auf dem Weg zur CO2-Neutralität? Microsofts CO2-Emissionen 2023 dank AI um 30% gestiegen

Stop - PixabaySehr unschöne Entwicklung, die ich aber genau so erwartet habe. Microsoft treibt ja die Sau "künstliche Intelligenz" durchs Dorf und rollt in allen Produkten seinen CoPiloten aus. Gleichzeitig werden für diese Lösungen sowie das steigende Cloud-Geschäft massiv Rechenzentren in diversen Ländern in die Botanik gestellt. Das bleibt nicht ohne Folgen: Während Microsoft sich eine CO2-Neutralität bis 2030 auf die Fahnen geschrieben hat, sieht die Entwicklung aktuell eher düster aus. Eine Untersuchung hat ergeben, dass die CO2-Emissionen zwischen 2020 und 2023 um 30 Prozent gestiegen sind (statt zu sinken).


Anzeige

Hehres Ziel: CO2-Neutralität bis 2030

Microsoft gibt sich nach außen ja gerne den Anstrich, eine saubere Firma zu sein, die sich auch um Umweltschutz und Klimawandel aktiv kümmert. So will Microsoft bis 2030 eine CO2-Neutralität im Unternehmen erreichen und arbeitet seit Jahren an diesem Ziel (siehe auch). Das ist durchaus positiv zu sehen, und daran möchte ich auch nicht rütteln.

Jahresberichte von Microsoft geben auch Auskunft darüber, wie stark sich das Unternehmen auf dieses Ziel zubewegt. Microsoft investiert Milliarden in das Geschäft zum Auffangen von CO2 aus der Luft in Gestein. Dazu hat Redmond eine Vereinbarung mit dem Climate-Tech-Startup Heirloom Carbon getroffen. Die sollen über die nächsten Jahre hinweg 315.000 Tonnen Kohlenstoff in Gestein einlagern (siehe Beitrag Microsoft investiert in kohlenstoffabsorbierendes Gestein).

Windows Update ist jetzt co2-fähig

Aber es gibt die berühmten Flops aus Redmond, wo das schnelle Geschäft über alles geht und CO2-Neutralität nur stört. Ich hatte bereits 2023 im Blog-Beitrag Green Washing oder total bekloppt: Microsoft-Fails auf dem Weg zur CO2-Neutralität auf die Gaga-Ankündigung, dass Windows Update "co2-fähig" sei, hingewiesen. In diesem Beitrag hatte ich auf die Umweltfolgen des Umstiegs auf Windows 11 hingewiesen und auch geschrieben, dass Microsoft seine AI-Lösung CoPilot breit in Windows 11 und in Microsoft Office ausrollen und auch in Bing sowie anderer Software bereitstellen werde. Dort kam mein Hinweis, dass dies den Energieverbrauch sprunghaft in die Höhe treiben werde. Das Puzzle-Teil fällt genau in das nachfolgende Bild.

Microsofts CO2-Emissionen 30% gestiegen

Nun hat jemand mal genauer auf die CO2-Bilanz von Microsoft geschaut und verglichen, wie sich der Istzustand eigentlich zum geplanten Soll so entwickelt. Nachfolgender Mastodon-Post zeigt den Trend:

CO2-Emissionen bei Microsoft
CO2-Emissionen bei Microsoft

Die Emissionen sollten im Vergleich zum Referenzjahr 2020 eigentlich ständig fallen (grüne Punkte in der Grafik). Stattdessen ist eine Steigerung der CO2-Emissionen in den Jahren 2021, 2022 und 2023 zu verzeichnen (schwarze Punkt in der Grafik). Für das Jahr 2023 ist der CO2-Ausstoß bei Microsoft (laut Microsofts Nachhaltigkeitsbericht 2024) um 30 % gegenüber der Referenzgröße 2020 gestiegen.  Im Geschäftsjahr 2023 wurden 15.357 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Das entspricht der jährlichen CO2-Emission von Haiti oder Brunei.

Der Grund wird auch genannt: Der weltweite Aufbau neuer Rechenzentren, in denen kohlenstoffintensiver Stahl, Zement und Chips benötigt werden. Die Rechenzentren werden gebraucht, um die durch Microsoft gepushte Nachfrage nach nach KI-Lösungen zu befriedigen. Das Trainieren und Ausführen von KI-Modellen ist ein zunehmend energieaufwändiges Unterfangen, und die Auswirkungen auf das Klima werden gerade erst sichtbar.


Anzeige

Die Information wurde wohl durch ein Interview Präsident Brad Smith mit Bloomberg (Paywall) öffentlich – Microsoft hat wohl den neuesten Nachhaltigkeitsbericht für 2023 vorgelegt. The Verge hat die Informationen hier aufbereitet. Die Botschaft aus den Artikeln: Microsofts KI-Vorstoß gefährdet das Klimaziel des Unternehmens, da die aufzubauende Infrastruktur bereits jetzt für den 30%igen Anstieg der CO2-Emissionen verantwortlich ist.

Die mach alles platt-Methode als Klimakiller

Ist für Microsoft aber alles kein Problem. Präsident Brad Smith ist der Meinung, dass der Nutzen der KI für die Welt die Auswirkungen auf die Umwelt überwiegen wird. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich sehe den Einsatz von AI-Lösungen in ausgesuchten Bereich durchaus positiv. Aber Microsofts Ansatz war schon immer, mit halb fertig entwickelten Produkten auf den Markt zu kommen und alles platt zu machen. Genau dies passiert aber mit CoPilot, der ja in allen Produkten ausgerollt wird. Ob es Sinn macht, wird nicht hinterfragt. Und Administratoren werden in Zukunft ihre Mühe haben, zu kontrollieren, dass durch CoPilot keine Daten nach draußen abfließen dürfen oder dass die Funktion überhaupt aktiviert sein darf. Nachhaltigkeit by Microsoft?

Kann man durchaus in diesem Kontext anders bewerten. Aber ich finde, es sollte diskutiert werden, was sinnvoll und erwünscht ist. Auf keinen Fall möchte ich einem Großunternehmen die Deutungshoheit überlassen, was gut ist – beim Unternehmen Microsoft ist das ja in der Vergangenheit auf diversen Themenfeldern erkennbar schief gelaufen.

Ähnliche Artikel:
Green Washing oder total bekloppt: Microsoft-Fails auf dem Weg zur CO2-Neutralität
Fluch oder Segen der Cloud: Rechenzentren in der Landschaft, Last oder gehören die dazu?


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

38 Antworten zu Auf dem Weg zur CO2-Neutralität? Microsofts CO2-Emissionen 2023 dank AI um 30% gestiegen

  1. Pau1 sagt:

    Naja, auch wenn es Spaß zu machen schein, immer auf Microsoft einzuschlagen, sei noch angemerkt, dass das kein Microsoft exklusives Problem ist. Auch wenn es das natürlich nicht besser macht, ist das bei anderen global Playern sicher nicht anders…. Google, SAP, Oracle usw. sind auch auf den AI Zug aufgesprungen und sind da mit Sicherheit bei den CO2 Steigerungen auch groß dabei.

  2. Jens sagt:

    Marketing-Sprech:
    "Dank Einsatz modernster Cloud- und KI-Techniken konnte durch die Verlagerung der Datenbestände in Microsofts Rechenzentren bei den Kunden eine CO2-Einsparung von über 40% erreicht werden."

  3. Herr IngoW sagt:

    Ich Frage mich immer, sind die Leute heute zu blöd selbst mal nachzudenken oder glauben sie wirklich das es eine Arbeitserleichterung wäre Ki-Ergebnisse ungeprüft unter das Volk bzw. in Betriebe reinzublasen um dann festzustellen das der denkende Bürger oder Angestellte den Unsinn aufdeckt und wieder ein anderer das lang und breit korrigieren muss.
    Für mich ist das hauptsächlich totale Verblödung der Gesellschaft damit alle dem Unsinn hinterher gieren und natürlich dafür bezahlen, denn die Industrie usw. wollen ja nur unser Bestes, das Geld.

    • Anonym sagt:

      1+.

      Die Zunahme der CO2-Verschmutzung um 30 % ist garnichts gegen die Verschmutzung der Inhalte. Ich spreche bewusst nicht vom KI-Müll, der sich in den Köpfen der Leute festsetzt – sicher auch ein Problem – sondern von Inhalten i. S. v. schriftlichem Fixiertem, also insb. Online-Artikeln aber immer mehr auch Gedrucktem (Büchern). Scheint sich auch für die Wissenschaft zum Problem zu entwickeln; siehe stellvertretend (1).

      (1) scientificamerican.com/article/ai-generated-data-can-poison-future-ai-models/

  4. 1ST1 sagt:

    Microsoft, Goopgle und die anderen Großen da werden sicher mit ihren KI-Rechenzentren eine einfache Lösung für unsere Umweltprobleme finden. Ich sach nur "42", wird halt ein paar Millione Jahre dauern…

  5. R.S. sagt:

    Naja, lösen können das die Softwarehersteller kaum.
    Da müssen die Hardwarehersteller Prozessoren und Rechner etc. bauen, die bei gleicher Leistung sparsamer sind.
    Das Gegenteil ist aber der Fall.

    Alleine die Rechenzentren der DE-CIX in Frankfurt verbrauchen so viel Energie wie eine mittelgroße Stadt.

    Und die Stromerzeugung muß auf erneuerbare Enrgien umgestellt werden.
    Wollte ich ein CO2-neutrales Rechenzentrum in Europa bauen, würde ich das in Norwegen bauen.
    Denn die Stromerzeugung in Norwegen passiert schon seit Ewigkeiten per erneuerbarer Energien, i.d.R. durch Wasserkraft.

    • Anonymous sagt:

      DE-CIX ist ein IX (Internet eXchange). Die haben keine RZ (vielleicht ein Mini-RZ für die eigene Firmen-IT), sondern sind in mehreren RZ eingemietet. Dort steht jeweils ein Switch-Paar (vereinfacht dargestellt), das zum einen die verschiedenen Lokationen miteinander verbindet und zum anderen auch die IX-Teilnehmer. Der Stromverbrauch vom DE-CIX inklusive der IX-Teilnehmer-Router, welche vor Ort stehen, dürfte relativ klein sein.

      Was du wahrscheinlich meinst, sind Frankfurter RZ allgemein. Die haben je nach Größe wenige MW bis mehrere 10 MW Anschlußleistung.

      • Inselaffe sagt:

        Selbst der eigentliche DE-CIX ist nur ein Cage mit einigen Racks. Klar, da läuft allerhand zusammen und es steht krasses Material da, aber an sich ist es nur ein Cage in einen großen RZ.

        Da sind die RZ Parks von Hetzner ja schon teils größer als sowas wie das Interxion RZ in Frankfurt (wobei da mehrere stehen).

  6. janil sagt:

    Warum eigentlich, angesichts dieses gewollten Wahnsinns, noch zu Hause bei elektronischen Geräten wie TV, Notebook, Radio usw. den Standbyemodus deaktivieren bzw. die Geräte ganz ausschalten? Wenigstens mit Kahi in den Abgrund und neue Prozessoren kommen nur noch mit Wasserkühlung, wenn ich weiter so den Kopf schüttele, lässt meine Sippe mich auf Parkinson-Verdacht untersuchen.
    Ach ja, es kommt ja das Atom wieder. Es braucht ja kein Strom mehr gespart zu werden. Schon wieder geschüttelt, seufz.

  7. Joerg sagt:

    Die ganzen Crypto-Währungen und deren Berechnung lassen wir jetzt einfach mal unberücksichtigt – da das ist 100% Energieverbrennung. Bei den KI Lösungen bekommt wenigstens einen Teil in Form nutzbarer Informationen zurück

    • R.S. sagt:

      Die Leute, die Cryptos schürfen, vergessen, das die das mit ihrer Stromrechnung bezahlen.
      Man bekommt die Cryptos also nicht "gratis", wie viele meinen.

      • Joerg sagt:

        darum ja das Verlängerungskabel zum Nachbarn rüber, "pure win!" :) oder einfach ein paar Mining-Bots per "Rundmail" verteilen, frei nach dem Motto "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren!"

  8. Bernie sagt:

    MS wird das über Mini-AKWs (sind ja CO2-Neutral) in den Griff bekommen.
    In dem letzen Jahr gab es dazu in diversen Onlinemedien zahlreiche Berichte, z.B.;
    Heise online;
    https://www.heise.de/news/Atomkraft-fuer-KI-Microsoft-will-Rechenzentren-mit-Mini-AKW-betreiben-9316554.html
    Stern:
    https://www.stern.de/digital/technik/bill-gates–mini-atomkraftwerk-soll-2028-ans-netz-gehen—hunderte-reaktoren-sollen-folgen–33450348.html
    FAZ:
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/microsoft-will-beim-training-von-ki-modellen-auf-atomstrom-setzen-19199565.html

    Die Kosten für die Aufbereitung der Brennstäbe, das Endlager für den Atommüll
    und die Risikoversicherung für einen GAU werden problemlos durch erhöhte Lizenzgebühren wieder hereingeholt.
    Die Umweltbilanz beim Abbau von Uran kann natürlich vernachlässigt werden.

    • Günter Born sagt:

      Du solltest solche Beiträge aber mit einem Ironie-Tag kennzeichnen. Ich hatte seinerzeit die Meldungen vernommen, wo ein Journalist nach dem Anderen eine DPA-Meldung oder Pressemitteilung wiedergegeben hat. Mir war das Thema zu Gaga, um es im Blog zu bringen – und ich greife schon viele Themen auf.

      Wenn deine Links wirklich ernst gemeint sind, solltest Du dich vom "Folien-Traum" Mini-AKW (SMR) schnell verabschieden. Von 1976 – 1979 habe ich im Ingenieurstudium an der FH Aachen/Jülich neben Kerntechnikern gesessen (ein Kerntechnik-Studium habe ich damals mangels beruflicher Zukunftsaussichten seinerzeit verworfen und stattdessen auf physikalische Technik gesetzt, hatte aber in weiten Strecken die gleichen Vorlesungen/Dozenten wie die Kerntechniker). Die mechanischen und Material-Probleme der diversen Reaktorkonzepte aus den 60er/70er Jahren gelten m.W. auch noch heute.

      Ich bin ja immer geneigt, mal "einen Blick auf neue Erkenntnisse zu werfen". Alleine, über Hochglanzfolien kommen die Konzepte niemals hinaus. Und was ich so sehe, wenn ich versuche zu recherchieren: Keines der Probleme ist gelöst. Es führt an dieser Stelle zu weit, aber Flüssigsalz- oder Natrium-Reaktoren arbeiten mich hochtoxischen oder sonst kritischen Substanzen. Was auf keiner der Hochglanz-Folien vorkommt: Irgendwann muss ein Mensch diese Anlagen warten, ggf. Pumpen, Ventile, Rohre austauschen. Wir hatten bei Druckwasser-Reaktoren schon genügend Probleme im "heißen" Kreislauf Wartung und Sicherheit zu gewährleisten. Das Thema potenziert sich bei den SMAs. Ich habe 12 Jahre in der Großchemie gearbeitet – wenn ich mir ins Bild rufe, wenn Arbeiter mit voller Schutzausrüstung Reaktoren reinigen mussten – dann fehlt mir die Phantasie, wie Wartung bei den SMAs "auf einfache Weise" gehen soll. Ich bin zwar 45 Jahre aus dem Thema – aber dem kritischen Blick des Ingenieurs auf das Thema, mit hinterfragen einiger Annahmen oder Grundlagen, konnten die bisherigen Meldungen nicht stand halten.

      Und an diesem Punkt habe ich noch keinen Blick auf das Thema Wirtschaftlichkeit geworfen. In den 80er Jahren musste ich als junger Ingenieur Wirtschaftlichkeitsmodelle (Atomstrom versus Kohlestrom) für eine "unserer Führungskräfte in der oberen Direktionsebene" rechnen. Die wollten einen Atomreaktor an einem Chemiestandort am Rande einer Großstadt. Erste Ergebnisse meiner Modelle: Atomstrom ist bei weitem teurer als Kohlestrom – und dann wurde "getürkt", um bei den Kosten pari zu bekommen. Werde ich niemals vergessen … das AKW hat es dann doch nicht ins Chemiewerk geschafft.

      Aber diese alten Erfahrungen und das damals erworbene Wissen, gepaart mit dem Wissen um die Unzulänglichkeit des oberen Managements (wir machen das mal) haben mich bewogen, der Entscheidung zum Ausstieg unter Rot/Grün (Schröder/Trittin) und später unter Frau Dr. Merkel (Ex-Bundeskanzlerin, CDU) seinerzeit zu begrüßen.

      • Windowsnutzer1969 sagt:

        Schön.
        Und warum bitte, setzen dann so gut wie alle "wichtigen" (Industrie-)Länder weiterhin auf Kernkraft? Nicht nur, dass diese die Kernkraft weiterbetreiben werden, sondern, dass sie diese auch noch weiter ausbauen (werden). Was bitte, gibt es – zumindest im Moment noch – besseres als wie Kernenergie zur Erzeugung von ausreichend und sicher verfügbarer Energie? Welche Energieerzeugungsform bietet die größte Schnittmenge zwischen den positiven Faktoren, bei gleichzeitiger max. Reduzierung der negativen Faktoren? So, wie wir es hier (aktuell) in D machen, ist es ja wohl eher kein Erfolgsmodell … (Um es mal nett auszudrücken.) Über uns lacht inzwischen die Welt und wir werden als merkbefreiter Geisterfahrer gesehen …

        Aber wahrscheinlich habe ich da nur wieder was falsch verstanden, als ewig gestriger alter weißer Mann?!

        • Jan sagt:

          Ja, hast du. Gibt doch nicht auf, Seine Bildung kann man auch im hohen Alter noch verbessern.

        • Anonymous sagt:

          Bessere Lobbys dort. Da, so schwer war das nicht :)

          Bei Kernkraft werden die Folgekosten ebenso wie der Restmüll irgendwann vergraben, auf das spätere Generationen sich dran laben.

        • ThBock sagt:

          Plutonium entsteht aus Uran in Atomreaktoren.
          Sind diese "wichtigen" Industrieländer zufällig auch Hersteller von Atombomben?
          Du hast auch keine Lösung geliefert, für den gefährlichsten Müll, den die Menschheit jemals produziert hat.
          Es gibt weltweit kein einziges Endlager nach wieviel Jahren AKW Nutzung? …über 70? …warum wohl?

          • Windowsnutzer1969 sagt:

            Dann schau mal hier z. B.:

            https[:]//dual-fluid.com/de/

            Wird demnächst in Ruanda in Betrieb gehen.
            Der CEO gibt hier ein persönliches Statement (einschließlich anschließender Diskussion) dazu ab (ab Minute 42:21):

            https[:]//www.youtube.com/watch?v=4pNiWeCNEmI

            In Deutschland galt mal Technologieoffenheit und Forschergeist. Ist aber lange her und wir vertreiben lieber entsprechende Menschen und Technologien ins Ausland zugunsten von irgendwelchen kruden Ideologien. Und ja: Natürlich sind die Industrieländer, die Kernkraft weiterhin nutzen auch die, die u. a. Atombomben haben. Aber das hat ja nun mal nichts direkt miteinander zu tun. Nur weil ich Küchenmesser in der Schublade liegen habe, bin ich deshalb noch lange kein Mörder. Hier mal eine Quelle, wie es um die Kernenergie – auch zukünftig – weltweit steht:

            https[:]//de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern

            • ThBock sagt:

              Von Mördern habe ich gar nix geschrieben, sondern nur EINEN Grund geliefert, warum manche Länder an Atomkraft festhalten: sie brauchen das Plutonium.
              Zu Dual Fluid Reaktoren kann man ganze Seiten schreiben, deshalb hier nur ein Link zum BR, der dieses (aktuell noch) Luftschloss ganz gut beschreibt: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/wuerden-dual-fluid-reaktoren-das-atommuell-problem-loesen-ein-faktenfuchs,TqrNeJp

              • Windowsnutzer1969 sagt:

                "Sie brauchen das Plutonium."

                Ist das gesichert? Oder nur deine persönliche Meinung? Das mit den "Mördern" war auch lediglich nur ein Beispiel von mir, da ich den Zusammenhang eh nicht so wirklich verstanden habe. So auf die ganze Angelegenheit bezogen mein ich … Darüber müsste man sich im persönlichen Gespräch unterhalten, da es schriftlich wohl zu zu vielen Missverständnissen diesbzgl. kommt.

                Und trotzdem: Ein Industrieland wie D braucht (vor allem) günstigen und permanent verfügbaren Strom, sonst wird das nichts mehr. Stichwort: Grundlastfähigkeit – die mit Sonne und Wind eben nicht gegeben ist und diverse, riesige Stromspeicher eben auch (zumindest noch) nicht zur Verfügung stehen. Die Liste bei Wikipedia spricht doch Bände. Ich meine, man kann natürlich einen Sonderweg gegen den Rest der (Industrie)welt gehen. Ist aber doch mehr als fragwürdig, wenn man dadurch mehr Nachteile als wie Vorteile erleidet – eben so wie wir gerade. Wir sind mit dem Strompreis unter den 5 teuersten Ländern der Welt (!) (NICHT Europas!) und waren mal, bis vor einigen Jahren, bei den preiswertesten angesiedelt. Länder ohne nennenswerte Industrie kommen natürlich auch mit Alternativen aus – und haben dann dafür oft auch mehrfach am Tag "geplante" Stromausfälle; was dort aber nicht weiter ins Gewicht fällt. In D aber eben schon, wenn es dazu kommen würde/müsste (Stichwort "Brownout" >> also geregelter Lastenausgleich)

                Und dann: Der liebe ÖRR und seine diversen "Faktenchecker" … Gerade der "Faktenfuchs" fällt doch immer wieder sehr durch diverse, regierungstreue "Fakten" auf … (Genauso wie dieser, sogar staatlich (mit)finanzierte "Correctiv"-Laden, auf den sich die ÖRR-Medien auch alle immer so gerne beziehen …) Ist aber auch weitgehend egal, denn:

                Ich finde es generell (in so gut wie allen Bereich) einfach nicht sonderlich zielführend, nicht nach allen Seiten offen zu sein und diverse neue Wege und Möglichkeiten, gleich von vornherein per se auszuschließen und/oder madig zu machen. Das war mal anders in diesem Land. Mit der Ära Merkel begann eine gewisse "Forschungsfeindlichkeit", leider in so vielen Bereichen. Obwohl sie selbst ja Physikerin war … Schon seltsam eigentlich. Und ja: Die Dual Fluid-Reaktoren sind natürlich noch nicht ausgereift, aber doch viel zu interessant, um nicht zu sagen: "Da bleiben wir auf jeden Fall dran! Das versuchen wir zu perfektionieren!" Und mit "wir" meine ich Deutschland – und nicht ein paar Deutsche in Ruanda … :-( Als z. B. Carl Benz den Verbrennermotor erfunden hat, war der auch nicht von Anfang an der Motor, den wir heute (bis zur Perfektion) weiterentwickelt haben. Sondern der hatte damals mit den heutigen Verbrennern wohl auch nur max. 5 – 10 % gemein …

                • Jan sagt:

                  oh Mann, kriegst du für den längst überholten Stuss wenigstens Geld?

                  Komm man in der Gegenwart an!

      • Bernie sagt:

        sorry für das Auslassen der Ironie-Tags und Danke für den Einblick zum Thema Wirtschaftlichkeit.
        Ich wollte an dieser Stelle auch keine Diskussioen pro oder contra Atomkraft anstoßen.
        Da erste Kommentare (z. B. von Windowsnutzer1969) aber in diese Richtung gehen, bitte meinen Kommentar löschen.
        Vielen Dank und ein erholsames Pfingstwochenende.

      • Bernie sagt:

        sorry für das Auslassen der Ironie-Tags und Danke für den Einblick zum Thema Wirtschaftlichkeit.
        Ich wollte an dieser Stelle auch keine Diskussioen pro oder contra Atomkraft anstoßen.
        Da erste Kommentare (z. B. von Windowsnutzer1969) aber in diese Richtung gehen, bitte meinen Kommentar löschen.
        Vielen Dank und ein erholsames Pfingstwochenende.

        • Windowsnutzer1969 sagt:

          Was soll das nun bitte wieder? Erst Kommentare schreiben und dann darum bitten, dass diese gelöscht werden (wenn sie in die vermeintlich "falsche" Richtung gehen) Was ist an einer ordentlich geführten Diskussion diesbzgl. auszusetzen, wenn es zum Thema passt und der Chef selbst Stellung dazu nimmt? Wollt ihr eigentlich alle noch einen Diskurs, oder nur in eurer eigenen Blase leben und euch selbst bestätigen? Kann man natürlich machen, dürfte aber wenig zielführend sein auf Dauer …

          • Jan sagt:

            vielleicht einfach mal beim Thema bleiben und nicht hetzen und schwurbeln., dann wird das schon.

            • Windowsnutzer1969 sagt:

              Vielleicht einfach mal ordentliche Kommentare (zum Thema) schreiben und nicht polarisieren, beleidigen usw. wäre durchaus auch eine Möglichkeit …

              Aber wie bereits geschrieben: Scheint mal wieder kein ordentlicher Diskurs gewünscht zu sein …

          • Bernie sagt:

            wie erwähnt, eine Diskussion pro oder contra Atomkraft kann und sollte nicht das Thema eines IT-Blogs sein und deshalb habe ich Günter darum gebeten meinen Kommentar zu löschen.
            Sorry, aber bei meinem Erstkommentar war mir das nicht bewusst.
            Vielen Dank für Dein Verständins!

  9. Luzifer sagt:

    CO2 Neutralität ist soweiso nur greenwashing! Neutral ist nur CO2 das erst gar nicht entseht.

  10. Leak sagt:

    Nicht vergessen – CO2 ist auch einer der Hauptbestandteile der heissen Luft, mit der solche Begriffe wie "co2-faehig" abgesondert werden…

  11. Pau1 sagt:

    Wir brauchen keine AKWs.
    Wir heizen einfach mit der Abwärme der MS-Rechenzentren und der Verlust-wärme der Politik.

  12. Martin B sagt:

    Energieeffizienz wird durch neue Technologien und Anforderungen kompensiert, es war noch nie anders. Daher sind alle Appelle, den Energieverbrauch zu senken, unrealistisch.
    Ob man den KI Quatsch braucht? Wer weiß, man muss es nur verkaufen, wie die Heerscharen der MS Cloudfuzzies mit tollen Einsparberechnungen es auch getan haben.
    Heute stehen nicht wenige Hybridkunden vor den Trümmern dieser neuen Welt: überbordende Kosten, übermäßige Komplexität und Ausufern der Sicherheitsthemen.
    Der Return of Investment ist nicht zu erkennen und darum ging es auch nie, es ging nur um den Verkauf von Abos, MS ist der legitime Nachfolger der Bertelsmann und AWD Drückerkolonnen.
    So wird es bei KI auch sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.