Windows 10: Doch N-Editionen & Details zum Update-Prozess

Microsoft hat bereits Mitte Mai 2015 die Verkaufsversionen (SKUs) von Windows 10 benannt (siehe meinen Blog-Beitrag Windows 10: Microsoft benennt die Verkaufsversionen (SKUs)). Aber dort ist nichts von den N-Varianten zu finden. Von Windows 10 wird es wohl auch spezielle N-Editionen ohne Media Player geben. Zudem ist der Update-Prozess für Windows 10-Editionen weiter präzisiert worden.


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Microsoft will Windows 10  N-Editionen beibehalten.

Microsoft hat bereits Mitte Mai 2015 die Verkaufsversionen (SKUs) von Windows 10 benannt (siehe meinen Blog-Beitrag Windows 10: Microsoft benennt die Verkaufsversionen (SKUs)). Aber dort ist nichts von den N-Varianten zu finden. Scheinbar wird Microsoft diese N-Editionen aber auch bei Windows 10 beibehalten.

N-Editionen von Windows beinhalten keinen Windows Media Player und keine Unterstützung für die Medienwiedergabe. Dies hatte in älteren Windows-Versionen schon mal böse Probleme bereitet, wie sich im Blog-Beitrag Windows 8.1 N: Keine PTP- und MTP-Unterstützung erkennen lässt. Bei Bedarf kann man aber Media Packs in älteren Windows-Versionen nachrüsten:

Media Pack für Windows 8 verfügbar
Media Feature Pack für Windows 8.1 N Update erhältlich

Die N-Editionen (No Media Player) wurden auf Druck der EU-Wettbewerbskommissare von Microsoft eingeführt, waren aber meines Wissens nicht so sonderlich verbreitet (in Firmenumgebungen gab es Installationen).

Bei heise.de findet sich der Artikel Windows 10: Es gibt weiterhin N-Editionen, der darauf hinweist, dass es auch Windows 10 N-Editionen geben soll. Quelle ist diese Technet-Seite, die die KMS Client Setup Keys für Windows 10 verrät. Geplant sind Windows 10 Pro N, Windows 10 Enterprise N und Windows 10 Enterprise 2015 LTSB N.

Weitere Details zum Windows 10 Update-Prozess

Microsoft wird für Windows 10 zyklisch kostenlose Feature Updates ausrollen (siehe mein Artikel Windows 10: Künftige Feature-Updates sind wohl gratis …). Für Nutzer von Windows 10 Home soll es daher keine Möglichkeit mehr geben, Updates zu deaktivieren, diese werden automatisch eingespielt (siehe mein Blog-Beitrag Bringt Windows 10 Home Zwangs-Updates?). Lediglich in Firmen wird es die Möglichkeit geben, in Windows 10 Pro oder Enterprise Features Updates bis zu 8 Monate zu verzögern (siehe mein Blog-Beitrag Windows 10: 8 Monate Zeit zur Update-Installation in Firmen).

Die Redaktion von heise.de hat nun diesen Artikel publiziert, der sich des Themas Funktions-Updates annimmt und quasi die von mir in obigen Blog-Beiträgen gegebenen Hinweise aufbereitet. Neu ist, dass es laut dieser Quelle wohl eine „Windows 10 Enterprise 2015 LTSB”-Edition geben wird. heise.de hat auch in einem Gespräch mit Andre Hansel, „Senior Product Manager Windows & Devices“ bei Microsoft, weitere Details erfahren.

Updates, die bislang als optionale Updates ausgeliefert wurden, werden … wie Funktions-Updates behandelt. Bei Sicherheits-Updates ändert sich hingegen nichts, die bekommen alle gleichzeitig und normalerweise am Patchday.

Also: Home-User bekommen die Updates sofort auf das System installiert. In Firmenumgebungen können IT-Admins in Windows 10 Pro (und Enterprise) den Current Branch for Business (CBB) wählen und Windows Update for Business oder WSUS verwenden. Beide Lösungen ermöglichen es, Updates verzögert auf die Systeme auszurollen (siehe mein Blog-Beitrag Windows 10: 8 Monate Zeit zur Update-Installation in Firmen).

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6 Kommentare zu Windows 10: Doch N-Editionen & Details zum Update-Prozess

  1. Ralf sagt:

    Also, mir liegt der Heise Artikel schon schwer im Magen. Ich denke, ich werde das Update auf Windows 10 nicht mehr mit machen. Microsoft will aus dem PC ein genauso geschlossenenes System machen wie aus einem Tablett.

    Das gibt zum einen technische Probleme, weil ein PC im Gegensatz zu einem Tablett keine einheitliche technische Ausstattung hat und die Testbarkeit von Updates schon von daher ihre Grenzen findet. Dazu werden jetzt optionale Updates zu Funktionsupdates und daher auch bei Windows Pro (wenn auch zeitlich zeitversetzt) zwangsweise installiert. Ich habe zum Beispiel einen Samsung Multifunktionsdrucker mit Scanner, wofür Microsoft fast jede Woche ein optionales Update mit einem Generic Samsung Printer Driver anbietet. Wobei leider nach der Installation weder Drucker noch Scanner fehlerfrei funktionieren. Heute kein großes Problem, da blende ich dieses Update einfach in regelmäßigen Abständen wieder aus. Bei Windows 10 heißt das dann, das Gerät beim nächsten Abfallentsorger umweltgerecht entsorgen und für viel Gel ein neues Gerät kaufen. Und so etwas wird sicher kein Einzelfall bleiben.

    Und auf der anderen Seite, ist der PC in all den Jahren ein Stück technische Freiheit gewesen, mit der Möglichkeit, neue Hardware und Software auszuprobieren. Immer in der eigenen Kontrolle und nicht unter der Fuchtel eines großen Herstellers, der immer besser weiß, was gut für einen ist. Das hat jetzt mit Windows 10 ein Ende. Und wenn der Microsoft-Chef, der voll auf Mobil, Cloud und Services steht, entscheidet, jetzt werden die Dateien in der Cloud gespeichert und dürfen nicht mehr auf den lokalen Datenträgern abgelegt werden, dann hat man keine Chance mehr, dem auszuweichen. Wenn ich ein voll abgeschottetes System will, dann nehme ich ein Tablett, entsprechend eines Fernsehers, auf dem man nur noch konsumiert und sich berieseln lässt. Aber nicht beim PC, besonders nicht ein Zeiten, wo längst die totale Überwachung eingeleitet ist.

    Ich fürchte, nach diesem Heise-Artikel, endet meine inzwischen dreißigjährige Geschichte mit Microsoft. Und ich möchte auch kein Windows, das ich lieben soll, sondern ein Werkzeug, dass zuverlässig arbeitet und mich selber entscheiden lässt, welche Arbeiten ich mit ihm ausführen will. Irgendwie schade auch …

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