Windows 10: Vorsicht vor SlimDrivers …

Heute noch ein Shortie zu Windows 10, welcher zeigt, dass man seine Finger von obskuren Tools lassen sollte, die eine automatische Treiberinstallation versprechen.


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Ich mache ja aus meiner Abneigung gegenüber automatischen Treiber-Update-Tools keinen Hehl. Die Teile sind im besten Fall nutzlos und im schlimmsten Szenario die Ursache für böse Probleme.

MVP-Kollege Ingo Böttcher hat im Beitrag Treiber-Update-Tools und warum man sie nicht nutzen sollte herausgearbeitet, warum man die Finger von so was lassen sollte. Und falls es Probleme gibt, das richtige Gerät samt dem zugehörigen Treiber zu identifizieren: Von Ingo Böttcher gibt es den Wiki-Beitrag Wie und wo finde ich passende Treiber und wie installiere ich sie?, der das Ganze sehr schön erklärt.

Beim Durcharbeiten der aktuellen Microsoft Answers-Forenthreads bin ich mal wieder auf einen klassischen Fall von “in die Falle getappt” gestoßen. Ein Anwender stand vor dem Problem, dass bei ihm alle 30 oder 50 Minuten kurz das Fenster der Eingabeaufforderung erschien, wodurch Anwendungen, die im Vollbildmodus liefen, in den Fenstermodus wechselten.

Schnell war klar, dass es irgend eine “Auto-Updater”-Tool sein musste, was den Ärger verursachte. Leider ließ sich der Inhalt der Eingabeaufforderung nicht in Ruhe analysieren, weil das Fenster zu schnell verschwand. Die Ereignisanzeige und der Prozessmonitor lieferte auch keinen Hinweise. Der Nutzer hatte aber das Glück, dass er diesen Screenshot per Screenrecording anfertigen konnte.

Fehlerfenster

Mal wieder nice, was der Pfad so preis gibt. Der Übeltäter sitzt im Pfad:

C:\Program Files\DriverSetuUptility\FUB\

und in ProgramData finden sich die Unterordner

\Acer
\Packard Bell

wo die Datei \updater2.xml nicht gefunden wurde. Der Anwender meldete sich dann mit der Rückmeldung, dass das Tool SlimDrivers der Problembär gewesen sei. Wird hier als ultimative Lösung und als kostenpflichte Plus-Lösung, die sogar Kaffee kochen und zum Mond fliegen kann, beworben.

Sucht man nach SlimDrivers tauchen die üblichen Verdächtigen wie Chip.de oder Computerbild.de als Verteilschleudern auf. Ich sag’s mal so: PC-Supporter, die im Privatbereich aktiv sind, müssten den Protagonisten eigentlich die “Füße küssen”, gehen die Kunden mit solchen Tools doch nie aus.


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3 Kommentare zu Windows 10: Vorsicht vor SlimDrivers …

  1. “ Wird hier als ultimative Lösung und als kostenpflichte Plus-Lösung, die sogar Kaffee kochen und zum Mond fliegen kann, beworben.“

    Oh Cool wenn SlimDrivers 200,-Euro Scheine noch druckt installiere ist es gleich 😉

    Nein das einzige Tool was ich bisher gefunden habe ist Double Driver womit man ein Backup seiner Treiber erstellen kann. Der ganze Rest ist so etwas für vom Müll!

  2. Scheuch sagt:

    Man kann das eine oder andere Tool einsetzen. Ist natürlich auch praktisch. Mit ein paar klicks hat man alle Treiber zusammen und installiert.
    Was dabei aber wichtig ist, wie bei allen Tools, die irgendwie am System herumfummeln: Das Hirn nicht abschalten…
    Borns Warnung ist aber vollkommen berechtigt. Man sollte wissen, was man tut.
    Wird aber nix nutzen und mir viele Aufträge bescheren, hihihi

  3. Herr IngoW sagt:

    Oh Kaffee kochen kann ich schon ganz alleine (bin ja schon Groß).
    Die Treiber kann ich auch ohne jeglichen Schrott selbst installieren. Wer es braucht soll es machen, die Pc-Firmen die ihre Hilfe anbieten werden sich über Aufträge sicher freuen, den Kleinvieh macht auch Mist (oder der Support der Hersteller usw. sind die Leidtragenden).
    Wer braucht solche Programme die man auch noch bezahlen soll, Geld verbrennen geht doch schneller.

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