Callstel 4in1-Speicheradapter im Test

Nachdem ich den 4in1-Speicheradapter als Teststellung von Pearl bekommen und unter [3] kurz vorgestellt habe, möchte ich jetzt einen Überblick geben, was mit dem Teil geht.


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Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: Adapter an der Dock-Schnittstelle des iPad anschließen, fertig. Danach können Speicherkarten in die Leser eingesteckt oder USB-Geräte an der betreffenden Buchse angeschlossen haben. Hier ist zusätzlich noch das USB-Kabel zu sehen, welches an der Mini-USB-Buchse des Adapters angeschlossen wurde und zur Synchronisierung (mit iTunes am PC) oder zum Aufladen des iPad über das Steckernetzteil verwendet werden kann.

Kameraadapter am iPad

Der Anschluss dieses Kabels ist aber optional und z. B. zum Auslesen einer SD-Karte über den Kartenleser des Adapters nicht erforderlich. Denn die Spannungsversorgung erfolgt vom iPad.

Zugriff auf Fotos von Speicherkarten

Der Zugriff auf die Fotos einer SD- oder microSD-Speicherkarte ist denkbar einfach: Einfach die Speicherkarte in den Leseschacht des am iPad angeschlossenen Adapters einschieben – fertig.

Import von Fotos

iOS startet dann den Import über iFoto und die hier im Foto gezeigte Darstellung erscheint. Es werden die auf der Speicherkarte befindlichen Fotos als Miniaturen angezeigt und über zwei Schaltflächen am oberen Rand lassen sich Alle oder einzeln ausgewählte Fotodateien löschen bzw. in iFoto importieren.


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Der Import selbst geht recht gemächlich vonstatten, wird aber durch grüne Häkchen an den Fotos angezeigt. Zudem erscheint beim erfolgreichen Abschluss ein Dialogfeld, in dem man noch wählen kann, ob die Fotos auf dem Medium zu löschen oder zu behalten sind. Anschließend kann man über die iFoto-Leiste am oberen Rand auf die Kategorien Alben, Ereignisse oder Fotos zugreifen und die importierten Fotos ansehen.

Ich habe aber CompactFlash, xD- oder Memory-Card

Doof, wer eine Kamera besitzt, die keine SD- oder microSD-Karten verwendet. In meiner Bridge-Kamera kommen z. B. CompactFlash-Karten vom Typ I oder II zum Einsatz. Und manche Foto-Handys kommen mit MemorySticks. Das muss aber nicht unbedingt ein Problem sein.

 SD-to-CompactFlash
(Quelle: Reichelt)
Ich verwende seit längerem einen SD-to-CompactFlash-Adapter, in den ich SD-Karten einsetzen und dann den Adapter in der Kamera verwenden kann. Zum Einlesen der Fotos wird die SD-Karte aus dem Adapter entnommen und in den SD-Kartenleser des Kameraadapters am iPad eingeschoben.

Der Adapter ist zwar nicht mehr bei Pearl aber bei Amazon erhältlich.


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Die andere Möglichkeit besteht darin, sich einen USB-Kartenleser für kleines Geld zu besorgen, der die verwendeten Speicherkarten der Kamera lesen kann.

Für unterwegs habe ich mir vor Jahren den Xystec 3-fach USB 2.0-Hub mit All-in-One Cardreader “OmniConnector” zugelegt, der nicht nur als USB-Hub fungiert, sondern auch Kartenslots für diverse Speicherkartenformate unterstützt. Der Adapter wird nicht mehr bei Pearl geführt. Aber bei Amazon habe ich ein entsprechendes Angebot gesehen. Im Prinzip tut es aber jeder beliebige USB-Card-Reader, der keine speziellen Treiber benötigt.


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Beim meinen Tests war es jedenfalls kein Problem, Speicherkarten über einen solchen Card-Reader, der an der USB-Buchse des iPad-Adapters angeschlossen wurde, einzulesen und Fotos zu importieren.

Direkter Kameraanschluss zum Fotoimport

Mittels der USB-Buchse des Callstel 4in1-Adapters ist es natürlich auch möglich, eine Kamera oder ein Fotohandy direkt mittels eines USB-Kabels anzuschließen.

Achtung: Doof ist dabei, dass das beim Adapter mitgelieferte USB-Kabel zwar auf die USB-Buchse des Adapters passt. Aber der Mikro-USB-Stecker dieses Kabels besitzt eine besondere Bauform, die nur in die Buchse des Adapters, nicht jedoch in die Mikro-USB-Buchsen einer Digitalkamera passt. Man benötigt also ein eigenes USB-Kabel mit einem USB-Stecker und einem Mikro-USB-Stecker, passend zur Kamera.

Voraussetzung ist dabei, dass die Kamera entweder als Speicherkartenlaufwerk erkannt wird oder das Picture Transfer Protocol unterstützt. Bei meiner Fuji FinePix S9500 ist dies kein Problem und bei vielen anderen Kameras sollte der Direktzugriff ebenfalls klappen. Dann reicht es, die Kamera per USB-Kabel an die USB-Buchse des Callstel-Adapters anzuschließen. Wird die Kamera eingeschaltet und in den Wiedergabemodus für Bilder versetzt, sollte iFoto im Importmodus starten und die Fotos auf der Speicherkarte der Kamera anzeigen. Falls dies nicht zutrifft, prüfen Sie bitte, ob eventuell der PTP-Modus an der Kamera deaktiviert ist.

Was nicht geht, wo es Schwierigkeiten gibt

An dieser Stelle möchte ich aber auch ganz klar aufzeigen, wo es Probleme gibt. Dies liegt weniger am Callstel Adapter, sondern an den Einschränkungen des iPad bzw. des Betriebssystems iOS.

  • USB-Speicherkarten und USB-Sticks, die sich nicht an den DCIM-Standard zur Speicherung von Fotos halten, werden u. U. nicht erkannt. Also mal kurz ein paar Fotodateien auf einen USB-Stick kopieren und einlesen ist nicht. Auf dem USB-Stick muss ein Ordner DCIM mit einem oder mehreren Unterordnern zur Aufnahme der Fotos vorhanden sein. Zudem habe ich festgestellt, dass bearbeitete und umbenannte Fotodateien auch nicht vom Importassistenten erkannt wurden.
  • Eine 2,5-Zoll-Festplatte, die ich an die USB-Buchse angeschlossen habe, lief immer nur kurz an, weil die Stromversorgung des iPad seit einem früheren iOS-Update reduziert wurde. Erst, nachdem ich das beiliegende USB-Kabel an der Mikro-USB-Buchse des Adapters angeschlossen, dann den USB-A-Stecker mit dem Netzteil verbunden und den Adapter auf “Lademodus” gestellt hatte, konnte die Festplatte genügend Strom ziehen. Allerdings wurde die Festplatte nicht erkannt. Um eine externe Festplatte mit aktiver Stromversorgung am USB-Anschluss des Adapters zu betreiben, ist ein Jail-Break von iOS erforderlich. Unter [4] hat jemand das Ganze in deutsch beschrieben.
  • Das freie Zurückspeichern von Fotos, die in iFoto geladen sind, ist nicht möglich. Der Adapter wird auch nicht von Apps wie FileApp Pro erkannt. Meine Hoffnung, Fotos bequem per USB-Stick austauschen zu können, hat sich also ziemlich schnell zerschlagen.

Fazit: Mit dem 4to1-Adapter hat Callstel einen schönen Job gemacht und das iPad lässt sich zum Ansehen und Speichern der Fotos verwenden. Aber an dieser Stelle werden die Grenzen des iOS-Konzepts sichtbar – es ist einfach nichts zum vernünftigen Datenaustausch vorgesehen – Apple will das nicht. Ob ich mir demnächst iOS 4.3 installiere und dann mit Jail-Breaks experimentiere, steht noch nicht fest. Denn leider ist iOpenBoot noch nicht so weit, dass man Android auf der ARM-Plattform des iPad testen könnte. Und eigentlich habe ich für Frickeleien wie iOS-Jail-Break nicht wirklich Lust.

Links:
1: Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 2)
2: iPad: Verlängerungskabel für Dock-zu-USB
3: Abgefahren: 4in1-Adapter für’s iPad
4: Spirit Jailbreak: externe Festplatte ans iPad anschließen
5: Callstel 4in1-Adapter bei Pearl
6: iPad Camera Connection Kit kann mehr als gedacht
7: USB-Stick am iPad: So geht es doch!

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3 Antworten zu Callstel 4in1-Speicheradapter im Test


  1. Anzeige
  2. Käufer sagt:

    Ich Frage mich was hier getestet wurde bzw. wieviel Geld für einen positiven Test
    geflossen ist. An meinem Ipad wird das einstöpseln des 5/1 Connectors mit den Hinweis quittiert, daß das Gerät nicht benutzt werden kann. Spätestens beim Anschluß eines USB-Stick wird gemeldet, das angeschlossen USB-Gerät benötige zuviel Strom. Cool oder? Und dann empfiehlt die Beutzeranweisung zum Kit noch (Zitat) :

    Facit: Klappt natürlich schon gar nicht

    • Günter Born sagt:

      @Käufer: Mag ja sein, dass “vermuten” z.Z. cool ist – aber gibt es da Belege für? Wenn für einen Beitrag “Geld fließen würde”, stände das im Text – so ist dein Aussage Unsinn. Schade finde ich auch, dass Du hier mit dem Alias “Käufer” aufschlägst, ohne echten Namen nennen zu wollen – aber akzeptiere ich (genau so, wie ich den Kommentar freigeschaltet habe).

      Was die Fehlfunktion des Adapters betrifft: Es gab bei Apple eine Änderung an iOS, die die max. mögliche Stromstärke des Docks reduziert hat (im obigen Beitrag wurde es am Rande erwähnt), so dass Besitzer genau in diese Falle gelaufen sind (hab mal recherchiert, unter [1] findest Du die Info). Denke, dass deine Problem da her kommen – vielleicht mal in dieser Richtung graben, bevor Du hier mit wilden Verdächtigungen aufschlägst.

      Ich habe das Teil hier am iPad 1 ohne Probleme getestet – bzw. was nicht lief, steht im Beitrag (an die beim Test verwendete iOS-Version kann ich mich nicht mehr erinnern – ich aktualisiere iOS nicht regelmäßig) – was danach von Apple an Geräten und iOS-Upgrades kam, muss mich erst mal (bzgl. des Tests) nicht interessieren.

      Zur Tastaturthematik kann ich nichts sagen, da ich das nicht getestet habe – ich verwende eine BT-Tastatur für die raren Fälle, wo ich das iPad 1 überhaupt noch verwende. Vorstellen könnte ich mir aber, dass mit Jailbreak auch eine USB-Tastatur tut.

      Ansonsten: Wenn der Callstel 4in1-Speicheradapter nicht funktioniert -> Pearl wäre da der Adressat, nicht der Blog. Aber Du schreibst etwas von einem 5/1-Adapter – scheint was anderes zu sein. Unter dem Strich ist dein obiger Kommentar, bezogen auf den Blog-Beitrag, eigentlich für die Tonne.

      So long …

      1: http://9to5mac.com/2010/12/03/ios-4-2-emits-less-usb-power-on-ipad-camera-connection-kit-crippled/

  3. Käufer sagt:

    Zitat ist rausgefallen?
    Hier nochmal: Sie können am USB-Port auch eine USB-Tastatur Ihres Computers anschließen.

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