Linux Mint 18 freigegeben

Die Entwickler von Mint haben letzte Woche die Version 18 “Sarah” der Linux-Distribution Mint freigegeben. Mint 18 ist mit den Desktop-Umgebungen Cinnamon und Mate als 32- oder 64-Bit-Version verfügbar.


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Das Mint-Projekt ist über diese Webseite erreichbar – dort findet sich auch die Rubrik Download mit Links zu verschiedenen Spiegelservern in Deutschland.

Linux Mint 18

Hinweise auf die Systemanforderungen finden sich auf dieser Webseite. So läuft Minit 18 auf Systemen mit:

  • 512 MB RAM (1 GB wird empfohlen)
  • 9 GB Festplattenspeicher (20 GB werden empfohlen)
  • 1024 × 768 Bildschirmauflösung

Irgendwie Anforderungen, die ich bei anderen Betriebssystemen lange nicht mehr gelesen habe. Wer sich für die Neuerungen interessiert, findet in diesem Blog-Beitrag Lesefutter.

Test des Live-Systems

Daher habe ich die 32-Bit-Version (Cinnamon) heruntergeladen und auf eine DVD gebrannt, um ein Experiment mit einem Live-System zu versuchen. Im Beitrag Das Linux-Experiment – Teil 1 (Sony Vaio VGN-SZ2M_B) war ich ja beim aufgeführten Sony Vaio mit Mint 17,3 KDE gescheitert. Hier meine Testumgebungen:

  • Uralt Acer Aspire 3000 mit 1 GByte RAM: Das Live-System bootet und kommt bis zum Desktop. Die Bedienung fühlt sich aber etwas zäh an – ich werde möglicherweise die Tage mal schauen, ob ich die Installation auf der Festplatte durchziehe (muss vorher die Windows XP- und Windows 8.1-Installationen sichern.
  • Sony Vaio VGN-SZ2M_B mit 2 GByte RAM: Im Gegensatz zum oben erwähnten Linux-Experiment mit  Mint 17,3 und KDE hat Mint 18 unter Cinnamon keine Probleme bereitet. Das System bootete zum Desktop und ich konnte die betreffenden GUI-Elemente problemlos und flott nutzen. Auch hier muss ich sehen, ob ich die dort laufende Windows 10-Installation sichere und Mint 18 zum Testen installiere.

Insgesamt macht das Ganze schon mal einen guten Eindruck. Bei heise.de findet sich dieser Artikel, der auf einige Feinheiten eingeht. So muss man die Unterstützung für Audio- und Videoformate als Nutzer nachträglich selbst installieren. Sowohl heise.de als auch hier findet sich die Information, dass in den kommenden Wochen eine Anleitung zum Upgrade von Mint 17.x auf Mint 18 nachgereicht werden soll.

Ähnliche Artikel:
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Slackware 14.2 freigegeben


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12 Responses to Linux Mint 18 freigegeben

  1. Tim sagt:

    “So muss man die Unterstützung für Audio- und Videoformate als Nutzer nachträglich selbst installieren.”

    Kann man als Option während der Installation mit auswählen.
    Hat Heise auch als Update Info unten mit zugefügt.

    Wenn Cinnamon sich träge anfühlt, könnte Mate vielleicht die bessere Wahl bei älteren Kisten sein.

    • Danke für die Ergänzung. Habe bei der Installation auf dem Aspire 3000 gesehen, dass ein Dialogfeld kommt. Momentan hänge ich daran, dass keine Treiber für diverse Komponenten installiert werden können, weil die WLAN-Unterstützung und damit der Internetzugang fehlt. Muss mir das bei Gelegenheit und Zeit mal genauer anschauen – auch was Mate betrifft.

      • Scheuch sagt:

        Bei der Installation ist es sinnvoll eine LAN Verbindung zu nutzen.
        Spart Zeit und Frickelei.

      • Tim sagt:

        Wlan Ärger hatte ich mit einem älteren Broadcom Modul mal.
        Effekt bei Mint war immer, das der universal Treiber im Live System funktionierte, aber nach Installation doch nicht der richtige Treiber installiert war und so war nix mit Wlan. Oder funktionierte Wlan nur im Live System mit Ubuntu und Mint streikte ganz? Irgendwie so war das jedenfalls.

        Mir hatte jedenfalls dieser Beitrag geholfen https://community.linuxmint.com/tutorial/view/796
        aber mittlerweile bin ich ja aktueller geworden und da läufts direkt. Zum Glück!
        Man muss bei Mint nur recht zügig den Wlan Schlüssel eintragen.

  2. Al CiD sagt:

    Einen “Bluescreen” wird man sicherlich nicht zu sehen bekommen ;-)

    Danke für den Blick über den Tellerrand, also die Erwähnung von Alternativen wie Ubuntu, Linux Mint, Slackware, etc… Bei Livesystemen läuft zwar viel, meist werden aber die Möglichkeiten der Distribution erst mit einer HDD-Installation zur Geltung kommen, da viele Einstellungen und evtl. Treiber erst dort installiert und konfiguriert werden.
    Kleiner Tipp:
    Ich halte für solche Fälle einfach ein paar kleine Festplatten parat, die mal schnell in einen Laptop eingebaut sind um die originalen HDD nicht zu ändern/sichern zu müssen.
    Weiterer Vorteil:
    Da Linux definitiv viel weniger Platz auf der HDD braucht kann man auf einer (auch kleineren) mehrere Installationen unterbringen und testen (Multiboot).

    In vielen Köpfen herrschen immer noch Vorurteile, wie zB “keine Treiber” und “dauernd irgend welche Befehle auf der Kommandozeile eingeben”, dabei hat man bei Linux (und BSD!) schon lange die Wahl auch nur Mausschubser zu sein.

    Viel Erfolg und, noch wichtiger, viel Spaß mit Linux/BSD

    • wombad sagt:

      “In vielen Köpfen herrschen immer noch Vorurteile, (…)”

      Nein, keine Vorurteile, aber Tatsachen. Ob man die wahrnehmen kann oder möchte steht auf einem anderen Blatt. Es hat sich viel verbessert, das stimmt, aber nach wie vor ist linux zu viel Bastel-Wahnsinn. Weil zB. Treiber fehlen. Weil dieses nicht tut, das nicht will. Und man sich dann immer noch zu oft mit dem terminal befassen muss sowie ca. 1200 Seiten community-“Hilfen”, alles gut gemeint, leider oft engl.
      Was für Bescheidwisser eine exzellente Hilfe darstellen kann (terminal), für Anwender und das ist die Mehrheit, eine (zu Recht) abschreckende Zumutung ist. Und bleibt.

      => bitte keine Grundsatzdiskussion, davon gibt es bereits hinreichend!

      • Al CiD sagt:

        Nein, keine Grundsatzdiskussion… dafür bin ich zu lange dabei.

        Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass viele Menschen auch mit Windows ihre Problemchen haben, wie mit jedem anderen Gerät, dass ein OS hat, auch… zB Android, iOS…

        Wenn das Gerät aber einmal entsprechend eingerichtet wird, darauf bezog sich meine Aussage, kann man genau so gut oder schlecht mit Linux wie mit Windows arbeiten.

        Ich kenne sogar einige IT-ler, die mit Windows im Fehlerfall auch nicht zurecht kommen… und teilweise sogar im normalen Betrieb nicht ;-)

      • Uwe Albrecht sagt:

        Gegenrede aus eigener Erfahrung!

        Ja für viele Linux-Systeme gilt die Aussage zu schwierig für Einsteiger, aber nicht für Linux-Mint!

        Selbst als Normalanwender (ohne große Computerkenntnisse) ist man heute beim Team Clement Lefebvre besser aufgehoben, als bei Microsoft, Apple, RedHat & Co.

        Dieses nicht kommerzielle Team hört und liest viel besser, wo Anwender Schwierigkeiten haben und setzt das auch konsequent in einer leicht und schnell zu installierenden Nutzeroberfläche um.

        Es spielt auch keine Rolle, ob man einen lahmen Uralt-Rechner aus der Jahrtausendwende (hier ein Medion MD41300 mit Mate 32bit) oder einen sehr aktuellen und leistungsstarken Rechner hat. Für jeden Rechner gibt es ein flottes und auch für Windowsnutzer leicht zu bedienendes Linux-System.

        Dieses System ist anders als bei Microsoft auch in wenigen Minuten vollständig einsatzbereit, enthält Programme wie das Libre-Office, Dokumentenbetrachter, Dateimanager mit zwei Leisten, alles was man z.B. für Film oder Musik benötigt, den bekannten Firefox-Browser, der auch alle gängigen Multimediainhalte abspielt…

        …und dann gibt es eine schier unendliche Zahl von ebenfalls freien Programmen, die schnell und ebenso einfach ohne Terminal nachinstalliert sind. Um das Aussehen an individuelle Vorlieben anzupassen, muss man auch kein PC-Doktor sein.

        Hier kommt jeder mit den meisten und vielfältigen Einstellungs-möglichkeiten selber gut zurecht oder kann beliebte Einstellungen/Oberflächen einfach aus dem Netz nachladen.

        Für mich bleibt nur die nicht selbst überprüfte Kritik stehen, dass brandaktuelle Windows-Spiele, die nur auf den neuesten (teuersten Grafikkarten) super schnell sein sollen, nicht so gut unter Linux zum Laufen kommen. Verifiziert habe ich dies aber selbst nie, da ich kein Spieler bin. Dort kann sich vielleicht Windows 10 (noch) kurzzeitig als bessere Alternative anbieten und auch nach dem 29.7.2016 verkaufen (solange die Grafikkartenhersteller dieses Spiel mitspielen). Freie Software und (Hersteller)Treiber sind aber auch heute schneller auf dem Markt. Büroanwender, Internetnutzer oder der Film- und Musikgenießer braucht selbst Windows 7 heute nicht mehr, muss aber auch nicht darauf verzichten. Denn beides läuft ohne Probleme auf dem gleichen Rechner (selbst auf sehr kleinen preiswerten SSDs 60€ für 240 GB kann man Windows 10, Windows 7 und Linux Mint gleichzeitig installieren.

        Argumente wie zu schwer zu installieren, will mein Windows 7 nicht verlieren, Steuerprogramm läuft nicht… sind schon lange Geschichte. Mit Wine und PlayOnLinux bringt man so viel gewohnte Programme aus der reinen Windowswelt zu Laufen, dass es fast schon schade ist, nicht nach besseren Linux-Alternativen Ausschau zu halten. Die Erfahrung zeigt, dass man dann doch neugierig wird und es einfach Klasse findet nicht den Windows-Mediaplayer, iTunes, Winamp oder Foobar2000 sondern Clementine zu benutzen, um z.B. die externe Festplatte am Zweitrechner direkt in die Musikbibliothek einzulesen oder ohne Browser oder Programm direkt Playlisten aus eigener (externer) Festplatte und Musik von Spotify zu mischen…

        Wer Clementine entdeckt hat, wird sich dann auch für den Nuvola-Player interessieren…

        …und das alles, ohne sein spezialkonfiguriertes MP3Tag oder Foobar2000 zu verlieren, wo selbst die Windowseinstellungen sehr einfach nach Linux kopiert werden können.

        Diese Einfachheit fehlt in der Apple und Microsoftwelt und auch viele Linux-Distributionen leisten das (noch) nicht. Wer höhere Schwierigkeitsgrade möchte, kann sich gern den Kofler zulegen (Quasi-Einsteigerwerk mit Tiefgang) und tiefer in die unendliche und spannende Linux-Welt eintauchen. Sie ist vielseitiger, als mache es vermuten und lässt wirklich keine Wünsche offen.

        Buchtip: https://kofler.info/buecher/linux/

        Alte Vorurteile (früher berechtigte Urteile) gehören heute aber in die Mülltonne!

    • “Viel Erfolg und, noch wichtiger, viel Spaß mit Linux/BSD”

      Na ja, we will see.

      OT: So irgendwann um die Jahrtausendwende habe ich parallel zum Kofler zu Linux geschrieben. Damals haben die S.U.S.E.Leutchen es schneller geschafft, ihre Distros zu wechseln als wir die Bücher drucken konnten. War die Zeit, als Dirk Hohndel mein Nachbar war. Nun ja, ist viel Wasser den Rhein herunter gelaufen, die S.U.S.E. gibt es in der damaligen Form nicht mehr, Dirk ist nicht mehr mein Nachbar (ging damals zu Intel) und ich schreibe keine Bücher mehr zu Linux (das Netbooks-Geraffel rund um den Eee PC war der letzte Rückfall). Der Michael (Kofler) ist bei Rheinwerk gelandet und kein Stein auf dem anderen geblieben.

      Aber hier im Blog habe ich vor, das Eine oder Andere zu Linux zu bringen – aber die Masse der Leute hängt bei Windows (und schwenkt auf Windows 10 um). Ich habe mir daher die Windows 10 Enterprise (auch LTBS) aus meinem MSDN-Account gezogen – mal sehen, wo das Leben mich so hin spült. Aber ich werde auch versuchen, mehr in meinem englischen Blog zu publizieren – wenn ein Beitrag es in Hacker News schafft, geht schon “die Post” ab ;-).

  3. Werbung

  4. Nobody sagt:

    Man muss sich mit Linux erheblich intensiver als mit Windows beschäftigen, wenn man damit einigermaßen klarkommen will.

  5. Macintom sagt:

    @Nobody: Das kommt daher weil man es noch nicht kennt.
    “Was der Bauer nicht kennt frißt er nicht!” ;)

    Als jemand, der mit drei Systemen rumfuhrwerkt (Windows, OS X, Xubuntu) sehe ich bei allen Varianten Einarbeitungszeiten um “fit” in Problemfällen zu sein. Daß immer noch die Massen mit Windows arbeiten hat für mich eher mit der Bündelung OS/Hardware zu tun. Gehste mal eben in den *****-Markt und holst ein Laptop. Ok, Windows ist schon kostenlos dabei, ab damit in´s WWW.

    Wenn die Hardwarehersteller den Mumm hätten und eine separate Produktpolitik mit vorinstallierten Linuxsystemen anbieten würden könnte sich was ändern. Optimierte Treiber, sinnvolle Softwarecompilations und solche Sachen. Und dann diese Kisten als “Ready for Business”, Ready for Steam”, “Ready for SoHo” oder ähnlich klassifizieren.

    Aber so wie es jetzt läuft kauft halt (fast) jeder Hard- inklusive OS-Software und wurschtelt dann mit Sachen weiter die man “immer schon hatte”.

    Ich würde heutige Linux-(Ubuntu-)Distributionen nicht mehr als anfängerfeindlich ansehen. Im Gegenteil, die Installation und folgende Updates sind im Gegensatz zu Windows ein Klacks. Und wer schwerwiegende Probleme bekommt mus genau wie bei Windows googlen, Freunde oder Spezialisten fragen oder Neuinstallieren :-)

    • Nobody sagt:

      Zitat: “@Nobody: Das kommt daher weil man es noch nicht kennt.
      “Was der Bauer nicht kennt frißt er nicht!” ?”
      Ganz so ist es nicht.
      Schon mehrfach wollte ich den Umstieg wagen. Ubuntu und Mint waren installiert. Nach einigen Tagen war die Euphorie jedoch immer verflogen. Vermutlich sind Leute wie ich, die mit durchschnittlicher Blödheit bestraft sind, die notorischen Windows Nutzer.
      Eines steht allerdings fest: Falls beim Hochfahren von Windows 7 irgendwann der Totenkopf erscheint ist Linux unausweichlich. Bis dahin starte ich Mint immer mal vom USB-Stick und lösche in Windows diverse hartleibige Dateien oder Ordner. :-)

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