Sabotiert Microsoft Windows 10?

Microsoft macht es, nach meinem Eindruck, Anwendern schwer, mit Windows 10 warm zu werden. Die Probleme werden nicht weniger, der Frust nimmt (gefühlt) zu.


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Microsoft Windows 10 ist nun seit Juli 2015 verfügbar und in wenigen Wochen wird das Creators Update ausgerollt. Im Rückblick wurden frühere Windows-Versionen ab dem Service Pack 1 als “brauchbar” angesehen. Aber nach Windows Vista und Windows 8/8.1 scheint sich mit Windows 10 der nächste Flop abzuzeichnen. Microsoft tut aber auch alles, um Nutzern das Leben mit Windows 10 schwer zu machen. Bugs, Bugs, Bugs, nicht blockierbare Updates und Werbung empfinden manche Leute als “biblische Plage”, ausgelöst durch Microsoft.

Stimmen aus der Praxis

Ich halte ja mit meiner Meinung hier im Blog nicht wirklich hinterm Berg (haben mir einige Windows 10-Anwender und jetzt Ex-Leser arg verübelt). Aber im Tipp: MVP Kaffeklatsch #15 Podcast hatte ich das Thema angerissen und MVP-Kollege Hans Brender (der ist öfters in den USA und bei Microsoft – ich brauche da nicht hin) hat im Podcast nicht nur die Bestätigung meiner Position gebracht, sondern auch einige Hintergrundinfos geliefert (die finden sich hier im Blog zwischen den Zeilen).

Dann gibt es noch diesen Nutzerkommentar aus dieser Woche im Blog – nur eine Einzelstimme, die aber durch weitere Kommentare hier im Blog, sowie in zahlreichen Foren gestützt wird.

Nun ja, diese Art von Problemen und die ständigen Updates von GB-Größe alle paar Wochen kosten mich jedesmal Stunden an Zeit und Nerven. Immer die Gefahr im Nacken dass hinterher durch diese Verschlimmbesserungen nichts mehr geht.
Dazu kommen noch die halbjährlichen neuen Versionen mit unsinnigen Gimmicks und Spielereien die der ernsthafte Benutzer seltenst benötigt und einen kontinuierlichen Workflow erschweren. W10 ist heute ein Alptraum.

Das hat mich nach langem Überlegen bewogen bei einem Notebook das zum Austausch stand nicht mehr auf Windows zu setzen.

Seit mehr als einem Monat läuft bei mir jetzt ein MacBok Pro 13“ ohne Touchbar mit Mac OS. Abgesehen von den Umgewöhnungsproblemen ein wahrer Traum.

Endlich kann ich die Zeit die ich bisher mit der Windows System- und Updatepflege verbrachte zu konstruktiver Arbeit nutzen; und wenn mal nichts zu tun ist hab ich wirklich Freizeit und muss nicht am System nachjustieren.

Mein Resüme; nach und nach werde ich die restlichen vier Geräte auf Mac OS Umstellen.

Danke Microsoft; nach 25 Jahren hast du es mit Windows 10 und deiner neuen Strategie geschafft.

Und in diesem US MS Answers-Forenbeitrag thematisiert jemand das Gefühl vieler Windows 10-Nutzer:

  I have a fairly new HP Envy that was pre-loaded with Windows 10 when I purchased it (it’s not even a year old) and this occurred.  That’s why I think that it has something to do with a Microsoft Update!

I had done a System Restore back at the end of December 2016 and it worked fine.  And, the last known automatic Restore Point by the system was on February 3, 2017.

Then my pc froze on me on February 21st.  I had to shut it down manually with the on/off button.  It booted up normally — and just as a precaution, I disabled my anti-virus and did a System Restore to the most earliest date available which was February 3rd.

The System Restore behaved normally — it seemed to have gone through all of the processes — but then I got the message that others are seeing — the WindowsApps Staging message.  I then went through all of the other available restore points one by one after ‘uninstalling’ my anti-virus program — but it still failed.

I’m not capable of doing any kind of rebuild of my system from scratch, etc.  The only choice that I have is to just wait until my pc crashes and I’m left to do either a Reset or a wipe of the system and allow it to re-install Windows 10.  But — if that fails and it’s going to cost hundreds of dollars to fix my (less than a year old) system — it won’t be worth it!

Microsoft is forcing these ‘Automatic Updates’ on usThere have been problems with Microsoft Updates being downloaded in XP, Windows 7, Windows 8!  Back then, we (as consumers) were given a choice by Microsoft — we could either choose which updates to download or choose not to download any updates!!!

With Windows 10, Microsoft took those options away from us!  They did this knowing that their updates have caused problems in the past!  The cost of ‘repairs or complete replacements of our systems’ will be coming directly out of OUR pockets!

I don’t appreciate being used by Microsoft as Guiney pig — or having them use my computer as a ‘proving ground’ for their experiments!

When I had Windows XP and then Windows 7, I chose never to let Microsoft do any updates!  I had both of those PC’s for at least 5 to 6 years each!  I know for a fact that my Windows 7 PC had a System Restore and I used it at least 5 or 6 times to recover my computer over the years that I owned it!

Their mistakes are going to cost me money? My system is new!  I have nothing but Microsoft Office 2010 and a brand new photo shop program installed on it.

If I were Microsoft would start worrying about there being a ‘class action lawsuit’ filed against them in the near future?

Microsoft should NOT be forcing their updates on people, when those updates are damaging our PC’s and causing us to have to take our computers to be repaired or completely replaced!  As consumers, we go out and pay for a brand new system that comes with Windows 10, only to discover that it’s defective?  That’s not right!

One of the biggest selling points for me was that my PC came with ‘System Restore’.  I specifically made sure that I had that feature on every one of my PC’s in the past when I purchased it!

It’s not right that Microsoft is forcing their updates on us!  Especially when there is the possibility of our ‘System Restore’ being disabled!

I feel that my brand new HP Envy computer has been damaged by Microsoft — because of their forced updates!  My system cost almost $1k all together!  And, now with one of their forced updates, my System Restore has been disabled!

Now I’m waiting for the inevitable — which is for my system to freeze on me again!  It may mean that I will be out the $1000 that I paid for my system!

That’s a major rip off to us as consumers by Microsoft!

Vor einigen Tagen gab es die Meldung von Microsoft, dass man eine Spezial-Windows 10-Version für chinesische Behörden teste. Ein weiterer Nutzer bringt das Thema in obigem MS Forenthread auf:

In other news, this bit of info was included in my stock market email from Seeking Alpha this morning:

Microsoft has finished development of a Windows 10 version customized for Chinese government use, which could boost its China prospects after sales were hit by Beijing’s cybersecurity crackdown. Microsoft (NASDAQ:MSFT) declined to say how the software was modified, but in general China’s government is concerned about technology products that could contain hidden “back doors” to enable foreign surveillance. ”

So this whole System Restore problem is probably China’s fault.

Ich sage es mal so: Bei Microsoft hat man (zumindest in Bezug auf Windows 10) den Schuss noch nicht gehört und wurschtelt fröhlich weiter.

Ein InfoWorld-Kommentar: Microsoft, beende die Sabotage bei Win 10

Galen Gruman hat bei InfoWorld einen lesenswerten Kommentar Microsoft, stop sabotaging Windows 10 verfasst – Microsoft soll endlich die “Sabotage” von Windows 10 unterlassen. Er adressiert die aktuell von Vielen empfundene Situation: Windows 10 wird mit nicht transparenten Telemetrie- und Überwachungsfunktionen ausgeliefert. Das Update-System lässt sich schlicht nur noch als kaputt bezeichnen und der Ansatz ‘Windows as a service’ erweist sich in der Praxis als Ansatz, um die verbliebenen Windows 10-Anwender zu traktieren.


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Und als Sahnehäubchen gibt es im Betriebssystem ‘Werbung’ für Microsoft-Produkte auf dem Sperrbildschirm, im Startmenü, im Benachrichtigungszentrum, im Statusbereich und zwischenzeitlich sogar im Explorer (siehe Windows 10 Version 1703: Werbung im Explorer blocken).

All dies wird irgendwann auch den treuesten Windows 10-Fan von diesem Betriebssystem weg treiben. Vor ein paar Tagen haben wir (vier MVPs) einen Podcast zu diversen Themen aufgezeichnet. Unter anderem kommt auch Windows 10 vor, wobei Hans Brender und meine Wenigkeit die größte Schwachstellen benannt haben: Windows 10 bzw. dessen Features werden nicht mehr von den Entwicklern, sondern vom Marketing vorgegeben. Nicht was sinnvoll ist, wird implementiert, sondern das, was das Marketing vorgibt.

Scheinbar gibt es bei Microsoft auch keine erfahrenen Entwickler mehr (die sind entlassen oder freiwillig gegangen), was man an allen Ecken und Enden spürt. Hans Brender drückt es so aus: “Junge Leute entwickeln in Redmond, plötzlich stellt man fest, dass das nicht funktioniert – und dann wird alles wieder umgestoßen – die Erfahrung älterer Entwickler fehlt”. Daher kann ich den InfoWorld Artikel Microsoft, stop sabotaging Windows 10 als ziemlich zutreffend bezeichnen und mich der Forderung anschließen. Oder wie seht ihr das so?


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18 Kommentare zu Sabotiert Microsoft Windows 10?

  1. Nobody sagt:

    Ironie an
    Die Kritik ist mir absolut rätselhaft.
    Windows 10 wird von Update zu Update schöner, aufregender und interessanter.
    Die tollsten und spannendsten neuen Features sind hier zu bestaunen.
    Die Begeisterung wird kaum zu bremsen sein.
    Ironie aus
    Wünsche ein schönes Wochenende

  2. Andreas B. sagt:

    Aber, aber! Wie böse von Ihnen … Haben Sie es den nicht vernommen (Einstellungen –> Updates): “GUTE NACHRICHT (aka Evangelium), CREATOR (aka Schöpfer himself) kommt”.

    In Ami-Land versteht man die blasphemische Konnotation all dieser Megalomanie übrigens sofort. – Und ich denke mal, es ist auch genau so gemeint.

  3. anthropos sagt:

    Vom Prinzip und in der Theorie gefällt mir der Ansatz von Windows 10, aber ich vermute auch schon länger, dass die alten Hasen fehlen. Es wird immer öfter geredet von Innovation und schicken Begriffen, die zeigen sollen, dass immer neue Ideen kommen; ob die dann nützlich sind oder brauchbar, wird selten bedacht in der Eile und halb gar kommen die tollen Ideen dann daher.

    IBM will auch die Leute zurück ins Büro holen, weil es Firmen gibt wie Google und Facebook, wo man ein kleines Disneyland erschaffen hat (was nicht mal falsch ist), dass man sich dort wohl fühlt, und die Strategen meinen, nur so könne man heute noch arbeiten.

    Wieder woanders wird gemeint, dass die Leute immer leistungsstärker werden, wenn man alles macht zu einer Art von Spiel, und ich sehe oft junge Leute, die meinen, die Welt nur richtig verändern zu können; und das Schlechte daran: Geht etwas nicht wie gewünscht, sind es immer die Anderen, die nicht fähig waren, die geniale Idee umzusetzen.

    Aber es sind nicht immer nur die jungen Leute, wir haben uns allgemein schon zu lange eingeredet, dass wir immer alles unter Kontrolle haben können und die Zukunft sicher bestimmen.

    • Andreas B. sagt:

      Also mir sind jedenfalls die altmodischen Zustände immer noch lieber, wo derjenige, der einen Bauplan abgezeichnet hat, auch noch weiß, dass er dafür ganz persönlich voll verantwortlich ist. – Btw.: In den Dokumenten zu fast jedem Gerät, das man heute kauft (bspw. einer simplen Kaffeemaschine), steht seit längerer Zeit so ein Passus, es sei nur für den privaten Einsatz geeignet und nicht für industrielle Zwecke, Betrieb in kerntechnischen Anlagen, Kliniken etc. – Nur mal eine ganz harmlose direkte Frage: Wie sieht es denn da aus mit dem Betriebssystem Windows 10???
      Übrigens: Gorbi nannte den vorgefundenen Endzustand der sowjetischen Planwirtschaft seinerzeit organisierte Verantwortungslosigkeit. – Das dürfte hierfür auch so ungefähr passen, bei der marktschreierischen Schaumschlägerei und dem pubertären Projektemachen, womit wir es gerade zu tun haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Microsoft irgendwann demnächst massivste juristische Probleme bekommen wird. (Der Bericht spricht es ja direkt an. Anwaltsfirmen, die sowas gegen Erfolgsbeteiligung durchziehen, gibt es auch.) – Und das könnte dann (bei der drakonischen Art, wie solche class-action-Urteile in den USA manchmal ausfallen) ganz schön hart werden.

  4. Thomas Bauer sagt:

    Ich sage nur neue Besen kehren gut. Ich bin ein FAN meines Windows 10. Ich lese ihren Blog und ihre kritische Meinung ist mir total wichtig Herr Born. Alles im Leben hat 2 Seiten. Eine Batterie funktioniert auch nur durch ein + und ein -. Eine Sache und 2 Sichtweisen, was solls.

    • Thomas Bauer sagt:

      Windows 10 alleine ist schon Quatsch. Es gibt nur Windows! Es gibt eigentlich keine Versionsbezeichnung mehr… As a Serivce. Vielleicht kippt MS ja um und die bringen echt noch Windows 11. Wer weiß das schon? Niemand. Bei mir läuft der Kram perfekt und ich bleibe dabei.

    • anthropos sagt:

      Ich bin auch weitgehend zufrieden, würde nicht zurückwollen. Was mich an der Sache den Kopf schütteln lässt, ist der Unterschied, dass die alten Systeme einfach laufen, weil sie nicht mehr angefasst werden, und bei Windows 10 habe ich hier und da immer wieder kleine Wehwehchen, weil etwas vermurkst wird bei den vielen Änderungen.
      (So hatte ich vor Kurzem Abstürze von Programmen für Videobearbeitung, was plötzlich kam mit einem kumulativen Update und mit dem letzten 14393.969 dann wieder plötzlich korrigiert wurde: dazwischen konnte ich aber keine Videos bearbeiten.)

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  6. deo sagt:

    Wenn Windows ständig kaputt ist, ist die Flucht nach vorne zu immer neuen Versionen und Mutationen verständlich. das Reparieren erfolgt dann durch ein großes Update, dass alles ersetzt, um über einen Neubeginn, der damit von MS beim Anwender erzwungen wird, wenigstens einen sicheren Zustand zu haben, der dann mit der Zeit regelmäßig wieder kaputt geht, was in der Natur der Sache liegt, wenn der Fokus auf der nächsten Version liegt. Backups sind dann überlebensnotwendig für Anwender, auf die früher selten zurückgegriffen werden mussten, mittlerweile aber der Normalfall sind. Eine ordentliche Fehlersuche und Behebung kann man sich auch sparen. Das, was früher erfolgreich war, führt beim Windows-as-a-Service nur zu Frust, wenn man von einer gelungenen Fehlerbehebung innerhalb kürzester Zeit nichts mehr hat.
    Das ist eine positive Begleiterscheinung, wenn auch die Masse der Anwender Backups anlegen. Das tun sie in der Regel von sich aus erst, wenn sie Schiffbruch erlitten haben. Bei früheren Windows Versionen war das weit weniger als bei Windows 10. Da geht plötzlich eine wichtige Funktion nicht mehr, obwohl man sich bemüht, nur MS Software zu verwenden. Das führt dann zu einer Sinnkriese, da man das nicht gewohnt war. Das ist ein weiterer positiver Effekt, um über bessere Alternativen nachzudenken.

  7. In einem der Zitate wurde mal wieder geschimpft, dass Microsoft Updates erzwingen würde und man früher eben nicht gezwungen worden wäre. Damals unter XP hätte derjenige Updates sogar generell abgeschaltet.

    Ein wenig sind diese Leute wohl in der Zeit stehengeblieben. Selbst wenn Updates von Microsoft nicht automatisch an alle Windows 10 Systeme ausgeliefert werden würden, wäre ein Zwang da, sie zu installieren. Die Sicherheitslage ist schlicht heute eine andere als vor 15 Jahren.

    Wer ein System am Internet betreibt, ist sowieso gezwungen, jegliche sicherheitsrelevanten Updates so schnell wie möglich einzuspielen, völlig egal ob es nun der Hersteller forciert oder nicht. Man hat faktisch eh keine Wahlmöglichkeit. Es geht heutzutage nicht mehr, einfach so Updates nicht zu installieren.

    Wer sich dadurch z.B. zu Apple treiben lässt, umgeht dieses Problem nicht. Auch Apple liefert meist keine einzelnen Updates, die man halt mal auslassen kann, sondern große Update-Pakete. Und auch Apple liefert einmal im Jahr eine neue Version des Betriebssystems, an der man nicht lange vorbei kommt, denn die alten Versionen werden recht schnell nicht mehr unterstützt. Auch für MacOS wird mittlerweile Schadsoftware entwickelt und werden Lücken gesucht. Und wenn man einen Blick in die Apple Foren wirft, sieht man exakt die selben Probleme von Leuten, bei denen nach Updates irgendwas nicht mehr läuft, im Ernstfall das ganze System.

    Ich freu mich aufs nächste Windows 10 Update, weil es für mich Vorteile bringt. Das sind nicht die Vorteile, die das Marketing bewerben kann, sondern die vielen, kleinen Verbesserungen, die von Version zu Version im System dazu kommen. Dass man auch für mich sinnlose Pakete mitliefert oder neu dazu packt, ist mir recht egal, ich muss sie nicht nutzen. Sowas macht Apple aber auch nicht anders.

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  9. Paule21 sagt:

    Microsoft sollte sich von der ‘Windows as a service’-Idee verabschieden. Lieber stabile und vor allem fertige Systeme ausliefern und wieder alle 2-3 Jahre eine neue Version. Was haben uns die großen Updates 1511 und 1607 schon gebracht, bzw. bringen uns mit 1703 schon? Paint3D und ähnliche Spielereien, die vom Großteil der Anwender ja ohnehin nicht genutzt werden. Ja, ein paar optische Aufhübschungen, aber mit fällt auf Anhieb leider überhaupt gar nichts ein, was man von den tollen Neuerungen denn unbedingt haben müsste.

    • anthropos sagt:

      Das wird auch keine Lösung mehr sein, weil die neue Moral dazu führt, dass die Leute sich ständig neue Systeme kaufen müssen, da die Entwickler sich nur noch konzentrieren auf das Neue und das Alte stehen lassen. Vor allem aber störte mich am alten System, dass da ein neues Windows kam, das wieder das Rad neu erfinden wollte, wo einfachste Sachen roh vorhanden waren und erst wieder fertig wirkten, wenn das erste große Update kam; nein, das war auch kein Zustand.

      Wenn man sich die Zeit nähme, um das System fertigzubekommen, würde es helfen, aber der Mangel an Erfahrung scheint da Probleme zu bereiten, weil man mit vielen Komplikationen gar nicht gerechnet hat.

      Änderungen unter der Haube kommen auch vor am System, werden aber kaum wahrgenommen in der Öffentlichkeit, darum erscheint der Mehrwert von der Entwicklung von Windows 10 für Viele noch mal geringer.

      • Paule21 sagt:

        Genau das ist der Punkt. Windows ist ein unfertiges System an dem ständig weiter geflickt wird. Mit dem nächsten Update ist dann die eine Sache fertig, aber gleichzeitig gibt es x neue Baustellen. Mein Lieblingsbeispiel sind die neuen Windows-Einstellungen. Anfangs bejubelt weil angeblich endlich die alte Systemsteuerung entflechtet würde, und nun stellt man plötzlich fest, dass die neuen Einstellungen genauso überladen und verschachtelt sind. Dazu kommt, dass eine Menge Links aus den Einstellungen wieder zurück in die alte Systemsteuerung führen und noch lange nicht alle Einstellungen übernommen wurden. Da hat man eine Menge Zeit und Ressourcen verbraucht um am Ende etwas zu schaffen, dass für Niemanden einen Mehrwert bietet.

        Das Marketing bestimmt die Entwicklung, die erfahrenen Entwickler sind nicht mehr da und die Einwände der Endanwender werden ignoriert.

        Solange Satya Nadella bei Microsoft das Sagen hat, wird sich an der Situation grundlegend nichts ändern. Nadella legt wenig Wert auf den Consumerbreich.

  10. blähton sagt:

    alles richtig, mehr oder weniger.
    Aber ändert sich was? Hat linux seit Win10 deutliche Zuwachsraten, nein? Seit Jahren nicht, weil nach wie vor von Bastell? Hat MacOS signifikant gewachsene Marktanteile, nein? Ach, sind so teuer…, hmmm.
    Solange MS nicht deutlichst Martktanteile verliert, warum sollten die was ändern? Solange die lemminge mitmachen, warum sollte sich MS bewegen. Warum Qualität produzieren, wenns mit wesentlich weniger ausreichend Umsätze/Gewinne gibt?
    So gesehen war windows7 ein Fehler, weil viel zu gut. Aber das versucht man ja nun an allen Ecken und Enden zu ändern.
    Sowas bekommt man halt, wenn man den eindimensionalen Simpelheinzen aus dem Marketing (“bwler”) Entscheidungsfunktionen überlässt…

  11. 30JahreWindowsNutzer sagt:

    Der Artikel ist super und trifft es genau: Mit Windows 10 verliert man kostbare Lebenszeit um den PC wieder für produktive Arbeit nutzbar zu machen.
    Nach 6 Installationsversuchen von KB4013429 heißt es auch bei KB4015438 3mal nach Neustart wieder:”Die Updates konnten nicht eingerichtet werden. Die Änderungen werden rückgängig gemacht.” Damit bleiben viele Sicherheitslücken weiterhin offen !
    Bei Build 14393.693 ist es eine Premiere, dass kumulative Updates nicht installiert werden. Früher war es möglich einzelne SicherheitsUpdates gezielt auszuwählen !
    Inzwischen hat Microsoft mit KB4016635 einen 3.Versuch gestartet um ein Versionsupdate auf 14393.970 zu basteln. Mal schauen, obs klappt ?
    Wann bringt Microsoft endlich eine abgespeckte Windows 10 Basic 32bit Version auf den Markt ? Einfach ein sicheres Betriebssystem, auf dem nur die nötigsten Prozesse laufen, um die eigenen bevorzugten Programme starten zu können. Ein solches Grund-OS würde perfekt zu Tablets und mobilen Geräten mit wenig Ressourcen passen und wäre zudem weniger angreifbar und stabiler. Updates mit einer Größe von über einem Gigabyte wären da nicht notwendig.
    Wer sich nach dem Kauf von Windows 10 Basic weitere Features wie Cortana, OneDrive, SmartScreen, Defender, IE, Edge und sonstige Apps wünscht, kann jederzeit kostenpflichtig auf Home, Pro usw. upgraden.
    Ich würde trotz 4 Windows 10 Home-Lizenzen dagegen sofort auf ein schlankes Windows 10 Basic 32bit downgraden:
    “Keeping it Simple to Keep it Secure ! ”

    Der jetzige Weg hin zu einem immer mehr aufgeblähten Windows mit ZwangsApps, und für die meisten User völlig überflüssigem Firlefanz, führt zu undurchschaubaren Abhängigkeiten. Daher immer mehr Bugs, UpdateSchwierigkeiten und ernste SicherheitsProbleme !
    (Security really can be a byproduct of keeping everything as simple as possible. The higher the complexity, the higher the risk of failure !!! )

    • 30JahreWindowsNutzer sagt:

      Sabotiert Microsoft Windows 10, oder steckt eine Strategie dahinter ?
      Bei einem meiner Rechner konnte man kurz vor Release der Version 1703 keine kumulativen Updates mehr installieren. Auch KB4015217 wurde für Build 14393.693 wieder verweigert: “Die Updates konnten nicht eingerichtet werden. Die Änderungen werden rückgängig gemacht.”
      Um weiter ein sicheres OS zu nutzen, musste ich die Build 15063.138 installieren. Und hier zieht Microsoft unter dem Deckmantel von ein paar Schiebeschaltern für den Datenschutz, die Daumenschrauben sogar noch weiter an: Mit dem Defender Security Center wird jedem User ein ständig aktiver Prozess untergejubelt, der den SmartScreen-Filter mit einem gelben Ausrufungszeichen erzwingen will: „Dadurch werden nicht nur Informationen über das Surfverhalten oder die Web-Infrastruktur zusammengestellt, sondern auch Telemetriedaten vom gesamten Windows-Betriebssystem“, heißt es in einem Blogeintrag des Edge-Teams.
      Microsoft verfolgt scheinbar einen Weg zur totalen Überwachung und Datensammlung. Vielleicht werden bald auch nur noch Apps aus dem Windows Store akzeptiert ?
      Hoffentlich hält ein Kartellverfahren wegen einer Beschwerde von Kaspersky diese Fehlentwicklung noch auf.

  12. Konrad Radtke sagt:

    Also ich lese den Blog hier schon eine ganze Weile und lese auch immer wieder von Problemen mit Windows 10. Selber nutze ich das Betriebssystem schon seit dem erscheinen und habe eigentlich keine nennenswerten Probleme damit.

    Allerdings bin ich auch kein Poweruser. D.h. ich nutze den Rechner täglich ca. 4 Stunden, nutze in zur Email Korrespondenz, surfe über Chrome im Internet und habe ca. 10 mehr oder weniger übliche Anwendungen installiert. Office 2013, FineReader, XnView, VLC, Gimp, Filezilla, das üblich halt.

    Außerdem einen etwas älteren Canon Scanner (CanoScan Lide 70) und einen Kyocera FS-920 Laser Drucker, der per LAN verbunden ist. Also gewiss keine neue Hardware.

    Und ich habe keinerlei Probleme. Alles funktioniert zur vollsten Zufriedenheit. Aber wie gesagt, ich bin auch kein Poweruser. Ich schalte den Rechner wenn ich von der Arbeit komme an, erledige meine Dinge und schalte ihn nach drei oder vier Stunden wieder aus.

  13. Also von Sabotage würde ich vielleicht nicht gleich Reden, aber Microsoft hat das letzte Stückchen vertrauen mit seiner Gigabyte Update Politik bei mir Verloren, nichts Funktioniert so richtig und wenn das Windows 10 Creators Update nicht wirklich eine Steigerung/Verbesserung bringt steige ich wieder auf Windows 7 um und verfrachte das Windows 10 in eine VM oder lege es mir als Backup zurück bis sämtliche Fehler ausgemerzt sind.
    Das kann zwar vielleicht noch ein Paar Jahre dauern aber ich kann warten, wenn Microsoft hingegen die Leute noch ein bisschen länger verarscht kann es durchaus Passieren das die meisten keine große Lust auf riesige Updates und immer wiederkehrende Bugs haben werden.

    Was ist eigentlich aus Secure Boot geworden ist das Loch nun endgültig gestopft oder lässt sich das noch immer als Administrator aushebeln?

  14. ich bin Power-User, da beruflich, und kann die negativen Bewertungen von Windows 10 hier nicht nachvollziehen. Keines der Updates hat bei mir bisher ein größeres Problem gemacht und auch im Alltagsbetrieb überwiegen die Vorteile bei Weitem.

    Persönlich negativ finde ich höchstens die Größe der Updates nervig und allgemein, dass MS konsequenter bei Ideen sein müsste, denn gute Ideen sind ja da. Aber ansonsten halte ich das langsam nervige über Windows 10 Gejammer eher für die typische Nostalgie und außerdem meckern viele einfach halt gerne den ganzen Tag.

    Ich denke nicht, dass es wirklich die Masse betrifft. Ist ok, wenn man Neues nicht mag, aber permanent verzweifelt nach jedem Strohhalm zu greifen, um ein Produkt schlecht zu machen, halt ich für übertrieben. Ist klar, dass man in Foren Gemecker findet, zufriedene Anwender posten nicht. Ist klar, dass Journalisten gerne meckern, denn davon leben die und viele glauben halt, umso mehr Negativität, umso mehr Leser. Ob das die Statistik und Realität wirklich abbildet, mag bezweifelt werden.

    Nicht alles ist gut bei Windows 10, aber vieles schon und man muss es nicht schlechter machen als es ist. Flotter und moderner als ein angestaubtes Windows 7 ist es für mich definitiv. Abstürze im Alltagsbetrieb habe ich überhaupt nicht.

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