Update KB4087658 Windows 10 Version 1803

Windows 10 Spring Creators Update (Version 1803) ist noch nicht verfügbar, und schon testet Microsoft das Kompatibilitätsupdate KB4087658. Dieses zielt auf bestehende Windows 10-Systeme, um diese für den Umstieg auf Windows 10 Version 1803 vorzubereiten. Ergänzung zum Zweck des Updates im Text nachgetragen.


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Den Kollegen von deskmodder.de ist es hier aufgefallen. Das Update KB4087658 wird nicht für die Insider Preview-Builds, sondern für reguläre Windows 10-Builds angeboten. Im Microsoft Update Catalog gibt es gleich mehrere Einträge für Windows 10 und Windows Server 2016.

Update KB4087658

Und es gibt sogar einen KB-Artikel 4087658, der Einzelheiten nennt. Es handelt sich um ein Kompatibilitätsupdate, um Windows 10-Systeme für Windows 10 Version 1803 vorzubereiten. Microsoft schreibt: Dieses Update ändert den Aktualisierungsvorgang in Windows 10 Version 1803. Das Update stammt vom 12 März 2018.

Zweck des Update unklar

Beim KB-Artikel 4087658 hüllt sich Microsoft ja über Details in Schweigen. Ich habe mir das Paket in der x86-Versionen herunter geladen und die .msu-Datei entpackt. Da finden sich Archive mit Namen wie WSUSSCAN und WINDOWS10.0-KB4087658-X86 mit zig Manifestdateien.

Was ich auf die Schnelle gesehen habe (das Entpacken der kompletten .cab-Dateien hätte mit Bordmitteln eine Stunde gedauert und meine Analyse-Tools haben das Handtuch geworfen): Es werden verschiedene MUI-Dateien (Microsoft-User-Interface) aktualisiert und es gibt viele Einträge in die Registrierung. Vom Synchronisations-Client über Druckeranpassungen ist alles dabei. Eine erste grobe Interpretation geht dahin, dass es ausschaut, als ob Kompatibilitätseinstellungen aktualisiert wurden (ein Austausch von Bibliotheksdateien ist auf Grund der Größe des Update-Pakets eher nicht vorgesehen).

Tipp: Die Microsoft Update-Datei (.msu) ist nichts anderes als eine verkappte Archivdatei im .cab-Format. Da ich 7-ZIP aktuell aus Sicherheitsgründen nicht mehr einsetze, habe ich einen Trick benutzt. Ich habe die .msu-Datei einfach in eine .cab-Datei umbenannt. Dann ließ sich diese mit Windows Bordmitteln inspizieren. Man kann die enthaltenen CAB-Dateien in lokal angelegte Ordner entpacken und deren Inhalte auf die gleiche Weise rekursiv in weitere Unterordner entpacken. Schließlich stößt man auf die .mum- und .cat-Dateien, die die Informationen über die Updates beinhalten.


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3 Antworten zu Update KB4087658 Windows 10 Version 1803


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  2. hs sagt:

    was bedeutet das, … ändert den Aktualisierungsvorgang
    Als Aktualisierungsvorgang interpretiere ich mal das Update-Rollout oder neue Versionen von W10.
    Geht man da jetzt von den kumulativen Updates weg oder ist damit gemeint das neue Versionen kostenpflichtig werden könnten … ?
    Ich sehe schon Gespenster, aber inzwischen traue ich Microsoft Alles zu.

    • Günter Born sagt:

      Was Microsoft ‘meint’ haben die mir leider nicht mitgeteilt.

      Meine Interpretation: Das hat mit Kosten nichts zu tun. Ich denke, da wurde der Update Client/Agent aufgenordet, so dass da noch mehr Tasks mitlaufen, um ein Funktionsupdate zu ermöglichen/zu erzwingen.

      Im Sinne von Konspirationstheorien: In diesem Kommentar gibt es möglicherweise Hinweise, wo man ansetzen könnte.

      Wenn ich heute Zeit habe, schaue ich mir das Teil mal genauer an und trage es hier nach.

  3. Markus sagt:

    Am Update Client/Agent wurde mit ziemlich großer Sicherheit geschraubt, da etliche meiner WSUS Client (Windows 10 Enterprise) sich Updates und Funktionsupdates vom Microsoft Update Server, oder Windows Update Server geholt haben…. ganz plötzlich.

    Zusätzlich zur GPO, welche den DualScan verhindern soll, muss man nun auch tatsächlich die entsprechende deferal GPO setzen, sonst bekommt man ein Funktionsupdate.

    Ich bin mir nicht ganz sicher ob es etwas bringt, aber dem Powershell-Modul PSWindowsUpdate gebe ich nun auch explizit die WSUS ServiceID mit um zu verhindern, dass MU oder WU als Fallback verwendet werden.

    Aus mehreren Logs geht hervor, dass Rechner plötzlich MU oder WU kontaktieren und sich dort das Upgrade einfangen. Nicht besonders nett, wenn man im Unternehmen ein Funktionsupgrade einfach NICHT freigegeben hat.

    Vorsicht auch in den Settings… Benutzer können hier direkt zu Microsoft gehen. Nimmt man ihnen diese Option ist auch die Option weg um ein normales Update zu Planen.
    Mr. Burns sagt dazu: https://www.youtube.com/watch?v=YKUOB8MN4Kc

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